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..Wenn nur aus all Ihren schönen Plänen etwas werden wollte!" seufzte sie leise, mit geheimem Zweifel zu Recknitz hinüberschauend. „Wer we.h was da vielleicht wicd t dazwischen kommt!"
„So pessimistisch?" lachte Recknitz und fuhr übermütig fori: .Gnädige Frau müssen sich eben erst mal eine Weile meiner bewährten Führung anvertrauen. Da werden Sie alle Grillen gründlich los. garantier' ich!"
Lustig schwirrte die Unterhaltung. Der Plan des Kostümfestes gewann immer festere Gestalt. Recknitz. der auch eine gute Zeichengabe besah, beriet eifrig mit Ursula ein besonders apartes Kostüm und skizzierte ihr seine Idee aus ein Blatt Papier. Die junge Frau war ganz verändert, gar nicht wiedcrzuerkennen! Mit ihrem strahlenden Gesicht, den leuchtenden Augen, ihrer kindlichen Freude auf das Fest sah sie so entzückend aus. daß Recknitz für sie zu schwärmen begann.
Jin Fluge ging so die Zeit dahin, und als Recknitz zufällig einmal nach der Uhr auf dem Paneel sah. war es schon dreiviertel zwei.
„Herrgott!" Eilends fuhr ec vom Sih auf. .„Da hab' ich mich schön festgeplaudert! Um drei muh ich ja wieder im Dienst sein. Ich werd's
AusrunttetnRechto Siras-.Hamtl.-Slnge leaenhetten, Gesuche Verträge. Beobachtungen. Ueberwachg. und Ermittlungen vreiSw^ streng diskr. u. an all. Orten ert u erledigt Detektlv- Berean-n.Aueknflltei Inh. K.Gerz, Bad-Nauheim, Karitr. 17.
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l. D. Schneider, M . TO. (1900). Siehen<Dehlar sind t angeseht. So spielt Metzlar gegen eine fom- unb Ahlar. In Sich > gegen Garbenteich' essen ebenfalls zwei anscinander. Aus den 1 der Epielvereinigung der kombinierten vvn enüber. Diesem Kamps z deshalb inne, veil sspielcn punktgleichen gen und M.) ihre Spiel DerbinM (ich in fairer, durchaus
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begann.
Wie lange war es her. dah sie kein besucht hatte, dah sie einmal so recht zen froh gewesen war! Ach ja, das mühte wohltun. so einmal wieder hinweggehoben zu werden.
DrenckS Stirn umtoöltte itch sofort wieder, und etwaS ärgerlich erwiderte er, ohne die Stimme zu dämpfen: „Ja. ja! Sei nur ohne Sorge!" ,
Als die Gläser dann gefüllt waren, hielt Drenck den Kelch mit dem herben Tokaier dem Gast lächelnd entgegen:
„Also nochmals herzlichst willkommen! Und aus recht häufiges Wiedersehen hier in unserem Hause!"
Recknitz tat ihm Bescheid und hob. sich verbeugend. daS GlaS gegen Ursula.
„Wenn gnädigste Frau gestatten — vvn Herzen gern!"
„Ich bitte darum. Herr von Recknitz." Ursula lieh ihren Kelch an den seinen klingen und sah ihm voll ins Gesicht. „Machen Sie uns recht, recht oft die Freude!"
Und Recknitz leerte sein Glas. „Aber hoffentlich werden wir doch auch in der Stadt öfter mal zusammenkommen. Sie verkehren doch in der Stadt?" fragte er. sich an die Hausfrau und dann zu dem Freund wendend.
„Einige Besuche haben wir ja gemacht, aber die Sache kommt nicht recht in Gang.
„Na. das soll nun anders werden!" versicherte Recknitz. „Gnädigste Frau dürfen sich doch nicht langweilen. So 'n bihchen ländliche Buhe ist ja ganz schön, aber nur nie zu viel des Guten! Nicht wahr?" wandte er sich lächelnd an die junge Frau.
„Ach. um meinetwillen — ich käme wohl schon drüber hinweg!" „Aber mein Mann! Für ihn wäre es wirklich ein Glück, wenn wir einen netten Berkehr bekämen."
„Na, Ursel, dir könnte es, weih Gott, auch nichts schaden!" In einer warmen, herzigen Aufwallung klopfte ihr Drenck die auf dem Tische ruhende Linke. „Diel hast du ja auch nicht vom Leben!"
Um Ursulas Mund spielte ein schmerzliches Zucken, das dem heimlich beobachtenden Besucher nicht entging. Er ahnte die Situation: Die arme, kleine Frau! Sie mochte es wirklich nicht leicht haben an Drencks Seite. Und Plötzlich kam eine gutmütige freundschaftliche Negung über ihn. hier den guten Engel zu spielen, dem armen Teufel, dem Drenck, mit seinem verpfuschten Leben nach Möglichkeit über die Misere hinwegzuhelsen und seiner wirklich allerliebsten kleinen Frau. Die war doch, weih Gott, zu schade, als dah sie hier verkümmern sollte! Was er vorhin, mehr um nur etwas Angenehmes zu sagen, so hingesprochen hatte, das wurde jetzt bei Recknitz ein wirklich fester Entschlich.
„Fred Hai ganz recht. Wir müssen etwas für Sie tun. Und passen Sie auf: ich bringe die Sache
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tn Schatz. vXp haoe |o meine deinen Meriten als Betriebsdirektor: nicht wahr?" lachte er vergnügt zu dem Freund hinüber. „Und wir wollen gar keine Zeit verlieren. Heber acht Tage haben w.r einen Gesellschaftsabend mit Damen — das ist die beste Gelegenheit, mit den Herrschaften ein bihchen warm zu werden. Wenn Sie uns also die Ehre geben wollten."
Frau Ursula sah zögernd auf den Gatten: aber der griff begeistert den Gedanken auf.
„Aber natürlich! Mit heihem Dank akzepttertl Eine tadellose Idee vvn dir — komm her. darauf müssen to t anstohen!"
Es geschah, und Fred trank in seiner srohen Stimmung, alter Getoohnheit folgend, sein Glas mit einem Zuge leer. Ursula sah es mit leisem Erschrecken, aber sie schwieg. Sollte sie ihm gerade in diesem Augenblick mit einer Warnung wieder die Laune verderben?
Recknitz begann von anderweitigen Plänen zu erzählen, einem Iunggesellen-Kaffee, den er auf seiner „Bude" (übrigens drei sehr behaglich eingerichteten Garconräumen). veranstalten wollte, und sogar von einem Kostümfest. Er wuhte so überzeugend alles zu entwickeln, dah sich schliehlich Ursula von ihm erwärmen zu lassen
„Donnerwetter!" entfuhr es ihm dann, als sich die Tür drüben im Salon hinter Ursula ge- fchlossen hatte Du. ich gratuliere dir: du hast ja eine entzückende kleine Frau." Fred nickte fröhlich in seiner gehobenen Stimmung war er ganz derselben Ansicht.
„Aber wie geht- dir denn mein Alter? Siehst ja wieder famos aus. was? Na ja" — Drencks plötzlich wieder ernst werdende Miene lieh Reck» nih rasch übet den Wunden Punkt Hinweggleiten — „natürlich! Dah du den Fliegerdreh ausziehen muhtest, atmet Kerl, das wirst du ja noch immer nicht ganz verwunden haben — aber das to rö schon kommen! Donnetwettetl Denk mal an unseteinen. der sich von früh bis spät schinden muh. im Grunde doch nur ein besseret Lustdto chlenkutscher. Nee. is eijentlich weeh Ivtt, nischt zu lachen! Du bist hundertmal besser dran: Bist dein eigener Herr, dir hat keiner was dreinzureden, sitzt hier in deinem Reich wie ein kleiner Fürst und hast ein liebes Weibchen — Kerl, beneiden könnt' ich dich! Du hast eigentlich das große Los gezogen!" Und vertraulich schlug Reck- nih sich zu Drenck hinüberbeugend, diesem aufs Knie. -
Fred schwebte wohl im Anfang eine bittere Antwort auf bet Zunge, aber die liebenswürdige, mit sich fottreihende Art des Freundes zerstreute alsbald seine Grämlichkeit wieder. Ja, wahrhaftig. er wollte auch wirklich einmal nicht an die Misere seines Daseins denken. Es tat ihm not, dah er einmal den Kopf wieder hoch bekam. So ging et denn auf den leichten, munteren Ton des anderen ein.
Als Ursula wenige Minuten später wieder bei den Herren erschien, um sie zu einem kleinen, schnell bereiteten Imbih ins Eßzimmer herüber zu bitten, da wat sie aufs freudigste überrascht, Fred so heiter zu sehen. Ein warmes Gefühl des Dankes für die freundliche Fügung dieses Zusammenfindens der Freunde überkam fie, und seit langem xum ersten Male begann es ihr selbst wieder leichter ums Herz zu werden. Unter frohem Scherzen gingen alle drei zu Tisch. Aber doch vetgah sie nicht, beim Niedersehen Fred leise bittend zuzuraunen: „Aber bitte, Freddy, nur ein Glas!"
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doch noch schassen?" wandte et sich, Mt Handschuh überstreifend, an Drenck.
„Reichlich — aber wie schade, dah du schon weg muht."
„Schon ist gut!" Bald zwei Stunden hab' ich hier gesessen — für eine Antrittsvisrte wirklich etwas reichlich."
Seine lustigen Augen glänzten Frau Ursula an als wollten sie sagen: .Ist's aber ein Wunder?!' S.e reichte ihm die Rechte zum Abschied, über die er sich tief neigte und sagte:
„Sie sind doch auch nicht als steifer Besuch gekommen, sondern als Freund, Herr von Recknitz. Auf recht baldiges und frohes Wiedersehen also! — Und vergessen Sie also nicht, mir die Modistin herauszuschicken!"
„Ich werde mich Ihren Dertrauens würdig zeigen, und Ihren .geschätzten Austrag prompten cfsektuicren'" — Dann noch ein letztes, krästiges Händeschütteln mit Fred, der ihn bis vors Haus begleitete.
In rosigster Laune kehrte Drenck in sein 3inv- mer zurück. Er fand seine Frau nicht mehr vor, sie war wohl in die Küche hinübergegangen, nach dem vernachlässigten Mittag zu sehen. So lieh er sich allein vor dem Tisch nieder wo noch die Flaschen und Gläser neben der geöffneten Zigarettenschachtel standen. Der belebende Hauch der Zigarette wehte ihn aus den seinen Rauchschwaden in dem Raum an. Wie lange hatte er das nicht mehr eingeatmet! Seit seiner Krankheit hatte ct He nicht mehr geraucht.
Ah. wie sich das schmeichelnd, prickelnd, anregend auf die Sinne legte! Er griff eine Zigarette aus dem Kasten und sog sehnsüchtig den aromatischen Duft des goldgelben Tabaks ein. Ob denn ein paar Züge ihm wirklich schaden sollten? Eigentlick) ganz undenkbar! Die Kerls, die Doktoren, waren ja allesamt Angstmeier, sie wollten ihn nur ins Bockshorn jagen. Er möchte ihnen doch aber gar zu gern mal ein Schnippchen schlagen! — Und schon langten seine Finger nach dem Leuchter.
Behaglich, mit einem Gefühl geheimster Wonne, lehnte sich Drenck zurück und zog den feinen Duft langsam ein, schwelgend in dem so lange entbehrten, verbotenen Gen uh. Weih Gott, heule fühlte er sich zum ersten Male wieder als Mensch nach drei Dierteljahren stumpssinnigen Vegetierens. Ein lieber Kerl, der Recknitz. dah er sie hier wieder alle so hochrappelte. Er muhte ihm wirklich noch mit einem Hochachtungsschluck im stillen kommen, und schnell war das Glas gefüllt und ebenso schnell wieder geleert.
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