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bösen Dämonen, die den Menschen übel gesinnt sind und fürchterliche Rache nehmen, wenn sich ein Mensch in ihr Reich hineinwage. Dieser Glaube hat die Eskimos sicher vor manchen nutz­losen Opfern bewahrt. Der moderne Forscher­geist machte aber bei den Toren des Dämonen­reiches nicht Halt. Kühne Männer drangen in die weihe Wüste ein, doch der alte Gskimoglaube bewahrheitete sich, wenigstens teilweise, und mancher Forscher fiel dem Dämonen zum Opfer. Selbst heute im Zeitalter der Flugzeuge, Pro­pellerschlitten und drahtlosen Stationen haben, die Eisdämonen im Innern Grönlands ihre Macht offenbar noch nicht ganz verloren, wie das Schick­sal Pros. Alfred Wegeners und wohl auch das von Dr. Krueger beweist.

Der erste Versuch, das Inlandeis Grönlands zu durchqueren, war lächerlich prosaisch. Der dänische Major Paars wollte mit Soldaten und elf Pferden, die aber alle noch vor Antritt der Eiswanderung eingingen, quer durch Grön­land an die Ostküste ziehen, um die vermeintlich dort wohnenden Rachkommen der alten Nor­mannen zur Steuerzahlung anzuhalten. Diese Versuche, wie alle anderen bis zu dem der beiden berühmten englischen Alpinisten Drown und W h y m p e r, der Bezwinger des Matterhorns, die 1867 nur wenige Kilometer im Inlandeis vorwärtskamen, muhten mißlingen. Erst der be­deutende Polarforscher Nordenskjöld drang 1870 50 Kilometer weit ins Inlandeis vor. Eine unendliche, unmerklich langsam ansteigende weihe Fläche lag vor ihm. Trotzdem wagte Norden­skjöld die Theorie aufzustellen, dah er sich auf einem quer durch Grönland verlaufenen Eis­streifen befunden haben könnte, während nörd­lich und südlich davon eisfreie, von Tundren be­deckte Landstreisen liegen könnten. Aber bereits das Jahr 1888 brachte über das Innere Grön­lands volle Klarheit, soweit es wenigstens seine allgemeine geographische Struktur betraf.

Nansen hatte den Plan gefaht, mit drei norwegischenBegleitern, darunter dem berühm­ten Polarfahrer Kapitän Sverdrup, und zwei Lappen das Innere Grönlands auf Schnee­schuhen xu durchqueren. Das Unternehmen ge­lang, uno in 40 Tagen wurde die 560 Kilometer breite und bis 2770 Meter hohe Dinneneisfläche bezwungen. Das Innere Grönlands entschleierte sich als restlos« Giswüste. Nansen ging aus diesem Kampf mit den Eisdämonen siegreich her­vor. Ein anderer Forscher, Mhlius-Erich- s e n, fiel ihnen aber zum Opfer. Seine Tätigkeit galt der Erforschung Nordost-Grönlands. Als Erichsen mit seinen Begleitern Hagen und dem Eskimo Brönlund im Jahre 1908 nicht zurück­kehrte, hatten die auf dem Schiffe zurückgebliebe­nen eine Ersahexpedition ausgesandt. Wege­ner, der sich damals gleichfalls auf dieser Ex­pedition befand, stellte zum ersten Male in der Geschichte der Polarforschung umfassende Unter­suchungen über die höheren Luftschichten der Arktis an. Die Hilfsexpedition verlief ohne Er­gebnis, erst im nächsten Frühjahr konnte die Leiche Brönlunds gefunden werden, der sich als Letzter allein durch Kälte und Winternacht über die Eisfelder geschleppt hatte. In lückenhaftem Dä­nisch fand man auf den letzten Seiten seines Tage­buches die erschütternden Worte:Kam am Fjord 79 um, nachdem ich versucht hatte, über das Inlandeis heimzukehren, im Monat November. Kam hier bei abnehmendem Mond an und konnte nicht weiter wegen erfrorener Füße und wegen der Dunkelheit. Die Leichen der anderen liegen mitten im Fjord vor Gletschern (ungefähr 2,5 Meilen). Hagen starb am 15. November und Mhlius ungefähr zehn Tage danach. Jörgen Brönlund." Dieser Bericht ist ein Zeugnis wahr­haften Heldentums und ergreifender Seelenstärke.

I Die bedeutende Durchquerung, des grönländi- . schon Inlandeises wurde im Jahre 1913 vom * dänischen Forscher Koch und von Professor Wegener unternommen. Es war geplant, Grönland an der breitesten Stelle zu durch­queren. Das Unternehmen gelang, doch war es eine Tragödie der mitgenommenen Tiere. Sech­zehn isländische Ponies und ein Hund wurden geschlachtet. Das Innere Grönlands stieg bis 3000 Meter an. Ununterbrochen wehten Stürme, die auch bei klarem Wetter ein schneidendes Cis- fegen hervorriefen. Die Temperatur sank bis auf minus 50 Grad und war selbst Im Sommer auf der Höhe des Binneneises von erschreckender Tiefe. Zu Tode erschöpft kamen die Forscher nach 1200 Kilometer Marsch an der Westküste an und mußten dort, wenige Kilometer vor der rettenden Siedlung, noch ihren ebenfalls halbverhungerten Hund schlachten. Die Bissen des grünlichen, schlei­migen Fleisches blieben ihnen aber im Halse stecken. Wenn man nicht zufällig im Boot des Pastors Chemnitz von Pröven, der sich gerade auf einer Inspektionsreise befand, die Forscher entdeckt hätte, wer weih, ob Wegener und Koch damals mit dem Leben davongekommen wären.

Warum, wird man fragen, begeben sich die Menschen in diese trostlosen Einöden? Die Gründe sind rein wissenschaftlicher Natur, mit einem kleinen praktischen Hintergrund. In erster Linie sind es wetterkundliche Studien, die von großer Bedeutung sind. .Sie große Eisfläche Inner­grönlands ist eines der Hauptzentren der ark- schen Wetterbildung, die wieder stark das Wetter der nördlichen gemäßigten Zone beeinflußt. Ganz einfach gesprochen, unser Wetter hängt viel­fach von den atmosphärischen Vorgängen in Grön­lands ab. Daher ist das Studium der Wetter­verhältnisse auf dem grönländischen Inlandeis für die Wetterkunde sehr wichtig. Auch müssen Untersuchungen über die Abschmelzung des Eises angestellt werden. Das Innere Grönlands be­findet sich in einem ähnlichen Zustand, wie Teile Europas in den letzten Eiszeiten. Außer dem Drang nach wissenschaftlicher Forschung muß die Herzen der Forscher aber noch etwas anderes be­wegen. Vielleicht sprechen nur wir Menschen der Bequemlichkeit vontrostlosen Einöden". Alle Forscher, die Grönland kennengelernt haben, lieben dieses Land und kennen nur einen Wunsch: bald wieder zu seinen zartgrünen Wiesen, seinen grauen, schwarzen und bunten Felsen, dem flammenden Himmel und der weißen Unendlich» keit des Inlandeises zurückzukehren.

Forderungen des hessischen Handwerks.

Bensheim, 27. Sept. (WSN.) Heute nach­mittag fand hier der Hessische Handwerks­und Gewerbeverbandstag statt, der zahl­reich besucht war.

Generalsekretär Hermann (Berlin) hielt einen Vortrag überDas Handwerk in den heu- tigen Notzeiten". Der Redner aab einen Ueberblick über die politische und wirtschaftliche Ent­wicklung Deutschlands, namentlich unter Berücksich­tigung des Handwerks.

Der Jahresbericht des Direktors Schüttler wurde nicht erstattet, da er demnächst im Druck er- scheinen soll. Die I a h r e s r e ch n u n g, die auf der Ausgabenseite mit 15 521 Mark abschließt und deren Deckung durch die Handwerkskammer übernommen wird, wurde einstimmig genehmigt. Man schritt dann zu der Wahl von verschiedenen Ausschußmit­gliedern.

Mehrere Anträge fanden ihren Niederschlag in der folgenden Entschließung, die einst im- m i g Annahme fand:

Mit am härtesten betroffen von der heutigen Not, fordert das hessische Handwerk anläßlich seiner Tagung In Bensheim:

1. Eine Wirtschaftsordnung, innerhalb deren Le­bensraum gesichert ist für Handwerk und Mittel­stand als den besten Kräften der Nation.

2. Sofortige produktive Arbeit durch Beseitigung der Sondergebäudesteuer, die es dem Hausbesitz er­möglicht, dringliche Reparaturen alsbald zu er­teilen.

3. Durchführung des öffentlichen Vergebungs­wesens nicht unter fiskalisch-egoistischer Ausnützung des heutigen Notstandes der Betriebe und unab­hängig von der Willkür des Einzelsalles, sondern planmäßig nach dem Grundsatz: Jedem das Seine.

.Sur Erreichung dieses Zieles ist der sachverständige Handwerksmeister einzuschalten.

4. Steuerliche Atempause für das vollkommen er­schöpfte Handwerk. Verteilung der Realsteuerlast je nach den Kosten, die die Betriebs- und Grundstücks- gruppen den Ländern und Gemeinden verursachen. Beseitigung der Steuerverzugszuschläge bei nicht böswilliger Versäumnis, entgegenkommende Stun­dungsbehandlung.

5. Senkung der Zinsen auf einen Sah, der den heutigen Wirtschaftsverhältnissen angepaßt ist.

6. Beseitigung der Konkurrenz von Schwarzarbei- tern, die sich in einem durch die soziale Gesetzgebung gesicherten Arbeitsverhältnisse befinden.

7. Nach den hessischen Wahlen wird der Landes­ausschuß des Verbandes der neuen hessischen Regie­rung ein Programm über die dringendsten Forde­rungen vorlegen.

In der folgenden Aussprache kam es zu scharfen Meinungsäußerungen, namentlich bei der Anfrage der Ortsgruppe Mainz, ob der Betrag von 8 0 0 0 0 Mark, der aus der R e i ch s w e ft h i l f e dem Handwerk zur Verfügung gestellt wurde, bei der Darmstädter Volksbank sichergestellt sei. Es wurde erklärt, daß man einem Nachlaß von diesem Betrag in keinem Falle zustimmen werde.

In einem Antrag wurde dem durch Krankheit abwesenden derzeitigen Vorsitzenden Nohl all- aemeines Mißtrauen ausgesprochen. Ge­schäftsführer Direktor Schüttler erklärte im Namen des Vorsitzenden, daß dieser seinen Vorsitz sofort niederlegen werde, falls ein solcher Antrag m der Versammlung gestellt werde. Da der Antrag zur Verlesung kam, ist die S t e l l e d e s c r ft e n Vorsitzenden vakant. Der Mißtrauensantrag wurde später zurückgezogen.

SJl.-fpOTt

Meisterschaften der Kunstturner.

Der Mittelrheinkreis brachte am Sonntag in Darmstadt seine Meisterschaften im Kunstturnen zur Durchführung, die in diesem Jahre eine be­sonders starke Besetzung erfahren hatten. Als Sieger im Kunstturn-Zehnkampf ging Kipp (Tv. Klein-Auheim) vor Heinrich Ott (Tg. Ein­tracht. Frankfurt) als Sieger hervor. Der favori­sierte Frankfurter Pfeifer kam zusammen mit seinem Vereinskameraden Seligmann auf einen guten dritten Platz.

Die Einzelergebnisse.

Kunstturn-Zehnkampf: 1. Johann Kipp (Tv. Klein-Auheim), 169'/2 Punkte: 2. Heinrich Ott (Eintracht Frankfurt), 166'/2; 3. Pfeifer und Seligmann (beide Eintracht Frankfurt), je 166; 4. Fiedler (Darmstadt 1846), 165; 5. Neumann (Mainz), 163; 6. Kretz (Mainz-Kastel), 162'/-: 7. Krimmel (Kostheim) und Hellmer (Bornheim), je 162; 8. Hau (Eintracht Frankfurt) und Herr­mann (Bockenheim), je 161; 9. Hörnis (Nieder­rad), 160; 10. Roth (Klarenthal), 159'/,.

Einzelmeisterschaften: Ringe: 1. Fied­ler (Darmstadt), 57; 2. Schwinn (Darmstadt) und Höppner (Neu-Isenburg), je 50'/,; 3. Häfner (Bornheim), 49'/,. Pferd (quer): 1. Hahn (Esch), 52; 2. Ott (Eintracht Frankfurt), 51; 3. Krimmel (Kostheim), 49'/,. Pferd (längs): 1. Ott (Eintracht Frankfurt), 65'/,; 2. Wolfen- stedter (Offenbach), 55; 3. Herrmann (Tg. Bocken­heim), 53. Barren: 1. Roth (Klarenthal), 52'/,; 2. Hainz (Diedesheim), 51; 3. Herrmann (Bocken­heim), 50. Reck: 1. Pfeifer (Eintracht Frank­furt), 54'/,; 2. Kretz (Mainz-Kastel), 54; 3. Hell­mer und Haßler (beide^Bockenheim), je 52 Punkte.

Wieder verloren!

vsv. Gießen LigaGermania" Marburg Liga 1:4 (1:1).

Die Grün-Weihen hatten in der bisherigen Ver- bandsspielserie wenig Glück. Im Spiel des Sonn­tags fand die Pechsträhne ihre Fortsetzung.Ger­mania" Marburg gewann unverdient und unver­dient hoch. Die VfBer kämpften mit großem Eifer. Der Erfolg blieb aber aus. Die Läuferreihe und die Verteidigung arbeiteten sehr gut; Balser im Tor war verschiedentlich ganz hervorragend. Das Schmerzenskind war aber der Sturm. Ja, man kann sagen: Der Sturm hat das Spiel verloren! Alle Angriffe der Hiesigen scheiterten an der gegneri­schen Verteidigung. Viele prächtige Chancen, tot­sichere Sachen wurden oft verblüffend unge­schickt war der Sturm manchmal nicht aus- genützt. Dabei spielte sich der Kamps während der ersten Halbzeit fast ausschließlich in des Gegners Hälfte ab. Balser bekam während der ersten 30 Minuten ganze vier Bälle. Die Hiesigen arbei­teten sich in prächtigen Kombinationen immer und immer wieder vor des Gegners Tor, um dort völlig zu versagen. Das einzige Tor für VfB. schoß auch nicht etwa ein Stürmer, sondern der linke Läufer Leutheuser. Lehrmund schädigte eine Mannschaft dadurch, daß er höchst überflüs iger Weise einem Spieler nachtrat und herausge teilt wurde, so daß die Mannschaft mit zehn Mann spielen mußte.

Die Gäste, die Marburger, enttäuschten. Ihr Spiel war oft genug sehr primitiv, im Anfang sehr zusammenhanglos, technisch durchaus nicht her­vorragend (man fragte sich, wie diese Mannschaft gegen SC 03 gewinnen konnte), aber stets auf Er­folg bedacht. Die Schwäche der Plahbesitzer war die Stärke der Gäste: der Sturm. Die drei Innen­stürmer der Marburger verstanden sich besser als die übrige Mannschaft zusammen. Kamen sie vor das Gießener Tor, dann waren sie sehr gefährlich. Tie Hintermannschaft der Hiesigen bekam dann schwere Arbeit. Balser mußte während der zwei­ten Halbzeit öfters eingreifen, war dabei aber nicht immer glücklich. Für die vier Tore darf man ihn allerdings auch nicht allein haftbar machen.

Der S p i e l v e r l a u f sah die VfBer während des Spieles fast ständig feldüberlegen. Aber erst in der 40. Minute fiel der erste und einzige Treffer für VfB. In der 43. Minute brachte den Mar- burgern ein rasanter Angriff den Ausgleich. Halb­

zeit 1:1. In der 11. Minute nach der Pause pas­sierte ein Ball Balsers Torlinie, der Torschütze stand aber abseits. Noch in der 30. Minuten der zweiten Halbzeit stand das Spiel unentschieden. Indessen waren die VfBer im Spielaufbau längst nicht mehr so klar wie zuvor. In der 31. Minute ging nach hartem Hin und Her vor dem BfB.- Tor ein Ball unhaltbar direkt unter die Latte. 2:1 für Germania. Bald darauf folgte der zweite und dritte Treffer für die Marburger. Das Ergeb­nis zu korrigieren, gelang den Grün-Weißen trotz aller Anstrengung nicht mehr. Auch in diesem Spiel hätte aber ein Unentschieden dem Spielver­lauf mehr entsprochen. Der Schiedsrichter Spur! (Butzbach) leitete einwandfrei. Das Publikum nahm lebhaften Anteil, blieb aber zum Teil leider nicht immer sachlich.

DfB. Cigarefetoe BfB. Aßlar I 4:1.

Vor dem Ligaspiel trugen beide Mannschaften ein Gesellschaftsspiel aus. Das fair durchgeführte Treffen sah die technisch besseren VfBer jederzeit in Front. Das Spiel stand lange Zeit 1:1. Aß­lar mußte aber zum Schluß kapitulieren und sich drei weitere Tore gefallen lassen. Der Schieds­richter leitete einwandfrei.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

1900 (Liga) unterliegt in Frohnhausen (Dill) 1:3 (1:2),

Noch vor vier Wochen brachten die Blauweihen im Gesellschaftsspiel einen sicheren 4.1-Sieg von Frohnhausen heim, so daß die jetzige Niederlage sehr überrascht. Das sonntägliche Spiel war ein Punktspiel und die Gastgeber kämpften diesmal mit großem Ehrgeiz und übermäßig hart mit dem Er­folg, daß sie den Gießener Stürmern die Courage abkauften. Bei 1900 haben einige Spieler offensich- lich versagt. Der Mittelstürmer spielte eine klägliche Rolle. Schwach waren auch die Außenstürmer. Entscheidend für den Spielausgang war das Ver­sagen des Ersatz-Torwarts. Nach einem ausgegli­chenen spannenden Kampf kurz vor dem Seiten­wechsel ließ er zwei haltbare Bälle passieren. End­lich führten auch die Anstrengungen der Gießener zu einem Tor. Den Gießener Treffer erzielten auf Flanke von Best, Lippert durch eleganten Kopf­ball unhaltbar.

Nach der Pause bestürmte 1900 mit geringen Ausnahmen ununterbrochen das Frohnhäuser Tor, scheiterte aber durch das eigene Unvermögen der Stürmer. Die Gießener setzten jetzt alles auf eine Karte und nahmen noch Henrich und Zeiler mit in den Angriff. Die Mannen des Plahvereins standen aber wie eine Mauer und erreichten durch überreichlich hartes Spiel, dah die Blauweihen nicht zu Erfolgen tarnen. Ab und zu machte auch Frohnhausen einen durchbruchsartigen Angriff und kam dabei etwa 5 Minuten vor Schluh zu einem dritten Treffer. Resigniert ergab sich 1900 in fein Schicksal.

Die Ligareserve erfocht gegen Burgsolms' zweite Mannschaft einen knappen 2:1-Sieg. Bei 1900 fehlte der Torwart, der durch Grob ersetzt war. Die Gesamtleistung war sehr schwach.

Als sehr gut ist die Leistung der 3. (Lehr-) Mannschaft zu bewerten, die in einem überaus spannenden Spiel die Dritte des VfB. mit 2:1 Treffern bezwang. 1900 trat bis auf den Tor­wart komplett an. BfB. hatte seine Mannschaft wesentlich verstärkt und versprach sich schon im voraus den sicheren Sieg. 1900s Junioren be­fanden sich aber In bester Form und Spiellaune. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte, in der 1900 einen Elfmeter verschoß, wurden die Blau­weihen im zweiten Teil überlegen und erzielten durch Schmidt und Karber zwei prächtige Tore. BfB. konnte durch Elfmeter ein Tor aufholen.

Die vierte Mannschaft kehrte von Daubringen 7:4 siegreich zurück. Fünf Elfmeter und zwei Platz­verweise bei Daubringens zweiter Elf kennzeich­net die Schärfe des Spieles.

Handball im Männerturnverein (O.T).

Tv. Großen-Buseck 1 Mtv. Gießen I 2:8 (1:5).

Auf dem Mtv.-Sportplatz am Schifsenberger Weg standen sich am vergangenen Sonntag die ersten Mannschaften des Turnvereins Großen-Buseck und

des Männerturnvereins im Handballverbandsspiel !gegenüber. Die beiden Mannschaften führten ein chönes und faires Spiel vor, das die Gastgeber urch ihr technisch besseres und vollkommeneres Zusammenspiel für sich entscheiden konnten. Gießen bat Anwurf und geht sofort mit 1:0 in Führung. Kurz danach erhöht der Mittelstürmer durch Straf­wurf auf 2:0. Die Großen-Busecker werden, nachdem sie durch einen Strafstoß ein Tor aufgeholt haben, ganz in ihre Hälfte eingeschnürt. Von der unsicheren Großen-Busecker Hintermannschaft werden zahlreiche Strafwürfe verursacht, von denen die Männerturner noch drei zu Toren verwandeln können. (Halbzeit 5:1 für Gießen). Auch in der zweiten Halbzeit sind die Gastgeber jederzeit Herr der Lage. In regel­mäßigen Abständen erzielen sie noch drei weitere Treffer, denen die Gäste nur einen einzigen ent­gegensetzen können. So konnten die Männerturner einen verdienten 8:2°Sieg erringen. Die Männer­turner stehen damit auch weiterhin ohne Punktver- lüft mit einem Torverhältnis von 17:9 an der Spitze der Meisterklasse in der Gruppe A.

Vor dem Spiel der Meisterklasse trug die erste Jugendmannschaft gegen die gleiche des Turnvereins Hochelheim ebenfalls ihr festgesetztes Verbandsspiel aus. Leider mußten die Gäste mit -mehrfachem Er- satz antreten, so daß die Mtv.-Jugend leichtes Spiel hatte und durch einen hohen 11:2-Sieg wieder zwei Punkte erringen konnte. So steht auch die erste Jugendmannschaft des Männerturnoereins nach be­endeter Vorrunde an der Spitze der Tabelle.

Den dritten Sieg des Tages errang die Schüler­mannschaft des Mtv. gegen die gleiche Mannschaft des Turnvereins Großen-Linden mit 5:3.

Leichtathletik der Sp.-Vg. 1900.

Bei günstigem Wetter kamen am Sonntag die Vereinsmeisterfchaften zum Austrag. Bei rei­bungsloser Abwickelung ergaben sich durchweg spannende Kämpfe. Infolge des Fehlens vieler Spihenleute, die zum Teil noch an Verletzungen laborieren, zum Teil nicht abkömmlich waren, blie­ben die Leistungen hinter dem Jahresdurchschnitt zurück. Auch die schlechten Trainingsmöglichkeiten während der letzten Wochen mögen dazu beigetra­gen haben. Den Höhepunkt der Veranstaltung bil­dete die Deutsche Staffel, die infolge geschickter Zusammenstellung einen äußerst interessanten Ver­lauf nahm. In der Jugendklasse erwiesen sich wie­der Koch II. und Herrmann sowie die Mittelstreckler als recht zuverlässig und gut. Bei den Frauen war die starke Formverbesserung von Frl. Hublih über 200 Meter bemerkenswert. Die Ergebnisse folgen.

(Ergebniffe der vereinsmeisterfchaften.

Aktive: 50 Meter: 1. Schwab 6,2 Sek.; 2. H. Jung 6,4; 3. Linsemann 6,5. 100 Meter: 1. Schwab 11,8 Sek.; 2. H. Jung 12; 3. Linsemann 12,1. 1500 Meter: 1. Bepperling 4:33,8 Min.; 2. Schaaf 4:34; 3. Glagvw. Weitsprung: 1. H. Jung 5,65 Meter; 2. Schmitz 5,06; 3. Linsemann 4,84. Hvchsprung: 1. Hopfenmüller 1,48 Meter; 2. Jung 1,45. Kugelstoßen: 1. H. Müller 11,46 Meter; 2. Lipp 11,05; 3. Hopfenmüller 9,91. Speerwerfen: 1. Hopfenmüller 41,55 Meter; 2. H. Jung 33,60; 3. Kunert 32,66. Deutsche Staffel (1500, 800, 400, 200, 100 Meter): 1. B-Mannschaft 8:29,4 Min.; 2. A-Mannschaft 8:29,6.

Jugend (A und B): 100-Meter Klasse A und B: 1. Franz Koch 11,8 Sek.; 2. Gräf 12,1; 3. Herrmann (B-Iagend) 12,2. 800-Meter Klasse A und B: 1. Baumstieger 2:13,5 Min.; 2. Mootz 2:15; 3. Wörenkämper 2:16,5; 4. Salzberg (B- Iugend). Hochsprung Klasse A: 1. Herrmann 1,50- Meter; 2. Baumstieger 1,44; 3. Franz Koch 1,42. Weitsprung Klasse A: 1. Gräf 5,45 Meter; 2. Baumstieger 5,07; 3. Betz 4,93. Diskus Klasse A und B: 1. Betz 30,18 Meter; 2. Koch II. 29,61; 3. Salzberg (B-Jugend) 26,66. Speer Klasse A: 1. Gräf 46,98 Meter; 2. Luckhardt 35,33; 3. Koch II. 35,11. Speer Klasse B: 1. Herbert 36,06 Meter; 2. Herrmann, 35,91; 2. Gros 27,76. Weit­sprung Klasse B: 1. Herrmann 5,03 Meter; 2. Salzberg 4,49.

Jugend C: 75 Meter: 1. Willi Koch 11,4 Sek.; 2. Häuser 11,7; 3. Wittich II. 11,9. Weit­sprung: 1. Willi Koch 3,91 Meter; 2. Häuser 3,49; 3. Wittich II. 2,96. Kugelstoßen (5-Pfund- Kugel): 1. Willi Koch 7,41 Meter; 2. Häuser 5,80; Wittich II. 4,72.

Jugend D: 50 Meter: 1. Eisenhuth 7,8 Sek.; 2. Dick 8; 3. Helm. Kraft. Standweitsprung: L Eisenhuth 1,83 Meter; 2. Helm. Kraft 1,75; 3. Dick 1,70. Ball weitwerfen: 1. Eisenhuth 50,98 Me­ter; 2. Kraft I. 39,58; 3. Kraft II. 36,45. 4x50- Meter-Staffel: 1. OKlasse 32,2 Sek.; 2. V-Klasss 32,4.

Frauen: 50 Meter; 1. Hublih 7,4 Sek.; 2. P. Richtberg 7,6; 3. Nickel 7,7. 200 Meter: L Hublitz 30,1 Sek.; 2. Nickel 30,4; 3. Guth 31,9. Hochsprung: 1. P. Richtberg 1,27 Meter; 2. Guth 1,23. 3. Hublitz 1,19. Weitsprung: 1. Nickel 4 Me­ter; 2. Hublitz 3,70; 3. Ehelmüller 3,44. Kugel: 1. Nickel 7,51 Meter; 2. Etzelmüller 6,42; 3. Hub­lih 6,39. Diskus: 1. Nickel 21,46 Meter; 2. Hub­lih 20,64; 3. Etzelmüller 17,05.

Mädchen A: 75 Meter: 1. G. Richtberg 11,3 Sek.; 2. G. Ockel 11,4; 3. Reitz. Weitsprung: 1. E. Richtberg 3,83 Meter; 2. G. Ockel 3,55; 3. Kreuzburg 3,13. Kugel: 1. Kreuzburg 4.97 Meter; 2. G. Ockel, 4,88; 3. Reitz 4,82.

Mädchen B: 50 Meter: 1. Guth 7,5 Sek.; 2. Diehl 7,6; 3. Kraft. Weitsprung: 1. Diehl 3,96 Meter; 2. Guth 3,93; 3. Kraft 3,60. Ballweitwurf: 1. Kraft 33,01 Meter; 2. Guth 32,02. 3. M. Ockel 27,75. 4x50-Meter-Staffel: 1. A-Mannschaft; 2. B-Mannschaft; 3. OMannschast.

Kurze Sportnotizen.

Auf der Frankfurter Stadionbahn stellte der einheimische Steher Ludwig Schäfer in einem Rekordversuch mit 84,750 Kilometer für eine Stunde einen neuen Bahnrekord auf.

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Bei den Avusrennen der Motorräder wurden in allen Kategorien neue Rekorde auf­gestellt. Den Großen Preis von Berlin gewann Bullus auf RSU. in 1:28.52 Stunden für 235 Kilometer (Stundendurchschnitt 159,2 Kilometer) überlegen vor Wiese Hannover) auf BMW.

Paovo Rurmi gewann in Stuttgart vor 20 000 Zuschauern das 5000-Meter-Laufen über­legen vor Schaumburg (Oberhausen).

Bi/Z/gsten undbequemste/» ßrennstotfr^K^

Bauch, Zein Buß,ZeineßJitacken