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Wirischast.

Wochenbericht

vom Zrankfurter Effektenmarkt.

Nach der Abschwächung, bie gegen Ende der vorigen Woche an der Effektenbörse die Ober­hand gewonnen hatte, ft eilte das überraschende Eingreifen Amerikas in die Reparationsfrage die Effektenbörse vor eine völlig veränderte Si­tuation. Bereits am Samstag, als gerüchtweise verlautete, das; Hoover, der amerikanische Prä­sident, einen Schritt zu unternehmen beabsich­tige, machten sich Ansätze zu einer Haussebewe­gung bemerkbar, die dann zum Wochenbeginn, als die Tatsache des vorgeschlagenen einjährigen Zahlungsaufschubs bekannt wurde, mit schranken, loser Gewalt zum Durchbruch kam. Durch die überstürzt vor sich gegangene stürmische Auf­wärtsbewegung entstand die Gefahr einer un­günstigen Beeinflussung der technischen Markt­lage, die jedoch später durch die hierauf folgende Reaktion um Beträchtliches gemildert wurden. Das Niveau blieb jedoch verhältnismäßig stabil. Einen merklichen Unsicherheitsfaktor bildete je­doch späterhin die zögernde Haltung Frank­reichs in der Beantwortung des amerikanischen Moratoriumsvorschlags. Das Geschäft wurde da­her merklich ruhiger. Die Grundstimmung blieb freundlich, zumal auch alle Auslandbörsen die Aktion Hoovers mit sehr starken Befestigungen quittierten. Später erfolgte dann eine Abschwä­chung. Die Börse selbst wollte in Gerüchten. Bögler solle das Wirtschaftsministerium über­nehmen, einen Anlaß zur Tendenzverschlechterung sehen. 2m ganzen dürfte die Börse jedoch weiter unter dem Druck technischer Vorgänge (Ultimo) und einer gewissen nervösen Unruhe stehen, in welcher das neue Wertniveau erst gesucht wer­den muh. Obwohl auch am letzten Berichtstage überwiegend günstige Meldungen Vorlagen, wie der I00-Millivnen^Dvllarkredit an die Reichs- bank zur Ueberbrückung des Ultimos und die Nachricht aus Washington, nach denen Amerika nicht gewillt ist, von Hoovers Vorschlag abzu- wechen und doch mit der endgültigen Annahme durch Frankreich rechnet, hielt die starke Un­sicherheit und Nervosität an. Die Tendenz war sehr schwankend und Gewinne und Verluste bis zu 3 Prozent hielten sch die Waage. Spater wi»rde es jedoch auf die erneuten Devisenanfor­derungen allgemein schwächer. Gegen die Vor­woche ergaben sich trotzdem noch sehr erhebliche Gewinne, die im Durchschnitt 715 Prozent be­trugen. Nur Bankaktien machten die Aufwärts­bewegung ncht so stark mit, lagen aber ebenfalls um 26 Prozent höher, Braubank sogar um 18 Prozent. Einige Spezialwerte verzeichneten auherordentlche Erhöhungen, so AEG. (plus 20 Prozent), Aku und Bemberg (je plus 22 Pro­zent), Licht & Kraft (plus 22 Prozent), 2.-G.- Farben (plus 21 Prozent), Gesfürel (plus 24 Pro­zent), Rhein. Braunkohlen (plus 25 Prozent), Schuckert (plus 26 Prozent), Siemens (plus30 Pro­zent). Kalipapiere lagen von 3342 Prozent fester, Chade um 30 und Svenska um 42 Mark. Von Kupferwerten seien Otavi mit plus 8 Mark erwähnt, was etwa 50 Prozent des inneren Werts entspricht. Pfandbriefe und Anleihen eben­falls mitgezogen und 24 Prozent gebessert. Tagesgeld war im Hinblick auf den Ultimo ge­sucht und vevsteift. (6,5 Prozent.)

Wochenbericht vom frankfurter Schlachtviehmarkt. Infolge schwächerer Beschickung konnte sich die Preisgestaltung auf einzelnen Märkten nach der Depression in den letzten Wochen etwas freund­licher gestalten, obwohl die Nachfrage des Kon­sums sehr zurückhaltend ist, so daß sich das Bild des schleppenden Geschäftsganges und schwie­rigen Absatzes unverändert aufrecht erhält. Et­was freundlicher lag der Markt von Groh- Vieh, so vor allem für Ochsen und Färsen. Bu.len und Kühe konnten ihren vorwöchentlichen Preisstand behaupten. Nach ruhigem Handel wurde der Markt ausverkauft. Ochsen und Fär­sen zogen um je eine Mark an. 3m Gegensatz hierzu stand der Kälbermarkt, der infolge sqines wesentlich stärkeren Auftriebs (1549 gegen 1238 in der Vorwoche) den Preisgewinn der vergangenen Woche wieder abgeben muhte. Stär­ker betroffen wuvden naturgemäh wieder die unteren Gattungen, die bis zu 5 Mark verloren, aber auch bessere Qualitäten verzeichneten Ein­buhen bis zu 3 Mark. Am Sch a f m a r k t wurde bei ruhigem Geschäft geräumt. Der Schweine- markt konnte in dieser Woche seinen Preis­stand gut behaupten, vereinzelt setzten sich auch leichte. Besserungen durch. Die Gesamtsituation ist indessen nach wie vor reichlich unsicher, was auch in einer Prognose des Statistischen Reichs­amts zum Ausdruck kommt. Es ist daher ratsam,

den Umfang der Schweinehaltung möglichst eng an die betriebswirtschaftlich gegebene Futter- basis anzupassen. Die Mastbetriebe, die in der Hauptsache mit gekauften Futtermitteln und ge­kauften Ferkeln arbeiten, müssen bedenken, dah im Fälle einer guten Getreide- und Kartoffel­ernte die auf die Verwertung wirtschaftseigenen Futters eingestellten Betriebe weiter bestrebt sein werden, viel Futter durch Schweinehaltung auszunuhen.

3m einzelnen betrugen die Auftriebe in Rin­dern 1309 (1417) Stück, in Schafen 67 (92) und in Schweinen 5466 (5608) Stück. Es notierten per Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al 44 bis 49. a2 40 bis 43. bl 33 bis 39. Bullen a 38 bis 42. b 34 bis 37. Kühe a 35 bis 39, b 29 bis 34. c 22 bis 28. Färsen a 44 bis 49, b 40 bis 43, c 33 bis 39. Kälber b 53 bis 57, c 46 bis 52, d 36 bis 45. Schweine a 40 bis 44, b 43 bis 45, c 44 bis 47, d 44 bis 46f, e 42 bis 45.

*

* 7 proz. Gold ° Landesrentenbriefe der Preußischen Landcsrentenbank. Die Preußische Landesrentenbank in Berlin ver­öffentlicht im heutigen Blatte eine Anzeige, in der sie auf ihre 7proz. Gold-Landesrentenbriefe hinweist. Die Gold-Landesrentenbriefe bieten doppelte Sicher­heit: sie sind durch die ihnen gegenüberstehenden Nentenleistungen der Siedler.voll gedeckt: außerdem hat der preußische Staat Verzinsung und Tilgung garantiert. Sie besitzen auch die Reichsmündelsicher­heit. Die Zulassung zum Lombardoerkehr der Reichs­bank ist beantragt und steht bevor. Hervorzuheben ist, daß die Tilgung nur durch halbjährliche Aus­losungen zu 100 Proz., nicht durch Rückkauf am freien Markt erfolgt. Die Stücke werden zum amt­lichen Berliner Kurs von zur Zeit 94,50 Prozent abgegeben. Da die Kapitalertragssteuer nicht mehr in Anrechnung kommt, bedeutet dies eine burch-

Frarrkfurter Börse.

Frankfurt a. M., 27. Juni. (WTB. Draht­bericht.) Tendenz: fest. An der Wochenschlußbörse setzte sich die A u f w ä r t s b e w e g u n g der Kurse im Anschluß an die gestrige Abendbörse weiter fort. Wenn auch die französische Antwortnote an Amerika an der Börse geteilte Aufnahme fand, glaubte man doch, mit einer für alle Beteiligten befriedigenden Lösung rechnen zu können. Zu Be­ginn des offiziellen Verkehrs herrschte zwar im Hin­blick auf die heute nachmittag stattfindenden Ver­handlungen zwischen dem amerikanischen Schatz- sckretär Mellon und den französischen Mini­stern noch einige Zuückhaltung, doch kam im Ver­laufe eine ziemliche Befestigung zum Durchbruch. Anregend wirkten die feste Haltung der gestrigen Auslandbörsen und neue Kaufaufträge des Publikums vom In- und Auslande. Die Spekula­tion schritt daher ebenfalls zu weiteren Deckungen und Meinungskäufen. Die Kursentwicklung war bei Beginn nicht ganz einheitlich, doch überwogen Besserungen von 1 bis 2 o. H. Stärker befestigt lag der Elektromarkt, an dem Licht & Kraft, Elek­trische Lieferungen und Gesfürel bis zu 2,5 v. H. anzogen, während die Hauptwerte anfangs nur be­hauptet blieben. Chade setzten ihre Aufwärtsbewe­gung um weitere 6 Mark fort. Der Montanmarkt tendierte unregelmäßig bei Abschwächungen bis zu 2,5 v. H. nach beiden Seiten. Der Chemiemarkt blieb im ganzen gut behauptet. Bon Kalipapieren ge­wannen Salzdetfurth 3 v. H. Bankaktien nur wenig verändert mit Ausnahme von Reichsbank, die nach der Befestigung im Abendoerkehr auf Reaktion 1,5 v. H. nachgaben. Bon Einzelwerten lagen Zell­stoff Waldhof 2 v. H. höher. Kunstseidepapiere un­einheitlich. Während Aku 0,5 v. H. höher notierten, verloren Bemberg 1,5 v. H. Am Anleihemarkt blieben Deutsche Renten gehalten, von Ausländern gewan­nen Mexikaner 0,25 o. H. Am Pfandbriefmarkt waren Gold- und Liquidationspfandbriefe weiter gefragt und erneut 0,25 bis 0,5 v. H. fester. Hkeichsfchulb- buchforderungen zogen um 1 v. H. an. Auch Jnbu- ftrieobligationen und Stadtanleihen meist höher. Rach den ersten Kursen setzten sich für einige Spezialwerte auf Käufe der Berliner Arbitrage und Deckungen der Kulisse neue Erholungen durch. Besonders die anfangs etwas vernachlässiaten Papiere wie Sie­mens, Schuckert, Farben und AEG. lagen meist bis zu 1,5 v. H. höher. Später wurde das Geschäft etwas ruhiger, und die Haltung etwas unsicher und schwächer. Farben schwankten zwischen 140 und 142 v. H. Siemens gaben etwa 2,5 o. H. ihres Ge­winnes wieder her. Die Spekulation nahm einige Wochenschlußglattstellungen vor, so daß sich die Mehrzahl der Kurse um etwa 1 v. H. senkte. Am Geldmarkt war Tagesgeld zum Ultimo und Zahltag gesucht, so daß der Satz c ncut um 0,5 v. H. auf 7,5 v. H. erhöht wurde. Am Devisenmarkt lag Schweiz auf die anhaltenden Goldabflüsse sehr schwach. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2135, gegen Pfund 20,50, London gegen Neuyork 4,8650,

gegen Paris 124,29, gegen Mailand 92,93, gegen Madrid 51,35, gegen Schweiz 25,1575, gegen Holland 12,09.

Berliner Börse.

Berlin, 27. Juni. (WTB. Drahtbericht.) Nach­dem heute vormittag und an der Lorborse starke Zurückhaltung geherrscht hatte und die festen Kurse der Frankfurter Abendbörse nur knapp behauptet waren, wurde es zu Beginn des offiziellen Verkehrs wieder fester. Die Spekulation schritt nach der Abwicklung der Liquidation zu Deckungen, zumal aus dem Auslande und aus der Provinz noch kleine Kauforders eingetroffen waren. Die Stimmung war ziemlich freundlich, doch war die vorbörslich zu be­obachtenden Zurückhaltung auch noch an der Börse in gewissem Sinne vorhanden. Die Ansichten über die französische Note waren sehr geteilt, eben­falls beurteilt man die Kammersitzung verschieden. Man hofft, obwohl die Note an den Präsidenten gebilligt wurde, daß bei den heute nachmittag zwi­schen Mellon und den französischen Staatsmän­nern beginnenden Verhandlungen eine Eini­gung, d. h. eine völlige Annahme des Hoo- oerplanes erzielt wird, zumal der französischen Regierung von der Kammer freie Hand gelassen wurde. Mit Interesse erwartet man die Bekannt­gabe der Reden des Reichskanzlers Dr. Brüning und des Reichsbankpräsidenten Dr. L u t h e r auf der heutigen Bankiertagung. Von andern Momenten find erwähnenswert die heute beginnenden Verhand­lungen des Stahlvereins mit den Russen, der feste Schluß der Neuyorker Börse, an der deutsche Bonds wieder kräftig anziehen konnten usw. Unter Berück­sichtigung der auf den Kursen liegenden Reports per Ultimo Juli waren Besserungen von 1 bis 3 v. H. festzustellen. Darüber hinaus waren Lah- meyer, Laurahütte, Svenska und Chade stärker ge­bessert, letztere wurden durch das beabsichtigte Ein­greifen Hoovers in die latein-amerikanische Lage angeregt. Die Geldsätze waren unverändert. Tages­geld war zum Satze von 7 o. H. erhältlich. Am Devisenmarkt lag Schweiz sehr schwach, auf die weiteren Goldabflüsse. Deutsche Anleihen lagen ebenfalls fester, auch Ausländer, von denen Mexi­kaner mit Plus-Plus-Zeichen erschienen. Pfandbriefe waren noch unentwickelt. Reichsschuldbuchforderun­gen bis zu | v. H. anziehend. Im Verlaufe wurde es zunächst etwas schwächer, später aber konnte sich auf verspätet eingetroffene Auslands, und Provinz- Orders eine kräftige Aufwärtsbewegung durchsetzen. Salzdetfurth, Siemens, AEG. und ver­schiedene andere Werte 1 bis 3 v. H., Chade erneut 5 Mark fester. Nur Nordwolle gingen weiter zurück und erreichten den Kurs von 91 v. H.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 28. 3uni, 19.30 bis 22.30 Uhr: Othello. Montag, 29., 20 bis gegen 23 Uhr: Undine. Dienstag. 30., 20 bis nach 22 Uhr: Wozzeck. Mittwoch, 1. 3uTi, 20 bis gegen 23 Uhr: Undine. Donnerstag, 2., 20 bis nach 22.30 Uhr: Der lustige Krieg. Freitag, 3., 20 bis nach 22.30 Uhr, Der Darbier von Se­villa. Samstag, 4., 19 bis 23.30 Uhr: Lohen- grin. Sonntag, 5., 20 bis gegen 22.30 Uhr: Olly- Polly.

Schauspielhaus. Sonntag, 28. 3uni, 20 bis 23 Uhr: Robert und Dertrarn. Montag, 29., 20 bis nach 23 Uhr: Der Hauptmann von Kö­penick. Dienstag, 30., 20 bis gegen 22.30 Uhr: Die Schwärmerin oder bas wahre Glück. Mitt­woch, 1. 3uli, 20 bis 23 Uhr: Robert und Bertram. Donnerstag, 2., 20 bis 23 Uhr: Der Hauptmann von Köpenick. Freitag, 3., 20 bis 23 Uhr: Robert und Bertram. Samstag, 4., 20 bis gegen 23 Uhr: Elisabeth von England. Sonntag, 5., 20 bis gegen 23 Uhr: Roberi und Bertram.

Aus aller Welt.

Dor der Arktisfahrt desGraf, Zeppelin".

Friedrichshafen, 26. 3uni. (WTB.) Während die Nordpolfahrt desGraf Zeppe­lin" nicht durchgeführt werden wird, wird das Luftschiff «ine arktische Forschungs­fahrt unternehmen, die im 3uli vor sich gehen soll. Ueber diese Fahrt werden folgende Ein­zelheiten bekannt: Die finanzielle Frage ist ge­löst worden. Es stehen Mittel durch die nicht mehr rückzahlbare Anzahlung des Hearst-Kon­zerns auf die Nordpols ährt, sowie durch Teil­nahme deutscher Zeitungsunternehmen und an­derer 3nteressenten an der Fährt in erster Linie zur Verfügung. Der russische Eisbrecher Malygin", der die Aufgabe hat, auch nach etwaigen Ueberresten der Rettungsexpebition von Amundsen zu forschen, wird auf Franz- 3osephs-Land mit demGraf Zeppelin" zusam- mentreffen und Post austauschen. Das Luft­schiff wird voraussichtlich in Friedrichshafen a m 2 0. 3 uli starten, in Berlin eine Zwischen­landung machen und die deutschen Teilnehmer

aufnehmen. Dann wird es nach Leningrad fah­ren, wo die russischen Teilnehmer an Bord gehen werden und der Betriebsstoff für die Arktis- fahrt ausgenommen wird. Von hier aus wird dann der eigentliche Arktisflug beginnen, der fünf bis sechs Tage dauern wird. Unter­wegs werden kartographische Aufnahmen unö geographische sowie meteorologische Messungen duvchgeführt werden. Es sollen an der Fahrt teilnehmen deutscherseits ein Meteorologe und zwei Geodäten, von russischer Seite zwei Geo- gralvhen und «in Meteorologe, sowie ein schwe­discher Erdmagnetiker.

Nautilus" in der Bucht von Plymouth eingetroffen.

London, 26.Juni. (WTB.) Sir Hubert Mil­kins' UnterseebootNautilus" ist in der Bucht von Plymouth eingetroffen. Es wird morgen zur Aus­besserung in den Hafen geschleppt werden.

Letzte Nachrichten.

Große Koalition in Baden.

Karlsruhe, 27. Juni. (WTB.) Die Ver­handlungen über die Regierun gserweite- rung in Baden finb heule abend zum Ab­schluß gelangt, nachdem die Sozialdsm^aten der Einbeziehung der Deutschen Volks- Partei in die Koalition zugestimmt haben. Die neue Regierung wird sich nach den Vorschlägen der nunmehrigen Koalitionsparteien wie folgt zu­sammensetzen: Wittern ann (Ztr.), 3ustizmini- sterium und Staatspräsident, (biher Inneres); Dr. Schmitt (Ztr.), Kultus- und Unterrichtsmini­sterium, (bisher Finanzministerium). Außerdem stellt das Zentrum einen Staatsrat, der noch be­nannt wird. Abg. Emil Maier, Heidelberg (Soz.), 3nneres (zur Zeit Erster Vizepräsident des Landtags): Abgeordneter Rückert, (Soz.) Staatsrat, Abg. Dr. Mattes (D.Vp.), Finan­zen. Der seitherige Minister für Kultus und Un­terricht, Dr. R e m m e l e. der auch das 3ustiz- ministerium interimistisch verwaltete, tritt zurück.

Der neu« Finanzminister Dr. Mattes steht im 39. Lebensjahr und ist praktischer Volkswirt. Er gehört dem Badischen Landtag seit 1921 an und ist seit 1925 Fraktionsvorsitzender der D. Vp.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 28. Juni. 4. Sonntag nach Trinitatis.

Stadlkirche. 8 Uhr: Pfr. Becker; zugleich Christen- lehre für die Neukonfirmierten der Markusgemeinde; 9.30: Pfr. Mahr; 11: Kinderkirche für die Matthäus- ae inde; Pfr. Mahr. Iohannevkirche. 8: Pfr. Ausfeld; zugleich Christenlehre für die Neukonfir- mierten der Johannesgemeinde; 9.30: Pfr. Bechtols- Heimer; 11: Kinderkirche für die Lukasgemeinde; Pfr. Bechtolsheimer; 20: Bibelbesprechung im Jo- hannessaal; Pfr. Lenz. Kapelle des Allen Stieb- Hofs. 9.30: Pfr. Lenz; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Luthergemeinde; 11: Kinder- kirche für die Luthergemeinde; Pfr. Lenz. Llisa- belh-kleinkinderfchule. 9.45: Pfr. Lic. Waas. 3m Saale dec neuen Krippe. 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde; Pfr. Ausfeld. Dieseck. 9.30; 10.45: Kinderkirche. Allen-Buseck. 10; Einführung von Pfr. Naumann durch Dekan Gußmann; Kollekte für den Evangelischen Bund. Klein-Linden. 9: Hauptgottesdienft; Christenlehre für die männliche Jugend; 10.30: Kindergotesdienst. Kirchberg. 16: Kirchberg; 11: Christenlehre für die konfirmierte männliche Jugend. Haufen-Garbenteich. 10: Hau­sen, anschließend Christenlehre; 12.30: Garbenteich. Watzenborn-Steinberg. 13.15: Hauptgottesdienst mit Christenlehre. Cid). 9.30: Stiftsdechant Kahn; Christenlehre für die weibliche Jugend; 12.45: Kin- bergottesbienft. Ober-Bessingen. 14: Stiftsdechant Kahn.

katholische Gemeinden.

Samstag, den 27. Juni.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.

Sonntag, den 28. Juni. 5. Sonntag nach Pfingsten.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre- bigt; 11: Messe mit Prebigt; 14: Christenlehre und Anbacht. Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. Cid). 10: Hoch­amt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. Nidda. 8.30 Hochamt mit Predigt. Schollen. 10.30: Hoch­amt mit Predigt.

Montag, den 29. Juni.

Caubach. 7.30 Uhr: Messe.

Mittwoch, den 1. Juli.

Hungen. 6.15 Uhr: Messe.

Freitag, den 3. Juli.

Gießen. 6 Uhr: Segensamt. dich. 6.15: Segens­messe.

Svnntao.^icmt b. Aerztc u.'Ilvof beten am 28 6.31. S °R. vr. Schlievbake. 0r. Steinreich. Pelikanapoth.

Zahnarzt: Dr. Baum.D

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 v.H., Lombardzinsfuß 8 v. H.

Ivrannur. u. JUL

Dem«

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Berlin

Bantnofen.

cSchiutz- lurs

1-Uhr- Kurs

Schluß- lurs

Anfang- Kurs

Schluß- lurs

1-Uhr- Kurs

Echiuß- lurs

Ansang- Kurs

Gchiuß« lurs

l'Ubr. Kurs

Schiuß- lurs

Ansong- Kur»

Serlln, 26.Juni

Geld

Dries

Amerikanische Noten .......

Belgische Noten.........

Dänische Noten.........

Englische Noten.........

Französische Noten........

Holländische Noten........

Italienische Noten........

Norwegische Noten........

Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling

Numänische Noten........

Schwedische Noten........

Schweizer Noten.........

Spanische Noten.........

Ungarische Noten ........

Deöifenmarfl Berlin -

4,215

58,58

112,48

20,488

16,475

169,34

22,10

112,48

59,09

2,49

112,82

81,51 39,42

73,25

- Frankfurt

4,235

58,82 112,92 20,568 16,535 170,02

22,18

112,92

59,33 2.51

113,26 81,83

39,58 73,55

a rn.

Datum

26.6.

27.6.

26.6.

27.6.

Datum

26.6.

27.6.

26.6.

27.6.

Datum

26.6.

27.6.

26.6.

27.6.

6% Deutsche flieidisanletbe d. 192". 7% Deutsche Reichsanleihe v. 1929 5%% Doung-Anleihe von 1930 . Deutsche Anl-Ablös^Schuld mit

AuSlos.-Rechtcn.......

DeSpi. ohne AuSlos^Rechte ...

8% He». Voltsslaot von 1929 lrückzohlb. 102%)......

Oberhellen Provinz-Anleihe mil AuSIos^Rechlen.......

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1.......

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse 15 unkündbar bis 1935 ....

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bis 1936 Serie 16 .

*¥i% Franks. Hyp.-Bank Ltqu.

Psandbriele.........

*Vi% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.

Goldpse...........

8% Br. Landespsandbriesanstalt, Pfandbriefe R. 19......

7% Pr. Landespsandbriesanstalt.

Pfandbriefe R. 10......

4% Oesterreichlsche Goldrente . . 4,20% Oesterreichlsche Silbeirente 4% Ungarische Goldrente ....

4% Ungarische Staatürente v. 1910 4'/r% desgl. van 1913.....

5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Rollanlelbe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlelhr

Serie l...........

4% deSgl. Serie II.......

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^,%RumLn.vereinh.Rcntev.l913

4% Rumänische vereinh. Rente .

LA% > Anatolier......

78,5

70,25

89

50,2

98,5

96

88

88

100

95,5

16,75

14

2,8

2,8

2,75

7,15

14,75

5,8

14

III 1^1 1 1 1 1 I 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1

78.75

95,5

70,25

89

49,9

100

19,65

1,4

16,9

14,3

8,75

2,75

7,1

14.8

5,65

iss£ i i s? i i i i i I I i I i i I l i i i

Hamburg-Amerika Pate, . . . t

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Hansa Dampfschiff .....0

Norddeutscher Lloyd.....6

A.G. für Verkehrswesen Akt. . .

Berliner Handelsgesellschaft . 8

Commerz, und Privat-Bank. 7

Darmstädter und Npttonalbanl 8 Deutsche Bank und

DlSconto-Gefellschast... 6

Dresdner Bank...... 6

Reichsbank........12

A.E.G............7

Bergmann.........9

Elektr. LieferungSgesellschaft. 10

Licht und Kraft......io

Felten & Guilleaume .... 6*/z Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen .... 9

Rheinische Elektrizität .... 9 SchuckcnSCo.......n

Siemens S HalSke.....14

Lahmeyer L Eo.......12

Buderus..........4

Deutsche Erdöl.......5

Gelsenkirchener.......g

Harpener..........0

Hoesch Eisen.........6

Ilse Bergbau.......10

Klöcknerwerke........6

Köln-Neuessen.......ey,

Mannesmann-Röhren .... 6

ManSselder Bergbau.....O

Oberschlei. KokSwerke .... 8

Phonir Bergbau......4%

Rheinische Braunkohlen... 10

Rheinstahl.........e

52

53

49.5

106

103,75

113

102,25

102,5

145,75

98,5

110

117,75

74

113

107,75

131,5

163

114

71,25

75

61,25

148

54

68,25

30

52,25

163,5

80

55

104

113

102,25

144,75

99

115 119,75

113,75

130,5

163

45

70,4

74

70

51,75

78,5

52,25 102

52,75

49,25

106,5

102,75

112,5

101,75 102

143

95,9

69,5

112,5

115,25

73

109,4 109

128,5 159 110

44

69,65

71,25

60

53,25

148,5

57,75

59,9

67,5

29,5

68,75

49,75

160

76,5

52

104,5

55

50,5

107

104

112,5

102,4

103,5

145

98,25

70

116 119,4 74,75

213,75

131,5 163,9

46,75

70,5

73,75

64 54,75 151,5

57

70,25

31

70,5

51,75 163,5

78,9

Rtebccl Montan......7,2

Bereinigte Stahlwerke .... 4

Otavi Minen......16/,

Kaliwerke AscherSIeben . . . 10

Kaliwerke Westeregeln ... 10 Kaliwerke Ealzdclsurth ... 16

I. G. Farben-Jndustrie ... 12 Verein, chem. Industrie Frank­

furt a. M...........

Schetdcanstalt.......10

Goldschmidt.........O

Rütgerswerke........6

Metallgelellschast..... . 5

Philipp Holzmann......8

Zementwerk Heidelberg.... 7 Eemcntwerk Karlstadt.....7

Waysi & Freytag......O

Schultheis Patzenhofer ... 15 Aku «Allgemeine Kunstseide) 0

Bemberg......... 0

Zellstoss Waldhof.....12

Zellstoff Aichasfenburg ... 6

Dessauer Gas........9

Daimler Motoren......O

Deutsche Linoleum.....5

Orensiein & Koppel.....O

Leonhard Tietz.......8

Svenöka.........15

Chade............

Frankfurter Maschinen . . . . 0 Gritzner..........O

Mainkrastwerke Höchst a.M.. . 6

Süddeutscher Zucker .... 10

49,5

134 136,75

210

141

50,5 128,5

43

45

60,5

81

58,5

85

26,75

84

96

72

70

27,5 67

95 238 251

11,5

33

63

113

24

136 213

141

51

128

44

60,5

81

84,5

94,5

75

70

257

47,4

23,5 128,75 133,25

206

138

41,25 44,75

60,75

80

25

135

80,75

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73

67

123,5

26,5

65

41,5

94,5

240

246,75

11

33

111

48,9

24

132,5

137

212

141

43,5

45,25

ü

139

84,25

96,75

75

126,5

27

68,5

42,75

91

249

256

26. Juni

27. Juni

Amtliche

Notierung Dries

Amtliche Notierung

Geld | Dries

Helstngfor» . Wien.... Prag . . . Budapest. . Sofia . . . Holland . . Oslo.... Kopenhagen. Stockholm . London. . . Buenos Aires Neuyork . . Brüssel. . . Italien. . . Pari« . . . Schweiz . . Spanten . . Danzig. . . Japan . . . Rio de Jan.. Jugoslawien. Lissabon . .

10,591

59,15 12,467

73.43

3,049 169,38 112,69

112,71

112,86 20,475

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16,473

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39,86 81,86

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10,611

59,27 12,487

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18,65

10,591

59,165 12,472

73,43 3,049

169,38 112,69

112,72

112,86 20,475

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16,473 81,41

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7,436 18,61

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169,72 112,91

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1,348

4,217 58,73 22,08

16,513 81,57 39,84 82,0z 2,082 0,323 7,450

18,65