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herabgesetzt. Weiter hat Thüringen eine Huf- rückungssperre für die Dienstallersstufen ein­geführt.

Aotverorimung in Württemberg.

Stuttgart. 28. Sept. (WTB - Da» toüti- tembergische Staatsministerium hat die erste Hot- Verordnung erlassen. Sie sieht mit IDiriung vom 1. Oktober ab eine allgemeine Kürzung der Gehälter der Beamten de» Staate», der Gemeinden und der Zweckverbände u m 5 Prozent unter Freilassung der Dehäller unter 1500 Mark pro Jahr und der Bezüge der Polizei vor. Die Schüller der Ledigen und Kinderlosen werden um 7 Prozent gekürzt. An weiteren Mahnahmen kommen noch in Betracht. Die Unterbindung der Vorrückung auf zwei Jahre, die Aushebung de» Wohnung», gelbe» bei Inhabern von Dienstwohnungen, ferner bei ledigen Beamten unter 45 Jahren, die Kürzung de» WohnunqSgeldeS aut die Hälfte und die Beseitigung der Unterhaltszuschüsse und Beihilfen für höhere und mittlere Beamte, sowie künftiger Wegfall der Vorschriften über die Enthebung der Hochschul- lehrer von den Amtspflichten. Da da» Defi­zit im württembergifchen Staatshaushalt 13 bi« 15 Millionen Mark beträgt, die ör- sparnisse auf Grund der ersten württembergi­fchen Rotverordnung aber nur 6 Millionen Mark auSmachen, erklärt die Regierung. dah fie in absehbarer Zeit eine weitere Kürzung der B^amtengehälter vornehmen müsse.

Aus der Pwvinzialhauptstadt.

Diesten, den 29. September 1931.

Warum heiße Milch bei Erkältung?

Don Dr meb. W. Schweisheimer.

Die erste Regel bei der Behandlung einer Erkäl­tungskrankheit heißt: Wärme Wärme von außen und von innen. Rechtzeitige Zufuhr von Wärme ist imstande, eine drohende Erkältungs­krankheit noch rechtzeitig abzubrechen, ohne daß sie sich voll entwickelt.

Heiße Getränke, wie Milch, Tee verschiedener Arten usw., sind in solchen Hätten ein beliebtes Hausmittel. In der Tat läßt sich damit eine vor­treffliche Wirkung erzielen. Das Seltsame dabei ist, daß es keineswegs nur die örtliche Wirkung ist, durch die ein Gesundheitseinfluß ausgeübt wird. Jede erfahrene Haussrau und Mutter saat uns daß bei Heiserkeit ein Glas heiß genossener Milch oder Zitronenwasser von Vorteil ist. Die heisere Stimme entsteht dadurch, daß Im Verlaus der Er­kältung sich ein Kehlkopskatarrh entwickelt hat; die Schwellungen und Schleimauflagerungen im Kehl­kopf und an den Stimmbändern rufen die Irübuna der klaren Stimme hervor. Es läßt sich denken, daß das Trinken heißer Milch beim Hinabgleiten durch Schlund und Speiseröhre auf den benachbarten Kehlkopf unmittelbar bessernd einwirkt: der Wärme­reiz bringt Blutgefäße im Kehlkopf zur El-weite- rung, damit gelangt mehr Blut an die kranke Stelle, und das ist stets eine Vorbedingung für rasche Heilung.

Wichtiger ist aber die allgemeine Wir­kung des heißen Getränkes auf den Kör­per. Jemand hat sich erkältet und dabei einen Ka­tarrh des Mittelohrs daoongetragen oder eine 9id)iae oder einen Rheumatismus der Rackenmus- tulatur Die Wärme, die mit der heißen Milch in den Körper gelangt, teilt sich alsbald vom Magen und Darm aus auch dem Blut mit. Der ganze Blutkreislauf wird angeregt, geht schneller vor sich, und damit kommt in der gleichen Zeit mehr Blut zu der kranken Stelle, mit ihm auch mehr Heilkräfte. Es ist dabei gleichgültig, wo der kranke Punkt liegt, er kann noch so weit von Speiseröhre und Magen entfernt lein.

Heiße Milch trägt in vorzüglicher Weise zur An­regung der Schweißabsonderung bei. Schwitzen ist ein vorzügliches Mittel zur Unterbin­dung einer beginnenden Erkältung, zur Heilung einer fortgeschrittenen. Mit dem Schweiß werden viele Giftstosse aus dem Körper hinausgeschafft, die auf bakterielle Einwirkung zurückgeführt werden können. Reben der durch heiße Milch hervorge- rufenen Anregung des Blutkreislaufes kommt der Schweißabsonderung selbst sicherlich auch eine hilf­reiche und gesundheitsfördernde Rolle zu.

Auch regt heiße Milch die Nierentätigkeit

an, und das bedeutet erst recht eine notwendige Entlastung des Körpers von Bakterienabfällen und Bakteriengiften. Weil eben die Nieren olles au»- scheiden müssen, was im Körper an Abfällen flüs­siger Art entsteht werden sie leicht bei Erkrankungen In Mitleidenschaft gezogen. So ist eine Nierenent­zündung häufig die Holgeerlcheinung einer voraus- gegangenen Mandelentzündung. Die Anregung der Nierentätigkeit durch heiße Milch beugt auch hier bestens vor.

Oie oberhesftfchen Zenirumellandidaien für die Landtagswahl.

Die Bezirksausschüsse Diesten und Friedberg der Zentrumspartei in Oberheffen haben in gemeinsamer Sitzung beschlossen, al» Kandidaten für die bevorstehende Landtagswaylen zu nominieren: 1. Land­wirt Weckler in Rockenberg, 2. Oberveterinür- Rat Dr. Rostkopf in Diesten, 3. Schriftsetzer Schmidt in Harheim.

Oie erste Jagd.

Am Samstagnachmittag veranstaltete der Rei­terverein unter Beteiligung der Offiziere unsere» Bataillons die erste Jagd diese» Herbste». Etwa 30 bi» 35 Teilnehmer hatten sich an der Marburger Straste in der Rühe der Karlsruhe einaefunocn. Um 15 Uhr bliesen die Militär­musiker Schillers unsterbliche» .Reiterlicd" au» dem .Wallenstein": .Wohlauf, Kameraden, auf» Pferd, auf» Pferd!" und unter Führung von Herrn Oberstleutnant K l e p k e begann die 3agb. Sie führte zunächst durch die Kiesgrube link» der Marburger Straste, dann nach verfchiedenen Hindernissen wieder hinüber an den Waldrand des Hangelsteins; von dort an der Mühle vor­über nach dem Flugplatz und weiter zum Philo- sophenwald und Trieb, wo ein Teil der ständigen Wilitärhindernisse genommen wurde. 3n der Rühe der Liebigshöhe wurde das Halali geblasen, und Frau Oberstleutnant Klepke Überreichte den Reitern den Eichenlaubbruch.

Da» schöne Bild der in flotter Fahrt durch­geführten 3agd wurde umrahmt von den herbst­lichen Ruch der Felder und den zum Teil fchon bunten Farben der Wälder. Stoppelfelder und Kartoffelfeuer gemahnten wohl daran, daß der Sommer vorüber ist; aber fie stimmten die Reiter nicht trübe. Denn nur einmal im 3ahr, wenn die Felder abgeerntet sind, können sie die Freude geniesten, im Galopp über die Fluren dahin­zufliegen. Rur e i n deutscher Dichter, Rudolf G. Binding, hat es verstanden, diese Empfindungen in die rechte Form zu gießen in seiner unver­gleichlichen .Reitvorschrift für eine Geliebte", weil er selber mit Leib und Seele dem Pferd verhaftet ist, das niemals durch Auto oderMotor- rat erseht werden kann. .Drauhen nur" sagt erträgt dein Pferd dich recht. Draußen nur, unter freiem Himmel, ist es ganz königlich, ist es ganz Tier. Draußen nur ist es wirklich be- fchwingt. Rur wenn es dir brausten gehorcht, gehorcht es dir ganz. Draußen nut fühlt es ganz seine Macht, fühlst auch du ganz seine Macht, beherrscht du über das ganze befreite Mast feiner Kraft. Rur der Himmel, Geliebte, ist groß genug, dein Zelt zu sein, wenn du reitest." W.

Gics;cner Wochcnmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Kochbutter Pfund von 1,10 Mk. an; Butter 1,30 bi» 1,50; Matte 30 bis 35; Wirsing 8 bis 10; Weißkraut 6 bis 7; Rotkraut 8 bis 10; gelbe Rüben 8 bis 10; rote Rüben 8 bis 10; Spinat 20 bis 25; Römischkohl 8 bis 10; Bohnen 15 bis 25; Unter-Kohlrabi 5 bis 6; Feldsalat 8 bis 10; Tomaten 20 bis 25; Zwiebeln 8 bis 10; Meerrettich 40 bis 80; Kürbis 5 bis 6; Pilze 20 bi» 25; Kartoffeln 31/» bi» 4; Frühäpfel 8 bis 10; Falläpfel 3 bis 4; Aepfel 8 bis 10; Birnen 8 bis 15; Dörrobst 30 bis 35; Pfirsiche 40 bis 60; Preihelbeeren 30 bis 35; Brombeeren 30 bis 35; Zwetschen 8 bis 10; Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 bis 1,00; Suppenhühner 80 bis 1,00; Rüsse 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bi» 1,40; Tauben Stück 50 bis 60; Eier 11 bis 12; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 5 bis 10; Salatgurken 15 bis 20; Einmachgurken 2 bis 4; Endivien 10 bis 15; Ober-Kohlrabi 8 bis 10; Lauch 5 bis 10; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 40; Radieschen Bund 10 bis 15; Kartoffeln Zentner 2,80 bis 3,00; Aepfel 5,00 bis 7,00; Weißkraut 3,00 bis 4,00; Wirsing 6,00; Rot­kraut 6,00 Mk.

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag. Deutsche Staatsportei, 20.30 Uhr. .Aquarium . Mitgliederversammlung. MB , 20.30 Uhr, Lase Ebel, Austerordenlliche Generalversammlung. Handgewebe-Ausstellung von Schloß Westerburg des BD3, Cafe Ebel. 10 bi» 13 und 15 bi» 20 Uhr. Lhristliche Versammlung Gießen, 20.15 Uhr, Lindenplatz 1, EvangelilationS-Ver- sammlung .Warum war Ehristu» hier?" Licht­spielhaus, Bahnhofstraße: ,3m Westen nicht» Reue»".

Au» dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die erste Vorstellung der Winterspielzcit 1931 32 de» Stadttheater» Diesten findet am Freitag. 2. Oktober, statt. Zur Eröff­nung gelangt da» historische Schauspiel .Elisabeth von England" von Ferdinand Bruckner unter der Spielleitung he» 3ntenöanten erstmalig zur Aus- sührung. Diese Vorstellung ist die erste Vorstel­lung im Freitagsabonnement. Al» nächste Erst­aufführung wird am 8. Oktober ein Werk Bruno Franks .Sturm im Wasserala»" unter der Spiel­leitung von Heinrich Hub herausgebracht. Die erste Fremdenvorftellung der Wintersaison wird am Sonntag, 4. Oktober, veranstaltet. Zur Aus­führung gelangt als einmalige Wiederholung .Der Garten Sven" von Oesterreicher und Der­nauer. Spielleitung hat Peter F a s s o! t. Beginn 18 Uhr; Ende gegen 20.30 Uhr.

Mondfinsternis. Am vergangenen Samstag war Gelegenheit, eine Mondfinsternis, und zwar die zweite totale Mondfinsternis in diesem 3ahre teilweile zu beobachten. Rach der astronomischen Rechnung trat der Mond 17.41 Uhr in den Halbschatten der Erde, 18.45 Uhr in den Kernschatten, war 20.05 Uhr vollkommen im Schattenkegel der Erde, auS dem er erst 21.31 Uhr herauszutreten begann. Um 22.42 Uhr verlieh der Mond den Kernschatten und um 23.55 Uhr auch den Halbschatten. Die Mondfinsternis wurde auch hier in den späteren Abendstunden teilweise beobachtet Allerdings konnte der Beginn der Verdunkelung der silbernen Scheibe nicht voll­ständig verfolgt werden, da Wolken die Sicht ver­hinderten. Erst- gegen 21 Uhr erschien der Mond in kupferroter Färbung am allmählich sich auf- hellenden Rachthimmel. Der Austritt des Mon­des aus dem Kernschatten der Erde war gut zu beobachten. Bald stand die Mondscheibe wieder klar am Himmel.

Sanitäts-Hebungen. Am Sonntag- vormittag hielten die Freiwilligen Sani- tätskolonnen vom Roten Kreuz aus Gießen, Leihgestern und die in Ausbildung befind­liche Abteilung von Watzenborn-Steinberg eine ge- meinlame Hebung in der Nähe des Schiffenberges ab. Man nahm als Hnfallurfache das frühzeitige Losgehen eines Sprengschusses in einem Steinbruch an, bei dem eine größere Anzahl Arbeiter verletzt wurden. Die Kolonnen hatten die Ausgabe, bei den zum Teil Schwerverletzten erste Hilse zu leisten und den Abtransport aus dem Steinbruch vorzunehmen. Während die Sanitätsleute bei der Arbeit waren, wurde von dem Leiter der Hebung ein weiteres größeres Verkehrsunglück an der Sdjiffenberger Straße angenommen. Auch dort mußte eine Anzahl der Helfer eingesetzt werden. Bei der Hebung waren 3 Aerzte und 40 Sanitäter anwesend. Die Kritik über den Verlauf der Rettungsübung hielt Reg.- Med.-Rat Dr. Kortüm (Gießen) ab. Er betonte, daß die getroffenen Maßnahmen der Helfer in dem schwierigen Gelände, auch für einen Ernstfall, richtig waren. Die Arbeitersamariter hielten am Samstagabend ebenfalls eine Hebung ab. Um 21.10 Uhr alarmierte der Führer einer Kamerad- schäft des Reichsbanners, die sich auf einem Marsch nach Rödgen befand, die Kolonne der Arbeiter­samariter. Es wurde ein schwerer Unfall angenom­men, der dadurch entstand, dah ein schlecht beleuch­tetes Kraftfahrzeug in die Gruppe der Marschieren- den fuhr und eine Anzahl der Reichsbannerleute mehr ober weniger schwer verletzte.. Bereits acht Minuten nach der Alarmierung fanden sich die ersten Samariter an der Unfallstelle ein und bald darauf war die gesamte Kolonne mit den notwen­digen Geräten zur Stelle. Beim Scheine von Fackeln wurden die Verletzten sachkundig behandelt. Die vom technischen Leiter der Hebung alarmierte Wiesecker Kolonne, die um 21.37 Uhr eintraf, brauchte nicht mehr einzugreifen. Die Kritik der Hebung ergab die lobende Anerkennung der raschen Hilfeleistung.

Modenschau des Kaufhauses Schmücker. Gestern nachmittag und gestern

abend (heute abend soll sine weiter« Vorführung folgen) veranstaltete da» Kaushau» S ch m ü cker seine diesiährige Modenschau. Da» Sass Amend war der Schauplatz der unterhaltsamen Revue. Viele Besucher hatten sich dazu cingefunden. Mu­sik der Kapelle Wehmeher leitete die Schau ein. Sin Ensemble Frankfurter Mannequin» brachte die neuesten Schöpfungen der Mode Aur Vorführung. (Sine Conercncicre wußte die Kleider und Mäntel geschickt zu empfehlen, wartete mit verfchiedenen humoristischen Rezitationen aus und unterhielt die Gäste während de» ganzen Zeit­räume» der Vorführungen. DefangSeinlagen (Fräulein Stoll berg) wurden mit dankbaren Beifall aufgenommen. Die Vorführungen brachten eine Fülle des Reuen und Schönen. Mor'enröcke in schönen Farben und Formen. Rachm.ttagSkleider in einfacher Machart (die Mode propagiert wieder Taille) und in modernen Farben, in guten Stoffen. Winterk eiter in zweifarbigen Zusammenstellungen von schwerem Braun und dunklem Grün (die Modefarben für den kommenden Winter) und noch viele» andere nahm die Aufmerksamkeit der in­teressierten Zuschauerinnen in Anspruch. Sport- und Wintermäntel in allen Qualitäten, vom bil­ligsten bi» zum teuersten Pelzmantel, ließen bei den Besucherinnen manchen Wunsch lebendig wer­den. Lamm ell und Krimmer, Biberelte und Bi am treten al» Besahmaterial auf und geben den Män­teln eine besondere Rote. Den Abschluß der Modenschau bildeten die schönen Abendkleider. Lang bleibt auch für diesen Winter die Mode. Al» Reuerscheinung soll das 3äckchen zum eigent­lichen Abendkleid getragen werden. Schöne Kom­binationen von Weiß und Schwarz gefielen be­sonders gut und fanden starken Beifall. Auch Grün soll in der Gesellschaft erscheinen. Ueberall aber wird der srauliche Charakter betont. Die Moden­schau in ihrer Gesamtheit gab einen weiten Ueberblick über da», wa» die Mode für den kom­menden Winter bringen will. Die Gäste, insbe- fondere die Damen, dürften die Modenschau wohl sehr befriedigt und mit mancherlei Wünschen (mehr ober weniger erfüllbaren) belastet verlassen haben. Die Modenschau erbrachte in ihrer Reich­haltigkeit den Beweis, dah die hiesige De- schästswelt wohl imstande ist, hochgespannten An­sprüchen gerecht zu werden und für die Gießener Bevölkerung keine Rotwendigkeit vorliegt, ihren Bedarf in der Großstadt zu decken. 3n Ver­bindung mit der Modenschau zeigte die Firma Schuhhaus Süß moderne Damenschuhe in allen Farben und in sehr schönen Formen.

3agdschonzeiten im Kreise Wetz - l a r. Die Schonzeit für Hafen endet mit dem 30. September, so daß der 1. Oktober der erste 3agdtag ist. Der Schluß der Schonzeit für Fasanenhähne und -Hennen ist vom Be­zirksausschuß in Koblenz auf den 29. September festgesetzt, so daß der 30. September der erste 3agötag ist. Haselhühner dürfen mit be­sonderer Erlaubnis des Regierungspräsidenten in der Zeit vom 1. Oktober bis 30. Rovember erlegt werden. Die Schußzeit für Taubes (Hohl-, Ringel- und Turteltauben) hat bereit» mit dem 1. September begonnen und endet mit dem 28. Februar.

Berliner Börse.

Berlin, 29. Sept. (WTB. Funkspruch) Da durch die gestrige Bekanntmachung des Börsenvor- standes nur eine Schließung des Börsenverkehrs bzw. der Börseräume angeorbnet worben ist, wirb ber außerbörsliche Freiverkehr bzw. ber Telephonoerkehr von Bureau zu Bureau nicht verboten. Heute früh ist zwar noch nichts ge- hanbelt worben, unb auch eine Tenbenz noch nicht erkennbar, boch scheint man in Bankkreisen eher etwas enttäuscht zu sein, ba nach ben gestrigen Beschlüssen ber Wiebererössnungstermin ber Börse vollkommen im unklaren gelassen wirb. Am Devisen­markt hörte man Pfund gegen Kabel mit 385,50, Pfund gegen Paris mit 97,75, Pfund gegen Mai- lanb mit 80, Pfund gegen Spanien mit 42,25 und Pfund gegen Amsterdam mit 934. Die nordischen Devisen lagen unverändert.

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