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Bühn« ^eninterftürmten. Ein anderer Zeuge will ges^en haben, daß. a'A die SA.-L«ut« übet die Tische nach dem Tisch sprangen, wo die der sozialdemokratischen Partei angehörenden An­geklagten sahen, dort noch alles ruhig war. Dann sei der Angeklagte G. aufgesprungen und habe gerufen, nur nicht schlagen, daS hat keinen Zweck. Andere Zeugen bekunden, dah allgemeines Ortsgespräch gewesen wäre, dah, falls di« Ra» tional-Sv^ialisten nach Ranstadt kämen, sie ihre Prügel erhielten. Dem zuletzt vernommenen Zeu­gen wuroe von einem DA.-Mann ein Gummi­knüppel mit dem Bemerken übergeben, dah dieser dem Angeklagten G. abgenommen worden fcL

Die Verhandlung wurde auf morgen vertagt.

OrbiShöhtreffen der evangelischen weiblichen Jugend.

Darmstadt, 23. Juni. Der Verband der evangelischen weiblichen Jugend in Hessen ver­anstaltete am Sonntag das 5. OrbiShöhtreffen, das bei günstiger Witterung und zahlreicher Beteiligung der Mädchen auS Helsen besten Ver­lauf nahm. Am Sonntagvormittag fand ein Gottesdienst statt, der durch den Posaunenchor Mörfelden mit einem Choral ein geleitet wurde. Der Pfungstädter Singkreis sang ein Lied. Pastor Rietymüller. der Vorsitzende des Reichsverban- des weiblicher Jugend, hielt di« Festpredigt. Vach dem Gottesdienst bewegte sich ein Zug von über tausend jungen Mädchen durch die Stadt Zwingenberg hinauf nach der Orbishöhe, wo di« Frühjahrsvertreterversammlung in Form einer kurzen Festversammlung abgehalten wurde. Die hessische Verbandsvorsihende Frau Pfarrer 3t le begrüßte die vielen Teilnehmerinnen und die Gäste. Pastor Riethmüller brachte die Grüh« und "Glückwünsche des Reichsverbandes und des Durckhardthauses. Schulrat Hassinger gab der Verbandsjugend den Wahlspruch mit:Die Sach ist dein, Herr 3esu Christ". Darauf sprach Pfarrer Kempf im Ramen der evang. Kirchen­gemeinde Zwingenberg und des Dekanats. Fvl. Jansen (Mannheim) brachte Grühe des be­nachbarten badischen Landesverbandes.

Darauf folgte der Heimbericht durch Pfarrer Strack. Frl. Limberger, die Leiterin der Heimhilfe, rief auf zur Mitarbeit als Heim­helferin. Darauf sprach Frau Pfarrer 3rle über das Banner. Rach der Mittagspause begann dann em fröhliches Treiben auf dem Spielplatz. Dessungcr Geiger spielten zum Tanze.

3m Anschluß daran gelangte ein kleines Fest­spielDie fünf klugen und die fünf törichten 3ungsrauen", das CEDerl* einer Mainzer Dich­terin. durch die Mädchenvereinigung der 3t>- hannesgemeinde zu Mainz zur Aufführung. Zum Schluß der Tagung hielt Pfarrer Rieth- müller noch eine kurz« Ansprache.

Oie Sorgen der Krankenkassen.

WSR. Fulda, 24. 3uni. Der Llnterver- band des Gesamtverbandes der Krankenkassen Deutschlands für Hessen und Hessen - Ras - s a u hielt hier seine diesjährige 3ahresversamm- lung ab. Rach den Begrüßungsansprachen und Erstattung des Geschäftsberichts durch den Ge­schäftsführer Köhler hielt der Leiter der Tu­berkulose-Beratungsstelle Fulda, Dr. Schmidt, einen Vortrag über das ThemaDiagnostik der Tuberkulose". Derbandsdirektor Schulte (Ber­lin) referierte darauf überTagesfragen der Krankenversicherung unter besonderer Betrachtung der Rotverordnunqen". Die mit großem Beifall ausgenommenen Ausführungen des Referenten fanden ihren Riederschlag in einer Entschlie­ßung, in der es u. a. heißt:

Die am 18. 3uni 1931 in Fulda tagende Iah- resversammlung des llntervecbandes für Hessen und Hessen-Rassau des Gesamtverbandes der Krankenkassen Deutschlands weist auf die immer ungünstiger werdende finanzielle Lage der Kran­kenversicherung hin. Die Krankenkassen haben auf Grund der Rotverordnungen ihre Beiträge bis an die Grenze des Möglichen herabgesetzt. Durch diese Deitragsherabsehung und den außerordent­lichen Rückgang der Grundlohnsummen infolge Lohnabbau und Einführung von Kurzarbeit sind die Beitragseinnahmen der Krankenkassen, ins­besondere in den letzten Monaten, derart gesunken, daß die meisten Krankenkassen schon jetzt mit ihren Beiträgen die Ausgaben nicht mehr decken können. Durch die Rotverordnung ist bisher lediglich der Versichert« getroffen worden, während demgegen­über die Ausgaben für Sachleistungen, insbeson­dere für ärztliche Behandlung und für Kranken­pflege entsprechend noch nicht gesenkt wurden, zum Teil sogar höher geworden sind. Die Mitglieder­versammlung bedauert auf das lebhafteste, daß die zuständigen Stellen es bisher nicht für not­wendig befunden haben, die Gebührensätze für Aerzte, Hebammen usw. dem Beitragsrückgang bei den Krankenkassen entsprechend zu senken.

Gleichzeitig hält di« Mitgliederversammlung die immer mehr unverständlich« Einschränkung der Selbstverwaltung der Krankenkassen im Interesse der Krankenversicherung sür abwegig. Den Kran­kenkassen sind aus verschiedenen Gebieten, z. B. der Arbeitslosenversicherung, der Dersorgungsheilbe- hcmdlung der Kriegsbeschädigten, sowie in der 5a- milienwochenhilfe wesensfremde Ausgaben über­tragen worden, di« den Krankenkasten enorme Ver- waltungsarbeiten aufbürden und die Verwal­tungsausgaben erheblich erhöhen. Die durch die neue Rotverordnung den Krankenka'sen auserlegte Verpflichtung, für verspätet gezahlte Arbeits-

losenversichrrungsbcittäge von den Arbeitgebern Verzugszuschläge zu erheben, zeugt von einer un­glaublichen Unkenntnis der großen Schwierigkeiten des Deitragseinzugcs. Die Mitaliederver'amm- lung muß hier verlangen, daß diese Derpslichtung aufgehoben und die Erhebung von Verzugszu­schlägen wie bisher in das pslichtmähige Ermessen des Kas'envorstandes gestellt bleibt. Die Dergü- tungssätze für die Einziehung der Arbeitslosen- versicherungsbriträge sind ungenügend und müssen erhöht werden: besser wäre es aber, wenn die Krankenkassen von der Last des DeitragSeinzuges für die Arbeitslo'enversicherung befreit würden."

Wirtschaft.

Atempause für die Wirtschaft.

In letzter Minute hat der Präsident der Ver­einigten Staaten mit seinem Angebot, für sämtliche Schuldenzahlungen einschließlich des nicht kommer­zialisierten Teiles der deutschen Reparationszahlun­gen einen Zahlungsaufschub von einem Jahr zu gewähren, in die in Deutschland beinahe schon zur Katastrophe herangereiften Geschehnisse eingegrisfen. Allein schon die Tatsache, daß etwas geschehen soll, hat eine günstige psychologische Wir­kung ausgeübt. Besonders die Börse, die in den letzten Wochen vom schlimmsten Pessimismus be­fallen war, erlebte unmittelbar nach der Erklärung Hoovers im Einklang mit der Festigkeit sämt­licher ausländischen Börsen eine geradezu f e n Ra­tionelle Hausse. In Anbetracht der sich auch noch nach der 2-v. H.-D iskonterhöhung fort­setzenden starken Devisenanforderungen, die die Reichsbank zu Kreditrestriktionen zwangen, war es aber von noch viel größerer Bedeutung, daß sich ebenfalls fast unmittelbar eine internatio­nale Besserung der Reichsmark durch- setzte, wodurch das Zentralnoteninstitut in die Lage versetzt wurde, die Privatdiskontnotiz wieder aufzu­nehmen. Aber auch die internationalen Warenmärkte wurden durch die Ankündigung Hoovers aus ihrer Ruhe herausgerissen und erfuhren durch die plötzlich einsetzende Nachfrage auf der ganzen Linie mehr oder minder hohe Preis st eigerungen. So wünschenswert und dringend notwendig eine Be­lebung der Wirtschaft auch ist, muß doch vor einem Optimismus, wie er in den letzten Tagen zum Aus­druck kam, nachdrücklichst gewarnt werden. Daß für Deutschland das Angebot Hoovers zunächst nur eine Atempause bedeutet, hat auch der Reichskanzler Dr. Brüning in einer Rundfunkrede nachdrück­lichst betont. Die Einnahmen des Staates feien durch den Ausfall an Steuern weit hinter dem Voranschlag zurückgeblieben, so daß trotz des amerikanischen Vor­schlages an der Notverordnung nicht gerüttelt werden dürfe. Die neuen schweren Belastungen für die deutsche Wirtschaft und das gesamte deutsche Volk werden sich aber erst in den kommenden Monaten auswirken, und es wird sich dann erst zeigen, ob eine völlig darniederliegende Wirtschaft lediglich auf Grund von Stimmungsmomenten wieder aufgerichtet werden kann wobei durchaus nicht verkannt werden soll, daß diese für einen Umschwung mitbestimmend sind. Bevor noch nicht mehr als ein Moratorium erreicht ist, heißt es daher nicht den Kopf verlieren. Uebereiltc Käufe, vor allem seitens des Handels, könnten die Märkte am Ende noch völlig verwirren, denn den dadurch steigenden Preisen steht doch keineswegs vermehrte Kaufkraft gegenüber. Die Effektenbörse, die am Dienstag schon bedeu­tend zurückhaltender war, scheint die Situation nach dem ersten Freudentaumel auch bereits erfaßt zu haben, zumal auch die Meldungen aus dem Wirt­schaftsleben vielfach zur Vorsicht mahnen. Die Z a h l der Arbeitslosen hat in der Zeit vom 1. bis 15. Juni nur um 67 000 abgenommen und beträgt immer noch 4 Millionen. Man kann wohl annehmen, daß die Arbeitslosigkeit auf diesem Stand zunächst beharren wird, da die Saisonberufe kaum mehr auf­nahmefähig sind. Am Ruhrkohlenmarkt ist infolge der Notverordnung und der Hoffnungen auf eine Preis­ermäßigung ein scharfer Rückschlag eingetreten. Viel Beachtung sand auch der Abschluß der Norddeutschen Wollkämmerei in Bremen, der neben einem Verlust von 24 Millionen Reichsmark allein Bankschulden von 140 Millionen Reichsmark ausweist, was natür- sich einschneidende Maßnahmen zur Folge haben muß.

Beurteilung der Währungsfrage.

Jedesmal, wenn auf dem Gebiete der Außen­politik Unruhemomente auftauchen, macht sich auch in der Wirtschaft eine besorgte Stimmung breit. Das war im Mai 1929, im September Oktober 1930 und auch in der jüngsten Gegenwart der Fall. Meist gibt die Bewegung am Devisenmarkt den ersten Anlaß, Devisenkäufe und Kapitalflucht folgen. In solcher Lage werden dann sehr leicht Gerüchte ge­glaubt, die bei ruhiger Beurteilung sofort als unzu­

treffend erkannt werden könnten. Wie in den frühe­ren kritischen Zeiten, so hat auch diesmal die Reichs- bank die Währung absolut sicher aufrechterhalten. Sie kann dies auch ohne weiteres, da ihr genügend sicheren Erfolg versprechende Mittel und Maßnah­men zur Verfügung stehen.

Von dem Mittel der Diskonterhöhung hat sie be­reits Gebrauch gemacht, mit dem Erfolg, daß die Devisennachfrage erheblich nachgelassen hat. Die Reichsbank würde auch nicht zögern, das noch strengere Mittel der Kreditrestriktion anzuwenden, falls dies notwendig würde. Auch von feiten der Reichs- und Staatsfinanzen drohen der Währung keine Gefahren, denn die Reichsbank ist gegenüber dem Reich durchaus selbständig, das durch die rigo­rosen Maßnahmen der Notverordnung für die Ord­nung seines Etats sorgt.

Unter diesen Umständen ist es vollkommen un­überlegt, wenn hier und da aus falscher Besorgnis Guthaben von Geldinstituten abgehoben und ins Ausland gebracht werden. Abgesehen davon, daß die Guthaben in Deutschland in keiner Weise ge­fährdet sind, ist es ein wirtschaftlicher Widersinn, wenn zum gleichen Zeitpunkt, in dem in Deutschland wegen des starken Kapitalmangels die Zinssätze in die Höhe gehen die Schweizer Banken für die aus Deutschland geflüchteten Guthaben nicht nur keine Zinsen mehr zahlen, sondern sogar für Einlagen Dcpotaelder sich zahlen lassen. Eine ruhige, nüch­terne Ueberlegung läßt also erkennen, daß zu Be­sorgnissen kein Anlaß vorliegt. Das deutsche Kapital soll in Deutschland bleiben und die deutsche Wirt­schaft mit Kredit versorgen!

*

* Millionen - Anleihe der Stadt Frankfurt a. M. Die Stadt Frankfurt a. M. hat gestern eine neue Anleihe in Höhe von 1 Mil­lion Mark abgeschlossen. Die Anleihe ist zum Kurse von 92 Prozent auszahlbar, wird mit 7 Prozent verzinst und nach zehn 3ahren rück­zahlbar.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 26.3uni. Tendenz: un­sicher. Die Börse eröffnete im Hinblick auf die Liquidatton in sehr stiller Haltung. Die Spekulatton übte daher größte Zurückhaltung, zumal auch die internationale Politik noch immer keine Klärung erfahren hat. Ein weiterer iln* sicherheitssaktor war die im Verlaufe der gest­rigen Reuhorker Börse «ingetretene Abschwä­chung. Rachdem man im Vormittagsverkehr schwächere Kurse genannt hatte, war zu Beginn des offiziellen Verkehrs eine festere Haltung festzustellen, wenn auch die gestrigen Abend­schlußkurse nicht immer erreicht werden konnten. Die Grundtendenz war indessen als nicht un­freundlich anzusprechen. Man hofft, daß die Durchführung des Hooverschen Moratoriums­planes nicht an dem Widerstand Frankreichs zum Scheitern kommen wird und glaubt die Abreise Stimsons nach Europa als ein günsttges Moment bewerten zu können. Hingegen machten die wei­teren Geldkündigungen, die mit dem Hooverschen Plan kaum in Zusammenhang stehen dürften, einen ungünstigen Eindruck auf die Marktlage. Gegen die gestrigen Kurse war die Kursgestaltung uneinheitlich, doch überwogen Kursrückgänge bis 1 v.H. Am Elektro­markt setzten die meisten Papiere bis 2 v. H. schwächer ein. Von Chemieaktten waren Gold­schmidt minus 2,25 v. H., Deutsche Erdöl minus 1^ 8 v.H. und Metallgesellschaft minus 1,5 v.H. stärker gedrückt, wogegen JG.-Farbrn mit minus 0,25 v. H. knapp gehalten waren. Am Montan­markt waren verschiedentlich Kursbesserun­gen um 1 v.H. festzustellen, doch ergaben sich anderseits auch Verluste von 1 bis 1,75 v. H. Die Kaliwerte konnten ihren Kursstand um 1,75 v. H. bessern. Von Bankaktien Danatbank minus Iw. H. und Reichsbankanteile minus 2,25 v. H. Von Einzelwerten lagen Harpener, Wayß Frrhtag. Süddeutsche Zucker gut behauptet. Deutsche und ausländische Anleihen knapp gehalten. Am Psandbriefmarkt herrschte sowohl für Liqui­dationspfandbriefe, als auch für Goldpfandbriefe, bei letzteren besonders für Rheinische Hypotheken-

Pfandbriefe, eher etwas freundlichere Stimmung. Reichsschuldbuchsorderungen waren ziemlich un­verändert. 3m Verlaufe trat keine bemerkens­werte Veränderung der Situation ein. Die Kurse blieben unter leichten Schwankungen auf dem Ansangsniveau gehalten. Am Geldmarkt war TageSgeld leicht gefragt und zog auf 7 v. H. an. Rur Reportgeld stellte sich auf 7,5 bis 8,5 v. H. 21m Devisenmarkt lag die Reichsmark gegen Dol­lar 4,2135, gegen Psunde 20,5013, London gegen Aeuyork 4,8650, gegen Paris 124,30, gegen Mai­land 92,94, gegen Madrid 51,50, gegen Schweiz 25,1025, gegen Holland 12,0875.

Berliner Börse.

Berlin, 26. Juni. (WTB. Drahtbericht.) Auch heute blieb die Grundtendenz weiter freund- l i d). Vorbörslich nannte man meist schwächere Kurse, doch wiesen die ersten Notierungen dagegen wieder Erholungen auf. Wenn auch die Kurse kein einheit­liches Aussehen zeigten und zum Teil bis 2 v. H. unter gestern Mittaaschluß lagen war doch eine stärkere Widerstandskraft unverkennbar. Die Nachricht, daß Staatssekrär S t i m s o n schon am Samstag seine Europareise antreten wird, stimulierte. Da man hieraus erkennen will, daß die Verhandlungen Amerika-Frankreich gute Fortschritte machen, zumal Italien jetzt Hoovers Vorschlag bedingungs­los angenommen hat Auch die bevorstehende Zusammenkunft der deutschen und französischen Staatsmänner sowie die offizielle Bestätigung eines 100-MiUionen-Dollar-Kredit-Abschlusses wirkten be­ruhigend. Nach neuen Zeitungsmeldungen soll in Amerika sogar die Absicht bestehen, der Reichsbank durch die Federal-Reserve-Bank einen zweiten Ulti­mokredit einzuräumen. Diese Melduna ist aber noch nicht bestätigt. Der gestrige matte Schluß der Neu- Yorker Börse wirkte nur wenig verstimmend. Es herrschte natürlich in Anbetracht des heutigen Liqui­dationstages stärkere Zurückhaltung, es kam verschie­dentlich Prämienware heraus, und die Spekulation sowie Teile der Kundschaft schritten noch vor dem Ultimo in Anbetracht des hohen Prolongationssatzes ,ui Glattstellungen. Chade, Svenska und Konti- Gummi waren besonders stark abgeschwächt, dagegen waren Deutsche Kreditanstalt^ Holzmann, Mannes­mann, Buderus, Stolberger ^ink bis 2,5 o. H., Reag sogar 4 v. H. fester. Die Geldsätze blieben unver­ändert. Reichsschuldbuchforderungen waren etwas ge- drückt. Pfandbriefe noch nicht zu übersehen. Im Ver­laufe wurde es zunächst etwas fester. Die Besse­rungen betrugen etwa 1 o. H. BMW., die anfangs schwach lagen, konnten sich auf die Ausführungen in der gestrigen Generalversammlung wieder gut er­holen. Auch Svenska zogen etwas stärker an.

Schweineniarkt in Grimberg.

+ Grünberg, 25. 3uni. Der heutige Schweinemarkt hatte einen Austrieb von 408 Ferkeln. Es kosteten bis 6 Wochen alt« Ferkel 1214 Mark, 68 Wochen alte 1618 Mark, 813 Wochen alte 2025 Mark. Tendenz: mäßig, es verblieb Ueberstand.

Schweinemarkt in Wetzlar.

* Wetzlar, 25. Juni. Der gestrige Schweine- markte war beschickt mit 495 Ferkeln und 18 Läu­fern. Der Handel war von Anfang an rege. Bevor- Zugt wurden 5 bis 6 Wochen alte Ferkel, während nach älteren Ferkeln und Läufern wenig Nachfrage bestand. Es wurden folgende Preise bezahlt: Für 5 bis 6 Wochen alte Ferkel 12 bis 14 Mark, für 7 bis 8 Wochen alte Ferkel 15 bis 19 Mark für 9 bis 10 Wochen alte Ferkel 20 bis 21 Mark je Stück. Läufer erzielten fast keine Gebote und konn­ten nicht notiert werden. Der Markt wurde bei ge­ringem Ueberftanb frühzeitig geräumt.

Letzte Nachrichten.

Vorläufig keine Llmbildung des Reichskabinetts.

Berlin, 26. Juni. (WTB. Drahlmeldung.) 3n den letzten Tagen find in der Presse Meldungen auf- gelaucht, die von einer bevorstehenden U m b i l - dungdesReichskabinelis wissen wollen. 3n unterrichteten politischen Kreisen bezeichnet man diese Frage jedoch vorläufig als überhaupt nicht akut. Auch in führenden Kreisen der Deut­schen Volkspartei wird die Auffassung vertreten, daß jetzt selbstverständlich die Außenpolitik den Vorrang hat und innerpolitische Fragen unter ollen Umständen ruhen müssen. 3n diesem Sinne dürfte sich der Kanzler in den nächsten Tagen auch mit dem Führer der Deutschen Volkspartei ver­ständigen. Rach unseren 3nformationen ist auch nicht damit zu rechnen, daß Dr. Brüning in absehbarer Zeit das Wirtschaft-- und 3 u st i, m i n i st e - rium neu beseht. 3nnerpolilische Verhandlungen sind vielmehr nicht zu erwarten, solange die großen außenpolitischen Fragen, um die es jetzt geht, nicht zu einem gewissen Abschluß gekommen sind.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 v.H., Lombardzinsfuß 8 v.H.

vranliun u. 1>I.

Berlin

.tranliun a. .

Berlin

«Schluß- lurd

1-Uhr- STufa

(Schluß- lur

Anfa g- Kurs

Schluß- lur<

Kurs

Schluß» 'urS

Anfang« aurs

Datum

25.6.

26.6.

25 6.

26.6.

Datum

25.6.

26.6.

25 6

26.6.

6% Deun-ve tHetihoaniethe 0.192.

78,5

78,75

Hamvurg-Amertta Pale^ .

Hamburg-Südam. Dampsfchif

. i

49

49

48,5

7% Deutsche 9iei(f)#anlcipe 0.1929

95,25

106

5>4% ^ouiifl-ynlcthe von 1930 . Deutsche Anl.-Ablöl.-Schuld mit

71

70

Hansa Dampfschiff . . .

. 0

81.5

52,4

Norddeutscher Llond ....

. 6

51

50,4

51

50,5

Aullos..Rechten.......

52

52,3

52

A.S. für Verkehrswesen Akt.

50

49

49.5

TeSfll. ohne Audlos.-Rechte . . 8% Heil. LolkSslaat von 1926

5,55

5,4

5,5

5,25

Berliner Handelsgesellschaft .

8

106

105,9

105.75

88,5

Lommerc und Privat-Bank .

7

103.25

103

103,25

103

(rüchablb. 102%)......

89

Darmstädter und Naitonalbank 8

113,5

112,5

113

112,5

Cbcrhclien Provinj-Anleihe mit

Deutsche Bank und

Auelos.-Rechten......

Ttsconto-Gesellfchast. . .

Dresdner Bank......

6

102

101,5

102

101,75

Deutsche Komm, satnmelabl.

6

102.5

102

102,5

102

Anleche Serie 1.......

8% Franks. Hyp.-Bank Soldpfe

50,1

50,25

Reichsbank........

1?

143,5

141,25

141,5

141,5

15 unkündbar biS 1935 ....

7% Franks. Hnp.-Bank woldpfe

98,25

»

.'l.C.®...........

. 7

96 5

95.5

96.25

94

Bergmann........

. 9

69.75

unkündbar bl» 1936 Serie 16 *y*% Franks. Hyp.-Ban« Ligu..

96

Seht. LieierungSgesellschast.

Licht und Krall......

10

10

111

114.25

113.5

112,25

114,4

112,25

113,25

Pfandbriefe.........

Rheinische Hyp-Bank-Liau

Goldpse...........

87,25

Reifen & Guilleaume.... Gesellschaft sür Slektrifche

6Y1

73

71

72,65

71,4

87,75

Unternehmungen ....

9

108

107.25

106,75

106,4

6% Pr. LandeSpfandbriesanslalt.

Rheinische Elektrizität . . .

. 9

106

105

106.75

Pfandbriefe R. 19......

100

100

Schuckert Ä (£o.......

11

126,75

1252.5

125,75

7% Pr. LandeSpsandbriefanstall.

Siemens & Halöke.....

14

157

156

156.4

156,25

Pfandbriefe R. 10

95,5

LahmeyerL Lo.......

12

113

-

112,5

109

4% Oesterreichliche Goldrente . .

19,5

_

19,65

Buderus.........

. 4

42,5

42

43,25

4,20% Lesterreickiiche Sicherrente

1,3

Deutsche Grdbl......

. 6

69

67.75

69.4

68,25

4% Ungarische Goldrente ....

4% Ungarische Staatirente v. 1910

16,75

16,8

Gelsenkirchener......

. 8

72

71.25

70,75

70

14

14.1

Harrener.........

. 0

60

59,5

4>4% deSgl. von 1913 ....

14,25

14,25

Hoejch ttifen........

. 6

53,25

52,25

5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

7,75

8.9

Ilse Bergbau.......

«löcknerwerie.......

10

150

149

148

2,5

2,75

2,65

2,75

. e

55,5

54

54.13

54,4

Käln-Neuessen.......

ey,

58,5

Serie 1..........

2,75

2,75

2,75

ManneSmann-Röbren . . .

. 6

67

68

66,25

68

1% deSgl. Serie II.......

2,75

2,75

2,55

Manöselder Bergbau ....

. 0

30,5

29,5

30

5% Rumän. vereint». Rente v. 1903

7.13

7,05

Oberichles. Koköwerke . . .

. 8

_

67,4

67,5

4^,%Rumän.vereinh.Rentev.lS13

14,6

14,75

Phönix Bergbau......

*¥t

48

49

47,75

4°o Rumänische vereinh. Rente .

5,85

5,8

5,75

Rheinische Braunkohlen . . .

10

159,5

159,75

158,5

2yt% 1. ana^ller......

14,25

14

14,1

Rheinstahl........

. 6

75

73,25

73,75

72,5

tfraniiun a. JJi.

.Serin,

Gchluß- luri

1-Uvr- f=r r«

Echlutz- fur<

Anfang- Kurs

Datum

25.6.

26.6

25.6.

26.6.

Riebet! Montan......

1,1

Vereinigte Stahlwerke . . .

4

46.75

46.75

47

46.75

Olavi Minen......16*/,

24

23,13

23,5

Kaliwerke Aschersleben . . .

10

127

128,5

127,5

127,75

Kaliwerke Westeregeln .

10

133

131,5

131,25

Kaliwerke Salzdetfurth .

15

201,5

2,0

201.25

201

g. ®. Farben-Industrie . . .

12

136

135,75

135.65

135,5

Verein, diem. Industrie Frank-

surt a, M.........

«in

_

Scheide anstatt.......

10

124

124

_

Goldschmidt........

0

42

39,75

41,5

40,25

RürgerSwerke.......

5

44

44

44,5

Metallgefellschafl......

5

61

59,5

61

Philipp Holzmann.....

*

78

78,25

79,5

Zementwerk Heidelberg. . .

Cementwerk Karlstadt. . . .

7

7

54

85

Wayß & Freytag ....

C

25,5

26

24,5

Schultheis Payenhoser . . .

15

_

135

133,5

Aku (Allgemeine Kunstseide)

0

79

78

78,25

77,75

Bemberg.........

0

89

88

89,75

88,5

Zellstoff Waldhos.....

12

72

72,5

71,4

Zellstoff Aschaffenburg . . .

6

69,75

69

Dessauer GaS.......

9

122,5

123.25

Daimler Motoren.....

0

27

27,25

26,65

26,65

Deutsche Linoleum ....

b

65

65

64

63,25

Crenftein & Koppel ....

0

45,25

42

41,65

Leonhard lieg......

8

93

93,4

92

Svenska.........

15

235

237

234.5

Lbade..........

240

239

242

238

Frankfurter Maschinen . . .

0

11

11,5

.

Grchner.........

Mainkraftwerke Höchst a. M..

e

3M

_

32,25

Süddeutscher Zucker ....

löj

111

111

Banknoten.

Berlin, 25..Juni

Meld

Srie?

Amerikanische Roten.......

4,209

4,229

Belgische Noten.........

58,51

58,75

Dänische Noten.........

112,43

112,87

Englische Noten .........

20,488

20,568

Iran-ofische Noten........

16,46

16,52

Holländische Noten........

169,36

170,04

Italienische Noten........

22,03

22,11

Norwegische Noten........

Deutsch-Oeslerieich, ä 100 Schilling

112,48

59,02

112,92

59,26

Rumänische Noten........

2,487

2,507

Schwedische Noten........

112,76

113,20

Schweizer Noten.........

81,53

81.85

Spanische Noten.........

39,42

39,58

Ungarische Noten........

73,25

73,55

veoifenmarkl Berlin Frankfurt a. M.

25. Juni

26. Juni

Amtliche Notierung' l^eld 2ries

Amtliche Notierung

Geld Brief

Helsingsor« .

10.591

10,611

10.591

10,611

Sßlen. . . .

59.15

59,27

59,15

59.27

Prag . . .

12,467

12,487

12,467

12,487

Budapest. .

73.46

73,60

73,43

73,53

Sofia . . .

3,049

3,055

3.049

3,055

Holland . .

169,38

169,72

169,38

169,72

l ito ... .

112,69

112,91

112,69

112,91

Kopenhagen.

112,72

112,94

112,71

112,93

Stockholm

112,86

113,08

112,86

113.08

London. . .

20,475

20,515

20,475

20,515

Buenos Aires

1,337

1,341

1,331

1,335

Neuporl . .

4,209

4,217

4,209

4,217

Brüssel. . .

58,61

58,73

58,61

58,73

Italien. . .

22,04

22.08

22,04

22.08

Pari« . . .

16,473

16,513

16.473

16,513

Schweiz . .

81,60

81,76

81,56

81,72

Spanien . .

39,71

39,79

39,86

39.94

Danzig. . .

81,86

82,02

81,86

82.02

Japan . . .

2.080

2,084

2,081

2,085

Rio de Ian..

0,317

0,319

0,321

0,323

Jugoslawien.

7,450

7,464

7,448

7,462

Lissabon . .

18,61

18,65

18,61

18,65