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Gießen, den 30. 3unt 1931.

(Sestern heute morgen.

Gestern? 2a, was war denn gestern schnell. 2ch habe es ganz vergessen. Richtig, da bin ich da habe ich. Und schon kommt einiges aus dem Ge-

Aus Treuhaudmaffe kommen am Mittwoch, dem 1. Juli, nachm. 2 bl* 5 Uhr. in meinem Ber- kaufSlager, UöberntraDc 3 (Nähe Lud- wtgSplav) im Hof, zum Verkauf: 4312V

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-----der Gründer der Universität Iena^ Kurfürst Johann Friedrich der Großmütige von Sachsen in Torgau geboren; 1522: der Humanist Johannes RcuchUn in Bad Liebenzell gestorben; 1789: der französische Maler Horace Bernet in Paris geboren.

ichtnis heran.

Kommt in das Heute hinein, das automatisch ab- rollt, unaufhaltsam, ohne Unterbrechung. Bon Freude fuhrt es zu Verdruß, von der Erfüllung einer Auf»

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i. Funkspnch.) Die )ost und Taith Kreh" meldet, um mSlomvn, 36

), Juni (DTD. PostundEaitY gsdwmalzeii von ssen.

lchcn Leichtsinn lötet

nfurchtbare« rten Leichtsinn M ruruchzusuh- «nisscc in der Aahe nt war mit cn*® Jr aus derEhaOe Ehepaar M g* ilebermut glngdcr »fl« zu über ihfe der y» {ißet sowie seine Platz

Kräfte in jenen Gebieten, die im Heut« das Gestern noch nicht vergessen haben, pflegt. Aber das geschieht ja bereits. Ob es ausreichend geschieht? Ob nicht noch mehr und nicht noch Besseres zu tun wäre, als heute bereits geschieht? Das ist etwas anderes. Aber das geht mich hier schließlich nichts an. r.

Ist es Gießen?

11,5 Und die»

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Wenzel Legierung Werden, Nmen Eie wolle damit tiefer liegen al, ? üahreskampfer, utterlichen Tlau- - send an ein Bi,z .»Dennoch" auch »esem Dort svr- 1 °us das deutsch« >n danwdie dritt« h t an der Trust Gedächtnis» fische

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Er führ!« u. a. selbst erbauten bestimmten Trust irt des deutschen eisernem Pstug en und Hamen- ien und Frucht ehördenvertreter

ee Neues Naturschutzgesetz für Hes- s e n. 3m Einverständnis mit dem Innenministerium unterbreitet jetzt die Forstabteilung dem Landtag das neue Naturschutzgesetz, das die Bestimmungen aus dem hessischen Denkmalschutzgesetz vom Iah« 1902, die Bestimmungen aus dem Forst-, Feld-, Fischerei, und Iagdstrafgesetz und dem Reichsvogcl- schutzgesetz erweitert und zusammenfaßt. Wesentlich ist, daß in dem Gesetz keine einzelnen Gattungen von Pflanzen oder Tieren geschützt sind, sondern daß die Unterschutzstellung von der Regierung nach Art und Umfang in jedem Falle ausgesprochen wer- den soll.

** Die Maschinenbauschule erteilt Berechtigung zur mittleren Reife. Wie die Maschinenbauschule Gießen uns mitteilt, ist dieser Anstalt die Berechtigung erteilt worden, das Zeugnis dermittleren Reise" zu erteilen. Hierdurch wird den Schülern dieser Anstalt, die nur Dolksschul- bildung haben Gelegenheit geboten, die gleiche mittlere Steife1 mit den gleichen Berechtigungen zu erlangen, wie die Schüler höherer Lehranstalten.

* Ausflug des Eisenbahnervereins Gießen. Am gestrigen Sonntag unternahmen die Mitglieder des Eisenbahneroereins Gießen und Um- gegend mit ihren Familien in zwei Sonderzügen eine Fahrt nach Wiesbaden. Noä) am Dormittag ge­langten die Ausflügler am Reiseziel an und hatten den ganzen Nachmittag zur Besichtigung der Sehens- Würdigkeiten des Weltbades zur Verfügung. Beson­deres Interesse wurde demFest der Nelken", einer Ausstellung aller Arten blühender Nelken, im Kur­haus entgegengebracht.

* Ausstellung von Schlachtfeld-Pa­noramen. Zur Zeit wird im Studentenheim am Leihgefterner Weg eine Ausstellung von Schlacht- feldpanoramen gezeigt, die das Interesse eines jeden Kriegsteilnehmers in hohem Maße erwecken dürfte. In Reliefdarstellung sind drei verschiedene Schlachten

Bornotizen.

Tageskalender, für Dienstag. Licht- fpielhaus, Bahnhofstraße:Drei Tage Mittelarrest".

Deutschnationale Volkspartei. Am nächsten Donnerstag, 2. Juli, 20.15 Uhr, spricht im Hotel Schütz der Landtagsabgeordnete Böbm über Die letzten Verhandlungen des Hessischen Landtags und die bevorstehende hessische Landtagswahl". (Siehe gestrige Anzeige.)

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Du kannst getrost hier gut und immerfort die ältesten und schlechtsten Kleider tragen, und keine Nachbarin wird nur ein Wort zu einer andern Frau darüber sagen.

Was auch dein Leben irgendwie enthält an Weg, Geheimnis, Taten oder Handeln, du roirft durch deine selbstgeschafsne Welt unangetastet, ungesehen wandeln.

Und keinen kümmert die Vergangenheit, die du auf deinem Wege schon durchmessen. Man denkt und urteilt mit Gerechtigkeit; was peinlich tft, wird möglichst rasch vergesien. - Und überall triffst du die offne Hand, und überall heißt man dich gern willkommen. Die Freundsci)aft hier hat ewigen Bestand, und feiten wird ein böses Wort vernommen.

Du kannst sonst nirgends in der ganzen Welt, wie hier, geruhsam und in Frieden leben.

Man wertet dich hier nicht nach deinem Geld, hier gilt nur Herz Verstand und redlich Streben. Es gibt in Deutschland irgendeine Stadt, ich möchf mein Leben lang in ihr verbleiben ... Wer irgendeine Ahnung von ihr hat, den bitte ich, postwendend mir zu schreiben.

Puck.

Gießener Wochenmarktpreise.

Ts kosteten auf dem fjeutigen Wochen markt: Dufter Pfund 1,40 bis 1,50; Matte 30 bis 35; Wir« fang 15 bis 20; Weißkraut 15 bis 20; Spinat 25 bis 30; Römischkohl 10 bis 12; Dohnen 35 bis. 40; Spargel 30 bis 60; Erbsten 20 bis 25; Misch- gemüse 10 bis 12; Tomaten 30 bis 50; Zwiebeln 12 bis 15; Rhabarber 10 bis 12; Pilze 30 bis 35; Kartoffeln (alte) 5 bi« 6; Kartofsekn (neue) 15 bis 20; Aepfek (ausländische) 50 bis 60; Dörr­obst 30 bis 35; Kirschen 20 bi« 30; Sauerkirschen 35 bi« 40; Heidelbeeren 30 bis 35; Stachel­beeren 20 bis 25; Johannisbeeren 20 bis 25; Erdbeeren 35 bis 60; Walderdbeeren 30 bis 35; Himbeeren 50 bis 55; Aprikosen 40 bis 50; Pfir­siche 55 bis 60; Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 bis 1,00; Suppenhühner 90 bis 1,00; Käse (10 Stück) 60 bis 1,40; Tauben Stück 50 bis 70; Gier 8 bis 9; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 5

ZU der möchf ich in Dank und Frieden wandern Was einer tut und läßt, was einer hat, das kümmert überhaupt hier keinen andern. Und nirgendwo gibt es so wenig Zank, so wenig Streit und Klatsch und Bitterkeiten, wie hier, wo alle Menschen frei und frank das Leben sich zu einem Fest bereiten.

wird jeder schnell herausfinden, daß die beste Gelegenheit für vorteilhaften Einkauf bei uns geboten ist Es wird das gesamte Lager mit außergewöhnlich großem Preisnachlaß zum Verkauf gestellt so daß Sie jetzt alle bis- A» ww V

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wiedergegeben. So sieht man zum Beispiel die Er» stürmung der Ferme Ehampenoi» durch die Hesien in der Schlacht bei Gravclotte am 18 August 1870, erner eine sehr detaillierte Wiedergabe der Tank- chlacht bei Cambrai am 17. November 1917 und chließl.ch die Rekonstruktion der Schlacht bei Lcu- then am 5. Dezember 1757. Die Gegenüberstellung gerade der beiden letzteren Schlachtenbilder ließ er» kennen, wie sich das Prinzip der Kriegsführung gc» wandelt hat. Die Panoramen, in denen jebe Einzel­heit sorgfältig herausgearbeitet ist (fünf Brüder haben in diffiziler langwieriger Arbeit daran gc- schaffen), lassen tatsächlich einen geschlossenen und wirklichkeitsnahen Eindruck gewinnen. Die Ausstel­lung ist noch bis zum 12. Juli zu besichtigen.

Heimaffchuttagung in Oberheffen.

$ Schotten, 29. 3uni. Der Bund hessi­scher Heimatschulfreunde veranstaltet vom 24. bis 26. 3uli hier eine Heim atschul- tagung für Lehrer und sonstige Heimatfreunde. Führende Männer der Heimat chulbewegung ha­ben die Rescrate übernommen. Es sprechen u. a.: Eidmann (Darmstadt) über ..Die Heimat als Grundlage unserer D.ldung" H e y w a n g (Markt­breit) überAus der Landschule für die Land­schule", Wür § (Eichelsdors) über ^Die Heimat­zeitschrist in der Volksschule", Kallenbach (Darmstadt) überHe.matschutz und Heimatschule". Praktische Heimatkunde wird durch eine Führung durch Schotten (Pfarrer Vornscheuer) und eine botanisch-geologische Führung in den Vogels­berg (Oberbergrat Dr. Schottler unZ) Lehrer Kallenbach - Darnistadt> vermittelt. Ein Hei­mat- unb 3ugendfest bei Michelbach für die Schu­len von Du'enbom, Drermzesham, Michelbach und Rudingshain beschließt die Tagung, mi der nid)t nur aus Hessen, sondern auch aus dem Reiche Teil­nehmer erwartet werden.

Aus dem Amfsveekündiaunqsblatt.

Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 45 vom 26. Juni enthält: Die Umlagen und die Son- dergebäudesteuer der Provinz Oberhessen und des Kreises Gießen. Die Veranlagung der Umlagen und der Sondergebäudesteuer der Gemeinden, Kreise und Provinzen durch die Finanzämter. Der Vor­anschlag der Hessischen Handwerkskammer. Die Erhebung von Gebühren für die Müllabfuhr in der Stadt Gießen. Die Erhebung einer Biersteuer in der Gemeinde Bersrod und Rabertshausen. Dienstnachrichten.

Berliner Börse.

Berlin, 80. Juni. (WTB. Funkspruch.) Die Un- sicherheit und die Zurückhaltung hat sich heute durch erneute Vertagung der Pariser Verhandlungen noch weiter verstärkt. Umsätze find bis jetzt noch nicht zu- stände gekommen. Man rechnet mit einem schwäche­ren Börsenbeginn. Kurse sind noch nicht zu hören. Am Devisenmarkt nannte man Kabel gegen Berlin 4,2135, London gegen Berlin 20,4925 bis 20,4950, gegen Kabel 4,8628, gegen Schweiz 25,12

gäbe zu neuer Pflicht. Auch ohne Unterlaß, auch automatisch. Kein Stillstand. Dem Morgen zu, von dem man noch nicht weiß, was er bringt.

Nein, von dem, was morgen fein wird, weiß man nichts. Aber man kann aus dem Gestern und dem Heute einige Schlüße ziehen. Man wird vollbringen, I was man gestern und heute vollbracht hat, man wird sich über kleine Verdrießlichkeiten ärgern und 1 auch einige unbedeutende Freuden finden, die aber 1 nicht ganz sicher sind. Man wird bemüht sein, im j Alltagstrott auf dem gewohnten Wege zu bleiben, denn von ihm abzugehen, bedeutet meist "Unannehm­lichkeiten, oder doch wenigstens einige Ungeorbnet- beiten, die man lieber vermeidet, wenn man seine Ruhe und Ordnung liebt. Und die muß man lieben, weil man sich doch das bißchen Leben so angenehm machen will, als es möglich ist. Viel kommt |owiefo In der heutigen Zeit nicht dabei heraus. Alfo.

I Ja. Alfo wäre weder das Gestern, noch das Heute, noch das Morgen ein Problem. Ist es auch nicht, wenn man^ nicht will. Kann es aber fein, wenn man sich nicht ganz mit dem lieblichen zufrieden j gibt. Denn das Gestern ja, das liegt doch fo weit schon zurück, daß man sich lange besinnen muß, was gestern eigentlich geschah. So viel hat sich be­geben, so viel hat sich heute bereits dazwischen- tzeschoben, hat das Gestrige in den Hintergrund gedrängt, daß man so gut wie keine Beziehung mehr zu ihm hat. Und es sind doch höchstens 24 Stunden seither vergangen. Dabei kann es einem Manchmal sein, als ob einem die Zeit vor Jahr­hunderten näher stünde als das gestern Erlebte. So rasch, so flüchtig erleben wir, so wenig haben wir Gegenwartsmenschen Zeit, die Eindrücke, die auf uns einstürmen, zu verarbeiten. Wenn es nur dem Großstädter so erginge, so wäre es schließlich als eine besondere Erscheinung zu bewerten, die hin- »unehmen wäre. Aber diese selben Erscheinungen Drängen sich auch in die Kleinstadt, ja Ins dörfliche Leben vor. Und dort wirken sie sich nicht immer günstig aus, denn dort ist das gesunde Volkstum, das urwüchsige, das kernige, aus dem sich immer wieder die Stadt ergänzt, ohne die sie nicht leben kann, ohne die sie zugrunde ginge unter den Ein­flüssen der Ueberzivilisation.

Was dagegen zu tun wäre? Leider so gut wie S nichts. Es ist eine Tatsache, die man feststellen kann unb mit der man sich abfinden muß. Das einzige, was zu tun wäre, ist vielleicht, daß man alle guten