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Gaulag der Kaufmannsgehilfen im DHV.

3n Hersfeld fand der alle zwei Jahre wie- derkehrende ©autag des Deutschnationa- lenHandlungsaehilfen-Derbandes. Gau Main-Weser statt. Mehrere hundert Vertreter aus den rund 100 Ortsgruppen des Gaues kamen zusammen.

Gauvvrsteher Auerbach (Frankfurt a. M.). der die Tagung leitete, wies auf die in diesen Zeiten besonders wertvolle und notwendige ge­schlossene geistige Haltung des DHV. hin. Er sprach den Ortsgruppen den Dank aus für die geleistete Arbeit. Aus dem Jahresbericht geht her­vor, daß von den 22 000 Mitgliedern des Gaues 2300 in öffentlichen Ehrenämtern tätig sind. Seit dem letzten Gautag 1929 ist die Mitgliederzahl um 18 Prozent gestiegen. Die Zahl der eigenen Heime konnte auf 24 mit 70 Räumen vermehrt werden. Der Rechtsschutz gab über 20 000 Auskünfte und vertrat 840 Klagen. Die Summe der erstrittenen Gelder beläuft sich auf 465 000 Mark. Auf dem Gebiete der Jugend- und Dildungsarbeit wurde Beachtliches geleistet. Die Aussprache zu dem Jahresbericht zeugte von lebhafter Anteilnahme an den Aufgaben des Verbandes.

Rach Bekanntgabe zahlreicher Grüße und Tele­gramme berichtet der Gaurechner über die Finan­zen, die ein erfreuliches Bild zeigen. Dem Vor­stand wurde einmütig Entlastung erteilt. Ebenso einmütig wurde der bisherige Gauvorstand und die für den nächsten Derbandstag vorgeschlagenen 18 Abgeordneten gewählt. Es folgte sodann eine bei Großorganisationen seltene Feststellung: es lagen keinerlei Anträge vor. Mainz wurde als nächster Tagungsort gewählt.

Eine Anzahl Sondertagungen der Jugendsührer, Bildungsobleute, Zahlstellenleiter, der reisenden Kaufleute usw. dienten der Beratung der Spezial- aufgaben. Auf der Tagung der reisenden Kauf­leute im DHV. sprach der Bundesgeschäftsführer Menzel (Berlins über die Arbeiten für diesen besonders wichtigen Zweig der Kaufmanns­gehilfenarbeit. Er behandelte u. a. die für die reisenden Kaufleute wichtige geplante Reuerung der Reichsbahn, die mit der Einführung von Retz­karten geschaffen werden soll.

Ueber Weg und Wille des DHV. unterrichtete besonders eindrucksvoll der 16. Kaufm anns- gehilfentag, der rn der großen Turnhalle

stattfand und durch den stellvertretenden Gauvor­steher Hirsch (Gießen) geleitet wurde. Dr. Kandeler (Frankfurt a M.) sprach über das ThemaReue Wege der Sozialpolitik" und be- handelte das ebenso schwierige, wie umfangreiche Gebiet in klaren Ausführungen und mit großer Sachkenntnis, wobei er die Tätigkeit des DHV. auf diesem Gebiete klar herausstellte. Gauvor­steher Auerbach behandelte das ThemaWert und Leistung unseres Standes" und umrih im Rahmen seines Vortrags die sich für den DHV. ergebenden Aufgaben. Beiden Vorträgen, die mehrfach von Zustimmungsrufen unterbrochen wurden, ist lebhafter Beifall gezollt worden.

Das DHD.-Derwaltungsmitglied Drost (Ham­burgs faßte in einem eindrucksvollen Schlußwort das Ergebnis der Tagung zusammen. Er führte aus: Die Eigenart des Verbandes, sich nur auf den Berufsstand der männlichen Kaufmanns­gehilfen zu beschränken, unterscheidet ihn von allen übrigen Organisationen und gibt ihm die Kraft, auch die letzten Röte des Berufsstandes zu be­heben. Der DHV. will den ganzen Menschen er- fassen, ihn zu beruflicher Höchstleistung erziehen und den ganzen Stand eingliedern in die großen Ausgaben des deutschen Volkes. Der DHV. glaubt an Deutschlands Zukunft. Die vielfach vertretene Theorie, daß die Wirtschaft Deutschlands Schick­sal ist, muh abgelehnt werden. Deutschlands Schick­sal ist auf geistig-seelischem Gebiet zu suchen. Der DHV. will nicht der ganzen Welt dienen und sie beglücken, etwa im paneuropäischen Sinne, son­dern seine Arbeit gilt dem deutschen Volk. Sein Streben gehe nach neuer Ordnung der Dinge zu einer stärkeren Verbundenheit derer aller, die zum deutschen Volk gehören, zu einer wahren und wirk­lichen Volksgemeinschaft. Erstrebt werden muß, die Zusammenfassung der Stämme und Stände zu einem neuen Deutschland. Der Erreichung dieses Zieles dient der DHV. in all seinem Tun und Handeln in voller Hingabe.

Die von seltener Einmütigkeit zeugende Tagung, die mit einem vom DHV.-Männerchor Kassel dar­gebotenen Lied eingeleitet war, endete mit dem gemeinsam gesungenen Deutschland-Lied. An der Tagung nahmen über 30 Gießener DHDer teil.

Wirtschaft.

* Erhöhung des Prioatdiskontsatzes. Der Privatdiskontsatz wurde für beide Sichten um je ein Achtel auf 4| v. $). erhöht.

* D ie Odenwälder Hartstein-Indu- st r i e AG., D a r m st a d t, berichtet für 1930 von Absatzstockungen, die die Gesellschaft zur Stillegung der Betriebe zwangen. Es wurde ein verminderter Reingewinn von (in Millionen Mark) 0,07 (0,16) erzielt. Derwaltungsunkosten erforderten 0,33 (0,39), Steuern 0,14 (0,19) und Abschreibungen 0,19 (0,20). Die Dividende soll von 8 auf 5 v. H. reduziert roerbeit.

Frankfurter Börse.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers".

Frankfurt a. M 28. Mai. Tendenz: schwach. Die gestrigen starken Abschwächungen an der Neu- yorker Börse und die Schwierigkeiten wegen der Sanierung der Oesterreichischen Kreditanstalt haben die Börse abermals verstimmt. Die Spekulation schritt zu Blankvab gaben, auch beobachtete man Glattstellungen zu Geldbeschaffungszwecken im Hinblick auf den morgigen Zahltag. Das heraus- kommende Material fand nur schwache Auf- nahmelust. Gegen die gestrige Abendbörse er­gaben sich Kurseinbußen von 1 bis 3 v. H., nachdem noch an der Borbörse schwächere Kurse zu hören waren. Am Chemiemarkt verloren IG.-Farben 2 vH.. Elektrowerte gingen durchweg um 1,5 bis 2 v. $). zurück. Kaliwerte etwas stärker gedrückt, wo­bei die Meldung von einer Betriebseinschränkung bei Aschersleben wegen Absatzschwierigkeiten beson­ders verstimmte. Schwächer eröffneten ferner Kar­stadt, Salzdetfurth, '21 tu, Zellstoff Waldhof, Holz- mann und Schiffahrtsaktien, die bis 2 v. 5). ein= büßten. Auch Bankaktien erneut bis 1 v. S). schwacher. Am Anleihemarkt gaben deutsche und ausländische Renten weiter nach. Pfandbriefe erneut angeboten und allgemein schwächer. Reichsschuldbuchforderungen bis 1 v. j). niedriger. Im weiteren Verlaufe war die Börse ziemlich schwach und geschäftslos. Rach einer weiteren Abschwächung um erneut 1 o. H. konnten

sich die Kurse wieder leicht erholen. Man beobachtete etwas Marktfürsorge der Banken, trotzdem lagen die Werte noch unter dem Anfangsniveau. Gegen Schluß der Börse nahm die Spekulation weitere Deckungen vor, so daß sich die Kurse um etwa 1 bis 2 v. H. befestigen konnten. Arn Geldmarkt wurde der Satz auf 4,5 v. H. erhöht. Am Devisenmarkt lag Spanien sehr schwach. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2105, gegen Pfund 20,48, London gegen Kabel 4,8640, gegen Paris 124,26, gegen Mailand 92,92, gegen Madrid 52,50, gegen Schweiz 25,1650, gegen Hol­land 12,0950.

Berliner Börse.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers".

Berlin, 28.Mai. Zur Erstnotierung der heu­tigen Börse lag wieder ziemlich st a r k e s An- gebot vor, das nur zögernd aufgenommen wurde und daher allgernein Kursrückgänge von 1 b i s 3 v. H. zur Folge hatte. Man verwies auf die schwache gestrige Neuyorker Börse und vor allem auf die weiter ungeklärte Situation bei der Oester­reichischen Kreditanstalt. Chadeaktien verloren im Zusammenhang mit den neuen starken Abschwächun­gen der Valuta 12,50 Mark, Österreichische Kredit- anstatt wurden mit 11,5 nach 13 taxiert. Am Farben­markt hatte die gestrige Meldung über notwendige Arbeiterentlassungen beim Oppauer Werk starkes Angebot zur Folge, und die Kurse gingen um 3 v. H. zurück. Sonst waren noch Polyphon mit minus 5 v. H. und Kunstseidewerte, die trotz der Hoffnungen auf ein baldiges Zustandekommen der Konvention 4 v. H. verloren, zu nennen. Anleihen behauptet, von Ausländern Oesterreichischc Gold zunächst minu« minus, dann später 2 v. H. schwächer. Pfandbriefe weiter angeboten und etwas schwächer. Reichsbahn­schuldbuchforderungen flau und 1 v. H. niedriger. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 5 bis 7 o. H. gefragt. Im Verlaufe traten nach den Anfangsverlusten kleine Erholungen bis 1 v. H. ein, wobei die Banken etwas intervenierten. Die Umsatztätigkeit war äußerst gering.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 28. Mai. Auftrieb: 52 Rin­der, 467 Kalber, 54 Schafe, 628 Schweine. Es wur- den notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 59 bis 64 Mark, mittlere Mast- und Saugkälber 53 bis 58 Mark, geringe Kälber 40 bis 52 Mark. Marktverlauf: Kälber und Schafe anfangs mittel­mäßig, zum Schluß stark abflauend, geräumt. Schweine ruhig, ausverkauft.

Berliner Produktenmarkt.

Berlin, 27. Mai. Das Geschäft an der Pro­duktenbörse bleibt schleppend, und die älmsatztätig- keit beschränkt sich in der Hauptsache auf den han­delsrechtlichen Lieferungsmarkt, an dem Marrog- gen eine Sonderbewegung zu verzeichnen hatte, und unter Deckungen um 4 Mark anzog. Die spä­teren Sichten waren nur wenig verändert. Weizen setzte angesichts der günstigen Witterungsverhält­nisse in der Septembersicht 1,50 Mark schwächer ein. Brotgetreide neuer Ernte war zu unveränder­ten Preisen ausreichend angeboten, die Käufer halten aber mit Anschaffungen zurück. Auch prompte Ware findet infolge des schleppenden Mehlgeschäfts kaum Unterkunft. Das Preisniveau war kaum verändert. Weizen- und Roggenmehle in unveränderter Marktlage. Hafer ist ausrei­chend Offeriert und bei Zurückhaltung der Käufer nicht immer behauptet. Gerste ruhig.

Oberheffen.

Miiielstandsproiest in Alsfeld.

M Alsfeld, 26. Mai. Hier fand im großen Saale desDeutschen Hauses" eine Kundge­bung gegen die Lieber la stung des Grund-undHausbesitzes mit Steuern statt, die von den wirtschaftlichen Verbänden der Stadt Alsfeld veranstaltet worden war. Die Kundgebung war sehr gut besucht. Als erster Redner sprach Steuerberater Modrow, Als­feld, überErläuterungen zu dem neuen staat­lichen Steuerbescheid". Den Hauptvortrag hielt alsdann Syndikus Weiser, Offenbach. Er kritisierte in scharfen Worten die im Dezember vorigen Jahres vom Hessischen Landtag be­schlossene untragbare Erhöhung der Grund- und Sondergebäudesteuer, die in einer Zeit erfolgt sei, in der die Reichsregierung eine Senkung der Real­steuern proklamiert habe. Es handele sich hier nicht um Proteste einzelner gegen die ungeheuer­liche Steuererhöhung des hessischen Staates, son­dern die Empörung wachse aus dem Volke her­aus. Beide Redner fanden großen Beifall. Die Versammlung nahm einsttmmig folgende Ent­schließung an:

Landkreis Gießen.

* Heuchelheim, 26. Mai. Den Mitgliedern der Freiwilligen FeuerwehrHeuchel- heim, Heinrich Rinn X. und Karl Hahn, überreichte Kreisfeuerwehrinspektor St do r e, Gießen, im Auftrage der Regierung für 40jäh- rige, und Ludwig Sack VI. für 25jährigeDienst­zeit die üblichen Ehrenzeichen.

k Heuchelheim, 26. Mai. Der hiesige Ge­werbeverein hielt eine gutbesuchte Versamm­lung ab. Zunächst sprach Geschäftsführer Kirch­ner, Gießen, über die Ursachen und die Ent­wicklung der heutigen Wirtschaftskrise, sowie Über ihre Auswirkung auf das Handwerk. Im Zu­sammenhang mit diesem Referat wurden dann noch Fragen der Preisbildung, der Besteuerung der Filialen, sowie Kalkulations-, Buchführungs­und Steuerangelegenheiten besprochen. Auch die Frage der Spezialisierung der Handwerksbetriebe und der Arbeitsbeschassung auf genossenschaft­licher Grundlage wurde eingehend erörtert.

t Trais a. d. Lumda, 27. Mai. Im Jahre 1930 wurden dahier getauft 33 Kinder (gegen 25 im Vorjahr), konfirmiert 19 (17); getraut wurden 18 Paare (11), beerdigt 15 Personen (21). An freiwilli­gen Gaben gingen durch das Pfarramt ein 1806 Mark. Die Bohrung nachTrinkwasfer im Weihergelände hat einen sehr guten Erfolg ge­habt, so daß die Arbeiten zur Erbauung der elektri­schen Pumpstation in Angriff genommen werden konnten.

X Allendorf a. d. Lahn, 26. Mai. Die seit Jahren stillgelegte Zigarrenfabrik Rinn & Cloos hat ihren Betrieb wieder er­öffnet, so daß eine größere Anzahl Arbeiter und Arbeiterinnen eingestellt werden konnten. Die überaus reiche Baumblüte der in unserer Gemarkung als vorzüglich bekannten Obstsorten verspricht einen guten Ansatz und läßt einen ansprechenden Ertrag erhoffen. Das Winter­getreide steht vielfach sehr lückenhaft, so daß teil­weise ein Rachsäen von Gerste und Hafer erfolgen mußt«.

* ©rüningen, 28. Mai. Missionsfreunde feiert auf das am Sonntag, 31. Mai, ab 13.30 Uhr (nach Ankunft des Autobus 13.07 Uhr ab Gießen) statt­findende Missionsfest in Grün in gen hin- geroiefen. Man beachte die heutige Anzeige.

cif Langsdorf, 26. Mai. Da zur bevor- tehenden Bürgermei st erwähl kein Gegen­kandidat aufgesteUt wurde, gilt der seitherige Bürgermeister Hermann Kneipp II. als wieder­gewählt, womit ihm das beste Zeugnis für seine bisherige Amtsführung ausgestellt sein dürste. Am zweiten Psingstfeiertag fand hier erstmalig die nochmalige Konfirmation derjenigen Leute statt, die vor 50 Jahren, am 5. Juni 1881, im hiesigen Gotteshause konfirmiert worden waren. Cs leben noch fünf Männer und vier Frauen, drei Altersgenossen sind schon verstorben. Einer der Jubilar«, der auswärts wohnt, war am Erscheinen verhindert, so daß für acht Per­sonen diese Feier veranstaltet wurde, die mit dem gemeinsamen Abendmahl ihren weihevollen Abschluß nahm.

Kreis Büdingen.

Blofeld, 26. Mai. Im verflossenen Win­ter wurden in den umliegenden Wäldern Poli­zeijagden auf Wildschweine abgehal­ten und zehn Tiere zur Strecke gebracht, darun­ter ein Keiler von über 2 Zentner.-Der Schaden, den die Sauen in den Feldern der älmgegend an» richterc, ist jedoch noch immer bedeutend, so daß im Laufe des nächsten Winters dieselben jagd­lichen Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Kreis Schotten.

# Freienseen. 26. Mai. Trotz aller wirt­schaftlicher Rot herrscht in unserer Gemeinde eine rege Bautätigkeit. Reben einigen größeren Reparaturen werden zur Zeit ein Wohnhaus, eine Scheune mit Stallungen und eine Wagnerwerkstatt erbaut. Die Gemeinde beabsichtigt, im Herbst mit .dem Dau einer Försterwohnung zu beginnen.

Amtsgericht Gießen.

Dem Strafrichter ist es, namentlich im Privat- und Widerklageverfahren, unbenommen, wenn eine Beleidigung auf der Stelle erwidert wird, beide Beleidigten oder einen derselben, trotzdem er sie schuldig findet, für straffrei zu erklären, ohne daß aber dadurch die Verurteilung eines oder beider Teile in die Kosten ausgeschlossen wird. Ein derartiger Fall lag bei zwei Auto­vermietern vor, die sich an einer Autohaltestella gelegentlich einer beruflichen Auseinandersetzung wechselseitig ein Zeuge meinte, sie hätten sich beide gegenseitig nicht gerade mit Kosenamen bedacht beleidigt und Privatklage bzw. Wider­klage gegeneinander erhoben hatten. Beide wur­den zwar für schuldig erkannt, auf Grund der eingangs erwähnten Gesehesstelle aber für straffrei erklärt. Jede Partei hat ihre eigenen und di« Gerichtskosten zur Hälfte zu tragen.

Zwischen zwei Rachbarorten begegnete nachts ein heimwärts strebender Radfahrer zwei an­scheinend angetrunkenen Fußgängern, die aus reiner Rauflust Händel mit ihm anfingen. Sie reizten ihn zunächst durch allerlei Redensarten und machten ihm bei seinem Vorbeifahren Schwie­rigkeiten, so daß er sich schließlich zum Absteigen genötigt sah. Dies war für beide Angeklagten das Signal, tätlich vorzugehen. Der eine versetzte ihm einen Schlag ins Gesicht, der andere warf ihn zu Boden, und beide bearbeiteten if)n,_ nach­dem er wieder ausgestanden war, mit Fäusten. Als dem jüngeren der beiden Angeklagten be- dLittet wurde, die Sache werde ihm teuer zu stehen kommen, schien er sich nichts daraus zu machen; er erwiderte lakonisch, dem anderen nähme niemand mehr die Schläge ab. Die beiden Angeklagten erhielten je nach dem Grade ihrer Beteiligung erhebliche Geld st rasen.

Letzte Nachrichten.

piccards Ballon in Südtirol aufgefunden.

(TU.Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Der Ballon Piccard ist im Lchmalsertal niedergegangen. (Das Schmalferlal erstreckt sich vom Dintschgau östlich von Meran bis zum Den­taler fiamm hinauf.) Einzelheiten über den Nieder­gang, insbesondere auch über den Zustand der Be­satzung des Ballons können vorerst noch nicht gegeben werden. Eine Kommission aus München ist in Kraftwagen unterwegs. Nach anderen Mel­dungen sollen die beiden Insassen des Ballons be­wußtlos ausgefunden worden sein.

Banknoten.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H.» Lombardzinsfuß 6 o. H.

Frankfurt a. 201.1

Berlin

Frankfurt a. 2)1. |

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

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Kurs |

Schluß« kurs

Anfang- Kurs

Schluß« kurs

l«Uhr« Kurs

Schluß« kurs

anfang« Kurs

Datum

27.5.

28.5.

27.5.

28.5.

Datum |

27.5.

28.5.

27.5.

28.5.

Datum

27.5.

28.5.

27.5.

28.5.

6% Deutsche Reichkr-nleihe von 1927 ........

7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 ..........

Deutsche Ant.«AblüI^Schuld mtt UuSlos^Rechlen.......

Detgl. ohne Autlos.-Rechte . . .

8% He«. BoUSNaat von 1929 (tüdgahlb. 102%)......

Oberhessen Provinz - Anleihe mit AuSios.-Rechten.......

Deullche 0o mm. Sammel ab l.

Anleihe Serie 1.......

8% Frankl. Hvp.«Bank Goldpfe XIII unlünbbat bl« 1934 . . .

7% Franks. Hyp^Bank Boldple unkündbar bl» 2932 .....

t%% Rheinische Hyp.-Bank Ltqu. Goldpse.........

8% Pr. Landerpkandbriesanslalt, Pfandbriefe N.l»......

8% Pr. L«ndespsandbriesanstaU, Komm.-Lbl. R. 20......

7% Pr. LandedplandbriesauNaU, Pfandbriefe R. N......

A E G. abg. VorlriegS-Obligatio- nen, rückzahlbar 1932 .....

4% Oesterretchische Goldrentr . . 4,20% Ocslerrelchtfche Silberrente 1% Oesterreichifche Einheitliche

Rente...........

4% Ungartidje Goldrente . . . .

4% Ungarifche Staatsrente v. 1910 ty*% betgl. von 1918.....

4% Ungarifche Kronenrente . . -

4% Türtlfche Zollanleihe von 1911

4% Türlilche Bagdadbahn-Anl

Serie I...........

4% desgl. Serie 11.......

5% Rumänisch» vereint). Reute von 1903 ..........

4H% Rumänische veretnh. Rente von 1913 ..........

4% Rumänische veretnh. Reute

84,25

99

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94

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89,75

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96,25

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Hamburg-Amerika 'ßalei ... 7 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8 Hansa Dampffchlsf.....10

Norddeutscher Lloyd.....8

Allgemeine DeutfcheCredttanft. 10 Banner Bankverein .... 10 Berliner Handelsgesellschaft . 12 Commerz, und Privat-Bank. 11 Darmstädter und Nationalbank 12 Deutlche Bank und

Dt-conto-GeleUfchast, ... 10

Dresdner Bank......10

RetchSbant........12

A.E.B.......... . 8

Bergmann.........9

Elektr. LleferungSgefellfchast. 10 Licht und Kraft......10

Felten & Guilleaume ... 7% Gcfellfchafl für Elektrifche

Unternehmungen .... lu Hamburger ElektrizttätS-Werke 10 SIbcinifche Elektrizität .... 9 Cchlelifche Elektrizität. ... 10 Schuckert L Eo.......11

Siemens L Halske.....16

TranSradw ......... 8 1'abmeyerLCo.......10

Buderus..... 5

Deutsche Erdöl ....... 6 Essener Steinkohle ...... t Gellenktrcheuer ....... 1 Harpener..... 0

Hoefch Eilen........6%

File Bergbau.......10

«löctnenverke ........ 7 Köln-Neuefseu........ ' Manneümann-RShre» .... 7 ManSseider Bergbau . .... 7 Oberschief. Lifenbedars . . . . Oderschlei. Koltwerke. . . . .

Phönix Bergbau. ..... 8^ Rheinische Braunkohl« . . IC Rheinstahl.........

I Riebeck Montan......7,1

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101

101

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30

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5

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eretnlgte Stahlwerke.....

tavt Minen......IS'/.

allroede Aschersleben ... 10

allroede Westeregeln ... 10

aliwerke Salzdetfurth ... 15

. G. Farben-Inbustrte. . . 12

)Qnamit Nobel...... . 6

-cheideanstalt........ 9

ütgerswerke........6

iretallgelelllchast.......8

ZHUipp HoUmann ...... 7

ementwerk Heidelberg . . 10 ementwerk Karlstadt. ... 10

Laub & Rteötaa......8

schultheis Patzenhofer . . 15

..............

Semberg......... "

Zellstoff Waldbof .... IS'/,

Zellstoff Aschaffenburg ... 12 charlottenburger Waffe» ... 8 seffauer (Sa6........8

Daimler Motoren 0

Deutsche Linoleum ...... Maschinenbau A.-V. ..... C

Rat Automobil.......O

Dtenfieln & Koppel.....6

iZeonhard Tietz ...... 10

Lventka....... . . .

frankfurter Mafchto« .... 4

Nriyner...... 6

XQligenftaebt .......0

lungqam....... . . 6

Lechwerte..........8

viainkroftwerke Höchst 0.3JL. . 8

Miag...........10

Bebr. Roeder.......10

Botgt & Haeffner ...... 9

Süddeutsche Zucker .... 10

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118

121

175,5

127,25

118

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57,75 67,5

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61

38,5 91,75

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28,5

113,25

44,5 20,25 116,5

171,25

125

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59

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65,5

67,5

103,75

22

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37

89,25 223,5

109

Berlin, 27. Mal

Geld

(Tfmpri,nntlrhf1 ......

4.196

4,216

58,43

58,67

112,31

112,75

Englische Noten........

20,42

20,50

Französische Noten.......

16,435

16,495

Holländische Noten.......

168,86

169,54

Italienische Noten........

22,00

22,08

Norwegische Noten.......

1'2,33

112,77

Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling

59,03

59,27

Rumänische Noten.......

2,475

2,495

Schwedische Noten.......

112,45

112,89

Schweizer Noten ........

81,21

81,53

Epanifche Noten........

40,47

40,63

Tschechoslowakische Noten. ....

19 43

12,49

pngarllche Noten .......

Devisenmarkt Berlin

Frankfurt

a. M.

27. Mai

28.Mal

Amtliche Geld

Notierung Bries

Amlliche Geld

Notierung Briel

Amst.«Rott.

169,08

169,42

163,15

168,49

Buen.-AireS

1,271

1,275

1,54

1,58

58,54

58,66

58,575

58,695

Cbristranta.

112,62

112,84

112,62

112,74

Kovenbagen

112,62

112,84

112,63

112,85

Stockholm .

112,75

112,97

112,76

112,98

HelsmgforS.

Atal,cn. . .

10,558

10.560

10,584

10,604

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22,06

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22.055

London - ..

20,456

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20,46

20,50

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4,2065

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4,2065

4,2145

Paris....

16,459

16,499

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16,50

Schweiz ».

81,29

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Spanten . .

40,91

40,99

38,91

38,99

Japan . - - «io de Fan. Wien in D.«

2,079

2,083

0,283

2,076

2,083

0,281

0,282

0,284

Oest. abgeft

59,13

59,25

59,105

59,225

Prag . . . Belgrad . .

12,462

12,482

12,461

12,481

7,423

7,437

7,323

7,434

Budapert. .

73,31

73,45

73,31

73,45

Bulgarien .

3,051

3,057

3,041

3,047

Lissabon . .

18,90

18,94

18,91

18,95

Danzig. . .

81,795

81,955

81,92

81,98

Konstantin.

1,784

1,789

1,784

1.789

Athen. .

5,451

5,461

5,452

5,462

Lanada . .

4,204

4,212

4,204

4,212

Urnaua».

2,396

2,402

2,298

2,302

Latrv . .

20,975

21,015

20,98

21,02