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Sie hessische Gesandtschast in Berlin
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Ans dem Wege zu einer Nviienverständignng
Hendersons Verhandlungen in Jtom scheinen günstig zu verlaufen
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Henderson und Briand zu Mussolini: „Du seist, gewähr' uns die Bitte, in unserm Bunde der Dritte!
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Einsturz bekannt.
die Anzahl der Hausbewohner, die dem zum Opfer fielen, ist noch nichts Genaues Bisher find drei Schwerverletzte geborgen.
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Ein französisches Generalkonsulat in Innsbruck. Starkes Mißtrauen in Italien.
Berlin. 27. Febr. (Xil.) Die Nachricht, wonach Frankreich jetzt in Innsbruck ein Generalkonsulat errichtet hat. hat in offiziellen römischen Kreisen Aufsehen erregt. Man fragt sich nicht ohne Grund, ob der französisch-tirolische Handel jetzt einen solchen Umfang angenommen habe, dah ein französisches Generalkonsulat in den Tiroler Bergen erforderlich sei. Die künftige Tätigkeit des Konsulats nahe der italienischen Grenze erhält noch eine ganz besondere Beleuchtung durch die Tatsache, dah zum Generalkonsul ein Herr Simeon ernannt wurde, der im Kriege nicht nur Chef des Nachrichtenwesens beim französischen Armee-Oberkommando gewesen ist, sondern sich auch besondere Verdienste um den Ausbau des „Sntemationalcn politischen Informationswesens der Armee", also auf dem Gebiete der Spionageorganisation, gemacht hat.
überrascht wurde, als er eine Nachahmung polnischer Hundertzloty-Noten entwarf. Durch die Festnahme ist cs der Polizeibehörde gelungen, einer der berüchtigten Geldfälscher habhaft zu werden, der wegen Münzverbrechens und Fälschungen von Steuerbanderolen bereits eine mehrjährige Zuchthaus st rafe hat verbüßen müssen. Pfister steht auch im Verdacht, die Fälschungen der Hundertrentenmark-Scheine
beitsbeschaffung, da 80 v. H. der angeforderten Summen für Löhne und Gehälter verwandt werden, die den Küstenstädten wie auch den inländischen Lieferanten zuugute kommen. Der Wehrhaushalt wird voraussichtlich Dienstag oder Mittwoch dem Hausholts- ausschuß des Neichstages zur Beratung vor-
D a r m st a d t, 27. Febr. (WHP.) Der Finanz- ausschuh verabschiedete am Freitag die Kapitel des Ctaatspräsidiums. Der Landbund beantragte hierzu, ab l. April 1931 nur solche Stellen mit Staatsbeamten zu besehen, die zurAusübung dauernder Staatsaufgaben, insbesondere zur Erfüllung unbedingter H o h e i t s - rechte des Staates erforderlich sind; die Inhaber aller übrigen Dienststellen aber auf Grund eines Privatdienstvertrages zu beschäftigen. Eine Ausrückung in das Dearntenverhältnis infolge der Ableistung einer bestimmten Anzahl von Dienstjahren im Staatsdienst als Staatsdienstanwärter oder auf Privatdienstvertrag soll ab 1. April 1931 nicht mehr stattfinden. Nach längerer Debatte wurde der Antrag zurückgestellt.
Eine lebhafte Debatte entspann sich weiter über einen Landbundantrag, der verschiedene Stellen im Staatspräsidium st r e i ch e n wollte, da eine Verminderung von Stellen auf dem bisherigen Wege der Inhaberbcwilligung zu keinem Erfolg in den Zentralstellen der Ministerien geführt habe. Die Negierung erklärt, eine Verminderung besetzter Stellen könne nur auf dem ein'geschlagenen Wege der Inhaberbewilligung durchgeführt werden. Der Streichungsantrag des Landbundes wird mit 9 gegen 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen abgelehnt, das Kapitel selbst mit 10 gegen 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen genehmigt.
Beim Kapitel Vertretung beim Jteid) beantragt der Landbund, daß die Dienstbezeichnung „Gesandter" für den Vertreter des hessischen Staates beim Reich zu beseitigen und er dafür „Landesvertrcter und stimmführender stellvertretender Reichsratsbevollmächtigter" zu nennen sei. Weiter sollte die Dienstaufwandsentschädigung von 10 000 Mark auf 5000 Mark gesenkt werden. Von anderer Seite wurde darauf verwiesen, daß
st r e i ch e r beschäftigt waren. Drei von ihnen stürzten aus einer Höhe von 16 Meter in die Tiefe. Während zwei von ihnen auf der Stelle den Tod erlitten, wurde der dritte in lebensgefährlichem Zustand in das Bergmannsheim in Bochum eingeliefert. Der vierte Arbeiter konnte sich bei dem Zusammenbruch des Gerüstes noch rechtzeitig festhalten- und kam mit dem Schrecken davon. Die tödlich Verunglückten sind verheiratet und hinterlassen mehrere Kinder.
V Kamp' bedeutet Arbeiten schneller Organist Überall Geschäft wird es 2
der Schwierigkeit der Rettungsarbeiten hält man die „Ceres" nicht für verloren. Don verschiedenen Häfen des Schwarzen Meeres wird der Untergang einer großen Anzahl Küstenfahrzeuge und Segler gemeldet.
Ein berüchtigter Geldfälscher in Berlin verhaftet.
~ Bei der Aushebung der Fälscherwerkstatt in der Friedrichstadt gelang es der Kriminalpolizei, den Steindrucker Richard P f i st e r zu verhaften, dec
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die Mitarbeit Dr. Villingers gesichert hat. Dr. Dillinger ist auf dem Gebiete der Polarforschung kein Neuling. Es wird in Sportkreisen noch bekannt sein, "daß Dr. Villinger den Titel „D e u t s ch e r A k a de- mischer Skimeister" gewann und die deutschen Farben mehrfach bei internationalen winter- sportlichen Veranstaltungen mit Erfolg vertreten hat. Bekannt ist sein Name auch geworden als Alpinist und Mitarbeiter der wundervollen Skifilme (Wunder des Schneeschuhs usw.).
Am goldenen Hochzeitstage des Kaiserpaares.
Die zweite Frau des ehemaligen deutschen Kaisers, Prinzessin Irene, die sich zur Zeit in Deutschland aufhält, legte aus Anlaß des Goldenen Hochzeitstages des vormaligen Kaiserpaares einen Kranz am Sarkophag der verstorbenen Kaiserin Auguste Viktoria nieder.
Ein italienischer General tödlich verunglückt.
An der Eisenbahnstrecke Florenz — Drato wurde die Leiche des Generalleutnants der Miliz und ehemaligen Divisionskommandanten General Andreas G r a z i a n i aufgefunden. Man nimmt an, dah der 67jährige General das Opfereines Unfalles geworden ist, wahrscheinlich dadurch, dah sich eine Zugtür plötzlich öffnete. Der General befand sich auf der Fahrt von Rom nach Verona, wo sich seine Familie aufhält. General Graziani war einer der bedeutendsten Organisatoren des Widerstandes nach Caporetto und hat während des Krieges die tschechischen Legionen in Italien geschaffen.
Sie Opfer der Stürme im Schwarzen Meer.
Im Schwarzen Meer herrschen seit einigen Tagen katastrophale Stürme, denen mehrere Dampfer und zahlreiche Menschenleben zum Opfer fielen. Der britische Tankdampfer „Wielfield" strandete in der Nähe der türkischen Gewässer. Der britische Dampfer „Trevian", der die 808-Rufe des gestrandeten Schiffes auffing, versuchte, ihm zu Hilfe zu kommen, wurde aber während der Rettungsaktion selbst gegen eine Klippe geworfen. Beide Dampfer sind verloren. 14 Mann von der „Wielfield", die über Bord gespült worden sind, ertranken. Schließlich vermochte der norwegische Dampfer „Raina" zu Hilfe zu kommen und den Rest der Bemannung zu retten. Desgleichen strandete verdeutsche Dampfer „Ceres", der sich mit einer Getreideladung auf der Fahrt von Rußland nach Konstanza befand. Mehrere Schiffe sind zu seiner Rettung ausgefahren. Trotz
verübt zu haben, die im Juni v. I. zuerst in Berlin auftauchten. Die Nachahmung war so gut gelungen, daß eine ganze Reihe Geschäftsleute betrogen wurde. Der Verdacht richtete sich schon damals gegen Pfister, doch konnten ihm die Fälschungen damals nicht nachgewiesen werden.
Raub an einem Berliner Postschalter.
Im Postamt N 54 in der Lothringer Straße wurde ein dreister Raub verübt. Kurz vor 7 Uhr befanden sich viele Kunden im Schalterraum, unter ihnen auch ein jüngerer Mann, der anscheinend eine Postanweisung aufgeben wollte. Als die Reihe an ihn kam, griff er plötzlich durch das Schalterfenster nach einem Stapel von Geldscheinen. Einige konnte er fassen und damit flüchten. Ein Postschaffner hatte den Raub beobachtet und eilte dem Räuber nach. Auf der Straße kam es zwischen beiden zu einem Ringkampf, in dessen Verlauf der Räuber den Beamten heftig in den Daumen biß. Vorübergehende überwältigten den Räuber. Den geraubten Geldbetrag, dessen Höhe noch nicht festgestellt ist, hatte er unterwegs fortgeworfen. Er konnte nicht mehr gefunden werden.
Raubmord im v-Zug Ostende—Köln.
Zum zweiten Male in kurzer Zeit wurde im Nachtexpreß Ostende—Köln ein Raubüberfall begangen. Als der Schnellzug Freitagmorgen gegen 3 Uhr in Herbestal einlief,--entdeckten kontrollierende Beamte in einem Abteil 2. Klasse Blutflecke und unter einer Dank einen Hammer, der ganz neu war und noch das Derkaufsetikett trug. Sofort wurden sämtliche Stationen benachrichtigt, und um 6 Uhr fanden Arbeiter bei der Station Varenne vor Lüttich die entstellte Leiche eines jungen Mannes. Ein Dein lag vom Zug abgefahren zwischen den Schienen. Bei dem Ermordeten, dem in der rohesten Weise der Schädel zertrümmert worden war, fand man weder Papiere noch Geld oder Wertsachen. Nur in einer Westentasche wurden einige Besuchskarten mit dem Namen Viktor Schwarz, Handelsvertreter in Budapest, ebenso - ein internationales Fahrscheinheft gefunden. Es wird angenommen, daß der Mörder unmittelbar nach dem Verbrechen den Zug verlassen hat.
hauseinstur; bei Neapel.
Ein eigenartiger Unglücksfall wird aus einer Ortschaft bei Neapel berichtet. Ein zweistöckiges Haus war über einer etwa 20 Meter hohen Erdhöhle erbaut worden. Das Grottengewölbe, das das Haus trug, stürzte mit dem gesamten Gebäude ein. lieber
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Wettervoraussage.
Der rasch einsehende Barometerfall brachte einen Wirbel, dessen Kern sich heute morgen: über das westliche Deutschland erstreckt, zum Vorschub, der zur Zeit die Wetterlage beherrscht. Mit großer Schnelligkeit erreichte seine Warmluft unseren 'Bezirk und brachte unbeständiges Wetter mit Niederschlägen. Schon dringt aber an der Rückseite der Störung kältere Luft südwärts vor, die bei uns morgen wieder zu Temperatur- rückgängen führt. Dabei bleibt der Witterungscharakter unbeständig. Niederschläge gehen in Schauern, vielfach als Schnee, nieder.
Aussichten für Sonntag: Unbeständiges, wechselwolkiges Wetter, kälter mit Regen oder Schneeschauern.
Aussichten für Montag: Nachlassen der Schauer, bewölkt mit Aufheiterung, leichter Nachtfrost.
Lufttemperaturen am 27. Februar: mittags 5,6 Grad Celsius, abends 12 Grad/am 28. Februar morgens 3,2 Grad. Maximum 8,4 Grad, Minimum 0,0 Grad. — Crdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 27. Februar abends 3,8 Grad, am 28. Februar morgens 1 Grad. — Niederschläge 3,8 Millimeter. — Sonnenscheindauer 21/’ Stunden.
Amtliche Winlersporlnachrichlen.
Vogelsberg: Hoherodskops: Nebel, 1 Grad, am Hang 35, im Walde 70 cm Pappschnee, keine Cportmöglichkeit. Herchenhainer Höhe: Regen, 0 Grad, 10 bis 15 cm Pappschnee, keine Sportmöglichkeit.
Einsturzunglück.
Aus der Zeche „M o n t Cents" in stürzte ein Gerüst zusammen, auf dem vier A n
Aus aller Weli.
Ein deutsches Mitglied der Dilkins-Expedilion.
Außer dem bekannten Polarforscher Dr. H. D. Sverdrup wird noch ein zweiter Europäer an der von Kapitän W i l f i n s und dem Amerikaner Ellsworth in Aussicht genommenen trans- arktischen Unterseeboot-Expedition, die von Spitzbergen über den Nordpol nach Alaska führen soll, teilnehmen, und zwar ein Deutscher, der in Freiburg i. Br. ansässige Dr. Bernhard Villinger, der erst vor kurzem für den wissenschaftlichen Stab der Expedition gewonnen wurde. Die Expedition wird eine ihrer Hauptaufgaben in wissenschaftlichen Beobachtungen erblicken, z. B. über die Zusammensetzung des Polarwassers, Wasserströmungen, Messungen bezüglich des spezifischen Gewichts der Erdkruste, erdmagnetische Untersuchungen. Die Leitung dieses Teils der Expedition liegt in der Hand von Prof. Dr. Sverdrup, verglich jetzt
liegen, selbst wenn bis dahin noch keine völlige Klärung über die endgültige Haltung der zialdemokraten erzielt sein sollte.
bleibt nach wie vor, durch welche politischen Mittel die Verschiedenheit der gegenseitigen Standpunkte überbrückt werden kann.
Aufmerksamkeit m Washington.
Keine Initiative Amerikas in der Landabrüstung.
N e u i) o r t, 27. Febr. (TU.) Hendersons Nomreise wird von den amerikanischen Regierungskreisen mit gespanntester Aufmerksamkeit verfolgt. Man würde in Amerika natürlich eine europäische Flot- tknverständiaung mit großer Freude begrüßen, da sie es den Amerikanern ersparen würde, die durch den französisch-italienischen Wettbewerb bedingte Aufrüstung der englischen Flotte paritätisch rnitzu- machen. Den aus einer Flottenvereinbarüng möglicherweise entstehenden Konsequenzen für das Problem der Landabrüstung wird dagegen ein weit geringeres Interesse entgegengebracht. Nur die „Herold Tribüne" meint, es sei gefährlich, über die Flottenverständigung ein Urteil zu fällen, ohne den genauen Gang der Verhandlung zu kennen und wirft die Frage auf, welche Zugeständnisse England den Franzosen gemacht haben könnte. Das Blatt ist der Ansicht, daß diese Frage die Vereinigten Staaten nicht allzusehr interessiere, da Washington die weise Politik der Nichteinmischung verfolge. Die Stellungnahme dieses der Negierung nahestehenden Blattes kann man als charakteristisch für die Einstellung der gesamten amerikanischen Oeffentlichkeit bezeichnen. Es wäre eine gefährliche Illusion, wenn man in Deutschland eine entscheidende Initiative Amerikas in der Landabrüstungsfrage erwarte. Die Washingtoner Regierung hat den beteiligten Mächten unmißverständlich zu verstehen gegeben, daß sie es st r i k t a b l e h n e, den Vorsitz auf der bevorstehenden Genfer Abrüstungskonferenz zu übernehmen. Das Staatsdepartement begründet diese Weigerung damit, daß die geographische Lage Amerikas und die im Vergleich zu europäischen Streitkräften geringfügigen amerikanischen Landstreitkräfte die Uebernahme einer führenden Rolle seitens 'Amerikas aus der Abrüstungskonferenz nicht rechtfertigen würde.
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Rom, 28. Febr. (TL1.) Am Freitagabend fand in der englischen Botschaft ein Essen statt, an dem auch Mussolini teilnahm. Zuvor hatte Mussolini eine Unterredung mit dem italienischen Außenminister und dem italienischen Marine-- minister, der große Bedeutung beigemessen wird. Mussolini hatte nach dem Essen in der englischen Botschaft ein langes Gespräch mit Henderson. Samstag werden Henderson und Alexander vom König empfangen. Anschließend wird noch eine Unterredung zwischen Henderson und Grandi stattfinden, während die Sachverständigen am Vormittag ihre gemeinsamen Arbeiten fortsehen. Die Abreise der englischen Minister und Sachverständigen wird wahrscheinlich am Samstag um 13.45 Uhr erfolgen.
Ueber den Stand der Verhandlungen wird amtlich nach wie vor strengstes Stillschweigen bewahrt. In unterrichteten Kreisen will man aber wissen, daß die Meinungsverschiedenheiten in vielen Punkten im Lause des Freitags behoben werden konnten und Samstagvormittag eine Einigung zu erhoffen sei. Eine der Hauptschwierigkeiten bei der Umgrenzung der Bauprogramme soll die Bewertung der alten Flotteneinheiten und die Berechtigung ihres Ersatzes sein. Gerüchtweise verlautet, daß die Engländer beabsichtigen, wenigstens eine Verständigung zwischen Frankreich und Italien auf dem Gebiete der Flottenrüstung herbeizuführen, selbst wenn ein Anschluß der Lateinischen Mächte an das Londoner Flottenabkommen noch nicht erreicht werden könnte.
Die heikle Frage der französisch-italienischen Flotte ngleichheit bzw. der von den einzelnen Ländern für ihre verschiedenen Bedürfnisse geforderten G e s a m t t o n n a g c dürfte vertagt worden sein. Italien, das im vergangenen Jahr rund 59 000 neuer Kriegstonnage vom Stapel gelassen hat, kann augenscheinlich eine zahlenmäßige Ueberlegenheit der französischen Flottentonnage zur Zeit verwinden und hat dafür die Möglichkeit, bis 1936 den Mussolinischen Grundsatz der w e i t e st - gehenden Abrüstungsbereitschaft, vorausgesetzt, daß sie von allen gleichmäßig befolgt wird, zu vertreten. Die große Frage
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man den hessischen Vertreter in Berlin nicht anders behandeln dürfe wie den der anderen Länder, wenn man diesen nicht in eine schiefe Stellung bringen und das Land schädigen wolle, da die Berliner Bürokratie viel auf Äußerlichkeiten gebe. Gewünscht wurde, daß die Entsendung von Ministern nach Berlin eingeschränkt werde und nur für spezielle Angelegenheiten bewilligt werden dürfe.
Staatspräsident Dr. Adelung erklärt u. a., die Vertretung beim Reich erfordert eine Ausgabe von rund 68 000 Mark. Die Vertretung in Berlin hat sich geradezu zu einer regelrechten B e - schaffungsstelle von Reichsaufträgen für das Land Hessen entwickelt. Innerhalb der letzten acht bis neun Monate sind durch unsere Berliner Vertretung der hessischen Industrie und dem Gewerbe Aufträge von mehreren Millionen Mark zugeführt worden, so von der Reichsbahn Aufträge an Waggons, Brückenbauten, Schotter, Schwellen, Weichen, Schrauben ufw., von der Reichspost Kraftwagen und anderes Fahr- material, Poftzustelltafchen, von der Heeres- und Marineverwaltung erhebliche Aufträge. Insbesondere war unsere Berliner Vertretung tätig für Lieferungsaufträge nach Rußland an die verschiedensten hessischen Firmen und für Kapitalbeschaffung und Auftragserteilung von kommunaler und privater Seite, Wenn man dabei beobachtet, wie deutsche Großstädte und preußische Provinzen ihre Vertretungen in Berlin verstärken, so ergibt sich daraus für Hessen die zwingende Notwendigkeit, seine Vertretung unter allen Umständen zu halten, um so mehr, als sie sich zu einer Auskunftei- und Vermittlungsstelle der hessischen industriellen, gewerblichen Handelskörperschaften entfaltet hat. — In der Abstimmung wird die Gesandtschaft unter Ablehnung aller übrigen Anträge mit 7 gegen 2 Stimmen bei 1 Enthaltung genehmigt.
Dietrich über die neuen Kommnnalstenern.
Ein Warnunqsiignal für die Gemeinden.
Braunschweig. 28. Febr. (CNB.) Aus Anlaß der bevorstehenden braunschweigischen Kommunalwahlen wies in einer Wahlversammlung der Deutschen Staatspartei Reichsfinanzminister Dietrich darauf hin, dah sich das Finanzproblem immer mehr nach den Gemein- den zu verschiebe. Die Lage sei heute so, dah die Not des Reiches zwar groh sei, aber überwunden werden könne. Äe Sorgen der Gemeinden seien aber so groß geworden, dah man in einzelnen Fällen keinen Ausweg mehr wisse. Das Reich habe den Gemeinden die Bier steuer und die Bürgersteuer zur Verfügung gestellt nicht aus grundsätzlicher Anhängerschaft für diese Steuern, sondern um den Bürgern der Gemeinden, in denen sie eingeführt werden, zu sagen, dah der Kurs dort' Hn g e st e l l t werden müsse. Die Steuern sollten für sie ein Gefahrensignal ersterOrd- n u n g sein. Kein Finanzminister könne wollen, daß die Selbständigkeit der Gemeinden untergraben werde. Linser Schicksal werde davon abhängen, wieweit man die Kapitalbildung in Deutschland durchführen könne. Das sei aber eine Frage des Vertrauens. Das deutsche Volk müsse sich wieder auf sich selbst.besinnen, dann könne cs sich behaupten.
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