Ausgabe 
25.9.1931
 
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ideltzPD. e gründen eine eiterpanei".

Der Gojiolbtnwfr» einem IBe/dM fest- LanderFreien in oereinbar fei rifltell 2n bittet lie öadel*, bie biet)« beruhen Abgeordneten geblalt, bas betannt* ungen unterljäü, aus von biefen neun Lv. daß (le sich dem t unterwerfen, 5 a j e I* m i t a r b e i- !bg. Seydcwih, Äo|en- int, Ddiingbaus uni t SPD. Set)bra\^ xg abgegeben, in bet uptungen, mit denen efchluh neuen (onbtr- er Opposition begrün- i. Nicht um die Partei in Bücher* undDie (andern mit dem reiheit. Wenn (chon rbeit an einer trih|d)en dem 2lus|d)lu6 >ute das auf den Bt- ungsterror» und dem entgegeßMtt- 2ln alle, die mir uns grflärung weiteres

n hohen Mden.

die Zeit gekommen ist, die Grundlagen für die Verwirklichung de» Sozialismu» zu legen und daß demgemäß die Politik der Partei orientiert fein muß, richten wir die Mahnung, sich ohne Furcht zu ihrer Ueberzeuguna zu bekennen und uns bei dem schweren Werk zu helfen, das wir unternommen haben in dem einzigen Gedanken, den Weg zu ebnen für die Befreiung der unterdrückten und ausgebeuteten Rlaffe des Proletariats.

WieBerlin am Morgen" dazu erfahrt, hat die Oppositionsgruppe in einer Reichskonferenz beschlos­sen, nicht vor den Porteiausschußbeichlussen zu kapi­tulieren. Der von einigen Mitgliedern der Opposi- tionsgruppe gemachte Vorschlag, Anschluß an die Kommunistische Partei zu suchen, wurde von der Mehrheit a b g e l e h n t und beschloß (en. eine neue Partei unter Dem NamenSozia­list i s ch e Arbeiterpartei" zu bilden. Don den oben genannten Abgeordneten stammen Strobel und Seydewin au» dem Wahlkreis Chemnitz- Zwickau, Rosenfeld und Siemssen find Abgeord- ncie Thüringens, Ziegler vertritt Breslau, Fortune Frankfurt a. M. und vettinghaus W e st f a l e n - S ü d.

Oie Kandidaten der Nationalsozialisten in Hrffen.

D a r m ft a b t 24. Sept. Die Nationolfoeialiftische Deutsche Arbeiterpartei in Hessen hat für die Landtagswahlen eine vorläufige Kandidaten- liste ausgestellt. An deren Spitze (lebt der neue (Bau- luter aus Baden, Lenz (Darmstadt). Dann folgen der Landtagsabgeordnete Professor Vr. Werner (Butzbach), der stellvertretende Gauleiter W a is u n g (Darmstadt), der Gauprovagandaletter Tiefz (Darmstadt), Lehrer Kloster mann (Alsfeld), Schriftleiter Dr. Schwalbe (Darmstadt), Dr. Daum (Oppenheim), Gutsbesitzer Dr. Wagner, Dr med. Schilling, Bürgermeister Ritter (Gau-Algesheim), Dr. Schäfer (Offenbach) Land­wirt Seipel ^Fauerbach bei Friedberg), Jockel (Langen) und Diel (Gau-Obernheim).

Oer Landbund

für die Heffen-Aoiverordnung?

Darmstadt, 24. Sept. (DSN.) Nach einer Mitteilung derMVZ " soll der Canbbunbabgeorb- netc Glaser in der letzten Sitzung des Aeltcsten- ausschusses, in der die Notverordnung der Regierung bekanntgegeben wurde, solgende Erklärung abge­geben haben:Wir sind zur Mitarbeit bereit und helfen der Regierung bei b e r Durch­führung der Notverordnung. Don dem, was die uns nahestehende Presse bringt, rucken wir ab. Jedenfalls tonnen wir nicht dafür verantwort, lich gemacht werden."

Kleine politische Nachrichten.

Die Tagung des Landesausschusses der Hessi­schen Zentrumspartei ist aus Montag nach Darmstadt vorverlegt worden. Dagegen wurde der Landesparteitag auf den 18. Oktober vertagt. In der großen Kundgebung in der Mainzer Stadthalle wird Reichsinnenminister Dr. Wirth sprechen.

Die ReichSlag-sraktion bcS Deutschen Landvolk- hat die ReichSregierung ersucht, den Dutterzoll hüt sofortiger Wirkung in einem Umfange zu erhöhen, der der Lage der milcherzeugenden Landwirtschaft Rechnung trägt In einem weiteren Anträge ersucht daS Land- Volk, durch Kenntlichmachung ausländi­scher Agrarprodukte beim Verkäufer die (Irzrugnisse der bäuerlichen Wirtschaft bes Obst-, Ccmüfc- und Weinbaues vor werterem PreiS- t>:r'all zu schützen.

3n der Berliner Stadtverordneten­versammlung wu de ein deutschnationaler Antrag aus Abänderung der Magi- si ratsgehälter onfcncmmcn. Danach so len in ,n fünf t erhalten: Der O b c r b ü r g e r m c i - st er ein Jahr, e'alt von 27 000 Mark dazu eine i i )t ru e e a ige Aufwand e tschäoigung von monatlicp ROJ Mark: die Du rgerm el­fte r erhallen 22 000 Mark und 3000 Mark Auf­wandsentschädigung. Die 6 t a b t r ä t e im Ma- ciftrat sollen 16 000 Mark und die Bezirks- bürgermetfter die gleiche Summe erhalten. 6 t a o t t ä t e im Bezirk sollen mit 8400 bis 12 6C0 Mark besoldet werden.

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Krach mit bet Etadtvertoaltung in Andernach.

Eine stark besuchte Prote st Versammlung der Bürgerschaft wandte sich gegen die scharfen Maßnahmen der Verwaltung in der Einziehung der Steuern, ferner gegen die hohen Strompreise und gegen die Hal­tung der Verwaltung In der Angelegenheit deS S ch l a ch t h o s S. Man drohte erneut mit dem Lichtstrcil, wenn die Preise ckicht herabgesetzt werden. Die Versammlung forderte w.j.er Aus­lösung des Vertrags mit dem neuen Echlachlhofdirektor. Die Flcischerinnung stc.lte. falls ihre Forderungen nicht erfüllt wer­den, die Aufgabe fämtticher Mehgereibetriebe als gewerbliche Unternehmungen und Gründung von Filialen der Kölner Groß- schlächtereien in Aussicht.

Lin vereilclter Sprengstoffanschlag.

Die Aachener Staatsanwaltschaft gibt erst fetzt be­kannt, bah in ber Nacht zum 19. September a u f bas Lanbhaus eines Fabrikanten in Büsbach bei Stolberg (Rhlb.) ein Spreng- ftoffanfchIag versucht worben sei. Die Täter haben bas Vorhaben nicht ausführen können unb find geflohen. Im Graben bes Zufahrtweges zum Anwesen des Fabrikanten fanb man ein schwarz angestrichenes Kästchen aus Holz, aus dem zu beiben Seiten einstarkesEisenrohr ragte, bas m i t Spreng ft off gefüllt war. Ferner fanb man eine Blechsäge, Hwei Zündschnuren unb ein Reagenz- glas, bas eine Sprengkapsel enthielt. Außerdem ent­deckte man in ber Nähe ein bolchartiges Seitenge­wehr unb einen gelabcnen Trommelreoolver. Ein Stolberger Schmuggler hatte in ber frag­lichen Nacht mit Waren bepackt bie deutsch bektzische Grenze überschritten, unb fuhr auf seinem Fahrrad über bie Lanbstraße Zweifall.Stolberg, als er zwei Männer bemerkte, bie er für Zollbeamte hielt. Er suchte Schutz im nahen Walbbickicht, von wo aus er bie beiben Männer beobachtete, bie ebenfalls beloben schienen. In einiger Entfernung tauchten sodann Passanten auf, worauf bie beiben sich in ber Nähe bes Schmugglers versteckten. Der Schmugg ler erfuhr nunmehr von bem geplanten Sprengftoff- anschlag unb als bie beiben Männer bas Versteck verließen, benachrichtigte er bie Polizei. Unverzüglich würbe bie Gegenb durchsucht, man fanb bie Spreng­körper. Die Untersuchung ergab, baß sie fachmän - nisch montiert waren unb bei einer Ent­lobung eine fürchterliche Wirkung gehabt hätten.

Aus ber Provinziathaupifiabt.

Dießen, den 2S. September 1931.

C6fTt>erforflung der Erwerbslosen.

3m Anschluß an unseren Artikel .Wohin mit dem großen Obstüberfluß?" in unserer Ausgabe vom Mittwoch wird unS ein beachtenswerter Vorschlag zur Weitergabe an die zuständigen Stellen unterbreitet, den wir wegen semer Vor­teile nach zwei Seitenh in zur ernstlichen Erwägung und raschen Verwirklichung empfehlen. Der Mangel an Obst in den Familien der Sr- werbSlofen steht ebenso fest und ist genau so empfindlich, wie der Mangel an ArbertSkräften bei zahlreichen Landwirten in diesen Wochen der drängendsten Srnteakbeiten. Beiden Seilen könnte ein wertvoller Dienst erwiesen werden, wenn Erwerbslose zur Bergung der gro- ßen Obsternte herangezogen wurden, die für ihre Arbeitsleistung einen ent­sprechenden Anteil an der geborgenen Obsternte erhalten könnten. Die Familien dieser Leute hätten den Vorteil, bah sie auch mit P f l ü ck o b st versorgt würden und nicht nur mit Schüttel- oder Fallobst fürlieb nehmen müßten, eine Annehmlichkeit in der Versorgung, die zweifellos besondere Wertschät­zung verdient. Auf der anderen Seite hätten die Landwirte die Möglichkeit, mit Hilfe der Er­werbslosen da- Psluckobst beizeiten in einwandsreierWeisebergenzu können, ohne daß andere Arbeitskräfte des bäuerlichen Betriebe- von den übrigen landwirtschaftlichen Arbeiten weggenommen werden und ohne die Vergütung für die HilfSarbeit von Erwerbslosen in Geld leisten zu muffen, da- ja heutzutage bei der Landwirtschaft leider ebenfalls ein sehr rarer Artikel geworden ist. Für den Landmann ist noch von besonderer Wichttgkeit der Vorteil der er- heblichenWertstelgerung bei^flüd» o b st e s, wenn dieses bei der Ernte li> sorgsamer Weife von den Zweigen gepflückt und pfleglich beim Sammeln und bei der Lagerung behandelt wird. Dadurch gewinnt das Ob st schon in sich an Wert, der sich dann auch im Han­del durch entsprechende Erhöhung des PreifcS ausdrücken wird. Die Regelung dieser GrntehilsS- arbeit auf der Grundlage der Vergütung in Aaturallen durch Festsetzung eines gewissen Ob st ernte-A nteilS hätte aber auch den Vorzug, daß bei großzügiger Anschau­ung der Dinge und der Verhältnisse seitens der Arbeitsamtsbehörde wohl keine Schwierigkeiten hinsichtlich der Barleistung in der Erwerbslofen- unterstühung entstünden. Die bei der Obsternte als Hilfskräfte tätigen Erwerbslosen hätten ja bei dieser Regelung keine doppelte Geldein- nähme, und die Menge des beim Obstpflücken von den Leuten anteilmäßig erworbenen Obstes könnte wohl ohne Schwierigkeiten als eine Aus- nahmeerfcheinung angesehen werden, die man in dieser Rotzeit nicht mit dem sonst erforderlichen strengen Maßstab zu werten braucht. Wenn mit dieser Regelung bei der Obsternte gute Erfah­rungen gemacht werden, wäre eine gleichartige Vereinbarung wohl auch für die Kartoffel­ernte zum Ruhen beider Teile und im Interesse der Kostenminderung bei den Fürsorgekassen emp­fehlenswert. Es wäre erfreulich, wenn auf diese Weise durch eine Vereinbarung zwischen dem Arbeitsamt Gießen und den Ortsbauerschasten unter Derrn ttelung der Bürgermeistereien recht schnell ein Ergebnis zustande käme, dessen Aus­wirkung den Interessen beider Teile gerecht wer­den und durch die auch wieder etwas mehr Ver­stehen zwischen Stadt und Land herbeigesührt werden könnte. Wer in der Frage der Rutzbar- machung des gewaltigen Obstüberslusses kurz entschlossen und mit dem Willen zu positiver Leistung handelt, darf der vollen 3ur mmung der Oesfcntlichkeit in Stadt und Land sicher sein.

Christlich-sozialer Volksdienst.

In einer Versammlung der Ortsgruppe Dießen deJ E h r i st l i ch - s o z i a l e n B o l k s d i e n st e s sprach am Mittwochabend im (Safe Leib der ReichstJgsabgeordnete Bausch, Stuttgart, über das Thema3m Kampf um Deutschlands Zu­kunft'. Der Redner legte zuerst das Wesen des Christlich-sozialen Volkvdienstes und dessen Ver­hältnis zu anderen Parteien dar. 'Der Dolks- bienft fet eine religiöse evangelische Bewegung, die den Weg der Rachfolge Jesu auch im öffent­lichen Leben gehen wolle. Man dürfe nicht das allgemein menschliche Leben vom politischen Leben trennen. Gottes Gebote müßten auch in der Politik Geltung heben. Dieser Forderung breiten Boden zu schaffen, sei die Aufgabe des Volks- diensteS. Leider seien die bürgerlichen Parteien in ihrer Gesamtheit nicht christlich zu nennen: das Bürgertum habe vielmehr dem christentums- le ndlichen Marxismus die Entwicllungsmöglich- Ieiten verschafft Der Dolksdienst wolle sich als Bewegung sreihalten von _ den Einflüssen der Parteien, und er wolle dafür eintreten, daß das Christentum feine freie Stellung behalte. In der Wahl und dem Eintritt der.14 Abgeordneten des Bollsdienstes in den Deutschen Reichstag habe sich eine geistige Umftellung breiter Dolks- fchichten in ihrem Verhältnis zum Staate doku- ment ett. Cs habe sich das Bewußtsein durch- gerungen, daß dem Staate nur durch christliche Wahrhaftigielt geholfen werden könne. In seinen weiteren Ausführungen sprach der Redner über bie Stellung deS Volksdienstes zum Kabinett Brüning. Der Volksdienst bejahe das Kabinett Brüning auS drei verschiedenen Gründen: Brü­nings Persönlichkeit sei die Gewähr dafür, daß seine Handlungen aus christlichen Bindungen her­aus bestimmt seien. Brünings staatsmännische Qualitäten seien hoch einzuschäyen, er sei so habe der bcu^nationale Ianufchauer gesagt der Beste seit Bismarck: seine sittliche unb mora­lische äleberlegenheit über die Parteimänner habe sich in der mutigen Tat der Aufrichtung der Staatsautorltät gegenüber der Parteiwirtschaft bewiesen. Der außenpolitische Grund für die Be­jahung der Regierung Brüning fei die praktische Umwertung der Erkennln s, daß die Klarheit der .nnenpollttschen Verhältnisse die Voraussetzung für eine großzügige Außenpolitik sei. Er habe die Sanierung angestrebt, er wolle Ordnung im Reich und in den Ländern, um bann mit freien Händen den Voungplan angreifen zu können. Tatsächlich lasse sich feststellen, daß der Voung­plan in seinen Grundfesten erschüttert sei. Brü­ning habe mutig unpopuläre, dabei aber tocit- chauende Politik getrieben. Das Kabinett selbst habe allerdings nicht die ungeteilte Zustimmung Jes Dolksdienstes. Dem Kabinett Brüning gegen­über fasse der Christlich-soziale Volksdienst seine Forderungen in folgender Form zusammen: De- rücksichttgung der Ansprüche der KriegSbeschädig­

ten, Abbau der hohen Pensionen, Schaffung von Siedlungen für die Arbeiter. Sinfluhnahme aus die Wirtschaftspolitik. Behauptung der Staats­autorität gegenüber dem Großkapital ufw Rach- bem ber Rebner noch einige spezielle Vorgänge ber Außenpolitik (Zollunion, Hoover-Morato- rium, Ausgabe deS Goldstandards in England) behandelt hatte, betonte er, daß der Christlich-- oziale Volksdienst den Weg einer sachlichen, ver­antwortung-bewußten Arbeit im Dienstes des Vaterlandes gehen werde unb ein großes, offene- Bekenntnis zur evangelischen Gemeinschaft gegen baS Antichristentum anstrcbe. Der Vortrag würbe sehr beifällig ausgenommen.

Taten für Fre tag, 25 September

Sonnenaufgang. 6.15 älhr, Sonnenuntergang: 1818 Llhr. Wonbausgang: 18 06 Uhr, Wonb- untergang: 422 Uhr.

1555: Abschluß de- Augsburger Religion-» frieden-. 1849: der Komponist Johann Strauß Der Aeltere in Wien gestorben.

Vornotizen.

Tage-kalender für Freitag. Rabikaldemokratifche Partei: 20-30 Uhr. Turn­halle, Steinstraße. Oeffentliche Äunbgcbung. Coss Edel: Handgewcbeausstellung von Schloß Westerburg bes BDI. Lichtspielhaus Bahn­hofstraße:3m Westen nichts Reue-". Astoria- Lichtspiele:Auf Leben unb Tob" undDer Karawanenführer von Oklahoma".

GemeinbetagberPetrusgemelnbe. Man schreibt uns. Am Sonntag von 14 30 älhr ab beabsichtigt die evangelische Petrusgemeinde, ihre Glieder zu einem Gemeindetag auf der Liebigühöhe zu versammeln. Der Verein für Christliche Musik wirb bie Veranstaltung eröffnen und im Verlaus des Rachmittags verschiedene Musikstücke zum Vortrag bringen. Die Mitglieder der beiden Iugendvereinigungen, sowie bie Kin­der der Kinderklrche werden die Zusammenkunft durch verschiedene Aufführungen und Volkstänze beleben. Der Frauenchor der Petrusgemeinde und ein Knabenchor werden mehrere Lieder vor­tragen. außerdem sind Ansprachen und gemein­same Lieder vorgesehen. Die Kinder haben Ge­legenheit, bet schönem Wetter im Freien zu spielen. Der Rachmittag soll den Gemeinde­gliedern die Möglichkeit geben, in froher Ge­selligkeit beisammen zu sein und soll sie zugleich Hinweisen auf die Rotwendigkeit festen Zu­sammenhalts in der Gemeinde. Es ist jedermann herzlich willkommen. (Siehe heutige Anzeige.)

** Mittwoch-Abend! AuS dem Stadt- thcaterbureau wird uns geschrieben: DaS wird ein Begriff freudigster Erwartung für alle Thea­terfreunde rings um Gießen werden. Denn das Abonnement im Stadttheater Gießen für diesen Tag wird das Abonnement ber Menschen werben, benen bie Theaterkunst trotz, ober sollen wir nicht besser sagen, gcrabe in der schweren Zeit noch Wert und Wille ist. Die Vorstellungen werden am Mittwoch stets bereits um 19,30 Uhr, eventuell sogar schon um 19 Uhr, beginnen, um allen die Möglichkeit zu geben, die letzten Züge zu erreichen.

Verhandlungen über den neuen Angestelltentarif. Gestern fanden hier zwischen den Vertretern des Arbeitgeberverban­des für Lahngau und Oberbeff en und den Ver­tretern der Angestelltenverbände Verhandlungen über den neuen Angestellten-Gehaltstarif ab 1. Oktober statt. Von den Vertretern deS Arbeit­geberverbandes wurde unter Hinweis auf die schwierige Wirtschaftslage gefordert, mit Wirkung ab 1. Oktober bie Gehaltssätze, die am 1. Mat 1925 in Kraft waren, wieder in Geltung zu setzen. Diese Regelung würde eine Gehaltsfenkung von 10 bis 15 Prozent, je nach den verschiedenen Grup­pierungen, bedeuten. Die Vertreter der Ange­stelltenverbände erklärten, daß sie über diesen Vorschlag zunächst mit ihren Verbandsmitgliedern sprechen müßten. Die Verhandlungen wurden darauf vertagt, eine neue Sitzung wurde für den 2. Oktober vorgesehen.

D i e Luthergemelnde feierte, wie man uns heute berichtet, am vorigen Sonntag im .Philofophenwald" zum ersten Male feit ihrem Bestehen einen Gemeindetag. Der Saal war übervolb Professor Dr. H e p d i n g begrüßte im Ramen des Kirchenvorstandes. Professor D. Dr. Schumann sprach in zündender Ansprache da­von, daß uns Kirche und Gotte-Haus Heimat werden müsse. In Frau Maria R e b e I i n g lernte man eine Sopranistin kennen, deren lieb­liche Stimme zusammen mit einem inhaltreichen Vortrag recht erfreuen konnte. Der junge Kirchen­chor der Luthergemeinde fang einige Volkslieder und ein geistliches Lied von Dach mit gutem Gelingen. Der kleine Posaunenchor blies flotte urö getragene Weisen. Heilwig R o l o f f trug mit innigem Empfinden ein vaterländisches Ge­dicht vor. Ein lleines Theaterstück, recht frisch von der Mädchenvereinigung gespielt, durste nicht fehlen. Gine vom rührigen Frauenverein veran­staltete gewinnbringende Verlosung und eine Brezelverteilung machte alt und jung Vergnü­gen. Gemeinsame Lieder ertönten dazwischen. Jeder freute sich des guten Gelingens.

Schwesternschaft des 3ungöeut* schon Ordens. Am Dienstag hielt, wie man uns berichtet, die Schwesternschaft Gießen des Iungdeutschen Ordens einen von vielen Gästen besucyten Schwesternabend ab, zu dem auch die Großballeistatthalterin M e ch o l d (Fulda) an- tocienö war. Rach der Erledigung oes geschäft­lichen Teiles erfolgte die feierliche Reuaufnahme von sieben Schwestern und Zungschwesterm So­dann legte Schwester M e ch o l d die Entwicklung der Iungdeutschen Frauenbewegung dar. Das jungdeutsche Frauentum habe einen neuen Typ der Frau geschaffen durch die Weseirsverschmel- zung, zwischen der rein intellektuellen Frau und der .Rur-Hausfrau" zur Staatsbürgerin. Der organische Volksstaat, wie die jungdeutsche Be­wegung ihn erstrebe, werde der Frau einen wefenAst fraulich umriffenen Aufgabenbereich geben, organisch deshalb, weil die Arbeit der Frau und Staatsbürgerin die notwendige Ergän­zung und Fortführung der Arbeit des Mannes, des Staatsbürgers, darstelle. Das organische Zu­sammenspiel dieser gleichgearteten Kräfte sei in kleinster Zelle die Familie. 3n diesem kleinsten Kreise setzten bereits die kulturellen Ausgaben der Frau ein, wie z. D. in der Ausgestaltung von Familienfesten, in Der Wandlung der Geselligkeit vom Oberflächenhaften nach dem Gemeinschasts- erlebnis hin. Als die vornehmste Aufgabe der jungdeutschen Schwesternschaften erachtete die Rednerin die tatkräftige Llnterstützung der Win­terhilfe. In der vielseitigen Aussprache ergab sich, daß die Iunadeutsche Schwesternschaft der Winterhilfe geschlossen zur Verfügung stehe.

Schulperfonalle. Ernannt wurde der Lehrer Arthur Mahn zu Michelau (KreiS Bü­dingen) »um Lehrer an der Volksschule zu Rinder­bügen (KreiS Büdingen) mit Wirkung vom Tag« deS Dienstantritte» an.

Freie Lehrerstelle Erledigt ist eine Lehrerste'le für einen evangelischen L.hrer an der Volksschule zu Allendorf a. d. Lahn. Dir Dienstwohnung ist noch nicht frei.

" Welttrerschutztag am 4. Oktober 1931- Sin Tag Im Jahre soll Dem Tier geweiht fein. Die- ist der einmütige Wille der Tierschutz­vereine der ganzen Welt. Den 4. Oktober bat man alS Welttierfchuytag gewählt, denn dieser Tag ist der Todestag von ZranziSkuS von Assisi, eine- ManneS. der alS einer der größten Tierfreunde aller Zeiten und Völker bekannt tft Der Tierfchutzverein für Hessen wird an dir Kirchen und Schulen herantreten mit der Ditte, am Welttierschutztage deS Tiere- in geeigneter Weise zu gedenken.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden '21 rtitel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Cine zeitgemäße Notverordnung.

AIS Vater dreier Kinder, die eine auswärtig« Schule besuchen und dazu Monatskarten auf der Eisenbahn lösen müssen, beabsichtige ich an die Direktion der Schule und an die E i f e n b a b n - Verwaltung so'gende.Rotverordnung" zu erlassen:

.Infolge der Kürzung der Deamtengehälter sehe ich mich genötigt, Schulgeld bzw. Fahrgeld meiner Kinder um den Prozentsatz zu kürzen, um den mein Gehalt gekürzt worden ist. Außerdem werde ich die Deträge jeweils am 3. des ersten, am 6. deS folgenden, am 9. de- dritten Monat» und fo fort zaylen. Ich werde die tcftamcntarlfdje Bestimmung treffen, daß nach meinem Tode, nach welchem meine Hinterbliebenen .postnume ando meinen letzten Monatsgehalt bekommen, dicfe die letzte Rate des Schul» bzw. Fahrgeldes erstatten. Auf diese Weise wird weder der Schule, noch der Eisenbahn .auf die Dauer meines Dienstverhält- nifseS" etwas verloren gehen. RA.

eine Frage an die Tariskommisfion der Reichsbahn.

Mit Wirkung vom 10. September 1931 ist der Ausnahmetarif der für die Einfuhr von Bananen über Hamburg, Bremen, Bremerhaven-Weser- münde nach west- und südwestdeulschen Stationen gilt, neu herausgegeben worden. Der bisher gel­tende Tarif vom 1. Juli 1929 wird gleichzeitig auf­gehoben. Durch die ReuauLgabe tr.tt eine Ermä­ßigung ein, die im Durchschnitt 8 bi- 12 Prozent, in Einzelfällen (süddeutschen Stationen) bis zu 30 Prozent beträgt W o bleibt bie Fracht­ermäßigung sürdeutscheS Obst? Deut­sches Obst liegt auf der Straße und der Taris wird ausgerechnet für Bananen ermäßigt Man könnte glauben, die Tarifkommiffion fei an einer Importgefellschaft für Bananen beteiligt.

Wilhelm Veite, Lich.

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Wettervoraussage.

DaS Barometer ist über den britischen In­seln wieder ziemlich angestiegen, wodurch sich die Lustdruckgegensähe etwas verschärft haben. Dabei ist eine Warmluftwelle nach dem Kanal gelangt, die an der holländisch-belgischen Küste unb über England ein Rieberschlagsselb erzeugt hat. La die Winde über Deutschland mehr nach Westen hin zurückg^dreht haben, ist anzunehmen, daß un­ser Bezirl von dem Regengebiet gestreift wird. Jedoch dürste dadurch nur eine vorübergehende Beeinflussung des WetterS stattfinden, zumal der hohe Druck wieder Besserung in Aussicht stellt.

Vorhersage für Samstag: Stellenweise Frühnebel, sonst wechselnd bewölkt unb aufheiternd, Temperaturen etwas mehr ausgeglichen, nach ver­einzelten Niederschlagen wieder meist ttocken.

Vorhersage für Sonntag: Teils heiter, teils wolkig, nacyts wieder etwas kälter, meist ttocken.

Lufttemperaturen am 24. September: mittags 10,9 Grad Celsius, abends 5,6 Grad: am 25. September: morgens 6,8 Grad. Maximum 10,9 Grad, Minimum. 4,1 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. September: abends 11,6 Grad: am 25. Septem­ber: morgens 8,4 Grad Celsius. Sonnenschein­dauer 8)4 Stunden.

Welche Hausfrau wäscht am besten? Ganz entschieden die Hausfrau, die reine Seife verwendet, statt durch Waschmittä mit (Harfen Zusätzen ihre wertvolle Wäsche vorzeitig zu vernuyten. Doppelt gut wäscht di« Hausfrau, bte Naumann's weiße Kernseife verwendet. Mit dieser vollkommen reinen, milden und hoch- schäumenden Seife schont sie ihre Wäsche unb erleichtert sich Wascharbeit und Hausputz.