Ausgabe 
29.12.1931
 
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riutn und die Wiederaufnahme verminderker Sochlieferungen wünsche.

Times" sagt, es ist eine Regelung notwendig, die zum mindesten Europa der Etabiliät einen Schritt näher bringen wird. Eine solche Regelung geht mindestens zwei Bedingungen ein, nämlich ein angemessenes Moratorium und eine He rabsehung der künftigen Ver­bindlichkeiten Deutschlands auf eine Summe, die keinen Zweifel daran läßt, daß Deutschland sie nicht bezahlen könne, ohne seinen Wechselkurs zu sehr zu stören.Financial Rews" seht ihren Kampf für eine endgültige Lösung fort und sagt, wenn eine völlige An­nullierung der Kriegsschulden und Reparationen unmöglich sei, so könnten die deutschen Annuitäten auf beispielsweise 430 bis 500 Millionen Gold- mark festgesetzt werden. Zur Zahlung einer sol­chen Summe werde Deutschland in verhältnis­mäßig kurzer Zeit imstande sein.

Der japanische Vormarsch in der Mandschurei.

Schanghai, 30. Dez. (Sil.) Der Vormarsch der Japaner in der Mandschurei ist bisher trotz des Rückzuges der Chinesen nicht rin­ge st eilt worden. General Kamura hat mit einer japanischen Abteilung P a i t s ch i p u in der Rähe der Eisenbahn PekingMulden be­setzt. Hierbei kam es zu einem Zusammenstoß zwischen japanischen Panzerwagen und chinesischen Truppen. Die Chinesen wurden in die Flucht geschlagen. Zwei chinesische Truppenzüge passier­ten von Kintschau kommend am Mittwoch Schanhaikwan ohne von den in der Stadt stationierten japanischen Truppen in Stärke von 500 Mann aufgehalten zu werden. Ein japani­scher Kreuzer und drei Zerstörer sind in Schan­haikwan eingetroffen. 3n den englischen Mel­dungen über den Rückzug der chinesischen Trup­pen hinter die chinesische Mauer wird besonders hervorgehoben, daß dadurch über 45 0 Kilo­meter der Eisenbahn Pekin gM u k - den, die zum Teil in englischem Besitz ist, von den Japanern beseht und unter ihre Kontrolle kommen werden.

Äussisch-rumänffOe Fühlungnahme.

Frankreich vermittelt dcn Frieden.

B u k a r e st, 30. Dez. (WTB.) Die Regierung hat heute mittag folgendes Kommunique ausgege­ben: In Verbindung mit oem französisch- sowjetrussischen Richtangriffsab­kommen werden Verhandlungen zwi­schen Polen und Sowjetruhland über den Abschluß eines Richtangriffspaktes geführt. Als weitere Folge dieser Verhandlungen sind die Regierungen von Rumänien und der Sowjetunion miteinander in Fühlung getre­ten, um die Möglichkeit der Aufnahme von Ver­handlungen über den Abschluß eines ähnlichen Vertrages zu erörtern. In diesem Kommuni­que, das als Wendepunkt in den rumänisch­russischen Beziehungen angesehen wird, bestätigt die rumänische Regierung zum ersten Male offi­ziell die Nachricht über eine Fühlungnahme mit Sowjetrußland. Immerhin werden von informierter Seite die Meldungen über die Entsendung einer rumänischen De­legation nach Riga zur sofortigen Auf­nahme direkter Verhandlungen als zum min­desten verfrüht angesehen. Die Aufnahme direkter Verhandlungen vor dem Besuch des rumänischen Ministers des Aeuhern in Warschau erscheint als ausgeschlossen. Auch gilt es als wenig wahr­scheinlich, daß bereits in Warschau irgendein ru­mänisch-russisches Abkommen unterzeichnet werden konnte.

Konstituierende Sitzung des Leuschner - Untersuchungsausschusses.

WSD. D a r m st a d t, 30. Dez. Das Plenum des Hessischen Landtags hat Anfang Dezember einen nationalsozialistischen Antrag ange­nommen, nach dem ein Untersuchungs­ausschuß eingesetzt werden soll zwecks Prüfung verschiedener Amtshandlungen des Inne n- ministers Leuschner. Dem Minister werden eine Reihe von Amtspflichtverletzungen oorgeworfen, die u. a. in der Art der Beröffentlichung des Box- Heimer Dokuments, in der Ausstellung des angeblich falschen Leumundszeugnisses für den Abg. Karl Wil­helm Schäfer (Offenbach) durch das Polizeiamt Offenbach und inunberechtigten Eingriffen in die Rechtspflege" erblickt werden. Dieser Ausschuß trat heute zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Die Verhandlung fand unter dem Vorsitz des nationalsozialistischen Abg. Jung statt und wird gemäß der Strafprozeßordnung geführt. Regie­rungsvertreter nahmen an der heutigen Sitzung nicht teil. Rach einer lebhaften Geschäftsordnungs­debatte, in der die sozialdemokratischen Mitglieder gegen die Geschäftsführung protestierten und eine Beschwerde an den Aeltestenrat ankündigten dar­über, ob der vom Plenum angenommene Antrag, dessen Ausführungen teilweise beleidigend seien, überhaupt zulässig sei, teilte der Ausschußvorsitzende mit, daß zu Punkt 2, der die Boxheimer Affäre be­trifft, eine Regierungsantwort bis jetzt noch nicht vorliege Mit 7 gegen 2 Stimmen fand ein kommunistischer Antrag, der der Regierung das Befremden darüber ausspricht, daß diese Antwort noch nicht vorliege, Annahme. Schließ­lich wurde ein Antrag Schül (Zentr.) angenommen, daß die Regierung baldmöglich st zu dem vollständigen Antrag eine 2C n t ro o r t erteilen soll.

Oie Senkung der Postgebühren.

Zernbrief kostet künftig 12 Pfennige. Fernpostkarte 6 Pfennige.

Berlin, 30. Dez. (WTB.) Der Verwaltungs­rat der Deutschen Reichspost beschloß, eine Reihe wichtiger Postgebühren herabzusehen, und zwar werden gesenkt: Die Gebühren für Jetnbrlefe bis 20 Gramm von 15 auf 12 P f^ für Fern­briefe von 20 bis 250 Gramm von 30 auf 25 Pf.; die Gebühren für Briefe über 250 Gramm bleiben unverändert. Die Fernpostkarte kostet künftig st a l t 8 n u r 6 P f., die Postkarte mit Antwort statt 16 nur 12 Pf. Bei den Paketen werden in Zukunft vom Absender lediglich die Beförderungs­gebühren und nur im Falle der Zustellung vom Empfänger die Zustellgebühr von 15 Pf. für jedes Paket erhoben. Die Beförderungsgebühren betragen künftig bis 5 Kilogramm in der ersten Zone 30 Pf., in der zweiten Zone 40 Pf. und in der drillen bi» fünften Zone 60 Pf. Hebet 5 bis 10 Kilogramm werden die Gebühren in der ersten Zone für jedes Kilogramm mit 5 Pf., in der zweiten mit 10, in der dritten mit 20, in der vierten mit 30 und in der fünften Zone mit 40 Pf. gestaffelt. Bei Paketen über 10 Kilogramm beträgt diese Staf­felung in der ersten Zone 10 Pf., in der zweiten

15, in der dritten 20, in der vierten 25 und in der fünften Zone 30 Pf. Außerdem wird der Frei­machungszwang für Pakete aufgehoben.

Eine schematische Verteilung der zur Verfügung stehenden 125 Millionen Mark a u f alle Post - und Fern Meldegebühren verbot sich, weil dann bei allen Tarifpositionen nur eine ganz geringfügige und praktisch unwirksame Senkung hätte stattfinden können. Die hohen Selbstkosten im Fernmeldewesen gestatten eine den Erwartungen der Oeffentlichkeit entspre­chende Gebührensenkung nicht. Der Verwaltungsrat hat sich deshalb entschlossen, die Senkung auf be­sonders wichtige Po st gebühren zu be­schränken. Die Senkungen werden mit größter Beschleunigung durchgeführt, jedoch erfordert die Herstellung neuer Postwertzeichen zu 6 und 12 Pfennig und die technische Durchführung der neuen Regelung des Paketverkehrs einen gewissen Zeit- raum, so daß die neuen Gebühren voraussichtlich wohl erst Mitte Januar in Kraft treten wer­den. Die nötigen Vorbereitungsmaßnahmen sind vom Reichspostministerium bereits in Angriff ge­nommen worden.

Verschärfte Richtlinien für die Devisenbewirtschaftung. Einschränkungen für ausländische Versicherungen.

Berlin, 30. Dez. (WTB.) ImDeutschen Reichs, anzeiger" vom 30. Dezember werden die Richtlinien für die Devisenbewirtschaftung in neuer Fassung bekanntgemacht. Die Richtlinien vom 24. August und ihre erste Ergänzung vom 2. Oktober treten damit außer Kraft. Die Devisenzuteilung für L e i st u n - gen von Versicherungsnehmern aus Fremdwährungsoersicherungen ist ein­geschränkt worden. Die Genehmigung zur Verwen­dung von Devisen wird allgemein versagt für Versicherungsprämien, die über eine tarif­mäßige laufende Jahresprämie hin­aus entrichtet werden sollen, sowie mit Aus­nahme der aufsichtsfreien Verficherungszweige für Leistungen an ausländische, in Deutschland nicht zugelassene Versicherungsunternehmun- gen. Bei Personenversicherungen wird die Genehmi­gung außerdem versagt, wenn bei einem nach dem 15. Juli 1931 abgeschlossenen Vertrag die vereinbarte Prämienzahlungsdauer wenigerals 12 Jahre beträgt oder wenn es sich um eine nach dem 2 0. Dezember 1931 abgeschlossene oder auf Fremdwährung umgestellte Versicherung handelt.

Ein Neujahrsausruf Hitlers.

München, 30.Dez. (TU.) Der Führer der nationalsozialistischen Bewegung, Adolf Hitler, erläßt zum 1. Januar einen Ausruf, in dem es u. a. heißt: Das 12. Jahr des Kampfes unserer Bewegung ist zu Ende. 3m Jahre 1931 ist unsere Bewegung zur größten Partei Deutschlands ge­worden. Deutschland ist im Begriff, in rapider Schnelligkeit nationalsozialistisch zu werden, Arn 14. September 1930 zählte unsere Partei 293 030 Mitglieder. Heute, am 1. Januar 1932 hat sie die 800 000 bereits überschritten. Die Zahl unserer Anhänger beträgt schon jetzt mehr als 15 Millio­nen. Die Welt geht einer Entscheidung entgegen, die sich in Jahrtausenden oft nur einmal vollzieht. So klein und kurzsichtig die bürgerlichen Parteien sind, erkennen sie im Bolschewismus auch jetzt noch nicht die Zerstörung aller menschlichen Kul­turen. Sie haben keine Ahnung davon, daß ein Sieg des Bolschewismus nicht nur das Ende unserer heutigen Völker, ihrer Staaten, ihrer Kulturen, ihrer Wirtschaft, sondern auch das Ende ihrer Religion bedeutet. Wenn die von uns geschaffene nationalsozialistische Bewegung als Gegengewicht gegen den Marxismus heute aus­fiele, würde Deutschland morgen bolschewistisch sein. Das Schicksal selbst will klare Fronten. Das Bibelwort, das den Heißen oder Kalten an­erkennt, den Lauen aber zum Ausspeien ver­dammt, sehen wir in unserem Volle in Erfüllung gehen. Wir gehen nunmehr in das neue Jahr hinein, in der Acberzeugung, daß es das schwerste Jahr des Kampfes unserer Bewegung sein wird. Der Weg von sieben Mann auf 15 Millionen war schwerer, als der Weg von den 15 Millionen zur deutschen Ration. Wenn wir einst die Kühn­heit hatten, an unser gigantisches Ziel und seine Verwirklichung zu glauben, dann wollen wir heute den Mut besitzen, wie ein Ritter ohne Furcht und Tadel zwischen Hölle, Tod und Teufel hindurch den Weg zum Sieg und zur Freiheit zu wählen. Wir wollen als Kämpfer in dieses neue Jahr hineinmarschieren, auf daß wir es als Sieger verlassen.

Die Preisüberwachung zum Teil den Landern überfragen.

Berlin, 30. Dez. (TA. Amtlich.) Der Reichskommissar für Preisüberwachung hat für diejenigen Gegenstände und Leistungen zur Be­friedigung des täglichen Bedarfs, deren Preis­gestaltung zentral kaum beeinflußt wer­den kann, die ihm zustehenden Befugnisse auf

Um die Kapitalflucht durch Begebung von Reichsmarkschecks ins Ausland zu ver­hindern, wird angeordnet, daß künftig Schecks ins Ausland oder ins Saargebiet nur noch versandt oder überbracht werden dürfen, wenn der Genehmi - gungsbefcheid der Devisenbewirtschaf­tung s st e4 l e dem Scheck beigefügt ist. Erfolgt die Versendung auf Grund einer allgemeinen Genehmi­gung, wie sie Handelsfirmen, Versicherungsunter, nehmungen usw. für ihre Zahlungsgeschäfte mit dem Ausland erteilt werden, so hat der Inhaber der Ge­nehmigung selbst dem Scheck einen entsprechenden Vermerk unter Angabe des betreffenden Landes­finanzamts und der Nummer des Genehmigungs­bescheids beizufügen. Die Vorschrift gilt auch für Schecks, die auf einen Betrag unter 2 0 0 Mark lauten. Vom 10. Januar ab dürfen Kreditinstitute, denen Reichsmarkschecks aus dem Ausland oder dem Saargebiet zum Inkasso zugehen, diese einem Ausländer oder Saarländer nicht mehr auf seinem Konto gutbringen, wenn die Genehmi­gung zur Versendung der Schecks nicht in der bar­gelegten Weise aus Dem Scheck selbst ersichtlich ist.

die ober st en Landesbehörden über­tragen. Die Aebertragung erfolgt einstweilen nur für alle landwirtschaftlichen Er­zeugnisse, die im kleinen Marktver­kehr feilgehalten werden, wie Kartoffeln, Ge­müse, Obst, Eier; ausgenommen Milch, Butter und Schmalz; Geflügel aller Art; Fisch mit Ausnahme der Seefische. Leistungen des Sattler - u nd Tischlerh andw e rks; alle Markenartikel, soweit die Reichsregierung ihre Befugnisse aus der Rotverordnung den obersten Landesbehörden übertragen hat oder übertragen wird. Die Befugnisse über die Schließung von Betrieben und Ge­schäftsräumen hat sich der Reichskommissar auch für diese Waren selbst Vorbehalten.

Aus aller Welt.

Schwerer Sturm an der norwegischen Küste.

Vor der Küste von Stavanger hat ein iln- wetter, wie man es in den dortigen Gegenden seit Menschengedenken nicht erlebt hat, großes Anheil angerichtet. Stellenweise wurden Wind­stärken von 37 bis 38 Meter in der Sekunde festgestellt. Bei Rosenberg wurde ein norwegischer 1000-Tonnen°Dampfer vom Kai losgerissen und in den Fjord hineingetrieoen, wo er strandete. Auf dem Lande sind die Telegraphen- und Telephonlinien weithin umgertffen wor­den. Alle Verbindungen zwischen Stavanger und den umliegenden Inseln sind unterbrochen worden. Die Lokomotiven fuhren in der Dunkel­heit gegen umgerissene Telegraphenpfähle und wurden dabei mehr oder weniger schwer be­schädigt, so daß die Züge auf offener Strecke halten mußten. Menschenleben sollen bisher nicht zu beklagen sein.

Wolfsjagden in Jlorbfpanien.

In ganz Nordspanien sind starke Schnee- fälle zu verzeichnen, die stellenweise zwei Meter Höhe erreicht haben. Der Verkehr ist fast überall lahmgelegt. In mehreren Ortschaften sind Rudel von Wölfen aufgetaucht, denen bereits viel Vieh zum Opfer gefallen ist. Die Bauern veranstalten regelrechte Wolfsjagden.

Hitzewelle in Südaustralien.

Am Dienstag wies die Temperatur in A d e l a i d e in Südaustralien 49 Grad Celsius im Schatten auf. Es war dies der heißeste Tag feit siebzig Jahren. Während der letzten fünf Tage hat die Temperatur täglich 39 Grad Celsius überschritten. Die Polizisten mußten halbstündlich abgelöft werden. In den Fabriken fielen die Arbeiter scharenweise um.

Die Tiere im Zoologischen Garten wurden dauernd mit Wasser besprengt. In den Petroleumlagern ließ man Wasser über die Vorräte laufen, um Feuer zu verhüten. Der 59. Jahrestag der Gründung Süd- aufL-aliens wurde bei 40 Grad Hitze gefeiert. Trotz­dem nahmen 50 000 Menschen an der Feier teil. Auf dem Lande wüten zahlreiche Buschfeuer, die von Tausenden von Freiwilligen bekämpft werden.

Gasexplosion in der City von London.

Durch große Explosionen in der Londoner City in unmittelbarer Rähe der Bank von England wurde bei den Strahenpassanten und den Bewohnern der anliegenden Häuser eine Pa­nik hervorgerusen. Die Explosionen, die vermut­lich infolge Andichtwerdens einer un­terirdischen Gasleitung entstanden wa­ren, waren von meterhohen Stichflammen beglei­tet. Durch den Luftdruck wurden die Kanal­deckel in die Luft geschleudert und die meisten Fensterscheiben der anliegenden Häuser zertrümmert. Die Feuerwehr arbeitete zweiein­halb Stunden ununterbrochen, um größeres An­glück zu verhüten, da sich dauernd neueEx- p l o s i o n e n ereigneten und die Straße an vie­len Stellen meterweit aufgerissen wurde. Der Verkehr wurde vorübergehend stillgelegt.

Zuchthaus für Amlsunterschlagungen.

Das Erweiterte Schöffengericht in Köln ver­urteilte den 34jährigen kaufmännischen Bureau­gehilfen Kerz aus Köln, der bei der Stadt beschäftigt war, zu 2 Jahren 6 Monaten Zuchthaus. Der Angeklagte hat seit 1927 fort­gesetzt öffentliche und auch private Arkunden gefälscht und die Stadt Köln um einen Gesamtbetrag von 19 3 819 Mark be­trogen. Die Methoden, deren er sich dabei bediente, waren verschieden. Teilweise stellte er fingierte Rechnungen auf, teilweise ließ er Rechnungsduplikate verschwin­den. Im ersten Jahre brachte er rund 1000 Mk. in seine Tasche, im folgenden war es bereits das Fünffache und schließlich brachte er eS in einem Jahre auf über 100 000 Mk. Wie der geständige Angellagte erllärt, hat er daS Geld restlos für Rennwetten verbraucht. Das Gericht stellte in der Arteilsbegründung fest, daß der Angeklagte, obwohl er nicht Beamter im staatsrechtlichen Sinne gewesen sei, dennoch als Beamter im Sinne des Strafgesetzbuches gilt.

Bombenexplosion in einem amerikanischen Postamt.

Im Postamt von E a st o n (Pennsnlvanien) er­eignete sich eine schwere Bombenexplosion, wodurch ein Postbeamter getötet, einer schwer und drei leichter verletzt wurden. Das Postamt wurde schwer beschädigt. Die Explosion ereignete sich, als sechs Pakete verladen wurden, die a n h e r- öorragenbe Faschistenführer in Ame­rika, darunter eines an das italienische Konsulat in Pittsburg gerichtet waren. Die Polizei hat um- fassende Maßnahmen eingeleitet, um die Absender der Pakete zu ermitteln. Fünf Pakete, die gleichfalls Bomben enthielten, wurden unschädlich gemacht. Auf das italienische Konsulat in Pittsburg ist kürz­lich bereits ein Anschlag verübt worden.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Freitag, den 1. Januar. Neujahr.

Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker; 17: Pfr. Mahr. Iohanneskirche. 9.30: Pfr. Ausfeld; 11: Kinder- kirche für die Johannesgemeinde; Pfr. Ausfeld; 17: Pfr. Bechtolsheimer. Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz; 11: Kinderkirche für die Luther- gemeinde; Pfr. Lenz. Elisabeth-Kleinkinderschule. 9.45: Pfr. l.ic. Waas; 11: Kinderkirche für die Pe- trusgemeinde; Pfr. Lic. Waas. Klein-Linden. 13.30: Neujahrsgottesdienst. Wieseck. 9.45: Schü­lerchor und Chorschule; Opfer für die kirchliche 21 r«. menpflege; 11: Kinderkirche.-Alten-Buseck. 10: Gottesdienst. Kirchberg. 10: Kirchberg; Kollekte; 13.30: Mainzlar; Kollekte. Hausen-Garbenteich. 10: Garbenteich; 13: Hausen. Watzenborn-Steinberg. 13.15: Hauptgottesdienst; Kollekte. Gröningen. 10: Hauptgottesdienst; Kollekte. Lich. 10: Stifts- dechant Kahn; Kollekte; 14: Stiftspfarrer Draudt; Kollekte.

katholische Gemeinden.

Freitag, den 1. Januar 1 932. Neujahrstag.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Meße; 8: Kommu­nion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Pre­digt; 17.30: Andacht mit Segen. Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. Hungen. 8: Hochamt mit Pre­digt. Lich. 10: Hochamt mit Predigt; 14: Dank­andacht. Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Schollen. 10.30: Hochamt mit Predigt.

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag den 2. Januar. Vorabend 4.30 Uhr; morgens 9 Uhr; Predigt; abends 4.45 und 5.25 Uhr.

Israelitische Religionsgesellschasl. Sabbatfeier den 2 Januar. Freitag abend 4.10; Samstag vormittag 8 30; nachmittags 4.45; Sabbatausgang 5.25. Wochengottesdienst: morgens 7.10; abends 4 Uhr.

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