das
die Zauer
Oer Sinn der Nervosität.
Von Dr. med. W. F emmig.
Sie Nervosität ist heute ein (Solldübel.
bracht wurde.
** Diät - Kochkursus. Auf mehrfachen Wunsch wird am Donnerstag, 29. Januar, Frau Oberin Bennemann einen Diät-Kochkursus abhalten. Näheres erfahren die Hausfrauen im heutigen An»
des Jnf.-Regts. 15.
Anlauf von Hofgut Löwenthal durch den hessischen Staat.
= Bad-Nauheim, 25. San. Seit langem find Verhandlungen im Gange zwischen der hiesigen Bad- und Kurverwaltung bzw. dem hessischen Staat und den Freiherrn v. Löw wegen 2In- kauf des diesen gehörenden Hvf gutes Löwenthal durch den Staat. Nachdem den Finanzminister die Genehmigung des Kaufs au» Mitteln des Erneuerungsstockes schon vor einiger Zeit gegeben hatte, sind die Verhandlungen nun abgeschlossen und bedürfen nur noch der formellen Bestätigung. Als Kaufsumme werden rund 40 000 Mark genannt Hof Löwenthal, zu dem etwa 30 Morgen Land, meist salzhaltige Wiesen, gehören, liegt im Wettertal zwischen Steinfurth und Wisselsheim. Das Gut soll zunächst von dem derzeitigen Pächter weiter bewirtschaftet werden. Lieber besondere Absichten der Bad- und Kurverwaltung ist noch nichts bekannt.
Aus her provinzialbouptstadt
Gießen, den 26. Januar 193L
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viele Menschen ergriffen hat Man schiebt diese Krankheit auf die Llnrast unseu^ Zeit, auf die Steigerung des Verkehrs, auf die zermürbende Berufsarbeit, die immer mechanischer und monotoner wird. Da die Nervosität in sehr vielen Fällen durch das Fehlen körperlicher Krank - heitsetscheinungen gekennzeichnet ist, bildete sich allmählich die Meinung heraus, die Betreffenden seien nur eingebildet krank. Nur guter Wille und Selbstbeherrschung, dann wäre alle» gut. Do einfach ist gegen die Nervosität aber nicht an- zulommen.
In den Laienkreisen wird in den meisten Fällen Ursache und äußerer Anstoß der Nervosität verwechselt. Cs muh hierfür eine gewisse Disposition vorhanden sein. Die Ursache der Nervosität ist deshalb nicht die Hetzjagd, sondern der nervöse Charakter. Die Hetzjagd ist nur der äußere Anlaß, daß die Nervosität zum Durchbruch kommt. Die Dinge liegen so, daß die äußeren Anlässe in heutiger Zeit mehr gegeben sind, als in früheren 3obren.
Die Nervosität wird wohl immer auf die schwachen Nerven geschoben, jene geheimnisvollen Stränge, die den Körper durchziehen. Die seelische Beunruhigung wird aber nicht erkannt. Das Nervensystem leitet die seelische Untaft seines Trägers in den Körper hinein, wo sie dann in nervösen Störungen zutage tritt, d. h. die Nerven spielen in den meisten Fällen der sog. Nervosität die Nolle, daß sie die Erkrankung der Seele nach außen fortleiten. Was die Vererbung der Nervosität betrifft — ein Schlagwort, das in Laienkreisen soviel Unheil angerichtet hat, denn viele Nervöse sehen sich dazu verurteilt, im nervösen Zustand zeitlebens zu leben, bloß weil vielleicht ein Vorfahre einmal an nervösen Störungen litt — so ist nur die Anlage, d. h. die Fähigkeit, nervös zu werden, vererblich. Deshalb braucht der betreffende noch lange nicht dem nervösen Zustand zum Opfer zu fallen, ja er kann sogar, wenn die günstigen Bedingungen erfüllt sind, es zu außerordentlichen Leistungen im Leben bringen, ohne jemals an Nervosität zu leiden.
Die Anlage zur Nervosität wird gekennzeichnet durch stark entwickeltes Gefühlsleben, das I übermäßigen Schwankungen unterworfen ist, und I einem anormalen Phantasieleben. Aus diesen I beiden Komponenten erklärt es sich auch, daß die nervösen Störungen so vielerlei Gestalt an- I nehmen, und in manchen Fällen sogar zu sicht- I lieben Körpererkrankungen führen müssen. Die geistigen Kräfte des Menschen entwickeln sich im Ober- und Unterbewuhtsein. Bei Tage arbeitet das Oberbewuhtsein, obwohl auch hier es sehr I oft vorlornrnt, daß die Störungen des Unter» [ bewußtseins ans Tageslicht gelangen, wenn das I Ober- oder Wachbewuhtsein zu ermüden beginnt. Das Unterbewuhtsein ist sozusagen die Negi- stratur, hier ist alles geordnet, hier ist jedes Erlebnis festgehalten. Das Unterbewuhtsein tritt in seiner Arbeit deutlich in die Erscheinung, wenn in der Nacht das Oberbewuhtsein völlig schläft. Dann kann es sich völlig auswirken (allerdings arbeitet es auch bei Tage, nur tritt das Wirken nicht in die Erscheinung), um die Urinftinfte des Menschen an d.e Oberfläche treten zu lassen. I Diese sind durch unsere Kultur gehemmt. Aber | diese Hemmungen können auch beim normalen Menschen im Traum Wegfällen, denn jetzt arbeitet, ohne daran gehindert zu Werden, das Unterbewuhtsein. Während der Gesunde absurde Gedanken ohne . weiteres abstreift, leidet der Nervöse unter der Disharmonie zwischen be- wuhtem und unterbewußtem Streben. D.e am Tage mühsam versteckten Gedanken und Wünsche finden des Nachts im Traum ihre Erfüllung. Es sind vielfach Negungen. die mit dem über- moralischen Empfinden des Betreffenden nicht vereinbar sind, und diese Zerrissenheit muß natürlich sich auf die Seele auswirken. Der Nervöse hat also viel mit seinem Innern zu tun, er verbraucht innerlich viel Kräfte, denn er wird mit den Dingen nicht so leicht fertig, wie der Gesunde, und dabei soll er nach außen hm noch dasselbe leisten wie der gewöhnliche Sterbliche. Er soll also das Doppelte leisten, was eine fortgesetzte Ueberbürbung ist, die sich eines Tages auswirken muh. , JC1 , .
Man kann sagen, der Nervöse verbraucht seine Kräfte am unrichtigen Ort. denn er ist gar nicht so schwach, wie vielfach die Meinung besteht. Die Nervosität ist in den allermeisten Fällen seelisch bedingt, und deshalb kann auch öiele Störung nur auf dem Wege der seelischen Beeinflussung wieder behoben werden. Was soll man von den „schwachen" Nerven halten, die heute kräftig sind, um morgen wieder elend zu fein? Allerdings hält man es in vielen Fällen für sehr schwer, den Nervösen dazu zu bringen, daß er seine Idee von den schwachen Nerven aufgibt. Alles nimmt er ernst und rennt sich dadurch immer weiter ins Unglück. Ist er einmal auf dem Wege der Besserung, dann fürchtet er immer
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Tempo der Kation* HW veitergesührt wird, stylt. Das würde dazu r weitere Kreise arbeit ausscheiden,- öffentlichen Hmd immer _t>mmt das Gefährlichste mlich daß immer mehr miMch arbeiten voiim, ’n können. Sollten in che Uebcrlegungm bin- cait, <ÜS müsse zuerst s ßme gar nicht schaden, nach einem solchen Chaos Dodm lie/ie -, sollte sich ag vcrschassen, so wird die am auch die Staatsüber solchen Theo- rnfter Drlsall.) Dir lassen ?r dem Mäntelchen natio- dir haben krine Angst,vor [eumtmngen; wir sind
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Zielpunkt der Reise hatte sich die 3ugn* btt Berg Athos mit seinen Klöstern, die WönchS- repuvlik Hagian Orvs in Griechenland gewählt» die von ihnen auf den Zilmstreiseii g»n>uM\ wurde, nachdenr es bisher keiner Filmgesellschaft gelang, die Genehmigung zum Filmen zu erlangen. Den fröhlichen Wanderern war es außerdem beschieden, die Akropolis zu At^en zu sehe>^ bei den Hirten des Bilion zu weilen amt» b« den Fischern von Trikei einige vage zu blcibei^ ihre Gebräuche kennenzulernen und mit ihn« auf das Meer hinauszufahren. Der Film war zugleich ein Werk der Landschaft, die in Bilder« festgehalten war, wie sie der 'Berufsoperateur kaum besser erfassen konnte. Das Lagerleben, bat die Iungens hielten, bot vielerlei Gelegenheit, dem Humor Raum zu lassen. Der Eindruck des ganzen wurde verliest durch einen kurzen Vortrag des Führers der Gruppe, Robert O loerm a n n. Eine besondere Note erhielt diese Kultursiluv- Vorstellung noch durch den Gesang einiger schöner Wanderlieder. Die IungenS derPsadsink?er gruppe Gießen maetten sich darum i>erdient und ernteten herzlichen Beisall, besonders für ein griechisches Sseltreiberlied, das sehr gut zum Vortrag ge
tan b durch Krankheit verhindert, das für den 1. Februar angesagte Konzert abzuhalten. Sie hat sich einer großen Operation unterziehen müssen und ist für die nächsten Monate nicht in_ der Lage, zu konzertieren. Sie hat Aber ausdrücklich gebeten, das Konzert nicht als abgesagt, sondern nur als aufgeschoben zu betrachten, und es kann nach dem Stande der bisherigen Verhandlungen angenommen werden, daß das Konzert im November d. 2. stattfinden wird. SS war bei der Kurze der zur Verfügung stehenden Zeit bis zum nächsten AbonnementSkonzert schwer, einen vorläufigen Ersatz zu finden, und zwar einen Ersatz, von dem anzunehmen war, daß fein Kommen allen Freunden und Gönnern der Kon-ertveranstallun- gen eine Freude sein würde. DaS ist hoffentlich dadurch gelungen, daß das hier so gern gehörte, vortreffliche Wendlingquartett aus Stuttgart sich bereiterklärt hat, in die Bresche zu springen. Es wird am Sonntag. 1. Februar, an Stelle von Edith Lorands Violinkonzert ein Quartettabend stattfinden. DaS Programm liegt noch nicht ganz fest, wird aber umgehend mitgetedt werden können.
Bezirken eine Anzahl der tm Frühjahr in das Inland gekommenen und der Ruckkehrpflicht unterworfenen polnischen Landarbeiter nach beendeter Saisonarbeit bestimmungswidrig auf der Arbeitsstelle verblieben ist, wurde Vorsorge getroffen, daß auch diese der Rückkehrpslicht unterliegenden Landarbeiter spätestens nach beendeter diesjähriger Saisonarbeit restlos in ihre Heimat zurückkehren. Die Zahl der fonstigen vorschriftswidrig beschäftigten ausländischen Landarbeiter ist noch immer verhältnismäßig groß. Es wird in Zukunft ganz besonders daraus geachtet, daß unter keinen ilmftänben mehr ausländische Arbeiter beschäftigt werden, als vom LandeS- arbeitsamt zugelassen worden sind. Unerlaubt zugewanderte ausländische Landarbeiter werden nach ihrer Ermittlung umgehend aus dem Lande geschaßt. Gegen Arbeitgeber, die solche Arbeiter beschäftigen oder sonst in irgendeiner Weise die Bestimmungen über die Beschäftigung ausländischer Ganöarbeitec außer acht lassen, wird un- nachsichtlich eingeschritten.
Wirtschaftspolitische Forderungen der Nationa sozialisten.
In der überfüllten Turnhalle am Oswaldsgar- ten sprach am Samstagabend auf Veranlagung der hiesigen Ortsgruppe der NSDAP, der nationalsozialistische ReichstagZabg. Gottfried Feder über wirtschaftspolitische Forderungen der Nationalsozialisten. Der Redner polemisierte zunächst gegen den Aussatz des ehemaligen Reichsministers von Raumer „Krise des Kapitalismus?" in der Samstagaus- gäbe unseres Blattes und lehnte dabei Herrn von Räumers Standpunkt in allen Teilen ab. Sodann beschäftigte er sich mit der deutschen Außenhandelspolitik. wobei er sich mit Entschiedenheit gegen die hohe Einfuhrzisfer, insbesondere veranlaßt durch die Einfuhr von Lebensmitteln, die auch auf der deutschen Scholle gebaut werden könnten, aus"'—a V Wenn die H'llfte der bisherigen jähr- Iid.cn Geb nsmittele n'uhr von etwa vier Milllar- de.. ...all zur Unterstützung der Gandwirtschaft verwandt werde, könne in einigen Jahren das deutsche Volk völlig aus der eigenen Scholle ernährt werden. Hierauf besprach der Redner eingehend die deutsche Verschuldung an das Ausland, die er auf 71,5 Milliarden Mark bezifferte. Er nahm hierbei nachdrücklich Stellung gegen_ die Zinsknechtschaft des deutschen Dolles gegenüber der internationalen Hochfinanz. Deutschland müsse jährlich an Zinsen zahlen: rund 2,5 Milliarden für die wirtschaftliche Verschuldung an das Ausland, 2 Milliard. Vounezahlungen, 2 Milliar- I den für Mieten an ausländische Hausbesitzer, die in der Inflationszeit rund 400 030 Häuser in Deutschland für ein Spot geld erworben hätten, I eine weitere hohe Summe, die aber zahlenmäßig
•• (Er ft er Frühlingsbote. Heute morgen wurde uns dec erste Bote des kommenden Früh- I finge in die Redaktion gebracht. Herr Hch. Knoch (Gießen), Sonnenstraße, hatte einen Schmetterling gefunden, der reichlich frühzeitig die schützende Hülle verlassen hatte. Das Leben des vorwitzigen Schmetterlings dürfte wohl nur von kurzer Dauer sein.
*• Gastspiel Paul Wegeners im (Siebener Stadttheater. Aus dem Stadttheater- bureau wird uns geschrieben: Infolge des großen Erfolges des vorjährigen Wegener-Gastspieles hat die Intendanz sich entschlossen, den großen Eharak- tersd-auspieler Paul Wegener mit seinem Berliner Ensemble zu einem einmaligen Gastspiel auch in dieser Spielzeit zu verpflichten. Wegener.wird mit seinem Ensemble am Montag, 2. Februar, das Trauerspiel: „Maria Magdalene" von Friedrich Hebbel zur Aufführung bringen. Die Intendanz macht darauf aufmerksam, daß bei diesem Gastspiel die Zehner-Karten in Zahlung genommen werden.
** Vortrag über die Kriegsschuld- lüge. Der heutige Vortrag über die Kriegsschuld- lüge in der Versammlung des Sparerbundes und der Volksrechtpartei (siehe Tageskalender) fei zu I allseitigem regen Besuche empfohlen, damit dem Vortragenden aus England bekundet wird, daß unser I Volk dieser wichtigen Frage in der Tat große Auf- I merksamkeit widmet.
DrandinzweiBaubuden. Heute gegen 3.30 älhr wurde die Feuerwehr nach dem Dau der Orthopädischen Klinik gerufen, da dort zwei Baubuden in Flammen standen. Eine der beiden Buden brannte vollständig aus, die andere konnte zum großen Teil erhalten werden. Die Feuerwehr ging mit dem Wasser, das sie selbst mitgebracht hatte, dem Feuer zu Leibe und hatte die Gefahr bald beseitigt, so daß sie gegen 5.50 Ufjr wieder abrüden konnte. Der Schaden ist, dem Wert einer solchen Bude entsprechend, nicht allzu groß. — Wie uns hierzu von der Kriminalpolizei noch mitgeteilt wird, handelte es sich bei Liefern Brande um eine Brandstiftung, der offenbar ein Einbruch vorausgegangen ist. Man I vermutet einen Racheakt. Die Polizei hat zwei Beamte und einen Polizeihund zwecks Ermittlungen zur Brandstelle entfanbt. Was aus den Hütten gestohlen worden ist, steht bisher nicht fest.
•• Deutschnationaler Handlungs- gehilfen-Verband. Man berichtet uns: Die diesjährige Iahreshauptversammlung der hiesigen Ortsgruppe des DHV. hatte einen außerordentlich guten Besuch aufzuweisen. Der vom Vorstand erstattete Iahresbericht zeigte trotz der äugen- blicktichen Notzeit eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung auf allen Gebieten der Verbandsarbeit. Der Mitgliederbestand konnte im verflossenen Iahre um rund 10 Prozent gesteigert werden. Das Anfang August 1930 neuerrichtete Heim hat viel Belebung in alle .Gliederungen der Ortsgruppe gebracht und toirtt sich besonders auf dem Gebiete der Allgemein- und der Berufsbildung günstig aus. Die Berichte der Vorstandsmitglied der, sowie der Vorsitzenden der einzelnen Abteilungen gaben hierüber ein anschauliches Bild. Eine gute Entwicklung zeigt die Iugendgruppe und die Gruppe der fahrenden Gesellen im DHV., die im vergangenen Iahr ihr eigenes Gandheim ! im Salzböoetal einweihen konnte. An Nebenabteilungen bestehen innerhalb der Ortsgruppe der Bund reisender Kaufleute im DHV., der Männerchor Deutscher Sang im DHV., die Schachgilde, Keglerabteilung, Musikergilde und die Laienspielschar. Sozial- und gewerkschaftspolittsch hat sich die Ortsgruppe lebhaft betätigt, die Finanzen sind gesund. Als Vertrauensmann der Ortsgruppe wurde Schwarz für den eine Wiederwahl ablehnenden bisherigen Vertrauensmann Schaub gewählt. Der Vorstand wurde zum großen Teil aus den bisherigen Vorstandsmitgliedern neugebildet, jedoch durch die Hinzuwahl mehrerer Iunggehilfen erheblich verjüngt. Der bisherige Vertrauensmann Schaub wurde als Beisitzer einstimmig in den Vorstand gewählt. Der von der Gaugeschäftsstelle anwesende Herr Klein (Frankfurt) konnte in seinem Schlußwort der Ortsgruppe und ihrer bisherigen Leitung die gute Arbeit bestätigen und den Dank der (Sau- leitung aussprechen. Nachdem Geschäftsführer Schroeder noch einen Bericht über die tarifliche Lage in Gießen gegeben hatte, fand die Versammlung ihr Ende.
•* „Iungens." Im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße ging am Sonntagvormittag ein herz» i erfrischender Film über die Leinwand. Im Bilde war die Reise einer Gruppe von Pfadfindern i durch Griechenland festgehalten. Don der Abfahrt aus der Heimat bis zum Abschied von den Bergen der griechischen Klöster zog an den Zuschauern das frisch-fröhliche Treiben der Gruppe I vorüber, die nach echter Pfandfinderart ausgezogen war, um ein fremdes Land kennenzulernen und zugleich eine Kulturmissivn zu erfüllen. Al-
Wieder einen Rückfall.
Dielfach wird dem Nervösen vorgeworfen, daß es ihm an dem nötigen Willen fehle. Er brauche | ja nur zu wollen und die Energie aufzubringen, । dann könne er auch gesund werden. Wenn die Nervosität der Deckmantel für ein Ziel ist, das sich der Nervöse gesteckt hat, und das er auf geradem Wege nicht erreichen kann, so kann er nicht gleichzeitig gesund sein wollen. Man darf den Nervösen nicht als willensschwaches Wesen bezeichnen, denn im Mittelpunkt der Nervosität steht die seelische Zerrissenheit, dem äußerlichen 2a steht ein viel stärkeres Nein entgegen. Der Wille kann erst dann wieder Erfolg haben, wenn im Leben des Nervösen ein neues Ziel geschaffen ist, auf das er seine Kraft konzentrieren kann. Es gilt also, ihn von dem ganzen Gebiet seiner seelischen Zerrissenheit abzulenken, was aber große Geduld erfordert.
Verschärfte RückkehFpflichi für ausländische Landarbeiter.
Die Bestimmungen über die Rückkehrpflicht ausländischer Landarbeiter sind neu geregelt worden. Anträgen auf Befreiung ausländischer Landarbeiter von der Rück- kehrpflicht wird künftig nur noch in besonderen Ausnahmefällen (z. D. schwere Erkrankung) statt- gegeben werden. 5)ie_ Entscheidung liegt der zuständigen Polizeibehörde ob. 2n Zweiselssällen sind die Anträge dem Ministerium des Innern zur Entscheidung vorzulegen. Da in einzelnen
preutzeu.
Kreis Wetzlar.
> Wiß mar, 24. Ian. Die IubiläumS» Ausstellung des hiesigen Geflügelzuchtvereins war gut besucht. Das Preisgericht unter dem Dörsih von Otto Södler, Nieder-Ge- münden, hatte die Bewertung vvrgenommen: p3un- desjubiläumspreis W. Klar, Wißmar (auf Andalusier): Bundcsehrenpreis W. Hofmann, Lollar (Rhodeländer), und K. Forbach. Wißmar (Plymouth): Derbandszuschlagpr. is A Lhnker, Lollar (Rheinländer): Dereinswanderpreis W. Klar. Wißmar (Andalusier). 22 Ehrenpreise: Ehr. Steiß, Gleiberg (Lachshühner): Aug. .Seibert, Wieseck (Minorka): Alb. Bechthold, -Launsbach (Rhodeländer): Th. Reeh, Wißmar (Italiener): K. Forbach, Wißmar (Plymouth): W. Schmidt, Wieseck (Dlheinländer): Gottl. Möck, Wißmar (Reichshühner): L. Sommer, Gießen (Orloff, rotbunt); K. Zimmermann, Lollar (Thür. Flügeltau- ben); K. Erb, Wieseck (Holl. Weißtauben): W. Müller, Krofdorf (Leghorn, weiß): O. Dellen, Lang-Göns (Barnevelder): Fr. Mandler, Wißmar (Brakes, gold); H. Mülich, Lollar (Italiener): K. Erb, Wieseck /Italiener): W. MooS, Krofdorf (Bronze-Puten): Mustergeflügelhof Funk, Gießen (Brahma): Iakob Schlier, Dorlar (deutsche Möven): Alb. Fuchs, Lollar (Italiener)^ Heinr. Müller, Ruttershausen (Sternheimer Ba- detten): W. Moos, Krofdorf (Goldfasan): W. Schmidt, Wieseck (deutsche silberhalsige Zwerge). Dazu kamen noch 35 „Sehr gut". 41 „Gut 2" und 17 „Gut 3" zur Derteilung. Das 2 5jährige Bestehen des Dereins wurde am Sonntagnachmittag geleiert. Bei dieser Gelegenheit wurden die noch lebenden Gründer Heinrich Abe^ Ludwig Best fern, Heinrich .Bittendorf, Georg Fleck und Heinrich ©freier besonders geehrt.
Kreis Biedenkopf.
TRodheima. d.D ober, 23. Ian. Der Ausschuß für Iugendfrflege der Orte Rod- Heim a. d. Bieber, Fellingshausen und Bieber tagte gestern abend im Saale des hiesigen Rathauses, um Maßnahmen zur Betreuung der erwerbslosen Iugend zu beraten. Gleichzeitig waren solche Personen zu der Sitzung ein» । geladen, die nicht unmittelbar im Dienste bet Jugendpflege stehen, welche aber bei dem in Frage stehenden Werke als Referenten herangezogen werden sollen. Es wurde beschlossen, die Einrichtung in Verbindung mit dem Arbeitsamt Wetzlar zu schaffen, damit den Bestimmungen entsprochen werde, welche das Arbeitsamt stellt, um die Jugendlichen von der Pflicht der Meldung bei der allgemeinen Meldestelle zu befreien. Aus diesem Grunde soll der Direktor des Arbeitsamtes zur nächsten Sitzung eingeladen werden. Dieser Besprechung ging Ende voriger Woche eine Besprechung mit dein Kreisjugend» amt T iedenkopf in Gladenbach voraus, dio aber oo' kommen ergebnislos verlief. Die gestrigen Verhandlungen lassen dagegen auf eine baldige positive Lösung der Frage schließen, falls durch das Arbeitsamt nicht unverhergesehene Schwierigkeiten hineingetragen werden.
T Waldgirmes, 24. Ian. Bei der hiesig Brennholzverfteigerung wurden bezahlt! I für einen Raummeter Duchenscheit 11 bis 13 Mk., | Knüppel und Eichenscheitrr 6 bis 8 Mk., 8 Meter I Duchenastreiser 10 bis 13 Ml.
Zum Schutz gegen fö fhka$üridu/iwvp und Erkaltung ' W
noch nicht ermittelt sei, für Dividende an ausländische Beteiligung in unserer Industrie. Der Arbe Uct r.ig der schaffenden deutschen Kräfte werde auf diese Weise von der internattonalen Hochfinanz mühelos errafft, und dagegen müsse sich das deutsche Volk entschieden wehren. Der ungeheure Steuerdruck und die riesigen Schuldenzinsen seien lediglich auf die Herrschaft
des Hochkapitalismus zurückzuführen. Erst
wenn das Geld wieder zum Diener der Wirtschaft gemacht werde, könnten wir auf ein Wiederaufblühen unserer Wirtschaft rechnen. Nachdem der Redner betont hatte, daß b.i allen Airleihen der Kapitalismus seinen Gewinn mache, die schassenden Klassen aber allein zu zahlen hätten in der Form von direkten und indirekten Steuern, erklärte er, der Nationalsozialismus habe vor allem für die deutschen Arbeiter zu sorgen; in deren Interesse fordere er Senkung der Mieten, damit auf diesem Wege die Finanzkreise des Groß-Hausbesitzes nicht länger mühelos Gewinne einstecken könnten, weiter nahm er unter dem gleichen Gesichtspunkt Stellung gegen die hohe steuerliche Belastung, insbesondere gegen die indirekte Besteuerung. Um eine grundsätzliche Aenderung unserer Wirtschaftspolitik zur Befreiung von der Zinsknechtschaft herbeizuführen, müsse das gesamte Geldwesen in die Hand des Staates zurückgesührt und die Reichsbank, die jetzt ein Privatinstitut sei, verstaatlicht werden; wie das Cisenbahnverkehrswesen, sei auch der Geld- verlehr ledig.ich unter sozialen Gesichtspunkten nach den Erfordernissen des Gemeinwohls zu gestatten. Zur Durchführung großer öffentlicher Aufgaben müßien für eine verhältnismäßig kurze Liebe rgangsze.t S'.aatskassen-Gutscheine aus- gegeien werden, mit deren Hilfe die Wirtschaft angefurbect werden könne; als Sicherheit für
I diese Notmaßnahme müsse der Wert der damit geschaf enen Werke gelten. Wetter sei die Errichtung sozialer Dau- und Wirtschaftsbanken zur Finainzierung von Wohnungsbauten und zur Losung der Arbeitslosenfrage notwendig. Schließlich forderte derRedncrVerstaatlichung der Elekl-rizitätsversorgung und die Wiederaufro> lung der Aufwertungsfrage. Am Schlüsse seiner Darlegungen setzte sich der Redner für die Verwirklichung des allein auf sachkundige Autorität gestützten Führertums auch auf wirtschaftlichem Gebiete ein. , „ .. r ,
Im Anschluß an den mit lebhaften Derfalr angenommenen Vortrag fand eine kurze Aussprache statt, die nur dadurch beeinträchtigt wurde, daß der Diskussionsredner Privatdvzent Dr. May er infolge Ausgleitens von der Bühne in den «Saat- raum stürzte und infolge körperlichen Schadens dann seine Einwände gegen einige Punkte des Referenten vorzeitig abbrechen mußte. Abg. Seher antwortete auf die streng sachlichen Beanstandungen Dr. Mayers in gleicher ruhiger Sachlichkeit.
Bornotizen.
— Lageskalender für Montag. Ortsgruppe Gießen des Hypothekenglöubiger- und Sparer-Schutzverbandes und der Doiksrecyt-Par- tei: Oeffentliche Versammlung, 20,15 Llhr, Kath. Dereinshaus, Redner: Divian Str anders:
Kriegsschuldlüge, Versailler Diktat, Frankreichs politische Ziele". Iustizrat Drink (Berlin):
Enfchuldungslüge, Dawesplan. Voung-Diktat . I -Arbeitsgemeinschaft der Militär- und Regr- mentsvererne: Vortrag von Prof. S t r an de r s, 20 15 Llhr, Kath. Dereiirshaus. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die drei von der Tankstelle". — Astoria-Lichtspiele: „Der Mann aus Rerada und „Der schwarze Domino".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Dienstag, 19.30 Uhr, Erstaufführung des Lustspiels „Leinen aus Irland" von I Kamare. Die Spielleitung dieses Lustspiels hat Dr.
Ritter. Die Rolle des Schlesinger spielt Herr Bruck. . . .
— Jom Konzertverein wird uns ge- I schrieben: Wie schon im Programm vom 2. Sym- | phoniekonzert bekanntgegeben wurde, ist Edith L o-
rit ,
deutschen Dolle auferlegt au ertragen. Verständigung
— Der Goethe-Bund hat, wie uns geschrieben wird, für den dritten Dich.erabcnd dieses Winters den jungen Dichter Ernst Penzoldt zu einet Vorlesung aus eigenen Werken eingcla- den. Der Dichter wird aus seinem Roman „Die ^k>rtugalesische Schlacht", der den Grundstock seines Dühnenwerkes bilbet, sowie aus seiner „Po- wenzbande" vorlesen. We>m der Gvethe-Bund mit I zeigenteil, dieser Veranstaltung einen langgehegten Wunsch, in der Reihe seiner allwinterlichen Dichterabende KoMMÜNd0Vechse1
auch einmal jüngere, weniger bekannte, aber höchst . . .__zä
wertvolle Dichter den Gießener Literalurfreunden DCl ÖCF jJlUrvUrgCF (yOFtltfOH. vorzustellen, zum ersten Male erfüllt, wird es eine W«SN Marburg, 25. Jan. Der bisherige Kon> Pflicht aller Kreise unseres Kunst- und Geistes- manbeUr bcs hiesigen Ausbiidungsbataillons 3nf-* lebens sein, durch allseitiges Interesse dem Bund , 15 Maior Ältvater-Mackensen, ist hierfür zu danken. (Siehe heutige Anzeige ) mit Wirkung ab 1. Februar in den Stab des Grup-
— Lichtspielhaus Bah nhofstra he. ^mmandosl (Berlin) versetzt worden unter Der Film „Drei von der Tankstelle der bereits gleichzeitiger Ernennung zum Leiter des Lchrganaes ein zweitesmal verlängert wurde, läuft unwiderruf- ; r Leibesübungen in Wünsdorf. An seine hiesig* sich heute zum letzten Male. ^Stelle tritt Major Sommer, bisher im Stabe


