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Wirtschaft
• B« t r ä ch t l ich« r Ausfuhrrückgang in Fahrrädern. Die durch die unzulängliche Aufnahmefähigkeit deS JnfandmarkteS bedingt« Notlage der deutschen Fahrradindustrie wird noch vergrößert durch den außerordentlichen Ausfuhr- rückgang. 3m ersten Halbjahr 1931 schrumpfte der Zahrraderport gegenüber dem gleichen Zeitraum her. Vorjahres auf kaum mehr als ein Drittel zusammen. Der gesamte Fahrraderport betrug im erlten Halbjahr 1931: 28 790 Stuck gegen 24 210 im zweiten Halbjahr 1930 und 70 810 im ersten Halbjahr 1930. Wertmäßig belief sich der Fahrraderport auf 1.8 Mill. Mark gegen 1,4 Mill. Mark bzw. 4.5 Mill. Mark.
Frankfurter Schlachtvichmarkt.
Frankfurt a. M. 30. Juli. Auftrieb: Rinder 62; Kälber 727; Schafe 128; Schweine 665 Stück. SS notierten pro 100 Pfund Lebendgewicht: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 47 bis 51, mittlere Mast- und Saugkälber 42 bis 46, geringe Kälber 34 bis 41; Schafe: Mast- lämmer und jüngere Masthämmel, Weidemast 40 bis 44, mittlere Mastlämmer. ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 33 bis 39; Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 48 bis 51, von etwa 200 biS 240 Pfund 50 bis 52, von etwa 160 bis 200 Pfund 50 bi- 52, fleischige Schwein« von etwa 120 biS 160 Pfund 47 bis 51 Mark. Marktverkauf: Kälber und Schafe schleppend, geräumt; Schweine sehr rege, ausverkauft.
Berliner Produktenmarkt.
Berlin, 29. 3uli. Aach stetigem DormittagS- verkehr nahm die Produktenbörse einen ruhigen Verlauf. Das 3nlandangebot von Brotgetreide ist ausreichend, wenn auch nicht dringlich, da die Landwirtschaft bei den gegenwärtigen WitterungS- verhältnissen noch mit Grntearbriten beschäftigt ist. Die Kauflust beschränkt sich in der Hauptsache auf Deckung des notwendigen Bedarfs, größere Abschlüsse kommen nicht zustande. Für Weizen und Roggen waren die gestrigen Preise im Dörsenver- laufe nicht immer durchzuholen Der Mehlabsatz bleibt auf geringe Mengen für den üblichen Bedarf beschränkt, bei Geboten waren di« Mühlen zu Preiskvnzessionen bereit. Das Offertenmaterial in Hafer ist ziemlich gering und bei einiger Aachfrage des Konsums waren leicht erhöhte Preise durchzuholen 3m Absatz von Gerste ist dagegen kaum eine Besserung zu verzeichnen. Es wurden notiert (1000 Kilo): Weizen, märt, (neue Ernte). 200 bis 202 (etwas matter»; Roggen, märt, 151 bis 153; Wintergerste, neue 137 biS 149 (ruhig); Hafer, märkischer 147 bis 153 (befestigt). (100 Kilo): Weizenmehl 28,75 bis 36,25 (matter); Rog
Die amerikanischen Leichtathleten haben sich von Berlin auS nach Kopenhagen begeben und starteten dort mit gutem Erfolge. Sie gewannen alle von ihnen bestrittenen Wettbewerbe überlegen, lediglich über 100 Meter wurden Wallins und Fates von dem Dänen 3örgen- sen in 10,9 geschlagen, und im Weitsprung reichte es für Suttermeister, der mit 3.90 Meter dos Stabhvchspringen gewann, mir zum dritten Platz.
wieder vornehmlich auS Magdeburger Spielern zusammen Die Mannschaft hat folgendes Aussehen: S. Rademacher. Bene de. Amann, Schumburg, Eordes (sämtl. Hellas Magdeburg), Gunst (Hannover), Schulze (Magdeburg!. Srfay: Schwarz (Köln).
• Bei der Zigarren- und Tabak- sabrtk Rinn & 6.(008 AG. . Heuchelheim «Gießen) stehen einem Fabrikation-Ertrag von 3,79 «2 97) Millionen Mark Unkosten und Abschreibungen in Höh« von 1,80 (121) und Steuern von 0.75 (0,84) Millionen Mark gegenüber. Der Sonderrücklage wurde (in Millionen Mark) ip (03), dem Stiftungskonto und der gesetzlichen Reserve wieder je 0,1 überwiesen Dilanzzahlen: Vorräte 1 46 (2,39). Außenstände 7,15 (5-3), Kreditoren 3 29 (4,08). Aktienkapital 3,0.
• 14)31 ein g u t e s H e u j a h r. Die Erhebung des Deutschen Landwirtschastsrates ergibt für dieses Jahr einen Ertrag von rund 19 Millionen t Heu allein des ersten Schnittes, gegenüber einem Gesamtertrag von 25 Millionen t des vorigen Iah' res und von nur 21,6 Millionen t bzw. 210,7 Millionen t Gesamtertrag an Heu der Jahre 1929 und 1928. Der Ertrag diese» Jahre» wird also weit über die der beiden letzten Jahre hinausgehen.
• Die Frankfurter ‘Banticr - (Bereinigung hat beschlossen, den Zinssatz für Sparkonten rückwirkend ab 16. 3uli auf 8 Prozent zu erhöhen. Dieser Zinsfuß gilt sowohl für .Alte Konten" als auch für .Frei« Konten".
• Bankfirma D.Menerfeld in Braun- s ch w e i g g e l ch l 0 s s e n. Die in Braunschweig do- miziliercnde Prioatbankfirma D. Meyerfeld hat nach fast lOOjährigem Bestehen ihre Schalter schlichen müssen und muh einen gerichtlichen Der- gleich mit ihren Gläubigern anstreben.
• Rückgang des Hafenverkehrs in Hessen. Der gesamte Hasenverkehr Hessens über Mainz und Worms betrug im Mai d. 3. 132 000 Tonnen gegen 208 800 Tonnen im gleichen Monat deS Vorjahre- und 238 400 Tonnen im Jahr« 1929. Don Jahresbeginn bis Ende Mai sind es diese- 3ahr (in 1000 Tonnen) 638,8, 1930 865, 1929 820 9.
• Herabsetzung der Tarif« für den Schiffahrls-Pasagi«rverkehr. Die Schisfahrtsgesellschaften, die einen regelmäßigen Passagierverkehr zwischen den Vereinigten Staaten und Amerika und Kanada einerseits und den europäischen Hasen andererseits unterhalten, und die in der „Atlantik-Konferenz" zuiammengeschlvs- sen sind, haben beschlosfen. di« äleberfahrtpreis« mit Wirkung ab 17. August herabzusetzen. Dies« Beschlüsse bestehen vor allem in einer Herabsetzung der Preis« für bi« höchst« und die n edrigste Klasse. Der Preis für di« erste Klasse soll um 10 biS 30 Prozent ermäßigt werden, und für die dritte Klasse dürft« di« Ermäßigung ungefähr 13 Prozent auSmachen. Di« in Paris geführten Verhandlungen betrafen lediglich den Passagierverkehr, nicht den Frachtverkehr.
leicht überlegen und konnten zum Schluß als Sieger den Platz verlassen.
Die 3ugend-Mannschasten trennten sich mit dem Unentschiedenen von 1:1.
Kurze Sporinotizen.
3u den Europameisterschaften im Schwimmen vorn 23. bis 30. August in Paris entsendet der Deutsche Schwimmverband insgesamt 41 Aktive, und zwar 29 Herren und 12 Damen. Die endgültige Aufstellung unserer Dertretunger- solgt nach den Meisterschaften am Wochenende tn Königsberg. . e
DeutschlandsWasserballsiebenge- gen Belgien am 9. August in Barmen setzt sich
genmehl 23 biS 27 (behauptet); Weizenkleie 12.25 bi« 12,50 (still); Roggenkleie 1125 biS 11,50 (matt); Diktvttaerbsen 26 bis 31; Futtererbsen 19 bis 21; Ackerbohnen 20 biS 22; Wicken 24 bis 28.
Aus aller Welt.
Abschluß de» 14. Deutschen Studententage».
Di« Beratungen des 14. Deutschen Studententages in Graz wurden beendet. Zum Vorsitzenden der Deutschen Studentenschast wurde der Leiter des Kremes VII (Bayern), Lienau, einstimmig gewählt. Als Mitarbeiter wurden Re- serendar G i e r l i ch s und der Leiter de« Kreises VI (Karlsruhe«, cand. ing. Askev 0 ld , gewählt. In der letzten Vollversammlung wurde noch em« Reihe von Entschließungen und Anträgen genehmigt, darunter ein Einspruch gegen die vom preußischen Kultusministerium an gestrebt« Einrichtung einer staatlichen Begabten- sürs 0 rge. Es wird darin bedauert, daß zu diesem Zweck der bewährten studentischen Wirt- schastssürsorge bedeutende Mittel entzogen worden seien. Reserendar Schulz gab der Erwartung Ausdruck, daß all« Kräfte, auch die der na- tionalsvzialistischen Bewegung, ihr gesamtes Streben auf akademischem Gebtet den Zielen der Deutschen Studentenschast unterordnen werden. Auf Erund des Berichts des Ausschusses für Hochschulreformfragen, den Wendnagel- Dießen erstattete, wurde ein Antrag angenommen. der u. a. di« Errichtung von Arbeitsausschüssen in enger Fühlungnahme mit den Prosessoren anregt. Referendar Ludwig- Berlin berichtet« über di« Arbeiten im Grenz - ausschuß. ES wurde ein Antrag angenommen, der die Bereitstellung ausreichender Mittel für den Bau von Studentenheimen im bedroht en Ostgebiet, fordert. Die politisch« Erziehungsarbeit soll auch auf da- Ostraum- Problem ausgedehnt werben. An den Beratungen des Studententages in Graz haben 175 Vertreter teilgenommen, die rund 125 000 Studenten repräsentiert haben.
Al» Separatist gebrandmarkt.
Mitte vergangenen 3ahres erschienen in kurzer Folge in der Wiesbadener Wochenschrift „Das Wochenende" vier Artikel, die sich mit der Person des Majors a. D. H i l l e r beschäfttgen und dessen Leben und Treiben während der Besät- zungszeit unter die Lupe nahmen. Hiller stellte gegen den Schriftleiter Doe11ne r Strafantrag. Das Verfahren wurde aber eingestellt und dem Major blieb der Weg der Privatllage. Der Prozeß endet« mit Freis prechun g deS Doettner. Durch die Beweisaufnahme wurde nicht nur erwiesen, daß Hiller der Desatzungsbehörde nahegestanden hat. sondern auch mit der separatistischen Bewegung sehr eng verbunden war, bei dem Hochverräter Dorten verkehrte, bei Auszug der französischen Wach« den Hut zog, ein „Vive la France“ rief, als die Trikolore auf dem Schloß hvchging, seinen Sohn dabei anlernte, mit dem Holzgewehr zu präsentieren ungeachtet, daß ein ehemaliger Offizier in nächster Rahe ihm wegen dieses Vorfalls zurief: »Schuft, fetz' den Hut auf!"
Bücheriisch.
— Das Deutsche Sängerbuch. Heraus- gegeben von Dr. Franz Josef Ewens. (Verlag Neufeld & Henius. Berlin SW 11. — 24s) — Dr. Ewens hat mit diesem Werk, für das er amtliches Material des Deutschen Sängerbundes nutzbar machte, und das mit etwa 200 Illustrationen in Buch- und Tiefdruck sowie Karten- und Textbildern geschmückt ist, ein Standardwerk der Männerchor- vewegung geschaffen. Geheimrat Dr. Hammer
s ch m i d t hat dem bedeutsamen Buche die Einfüh- rung geschrieben. Dann folgt eine Schilderung der Entwicklung de» Deutschen Sängerbundes, m der ein aufschlußreiches Bild über das Werden und Wachsen dtescr kulturell so außerordentlich bedeutungsvollen Organisation gegeben wird. Anschließend folgen Berichte über die Geschichte der Kreise de» Deutschen Sängerbundes, die von der Pflege de» deutschen Liedes in allen Gegenden des Reiches interessante Mitteilungen machen, lieber den Deutschen Sängerbund und feine Einrichtungen" berichtet Johanne» Poppe (Berlin), über „Da» deutsch« Sängermuseum zu Nürnberg" schreibt Bruno P l 0 n k a (Nürnberg) außerordentlich fesselnd. Weiter enthält das Buch interessante Abhandlungen von den Tondichtern , in diesem Abschnitt schreibt Dr. Paul M i e » (Köln) über „Formen de» Männergesang»", wahrend Dr. Franz Josef Ewen» (Berlin) über „Unsere lebenden Meister" schreibt. Eine wertvolle Bereicherung erfährt das Buch auch durch den Abschnitt „Vom Lied". Hier schreibt Dr. Mac Burk- Hardt (Berlin) über das Thema ..Der Humor im deutschen 'Volkslied"; Dr. Georg Panzer (Berlin) berichtet über „Hondwerkerlicdcr"; Erich Langer (Dresden) behandelt dos Kapitel „Wie unser« schönsten Lieder entstanden find"; Professor E. Ma en- n e r (Weinheim) schreibt über „Deutsches Dolk und deutsches Lied im Auslande". „Vom Sänger" ist der Schlußabschnitt des Buches betitelt. Hier schreiben Dr. Fritz Stege (Berlin) über „Die kulturelle Be- deutung des Männerchorgesongs", Dr. Eberhard P r c u ß n e r (Berlin) über „Staat und Ehorgesang- wesen", Wilhelm Tebje (Hamburg) über „Der Bund der Mannerchöre im DHV.", W. Röntz (Berlin) über „Sänger und Student", Heinrich D a - misch (Wien) über „Geschichte und Grundlagen der Sängerknabenchore, Erich Langer (Dresden) über „Da< Dereinsleben". Dr. Paul Mies (Köln) über „Der Männerchor auf der Schallplatte"; schließlich sind noch zeitgemäße Berichte über da» Kaiservreis- singen heroorzuheben. Alles in allem ist zu sagen, daß man es bei diesem Buche mit einem Werk von hohen Qualitäten zu tun hat. das dem Herausgeber, seinen Mitarbeitern, dem SBerlag und auch der deut- schen Sängerbewegung zum Ruhme gereicht. Die Männergesangvereine seien auf dieses Standardwerk mit besonderer Empfehlung hingewiesen.
Letzte Nachrichten.
Aufhebung der Ausreisegebühr für nächste Woche.
23 c r U n, 30. Dull. (1DIB.) wie wir erfahren, soll die Notverordnung über die 100-R2N.-Gebühr bei Auvlandreiscn im Laufe der nächsten wache auf- gehoben werden. Da» Reich»sinanzminisfer«um ist der Auffassung, daß die Notverordnung bl» dahin ihren Zweck erfüllt habe, den großen Strom der Auslandreisen während der sommerlichen Hochsaison auf inländische Reiseziele umju- leiten und so den Abfluß erheblicher Geldmengen ins Ausland zu verhindern.
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