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Vertrieb fJISA Slogou&CQ I Chicago |
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Vorsicht in der jetzigen Jahreszeit bei Aufbewahrung von Nahrungsmitteln! Während der warmen Jahreszeit häufen sich die Fälle, daß durch nicht mehr h-ische oder verdorbene Lebensmittel (Ertränkungen verursacht werden. Um Genußmittel-Vorräte auch auf längere Zeit frisch zu erhalten, bedarf es einer ständigen und gleichbleibenden Temperatur von + 4 bis 8 Grad. Innerhalb dieser Temperaturgrenzen tritt keine Vermehrung der Bakterien ein und das Kühlgut kann anderseits bei über 0 Grad nicht gefrieren. Diese richtige Kühlung erzielt man durch den elektro-automatischen „Ate"-Kühlschrank der Firma Alfred Teves, Maschinen- und Armaturenfabrik G. m. b.H., Frankfurt a. TI., Gustavs- burgstraße 2$—27. 4251V
Rundfunkprogramm.
Sonntag, 28. Juni.
7 Hhr: Don Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Trier: Katholische Morgenfeier. 9.15: Stund« deS Chorgesangs. 11.30: Leipzig: Reichssendung. Kan- täte zum 4. Sonntag nach Trinitatis. 12.15: Paulsrirche Frankfurt a. M: Gedächtnisfeier für den Reichsfreiherrn vom Stein. Rede des Reichs- innenministers Dr. Wirth: „Stein und der Reichsgedanke." Rede des preust. Innenministers Se- bering: „Stein als Reformator Preußens." 13.15: Schallplattenkonzert. 13.50: Zehnminutendienst der Landwirtschaftskammer Wiesbaden. Bericht aus der Maschinenprüfungsstelle am Landwirtschaftlichen Institut der Universität Gießen. 14: Stund« des Landes. 15: Tänze und Weisen aus fremden Ländern. 16.15: Hamburg-Horn: Deutsches Derby. 16.45: Konzert. 18: „Als Intellektueller unterwegs", Dortrag von Josef Schäfer. 18.30: Lebensweisheit in der Ruß - von Dr. Franz Wollner. 18.55: „Spanien", Dortrag von Dr. Hans Hartmann, Elberfeld. 19.30: Anekdoten, erzählt von Theodor Brandt. 19.40: Hänsel und Gretel. Märchcnspiel in drei Bildern. 20.40: Altböhmische Melodien. 21.10: Der Prozeß gegen Schinderhannes. Hörspiel von Curt Elwenspoek.
Montag, 29. Juni.
7.30 bis 8.30: Bad Cms: Frühkonzert des Kur- vrchesters. 9.30: Rassau: Gedächtnisfeier für den Reichsfreiherrn vom Stein im Schloß zu Rassau an der Lahn. Ansprache des Reichsministers des Innern. Gedächtnisrede, Staatsminister Dr. Drews. Ansprache des preußischen Ministers des Innern. Ansprache eines Vertreters der Familie des Reichsfreiherrn vom Stein. 11.45: Rheinhalle Koblenz: Jubiläumsfeier des Rheinischen Dereins für Denkmalspflege und Heimatschuh anläßlich seines 25jährigen Bestehens. 12.40: Schallplattenkonzert. 15.50: Auf dem Golfplatz — Mikrophonbericht. 16.30: Bad Ems: Konzert des Kurorchesters. 18.10: „Als deutscher Student in Grenoble", Vortrag von Robert Hain. 18.35: Zur Feier des Freiherrn vom Stein. 19.20: Englischer Sprachunterricht. 19.45: Rach München: Unterhaltungskonzert. 21.15: Abschiedsvorstellung für Carl Ebert: Der Tod des Empe- dokles. Ein Trauerspiel von Friedrich Hölderlin.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Erweitertes
Schöffengericht Gießen.
* Gießen, 26. Juni. In der Strafsache wegen der Schlägerei in Ranstadt befand sich unter den heute vernommenen Zeugen auch der andere Diskussionsredner, der damals auf Ansinnen des Dorsitzenden des Bauernbundes gegen die nationalsozialistische Bewegung sprach. Rach seiner Darstellung batten sich die anwesenden Landwirte von Ranstadt sehr darüber aufgeregt, daß in der Versammlung so viel SA-Leute in Uniform erschienen, auch er selbst sei stutzig geworden. Er bestätigt, daß von zahlreichen Zwischenrufen abgesehen, bis zum Schlußwort die Versammlung ohne besondere Störungen verlausen . ist. Alle Redner hätten bis kxchin fcfcc sachlich gesprochen. Als der Angeklagte G. die ihm zugebilligte Redezeit von 15 Minuten etwas überschritten hatte und wiederholt aufgefordert war. Schluß zu machen, wurde er von einem in seiner Rähe stehenden SA.-Mann von der Bühne geschoben. Während des Tumults stand er auf der Bühne in der Rähe des Hauptredners. Rach seiner Erinnerung sah er in der entgegengesetzten Ecke mehrere Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei, die mit einer Dank um sich schlugen so ähnlich, wie man mäht. Rach seiner Ansicht wollten sich die betreffenden die SA.-Leute vom Leibe halten. Später sah er den Angeklagten G. in gebückter Haltung blutend durch den Saal eilen.
Ein anderer Zeuge bekundet, daß die Rationalsozialisten sich sehr darüber erregt hätten, daß der Angeklagte G. in der Diskussion ihnen vorhielt, sie hätten einen Italiener in ihren Reihen. Dem Zeugen, der auf der Bühne stand, flog ein Stuhlbein, das aus der Mitte des Saales geworfen wurde, an den Kopf und verletzte dabei das eine Auge. Ein weiterer Zeuge hörte den Angeklagten E., der wiederholt zur Ruhe ermahnt wurde, rufen: „Kommt her. wenn ihr etwas wollt." Zwischen diesem Zeugen und einem anderen SA.-Mann warf (3. das Bierglas hindurch, worauf ein in der Rähe sitzender alter Mann einen Schmerzruf ausstieß. Der Kraft- Wagenführer, der G. nach Ranstadt zur Versammlung fuhr, fand hinter Selters einen Mann in bürgerlicher Kleidung jammernd am Straßenrand liegen. Dieser hat ihm erzählt, daß er kurz zuvor von zwei Kommunisten überfallen worden sei. 'Besondere Verletzungen hat der Zeuge nicht bemerkt. Ein Zeuge, der über seine Wahrnehmungen wegen des Gummiknüppels vernommen werden sollte, verweigerte die Aussage, erklärte aber nach Belehrung, daß er bei G. einen Gummiknüppel nicht gesehen habe.
Zwecks Klärung der Frage, ob die Tränengas- Pistole, mit der der fragliche Schuh von einem der Angeklagten abgegeben wurde, als Waffe aufzufassen ist, wurde hinsichtlich der Konstruktion dieser Pistole ein Sachverständiger gehört. Darnach ist diese Pistole so primitiv konstruiert, daß sie nur zum Verfeuern von Knall- oder Gaspatronen ohne Durchschlagskraft benutzt werden kann.
Rach Vernehmung weiterer Zeugen wird die Verhandlung auf morgen vormittag vertagt.
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0-Klass«: 1917-18: 50 Meter, Weitsprung, Kugelstoßen als Einzelkonkurrenz und gleichzeitige Wertung als Dreikampf, 4x50-Meter-Staffel.
O-Klasse: 1919 und jüngere: Dreikampf, bestehend aus 50 Meter, Standweitsprung und Dailweitwurf, 4x50-Meter-Staffel.
Die Veranstaltung stellt gewissermaßen eine Prüfung der Dereinsarbeit dar. Man wird erkennen könnsn. inwiefern und mit weicher Intensität man sich in den verschiedenen Vereinen mit der ureigensten Aufgabe beschäftigt hat: mit der Ertüchtigung der Jugend. Die Gießener Vereine werden eine kritische Betrachtung nicht zu fürchten brauchen. Die Wettkämpfe, Vorkämpfe und Entscheidungen beginnen um 14 iilhr. Wenn das Wetter einigermaßen das hält, was es heute verspricht, dann dürfte die Veranstaltung einen schönen Verlauf nehmen.
Gauturnfest im Turngau Wetterau.
Turnverein „Frischauf" Leihgestern.
Bei dem am Sonntag statigefundenen Gau- fest des Turngaues Wetterau in Groß-Karben konnte der Tv. „Frischauf" Leihgestern erfolgreich nach Hause kehren. Trotz der starken Beteiligung errang der Turner Karl Velten in der Oberstufe, 12-Kampf, den 1. Sieg, und im 9-Kampf den 2. Sieg. Der Turner R. Rohrbach in der Oberstufe, 12-Kampf, den 4. Sieg, und im 9-Kampf den 5. Sieg. Der Turner Karl Schaum in der Oberstufe, 9-Kampf, den 9. und Wilh. Zöller den 10. Sieg. In der Mittelstufe, 12-Kampf, errang der Turner Richard Schaum den 2. Sieg und im 9-Kampf den 3. Sieg. In der Unterstufe A, 12-Kampf, errang der Turner O. Funk den 2. Sieg. Heinrich Gilbert den 12. Sieg: Walter Wehrum den 16. Sieg: Hans Althaus den 17. Sieg. In der Unter» stufe B, 12-Kampf, errangen die Turner W. Martini den 7. Sieg: K. Wagner den 8. Sieg: Karl Reih den 9. Sieg und O. Müller den 10. Sieg. Ferner wurden durch die Schüler noch sehr gute Preise errungen.
Tv. „Gut heil" Watzenborn-Steinberg.
Beim Weiturnen konnte der hiesig« Turn- Derein „Gut Heil" die nachfolgenden Siege erringen: Mittelstufe: 12-Kampf: Theo Jung, 5. Sieg, Otto Sommer, 14. «Sieg. Unterstufe A: 12-Kampf: Karl Weih, 3. Sieg, Rudolf Mök- f e T, 4. Sieg, Otto Dem, 6. Sieg, Otto Weiß, 7. Sieg. Turnerinnen: Unterstufe: 10- Kampf: Karoline Ruhl, 2. Sieg, Mariechcn Schmandt, 12. Sieg, Karoline Happel, 17. Sieg. Die Schüler vermochten sich ebenfalls gut zu placieren.
Kurze Sportnotizen.
Für das Deutsche Turn - und Sportabzeichen findet am Sonntag, 28. Juni, die Prüfung in Gruppe V „Radfahren" statt. Siehe die gestrige Anzeige.
Handball im Gau Hessen (O.T.)
Am Sonntag trägt die erste Handballmannschaft des Tv. Klein-Li.nden in Lich ein Spiel gegen die erste Mannschaft des Tv. Lich aus. Wie das Spiel enden wird, ist kaum vorauszusehen. Klein-Lindens zweite Mannschaft empfängt auf dem eigenen Platz die zweite Mannschaft des Tv. Lützellinden. Auch die Schülermannschaften beider Vereine stehen sich in Klein-Linden zum Rückspiel gegenüber. Der Ausgang beider Spiele ist ungewiß, da die Mannschaften ziemlich gleich stark fini>.
To. Grohen-Linden.
Am Sonntag tragen die Schüler und Iugend- mannschast Freundschaftsspiele auf fremdem Platze aus. Während die Schüler einer Einladung des Tv. Hochelheim Folge leisten, spielt die Jugend
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Sportfest der Paddlergilde Gießen.
Am kommenden Sonntag findet auf der Lahn und dem Gelände bej der Pulvermühle (Lahnbrücke) ein Sportfest der Paddler statt. Um 10 Uhr wird ein Aufbauwettbewerb ausgetragen. Sieger ist, wer ein Einer- bzw. Zweier-Faltboot am schnellsten und ohne Fehler ausbaut. Ab 14.30 Uhr wird um die Vereins- meisterschaft im Renneiner, Wandereiner, Wanderzweier für Herren und Wanderzweier für Dame und Herr gekämpft. Dann folgt eine Stafettenwettfahrt gegen Kanuclub Wetzlar, bei der von jedem Verein drei Wanderzweier-Doote und zwei Schwimmer starten. Ferner sind eine große Auffahrt und Reigenfahrt an der Lahnbrücke geplant, Kampfspiele, Schwimmübun- gen mit dem Doot, Rettungsschwimmen usw. Weiter wird das sogenannte Eskimotieren, d. h. die Aufrichtungstechnik und die vollendete Kenter- übung im Einer allein und im Zweier mit Fahrgast gezeigt. Rach dem Eintritt der Dunkelheit findet eine Lampion- und Reigenfahrt an der Lahnbrücke statt. Rennstrecke ist die Lahn von der Mösermühle bis zum Bootshaus der Padd- lergilbe. Von dort bis zur Lahnbrücke finden auch alle anderen Veranstaltungen statt. Auf dem Gelände der Pulvermühle wird eine kleine Zeltstadt mit den neuesten Zelten errichtet. Dort ist auch eine kleine Ausstellung aller neuen Mar- kcn-Faltboote nebst Zubehör zu besichtigen.
Die Veranstaltungen sind sowohl von der Lahnbrücke als auch vom Ufer aus sehr gut zu verfolgen. Die Veranstaltung soll vor allen Dingen der Werbung für den schönen Faltboot- und Kanusport dienen. (Siehe heutige Anzeige.)
Radsport im „Lahngau" (23bK)
Das 150 - Kilometer - Zuverlässigkeitsfahren" bringt der Lahngau am kommenden Sonntag mit Start und Ziel in Gießen, Feldschlößchen (Rod- Heimer Straße) rum Austrag. Bei der Gleichwer- -tigkeit der gemeldeten Fahrer ist ein sicherer Sieger im voraus kaum zu bestimmen, jedoch sollten Preis, Germania, Gießen, O s b el t und Keiner, Wetzlar das Ende unter sich ausmachen, von denen man wiederum Preis den Vorzug geben möchte, da ihm die lange Strecke gut liegt.
Leichtathletische Gaujugendwettkämpfe
auf dem Waldsportplah.
Der VfB. hat die Ausrichtung der diesjährigen leichtathletischen Gaujugendwettkämpse übernommen, die am Sonntagnachmittag auf dem Waldsportplah zum Austrag gelangen. Die Jugendlichen aus der nächsten Umgebung werden sich zahlreich daran beteiligen und eine Anzahl Vereine hai>en die Meldungen abgegeben. Reben den Jugendlichen der Spielvereinigung 1900 und des Veranstalters selbst, die beide mit großem Aufgebot teilnehmen werden, siird noch die Jugendlichen des VfL. Wehlar, des Wehlaret .Sportvereins, des VfR. Butzbach, der Sp.-Vgg. Leihgestern, des FC. „Teutonia" Wahenborn- Sieinberg, des FC. Lollar und die ©rünberget beteiligt. Es dürfte bei starker Konkurrenz zu hartnäckigen Kämpfen kommen, wenn auch zu er- "toarten ist. daß die Gießener Jugend die Mehrzahl der Siege an sich reihen wird. Gekämpft wird in drei Klassen. In der A-Klasse wird voraussichtlich die Spielvereinigung 1900 mit dem kesseren Material aufwarten und Punktsieger bleiben, während in der B-Klasse die Jugendlichen des VfB. dominieren dürften.
Ausgeschrieben sind folgende Wettbewerbe:
A-Klasse: 1913-14: 100, 200, 800 Meter, Hoch- unh Weitsprung. Kugelstoßen, Diskus- und Speerwerfen, 4xl00-Met«r-Staffel.
B» Kl affe: 1915-16: 100, 800, Meter, Hoch- svrung, Kugelstoßen, Diskuswerfen, 4X100-Meter- Staffel.
deutsche Zunge klingt, alle Brüder und Schwe- stern eines Blutes im Geist di« Hände reichen mit dem ehernen Treuschwur:
„Sie sollen es alle wissen,
was Deutschland singt und spricht:
S:e haben die Länder zerrissen — die Herzen zerreißen sie nicht!"
G. L.
Strafkammer Gießen.
* G i e hen, 26. Juni. DaS Amtsgericht Alsfeld hatte einen Ingenieur wegen Diebstahls zu 100 Mark Geldstrafe verurteilt, weil er ohne Wissen des Eigentümers aus einem still- gelegten Bergwerk Eisenröhren für einige hundert Mark verkauft, abgefahren und das Geld für sich verbraucht hatte. Seine Berufung wurde als unbegründet verworfen.
Im Januar 1931 war ein aus Oppenrod kommender Lastkraftwagen in Homberg mit einem aus dem Hofe eines Autoreparaturgeschäftes kommenden Motorradfahrer zusammengestoßen, wobei dieser verletzt wurde. Das Amtsgericht Homberg hatte den Fahrer des Kraftwagens zu 60 Mark Geldstrafe verurteilt, da er bei der gegebenen Sachlage zu schnell und ohne triftigen Grund auf die linke Straßenseite gefahren sei und so den Anfall verschuldet habe, ©eine Berufung war ohne Erfolg.
Ein Arbeiter von Friedberg war von seinem Schwiegersohn wegen Diebstahls von Fensterriemen aus Eisenbahnwagen an gezeigt worden. Bei der Haussuchung wurden auch zivei solche Riemen in einem Schrank entdeckt. Der Arbeiter bestritt, sie gestohlen zu haben: sie seien von ihm am Bahndamm gefunden worden. Das Amtsgericht Friedberg verurteilte ihn auf Grund eines Indizienbeweises wegen Rückfalldiebstahls zu drei Monaten Gefängnis. Das Berufungsgericht hielt nach eingehender Beweisaufnahme und mit Rücksicht auf die widorsprechenden Angaben von Schwiegersohn, Tochter und Frau des Angeklagten nicht für völlig einwandfrei Diebstahl für nachgewie'en und erkannte deshalb wegen Fundunterschlagung auf zwei Wochen Gefängnis.
als
Oberhessen.
Landkreis Gießen.
Klein-Linden, 26. Juni. Das mehr
20 Jahre geplante Wasserleitunasbauprojeki hat nun. mehr seine Verwirklichung gesunden. Der Hauptanschluß an die Wasserleitung der Stadt Gießen ist bereits vollzogen. Auch die Kanalisationsarbeiten sind im wesentlichen beendet, lediglich die Herstellung einer Kläranlage steht noch aus.
* Lollar, 26. Juni. Arn Dienstag fand hier eine Besichtigung der Freiwilligen Feuerwehr und der Werkfeuerwehr der Buderusschen Eisenwerke durch Kreisfeuerwehrinspektor D i ck o r e, Gießen, statt. Rachdem die Geräte besichtigt waren, wurde ein Brandangriff auf drei aneinandergebaute Scheunen durchgeführt. Bereits 6 Minuten nach dem Alarm konnte aus sechs Leitungen, die an die Motorspritze angeschlossen waren, Wasser gegeben werden. Außerdem wurde eine Handdruckspritze in Betrieb gesetzt und ein direkter Anschluß an die Wasserleitung benützt. Die Hebung wurde sehr korrekt ausgeführt und fand alle Anerkennung. Der Hebung wohnten der Bürgermeister, Brandmeister Riedel aus Wetzlar, dem das Feuerlöschwesen sämtlicher Buderusschen Werke untersteht, sowie Brandinspektor Wenzel, Gießen. bei. Im Anschluß an die Hebung fand eine Zusammenkunft statt, bei der die Feuerwehrleute Heinrich Bauer und Heinrich Rain für 40- jährige, und Wilhelm Schmidt für 25jährige Dienstzeit mit Ehrenzeichen bedacht wurden.
)( Lich, 25. Juni. Der am Mittwochabend von der evangelischen Gemeinde veranstaltete gut be- suchte Vortragsabend trug eine besondere Note. Frl. Lisa R e y e r berichtete von dem tragischen Schicksal der amenischen Christen und der Arbeit der deutschen Orientmission unter Dr. L e p- f i u 5. Der Vortrag wurde durch einen Film des Armenischen Hilfswerks ergänzt, der interessante Bilder aus den Waisenhäusern und Flüchtlingslagern in Palästina, Syrien und Griechenland brachte. Der Vortrag hinterließ einen tiefen Ein- druck. Mit dem Vortrag war eine kleine Ausstellung von Hand- und Silberarbeiten der syrischen Frauen und Waisenkinder verbunden. Der Reinertrag des Abends in Höhe von 62 Mark kam der Orientmission zugute.
Kreis Friedberg.
XX Butzbach, 26.Juni. Das am hiesigen Bahnhof gelegene bekannte Hotel „Deutsches Haus" ist zum Preise von 40 000 Mark an einen Fachhotelier aus München verkauft worden.
Kreis Schotten.
* Aus dem Vogelsberge, 26. Juni. Die Heuernte verspricht trotz des späten Frühjahres eine Rekordernte zu werden. Trotzdem wurde auf Grasversteigerckbgen bis zu 25 Mark für den Morgen erlöst Der Handel mit frischem Heu kommt nur sehr langsam in Gang. Für süßes Heu werden 1,20 Mark, für saures 80 Pf. geboten.
* Rainrod, 26. Juni. Nachdem vor einiger Zeit in der Gemarkung Eschenrod Wildschweine festgestellt wurden, bemerkte man nun auch hier im Forstorte „Hansrod" Spuren ihrer Anwesenheit. Die Jagdpächter sind eifrig bemüht, die Schwarz, kitte! zur Strecke zu bringen.
* Eichelsdorf, 25. Juni. Im Chore unserer Kirche, dessen Bodenbelag zum Zwecke der Hausschwammbekämpfung entfernt wurde, fand man eine Anzahl Grab st eine aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die wohl seit 1808 als Fußboden gedient haben. Die künstlerisch wertvollen, nur leicht beschädigten Steine ergänzen das erst 1697 angelegte älteste Kirchenbuch der Pfarrei Eichelsdorf und enthalten wertvolle Angaben zur Familiengeschichte einer Anzahl Eichelsdorfer und Oder-Schmittener Familien (Götz, Würz, Uhl, Freymann u. a.). Es wäre zu wünschen, daß die Steine nicht wieder ihrer seitherigen Bestimmung zugeführt würden, sondern an einer geschützten Stelle an der Kirche oder Kirchhofsmauer Aufstellung fänden.
Kreis Alsfeld.
X!X VonderoberenOhm,25.Juni. Wäh- rend der letzten Tage wurden im Wasser der oberen Ohm verschiedentlich tote Forellen gesehen. Da Wassermangel der Anlaß des Fischsterbens nicht sein kann, ist man sich nicht im Klaren, worauf der Tod der Fische zurückzuführen sein könnte. Aehnliche Vorfälle sind bisher nur sehr selten in Erscheinung getreten.
Preußen.
Kreis Biedenkopf.
T Waldgirmes, 25.Juni. Die Heuernte ist beendet. Das Ergebnis ist sehr gut. Trotzdem wurden bei der Gemeindegrasversteigerung je 6 Ar 20 bis 24 Mark erlöst. — Die Firma L. Klaas erweitert ihre Zigarrenfabrik um einen Saal für 60 Arbeiter.
m Dutenhofen gegen die Jugend des bortigen Turnvereins.
Arbeiter-Turn- und Sportbund
Zum nachträglichen Serienspiel empfängt Klein- Linden I. am kommenden Sonntag die erste Mannschaft von Launsbach. Zwei gleichwertige Gegner werden sich hier gegenüberstehen, von denen der glücklichere Sieger bleiben wird.
Wetzlar I. Hai die I. Mannschaft von Lich zum Freundschaftsspiel verpflichtet und wird wohl den Gästen die Riederlag« nicht erspart sein lassen.
Hausen I. ist in Kinzenbach zu Gast und die Mannschaft wird sich sehr anstrengen müssen, wenn sie eine Riederlage vermeiden will.
Rodheim I. hat sich Leun I. verpflichtet und dürfte den Sieger stellen.
Gießen II. sollte in Wißmar gegen di« dortige I. Mannschaft Sieger bleiben.
Treis I. und Waldgirmes I. stehen sich in Treis gleichwertig gegenüber. Hungen l. hat sich Annerod I. -um Freundschaftsspiel verpflichtet und hat dabei die.besseren Aussichten.
Beuern Jugend und Gießen Jugend stehen sich in Beuern gegenüber. Die Gäste dürsten Sieger bleiben. Auch Heuchelheim Jugend sollte gegen die Jugend von Fellingshausen in Front bleiben. Rödgen II. steht in Wieseck einer kombinierten Jugend von Wieseck gegenüber.
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>t begehen, son« diesem Veniu-
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hat der rheinische Dichter Arnst Scherenberg den bedeutsamen Spruch geprägt:
„Rings umdräut in wilder Welle uns der fremden Völker Drang — stärk im Kampf uns, Himmelsquelle;
deutsches Wort und deutscher Sang!"
Dennoch liegt der tiefste Sinn des Deutschen LiedertageS in dem erhabenen Bewußtsein, daß in gemeinsamer Feierstunde das deutsche Lied über die ganze Erde geht, daß sich, soweit die
Deutsches Gelehrter gewinnt Eiweiß aus Kohle?
Professor Dr. Wilhelm G l u u d machte bei der Generalversammlung der Gesellschaft für Kohle- tecknik die aufsehenerregende Mitteilung, daß es ihm gelungen fei, Eiweiß aus Kohle zu gewinnen. Wenn diese Mitteilung sich bewahrheiten sollte so wäre die Wissenschaft und die Nährmittelindustrie vor ganz neue Tatsachen gestellt.
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