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25.7.1931
 
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Samstag, 25. Juli 1931

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Nr. 172 Drittes Blatt

Wandern und Reisen Bäder und Sommerfrischen.

Gut gepackt ist halb gereist!

Die Weisheit des kleinen Koffers.

Don Sffi Horn.

Keifen, Fahrten ins Weite unb tn die Um­gebung sollen Genuß. Freude und Erholung brin­gen, Abwechslung Dom Alltag und schließlich Freude am Wicdcrhcim kommen, mit neuer Ar­beitskraft. Glücklich, wer sich all da« verichafscn und leisten kann! Da wird gespart, gerechnet, verschoben, schließlich losgefahren und bei der Heimkehr fehnt man sich erst recht nach Ruhe. Genuß, Freu!« und Erholung Warum? Da ist abgesehen von vielen unteren, nervösen ober unbeherrschten Steifet erlern schon einmal die Lache mit dem .Kofferpacken", die falfch angdiftt im Anfang, Aerger und fvrtwährerrde Miß­stimmung wahrend der ganzen Steife verursacht.

Man nimmt meist zuviel mit. DaS erschwert das Steifen. Die Gorge um das Gepäck macht nervös, die Schwere des Gepäcks verteuert, da man jedesmal beim Umsteigen einen Träger nehmen muß. - Was einmal im Koffer drin war. müß immer wieder hinein. Gs wird nicht weniger, im Gegenteil. Die erst schön gebügelte, aus den kleinstmöglichen Raum zusammenpreß­bare Wäsche kann in gebrauchtem Zustand nicht mehr so sorgfältig zusammengelegt werden, und nimmt infolgedessen von Aufenthalt zu Aufent­halt mehr Plan ein, so bafj einem zuletzt beim Wiedereinpacken der ganze Inhalt des Koffers freudig entgegenquillt

Um Familientragödien zu vermeiden, packt jeder am besten seinen Koffer selbst. Sonst fehlen unterwegs plötzlich die Kragen ober die Strumpfe, oder die Taschentücher und die Krawattennadel werden nicht gefunden und unschuldsbeschwörende Meineide ber Beschuldig­ten schreien zum Himmel.

Das Einpacken selbst ist noch eine besondere Kunst, die man eigentlich nur durch Anschauung und Uedung sich aneignen kann und sich am

besten für die Anzüge unb Kleider einmal von einem Schneider zeigen läßt. Dor allem müssen natürlich bi c schweren Gegen ftLnbe Wäsche. Schuhe. Toilettegegenstände. derbere Kleider nach unten kommen, wonach aller­dings barauf zu achten ist. daß im Eoup^ bet Koffer nach Möglichkeit nicht .auf bem Kopf steht" Damit beim Tragen nicht der gesamte Inhalt durcheinanderrutschen kann, muh man ihn ganz f e st packen. Wenn er nicht ganz voll ist. packt man noch etliches Seidenpapier und Zeitungen daraus. Q£ber keine .Lunchtüten" ober Frühstückssemmeln, weil bie bei Hitzeentwicklung unvermeidlichen Schmelzzustände des BelageS sich in unangenehmen Flecken auf den obersten und daher besonders zarten und kostbaren Stucken auswirken können.

Für Befperdrotc unb ähnliche Gegenstände, die man im Laufe der Eisenbahnfahrt öfters zu benötigen glaubt, z. B Handtuch und Seife empfiehlt eS sich überhaupt, einen eigenen kleinen Koffer oder eine Mappe zu nehmen, damit man nicht immer freischwebend am Ge­päcknetz hängend nach diesem und jenem im großen Koffer angeln muh. Auch Zeitschriften oder sonstige Lektüre verstaut man besser noch nicht da oben. Obwohl es ja überhaupt un­richtig ist. während der Fahrt zu lesen. SBarum im schwankenden Zug die Augen doppelt an- strengen und den Geist an bie gedanklichen Ge­bundenheiten eines anderen des BuchautorS nämlich fesseln, anstatt selber Erlebnisse zu sammeln und die immer wechselnden, auch auf der bekanntesten Strecke immer neuen Eindrücke auf sich wirken zu lassen?

Denn man soll zwar vor der Steife möglichst wenig in seinen Koffer packen, dafür aber wäh­rend der Steife um so mehr ioS Herz. Sticht nur Wissen und Lehrhaftes, sondern auch Lebendiges und Menschliches durch .empfindsame" S3egeg- nung mit Land unb Leuten. Dann erst wird die Erinnerung, die ja, wie immer auch hier meist das Schönste ist. bleibend und von SBert sein.

Durch Nürnbergs alte Gassen.

Don Heinrich Ludwig Reuner.

Der V-Zug. der den Steifeitben vom deutschen Storben nach dem Süden bringt, überwindet müh­sam die Höhen des Thüringer WaldeS. Dicht hinter Probstzella liegt batzerischeS Land unter den Schienen, bei Rothenkirchen hat der Zug die Höhen überwunden und rast dann mit befreiter Kraft in die SHainebene. Links und rechts der Schienen liegen die fränkischen Dörfer in beschau­licher Stube, der Lauf des Mains begleitet den Schienenweg, von den Hügeln grüßen bald die stolzen Kirchen von Dierzehn-Heiligen unb Schloh Banz, und schliehlich schimmern die patinagrünen patriarchalischen Türme des Bamberger Domes herüber. Glücklich der, der dieses Land kennen­lernt wenn Gommerfonne über den Felbern liegt!

Zur linken Hand ragen die Hügel der frän- kischen Schweiz auf. Der Steifende denkt an Slürnberg. Diele denken an Stürnberg. denn der Stame der Stadt ist mehr als nur ein Wort. Kurz ist der Aufenthalt im Bahnhof der Uni­versitätsstadt Erlangen, kurz auch der Aufenthalt im trostlosen Bahnhof Fürth. Dann drängt sich der Zug hindurch zwischen Dorstädten. Fabrik­gebäuden. zwischen Lagerhallen unb_ verrußten Werkstätten In der Ferne aber glänzen viele Turmspitzen in den Himmel und bald nimmt die Bahnhosshalle den Zug und die Steifenben auf. Stürnberg! Diele gehen mit offenem Herzen ber Stadt entgegen. Der Scheidende ist nicht ent­täuscht.

Die Stadt hat zwei Gesichter. Das neue Gesicht, das sich im vorigen Jahrhundert bildete unb stürmisch wuchs, gab der Stadt den Eharakter bet Großstadt. Aber die historische Eigenart ver­blieb. blieb unb behütete sorgsam ben Zauber. Gleich dem Stadium strahlt bie Stabt ihren Glanz aus unb behält ihn dennoch. Schon am Ausgang des Bahnhofes tritt dem Steifenben bas alte und das neue Stürnberg lebendig entgegen. Hier steht daS große moderne Hotel Fürstenhos. und neben dem Hotel ragt ber Frauentorturm auf. ein breiter, runder, wuchtiger Turm, ber zusammen mit vier anberen das Wahrzeichen ber alten Noris bildet. Zwischen dem Bahnhof und Dem Turm liegt ein tiefer Graben, über den eine alte hölzerne Drücke führt. Riemand würde sich wundern, wenn diese Drücke plötzlich nach mittelalterlicher Sitte aufgezogen würde, wenn der Feind anrückte, so baß ihm der tiefe

Schutzgraben ent gegen gähnte. (Begibt man sich über diese Drücke, geht durch zwei Tore, tritt hinter eine zweite Mauer, die die Innenstadt zu­sammen mit ber Autzenmauer wie ein doppelter Gürtel umschließt, dann bietet sich der Anblick aller Wehrgänge, wie man sie überall in mittel­alterlichen Städten findet. Hinter dem SHauer- ßürtel liegt allenthalben die Altstadt. In ben vtrahen unb Gassen brandet bas Leben ber Großstadt in seiner vielfältigsten Form.

Manche alle Kirche, manches Museum steht ba unb dort in ber inneren Stadt. Man mutz sie nicht alle durchwandert unb gesehen haben. 3m Germanischen Museum, bas eine Fülle sehens­werter Schätze birgt, könnte es bem Fremden leicht geschehen, daß er einige Male fragen mutz, um ben Ausgang zu finden, wenn er das Haus wieder verlassen will. Das Sakramentshäuschen, jenes steingewordene Spiel der Formen, bas in der St. Lorenzkirche biS zur hochgewölbten Decke emporragt und mit den vielen schlanken Fialen ber Säulen wetteifert, bas Sebalbusgrab in ber St. Sebalduskirche, ein Meisterwerk aus Erz von ber Hand des Grzgiehers Peter Bischer ober denEnglischen Gruß" von SJeit Stoß unb noch manches andere sollte der Fremde wohl gesehen haben; aber er muß es nicht. Biel mehr soll er durch die krummen, stellen alten Gassen gehen, er soll an den Pfeilern des Ost­chores der Sebalduskirche empvrfehen, vor bem Gänsemännchenbrunnen am Obftmadt unb vor bem Dudelsackpseiferbrunnen stehen, er soll in alte Höfe hineingehen, zu ben Holzgalerien emporblicken, unb die breiten Treppen in wür­digen Patrizierhäusern betrachten, ben Dust at­men, ber ihm in diesen Häusern und nur in diesen Häusern (doch überall anders) entgegen­weht.

Da steht das herrliche PeUerhaus am Egydienplatz. Gassenjungen stehen oft davor, sehen durch das Gitter die alten Möbel an. die in ber großen Dorhalle stehen, begaffen ben alten Diener, ber die Aufsicht hält unb so aussicht, als wäre er aus einem fernen Iahrhunbert, be­gaffen ihn. ben Steifen, Lin bewegten, rufen bann laut in bie Halle hinein, irgendetwas Freches, um ben Allen zu ärgern unb laufen davon.

Unb am Burgberg steht bas D e m p e r - Haus (bie Stadt hat es nun auch gekauft).

hemmt den Schritt des SBanbcmben, läßt den Dl ick über das Portal hinauf empvrgleiten und sich in den barocken Dolmen deS hohen Gie­bels verfangen. Der Mensch wird klein neben diesem wuchtigen Gebäude das doch Menschen­händen sein Entstehen verdankt. In ber Söldner­gasse. in nächster SZäbe ber Burg, fleht das düstere Toplerhaus. das sich seinerzeit der Sohn des ungekrönten Königs von Rothenburg. Jakob Topler. erbauen ließ, als es ihn in seiner Heimatstadt an ber Tauber nicht mehr litt. Aber er wurde auch in diesem Hause nicht seines Lebens froh Drohend und sinster ragt das Haus empor, die Nürnberger enninnen sich kaum, je­mals hinter den Fenstern Licht gesehen zu haben, obwohl es bewohnt ist. ja, die Nürnberger sa­gen. eS ginge darin um. Am PanierSplah. ba wo die Schildgasse und die Tetzelgasfe ausein- anberftreben (die letztere ist nach dem Ablaß­krämer Tetzel benannt, ber es vor ber Zeit der Resormat.vn besonder- toll getrieben haben fol). steht dann das anmutige Grolandhaus, ein Fachwerkbau. der zu ebener Erde einen Zucker­laben birgt unb der Jugend sehr bekannt ist. In bet Tetzelgasfe selbst liegt dann noch die breite niedrige Front de- Hauses ber reichen Familie Tücher, bie einen unwahrscheinlich großen Hos neidisch den Dlicken verbirgt. Es ist immer, als stünden in diesem Hofe die Ka­rossen der freiherrlichen Dkauersamilie Aur Ab­fahrt bereit und die vollblütigen Pferde war­teten im Diergefpann ungeduldig de- Ausbruchs.

Dann muß der Fremde in der Folter­kammer gewesen sein und vor der ..Eisernen Jungfrau" gestanden haben, ohne zu wißen, daß sie niemals in Gebrauch war (unb außerdem erst im Jahre 1860 gebaut wurde); er mutz das Richtschwert gesehen haben, mll dem etwa 600 Menschen umgebracht worden sein sollen unb schließlich sollte er noch die ^tfspuren im Stein der Stadtmauer auf ber kleinen Durgsreiung. unmittelbar neben dem Fünfeckigen Turm befühlt haben, die das Pferd des Raubritters Eppelein von Deilingen geschlagen haben soll, alS der freche Raubritter im kühnen Sprung über den Stadtgraben fehle, bevor ihn die SZümbergcr hängen wollten.

ilnö wenn der Fremde dann fchon auf der Durg ist. dann soll er auch nicht versäumen, denTiefen Drunnen" zu besuchen, zu dem ihm jedes Kind ben Weg weisen kann. 70 SHeter ist jener Drunnen tief und die junge Dame, die dem Desucher gegen ein geringes Entgelt alles Wissenswerte erzählt, schüttet ein Glas Wasser in die Tiefe, zählt langsam biS zu sieben und dann erst klatscht unten das SBaffer auf. So tief ist der Drunnen... Sie erzählt auch etwas von alten Gängen, die in ben Drunnen münden, halb verschüttet sind, ursprünglich aber bis zum Rathaus am Markt reichten unb unsagbar finstere Verließe bargen. Düsterstes Mittelaller wirb lebendig.

Dei Dürers ist olles still. Obwohl das große schmucke Wohnhaus. das am Tiergärtnertor steht, fr jedermann geöffnet ist. gehen doch zu Werk­tagen nur wenige aus unb ein. Die reinen Butzenscheiben blinken auf die Straße herab, aber selten öffnet sich ein Fenster. Der Meister ist nicht zu Hause, der Meister ist tot. Mit Ehr­furcht tritt der Gast über die Schwelle diese- Hauses, in bem Dürer schuf. Hier arbeiteten auch seine Schüler, bie ihm nacheiferten, ohne ihn je zu erreichen, selbst ber alte Wohlgemuth. besten zerknittertes Gesicht aus einem Oclgemälbe zu uns spricht, wird wesenlos vor dem Geiste seines großen Fcmrulus.

Albrecht Dürer! HeberaU im Hause finden wir Reproduktionen seiner SBerfe, die von ihm er­zählen. Kopien seiner Gemälde begegnen uns da und dort und doch hätten die Originale nicht würdigeren Platz, denn hier. Die Stuben stnd niedrig aber doch geräumig und über allem liegt ein tiefer Emst, ben wir selbst über die Dinge breiten. Bewundernd sehen wir die Fülle bet Formen in ben Kupferstichen, erfchütternb ist aber jene kleine Zeichnung, bie ihn feCbft mit nacktem Oberkörper zeigt, mit dem Finger deutet er auf eine Stelle, die ihn schmerzte. Das Bildchen sandte er dem Arzt.

-Irgendwo im Hause ist eine alte Küche; ruß­geschwärzt. nachgedunkelt im Lause ber Jahr­hunderte. Ein riesiger Kamin ragt in den kleinen Raum und läßt ihn noch enger werden. Auf den Borden stehen Zinnteller und Zinnkrüge. Kupsergeschirr. bas sich matt vom dunklen Hinter­grund abhebt. Durch ein schmales Fenster fällt das Tageslicht; die Sonne bringt nicht in diesen Winkel des Hauses. Hnb doch mag es der Agnes Dürerin des Lichtes genug gewesen sein.

bte vom Meister sauer erworbenen Gulden. Batzen und Kreutzer noch einmal zu zahlen.

An Albrecht Dürer- Hau- sollt« man nu»t vorübergehen. ... -

Beim Weinstabel am Marplatz wölbt 'ich der Henker ft eg über die "Pegnitz Solange man denken kann, hängt zwischen dem Brückenbogen und dem Walleripiegel ein Holzeimer an einer alten verrosteten Kelte In den kleinen 6mun«rn^ die der Brückenbogen birgt, wohnte vor Zeiten der Henker Bon ihm. dem Mißachteten, be­richtet die Geschichte, baß er sich nicht unter da» ehrbare Dolf mischen durfte Wenn er einen Becher Weins trinken wollte, durste er nur in ein bestimmte- Wirtshaus gehen Ein Platz, auf den sich sonst niemand setzte, war 'hm bestimmt, sein Becher war an einer Kette befestigt

Menschen unb Dinge vergangener Zeiten kom­men hervor, huschen hin und her. slustem. wispern (in Rümberg. ber Stadt, in ber von jeher ovete Fäben zusammenliefen gab eS immer viel Klatsch unb viel Geheimnis, viel Stolz, viel Eigenliebe und Gewalttat), und ber Nürnberger, ber feine Stadt unb seine Geheimnisse liebt, kennt sie alle. Zu später Stunde tauchen sie auf. ber Losunger Riklas Muffel unb bie schöne Käthe Hallerin Dürers cbler Frcunb Pirkheimer. Han» Sach- unb bie Gilbe ber Meistersinger, ber Schweden­könig. der lange Zeit in ber Stabt lag. zur Zett, da Tballenftein bei Fürth seiner wartete, und die Burggrafen, die Dürgeriöchter. die von sich reden machten, unb die Kaufherren; manchmal erinnert man sich auch des armen Kaspar Hauser, her zuerst in Nürnberg auftauchte (niemand wußte woher) unb später in Ansbach erstochen wurde...

An jedem anderen Morgen regt sich bann wieder die neue Stadt. Schornsteine rauchen. Fuhr kn echte schellen über krumme steile Straßen, die Kraftwagcnführer schelten nicht weniger heftig, weil die Slümberger ihre Hupensignale genau so überhören, wie andere Großstädter auch, vom Kiwblauchsland kommen die Bauern auf ben Markt unb stn Süden lärmen die großen Fabri­ken. Rümberg ist eine betriebsame Stabt. Rüm­berg ist die Stadt mit dem doppelten Gesicht.

Wanderfahrten.

EibelshausenSimmersbachHirzen- HainDan zenbachDillenburg.

Mit dem Frühzug, der in Dillenburg alsbald Anschluß hat, fahren wir nach Eibelshausen unb geben auf tadelloser Landstraße mit hübschen Blicken auf bie benachbarten Berge nach Sim­mersbach Am Ausgang des Dorfes führt nach links ein Weg aufwärts zum 537 Meter hohen Stafselböll, unter dessen Gipfel sich bie Philipps- buche mit einem Denkmal zur Erinnerung an bie Rückkehr Philipps bes Großmütigen au- öjähriger Gefangenschaft befindet. Der etwas mühselige Slufftieg wirb reichlich durch die prächfige Fern­sicht nach dem Scheider Wald und den Hinterlän­der 'Sergen belohnt. Das Dorf zur Siechten lassend, steigen wir abwärts, überschreiten die Land­straße unb folgen jetzt weißen liegenden Kreuzen, die unS durch Wald und Feld wiederum aufwärts nach bem hochgelegenen Dorf Hirzenhain, bekannt durch bie Segelfliegerei, führen. (Gute Einkehr) Auf prächfigen Waldwegen führt uns da- Zeichen weiter nach Ranzenbach mit interessanten, einheit­lichen Fachwerksbauten. Runmehr gehen wir durch das liebliche vielgewundene Ranzenbachtal nach unserem Endziel Dillenburg, das wir nach insge­samt 4Vrftündiger Wanderfahrt erreichen.

Saubacher WaldIägerhau-Peter-Hainer HofHoherobSkvpsSchollen.

Wir fahren über Hungen ober Mücke nach ber, durch ihre Abgeschiebenheit als Sommerfrische be­kannten Bahnstation Laubach-Wald und folgen blauen Ringen, bie uns durch Hochwald alsbald nach dem Gräflich Solmsschen Jägerhaus mit guter Gastwirtschaft bringen. Hinter dem Anwesen befinden sich die Reste ber Kirche des vor Jahr­hunderten untergegangenen Dorfes RuthardS- h auf en. Das Zeichen leitet uns einem lieblichen Tälchen aufwärts, abwechselnd durch Wald unb Feld, unterwegs prachtvolle Blicke gewahrend. Rach geraumer Zeit erreichen wir den Peters­hainer Hof mit ebenfalls guter Unterkunft. Hier treffen wir die von Gießen kommenden blauen Dreiecke, denen wir jetzt nachgehen. Wir kommen an der Feldkrücker Hohe unb bem Ludwigsbrunnen mit reizender Fernsicht vorbei zum Distrikt Pvp- penstrulh unb in langsamer Steigung, später ge­meinsam mit bem rot-weihen Band zum Hohe- rodskopf. Im ElubhauS des DHC. angenehmer Aufenthalt. Heber Breungeshain unb Michelbach gelangen wir nach unserem Endziel Schotten. Wan derzeit etwa 61/, Stunden.

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