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Aus der Pwvinzialhauptstadt
Dießen, den 25. Juni 1931.
Gefährliche Schwimmunfälle.
Don Dr. W. Schwcisheimer.
Ein Mensch schwimmt ruhig im tiefen Wasser, plötzlich sieht man ihn verzweifelte Bewegungen machen, er gerät halb unter Wasser, ruft um Hilfe: ein Waden kram Pf hat ihn schmerzhaft gepackt. Cs handelt sich dabei um eine krampfhafte Zusammenziehung der Wadenmuskulatur. Das Dein wird dadurch der Herrschaft des Willens entzogen, und das Gefühl der Beeinträchtigung der Schwimmtätigkeit zusammen mit dem Schmerz verwirrt und ängstigt den Schwimmer. Die Ursache ist meistens eine zu- fällige, ungeschickte, allzu heftige Stoßbewegung, * auch wohl Lleberanstrenguag beim Schwimmen. Bei manchen Menschen besteht eine ausgesprochene Veranlagung zum wiederholten Auftreten derartiger Krampfanfälle, wie ja auch nächtliche Wadenkrämpfe sich bei veranlagten Personen i leicht wiederholen. Derartige Menschen werden I ihr Verhalten von vornherein darauf einrichlen müssen, also sich möglichst in der Rähe einer Sicherung aufhalten und jede Llcberanstrengung ; vermeiden.
Bei plötzlichen Wadenkrämpsen während des Schwimmens würde viel weniger passieren, wenn die erschreckten Schwimmer nicht den Kopf vec- lören. W(nn sich der Schwimmer ruhig auf den । Rücken legt, und sich hauptsächlich mit den Ar- I men, auch mit dem nichtbetroffenen Dein vor- wärtstreibt, dann geht der Krampf meist rasch vorbei. Don Schwimmerseite wird auch empfohlen, während eines Wadentrampfes die Finger beider Hände weit auseinander zu spreizen, der Wadenkrampf solle dadurch (vielleicht durch Mitbewegung der betreffenden Muskel^ruppen) beseitigt werden. Auf jeden Fall ist eS geraten, sofort an Land zu gehen, weil eine Wiederholung des Krampfanfalles leicht eintritt. Eine kräftige Massage der Wabenmuskulatur trägt zur Lleber- windung des Krampfes bei, ebenso ein Aufwärts- bewegen des Fußes im Fußgelenk.
Ein Springer ist von einem hohen Geländer aus in kühnem Kopfsprung in den See gesprungen. Sofort verspürt er einen stechenden Schmerz im einen Ohr, am Aachmittag ist der Schmerz noch stärker, und am nächsten Tag muß er wegen einer Mittelohrentzündung im Dett liegen. Wie kommt das zustande? Durch ein ungeschicktes Zusammentreffen ist Wasser vom Aachen aus durch den Gang, der zum Mittelohr führt (Ohrtrompete) ins Mittelohr gedrungen. Es hat hier zu einer Entzündung geführt, auch das Trommelfell in Mitleidenschaft gezogen, daher die Schmerzen. Desonders leicht kommt es zu einem solchen Vorfall, wenn man Wasser aus der Aase oder aus dem Mund ausschnauben will und dabei beide Aasenlöcher geschlossen sind oder fast ganz zugehalten werden. Will man Wasser nach dem Tauchen aus der Aase ausschneuzen, so soll man immer nur das eine Aasenloch zuhalten und aus dem andern das Wasser herauspusten. Dann ist die Möglichkeit viel geringer, daß Wasser durch die Ohrtrompete ins Mittelohr dringt.
Deim Springen aus großer Höhe kann auch das Trommelfell selbst einen Einriß erhalten. Das bedarf dann sorgsamer Heilung, sonst kommt es zu weitergehendcn Entzündungen oder zur Abnahme der Hörfähigkcit. Vor allem sollte das Springen ins Wasser dann vermieden werden, wenn schon früher eine Erkrankung des Trommelfells einmal bestanden hat. Eine vernarbte oder sonst geschwächte Stelle im Trommelfell kann leicht einreißen. Aach manchen Trommelfellerkrankungen bleibt, auch wenn sie ausgeheilti sind, dauernd ein kleines Loch im Trommelfell bestehen. Dringt hier Wasser plötzlich in das Mittelohr ein, so kann ein solch heftiger Schwindel Auftreten, daß der Schwimmer einfach untersinkt. Manch plötzlicher Todesfall beim Baden, der unrichtigerweise als Herzschlag bezeichnet wird, ist darauf zurückzuführen. Wer weih, daß er ein Loch im Trommelfell hat, wird vor dem Schwimmen etwas eingebettete Watte in den Gehörgang stecken oder eine dicht anschließende vummihaube über Kopf und Ohren ziehen.
Auch bei Aeigung zu Erkrankungen von Kiefer und Sttrnhöhle ist Springen und Tauchen nicht angebracht, eine geheilte Krankheit kann dadurch wieder aufflackern. Schwimmen ist der gesündeste und empfehlenswerteste Sport für Mann und Frau, den es gibt. Zeder sollte schwimmen können. Mit dem Tauchen und Springen muß man aber vorsichtig sein, und es vor allem dann unterlassen, wenn man gemerkt hat, daß es einem nicht gut bekommt, Um das Urteil anderer Menschen darf man sich dabei nicht kümmern. Diese sind sich in ihren Äußerungen keiner Verantwortung bewußt und sie tragen ja auch in den meisten Fällen keine Verantwortung.
Lustpostnachrichten.
Dom Po st amt Gießen wird uns mitgeteilt: Mit der um 14.45 Uhr hier abfahrenden Flug- post nach Frankfurt (Main) werden befördert:
1. die mit der Kastenleerung von 8.30 bis 9.45 Uhr eingesammelten,
2. die beim Postamt 2 in der Schulstraße bis 12 Uhr aufgelieferten und
3. die beim Postamt 1, Bahnhofstraße, bis 13.45 Uhr eingelieferten Luftpostsendungen.
Die Schlußzeit bei der Posthilfstelle Flughafen ist auf 14.35 Uhr festgesetzt worden.
Die mit der Luftpost beförderten Sendungen erreichen den Bestimmungsort wesentlich früher, als gleichzeitig aufgelieferte Sendungen ohne die Bezeichnung „Luftpost". Besonders bei nach weiter ent
fernt liegenden Orten gerichteten Luftpostsendungen sind die Zeitgewinne ganz erheblich. Diese betragen bei Luftpostsendungen nach Amsterdam 5 Stunden, Berlin 3, Brüssel 6%, Genf 8, Hamburg4, Istanbul 33%, Kopenhagen 8, London 11%, Moskau 27, München 4, Paris 9, Zürich 6% Stunden.
Taten für Tonner tag 25 Juni.
Sonnenaufgang 4.10 Uhr, Sonnenuntergang 20.44 Uhr. — Mondaufgang 16.01 Uhr, Monduntergang 0.47 Uhr.
1530: Verlesung der Augsburgischen Konfession auf dem Reichstage zu Augsburg. — 1822: der Dichter E. Th. A. Hoffmann in Berlin gestorben: — 1864: der Afrikareisende Oskar Baumann in Berlin geboren.
Gießener Wochcnmarktprcise.
Auf dem heutigen Wochenmarkte kosteten Dutter 140 bis 150 Pfennig das Pfund, Matte 30 bis 35, Wirsing 15 bis 20, Weißkraut 15 bis 20, Spinat 25 bis 30, Rörnischüchl 10 bis 15, Dohnen 40 bis 45, Spargel 30 bis 63, Erbsen 20 bis 25, Mischgemüse 10 bis 15, Tomaten 40 bis 63, Zwiebeln 15 bis 20, Rhabarber 10 bis 15, Pilze 30 bis 35, Kartoffeln, alte 5 bis 6, neue 15 bis 20, Aepfel, ausländische 50 bis 60, Dörrobst 30 bis 35, Kirschen 25 bis 30, Sauerkirschen 40, Heidelbeeren 40 bis 45, Stachelbeeren, unreife 20 bis 25, Johannisbeeren 35 bis 40, Erdbeeren 35 bis 60, Walderdbeeren 40 bis 45, Aprikosen 50 bis 60, Pfirsiche 70 bis 80, Honig 40 bis 50, junge Höhne 90 bis 100, Suppenhühner 90 bis 100; Käse (10 Stück) 60 bis 140, Tauben 50 bis 70 Pf. das Stück, Sier 8 bis 9, Blumenkohl 30 bis 70, Salat 5 bis 15, Salatgurken 25 bis 40, Ober- Kohlrabi 10 bis 15, Rettich 10 bis 15; Radieschen 10 bis 15 Pf. das Bund, gelbe Rüben 12 bis 15, rote Rüben 12 bis 15; Kartoffeln 4 bis 5 Mark der Zentner.
Bornotizen.
— Tageskalender f ü r Donnerstag. Frauengruppe im VDA.: Oeffentliche Veranstaltung. Frau Stadtverordnete Pleim es (Frankfurt) spricht über „Frauenarbeit im VDA.", 20 Ähr, Gasthof Hindenburg. — Gewerbe-Verein: Steuervortrag von Regierungsrat K a d e l (Darmstadt): „Die Abgabe der neuen Vermögenssteuererklärung und ihre Bedeutung für Reichsund Landessdeuem", 20 Uhr, Caf6 Leib. — Aa- ttonalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei: Versammlung, Pg. Dr. K u l z (Darmstadt) spricht über „Kulturumsturz", 20.30 Uhr, Turnhalle am Oswaldsgarten. — VfB. 08: Generalversammlung, 20.30 Uhr, im Vereinsheim. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Tänzerinnen für Südamerika gesucht!"
— Frauengruppe im VDA. In der Der- sammlung, die heute 20 Uhr im Gasthof Hindenburg stattfindet, wird außer Frau Stadtverordnete Plei- mes aus Frankfurt a. M. noch Direktor Trent, der bekannte Vorkämpfer des Deutschtums in den Vereinigten Staaten von Amerika, sprechen.
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LU. Don der Pressestelle der Universität wird mitgeteilt: Dr. phil. Werner Meyer- Barkhausen, der sich für das Fach der mittleren und neueren Kunstgeschichte $u habilitieren wünscht wird Montag, 29. Juni, 16 Uhr, im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts, Ludwigstraße 34, über das Thema: „Stilwende in der deutschen Malerei des 14. Jahrhunderts" eine Probevorlesung halten.
** Gießener Hochschulgesell fchaft. Die Gesellschaft von Freunden und Förderern der Universität Gießen hält -am kommenden Samstag, 16.15 Uhr, in der Kleinen Aula ihre diesjährige Hauptversammlung ab, die sich mit der Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten befassen wird. Anschließend findet um 17.15 Uhr im Großen Hörsaal der Universität die Festsitzung statt, wobei Professor Dr. Th. Mayer einen Vortrag über das Thema „Die mittelalterliche Kaiserpolittk und der deutsche Osten" halten wird. (Aäheres ist aus der heuttgen Anzeige zu ersehen.)
•• Arbeitsgemeinschaft Landau- gendbund-Stahlhelm. Man berichtet uns: Der Vorstand des Landjugendbundes von Oberhessen und der Gau Hessen-Aord des ..Stahlhelm" BdF. haben am letzten Sonntag in Gießen nach längerer gemeinsamer Beratung folgende Entschließung gefaßt: Angesichts der immer bedrohlicher werdenden innen- und außenpolitischen Lage unseres Vaterlandes halten Landjugendbund und Stahlhelm eine enge Zusammenarbeit in allen vaterländischen Fragen in Zukunft für unerläßlich. Die Führerschaft beider Verbände hat deshalb eine Arbeitsgemeinschaft abgeschlossen.
** Abendandacht für Studenten. Im Rahmen der evangelischen Studentenseelsorge an der Landcsuniversität findet morgen, Freitag, 26. Juni, 20.30 Uhr, pünktlich in der Kapelle auf, dem Alten Friedhof eine Abendandacht für Studenten statt. Zu dieser Veranstaltung hat jedermann freien Zutritt.
•* P reisgekron te Milchwirtschaft. Aus der 37. Wander-Ausstellung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft in Hannover wurde die QualitätsmiLch des Hofgutes Winnerod in der Gruppe Rohmilch wiederum mit einem ersten Preis ausgezeichnet. (VgL die heutige Anzeige.)
** Der Gleibergverein hält am Sonntag, 5 Juli, auf der Burg sein diesjähriges Sommerfest ab. Damit soll — so schreibt man uns — der großen Zahl der Mitglieder des Vereins, sowie allen sonstigen Gleibergfreunden in Stadt und Land Gelegenheit gegeben werden, ihre Verbundenheit mit Verein und Burg aufs neue zu bekunden. Die Aufgabe des Gleibergvereins, die Burg zu unterhalten, kann gar nicht genug unterstützt werden, besonders in der heutigen schweren Zeit. Die Vorbereitungen zu dem Fest, das sich auf dem eigens dazu hergerichteten und geschmückten Burghof im Schatten der
Linden abwickeln wird, verheißen einen gemütlichen und abwechslungsvollen Nachmittag und Abend. Näheres wird noch im Anzeigenteil bekanntgegeben.
** D i e Reue Hessische "Beamten- (ter beiaffe zu Darm stabt hielt, wie man uns berichtet, in Darmstadt ihre diesjährige Mitgliederversammlung ab. Das Ergebnis der Verwaltung ist nach dem Jahresbericht als sehr günstig zu bezeichnen Die Kasse hat in 61 2 Zähren bereits wieder rund 440 000 Mark Vermögen angesammelt und ihre Reserven unter Berücksichtigung einer 3,5prozentigen Aufzinsung aufgebaut. Der Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt.
Kirche und Schule.
Evangelischer Tckanalstag in Gießen.
3m Saale der 3ohanneskirche zu Gießen fand gestern der Dekanatstag des Evangelischen Dekanats Gießen statt. Pfarrer Frank, Reiskirchen, hielt die Eröffnungsandacht. Dekan G u ß m a n n, Kirchberg, gedachte zunächst in ehrenden Worten der leit der letzten Tagung durch Tod ausgeschiedenen Mitglieder, darunter die Pfarrer Decker zu Grohen-Linden, Hartmann zu Atten-Buscck und Adolph zu Gießen. Der Rechenschaftsbericht des Dekanatsausschusses brachte eine rege Aussprache über die kirchliche Lage, die Röte und Aufgaben der Dekanatsgemeinden. Die Berichte der Vertrauensmänner für Aeußere und für 3nnere Mission, Gustav-Adolf-Verein, Evangelischen Bund und Dekanatserziehungsverein lagen gedruckt vor; sie gaben Zeugnis von eifriger Arbeit, von Erfolgen, aber auch von Rückschlägen und Schwierigkeiten. Der Voranschlag der Dekanatskasse, der der wirtschaftlichen Rot der Zeit durch größte Sparsamkeit Rechnung trägt, wurde einstimmig genehmigt. Pfarrer Döch- ner, Treis a. d. Lumda, wurde zum Stellvertreter des Dekans im Dekanatsausschuß gewählt. Pfarrassistent Bremmer, Klein-Linden, hielt einen tiefgründigen Vortrag über „Aufgaben der Gemeinden im Abwehrkampf der Kirche". Altbewährtes wurde empfohlen, neue Wege wurden gezeigt. Eine rege Aussprache schloß sich an.
Landkreis Gießen.
* Leihgestern, 24. Juni. Ein seltener Genuß wurde am letzten Sonntag unserer Gemeinde im Gottesdienst zuteil. Fräulein Wittig (Bad-Nauheim) bereicherte die gottesdienstliche Feier mit drei fein vorgetragenen Liedern: Arioso von Händel, Allmacht von Schubert und Psalmvers von Radecke, die alle eine gründliche Durchbildung und Schulung verrieten. Kam in dem zweiten Lied in den tiefen Lagen ihre klangreine Altstimme zur vollen Geltung, so hat in den beiden anderen besonders ihr hauchzartes Piano die Zuhörer entzückt.
Preußen.
Das Defizit im Marburger Haushaltsplan.
Der Regierungspräsident greift ein.
]| Marburg, 24.Juni. Der Etat der Stadt Marburg für 1931 schließt bekanntlich mit einem Defizit von 122000 Mark ab, zu dessen Deckung der Magistrat Erhöhung der Büraersteuer sowie Erhöhung der Tarife für Gas, Wasser und Elektrizität beantragt hatte. Nachdem die Stadtve^ ordneten diesen Deckungsvorschlag kürzlich ablehnten, hat nunmehr der Kasseler Regierungspräsident auf Grund der neuen Notverordnung zur Deckung des Defizits die Bürgersteuer für Marburg auf das Doppelte des San- dessatzes, sowie Erhöhung der Bier- st e u e r um 100 Prozent verfügt. Die Erhöhungen treten am 1. Juli in Kraft.
Kreis Wetzlar.
# Launsbach, 24. 3uni. Der bisherige Gemeindevorsteher-Stellvertreter Wilhelm Becht- h o l d wurde von dem Landrat in Wetzlar als Vorsteher der Gemeinde Launsbach bestätigt. — Bei der Gemeindeheugrasversteigerung bewegten sich die Preise in der Höhe des Vorjahres. — Rach dem Einbau der Wa ssermesser ist eine Minderab- nähme von Wasser zu verzeichnen. Der Gemeinderat sah sich genötigt, Pflichtabnahme zu beschließen. — Kommenden Sonntag wird der neue eigeneSportplatzdesTurnver- eins Launsbach seiner Bestimmung übergeben. Ueber 7000 Arbeitsstunden sind von den Mitgliedern des Vereins geleistet worden, um den Platz herzurichten.
4- Lützellinden, 24. Juni. Am 5. Juli findet in unserer Gemeinde bas diesjährige Posaunen- feftbes Kreises Wetzlar statt, verbunbcn mit ber Feier des 25. Jubiläums der Kreisverbindung Wetzlar der evangelischen Jungmänneroereine. Ueber 200 Bläser aus den 25 Posaunenchören des Kreises werden zu dem Feste erwartet. Die Veranstaltung soll den Charakter eines großen Jugendfestes tragen.
Kreis Marburg.
1[ Marburg, 24. 3uni. 3n die hiesige Klinik wurden mehrere Einwohner aus Todenhausen bei Wetter eingeliefert, die an typhusähnlichen Erscheinungen — es steht noch nicht fest, ob Typhus oder Paratyphus — erkrankt sind. Den Krankheitsherd fand man bei einer Familie, welche kürzlich eine Familienfeier beging. Einige Gäste aus Rachbargemeinden, welche an dieser Feier teilnahmen, sind ebenfalls erkrankt. Gegen ein weiteres Umsichgreifen der Epidemie, die wahrscheinlich durch fehlerhafte Rahrungs- mittel verursacht wurde, sind die notigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen.
's Wetter, 24.3unt. Als sich der Arbeiter Michael D r u n n c t aus Sarnau heute früh gegen 5 30 Uhr auf seinem Fahrrade zu seiner Arbeitsstätte, der Kranzmühlc bei Wetter, begeben wollte, wurde er in der Kurve nahe der hiesigen Papiermühle von einem Auto ungefähren und beiseite geschleudert. Das Auto, das nicht erkannt worden ist, suchte schleunigst das Weite, ohne sich um den Verletzten zu kümmern, der einen schweren Schädelbruch davongetragen hatte und bald darauf verstarb. Um den Toten trauern eine Witwe und drei Kinder.
Maingau.
WSR. Frankfurt a. M, 24. Juni. Kurz vor dem Forslhaus Mitteldick ereignete sich gestern gegen 23 Uhr ein Ichwerer Motor- r a d u n f a l l. Aus der Richtung Walldorf kam der 34jährige Oberwachtmeister Paul Heine, der der Frankfurter Schutzpolizei angehört, mit seinem Motorrade; im Beiwagen saß eine Bekannte von ihm. Aus entgegengesetzter Richtung fuhr mitten auf der Straße ein Pferdefuhrwerk, das nicht beleuchtet war. Heine stieß mit diesem Fuhrwerk zusammen. Die Deichsel des Wagens drang ihm in d i e B r u st, so daß der Brustkorb völlig eingedrückt wurde. Der Tod muß auf der Stelle eingetreten fein. Die Beifahrerin tarn mit dem Schrecken davon. Landjäger und das Ueberfallkommando Offenbach nahmen die erforderlichen Ermittelungen an der Unfallftelle auf.
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Wettervoraussage.
Die zentraleuropäische Störung ist nad) den Bal- kanlöndern weitergewanbert, und der Kaltlufteinbruch an ihrer Rückseite hat sich in unserem Bezirk in den gestrigen Nachmittagsstunden vollzogen ; babcl kam es zu verbreiteten Gewitterstörungen und Nie- berschlögen. Auch bie Temperaturen haben einen Rückgang erfahren, welche bei ber heute noch bc- stehenbcn Kaltluftzufuhr um etwa 6 Grab zurück- gegangen sinb. Mittlerweile hat durch bett Lust- wechsel ber hohe Druck im Westen seinen Weg nach England und der Nordsee genommen, so daß dort der Kern des neuen Hochdruckgebiets liegt. Unter seinem Einfluß steht auch für unser Gebiet für inehrere Tage schönes Wetter in Aussicht. Die Bewölkung geht zurück, und durch den Strahlungsein- sluß fangen die Temperaturen wieder an zu steigen, jedoch wird morgen die Nordostluft den Anstieg noch etwas hemmen.
Vorhersage für Freitag: Nur noch leicht bewölkt und mehr aufheiternd, trocken, kühl, jedoch tagsüber beginnende Erwärmung.
Vorhersage für Samstag: Meist heiter, wärmer und trocken.
Lufttemperaturen am 24. Juni: mittags 20,1 Grad abenbs 16 Grad; am 2o. Juni: morgens 12,1 Grad. Maximum 23,2 Grad, Minimum 10,6 Grad.— Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. Juni: abends 21,4 Grad; am 25. Juni: morgens 17,2 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 5 Stunden. — Niederschlag 3,8 mm.
Verantwortlich für Politik: i. V. Ernst Blumschein.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bif 12.33 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
Eine Erfindung für die Frauenwelt! Wir können heute über eine Neuheit berichten, durch die jede Haarwäsche zum Vergnügen wird. Es ist die „Schaumbrille", die Schaum und Wasser bei der Kopfwäsche den Augen fernhält. Auf diese Weise hat man bei der Haarwäsche stets freie Sicht. Diese neue „Schaumbrilke" finden Sie jetzt als Hülle bei jeder Packung von „Schwarzkopf-Extra", dem Haarglanz- Scbaumpon, aucy bei der neuen Spezial-Sorte Schwarzkopf „Extra-Blond" für Blondinen!
Ist es leichter, Weinkenner oder Kaffeekenner zu sein!
Beim Wein wie beim Kaffee hängt die Qualität ab von Sorte, Boden, Höhenlage, Klima und Witterung. Belm Wein Jernt auch der Laie die Qualität der verschiedenen Wachstümer und Jahrgänge kennen. Beim Kaffee bleibt das dem Fadtmann überlassen,- denn hier kommt es auf die richtige Mischung an, um aus den gesdimadclichen Vorzügen verschiedener Sorten das Höchste an Gesamtwirkung herauszuholen.
Als vor 25 Jahren Dr. Ludwig Roselius den coffeinfreien und vollkommen unschädlichen Kaffee Hag erfand, da stellte er den Grundsatz aufi nur allerbeste Qualität.
Die gesundheitlidien Vorzüge und die stets gleidi gute Qualität haben Kaffee Hag in 39 Ländern der Welt berühmt und beliebt gemadit. Tag für Tag arbeiten hervorragende Kaffeekenner daran, aus Hunderten ' von Gewädisen die besten herauszufinden und aus ihnen die bewährte immer gleich gute Hagmisdiung zusammenzustellen.
Seit es Kaffee Hag gibt, ist es so leicht, immer und überall guten Kaffee zu trinken. Kaffee kann gut sein, Kaffee Hag ist gut.
(/trnr HAB ,
FREIER KAFFEE
*->»11 Manu


