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181. Jahrgang
Freitag, 21. März (931
Nr. 73 Erstes Blatt
VniS und Verlag: vrühl'fche Univerfitüls-Vuch- und Stctnörudcrci 8. Lange in Giehen. Schnstleitung und Geschäftsstelle: §chul«ttaße 7.
Oie Zollermachiigung
schen Zollplanes eine weitere Mitteilung an die deutsche und die österreichische Regierung zu senden gedenkt. 3n dieser Mit- lcilung werde erklärt werden, daß der Völkerbund s r a t für die Erörterungen von Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Genfer Protokoll vom Jahre 1922 ; uständig sei und dah aus Grund des Art. 11 der völkerbundssahung jedes Mitglied des Vvlkerbund^rales in der Lage sei, die Aufmerksamkeit des Rates auf den deutsch-österreichischen Plan zu lenken, mit der Begründung, dah er die internationalen Interessen zu gefährden drohe.
des Reichstags steht die dritte Beratung Zoller mächtigungsgesches. Der tifcl 3 dieses Gesetzes, der die Regierung Ausgleich des Mißverhältnisses zwischen Index der landwirtschaftlichen Erzeugnisse den übrigen Indices verpflichtet, soll nach neuen Kompromißantrag des Zentrums,
rung unverzüglich durch geeignete Maßnahmen einschliehlich der Herabsetzung von Zollsätzen auf die Preisgestaltung so einzuwirken, dah die Inderziffer auf oder unter den Index 133 sinkt.
Abg. Hoernle (Komm.) bekämpft die Vor- läge, die nur geeignet sei. die Lebensmittelpreise weiter in die Höhe zu treiben. Trotz der gestrigen Erklärungen des Ernährungsministers hätten verschiedene Berliner Brotfabriken heute den Brot- preiS erhöht.
schliehung einstimmig angenommen, in der der Landesausschuh die entschiedene Haltung der Landtagssraklion in der Abwehr nationalsozialistischer Anwürfe, die die Aufhebung der Zusammenarbeit mit den Nationalsozialisten billigt. Nach Annahme dieser Entschliehung erklärte Dr. Wihrnann, dah es für die Deutsche Dolkspartci keine andere Möglichkeit gebe, als durch die Zustimmung zu den eingebrachten Mihtrauensanträgen gegen die nationalsozialistischen Regierungsmitglieder die Nationalsozialisten aus der Regierung in Thüringen aus- zuschaltcn.
Der thüringische Gauleiter und Fraktionssührer der Nationalsozialisten, E a u rk e l, erließ einen Aufruf an die nationalen Parteien und an die nationale Wählerschaft. Sauckel erklärt, dah es ihnt vollständig ferngelegen habe, die an der
Prag, 2H.März. (TL1.) Außenminister Bene sch gab im Auß>.nausichuß des Abgeordnetenhauses die mit Spannung erwartete Erklärung über die Stellung der tschechoslowakischen Regierung zu den deutsch-österreichischen Zollverhandlungen ab. Er sagte u. a., der Abschluß des deutsch-österreichischen Vertrages habe in ganz Europa große Erregung und Sensation hervor- . gerufen. Die Tschechoslowakei sei ihrer Sache sicher und auf alle verschiedenenMög- lichkeiten gefaßt. Mit der in den deutsch- österreichischen Plänen g kennzeichneten politischen k und wirtschaftlichen Gestaltung Mitteleuropas . könne die Tschechoslowakei nur dann zufrieden
Benesch über die deutsch-österreichische Zollunion.
Prag als Mittelpunkt des Widerstandes gegen das Zollabkommen. — Oie tschechische Angst vor dem Anschluß und der wirtschaftlichen Isolierung.
In Berliner politischen Kreisen wird mit Genug tuung begrüßt, daß der Reichskanzler in seiner Unterredung mit dem englischen Botschafter die Möglichkeit politischer Diskussionen über das Zollabkommen von vornherein abgeschnitten und betont hat, daß die Verhandlungen selbstverständlich w eite r g i n g e n. Ein Antrag auf Auslegung des Protokolls von 1922 berührt lediglichOe st erreich, nicht jedoch Deutschland. Deutschland würde damit in den Ratsverhandlungen nicht als interessierte Macht gelten und im Völkerbundsrat als ständige Ratsmacht mit zu entscheiden haben. Da der Völkerbundsrat saßungsoemäß als rein politisches Exekutivorgan nicht die Befugnis hat, eine rechtlich bindend? "Auslegung internationaler Verträge und Abmachungen vorzunehmcn. so kann in diesem Falle lediglich die Einholung eines Rcchtsgutachtens des Internationalen HaagerGerichtshofes in Frage kommen, für das ein einstimmiger Beschluß des Völkerbundsrates notwendig ist. Die in den letzten Jahren stark umstrittene Frage, ob die Einholung eines Rechtsgutachtcns auf Grund eines einstimmigen oder mehrstimmigen Beschlusses des Völ- kerbundsratcs zu erfolgen hat, ist bisher noch nicht erledigt worden, so daß die allgemein grundsätzlich geltende E i n st i m m i g k e i t aller Ratsbeschlüsse auch in diesem Fall gilt. Es wäre dies der erste Fall, daß der Völkerbundsrat mit der Auslegung eines internationalen Vertrages befaßt wird. Ein derartiges Verfahren würde jedoch nach der Art der Arbeiten des Internationalen Haager Gerichtshofes geraume Zeit in Anspruch nehmen, da vor dem Ende des Sommers kaum das Rechtsgutachten des Haager Gerichtshofes vorliegen würde, so daß die endgültige Entscheidung des Völkerbunds- rates in dieser Frage erstaufderSeptember- t a g u n g fallen könnte.
E n Dämpfer für Paris.
Ruhigere Beurteilung in der Times.
London, 27. März. (WTB. Funkspruch.) Die ,.T i m c s" schreibt bei Erörterung der Besprechungen zwischen London und Paris über Hendersons Anregung, es handele sich um ein offenbares Mißverständnis. Hendersons Anregung auf Prüfung der österreichisch-deutschen Vereinbarung durch den Völkerbundsrat habe die legale, nicht die politische und wirtschaftliche Seite der Sache betroffen, während Dr. Brünings Antwort sich hauptsächlich auf die letzteren bezog. Da der Reichskanzler aber hinzugefügt habe, die deutsche und die österreichische Regierung hätten keinen Grund, eine Prüfung der juristischen Seile zu scheuen, wenn andere Regierungen dies wünschten, dürfe man mit einiger (.uver icht Hof,en, daß er Hendersons Anregung akzeptieren werde.
Der Pariser Korrespondent der „Times" 'chreibt: Im Ton der französischen Presse ist ein 6cmcr.enbtoerter Wechsel eingetreten. Blätter, die sich noch vor zwei Tagen in den häßlichsten Ausdrücken gegenüber dem österreichisch-deutschen Plan ergingen, sind jetzt ganz bescheiden geworden und beeilen sich, Hendersons Aktion als eine eindrucksvolle Erneuerung der französisch-britischen Zusammenarbeit zu bezeichnen. Der Grund für diesen Wechsel ist, daß die französische Presse und sogar 'er Quai d'Orsay, nachdem sie den kaltblütigen Rat Hendersons angehört haben, sich jetzt ein» zestehen müssen, daß ihre ersten Schlußfolgerun- ',cn sich wohl mehr durch Schnelligkeit als durch ücbcrtegung auszeichneten. Es st wahrscheinlich, daß die deutschen und die sterreichischen älnterhändler sich sorgfältig nnerhalb der Grenzen gehalten Haien, die vom Buchstaben des Gesetzes bezeichnet sind.
Der Etat ist absolut abhängigvonderEnt- wickelung der Wirtschaft. Steuern und Zölle sind in einem Maße konjunkturempfindlich wie kaum zuvor. So ist das Problem tatsächlich ein wirtschaftliches, und alles hängt davon ab, wie die Wirtschaft sich gestaltet und wie weit dadurch die Arbeitslosen aufgesaugt werden. Für die Gestaltung der inneren Wirtschaft ist neben der Kapitalbildung entscheidend das Vertrauen in die Aufrechterhaltung der staatlichen Ordnung. Es wird wohl jetzt niemand mehr daran zweifeln, dah die Reichsregung und die Länderregierungen, nachdem wir durch den fürchterlichen Winter gekommen sind, jede Gewähr dafür bieten.
Vertrauen aber bedingt Belebung, und was dies wiederum bedeutet, sieht man, wenn man sich vergegenwärtigt, welche Verbesserung in der Vermögenslage der wertpapierbesihenden Bevölkerung allein dadurch eingetreten ist, daß die festverzinslichen Papiere und Aktien eine bedeutende Kursverbessserung erzielt haben. Noch wichtiger aber ist die Belebung deswegen, weil mit ihr sofort eine Anzahl Reichseinnahmen sich bessern, vor allem die beiden Konsumsteuern, Tabak und Bier, die mit der Zeit nahezu 2 Milliarden Mark erbringen sollen, so dann aber die äl m s a h st eue r und die Lohnsteuer, die beide im gleichen Schritt mit dem Gange der Wirtschaft gehen. Zu der Besserung im Innern muß aber auch eine Belebung des Außenhandels treten, lln'o hier sieht es leider, nachdem das Genfer Zollabkommen gescheitert ist, nicht besonders vertrauenerweckend aus. Obwohl man sich bei dem Neuen Plan völlig darüber im klaren war, daß Deutschland nur in Ordnung kommen und nur dann Repar a ti onen zah- teil könne, wenn man ihm eine Ausweitung seines Außenh andels ermöglicht, habe niemand von unseren Vertragsgegnern dazu bisher irgendwelche Anstalten getroffen. Im Gegenteil befinden wir uns in einer umgekehrten Entwickelung, die sofern sie anhalten sollte — allerdings zu großen Besorgnissen und Folgerungen Veranlassung geben sollte.
Der Reichstag geht in die Sommerferien.
Annahme des Zollermächtignngs- und des Osthilfegesehes. — Vertagung des Reichstages bis zum 13. Oktober.
Oie Koaliiionsknsis in Thüringen.
Ter Konflikt zwischen Bolkspartei und Nationalsozialisten.
Weimar, 26.März. (CNB.) Der Landes ausschuß der DeutschenVolkspartei Thüringens trat hier zusammen, um zu der politischen Lage in Thüringen Stellung zu nehmen. Nach einem Bericht des Fraktionsvorsihenden, 2Ibg. Dr. Witzmann, über die jüngste Entwickelung in der thüringischen Politik wurde eine Ent-
Die Verabschiedung des Reichsetats.
Reichsfinanzminister Dietrich über die weiteren Aufgaben der Reichsregierung.
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Die Scholle
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Chefredakteur.
Dr. Friede. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen.
Ar- zum bem und dem der Deutschen Bolkspartei. der Christlich-Sozialen und der Bayrischen Volkspartei im letzten Absatz lauten: „Steigt im Gegensatz zu dieser allgemeinen grundsätzlichen Preispolitik die vom Statistischen Rcichsamt ermittelte R e i ch s i n d e r z i f f e r für Ernährung über 13 3 und bleibt sie vier Monate aus diesem Stand, so hat die Reichsregie
GießenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhefsen
Berlin, 26. März. (WTB.) Reichsfinanzminister Dietrich äußerte sich vor Vertretern der Presse über die Bedeutung der Verabschiedung des Reichshaushaltes durch den Reichstag. Der Minister wies darauf hin, daß in der Erledigung des Etats vor dem 1. April, also vor Beginn des neuen Etatsjahres, ein großer Fortschritt zu sehen sei. Die Mehrheiten bei der Abstimmung waren so, daß sie auch dann ausgereicht hätten, wenn die Rechtsopposition im Hause gewesen wäre. Bei der Beratung habe sich das neue Verfahren, nach dem Ausgaben nur beschlossen werden können, wenn gleichzeitig für Deckung gesorgt wird — wegen dessen Einführung die Rechtsopposition aus dem Reichstage ausgezogen ist —, durchaus bewährt, wenn auch einige kleine Unfälle zu verzeichnen gewesen wären. Mit der ordnungsmäßigen Verabschiedung des Etats ist ein weiterer Schritt zur Wiederherstellung des Vertrauens getan, um die wir seit der Unglückswahl vom 14. September kämpfen.
Dah der Reichstag sich entschlossen hat, der Regierung die Ermächtigung zu geben, unbeschränkt zu sparen, wenn die Ausgaben zwangsläufig steigen oder die Einnahmen weiter sinken sollten, ist nicht nur ein Vertrauensbeweis, sondern ein A k t größterEntschlußkraft des Parlamentes. Wie gestern richtig bemerkt wurde, liegt in der Ermächtigung zwar nur die Möglichkeit, Abstriche an den gesetzlich und vertragsmäßig nicht gebundenen Ausgaben zu machen, doch verbietet die Bestimmung nicht, daß die Regierung im Wege des Gesetzes oder der Notverordnung, wenn deren Voraussetzung gegeben fein würde, auch in jene Ausgaben eingreift.
Der Minister kam bann auf die Erhöhung der Einkommensteuer zu sprechen, von der er hofft, daß der Reichsrat sie nicht guthei- h e n werde. Die Erhöhung der Tantiemen st euer bezeichnet er als eine Maßnahme, die auf die Dauer nicht zu Einnahmesteigerungen. sondern zu Einnahmeaussällcn führen würde.
Die große Frage ist, so führte der Minister weiter aus, wie sich das neue Iahr entwickeln wird.
Thüringer Koalition beteiligten Mitglieder der Volkspartei anzugreifen oder zu beleidigen. Gr habe ihnen gegenüber deshalb auch nichts zurückzunehmen. Nach wie vor seien die Nationalsozialisten bereit, sich an den interfraktionellen Verhandlungstisch zu setzen, so ungeheuerlich ihm auch die Angriffe der Volkspartei gegen Staatsminister Frick erschienen. Weiter wendet sich der Aufruf an den Landbund, die Wirtschastspartei und dieDeutsch- nationalcn und warnt diese vor Handlangerdiensten zur Bildung einer von der Sozialdemokratie geduldeten Minderheitsregierung, da dies den nationalen Aufbau Thüringens der Willkür von Links aus! efere. Der Ausruf schliess: Man werde, falls dieser letzte Warnungsruf ungehört verhalle, in Thüringen und im ganzen Reich zu einem grundsätzlichen und bis zum Letzten gehenden Oppvsitionskcimpf übergehen.
Abg. Hepp lLv.) befürwortet den Schutzzoll, der ein unentbehrliches Schutzmittel für die Landwirtschaft sei und gleichzeitig auch alle erforderlichen inneren LImstellungsmahnahmen bedinge. Das starre Zollsystem werde den jeweils sich verändernden Situationen nicht mehr gerecht, an feine Stelle trete die elastisch wirksame Zoll- ermächtigung, die nunmehr auf alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse, insbesondere die der baue r I ieben Derede - lungswirtschaft, ausgedehnt werden solle. Leider habe die Regierungsvorlage im Laufe der Ausschußvcrhandlungen Verschlechterungen erfahren. Das Gesetz, wie es nunmehr zur Verabschiedung gelange, habe das Landvolk in mancher Beziehung enttäuscht, Anderseits müsse festgestellt werden, daß durch aktivste Anteilnahme und durch den dauernden Einfluß des Landvolks schwere Schäden für die Landwirtschaft vermieden worden seien. Iene Parteien, die die Vertretung agrarischer Belange in so starkem Maße auf ihr Parteiprogramm geschrieben hätten. hätten durch ihre politische Enthaltung eine entscheidende Stunde im Sinne der Wahrung der Lebensrechte des Landvolkes auch diesmal wieder ungenutzt gelassen. Das Landvolk werde dem Gesetz z u st i m m e n.
Abg. Freybe (WP.) meint, bei der hohen Vorbelastung könne die deutsche Wirtschaft ohne
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Dr. Ben e sch
der Außenminister der Tschechoslowakei.
(Nach einer französischen Karikatur.)
Henderson plant einen neuen Schritt.
Tas Zollabkomu.cn soll vor den Völkerbundsrat
Paris, 27. Mär;. (WTB. Funkspruch). Die Agentur haoas veröffentlicht folgende offiziöse Auslassung: 3in Verlaufe der Unterredung, die Slaats- iefrclär Henderson und Außenminister v ri- and heute vormittag miteinander halten, haben die Staatsmänner sich über die w e i l e r en Schritte dcr diplomatischen Aktion betreffend den Plan einer »Iterreichisch-deulschen Zollunion ausgesprochen. Die negative Haltung der deutschen Regie r u n g hat die offiziellen französischen und eng liichen Kreise nicht überrascht. Die Verhandlungen werden übrigens zwischen den interessierten Regierungen auf dem gewöhnlichen diplomatischen Hege fortgesetzt werden. 3m übrigen ist man davon überzeugt, daß Berlin und Wien das grundsätzliche zwischen ihnen geschlossene Abkommen nicht vor der nach st en völkerbundslagung in Kraft sehen werden, auf der das Problem sicher zur Sprachekommen wird, da es ja nur des Antrags einer einzigen Macht bedarf, um es auf b i e Tagesordnung zu bringen.
Der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" will erfahren haben, daß die britische Regierung in der Frage des deulsch-öflerreichi-
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Beste u- billig- ihrer Art
, fein, wenn der Plan im gesamteuropäi- Kscheu Rahmen durchgcsührt werde und so gedacht fei, daß er den Belangen aller intcr- eff. rten Staaten entspreche. Eine beschränkte Konstruktion, wie die hier vorliegwürde ober weder dem politischen, noch dem wirtschaft- £ lichen Interesse der Tschechoslowakei entsprechen und auch die Lebensinteressen des Staates empfindlich berühren. Eine solche Konstruktion könnte aber auch die Inter- cssen anderer Staaten schwer treffen und fo neue, dem Frieden sehr gefährliche । Schwierigkeiten in Mi 11eleuropa bringen. Dabei tauche auch mittelbar die Po- - lilische Frage des Anschlusses auf. Der Standpunkt der Tschechoslowak.i zu dieser Frage | fei bekannt. Schon aus diesem Grunde könnte die Tschechoslowakei diese Pläne nicht an« nehmen.
Denesch berichtete über die Unterredung zwilchen Briand und Henderson und zeigte sich sehr 'ibefriebigt darüber, daß die ganze Angelegenheit dem Völkerbund vorgelegt werden soll, des'en Entscheidung die Tschechoslowakei mit voller Beruhigung entgegensehen könne und der sie sich gern unterordnen werde. Schließlich wies Benesch mit Genugtuung daraus hin, I, daß alle Besprechungen über das Zollabkommen zwischen den Staatsmännern der Tschechoslowakei einer fei td und Deutschland und Oesterreich andererseits in durchaus freundschaftlichem Geiste . geführt wurden und dah die guten Beziehungen , der genannten Staaten untereinander durch den
Vorfall nicht litten.
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