Ausgabe 
25.3.1931
 
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Kreuzweg der Liebe.

Roman von Paul Grabein

Urheberrechtsschuh: RomandienstDigo", Berlin W 30.

9. Fortsetzung. Nachdruck verboten.

Donnerwetter, hatte ihr das gestanden, dies Temperament! Gewiß, ihr Wesen jetzt war ja auch tadellos, allen Respekt, und für seine Krankenzeit hätte er sich nichts besseres wünschen können. Aber nun, wo das alles Gott sei Dank wieder vorbei war, nun wollte er auch sie wieder so haben wie früher. Lind er wollte ihr dazu helfen: sie sollten die Rollen tauschen: Hatte sie ihn bisher hochgckriegt, nun wollte er ihr wieder in die Höh' helfen.

Das Gehen der Stubcntür entriß ihn seinem Sinnen: Llrsula selbst trat ins Zimmer. Auch sie war im Freien gewesen, der wundersame Früh­lingshauch, die lachende Sonne hatten wieder ein zartes Rot auf ihre Wangen und lebhafteren Glanz in ihre Augen gezaubert. Wie sie da eben zu Fred in die Stube kam, noch in Hut und Kostümjacke, einen frisch-blühenden Strauß von Maiglöckchen im Kragcnaufschlag, die dunklen Haare um die Schläfe durchleuchtet von dem hinter ihr durch den Türrahmen goldig hcrcin- flutenden Sonnenlicht, da erschien sie ihm selber ein Stück herzerfrischenden Frühlings.

Lebhaft richtete sich Fred aus dem Lehnstuhl auf und streckte die Hände nach ihr aus.

Ah, Llrsel! Bringst mir den Frühling ins Haus?" Seine Hand deutete auf den Strauß an ihrer Brust, aber seine aufleuchtenden Blicke hafteten an ihrem Antlitz.

Ja, Fred für dich." Lind näher tretend, löste das Mädchen die Blüten von ihrem Jackett, sie ihm zu reichen.Der erste Gruß des Früh­lings. Ein Zeichen, daß nun auch du wieder aufblühen sollst zu alter Kraft und Frische."

Fred nahm die Blumen, aber hielt die Hand fest, die sie ihm reichte, schon des Handschuhs entledigt, und plötzlich neigte er sich schnell über diese Hand: seine Lippen küßten die zarter^ noch vom Handschuh warmen Finger, die ihm so oft­mals Linderung gebracht hatten.

Dank tausend Dank, Ursel!" Fast bewegt flüsterte er cs: all seine tiefinnerste Dankbarkeit gegen die Pflegerin in schwerer Leidenszeit drängte sich in die Worte.

Ein tieferes Rot schoß in Ursulas Antlitz

sic war von dem Vetter das nicht gewöhnt, sie hatten sich sonst immer nur kameradschaftlich kräftig die Hände geschüttelt und schnell wollte sie ihm die Rechte entziehen: aber Fred gab sie nicht frei.

Bitte, laß mir noch einen Augenblick! deine Hand, Ursel, die mir so viel Gutes getan hat." Sein Blick suchte jetzt den ihren.Ich hab' dir ja noch gar nicht einmal so recht von Herzen gedankt für alles, was du an mir

Richt doch, Fred." Entschieden lehnte Ursel seinen Dank ab. und mit sanfter Gewalt machte sie ihre Hand frei.Was ich tat, war nur meine Pflicht. Das heißt, natürlich ich hab' sie von Herzen gern getan. Konnte ich so doch wenigstens ein bißchen gutmachen von dem

Bitte!" Energisch fiel ihr jetzt Fred seinerseits ins Wort.Richts mehr davon! Im Gegenteil: fort mit diesen Gedanken! Du machst mich wirk­lich böse, wenn du noch mal davon anfängst, hörst du, Ursel?"

Die Cousine sah zu ihm auf, zu der schwanken, schmächtig gewordenen Gestalt, um die der Sakko lose und schlecht sitzend, hing: zu dem hageren Antlitz mit dem überzarten Teint. Was war aus dem einstigen Bilde überschäumender Jugendkraft geworden! Mit einer geheimen Angst nahm sie die nach vorn geneigte Haltung des vor ihr Stehenden wahr. Gewiß strengte ihn auch das Stehen noch an.

Bitte, Fred, seh dich wieder." Und sanft drängten ihn ihre Hände zum Stuhl hin.

Ra, erlaub mal." Er wollte ein bißchen ärger­lich werden.Du tust ja gerade, als ob ich noch wer weiß wie klapprig wäre." Und er sträubte sich ein wenig.

Rur heute noch ein bißchen Schonung, Fred!" bettelte sie.Wo du das erstemal draußen warst!"

Da sah er ihre dunklen, ihn warm anleuchten­den Augen, und plötzlich strömte ein so wunder­bares, heißes Gefühl in seine Brust. Tief senkte er seine Blicke in die ihren, und mit Bedeutung sagte er:

Gut, Ursel dir zuliebe!" Und er setzte sich.

Verwirrt senkte Ursula Drenck die Lider. Aber es entging ihr nicht, daß Fred den Maiblumen­strauß jetzt ans Gesicht geführt hatte und ihn, um seinen Duft voll zu schlürfen, dicht an sich gepreßt hielt. Mit geschlossenen Augen sah er so ein Weilchen, unbeweglich zurückgelehnt, und sie glaubte zu sehen, daß seine Lippen die zarten, schneefarbenen Glöckchen wiederholt berührten. Mein Gott, was sollte das alles?

Ich liebe diese Blumen so." Fred sagte es und sah jetzt zu ihr auf.Sie erwecken mir immer die Vorstellung des duftig Mädchenhaften mit ihrem lichten, zarten Grün und dem jung­fräulichen Weiß."

Ursula erwiderte nichts. Sie hatte inzwischen ihr Jäckchen abgestreift, nun tat sie auch den Hut ab und ordnete vor dem Spiegel mit etwas hastigen Griffen ihr Haar.

Freds Blicke folgten ihren weichen Bewegungen und umfingen dann liebevoll ihre ganze, feine Gestalt, die, ein wenig rückwärts geneigt, mit den hoch erhobenen Armen in der Tat voll an­mutigsten Reizes war. Und wie er so still auf sie schaute, spann er immer weiter seine geheimen, hofinungsfrohen Gedanken.

Run war Ursula fertig und wollte ihre Sachen aus dem Zimmer tragen: da aber bat Fred:

Ach, laß doch und seh dich noch ein Weilchen zu mir aus Fenster, solange die Sonne noch draußen ist. Ich hab' dir auch allerlei zu sagen, was mir heute durch den Kopf gegangen ist."

Mit einem leisen, heimlichen Erschrecken ver­nahm es Ursula. Rach seinem eigentümlichen Benehmen eben was würde da wohl kommen? Aber sie wollte ihm den Wunsch nicht ab­schlagen, und so rückte sie denn einen Stuhl an seine Seite.

Run, was hast du denn für große Reuig- keiten?" suchte sie sich selbst die Befangenheit wegzuscherzen.

Sieh mal, ich habe heute so nachgedacht: Roch ein paar Wochen längstens und ich kann wieder Dienst tun."

Ja, freilich! Dann wirds hier recht trübe aus­sehen." Ein schwerer Seufzer hob Ursulas Brust: Sie selbst als Lehrschwester im Diakonissenhaus der Plan war immer fester in ihr geworden der Vater mit Tante Marie hier allein trüb­selige Zukunftsbilder, grau in grau.Der arme Vater! Er ist dann ganz verlassen." Traurig kam es von ihren Lippen.

Ra, sag mal, Ursel, soll denn das wahrhaftig dein Ernst sein das mit der barmherzigen Schwester?"

Das Mädchen nickte nur ernst, mit stiller Ent­schlossenheit. Da ergriff Fred lebhaft ihre Hand:

Aber Ursel nimm mir's nich't übel das ist ja Heller Unsinn. Ein Mädel wie du und ewig in der Matrahenburg, das wär' ja geradezu sünd­haft. Herr Gott nicht nach mal. wie kannst du bloß auf solche Gedanken kommen!" Und er suchte ihr mit größtem Eifer alle Gründe dafür auszureden.

Rein, Ursel", schloß er,es wäre wahrhaftig

eine Sünde an vir und deiner Jugend! Und nun denk' mal an deinen armen Vater. Soll der denn gar nichts mehr auf der Welt haben?"

Ursula atmete schwer. Das war es ja, das auch ihr noch immer wieder das Herz belastete und die Ausführung ihres Entschlusses so erschwerte. Aber es half ja alles nichts.

So wie ich jetzt bin, könnte ich Vater doch nichts mehr sein." Mit dieser schmerzlichen Resignation suchte sie Fred und sich selbst den letzten Grund zu benehmen. Aber jener gab den Kampf noch längst nicht auf.

Ursel so schlapp?" tadelte er.Dos hätt' ich nicht von dir geglaubt weiß Gott nicht! Dorf ich dir mal ganz offen meine Ansicht sagen?" Sio nickte nur schwach.

Also: es gibt, meiner Meinung nach, in deinem Fall nur zwei Möglichkeiten. Die eine ist: Du liebst Wigand noch

Jähe Röte schoß plötzlich in des Mädchens Wangen.Renn mir seinen Ramen nicht mehr, ihn, der mich so kaltherzig meinem Schicksal über­lassen hat!" Leidenschaftlich entfuhr es ihren Lippen.

Mit geheimer Befriedigung vernahm es Fred.

Brav so!" rühmte er.Hätte cs auch offen gestanden charakterlos gefunden, wenn du nach allem"

Sie machte eine heftige Gebärde der Abwehr.

Gut, gut! Also bleibt logischerwehe nur noch, Rümmer zwei: Du liebst ihn nicht. Ra, dann aber versteh' ich wirklich nicht, warum du dich ihm zu Gefallen wie so eine indische Witwe selber opfern bloß zur Abwechselung statt verbrennen, dich lebendig begraben lassen willst im Krankenhaus."

Ursula wollte einen Einwand erheben, aber er ließ sie gar nicht erst zum Wort kommen.

Weih schon, du willst die Welt fliehen, wegen des Geredes. Aber siehst du, Ursel, das nenne ich schlapp! Kann mir nicht helfen. Zum Teufel, was ein rechter Kerl ist der pfeift auf die Welt, auf die ganze Bande von Waschweibern und Gift­mäulern jeglichen Geschlechts."

Das Mädchen fuhr hoch, eine aufstcigende Röts im Gesicht.

Wenn du mich tjur beleidigen willst

Aber Fred hielt sie bei den Händen bittend fest, und außerdem sie muhte sich gestehen: er hatte nicht so ganz unrecht. Bisweilen hatte sie sich selber schon ähnliches zugerufen. Wollte sie es denn schließlich nicht ebenso machen wie Jörg sich auch mutlos flüchten, anstatt trotzig aufrecht stand- zuhalten?

^Fortsetzung folgt.)

Eröffnuna: Freitaa, 27. Miz 1931

Kvau «Svna ^dnig,

die in ganz Deutschland bekannte Heilkundige, welche Krebs, Tuberkulose u. a. erfolgreich be­handelt, im Kreise ihrer Helferinnen.

Die Schwester der Frau Erna König,

$t?mt Elfriede Arnold, ist von Freitag, den 27. Marz, bis einschließlich Samstag, den 28. März b. 3. persönlich im. Bestrahlungs-Institut der Schwester Gerda Klaumann, Gießen, Schulstraße 6, mit dem Institutsarzt anwesend.

Vestrahlungs-Institut,

Behandlungsstunden: Täglich von 820 Uhr, Samstags von 818 Uhr.

VON: Leberleiden, Kehlkopf- und Lungenleiden, Asthma,

UmUK ^eoano unfl Magenleiden, Ischias, Neuralgie, Schuppenflechte, w ® Hautkrankheiten, Bettnässen und Appetitlosigkeit

bei Kindern, Gallensteinen, Herzleiden, Gicht, Rheuma, Nierenleiden, Lupus, Lähmungen, Nervenleiden, Haarausfall, Entfettungskuren, Kropf, Schwerhörigkeit, epileptischen Anfällen, Krebs, Zucker usw. Unzählige Dankschreiben geheilter Patienten stehen zur Verfügung.

Meine Institute haben mit Gallspach und anderen Bestrahlungsinstituten nichts zu tun. Meine Erfolge beruhen

auf ges. gesch. Bestrahlungs-Apparaten und deren besondere Anwendungsmethode. Zahlreiche Fälle, die von Aerzten, Fachärzten, Krankenhäusern, Heilkundigen und Bestrahlungs-Instituten jahrelang ver­geblich behandelt worden sind, sogar derartig schwere Fälle, wie z. B. Krebs und Tuberkulose, bei denen der Tod für die nächste Zeit vorausgesagt worden ist, haben wir nachweislich vollkommen geheilt. Die An­feindungen und Vorwürfe der Aerzte widerlegen wir in jedem Prozeß durch Zeugen zahlreicher der von Aerzten aufgegebenen Fälle, die dankbar und freudestrahlend vor Gericht ihre Heilung durch Frau Erna König unter Eid bezeugen.

Der Dortmunder General-Anzeiger brachte folgenden Prozeßbericht:

Ist Tuberkulose durch Bestrahlung heilbar?

Interessanter Prozeß in Remscheid-Lennep

Frau Erna König (Essen) vor Gericht. Aufgegebene treten geheilt als Zeugen auf. Der Sachverständige hält die Heilung Tuberkulöser durch Frau König für möglich.

Nemfcheid-Lennep, 14. Apnl.

Die .heilkundige Frau Erna König, Essen, bekannt durch ihre Bestrahlungen mit demOriginal König", hatte einen Strafbefehl über 60 NM. wegen Hebertretung einer Negie- rungsoerordnung bekommen, gegen den sie richterlichen Ent- scheid beantragt halte. Leute mittag stand Termin vor dein Amtsgericht in Remscheid Lennep an. Dem Etrasbesehl lag folgender Tatbestand zugrunde:

Frau König, die in einer großen Anzahl deutscher Groß­städte Bcstrahlungsinstikulc unterhält, hatte einer hiesigen Zeitung unlängst Prospekte beigelegt, die Danksagungen von geheilten Krebs- und Tuberkulose-Kranken enthielten und die ferner be­tonten, daß aufgegebene Kranke durch sic völlig geheilt seien. Die Aerzteschast des Bergischen Landes faßte auf Grund der Erfahrungen der erakten Wissenschaft diese Ankündigungen als Prahlerische Behauptung aus, die geeignet sei, in weiten Kreisen des hcilungsuchenden Publikums einen Irrtum über die Fähigkeiten der Frau König zu erregen. Die Aerzte- schäft erstattete fodann durch den im Landkreife Solingen-Lemiep amtierenden Kreismedizinalrat Dr. Moselbach in Opladen Anzeige.

Zum Beweise ihrer Teilerfolge hatte die Angeklagte 18 Patien­ten als Zeugen laden lassen. AIS Sachverständiger erschien Medi­zinalrat Dr. Moselbach, der von der Verteidigung wegen Be­sorgnis der Befangenheit abgelehnt wurde, da der Gutachter zugleich der Veranlasser der Anzeige war. Auf die Erkläning des Gutachters, er fühle sich unbefangen, lehnte das Gericht den Antrag ab. Der Amtsanwalt erwog gleich zu Beginn, das Verfahren aus subjektiven Gründen einzustellen.

Rach dem Vortrag des Sachverständigen, der sich in längeren Ausführungen über Krebs und Tuberkulose, über Bestrahlungs- methoden und Veslrahlungsarten, über Unheilbarkeit deS echten Karzinoms und dessen Diagnostizienmg verbreitete, trat das Gericht in die Beweisaufnahme ein. Die Zeugen wurden ohne besondere Auswahl herauügegriffcn. Zunächst wtirdc aber noch festgestellt, daß die Kranken mit fertigen Diagnosen von ihren ehemaligen Krankenhaus- und Lausärzten zu Frau König kommen und daß ihre Institute unter der Leitung zweier appro­bierter Aerzte stehen. Dann gab es noch einen kleinen

Zusammenstotz zwischen Verteidiger und

Sachverständigen.

Der Sachverständige: Leberkrebs ist nicht heilbar.

Verteidiger: DaS wollen lvir ja eben erst feststellen.

Sachverständiger: Welche Strahlen sind es denn, die Frau König benutzt<

Verteidiger: Frau König Hal nicht die Absicht, ihr Paten- lierles Verfahren prciszugoben. Strahlen, die Sie, Lcrr Sach­verständiger, nicht kennen, können Sie hier nicht beurteilen.

Die Zeugin, Ehefrau Krach, 43 Jahre alt, aus Essen, bekundet: Ich war wegen schwerer Hntcrlcibefblntungcn im Krankenhaus. Der Chefarzt nahm ein Stück der erkrankten Stelle durch Operation heraus, schickte es an ein bakteriologisches Institut, welches Krebs feststellte. Rach vier Wochen war die Zeugin trotz Radiumbehandlling sterbenskrank.. Vom Laus- arzt wurde sie nach der eidlichen Aussage ihres Mannes aufgegeben. Zur Schmerzlinderung empfahl der Arzt dem Mann, der Frau Morphium zu verschaffen. Daim kam die Pa­tientin zu Frau König, lind zwar 14 Tage lang im Auto und auf der Tragbahre.

Nach einjähriger Behandlung war sie gesund.

Leute tut sie jede Arbeit, ist wieder kugelrund, und vor Gericht macht sie ihre Auslagen klar und bestimmt. Sie betonte, keine Veranlassung zu haben, noch zu irgendeinem Arzt zu gehen. Diese Angaben, unter Eid gemacht, bestätigte der Ehemann Punkt für Punkt.

Zeugin Dorn, 20 Jahre alt, Ehefrau aus Duisburg: Ein hoffnungsloser Fall von Lungentuberkulose in beiden Lungen. Der Befund stammt vom Chefarzt der Lungenfiirsorge in Duis­burg, also von einem Spezialisten. Dieser Arzt hat bei einer gleichgearlelen Verhandlung vor Gericht unter seinem Eid aus­gesagt, die Frau Dorn habe nach seiner Heberzeugung nur noch 3 bis 4 Monate zu leben gehabt, und als sie nach

einem Jahre aus der Behandlung bei Frau König wieder gu ihm kam, sei er erstaunt gewesen, die Frau Dorn wohlauf zu finden. Während der Behandlung durch Frail König hat sic ein gesundes Kind zur Welt gebracht. Sie gab der Meinung dankbaren Ausdruck, daß nach ihrer Ansicht das Kind ohne die Behandlung durch die Angeklagte nicht zur Welt gekommen sei. Während der Bestrahlung suchte sic regelmäßig ihren zu­ständigen Kassenarzt auf, der zunehmende Besserung feststellte. Sie fühlt sich heute völlig gesund und ist ein absolut lebensfroher Mensch. Während der Behandlung bei Fran König nahm sic 30 Pfund zu.

Zeuge Eßncr, 56 Jahre alt, Ofenmaurer aus Düsseldorf» Großenbanm: Der Zeuge war lange krank. Er mußte feiern und konnte nirgends Leilung finden. Von der Landesvcrsicherung wurde eine Behandlung abgelehnt. Durch Zufall hörte er von Frau König, ging zu ihr, ließ sich bestrahlen. ES ging ihm bald besser, und heute kann er nach einem Jahre fortgesetzter Be­strahlung seine fchwcrc Arbeit am Ofen eines Lültcnwcrkcs bei GaS und Staub ohne jede Ermüdung und KrankheitS, crschcinung verrichten.

Diese Aussagen genügten dem Gericht.

Der Staatsanwalt stellte den diesbezüglichen Antrag, dem sich der Verteidiger anschloß, indem er noch ausführte, seine Klientin habe keinerlei Interesse an einem Freispruch auS sub­jektiven Gründen.

Den Vertagungsantrag lehnte das Gericht ab.

Der Staatsanwalt beantragte die Freisprechung, da die verblüffenden Leilerfolge nach den Zeugenaussagen sehr zugunsten der Angeklagten sprechen. Darauf sprach das Gericht die Beschuldigte aus Kosten der Staatskasse frei, mit der Begründung, die heutige Verhandlung habe nicht ergeben, daß die Behauptungen im Prospekt unrichtig sind usw.

Die Essener Volkszeitung, Essener Allgemeine Zeitung, Gelsenkirchener Allgemeine Zeitung u. a. m. brachten nachstehenden Bericht:

(Sine Aettkurrdige fveigespvothenr Düsseldorf, den 4. April 1928.

Vor dem Erweiterten Schöffengericht in Düsseldorf hatte sich Frau Erna König, Inhaberin eines Interessant war die Feststellung, daß es sich de) den Geheilten durchweg um sogenannteunheilbare" Bestrahlungsinstitutes in Düsseldorf, Immermannstraße, und Essen, Klarastraße, zu verantworten. Sie Fälle handelte. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Frank I (Dortmund) nannte die Angeklagte eine Wohl- sollte durch Bestrahlungen die Tuberkulose eines Zeugen verschlimmert statt gebessert haben. Stunden- täterin der Menschheit, die wahre Wunder gewirkt hat. Das Gericht verkündete den Freispruch und die lange Verhandlung ergab die völlige Unschuld der Angeklagten. 13 Patienten der Frau König bekundeten Angeklagte wurde am Schluß der Verhandlung geküßt und gedrückt von dem sie umringenden Publikum als Zeugen, daß sie krebs- und lungenkrank gewesen seien und durch Bestrahlungen der Frau König ge- und den dankbaren Patienten. 2161V

heilt wurden.

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wieder vor day Grün -Dicsen Gärten und 6 Mn die andere Mstveise die Erben um Mühe und sosor durch Vertrag vor i Eigentumsverhältnisse lassungssünden rachen und tragen insbesond« sog.Grenzverwimmg

. können auch buch To stände, z.D. Auswa schollenheit MtbeteM- leiten jüt den Erwerb erst nach Ablauf eint lümer im Grundbuch e wie im Falle einer tragen lassen muh. 3 fordernde Aachweis flöht dann oft auf sch! nisse, die vor allem Kosten verbunden sii

Steht hiernach fest, gene Eigentum langen kann, so ist cs nach § 924 2GD. keine Verjährt etwa Geschwister, als , kann nach § 1011 3 seine Ansprüche am gegenüber allein gelte: berechtigte, also solch« Verordnung über dai nuar 1919 ein Grundl angelegt ist, können i verklagt werden.

Das soeben Gesag dah die Grenzen imi liegen und nur der D Es ist aber schon vor Parzellen, die nacht« gewanderten Personc Grenze mehr zu seht treuen Nachbarn" na Grund und Boden Dann kann nur eine 6 Grenzverwirrung kam M Mn und bui schulden erfolgen. 2 Wetter und üeberflut, inncgehattcnen Grenz ungefüllt wurden

Denn also die ben o>e genaue Liniensühr tveiscn können, licat

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