Ausgabe 
30.5.1931
 
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WARUM

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Der schwerverletzte alte Mann starb auf dem Wege ins nähr Krankenhaus. Der Täter wurde sestgenommen.

Schwere Bluttat.

Auf dem Düppelplatz in Oberhausen er­eignete sich eine furchtbare Bluttat. In den An­lagen des Platzes saß auf einer Dank der 72- jährige Invalide Hoffmann, mit dem der städtische Wärter der Anlage in Streit geriet. Als der Vater des Wärters hinzukam, miH han­delten beide den alt en Mann furchtbar. Der Wärter zog sein Taschenmesser und brachte dem alten Mann mehrere tiefe Stiche bei. Als die Frau des Wärters . herbeieilte, um ihren Mann von weiteren Taten abzuhalten, erhielt sie selbst einen Stich in die Schlagader.

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Aus der provinzialbauptstadt.

Gießen, den 30. Mai 1931.

Es muß das rechte Wort sein ...

Don Reinhold Braun.

Zu allen Zeiten hat das Wort zum wirk­samen Zauber gehört: das wirst du aus Märchen und Sagen wissen: aber es muh das rechte Wort, das Herzenswort sein, und die meisten vergessen es.

Ricarda Huch.

Immer noch klingt mir das Wort meiner Mutter im Ohr: »Jung! Vergiß das nicht: Ein gutes Wort find't einen guten Ort! Bislang habe ich redlich versucht, dem Worte treu zu bleiben und bin alleweil gut dabei gefahren, und es ist mir gelungen, gerade weil ich mein Herz mit in die Waagschale warf, meinen Mann zu stehen.

Lind je älter ich werde, desto mehr ertenne ich die Bedeutung dieses schlichten Mutterwortes für mein Leben.

Lind ich meine, bei mancherlei Schwerem ist doch die Freude mir zur Seite geblieben, und mit mir ein gut Stück Weg bergauf gegangen, und mich deucht, sie hat stets immer besonders lieb ge­lächelt, wenn ich mich bezwang, statt eines harten und herzlosen Wortes eins zu sprechen, daraus ein wohlmeinender und doch fester Herzenswille und starke Bereitschaft zum Guten aufklang. Ganz leicht ist mir das nicht immer gefallen. So hab ich's gehalten, als ich noch vor meinen Quartanern stand, und ich werde es weiter so tun jetzt in mei­nem bewegten Rhapsodenleben. Das Herz siegt am Ende doch in den meisten Fällen. Lind außer­dem: was wäre ein Dichter ohne die Erkenntnis vom »wirksamen Zauber" des rechten Wortes!

Vielleicht ist es überhaupt die bedeutsamste Auf­gabe des Dichters in unserer Zeit, durch die Art und reine Inbrunst seiner Werke das Herzens­wort in den Menschen wieder heimisch und leben­dig zu machen. Ja, das ist der beste Dienst am Dolkhaften: denn es bedeutet ein Reuwerden des deutschen Gemütes. Aber auch alle andern Künste müßten vom gleichen Willen beseelt sein: denn um nur ein Beispiel anzuführen ist ein Ludwig Richter-Bild nicht auch ein echtes Zau­berwort?

Der Sah des Rovalis ist immer noch Wahr­heit: »Das Herz ist der Schlüssel der Welt und des Lebens." Warum haben wir so viel ver­schlossene Tür im Dasein der heutigen Ration und oft in ihren lebenswichtigsten Bezirken! Es ist zu- viel Gleißnerlum, harter Schliff, Stein und Dorn, eine Gasse und Tumult. Frhenhaftigkeit und Sinnlosigkeit in unsern Worten. Sie sind zu sehr von der Oberfläche genommen und gehascht, tragen zu viel Maske und Talmi. Sie sollen nach etwas aussehen und sind im Grunde ein armes Richts, eine schillernde Hülle. Es fehlt zum Teil die Sesam-Kraft der Lieke, das ..Tue dich auf!", hinter dem die ewige Zaubermacht des Herzens steht.

»Es muß wieder das rechte Wort sein", hinter dem der gcrme. liebe, echte, grundbafte Mensch anfragt, sein Sdeltum. sein unermüdlicher Impuls, seine ganze, aus Gott stammende große und reine Düte. Linser Wort muß wieder ein Stück un­seres Wesensklanges werden, wie wir es von Mutter und Vater her und von der wahren Liebe gewöhnt sind. Freilich sollen wir bei all dem guten Willen zu solchem Tun doch immer die nötige Lekenskluqheit bewahren und hier und da auch an den Satz denken, daß man »Perlen nicht vor die Säue werfen" soll.

Linser Herzenswort muß Ausdruck unserer Stärke und kampfgewohnten Gründigkeit bleiben. Das hängt ganz von der Art des Augenblicks ab und von dem, zu dem wir es sprechen. Lind wenn

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Oer Reichsfrontsoldatentag in Breslau

Seldte über die politischen Aufgaben des Stahlhelm.

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Polizeibeamten warfen. Die Polizei konnte die Ansammlung zerstreuen. Der sozial­demokratische Reichstagsabgeordnete A. Reiß­ner trug erhebliche Arm- und Kopfverletzungen davon. Die Täter konnten bisher nicht ermit­telt werden.

G 38 im Dienste der Deutschen Lufthansa.

Das größte deutsche Landflugzeug Junkers G 38 (D 2000) ist von der Deutschen Luft­hansa übernommen worden. Dem Wunsche zahl­reicher Städte folgend wird die Deutsche Lufthansa mit dem viermotorigen Großflug­zeug zunächst einen Deu ts chlandflug un­ternehmen und hierbei von Berlin ausgehend u. a. Danzig, Königsberg, Breslau, Leipzig, Rürnberg-Fürth München, Stuttgart, Mann­heim, Frankfurt a. M., Köln, Düsseldorf, Essen. Bremen, Hamburg anfliegen. Der Start zu diesem 20-Städte-Flug erfolgt am Dienstage Rach dem Deutschlandflug wird die Lufthansa die O 38 im regelmäßigen Luftverkehr auf der Strecke Berlin Hannover Amsterdam London einsetzen.

Grohfeuer in einer Rahrungsmillelfabrik.

In dem Fabrik- und Verwaltungsgebäude der u. a. durch die Herstellung der Ovomaltine bekannten Nahrungsmitteifirma Wander AG. in Bern brach aus unbekannter Ursache ein Brand aus, durch den in kürzester Frist d e r ganze Dachstuhl der Fabrik sowie eine Angestelltenwohnuna zerstört wurden. Eine Aufwartefrau sprang vom dritten Stock in ein bereitgehaltenes Tuch herunter, erlitt jedoch so schwere Berletzungen, daß sie bald darauf starb.

14 Personen durch abstürzende Sandmassen getötet.

Fünf Arbeiter wurden bei Arbeiten an einem Sandhügel in der Gegend von Luksor (Aegypten) von herabstürzenden Sandmassen begraben und ge­tötet. Neun den Verunglückten zu Hilfe eilende Per- fonen erlitten das gleiche Schicksal.

wieder ein Ueberfall auf einen Geldbriesträger.

Ein dreister Ueberfall erfolgte in Königs­berg auf einen Geldbriefträger. Der Postbeamte befand sich auf seinem Destellgang. Plötzlich kamen xtoet Männer auf einem Motorrad angesahren. Als sie den Geldbriefträger erreicht hatten, durch- schnitt einer der beiden blitzschnell dem Beamten den Tragriemen seiner Geldtasche. Dieser konnte aber die Geldtasche, in der sich 9000 Mark befanden, festhalten, so daß der Raub mißlang. Die Täter ergriffen schleunigst die Flucht. Sie haben sich anscheinend vorher über den täg­lichen Dienstgang des Beamten unterrichtet und eine wenig belebte Straße als am geeignetsten für den Lieberfall gewählt.

Große Schiffsneubauten in England?

Daily Herald weiß von einer merklichen Be­lebung der Schiffsbautätigkeit in den Clyde Schiffswerften zu berichten. Die Glasgower Firma John Brown & Co. werde demnächst den Auf­trag erhalten ein Schwesterschiff zu dem seiner Vollendung entgegengehenden 7 3 0 0 0- Tonnen-Dampfer der Lunard Line zu hauen. Ferner beabsichtige die Canadian Pacific Railway Company ein Schiff in Auftrag zu ge­ben, das der soeben fertiggestellten »Emvreh v s Britain" gleichen soll, dessen Baukosten sich auf etwa 3 Millionen Pfund belaufen hätten.

** Neues Provinzialtagsmitglied. An Stelle des durch einen tragischen Ünglücksfall aus dem Leben abberufenen Provinzialtagsmitgliedes Altbürgermeister Friedrich Jost (Bermuthshain), ist der Landwirt Konrad (Kurt) Göbel aus Pfordt (Kreis Lauterbach) in den Provinzialtag der Provinz Oberhessen als Mitglied eingetreten.

** Der Festzug der Burschenschaft Germania" anläßlich des 80. Stiftungsfestes wird heute abend, ab 19 Uhr, folgende Straßen passieren: Hofmannstraße, Frankfurter Straße, Wil« Helmstraße, Ludwigstraße, Gartenstraße, Neuen Baue, Neuenweg, Seltersweg, Westanlage Bahn­hofstraße, Kaplansgasse, Kreuzplatz, Sonnenstraße.

'* Sommerspielzeit des Stadtthea- ter5. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns ge­schrieben: Das Stadttheater Gießen beginnt am Sonntag, 31. Mai, mit der ersten Fremdenvorstel­lung der Sommerspielzeit. Zur Aufführung gelangt unter der Spielleitung von Karl Dolck das Lustspiel von Leo LenzStändchen bei Nacht". Leo Lenz ist bereits durch seine WerkeHeimliche Brautfahrt" undBettinas Verlobung" dem Gießener Theater­publikum bekannt. Auch sein letztes Werk,Ständ­chen bei Nacht", fand bei seiner Erstaufführung herzliche Aufnahme. Das Stück wird zum letzten Male aufgeführt. Außerdem ist cs die letzte Auf- sührung des Ensembles der Spielzeit 1930/31. In dieser Vorstellung verabschieden sich Ilse Jahn, Edu Wesener, Friedrich Zingel. Die Vorstellung findet zu ermäßigten Sommerpreisen statt. Beginn der Vorstellung 18.30 Uhr, Ende 20.30 Uhr.

* Maienolasen. Bei dem heutigen Maien­blasen, das vom Turme der Iohanneskirche um 19 Llhr stattfindet, werden folgende Stücke zu Gehör gebracht: 1. Allein Gott in der Höh' sei Ehr. 2. Preis und Anbetung sei unferm Gott: v. Rink. 3. Geh aus mein Herz und suche Freud.

es zu anderer Zeit leise und innig wie ein Mutter­wort sein darf, immer muh es aus der echten Kraft kommen.

Rur dem Starken, Tiefen und Guten wird sein Sesam gelingen, nur den schöpferischen Dreien: Liebe, Glaube und Hoffnung: aber die Liebe muß auch hierin die größeste bleiben. Richt nur für Sagen und Märchen wollen wir das Herzenswort gelten lassen, sondern auch für das Leben selber, seine wichtigsten Augenblicke und seine Freude und sein Leid. Gott hat uns die Herrlichkeit der Sprache, die Zaubermacht des Herzenswvrtes verliehen, daß wir es in feinen Dienst stellen zum Segen unserer Menschenbrüder und -schwestern.

Direktor Karl Wenzel f.

Gestern vormittag verstarb im Krankenhaus in Stuttgart der kaufmännische Direktor der Gailschen Tonwerke Karl Wenzel im 66. Lebensjahre. Der Heimgegangene weilte seil längerer Zeit in einem «Sanatorium in Degerloch mußte jedoch, da sich seine Krankheit verschlimmerte, nach Stutt­gart überführt werden, wo ihm im Krankenhaus leider keine Hilfe mehr gebracht werden konnte^ Seit 42 Jahren stand er im Dienste der Gailschen Llntemehmungen, um die er sich durch seine rest­lose und hingebungsvolle Tätigkeit große Ver­dienste erwarb. Im öffentlichen Geben trat er seit 20 Jahren hervor als erster Kommandant der Freiw. Gailschen Feuerwehr, die in ihm einen vortrefflichen Führer besaß und seiner Tatkraft viel zu danken hat. Insgesamt gehörte er 39 Jahre dieser Wehr an, acht Jahre war er deren Schrift­führer, und 20 Jahre oblag ihm die Leitung der Wehr als erstem Hauptmann. Seine ehrenamtliche Mitarbeit stellte er weiterhin der Deutschen Tur­nerschaft in aufopferungsvoller Weise zur Ver­fügung. Er bekleidete lange Jahre das Amt des 1. Schriftführers im Gau Hessen der DT. und hat sich hier um die Förderung des deutschen Turnens stets in regster Weise bemüht. Den Heimgegange­nen zeichneten ein vorbildlicher Charakter, tatfrohe Hilfsbereitschaft und große Liebenswürdigkeit aus. Richt nur bei feiner Firma, sondern! auch bei allen Personen, die ihm durch ge­meinsame ehrenamtliche Tätigkeit verbunden wa­ren und ihn in hohem Maße schätzten, wird sein Andenken in bester Erinnerung verbleiben.

Bornotizen.

Tageskalender für Samstag: Wohl« tätigkeitskonzert, 20.30 Uhr, Stadtkirche, zum Besten des Evang. Schwesternhauses. Verein 9tubei- fport Gießen 1913 und Akad. Ruderabteilung: Dor- standsfitzung, 20.30 Uhr, 21 Uhr Mitgliedervc:- sammlung. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: Mär­chenfilmeDas Waldhaus" undHeinzelmännchen" 14.15 Uhr. Zu den üblichen Zeiten ,^Der Schrecken der Garnison".

Tageskalender für Sonntag: Stadt­theater:Ständchen bei Nacht", 18.30 bis 20.30 Uhr. Sängergau Gießen Stadt und Land: Zweiter Gauliedertag Gießen, 9 Uhr Wertungssingen. Neue Aula der Universität, 12.30 Uhr öffentliche Kund- gebung Südanlage, 16 Uhr Zusammenkunft, Kath. Vereinshaus. Gewerkschaft Deutscher Lokomotiv­führer: Bezirksversammlung, 14.30 Uhr, Eaf6 Leib. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Der Schrecken der Garnison".

D i e Benefizvorstellung der Mit- glieder des Gießener Stadttheaters beginnt heute abend 20.30 Uhr. Letztes Auftreten von Ludwig Linkmann.

Eine Mitgliederversammlung der Oberschlesier findet am Montag, 1.Juni, 20.15 Uhr, imAuerhahn" statt. Näheres in der heutigen Anzeige.

Kampf, der den Volksentscheid, die Landtags« wählen, die Reichstagswahlen und die Reichs« Präsidentschaftswahlen in sich schließt, von uns durchgeführt werden. Daneben bereiten wir den Aufbau des organischen Staates vor. Wir befinden uns hier im unüberbrückbaren Gegen­satz zum Marxismus, der uns mit seinem System an den Rand des Verderbens gebracht hat. Preußen und Deutschland müssen aus sich heraus, aus innerer Kraft wieder gesund und stark werden. Wir werden es nicht länger dulden, daß eins der befähigtesten Völker der Erde durch die Barbarei innerer und äußerer Feinde daran gehindert sein soll, seine Fähigkeiten zu entfalten, um sie in den Dienst der Nation, in den Dienst Europas und somit auch in den Dienst der ganzen Welt zu stellen. Verloren ist nur der, der s i ch selb st aufgibt, wir vom Stahlhelm geben nichts auf, weder unsere Selb­ständigkeit, noch unsere Kolonien, noch unsere Wehr­haftigkeit. Wir wollen keinen Krieg, wir wollen aber auch keine Sklaven sein. Ganz besonders soll dies im Osten ausgesprochen werden, um zu zeigen, daß die Zeit vorbei ist, wo man das deutsche Volk von seinem schicksalsverbundenen Land vertreiben kann.

Breslau, 29. Mai. (TU.) Am Freitagabend wurden die Veranstaltungen des 12. Reichs - Frontsoldatentages in Breslau mit einer großen öffentlichen Kundgebung in der Jahrhun­derthalle begonnen. Zu Beginn führte der Gründer inb erste Bundesführer des Stahlhelms, Franz Seldte, u. a. aus: In der Festschrift des Stahl­helms für den schlesischen Stahlhelmaufmarsch habe ich in einem Geleitwort gesagt:Das Lebens- recht Deutschlands im Osten zu behaupten und vor aller Welt zu betonen, ist der Wille des Stahlhelms und der Sinn des 12. Reichsfrontsolda­tentages in Breslau". Des Ostens Not ist aber unsere eigene Not. Notgemeinschaft ist der Staat, der jetzt für -Volksgemeinschaft kämpft. Aus der (tzeiftesart des Frontkämpfers ist der B e griff der Unparteilichkeit des Stahl­helms entstanden. Im November 1918 war das Volk in Not, war das Reich in Not. Noch in dieser Stunde ist das Volk in Not, ist das Reich in Not. Ich habe bei der Reichsgründungsfeier am 18. Ja­nuar den Beginn eines zweijährigen Befreiungskampfes verkündet. Mit , der ganzen Energie des Frontsoldaten wird dieser

4. Deutschland, Deutschland über alles: v. Josef Haydn.

Anlagenkonzcrt findet morgen, Sonn­tag, 11 Llhr, durch bas Musikkorps unseres Ba­taillons bei günstiger Witterung in der S ü d - anlage statt. Die Musikfolge ist: 1. Armee- marsch 11, Rr. 145 ..Radehkymarsch". Parade­marsch des ehem. Hessischen Inf.-Rgts. Rr. 118. 2oh. Strauß. 2. Ouvertüre zur komischen Oper Eine Rächt in Venedig". Ioh. Strauß. 3. Me­lodien aus Leo Falls OperetteDollarprin- zessin". O. Fetras. 4.Traumwalzer". C. Mil­löcker. 5. Potpourri aus dem BallettDie Puppenfee". Jos. Bayer. 6. a) Armcemarsch II, Rr. 195,Der Königgräher". Parademarsch des ehern. Hessischen Inf.-Rgts. Rr. 168. G. Piefke, b) Armeemarsch , ll, Rr. 198,FridericuS-Rex- Grenadiermarsch". F. Radeck.

* Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei ge­wöhnlichen Preisen geöffnet.

* Der zwei te Gaulicdertag des Sängergaues Gießen (Stadt und Land) findet am morgigen Sonntag in Gießen statt. DaS im Rahmen des Liedertages vorgesehene Wer­tungssingen beginnt um 9 Uhr in der Reuen Aula der Universität. Siehe heuttge Anzeige.

** Aus dem Gießener Musikleben. Wie man uns mitteilt, wird der hiesigeSänger- trän z" in diesem Jahre dieBruchjche Glocke" und zum Haydn-JubiläumDie Schöpfung" auf­führen.

" Sommerfest der Gießener Stu­dentenschaft. Man schreibt uns: Das all­jährliche beliebte Sommerfest findet am Sonntag, 7. Juni, wiederum in der Dolkshalle statt. Die Vorbereitungen zu dieser großzügigen Veran­staltung werden in Gemeinschaft mit der Gießener Studentenhilfe getroffen, zu deren Gunsten das Fest abgehalten wird. Die Mitwirkung einer Reihe von Mitgliedern des Gießener Stadt­theaters ist gesichert. Darüber hinaus werden Ueberraschungen verschiedener Art geboten wer­den. Daß der Tanz den ihm zustehenden Anteil finden wird, versteht sich bei einem Fest der Ju­gend von selbst. Aber auch für die alteren Herr­schaften wird für allerlei Kurzweil und für beste Verpflegung gesorgt sein. Es darf erwartet werden, daß die Beteiligung aller Devölkerungs- lreise wiederum Außmaße annimmt, tobe sie von früheren gelungenen Sommerfesten her rühmlichst bekannt sind. (Siehe heutige Anzeige.)

Eine Strahensammlung der Heilsarmee findet in den Tagen vom 1. bis 13. Juni in Gießen statt Die hiesige «Station der Heilsarmee will die bei dieser Sammlung an­fallenden Gelder zur Ausbreitung ihrer Arbeit in Gießen verwenden.

* Eine Kleidersammlung für die notleidende Bevölkerung soll auch in diesem Jahre wieder durchgeführt werden. Der Alice-Frauenverein und der Allgemeine Deutsche Frauenverein bitten in einem Aufruf im heutigen Anzeigenteil um Uebersendung entbehrlich gewor­dener Kleidungsstücke (Sommer- und Winterklei- inmg) an das Wohlfahrtsamt. Unsere Mitbürger seien besonders darauf hingewiesen.

Letzte Rutzholzversteigerung der Stadt Gießen. Don der Stadtverwaltung wird uns geschrieben: Es sei darauf hingewiesen, daß die Stadt Gießen am nächsten Montag, l.Iuni, 10.30 Uhr beginnend, auf der Liebigs- höhe die letzte Rutzholzversteigerung in diesem Wirtschaftsjahr abhält, bei der Fichten-, Kiefern- und Eichenlangholz, Kiefer n-Langgrubenholz, Eichen-, Lärchen-, Erlen-, Kiefern- und Fichten- Rutzscheiter und -knüppel, sowie Fichtenderb- stangen 1. bis 3. Klasse zum Ausgebot Eommen. Räheres kann aus der am 16. Mar im Gießener Anzeiger veröffentlichten Bekanntmachung ersehen werden.

ERZEUGNIS DEC ADAM OPEL A. G. «BUSSEL SHEIM A. M. PERSONENWAGEN LASTWAGEN FAHRRÄDER