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in diesen Tagen auf der ihm gehörenden Wachen- burg bei Weinheim an der Bergstraße seine Ta­gung ab. Borträge von QL C. Günther, Mither­ausgeber der Zeitschrift .Deutsches Q3olf8tuma, und Dipl.-Ing. Derlvff Saxon. Bln., über die vvlkSgeschichtlichen Grundlagen des Corpsgedan- kens und die Mitarbeit an der Erneuerung Deutschlands fanden starken WiderhalL der sich in grundlegenden Beschlüssen der Tagung bedeu­tungsvoll austvirkte.

Aus aller Wett.

piccards Stratosphärenflug.

Am Mittwoch um 3.57 Uhr ist Professor Piccard gestartet. Um 2.30 Uhr war die Füllung des Ballons beendet. Ein dreifacher Polizei- kordon sperrte die Zugänge zur Fabrik ab. Nur wer mit einer Karte versehen war, konnte das Gelände betreten. Die Füllung des Ballons betrug wie beim ersten Flug 2200 cbm Wasserstoff bei einem Fas- snngsoermögen des Ballons von 14 000 cbm. Gegen 3 Uhr bereits kam mehr und mehr ein starker Ost. wind auf, so daß zu befürchten war, der Ballon könnte gegen das Fabrikgebäude schießen. Um 3.45 Uhr bestieg Piccard mit seinem Assistenten Kipfer die Gondel. Der Verschluß wurde zuaeschraubt und u m 3.57 Uhr ertönte das Kommando ti o s!". Der Ballon wurde durch leichte Wind? in nordwestlicher Richtung aufwärts getragen. Schon in geringer Höhe drehte sich die Luftströmung und der Ballon wendete zunächst gegen Süden und dann gegen Osten. Rasch kam er in eine große Höhe und befand fidx um J4 Uhr in einer Schicht von Strato­sphärenwolken fast senkrecht über Augs­burg. Professor Piccard erwartet in großer 5)01)6 nordöstliche Winde vor^ufinden, so daß er voraus­sichtlich nach einem 5- bis ^kündigen Flug in der Gegend von Freiburg i. Br. und Basel landen dürfte. Bis 7.30 Uhr, also 3) Stunden nach dem Aufstieg, war Professor Piccards Ballon dem unbewaffneten Auge am leicht bewölkten Hori­zont noch deutlich s i.ch t b a r. Dann entschwand er den Blicken. Der Ballon hat seine Richtung von Südosten nach Süden geändert. Man schätzt die gegenwärtige Entfernung des Ballons vom Start­platz auf etwa 100 Kilometer und die Höhe auf 7000 bis 8000 Meter.

Fährbootunglück auf der Deichsel.

Stromabwärts von Krakau ereignete sich ein tragischer Unfall, dem elf Menschenleben zum Opfer fielen. Zwischen Mielen und Tarnobrzeg wird die Ueberfahrt über die Weichsel mit einer Fähre bewerkstelligt. Da der Andrang besonders groß war, nahm der Fährmcnm statt der vorge­schriebenen 25 Personen 32 mit. Als sich die Fähre einige Meter vom Ufer entfernt hatte, kenterte sie infolge der Ueberbelastung. Da die Weichsel an der Unglücksstelle besonders tief und das Ufer sehr steil ist, konnten elf Personen, meistens Arbeiter, nicht gerettet werden. Dis seht sind neun Leichen geborgen worden. Der Fährmann wurde festgenommen.

Drei Schwestern ertrunken.

3m Obersee bei Glarus sind bei dem sogenann­ten Waag drei Schwestern, die 15, 16 und 17 Jahre alten Töchter des Feldhüters Melchior Landolt aus Näsels ertrunken. Die jüngste von ihnen hatte versucht, an «iner abschüssigen Stelle zu baden und war dabei in den Ses gerutscht. Die beiden anderen Schwestern wurden bei dem Dersuch, der Ertrinkenden Hilfe zu leisten, mit in die Tief« gezogen.

Booteunglütf auf dem Chiemsee.

Ein bedauerliches Bootsunglück, bei dem zwei Brüder den Tod fanden, ereignete sich am Pfingstmontag auf dem Chiemsee. Der 17jährige Hans Stark fuhr in einem Boot mit seinem achtjährigen Bruder Herbert etwa 40 m in den See hinaus. Plötzlich stürzte der Kleine aus dem Kahn. Als sein Bruder ihm zu Hilfe kommen wollte versanken beide vor den Augen der Mutter in den Wellen. Einer der Brüder wurde geborgen, doch blieben Versuche zur Wiederbelebung erfolglos. Die Leiche des anderen Bruders konnte noch nicht gefunden werden.

3m Strubel

des Rheinfalls bei Schaffhausen ertrunken.

Zwei junge Männer aus Zürich hatten mit Kame­raden eine Faltbootfahrt vom Bodensee zum Rheinfall bei Schaffhausen unternommen. Beide kamen trotz Warnung mit ihrem Boot dem Rheinfall zu nahe, gerieten In den Strudel und ertranken.

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Zwei Kinder im Neckar ertrunken.

3n Heilbronn a. Ql. stürzte beim Spielen am Fabrikkanai des Neckars ein 9 3ahre altes Mädchen ins Wasser und versank in den Fluten. Ein 7 Jahre alter Zunge sprang ins Wasser, um das Mädchen zu retten und kam dabei gleichfalls ums Leben.

Schwerer Trekkerunfall.

In Hameln fuhr ein Trekker der Wesermühle, der einen mit Meylfäcken beladenen Wagen zog, aus noch nicht geklärter Ursache auf den Fußweg und stieß dabei gegen einen Prellstein, der durch die Wucht des Anpralls aus der Erde gerissen wurde. Der Trekker stürzte dann die etwa 25 Meter tiefe Böschung hinab, wobei er sich zweimal über» schlug. Der Führer wurde unter dem Wagen begraben und war sofort tot. Die beiden Mitfahrer wurden schwer verletzt.

Absturz eines neuen Flugzeugtyps.

In C h i k a g o stürzte ein Flugzeug, das einer Tageszeitung gehört und gewisse technische Neue­rungen hates ist mit zwei Propellern ausgestattet, von denen einer vorne und der andere an dem stark verkürzten Hintergestell an­gebracht ist bei dem Versuch, den 2000-QIteter- Rekord mit einer Belastung von 5000 Kilogramm zu überbieten, über der Stadt ab, wobei sämt­liche vier Insassen getötet worden sind.

Gründung weiblicher Faschi in Italien.

Eine Bekanntmachung der Faschistischen Partei gibt Richtlinien für die Schaffung neuer Faschi der Frauen-Faschi, denen jede italienische Frau beitreten kann, die das 22. Jahr erreicht hat. Die Frauen-Faschi werden anschließend an die männ­lichen Organisationen gegründet, haben eine ähnliche jüfjrcrorganifation und dieselbe Disziplin.

Tschechische Sittlichkcitsrazzla im Erzgebirge.

Wie aus Eger gemeldet wird, unternahm die Gendarmerie im tschechischen Teil des Erzgebirges Streifzüge an den Pfingsttagen, um lieber- griffe gegen den neuen Sittlichkeitserlaß festzustel- len. Biele Personen, die in Gebirgsbächen bade- len, wurden zwangsgestellt. Mehrere Sportler wurden verhaftet, weil sie in ungenügender Klei­dung einen Boxmeeting veranstaltet hatten.

Die Wetterlage. Wettervoraussage.

Der hohe Druck hat sich in seinem Kerngebiet weiter abgeflacht und mehr nordöstlich verlagert, lieber dem Festlande entwickeln sich infolge der sehr hohen Temperaturen flache Drudftörungen, deren verschiedenartige Luftmassen zu Gewitterstörungen führen werden. Dabei kommt es auch vereinzelt zu

Slnstorzunglück la einer Sandgrube.

In einer Sandgrube in Wernsdorf bei Berlin lösten sich plötzlich etwa 50 Kubikmeter Sand, stürzten etwa 20 Meter herunter und ver­schütteten sieben Arbeiter, von denen vier mit schweren Verletzungen, drei nur noch als Leichen geborgen werden konnten. In der Wernsdorfer Sandgrube waren Arbeiter da­bei, einen Lorenzug mit Sand zu beladen, mit dem der Sand dann zu einer Krananlegestelle geschafft wird, wo er nach Berlin verladen wird. In der Nähe der Sandgrube führt eine Chaussee vorbei. Kurz bevor das Einsturzunglück erfolgte, passierte ein schwerer Lastwagen- zu g die Chaussee. Da es in den letzten Tagen in der Gegend von 'Wernsdorf stark ge­regnet hat und der Sand vermutlich etwas un­terspült war, löste die durch den Lastkraftwagen­zug hervorgerufene Erschütterung wahrscheinlich Die Sandlawine ab, wobei der Lorenzug und die Arbeiter verschüttet wurden. Di« Rettungsarbei- ten waren sehr schwierig, da sich immer neue Sandmassen lösten und die Unglücksstelle erneut bedeckten.

Das Vermögen des spanischen Königshauses.

Der spanische Finanzminister gibt eine Aufstel­lung über das Vermögen deS spanischen Königs­hauses nach dem Stande von Ende des Jahres 1929 bekannt. Danach betrug das Verm ögen des Königs zu diesem Zeitpunkt 36 Millionen Peseten, davon 24 Millionen in Wertpapieren. Von letzteren liegeiH 14 Millionen, darunter 9 Millionen spanischer Papiere im Ausland. DaS Vermögen der Königin wird mit 2,3 Mil­lionen Peseten, davon zwei Drittel ausländischer Werte angesehen, daS des Kronprinzen mit 13 Millionen. Die übrigen Prinzen und Prinzessinnen besitzen je 2,5 Millionen. Da­zu kommt daS noch nicht aufgeteilte Qkrmögen der verstorbenen Königinmutter in Höhe von 34 Millionen Peseten.

gewitterartigen Niederschlägen, und leichte Abküh- lang setzt ein.

Aussichten für Donnerstag: Wechselnd wolkiges Wetter, schwül, nach Gewitterstörungen leichte Abkühlung.

Aussichten für Freitag: Teils bewölkt, teils aufheiternd, gewitterartige Niederschläge.

Lufttemperaturen am 26. Mai: mittags 30,9 Grad Celsius, abends 19,6 Grad; am 27. Mai: morgens 21 Grad. Maximum 31,2 Grad Minimum 14,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 26. Mai: abends 30 Grad; am 27. Mai: morgens 20,2 Grad. Sonnenscheindauer 11% Stunden.

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Rundfunkprogramm.

Donnerstag, 28. Mal.

7.30: von Bad Homburg: Frühkonz«vt deS KurorchesterS. 11.50: Schallplattenkonzert: Szenen ausMargarethe". 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.10: Zeitfragcn. 18.35:Seelische Heilkräfte, Vortrag von SanitätSrat Dr. H. Fulda. 19.05: ..Tardieu . Vortrag von Heinrich Simon. 19.30: Städtischer Gaalbau, Darmstadt: Kundgebung des republi­kanischen Lehrerbundes. 20.30: von Mannheim: Armin Knab zum 50. Geburtstage. 21: Robert Walter erzähltMerkwürdige Begebenheiten". 21.30: Symphoniekonzcrt des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 22.50: von Mannheim: Trost der Nacht. Nhapsodie aus Gedichten von Her­mann Hesse für Nezitation und Kammcrorgel. Musik von Wilh. Locks. 23.20 bis 24: Tanzmusik.

Freitag, 29. Mai.

7.30: von Bad Münster a. St.: Frühkvnzert deS Kurorchesters. 11.50: Schallplattenkonzert. 15.20: Erziehung und Bildung. 16.30: KurhauS Schlangenbad i. T.: Konzert des KurorchestcrS. 18.10: Stunde des Buches. 18.30: Eine Viertel­stunde Deutsch von Dr. Franz Wa'.lner. 18.45: Freiburg:Ursache und Wirkung der Ratio­nalisierung", Vortrag von Richard L. Güter­mann, Gutach. 19.15: Aerztevortrag:Neuere Gesichtspunkte bei Erkrankungen der Derdauungs- organ«. 19.45: Lustige Manfred-Lommel-Stunde. 20.15: Stücke für Violine. 21: Renaissance, Ba­rock, Rokoko. 22.50: Theodor Kramer, Wien, liest eigen« Lyrik. 23 bis 24: Tanzmusik.

Daten für Mittwoch, 27. Mai.

Sonnenaufgang 4.21 Uhr, Sonnenuntergang 20.24 Uhr. Mondaufgang 15.23 Uhr, Mond­untergang 2.13 Uhr.

1564: Johannes Calvin in Genf gestorben, 1840: der Geigenkünstler Niccolo Paganini in ^lizza gestorben; 1910: der Bakteriologe Robert Koch in Baden-Baden gestorben.

Steigender Automobilexport. Der deutsche Markt ist zu konjunkturempfindlich, um allein auf ihn eine Groß-Serienfabrikation von Automobilen aufbauen zu können. Die Adam Opel AG. hat deshalb ihre Verbindung mit der General Motors Export Co. ausgenutzt und In relativ kurzer Zeit eine erfreuliche Exportausweitung erzielen können. 473V

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Wir vertrauten auf die Urteilst ähigkeit desRaudiers

Man prophezeite uns einen Mißerfolg, als wir vorSJahrenAtikah nur ohne Mundsliida auf den Markt brachten. Der Raucher ven lange Aufmachung: Talmigold, Stroh, Kork, buntes Papier! Wir aber Unterschichten den Raucher nicht. Wir wußten, daß man ihm nur eine wirklich gute Cigarette zu bieten braucht« deren Genuß nicht durch den Beigeschmack eines Mundstücks beeinträchtigt wird.

Unser Vertrauen war berechtigt. Betrachten Sie unsere Umsatp kurve: Haben wir nicht mit unserer Einschätzung des Rauchers recht behalten?

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