Gießener Mnternothilfe 1931/32
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Spülen in kaltem Wasser, dem tnr Auffrischung der Farben etwas Küdiencsslg bei gegeben ist
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Anderseits darf man auch nicht verlangen, dah die Befehle so freundlich eingekleidet werden, ge- Mennahen in Samt und Seide gehen. Es gibt ttnii) Alltagssätze, die dieses „bitte!" nicht Der» innen. Man denke sich einen Unteroffizier, der z.D. an den Befehl: „Marsch!" noch ein „bitte!" orhÄngen wollte. Oder: „Rechts um, bitte!" Das toirfce einfach lächerlich wirken. Aber in der StiLile wird wohl hier und da auch einmal das Molchen eingeflochten werden können, wenn auch nicht immer.
3m Berkehr mit unseren Rächsten können wir beobachten, dah uns das Wörtchen immer Wiebe: hilft. Wir sollten deshalb in allen Lebens- Coqcn den kleinen Helfer beanspruchen und uns ■unt) unseren Mitmenschen eine Freude und Er-
morgens 7,4 Grad. Maximum 8,6 Grad, Minimum Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 23. Oktober: abends 5,4 Grad; am 24. Oktober: rnor»
Die Not M groß Leder heiße
Spenden an das Städtische Wohlfahrtsamt, Stadthaus Gartenstraße
Abzugshebel I ihlich krachte ein 1 : traf. Kapvl brach bärigen Ennitl- leben, dah es sich 1 tragischen Unfall iinc Schuld beiju»
der größte Bolksbetrug aller Zeiten gewesen. Leider spiele man auch heute wieder in gewissen Kreisen mit dem Wunsch einer „wohlbegrenzten" Inflation. Das Bolk werde sich diese Manöver jedoch nicht ein zweites Mal gefallen lassen, sondern fordere nach wie vor Recht statt Almosen für die Entwertung in der ersten Inflation. Die Kleinrentner und Kriegsbeschädigten, die ein gutes Recht auf Änterstühung hätten, dürften durch Rotverordnungen in ihren Bezügen nicht weiter gekürzt werden. Der Abbau müsse an anderer Stelle einsehen. Der Redner kam dann auf die grundsätzliche Entscheidung zwischen Rationalsozialismus und Bolschewismus zu sprechen und betonte, dah es für Deutschland nichts Gefähr- licheres gebe, als eine gewaltsame Auseinandersetzung im Innern. Die Partei dürfe nicht das Wesentliche sein; es gebe wichtigeres zu tun, als Parteiboxkämpfe auszufechten. Es gelte in der Hauptsache, dem Privateigentum wieder die unbedingte Geltung zu verschaffen, die Hypothekengläubiger in ihre Rechte einzusetzen, die Kapitalbildung im Inland zu fördern und mit der Wiedereinsetzung des Mittelstandes in seine De- sihrechte eine Wiedererstarkung des Vertrauens im Volke zu den Führern und zur Regierung herbeizuführen. Rötiger denn je sei jetzt eine Politik der Gerechtigkeit und der energischen Tat. Es bedürfe positiver Vorschläge, alle Kräfte mühten zusammengefaht werden. Immer sei der Mensch das Primäre, dem sich Staat und Wirtschaft dienend unterzuordnen hätten. Darin liege auch der Sinn des Dolksrechtkampfes, und die Parole der Partei laute deshalb: „Freiheit und Recht nach innen und außen".
Als zweiter Redner sprach Iustizrat Brink- Berlin über spezielle Erscheinungen des gegenwärtigen wirtschaftlichen und politischen Lebens in Deutschland; er kam auf die Fälle von Korruption zu sprechen, die zur Zeit einige deutsche Gerichte beschäftigen, und streifte dabei besonders die krassen Vorfälle in Berlin. Er befaßte sich kritisch mit der Tagung der Rationalen Opposition in Harzburg, mit den Bestrebungen der Marxisten und zitierte einen eindeutigen Ausspruch Bebels zur Vernichtung des Mittelstandes, mit der Bedeutung des Goldstandards für die Weltwirtschaft, wie auch für die deutsche Wirtschaft und schließlich mit dem neugebildeten Wirtschaftsbeirat der Reichsregierung. Der Redner betonte, daß es heute nicht mehr möglich sei, mit Reutralität Ziele zu erreichen, der Kampf müsse in geordneter Formation für deutsches Recht, für deutsche Moral und Kultur geführt werden, jedermann müsse sich mit einsehen für eigenes Recht und eigene Zukunft.
Bornotizen.
— TageskalenderfürSamstag: Gießener Konzertverein, 20 Uhr, Universitäts-Aula, Sonaten-Abend. — Deutschnationale Volkspartei, 20 Uhr, Turnhalle am Oswaldsgarten, Vortrag von Dr. Oberfohren über „Der Kampf der Deutschnationalen". — DHV., 20.30 Uhr, im Heim, Lichtbilder-Vortrag „Brauchen wir Kolonien?".— Hotel Prinz Carl, Schmuck-Ausstellung, 15 bis 19 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Bomben auf Monte Carlo". — Astoria-Lichtspiele, Sel-
US der Provinzialdauptstovt.
Gießen, den 24. Oktober 1931.
„Bitte!"
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Denken Sie aber stets daran:
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beiden Forst, "vorbei Saffet tt ISiahrige!Ru* wutzgang begeben Munöe auf bem Lagerrast machten, iberbüchse des n und dabei wahr- a Eicherungs» ) r n, ohne dies zu Kapel sich zuerst 'hm folgen wollte, chr entsicherte ®e*
'• Falsche Gerüchte. In der Stadt geht in der Sache von W. R. das Gerücht herum, dah ihm aus der Kirchenkasse Geld zur Verfügung gestellt worden sei und für chn eine Kollekte veranstaltet wurde. Wie uns der Kirchenvorstand der Matthäusgemeinde mitzuteilen bittet, entsprechen diese Gerüchte in keiner Weise den Tatsachen. Cs ist weder für ihn eine Kollekte veranstaltet worden noch ist ihm irgendein Pfennig aus der Kirchenkasse, weder der Gesamtgemeinde noch einer Einzelgemeinde, noch aus der Kasse irgendeiner Vereinigung leihweise oder sonstwie zur Verfügung gestellt worden.
** Z u Gunsten der Gießener Winter- n 0 t h i l f e findet am morgigen Sonntag, 20 Uhr, in der Aula der Universität «in Lichtbilderoortrag statt. Universitäts - Professor Dr. Kornmann (Breslau) wird über das Thema „Aus der Heimat Abrahams und der Sintflut" sprechen. Die Bürgermeisterei, die Universität, die höheren Schulen und eine Anzahl gemeinnütziger Gießener Vereine laden au dieser Veranstaltung ein. Näheres ist aus dem Anzeigenteil unserer gestrigen Ausgabe zu ersehen.
Forderungen des Mittelstandes.
LiieDolksrechtpartei und derSParer- '6inb veranstalteten am Donnerstagabend im Llnholifchen Dereinshaus eine öffentliche Kund- gonng. Stadtratsmitglied Rentier Reiber, der 'Arsihende der hiesigen Ortsgruppe der Volks- :veht:partei, leitete die Versammlung.
Der Reichsparteivorsihende, Prof. Bauser- i Stuttgart, führte als Redner des Abends u. a. •ast Zwölf Jahre Rachkriegspolitik seien eine • des geringsten Widerstandes gewesen. ?5)e Inflation habe den Mittelstand völlig Der- rietet, während auf der anderen Seite unerhörte • Stn>inne gemacht worden seien. Die Inflatio^e^
tersweg: „Der singende Draht", Liebe", „Das sind Zustände" und der Wälder".
— Tageskalender für Stadttheater Gießen, „Frauen gem...l", 18.30 bis 21 Uhr. -
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d Dr.Selo wurde bet gegen 100 Zeu- boerftänbigen auf* ängnii Dxgen ge- W Men Der« Angeklagten mil- >et Eg W\\xä ,ung ergeben habe, Mnt sei. Aus bet j Gericht die höhe
Honorare, die > bet betreffenden is gestanden hätten, ar Oppauet Unglüd! ■baubteten die A a - bei der Hilfsaktion ? gtohe Erplosi- oder Pfalz Velin n des Unglücks w ^uch Pelzmantel- sichen höchst-etsön. Staatsbeamten, Die ausschusses ge- iz erhebliche Ent» ein Gehalt erhalten eien. Der bamahge etjige Snnenmimftet et Ministervtasident erung alles daran. L teftlos * S in öffentlichen leien, hätten bei ■•sss erwaltungsvr LLK
buben und Festwiese" aus „Meistersinger" u. a. m. Eine Auslese aus Johann Strauß' Werken führt die Zuhörer in das Reich des unsterblichen Walzerkönigs, und einige Märsche des ehemaligen Musikdirektors Carl Krautze (der Hundertfechzehner, Gießener Rudermarsch) wird beiden älteren Generationen Erinnerung an Der- flossene, schöne Zeiten erwecken. Der Besuch des Konzertes, das um 16.15 Ähr pünktlich beginnt, kann nur empfohlen werden. (Siehe heutige Anzeige.)
— Konzert des Gesangvereins „Heiterkeit". Man schreibt uns: Alljährlich treten die hiesigen Gesangvereine am Schlüsse ihrer Arbeit innerhalb eines Jahres einmal mit einer Konzertveranstaltung an die Oesfentlichkeit. Den Reigen dieser Konzerte eröffnet in diesem Winter der Gesangverein „Heiterkeit" am Sonntag, 8. November. Das Konzert findet nachmittags in der Aula der Universität statt. Zur Mitwirkung wurde die Kapelle des hiesigen Reichswehr-Bataillons, unter Leitung von Obermusikmeister Krauße, gewonnen. Die Veranstaltung, die lediglich der Förderung und Verbreitung des deutschen Liedes dienen soll, wird in Anbetracht der schweren Wirtschaftslage in einfachem Nahmen gehalten sein, sie soll aber doch dazu beitragen, die Sorgen, die der Alltag bringt, für einige Stunden vergessen zu machen. Die Eintrittspreise sind niedrig gehalten; auch den Erwerbslosen soll Gelegenheit gegeben sein, das Konzert zu besuchen. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. - —Der Arbeitergesangverein „Crn- tracht" veranstaltet am morgigen Sonntag, 20 illjr, in der Stadtkirche eine musikalische Feierstunde. Das Programm des Abends ist aus dem Anzeigenteil vom Mittwoch ersichtlich.
— Kasperle-Theater. Man schreibt uns: Wegen Äeberfüllung des Saales am vergangenen Sonntag wird am morgigen Sonntag, 15 Ähr, im Katholischen Dereinshaus noch einmal gespielt. Es ist damit noch einmal die Einweihung der neuen modernen Kasperlbühne verbunden. Für alt und jung dürften es zwei unterhaltsame Stunden werden. Siehe gestrige Anzeige.
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Dieses kleine Wörtchen hat schon oft Wunder gereift. Es hilft in vielen Fällen, daß einem Befehl, eit-rn Begehren die Härte genommen, daß ein Eher Satz geglättet und geschliffen wird. Oder wer te einem Wunsche nicht entsprechen, dem das ne Wörtchen „bitte!" anhängt? Erst recht in Liddeutschland, wo es bittscbön! heißt! Da kann □un. doch nicht gut etwas abschlagen.
Gewiß ist unsere Sprache reich an Wörtern, die Ltfenbeine Aufforderung enthalten, etwa: „Nun al>-r los!" „Fertig!" „Schnell!" Aber keins wirkt so verbindlich wie dieses „bitte!" Es schadet selbst niiht, wenn der strenge Vater feinen Kindern gegen- üt:r recht oft Gebrauch davon macht. Es Hilst wohl nitji immer, aber doch in vielen Fällen.
Ich glaube mich zu erinnern, daß es vor dem Kriege z. B. bei der Eisenbahn nur geheißen hat: „(finfteigen!" Das hört man heute nicht mehr, sondern viel einladender „Bitte einsteigen!" Oder: kitte die Fahrkarten vorzeigen!" Lassen wir das kleine Wörtchen aus, dann haben wir einen rauhen, • roluften Satz, der uns ordentlich weh tut.
E» gab ja eine Zeit — es ist noch gar nicht lange hei —, da wurde auch das freundliche Wort ge- rotegu mißbraucht. Bei jeder Frage, bei jedem Satz, de« unser Nächster nicht verstand, kam die Rück- ftoge: „Bitte?" Das war in vielen Fällen über- ttiibcn. Da ist die Frage: „Wie meinen Sie?" doch geiflbe so höflich und freundlich. Und wenn schon ein Elf-ner dreijähriger Knirps auf irgendeinen Satz, 6tn er nicht verstanden hat, mit diesem „bitte?" ant- nttld, dann ist das verfehlt. Ich höre da viel lieber fcii einfältige Kinderfrage: „Wie ist das?" oder „Bas haft du eben gesagt?" Der Stolz von vielen Mütern, das ihre Kleinen sich schon so „ge- iüöef ausdrücken, wenn sie bei jedem dritten Satz Jäte?" sagen, ist jedenfalls ganz unberechtigt. Kind ist Lind, und es soll nicht alles nachahmen. Doch Ija: dieses fragende „Bitte?" wohl etwas nachge- laiiin. Oder täusche ich mich? Bitte?
Sch kenne einen jungen Mann, der eigentlich fot an jeden Sah ein „Wie bitte?“ anbängte. Äch er nun den Spitznamen „Wie bitte?“ hat, ifi seine eigene Schuld. Uebertreibungen schaden
OweiXenlos. G neuer. <>naro neoecri 9 wolkig. • oedecxi -Regelt * Schnee a Graupein * Meöei 'S 0ewitler.©wind$tine.«O seht telchter Ost massiger Sodsaowesi Q stormischer «ordwesl Ole Pfeile fliegen mit dem winde Oie 00 den Stationen stehenden z«r> len gehen die Temperatur an. Oie Limen veromdeo Orte mit gleiche^ tu« Meeresniveau umgerechneten Luftdruck
Wettervoraussage.
Das kräftige Discayatief hat sich nunmehr ganz auf das Festland verlagert und breitet seinen Kern über unserem Bezirk mit Barometerständen bis 740 Millimeter aus. Dabei hat bereits in der letzten Rächt die ozeanische Warmluft zu Milderung und verbreiteten Regenfällen geführt, die bei uns über 10 Millimeter Riederschlag brachten. Beim Weiterzug der Storung flieht an der Rückseite ozeanische Luft aus höheren Breiten zu, die den Witterungscharakter unfreundlich gestalten wird. Die Temperaturen gehen im allgemeinen zurück und bei wechselnder Bewölkung treten noch Regenschauer auf.
Vorhersage für Sonntag: Unbeständig und wechselnd wolkig mit Schauern, kälter.
Vorhersage fürMontag: Teils bewölkt, teils aufheitemd, noch vereinzelte Schauer, Racht- frostgefahr.
Lufttemperaturen am 23. Oktober: mittags 8,5 Grad Celsius, abends 6,9 Grad; am 24. Oktober:
mifierte Melodien und Schlager, die von Berlin I aus als Schlager des kommenden Winters bereits ihren Weg angetreten haben, hervorzuheben. Spielleitung hat Heinrich Hub, musikalische Leitung Kapellmeister Fritz C u j e, Einstudierung der Tänze Ewald Bäulke. Mitwirkende: Damen: Berger, Doering, Schubert-Jüngling, Sachse, Wielander, Walther-Lederer; Herren: Hub, Ian- scheck, Michel, Dolck. Beginn 18.30 Llhr, Ende 21 Ahr.
— Militär-Konzert auf der Lie- bigshöhe. Das Musikkorps unseres Bataillons veranstaltet morgen, Sonntag, 25. Oktober, ein großes Militär-Streich-Konzert, für das, — wie man uns mitteilt — ein außerordentlich vielseitiges Programm vorgesehen ist. Es seien daraus angeführt: Die Ouvertüren „Alphonso und Estrella" von Schubert, und „Wilhelm Teil" von Rossini; ferner Kaempferts „Schwäbische Rap- sodie", die Balletmusik aus Coppelia von Delibeo, die „Einleitung zum III. Akt, Tanz der Lehr-
* * Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag von 11 bis 13 Ähr bei gewöhnlichen Preisen geöffnet.
* * Die städtische Gemäldegalerie im Neuen Schloß ist wegen der notwendig gewordenen Neuregelung des Aufsichtsdienstes bis auf weiteres geschlossen.
* * Der n ä cf) ft e Rindvieh- (Nutzviehs Markt findet am Dienstag, 27. Oktober, statt. Näheres ist aus der heutigen Bekanntmachung ersichtlich.
*• Festnahme. Der Polizeibericht teilt mit: Auf Ersuchen einer auswärtigen Behörde wurde der Kaufmann Hans Wolf aus Rümberg wegen Diebstahls usw. hier festgenommen und dem Amtsgericht zugeführt.
** Hauptversammlung der Barmer E r s a tz k a s s e. Dieser Tage fand, wie man uns berichtet, im Hotel Kobel die Hauptversammlung der Barmer Ersatzkasse statt. Auf der Tagesordnung standen der Bericht des Delegierten über die Haupt- versammulng in Hamburg und die Neuwahl des Derwaltungsstellen-Vorstandes. Der Delegierte Herr D e s ch erstattete den Bericht. Die Kasse weise, so Ker u. a. aus, Ende des Jahres 1930 einen
id von 466 172 Stammversicherten und 105 055 Familienversicherungen aus. Es sei eine merkliche Weiterentwicklung zu verzeichnen, die Rücklayen seien in gesetzlich vorgeschriebenem Maße verstärkt worden, der Ausbau der Außenorganisationen habe ebenfalls Fortschritte gemacht. Die Versicherungsleistung habe, mit Ausnahme der durch die Notverordnung geschaffenen Veränderungen, in der bisherigen Form aufrechterhalten werden können. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurden di» bisherigen Mitglieder des Berwaltungsstellenvor- ftandes einstimmig wiedergewählt.
Lhzlers auf dem westfälischen Beamtentage er- I lÜrcn können, daß die Reichsregierung für das CkrufSbeamtcntum eintritt, wie je zuvor, und ioh alle ihre Sorgen und Röte, daß an eine Aushöhlung und Entrechtung gedacht werden körnte, von der Reichsregierung beseitigt wer- Ben Ich habe ein Bedürfnis, die Spitzenver- ßinöe der Eisenbahner aller Art in nächster Zeit m einer Aussprache bei mir zu sehen, weil it den Wunsch habe, zu hören, wie Sie glauben Vln Ihrer Seite her alles wieder in Reih' und Nied bringen zu können. Soweit Sie mich kennen als meiner früheren Tätigkeit, wissen Sie das eae. daß, wenn wir auch den Wirklichkeiten in) Auge sehen müssen, wir auf der anderen Elite auch an dem einen festhalten, was Sie In Ihrem Geschäftsbericht als Motto aufge- Uchnet finden: „Worte haben Wert nur für 5n Fall, dah unsere Herzen überzeugen." Zu eiter Aussprache von Mann zu Mann werden Eb mich immer bereit finden. Den Worten des Mmsters stimmte die zahlreiche Versammlung ml lebhaften Beifall- und Bravo-Rusen zu. Sm Minister dankte der 1.Vorsitzende Wieg |i- das von ihm überbrachte Bekenntnis der Aichsregierung zum Derussbeamtentum.
gens 6,6 Grad. — Sonnenscheindauer 4 Stunden. —, Niederschläge 11,4 mm.
Stuhlverstopsung. Rach den an den Kliniken für innere Krankheiten gesammelten Erfahrungen ist das natürliche „Franz-Josef-Bitterwasser ein äußerst wohltuendesAbführmittel. JnAp.u.Drog.erh.
Kunstverein, Ausstellung „Alte und neue Graphik', 11 bis 13 Ähr. -- Äniversitätsaula, 20 Ähr, Lichtbilder-Bortrag „Aus der Heimat Abrahams und der Sintflut". (Zu Gunsten der Winter- nothilfe.) — Liebigshöhe, 16.30 Ähr, Gröhes Mi- litär-Streichkonzert. — Arbeitergesangverein „Eintracht", 20 Ähr, Stadtkirche, Musikalische Feierstunde. — Verein für deutsche Schäferhunde, 9 Ähr, Hardt-Terrasse, Körung der deutschen Schäferhunde. — Heimatvereinigung „Schiffenberg", 15 Ähr, Familien-Zusammenkunft, Schiffenberg. — Katholisches Vereinshaus, 15 Ähr, Kasperle-Theater. — SpVg. 1900 Familienabend im „Postkeller". — Hotel Prinz Carl, Schmuck-Ausstellung, 11 bis 18 Ähr. — Lichtspielhaus Bahnhof- strahe 11.15 Ähr, „Eine Reise unter der Mitternachtssonne", ab 15 Ähr „Bomben auf Monte Carlo". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Der singende Draht", „Blitz und Liebe", „Das sind Zustände" und „Kein König der Wälder".
— Aus dem S t a d 11 h e a t e r b ur e a u wird uns geschrieben: Am morgigen Sonntag, 25. Oktober, ist als Fremdenvorstellung die Erstaufführung der Operette „Frauen haben das gern!“, die mit eigenem Ensemble gespielt wird. Eine Schwankoperette von Arnold und Dach, zu der Walter Kollo für die von Rideamus hinzugedichteten Gesangseinlagen die Musik komponiert hat. Die Operette „Frauen haben das gern.. .1“ dürfte, wie in Berlin, wo sie über lOOmal mit größtem Erfolg gegeben wurde, auch bei uns ein den Verhältnissen entsprechender Serienerfolg werden. Arnold und Bach schufen groteske Situationen, dazu höchst originelle Gesangstexte in Form hübscher Couplets und gefälliger Chansons. Richt zuletzt sind Walter Kollos flott rhyth- •
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