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Aus ber Provinzialhauptstavt.
Olefien, ben 28.3ult 1931.
Beamte und Zahlungslnse.
Ein Rundschreiben des Ministeriums
Da« hessische ©damlmimftcrium hat an sämtliche Beamten de- Lande- folgende« Rundschreiben gerichtet: „ ,
„In der jetzigen Zahlung-mittelirrs« ist « besondere« Gebot, de öffentlichen Sparkassen vor neuen Schwierigkeiten zu bewahren und zu 'chützen, denn von der Lei- stungsfähigkeil der öffentlichen Sparkassen hängt die Lebensfähigkeit der weitesten und Wirtschaft» lich schwächsten Bevöltcrungskreife ab. $4 ist daher bedingungslose Pflicht, allen ungerecht s« r t i g t e n Abhebungen an den Sparkassen e n 1 g e gen zu w i r ken. Die- gilt namentlich auch für di« anderen Äre» d i t a n st a l te n. ^ier erwächst gerade den Beamten de- Lande« wie de« Reiche« die besondere Ausgabe, durch da« gut« Beispiel der Disziplin sich von jeder übertriebenen Nervosität freizuhalten und bei eigenen Abhebungen di« Zurückhaltung zu üben, di« in den letzten Rvtverordnungen zur Wiederaufnahme de- Zahlungsverkehr« von allen Doll«» genvllen zur Ueberwindung der gegenwärtigen Kalsenkr.se verlangt wird. Da« Gesamtmini st eriion fordert daher die Beamten de« Lande« und der Gemeinden auf, durch Beachtung der Anordnungen der RcnchSregierung und demnächst durch beispielwejsendeS Sichbeschränken in der Abhebung von Guthaben mitzuhelsen, daß in den anderen Bevölkerung-kreisen die Disziplin gestärkt wird, die die ReichSregierung al« unerläßlich zur Durchführung ihrer Maßnahmen erwartet und die ja doch in erster Linie l m eigen st en Interesse der Beamtenschaft liegen."
AowerordnungenundZahlungsverlehr
Aus Einladung der Industrie-und Handelskammer Friedberg und der Hand- werk«kamrner-Reben st elleFried berg sand im Hotel „Deutsches Haus" zu Friedberg eine Besprechung von Vertretern von Handel. Industrie. Handwerk und Gewerbe, Danken und Sparkassen über die Auswirkungen der Rotverordnungen im Zahlungsverkehr statt. Die Versammlung, die sehr gut besucht war. wurde von dem stellvertretenden HandelSkammerpräsidenten, Kaufmann Hir s ch, Friedberg eröffnet und geleitet. Rach einem einleitenden Referat von HandelSkammersynditus Dr. Göbel, Friedberg, kam die Versammlung in eingehender und ergiebiger Aussprache zu folgender Entschließung:
..Die gegenwärtige Lage macht es dringend notwendig, daß von der Bevölkerung Ruhe und Besonnenheit bewahrt wird. Wie bisher, so sind ganz besonder- in der jetzigen schweren Zeit Handel. Industrie, Handwerk und Gewerbe bemüht, alle Devölkerungsschichten gleichmäßig und billig zu versorgen. An die Bevölkerung wird die Aufforderung gerichtet, den gewohn- tenBedarfzudeckenundnicht Zurückhaltung zu üben. Das Hamstern von Waren und Geld wie in den Zeiten der Inflation ilst völlig unangebracht. Die Sicherheit der Währung ist absolut gewährleistet- Di« Angst vor Inflation t ft unbegründet. Die jetzige Geldkrise ist eine Folge der Bargeldknappheit, zu deren Behebung alle verfügbaren Gelder den Banken und Sparkassen unbedingt zugeleitet werden müssen. Gs wird immer wieder betont, daß über Dareinzahlungen, die nach dem 15. Iuli getätigt werden, auch für Kreditnehmer in jeder Form frei verfügt werden kann. Obwohl im Scheckverkehr bereit- Erleichterungen eingetreten find, muß die vollständige Aushebung der Zahlungsbeschränkungcn angestrebt werden. Die neuerlichen Zinserhöhungen sind für die Wirtschaft auf d i e Dauer untragbar. Gs müssen Mittel und Wege gefunden werden, um die Zinssätze beschleunigt aus ein erträgliches Maß zurückzufüh- re n. In der Versammlung kam zum Ausdruck, daß die Destimmungen der Kapitalfluchtverordnung unzureichend und deshalb auf da- äußerste zu verschärfen find. Die restlose Erfassung aller Dewisen und Aus- landguthaben ohne Rücksicht auf Höhe und Dauer ber Anlage ist das Gebot der Stunde."
Oberheffen am Hhein.
Tie Teilnehmer der Rheinfahrt der Ha. pag — es waren deren etwa 40<i — erlebten am Sonntag einen prächtigen und erlebnisreichen Tag- Das Wetter war glürflidxrrocife, von einigen kleinen Regenschauern abgesehen, ausgezeichnet, und dem Ausflug außerordentlich günstig. Musik empfing am frühen Morgen die Fahrtteilnehmer am Gießener Bahnhof, so daß sich schon hier die beste Stimmung entwickelte. In rascher Fahrt brachte der Sonderzug die Ausflügler nach Mainz-Kaste! Auf dem Dampfer „Freiherr vom Stein1*, auf dem für die Gäste aus Oberhessen reichlich Platz vorhanden war, wurde bann die Reise auf dem Rhein fortgesetzt. Vorbei an Schloß Biebrich, den grünen Inseln, den vielen kleinen Orten, biejrcunblid) von den Ufern herübergrühten, ging die Fahrt, und auf dem Dampfer herrschte vergnügteste Stimmung, die durch die Darbietungen zweier Musikkapellen (Kapelle Weller) noch erhöht wurde. Bald wurden auch Rheinlieder gesungen, in die jedermann gerne einstimmte. Rach Inständiger Fahrt legte der Dampfer in Rüdesheim an. Viele der Teilnehmer fuhren mit der Zahnradbahn nach dem Weber» walddenkmal und sahen von dort herab auf das freundliche Rheinstädtchen, andere setzten den Weg zu Fuß nach Ahmannshaufen fort In Rüdesheim in der Drosfelgasie, in dem altbekannten
Schic hkeller", kehrten ebenfalls viele ein und verbrachten dort beim Wein eine lustige Stunde. Richt anders war es in der Bauernschänke zu Aßmanns- baufen, in der von den frohgestimmten Oberhesien ebenfalls manches Glas geleert wurde. In fröhlicher Stimmung, für kurze Stunden unbeschwert von den Sorgen des Alltags, begab man sich dann in Aß- mannshausen wieder auf den Dampfer, ber nun seine Fahrt nach Koblenz fortsetzte. Die Burgen Rheinstein und Sonneck, Hoheneck und Fürstenberg,
Die Gtraßenkänipse in Sevilla.
Links, oben: Verhaftete Anarchisten werden nach Waffen durchsucht. — Links, unten: Ein Geschütz wird in Stellung gebracht, um das Hauptquartier der Ausrührer zu beschießen. — Rechts: Das Hauptquartier der Aufständischen in dem Stadtviertel Macarena nach dem Bombardement.
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die Ruinen Rollich und Stahleck grüßten von den Höhen, während der Dampfer in rascher Fahrt stromabwärts glitt. Vielbeachtet wurde die Kaiserpfalz vor Caub. Die eindrucksvollen Ruinen von Schönburg und Gutenfels offenbarten di« Großartigkeit, in ber sich bie Burgen einstmals prüfen- tiert haben mögen. Das wuchtige Felsmassiv ber Loreley xu betrachten, ließ sich wohl niemand entgehen. Die großartige Burg Katz, die Ruinen Thun- berg unb Uicbenftein, Sterrenberg und Liebeneck, grüßten vom rechten Ufer des Rheines. Die Sonne glänzte strahlend über dem Wasser. Auf dem Dampfer herrschte regstes Leben und Treiben; bei Gesang und Tanz, bei Musik und heiterer Unterhaltung verging die Zeit nur allzu rasch. Bald war die Lahnmündung erreicht, und Koblenz, die Endstation der Dampferfahrt kam in Sicht. Der Dampfer fuhr bis zur Moselmundung, so daß sich den Fahrt- teilnehmern der wunderbare Anblick des Deutschen Ecks und des Kaifer-Wilhelm-Denkmals, sowie ber Feste Ehrenbreitstein darbot. Während eines zweistündigen Aufenthalts in Koblenz sah man die Oberhessen verstreut in der Stadt, viele hatten sich im Weindorf eingefunden und verbrachten hier noch eine fröhliche Stunde. Schließlich aber mußte aufgebrochen werden, und bgnn brachte ber Sonderzug bie Ausflügler in rascher Fahrt durch das prächtige Lahnlal nach Gießen zurück. Ein Tag reichen Erlebens lag hinter denen, die an dieser Fahrt teil- nahmen. Das Reisebüro Loeb hatte den Ausflug in gewohnter Weise ausgezeichnet vorbereitet unb dadurch alle Bedingungen für einen guten Verlauf der Reise geschaffen.
Gictzcncr Wochcnmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: -Butter 140- 150, Matte 30 - 35 Pf. das Pfund; Käse 10 Stück 60- 140 Pf., Eier 9 Pf. das Stück, Wirfing 10-12, Weißkraut 10-12, Rotkraut 12 bis 15, Spinat 20—25, Römischkohl 8—10, Bohnen 10—15, Erbsen 10-15, Tomaten 20—40, Zwiebeln 10—15, Pilze 20—25, Kartoffeln 5,5—6, Frühäpfel 25—30, Falläpfel 6—8. Aepfel, ausländ., 50—60, Birnen 15—35, Dörrobst 30—35, Heidelbeeren 20 bis 25, Stachelbeeren 20 - 25, Iohannisbeeren 20 bis 25, Pflaumen 45—50, Zwetschen 30—35, Mirabellen 40—45, Honig 40—50. Iunge Hähne 90—110, Suppenhühner 90—100 Pf. da- Pfund, Tauben 50— 70, Blumenkohl 30—70, Salat 5 bis 10. Salatgurken 15—25, Einmachgurken 2—5. Endivien 10—20, Ober-Kohlrabi 8—10. Lauch 5 bis 10, Rettich 10 15, Sellerie 10-15 Pf. das Stück, Pfirsiche 40— 60, Himbeeren 35—40. Dicke Dohnen 10—15 Pf. das Pfund. Gelbe Rüben 8—10. Rote Rüben 8—10, Radieschen 10—15 Pf. das Bund. Kartoffeln 4.50—5 Mk. per Zentner.
Daten für Dienstag, 2X Juli
Sonnenaufgang 4.43 Uhr, Sonnenuntergang 10.29 Uhr. — Mondaufgang 2.45 Uhr, Monduntergang 20.20 Uhr.
1790: Johann Sebastian Bach in Leipzig gestorben; — 1794 Hinrichtung Robespierres in Paris; — 1804: ber Philosoph ßubroig Feuerbach in Landshut geboren; — 1824: der Schriftsteller Alexander Dumas d.I. in Paris geboren; — 1842: der Dichter (Tiemens Brentano in Aschaffenburg. gestorben: — 1914: Oesterreich erklärt Serbien ben Krieg.
Bornotizen
— lagesfalenber für Dienstag: Licht- spielhaus, Bahnhofstraße: „Liebe auf Befehl**, auf der Bühne „Die Könige aller Perch-Sensationen**.
•
" Rückkehr in bie Garnison. Rach Beruhigung ber Hebungen auf dem Truppenübungsplatz Senne kehrt unser Bataillon morgen in den Standort Gießen zurück. Das Bataillon wird gegen 15 Uhr am Bahnhof ausgeladen. Es marschiert dann über Frankfurter Straße, Südanlage, Lud- wigsplatz, Kaiserallee zur Kaserne.
•* Abbau der Kaminfegergebühren in Hessen. Rach einer Bekanntmachung des hessischen Innenministeriums werden bie Schornstein- fegergebühren ab 1. August neu geregelt. Die neuen Sätze sehen einen Abbau von durchschnittlich 6 bis 10 v. H. ber seitherigen Gebühren vor.
•• T i n Kind unter ber Straßenbahn. Gestern gegen 20 Uhr ereignete sich an ber Ecke Reuen Baue und Diezstraße ein Unfall, ber zum Glück noch glimpflich verlief. Ein etwa 4jähriger Junge namens Karl Becker lief gegen einen Wagen der Straßenbahn, wurde leicht angefahren und erlitt eine Kopfverletzung, so daß ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte. Der Unfall konnte sehr leicht schlimme Folgen haben, wenn nicht der Führer des Straßenbahnwagens geistesgegenwärtig den Wagen sofort mit allen Mitteln zum Halten gebracht hätte. Das Kind lag bereits unter dem Wagen, hat aber mit Ausnahme ber erwähnten Kopfverletzung keinerlei ernsteren Schaden genommen.
Oberheffen.
Gewitterschäden in Oberheffen.
r. Lang-Göns, 26. Juli. Am Samstagnachmittag entlud sich in der hiesigen Gemarkung ein Gewitter, das von einem Sturmwind unb wolkenbruchartigen Regen begleitet war, wie wir es lange nicht erlebt haben. Außer Wassermengen, die in ben tiefer gelegenen Straßen in bie Keller brangen, richtete bas Unwetter im Dorfe weiter keinen Schaden an. Aber in einem Teil des Hardtwaldes, links von der Main-Wefer- Bahn, hauste der Sturmwind ganz gewaltig. 4 0 bis 50 nahezu hundertjährige Tannen und Kiefern wurden abgeknickt und hin- geschleudert. Ebenso hart wurde die Locher- m ü h I e , die am Fuße des Waldes liegt, betroffen. Von den Dächern des Wohnhauses, der Scheune und den Ställen wurden die Ziegel zum Teil herabgerissen, und der einftrömenbe Regen verursachte großen Schaben. Auch viele reich- behangene Obstbäume wurden wie Streichhölzer abgebrochen und vom Sturmwind weit fortgetragen.
Stornfels, 26. Juli. Bei dem heftigen Gewitter, das gestern nachmittag über unsere Gegend zog, schlug der Blitz in das Anwesen des Landwirts Lauster und zündete. Die Scheune, der Pferde- und Kuhstall, die Waschküche unb ein eingebauter Kramladen fielen dem Feuer zum Opfer. Der gesamte Heuvorrat, sowie zwei Wagen Getreide verbrannten mit. Das Vieh, ausgenommen die Hühner, konnte mit großer Mühe gerettet werden. Die Brandmauer verhinderte ein Uebergreifen des Feuers auf das angrenzende Wohnhaus, das geräumt mar. Der größte Teil ber abgebrannten Gebäulichkeiten war neu erbaut. An ben Löscharbeiten beteiligten sich außer ber hiesigen bie Feuer- wehren von Ulfa unb Einartshaujen, sowie die Motorspritze von Schotten. Ihrem gemeinsamen Bemühen gelang es, das Feuer auf feinen Herd zu beschränken. Die Pumpstation ber Wasserleitung lieferte ausreichende Wasiermengen.
Zugendlager der ».Hassia**.
K Reinhardshain. 26. Iuli. Das Iu - gendlager der Hassia, bas vom 4. bis 26. Iuli in unserer Gemarkung in dem Tale unterhalb des Wasserturms ber Diebbergwallergruppe am Wege nach Geilshausen gehalten wurde, ist wieder aufgelöst. Trotz der teilweise ungünstigen Witterung, Regen und Temperaturrückgänge bis zu 6 Grad Eelfius, war bas Lager durchschnittlich mit 75 Iungmannen belegt. Die Führung hatte der Verbandsjugendleiter der Hassia, HanS Freund aus Mainz, die Schießleitung des Kleinkaliberschießens hatte Major a.D. Pohl (Bübingen>, die Verwaltung wurde von Herrn Meyer (Darmstadt) getätigt. Das Lager wurde ermöglicht durch eine Gabe der Hassia in Höhe von 2500 Mk., ferner durch Raturaliengaben der Gemeinden des Bezirks, besonders auch der Gemeinde Reinhardshain, wahrend die jugendlichen Besucher pro Tag 60 Pfennig befahlen mußten» Besondere Verdienste erwarben sich bei den Vorbereitungen und während der ganzen Lagerzeit Lehrer Müller (Reinhardshain), 8er Verein und die Iugendgruppe Reinhardshain. Erwerbslose und Unbemittelte waren von der Deitragsleistung befreit. Die Hassiajugend ist politisch völlig neutral und will durch Pflege des
Sporte« und Wanderungen ihren Grundsatz, alle« für Deutschland, die Siebe zur Heimat ©edlen und pflegen. So entfaltete sich täglich in dem schönen, von Wäldern umgebenen Tal mit feinem Waldreich« dn fröhliche« bunte« Xreiben. Sonntag« waren besonder« viele 'Besucher au- Rah und Fern im Lager, auch Schulrat Hassinger vom Ministerium in Darmstadt, der dem Lager wohlwollend« Unterstützung zuteil werden lieh, weilte al« Gast am ersten Sonntage im Lager. An zwei Sonntagen fanden FeldgotteHdienste durch Pfarrer Döll statt. Der dritte Sonntag bracht« durch da« Treffen der Halsiavereine der Hm» (jegenb im Lager die Anwesenheit deS Lande«-- Vorsitzenden Erz v. O i b t m a n n (Darmstadt), ben stärksten Besuch de« Lager« mit Vorführung von Laienspielen der OnSgruppe Lollar un5 Szenen au« .Wilhelm Teil" der Ortsgruppe RudbingShausen.
Auf diesen Sonntag hatte bie Gemeinbe Rein- hard«hain iHv« diesjährige Kirrne« gelegt. In ber letzten Woche hatte da« Lager auch kvn Besuch de« Rittmeister« a. D Barthel« (Ber- Itn). Iugenbleiter de« Kyfshäuserbunde«, und Dr. Schernitz, Iugenbleiter de« Bezirk« Frankfurt und be« Iugenbleiter« Müsebeck (Pommern). Die Iugendgruppen ber Umgcgenb waren anläßlich diese- Besuche« anwesend und wurden von den Herren begrüßt. Am Sonntag wurde da« Lager aufgelöst, das Hassiahau«, ein Blockhaus mit vier Zimmern, da« für bie Leitung be« Lagers mit zehn Betten errichtet wurde, während die Iugenb in Zelten lagerte, wird stehen bleiben und unter Leitung des Reinhards- Hainer Derdn« al« Jugendherberge Verwendung finden. Geplant ist für« nächste Iahr ein Ausbau be« DachstockeS bes HasfiahaufeS, um eine Verdoppelung ber Dettenzahi zu erreichen. Das Lager in Reinhardshain war ein erster Versuch der Hassiajugend. es war zugleich dn Erfolg dieser jungen Bewegung.
Kreis Friedberg.
DSN. Friedberg, 27. Juli. In einer bringen- ben Sitzung hatte sich ber hiesige Stadtrat zum brittenmal mit der erhöhten Bürger- und Bier st euer zu beschäftigen, bereu Erhebung der Stabtoerwaltung ministeriell nahegelegt worden war. Die Erhöhung wurde mit sieben gegen sechs Stimmen unb zwei Enthaltungen abermals abgelebt, obwohl ber Dvrsitzenbe, Bürgermeister Dr. S e rj b, einbringlich barauf verwiesen hatte, bah bei Ablehnung bie Stadt für bie Deckung eines möglicherweise sich ergebenden Kassenbefizits keinen Anspruch auf Mittel bes ft a a t (i d) e n Ausgleichs st ocks habe.
WSN. Bad-Nauheim, 27. Juli. Der bekannt« amerikanische Zeitungsverleger Ran- dvlph Hearst, ber sich auf feiner alljährlichen Guropareife fett einigen iwvsten in Deutfchlanb aufhält, ist am Montag zu einem mehrwöchigen Kuraufenthalt in Bab-Rauheim eingetroffen.
Kreis Schotten.
§ RebgeShain, 27. Iuli. Hier ereignete sich bei der noch nicht völlig beendeten Heuernte ein schwerer ilnglüdäfall mit tödlichem AuSgang. Der im 78. Lebensjahr stehende Georg Heinrich S i f e r t stürzt« in bet Scheuer vom hochbelabenen Heuwagen unb zog sich babei so schwere Verletzungen zu. daß er am anderen Tag verstarb. Da« tra« gische Geschick deS nod> außerordentlich rüstigen Manne« erweckt allgemein herzliche Teilnahme.
V Herchenhain,26. Iuli. Bei Hebung«» slügen auf der Herchenhainer Höh« stürzten heute nachmittag zuerst der Flugschüler Reitz, alSdann ber Fluglehrer Diplom- Ingenieur Carsch au« Frankfurt am Main ab. Währenb ersterer mit einem Bluterguß im Fuß bavonkarn. erlitt letzterer eine Gehirnerschütterung. Die Segels lugzeuge ber beiden Piloten sind stark beschädigt.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
I. Wetzlar, 27. Iuli. Die von ber KreiS- bauernschaft unb dem Obst- und Gartenbauverein schon lange geplante Besichtigungsfahrt zurLehr- undVersuchS- anftalt für gärungslvse Frücht ever- wertung in Obererlenbach fand am Sonntag statt. Etwa 150 Personen aus dem ganzen Kreise nahmen daran teil. In sieben Gruppen wurde das Werk eingehend besichtiat. Die Teilnehmer haben dabei manche wertvolle Anregung empfangen.
(D Launsbach, 27. Juli. Bei der Neu Verpachtung der hiesigen Gemeindejagd wurde vom Gemeindevorsteher der Zuschlag dem Zweithöchstbietenden, dem bisherigen Pächter Fabrikant L. Rinn, erteilt. Dagegen erhoben einige Grundbesitzer der Gemeinde Einspruch beim Kreis- ausfchuß in Wetzlar. Der Einspruch wurde jedoch abgewiesen, da der Gemeindevorsteher in feiner Eigenschaft als Jagdvorsteher im Rahmen seiner Befugnisse gehandelt hatte.
ch Lützellinden, 27. Juli. Im hiesigen Ratbaus fand am Samstag eine gut besuchte Versammlung der Landwirte unserer Gemeinde statt. Geschäftsführer Schmidt von der Kreisbauernschaft Wetzlar sprach über „Genossen- schaftliche Viehverwertung**. Landwirtschaftsrat Dr. Ullrich-Wetzlar und der Vorsitzende ber Vieh- Verwertungsgenossenschaft, Friebrich Reitz-Hochelheim, ergänzten bie Ausführungen bes Redners. Eine Reihe von Landwirten trat ber Diehverwer- tungsgenofsenfchaft Wetzlar bei.
IGroß-Rechtendach, 27. Juli. Der Landes- Hauptmann ber Rheinprovinz in Düsseldorf hat für baS laufende Rechnungsjahr bie Ausführung von Basaltkleinpflaster auf der Straße Wetzlar —Butzbach im hiesigen Dorfe genehmigt. Bevor mit ber Pflasterung der Fahrbahn begonnen wird, ist mindestens an einer Straßenseite ein Bürgersteig auf Kosten ber Gemeinbe anzulegen. Da bie Kosten der auszuführenden Bürgersteiganlage erheblich finb, ist die Gemeinde nur dann in ber Lage, ben Bürgersteig anzulegen, toenh ihr eine namhafte Beihilfe bewilligt wird. Ein entsprechender Anttag ist bei ber zuständigen Stelle gestellt wordew
Derantwortl. f. d. Feuilleton: i.B. Dr. Sange.
2 Ratschläge für die Schönheitspflege auf der Reise
1. Zur natürlichen Bräunung der Haut fette man vor und nach der Besonnung die Haut, insbesondere! 2. Zur Erlangung schöner weißer Zähne putze man früh und abends die Zähne mtt der herrlich Gesicht und Hände, mit Creme Leodor gründlich ein; man erjielt dann ohne schmerzhafte Rötung eine erfrischenden Zahnpaste Chlorodont, die auch an den Sestenflächen mit Hilfe der Chlorodont-Zahnbürste gesunde, sonnengebräunte Hautsärbung. — Creme Leodor — fettfrei, rote Packung, fetthaltig, blaue Packung —' einen elfenbemartigen Glanz erzeugt. — Chlorodont-Zahnpaste, Tube 54 Pf. und 90 Pf., Chlorodont-Zahnbürste Tube 60 Pf. und 1 Mark, Leodor-Edel-Seife 50 Pf. In allen Chlorodont-Verkaufsstellen zu haben. |1 Mark, Chlorodont-Kinderbürste 60 Pf., Chlorodont-Mundwaffer 1 Mark.


