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Auswahl sehen, unsere billigen Preise hören, dann werden Sie be­stimmt ständiger Kunde von Nowack sein. Unsere großen Aus­lagen geben Ihnen nur ein kleines Bild unserer enormen Leistungs­fähigkeit Machen Sie uns deshalb bald die Freude Ihres Besuches.

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die 4000 Meter hohen ewig eiSbedecften Berge herauSwachsen. Der Film darf mit gutem De- wissen als einer der besten feiner Art bezeichnet

Oie steuerfreie ichsbahnanleihe.

Zur Durchführung der Verordnung bcS Reichs­präsidenten über Aktienrecht, Dankenaufsicht und über eine Steueramnestie vom 19. Septembers931 wird von der Deutschen Reichsbahngesellschaft die s.Sprozentige steuerfreie Reich-- bahnanlethe 1931 zum Rennwert ange­boten. Die Anleihe wird in Stücken von 100. 500, 1000 und 5000 Goldmark auSgefertigt. Als Goldwert gilt der Gegenwart von Vm? Kilo­gramm Feingold. Dieser Gegenwert wird bei den Zinszahlungen und der Einlösung der ver­losten Stücke errechnet unter Zugrundelegung des Londoner Goldpreises deS 15. deS der Fälligkeit vorangehenden MonatS. Die Umrechnung in die deutsche Währung erfolgt zum Mittelkurs der amtlichen Berliner Rotterung für Auszahlung London des gleichen Tages. Die Anleihe wird vom 1. Oktober 1931 mit jährlich 4,5 v. H. ver­zinst. Zeichnungen werden angenommen a) bei denjenigen Reichsbahnkafsen. die von den zu­ständigen Reichsbahndirektionen als Zeichnung-- stellen bestimmt werden, b) bei allen RcichSbank- anstalten, c) bei bestimmten Danken in Berlin und in 27 anderen deutschen Städten.

Vornottzen.

TageSkalender für Mittwoch. Obe.h.ss scher Kunstvcrctn: Jubiläumsausstellung Ernst Eimer, Turmhaus am Brandplatz, 15 bis 17 Uhr. Handgewebe-AuSstellung von Schloß

Aus der Provinzialhauptfiabt.

Gießen, den 30. September 1931.

Herbstzauber.

Meint ihr, die Unken seien längst in ihre Winter­quartiere gezogen und schliefen dort den Schlaf derer, die sich durch reichlich Schreien die Ruhe verdient haben? Ach nein noch leben viele von ihrer Sippe, plärren den Menschen die Ohren voll und machen ihnen das Dasein schwer und schwerer. So sitzen sie auch jetzt mit finsteren Mienen, tun sich gewichtig und sogen: Ach ja, schon wieder Oktober, jetzt wird e» bald schneien und dann kommt die Kalte und die Räss« die Qual langer Nächte, das viele künstliche Licht..."

Wir leben alle in derselben schweren Zeit, wir tragen alle dieselben schweren -sorgen, und da» Dissen darum ist genug des Kummers und gibt uns Ernst genug fürs Lebei. und Schaffen. Wenn wir aber die Aufgabe de» Daseins recht erfüllen wollen, dann brauchen wir auch einen Kraftquell, aus dem heraus wir Zuversicht und Freudigkeit schöpfen. Hat der Herrgott das Jahr so verschiedentlich gestaltet, daß der Mensch nur in den Monaten der grünenden und blühenden Natur froh sein soll, um bann unzu- frieden an jeder dunklen Wolke herumzunörgeln, die am Himmel daherzieht? Frischer weht der Wind jetzt freilich, und manch kräftiger Regenschauer ge­hört nun mal in den Herbst hinein, aber deshalb wer Augen zu sehen hot, dem bietet sich auch jetzt noch de» Schonen genug. In den (Bärten wiegen sich In ounten Reigen vielfarbige Aftern im Verein mit den gelben Ringelrosen. Und in anmutiger Schönheit strahlen die Dahlien und Georginen, nebst ihren krausen Schwestern, den Chrysanthemen. Und nun gar da» Laub der Bäume?! Wer den Blick auf- wärt» trägt, wird leuchtenden Auge» Meister Herbst, da» Malergenie, bewundern, der da» grüne Gewand der Bäume nun so farbenprächtig dekorierte. Wenn auch nur ein Zipfelchen blauen Himmel» die Sonne hineinleuchten lägt In da» farbenfrohe Bild, bann wirb Jeher, ber ein wenig Herz mitbringt, von Gottes schöner Natur noch viel einheimsen können.

Denkt nicht, bah bie Jahre be» reifen Lebens- sommers keinen Trost mehr in ber Herbstsanne flnben können, sonbern nur bie Jugend Frohsinn aufzu­bringen vermöchte beim Anblick und dem Gedanken, bah biese Farben ja eigentlich Vorboten sinb von Wintereinsamkeit? Gerade ber Vollmensch, ber Früh- lingsstürme und bie schwüle Sommerzeit hinter sich hat, wirb ben Herbst seines Lebens noch einmal mit jener Schönheit ausgefallen können, ber so wohl- tuenb bie Umgebung bezwingt ..

Oktober, Weinmonat! Die Blätter am Weinspalier leuchten rot unb golben rot unb golden blinkt im Glase, wa» heranreiste In Wind unb Sonne, Feuer gebenb bem Blute, Wärme unb Frohsinn. Lachenb trinkt ihn bie Jugend ber Levensfrühling, unb ruhig geniehenb ber Lebenssommer unb mit Anbacht aber der Mann, den bee Lebens Oktober- onne streift. Sonnig lacht es aus seinen Augen mit ener Wärme bie nicht mehr lobernb versengt, son- fern froh unb beschaulich nach jedem Sonnenstrahl greift ber bum Leben bie Schattenseiten erhellt.

Lagt die Unken rufen:Gilbharb, Oktober, fälter wird e», bie Tage werden kürzer", wir wollen dank- bar auch au» be» Herbste» Sonnenschein uns einen

Grunde wurde eine Essenzulage gegeben. Um Be­schwerden hab« eS sich aber nicht gebandelt. StaatSanwaltschastSrat Dr. Schaper beantragte gegen den Angeklagten, der bebauptete, dah er die Mitteilungen von einer Zivilperson «halten bade, eine Gefängnisstrafe von 2 Mo­naten, wobei er erklärte, .waS würde in dem von den Kommunisten so gepriesenen Ruhland mit einem Mann geschehen. der, wie der Angeklagte eS tat, die Düte deS Esten- der roten Armee in dtoctkl gestellt hätte? Och glaube, der Mann sähe so schnell da- Licht der Sonne nicht wie­der. Wir sind ja viel zu großmütig." so meinte der Anklagevertreter unter dem Hinweis, dah der Angeklagte noch nicht einmal den Versuch gemacht habe, einen Wahrheitsbeweis anzutreten. 3n fei­nem Schlußwort äußerte der Angeschuldigte, dah man In Rußland den Kritiker sofort herausgedolt hätte, um die vorhandenen Fehler abzustellen. DaS Gericht verurteilte den Angeklagten zu 300 M k. Geldstrafe unter der Feststellung, dah mit dem Rrtikel Mihtrauen in die Reichswehr getragen werden sollte. GS wurde PublikationSbesugniS ausgesprochen.

"AnmahnungvonSteuernundAb- gaben. Die Ltadtkasfe macht in einer Bekannt­machung im gestrigen Anzeigenteil darauf auf­merksam, dah eine Reihe von Steuern und Ab­gaben biS einschließlich 7. Oktober fällig ist. In­teressenten seien besonders daraus hingewiesen.

Der Wochenmarkt beginnt, wie auS einer Bekanntmachung im gestrigen Anzeigenteil hervorgeht, vom 1. Oktober ab um 8 Uhr und endet um 14 Uhr.

Frachtnachlah bei Ob st versand. Um großen Schichten der Bevölkerung bei ber dies- jährigen guten Obsternte Gelegenheit zu geben sich für ben fommenben Winter reichlich mit Obst zu versorgen unb sich baburch eine gewisse Erleichterung In ber Lebenshaltung zu verschaffen, gewährt bie Deutsche Reichsbahngesellschaft vom 1. Oktober bis 30. November für ben Stückgutoersanb von frischen Aepfeln, Birnen unb Pflaumen (Zwetschen) einen Frachtnachlaß ber in bem hauptsächlich für blefcn Versand in Frage kommenden (Entfernungen unb Gewichtsmengen ungefähr 30 v. H. beträgt.

* Der Alice-Frauenverein vom Roten Kreuz nimmt auch in diesem Iahre wieder eine Ehrung von Hausangestellten vor, die 5. 10 und 15 Iahre in einem Hause gedient haben. Die Möglichkeit, diese Ehrungen durch­führen zu können, verdankt der Alice-Frauen­verein der Güte einer hiesigen Familie. 2lähereS über die Anmeldungen ist aus dem heutigen An­zeigenteil ersichtlich.

" Geschäftsjubiläum. Die Firma Gust. I. Kahn, Ledergcschüft und Schuhgrohhandlung in Giehen, Bahnhofstraße 35, kann jetzt, wie vor einigen Tagen schon kurz mitgetcllt, auf ihr 60jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß veranstaltet die Firma vom 1. bis 7. Ok­tober eine Iubiläums-Derkaufswoche, in der sie ihre Waren wie aus der heutigen Anzeige ersichtlich ist auch im Kleinverkauf abgibt.

"Reitjagden. Man schreibt uns: Wie in jedem Iahre, so finden auch in diesem Herbst Reitjagden des DotaillonS und des Reitervereins Gießen an jedem Mittwoch- und Samstagnach­mittag statt. Sie dienen in erster Linie zur Aus­bildung im Gelände und sollen den Beweis er­bringen, daß Reiter und Pferd während des Sommerhalbjahres gelernt haben, sich aus freier Flur zu bewegen und Hindernisse jeder Art zu nehmen. Die Jagden beginnen mit dem ..Stell­dichein". DaS ist der Sammelpunkt, an dem sich die Teilnehmer zu Beginn der Iagd treffen. Der Beginn der Iagd wird durch daS Lied Wohlauf Kameraden aufs Pferd, aufS Pferd" angcblafcn. Voraus reitet ein Reiter als Fuchs,

chm folgen bie Vorrencr (Puore genannt). Hin­ter diesen reitet der Iagdherr «Master). Dann schlichen sich die einzelnen Abteilungen (Felder genannt) an. Die hiesigen Jagden werden mol» UenS in zwei Feldern geritten. DaS lieberreiten deS Iagdhcrrn ist verboten und wird mit Straf« belegt Die Iagden führen über freie Felder mit künstlich ausgebauten Hindernissen, über Wasserläufe und durch Wälder. Hierbei gibt ei manche Schwierigkeiten zu überwinden. So z. B. daS Herabklettern an großen Steilhängen und daS lleberspringen brennender Hindernisse. So wird nicht nur die Ausbildung von Reiter und Pferd erprobt, sondern auch Mut und Zuver­lässigkeit Die Iagden enden meistens, wenn ei daS Gelände erlaubt, mit einem AuSlaus. Bet ber Hubertusjagd trägt der Fuchs an der linken Gchulter einen Fuchsschwanz. An diesem Tag« wird beim AuSlaus der Fuchs gejagt. Dem Schnellsten und Geschicktesten, bem es gelingt, ben Fuchsschwanz abzureiben, wird er als Eigen­tum übergeben Rach Beendigung ber 3agb wird daSHalali" geblasen, unb an bie einzelnen Teilnehmer nach alter Sitte ein Eichenlaubbruch überreicht.

Die Schaumesse auf Oswalds- garten ist in diesen Tagen das Ziel vieler Gießener DaS gute Wetter, daS bisher bie Mess« begünstigte, brachte an ben Rachmittagen viel« Besucher, unb auch in ben Abendstunden herrscht stets lebhafter Betrieb. Die Orgeln ber Schist- schaukel unb ber Äaruffeli füllen die Luft mit ihrem Durcheinanber verschiedener Melodien neuerer und älterer Schlager, und die AuSruser vor den Buden versuchen mit allen möglichen Mitteln, die Aufmerksamkeit deS Publikums auf ihr Geschäft zu lenken. Mit Trommeln unb Sire­nen, mit Muschelhorn und Tambourin erinnern die Schaubudenbesitzer daran, daß .sogleich wieder eine neue Vorstellung" beginnt. Hin und wieder kracht ein Schuß, der die Rächststehenden er­schrecken läßt. Reben den verschiedenen Hnterhal- tungSstätten ber Schaumesse findet in diesem Jahre bie amerikanische Motorrabsensation der »Steilen Wand" besondere Ausmerksamkeit. Der Fahrer Harry R o l t o n zeigt aus seinen schweren Indian-Motorrädern kühne Fahrten an ber fünf Meter hohen (teilen Wand, an der er mit großer Geschwindigkeit Herumrast und dabei allerlei Kunststücke vollführt. DaS Ganze stellt eine hoch einzuschätzende sportliche Leistung dar, die von dem AuSführenden viel Mut, Geschicklichkeit unb Energie verlangt. Dem Fahrer wird denn auch stets lebhafter Beifall zuteil. Reben der Schau­messe, die um die Unterhaltung der 'Besucher bemüht ist, findet, wie in jedem Iahre, auch DerkausSmarkt statt. DaS Geschäft hat allerdings auch stark unter der wirtschaftlichen Rotlage zu leiden. Die Messe ist noch bis einschließlich Sonn­tag, 4. Oktober, geöffnet.

Achtung Australien! Achtung Asien! Am Sonntogvormittag gelangte Im Lichtspielhaus Bahnhofstraße ein auSgez ichneter Kulturfilm zur Vorführung. AuS jedem einzelnen Bild war zu spüren, daß ein Berufener am Werke war: Dr. E o l i n Roß. Der Film brachte Ge­gensätzlichkeiten, in drastischen Formen ausg zeigt, hier bie australische Großstadt mit Ihrem mo­dernen (Betriebe, dort da- endlose, slache Land, kaum besiedelt, aber in fruchtbarem Ucbcrsluß be­sangen, bann in größerer geistiger Linie einander gegenübergestellt: hier Australien, der .Raum ohne Volk' und dort Südostasien mit dem Men- schenübersluh, demVolk ohne Raum". Man sah um nur kurz daS in Bildern gezeigte zu (treffen bie Wolkenkratzer von Melbourne und Sidney, daS moderne Leben in den Großstädten an der Küste, die endlosen Steppen im menschenleeren Hinterland, die eigenartige Tierwelt im Busch, die üppige Flora an den Fluhläusen unb eindrucks­volle Bilder von den Festen und den kultischen Tänzen ber Ureinwohner Australiens Dann folg­ten Aufnahmen auS dem bumpfen Gewühl chine­sischer Küstenstädte, Bilder aus dem Leben der chinesischen KuliS in Armut und Rot. Der Film führte weiter nach Indien und veranschaulicht« gleichnishaft die Freiheitsbewegung der Inder, zeigte Tempeltürme und Tschad-Mahal. daS £ eben am heiligen Ganges u. a. m. Richt weniger schön und eindrucksvoll waren die Bilder, die dem Leben der Bewohner von Reu-Guinea und Reu-Dee- land abgelauscht waren. Einen großartigen Ab­schluß sand der Film In der Wiedergabe deS In­fernos der vulkanischen Gebiete Reu-DeelandS mit ihren kochenden Schlammseen und heißen Quellen, mit den rauchenden Bergen und heißen Tälern, auS denen merkwürdiges Spiel der Ratur

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Westerburg des BDI.: Gas« »bei, 10 bis 13ilbe Ad IS bl?,?0 .Uhr- - Shristliche Versammlung Gt ßen 20.15 116;, Llndcnp.atz 1. Svcngeli'atwnS- versammlung,Welches ist bie wichtigste Wahl UA 77 Lichtspielhaus Bahnhofstraße:

Im Westen nichts RcueS" «letzter Tag).

~ Rui dem Stadttheaterbureau wird uns gclcbrieben: Am 2. Oktober beginnt daS Stadttheater seine diesjährige Winterivielzeit mit der Erstaufführung von Bruckner- .Slisabech von " unter der Spielleitung von Intendant Dr. P rasch. Es kommt damit zum erftenmal ein IBetf biefeÄ Dichter- in Gießen zur Aufführung. Die Eröffnungsvorstellung ist zugleich bie erste -Erstellung im Freitag-Abonnement. Beginn 19.N) il&r; Ende 22.30 älhr. Die erste Fremden­vorstellung wird am Sonntag, 4. Oktober, mit einer einmaligen Wiederholung der Komödie .Der Garten Eden" von Oesterreicher und Der­nauer unter 'der Spielleitung von Peter F a s - sott veranstaltet. Beginn der Vorstellung 18 Uhr, Ende gegen 20.30 Uhr. Der Spielplan ver- zeichnet für den 6. Oktober als zweite Srstaus. suhrung und zugleich als erste Vorstellung im DienStag-Abonnement Bruno Franks Komödie .Sturm im Wasserglas". Spielleitung: Heinrich Hub.

Unser neuer Roman.

3n der morgigen Ausgabe deS .Gießener An­zeigers" werden wir den laufenden Roman »DaS bißchen Erde" von Richard Dkowronnek zu Ende bringen und zugleich mit der Veröffentlichung eines neuen großen Werke- beginnen: mit dem Vornan einer Frau, die sich seit langem in un­serem Leserkreise der größten Beliebtheit erfreut, und deren früher bei unS erschienene Erzählungen stet- außerordentliche Erfolge erzielt haben. Die jetzt von unS erworbene, neueste Arbeit der ge­schätzten Autorin reiht sich ben früheren Ver­öffentlichungen würdig an und vereinigt In sich alle Vorzüge, welche die ungewöhnliche Popu­larität dieser Schriftstellerin in weiten Streifen deS Publikums, ganz besonder- aber bei ber weiblichen Leserschaft erklären.

»Wenn Menschen auseinandergehen" von 3- Gchneider.Foersil

ist ein von großer Phantasie und dramatischer Handlung getragener Roman unserer Zeit, eine spannende und packende Schilderung auS dem Leben, von Liebe und Leid, vom Verlieren und Sichsinden, vom Schmerz deS Verzicht- und vom Glück der endlichen Wiedervereinigung zärtlicher Herzen nach langer Zeit der Entfremdung. Rie» mand wird die Geschichte vom Schicksal der jungen Frau RoSmarie ohne tiefe Ergriffenheit lesen. Jeder wird die wechselvollen Schicksale Der jungen Liebenden und die aufregenden Abenteuer de- ForscherS Szengeryi mit der lebhaftesten Anteil­nahme bi- zum letzten Kapitel und zum be­freienden Ausklang verfolgen. Wir sind gewiß, mit dem neuen Werk einen Roman nach dem Herzen unserer Leserinnen und Leser gesunden zu haben und ihnen mit der morgen beginnenden Veröffentlichung eine besonder- willkommene, tägliche Unterhaltung zu bieten.

Oie Gpeiselarie der Gießener Reichswehr.

In einer Verhandlung vor dem Großen Schössen- gericht in Frankfurt a. M. interessierte man sich für die Mahlzeiten, die von den Kompanieküchen der Reichswehr in Gießen verausgabt werden. GS ge­langte die Speisekarte einer ganzen Woche zur Ver­lesung^ aus der man entnehmen konnte, daß für die Mannschaft bestens gesorgt wird und Grund zu Klagen nicht vorhanden ist. Sin Mitglied der Küchenkommission, das al- Zeuge austrat, Haupt­mann Scheuerpsiug, bezeichnete daS Essen al- reichlich und ausgezeichnet, wie eS sich daS Zivilpublikum kaum noch leisten könne. In einem Artikel der kommunistischen .Arbeiter­zeitung" in Frankfurt a. M. vom 6. Mai wurde geaen den Bataillonskommandeur der Vorwurf erhoben, daß das Essen schlecht sei und die Mann­schaften übermäßig gedrillt würden. Es gebe die ganze Woche nur dünne Suppen, mit Ausnahme Freitag-, wo es Fisch gebe. Manche Leute hätten es satt, einen Staat zu schützen, von dem sie nicht ausreichend beköstigt würden. Auf den Strafan­trag deS Kommandeurs kam eS zu einer Anklage gegen den verantwortlichen Schriftleiter Fritz Häuhner wegen verleumderischer Be­leidigung. ES war u. a. auch behauptet wor­den, dah am 2. Mai die Soldatenkost so schlecht gewesen sei, daß auf Beschwerden der Leute je­der ein Viertelpfund Wurst extra erhalten habe. Rach ben Dekunbungen des Hauptmanns fanden an dem Tag die Dorwettkämpfe für einen 25-Kilo- meter-Gepäckmarfch statt, und lediglich auS diesem