Ausgabe 
24.1.1931
 
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Einklang mit der freund- inÖDorje, insbesondere mit ierlauf der gestrigen Neu- 1 oie heutig Ulormiltags» freundliches Ans. iartnadigteit sich erhallen» Anleihevcrhandlungen mit einem schon vormittags er- itt in großer Ausmachung lullerten, obwohl von zu- iter Deutlichkeit daraus hin- zwei völlig getrennte Aiv ibergeroorfen werden, und ngsristigen Anleiheoerhand- hland und Frankreich ge\ Börseneinführung deutscher jen von anderen Boraus- rmizöstiche Steuer im Wege iner Tlitiaqsbtaft weift im > bin. 3« Beginn des offi> , Geschöst bei Berücksichtig iS und der augenblicklichen ; als relativ lebhast Irenen Äausorders stellten :ungcn des In» und Aus- er, um die Wirkung der am" jenen Arbeitslosenzifser und schwachen Veranlagung des d von Stillegungen beim ergründ treten zu lassen. Da ie Baisseengagements zu be- Stimmung recht beträchtlich, über 3 o.h. nidjt hinaus. >i kleinem llmsas, auf 4,3 an, . fester, Rheinische Braun- i(AÖetfurtf) 4,5 v . Ehadc- Mit Plus-Plus-Feichen er» Jeutiche Linoleum. Anleihen

Psandbriese und W ;,,,änb.rl.3mS*f fttunW. «"»*-3 (tiacn bis zu 1 v. h. eopaier zwar besonders bei den an- rfen Papieren, ZU Heinen n.

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Jahre 1792 als Gefangener

Wieseck, den 24. Januar 193L

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Annerod, den 24 Januar 1931.

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Berlin-Mariendorf,

Die Beerdigung findet Dienstag, den

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank.

Im Namen aller Hinterbliebenen:

Familie Georg Pauli

Inbemieur- Schule MtscmnenoauEiertro- tecnrit.HocD-u. TltfDiO, Toninausirit

si,4,Kw.lftrpltnt frtL

27. Januar 193L in Berlin statt.

0458

Danksagung

Fürdie zahlreichen Beweise aufrlchtigerTeilnahme beim Ableben unseres lieben, unvergeßlichen

Herrn Leopold Löwenstein

sagen wir unseren herzlichsten Dank. . Ganz besonders danken wir allen unseren Nach­barn für ihre liebevolle Hilfe, dem Gesang- und Turnverein für ihre letztenGrüßeu. Kranzspenden.

Frau Berta Löwenstein und Kinder.

Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:

Frau Christine Nonnenbroich, geb Spohr

Gießen. Köln, Essen-Steele, Wilhelmsdorf! Württbg.l, SaulgaulWürttbgA den 23. Januar 193L

Dem Wunsche des lieben Verstorbenen entsprechend erfolgt die Bei­setzung in aller Stille in Saulgau in Württbg. am Sonntag, 25. Januar. Das Seclenamt findet am Dienstag, dem 27. Januar, 6V, Uhr vormittags, in der hiesigen kath. Pfarrkirche statt. 648D

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Minute Proescher, geb. Köser

Wilhelm-Eugen Proescher

Elise Proescher, geb. Rausch

Studienrat Heinrich Proescher u. trau Alma, geb. Rapps

Studienrat Ludwig Kehr u. Frau Lisa, geb. Proescher Anna Koeser. geb. Haggenmüller

Professor Dr. Eugen Köser u. Frau Else, geb. Küchler.

behrlichen Rasierapparat. «Sonst Halle er nichts auf Erden. Dies alles verstaute er allerdings in seinem Privatflugzeug und verliest die Stief­mutter Erde. Hm wenigstens das Flugzeug vor der behördlichen Beschlagnahme zu retten! Bun zittern die Gläubiger doppelt, denn die Ma­schine war nicht versichert! Die Luftpolizei von Oslo nahm die Verfolgung des säumigen Zahler« bercitwilligst auf wie sie den Mann und feinen Flugapparat im Namen des Gesetzes zur Rückkehr bringen will, ist allerdings etwas rätsel­haft da man gar nicht weist, wo er setzt ist.

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Daubrlngcn, den 23. Januar 1931.

Die Beerdigung findet am Sonntag, den 25. Januar nachmittags 2'/, Uhr statt

des lRevolutionsiribuna 1s diese Zelle bewohnt hatte. In dem Briefe bittet er seinen Zellen- nachsolger, die hier deponierten Schmuckfachen und das Geld an feine in Paris lebende Schwester auszuliefcrn. Aus den noch erhaltenen Akten der damaligen Zeit konnte einwandfrei fcstgestellt wer­den, dast Dr. Sorten wenige Lage nach dem Da­tum seines Brieses guillotiniert worden ist. Dicht besser erging es dreien seiner Zcllennachfvlger. und erst einem kertermüden Taschendieb des zwan­zigsten Jahrhunderts blieb es Vorbehalten, fein Vermächtnis ans Tageslicht zu ziehen.

Tic belagerte Redaktion.

(web) Sofia.

Eine eigenartige und, wenn man -dH, fried­liche Belagerung Hot sich die Redaktion des größ­ten bulgarischen Zeitungsverlages gefallen lassen müssen. Allwöchentlich kommen am Freitag die Dauern der Umgegend nach Sosia. um den Markt zu beschicken: von buntgeftidten Soden und Schür­zen, über Gemüse und Eier, kann man alles Er­denkliche kausen, sogar Grvhvieh wird angeboten und eingehandelt, lind so kaufte der Dauer Stantscho ein Düffelpaar auf dem Markt in So­fia. Er hatte aber Pech, denn auf dem Heimweg erschraken die beiden Düffel, des Groststadtlärms ungewohnt, ob einer vorüberrasselnden Strahen- bahn (man must die klappernden, quietschenden und unaufhörlich klingelnden Strastenbahnen So­fias kennen) und rissen aus. Den gehörnten Kops gelenkt, den Schwanz hoch in der Luft, so durch­rasten die schwarzen Tiere die belebten Strasten, Panik um sich verbreitend. Aller Verkehr stoppte, Polizisten warnten durch Schredschüsse das Publi­kum.Freie Dahn dem Düffel!" So tonnte der eine der schwarzen Gesellen ungehindert durch zahlreiche Strasten galoppieren, imVorbeigehen' den Magen eines fliegenden Strumpfhand.crs umstülpen, auch die Auslage eines Grünzeug Händlers mustte daran glauben, und schließlich ging der tolle Stier gegen den rot gestrichenen I Laden eines Metzgers an. Er fühlte wohl so etwas wie Todfeindschaft mit dem Metzger, der den Angriff auch sofort mit ein paar Revolver-

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Vamada, Arbeiter der Rjyschen Weberei in Tokio, wurde eines denkwürdigen 2-ages abge­baut Er sahte den Entschlutz. gegen diese Un­gerechtigkeit zu demonstrieren, und zwar wo­möglich aus eine so neuartige Weise, dast ganz Tokio aushorchen würde. Er füllte einen groben Sack mit für mehrere Wochen ausreichenden Le­bensmitteln und kletterte mit Affenaefchicklichkeit auf den höchsten Schornstein der Weberei.. Da säst er nun wortwörtlich auf der -Hohe der Situation und wartete fast unbeweglich aus das Signal seiner Kameraden von unten, das ge­geben werden sollte, wenn die Firma seine Be­reitschaft erklärte, den Demonstranten gegen feine eigene Arbeitslosigkeit wieder einzustellen. Die

Erinnerung an die französische Revolution.

Paris.

Das Gerichtsgefängnis in Qlngouleme (Departe­ment Charente) ist ein ehrwürdiger, noch aus der ersten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts stam­mender Dau. Dementsprechend besitzt es auch ziemlich veraltete Sicherungseinrichtungen, deren Beseitigung einem schweren Jungen von heute nicht allzuviel Mühe macht, und Ausbrüche von Gefangenen sind daher in Angoulcme an der Ta- ^^Kürzlich^wurde jedoch im Dunkel der Docht der 24jährige Taschendieb Eusöbe- A., ein Insasse de- Gefängnisses, von einem Aufseher dabei erwischt, wie er sich gerade on einem aus seinem Bettuch geknüpften Ctrid aus seinem Zellenfenster tn die Freiheit herablassen wollte. Er wurde wieder binafeft gemacht und man begab sich m feine 3clk unHefauftellcn, aut welche Art und Weise er die Gitter seines Fensters losgebrochen bzw. durchgefeitt habe. Auf den ersten Dlid sah man, hast er einfach das das Fenster umgebende Mauer­werk losgebrocheii und so auf bequemste Art auch das Gitter ausgehoben hatte. Als man nun an ihm eine Leibesvisitation unternahm, um zu sehen, ob er nicht Werkzeuge zu einem erneuten Aus­bruchsversuch bei sich führe, fanden die Beamten zu ihrer Lleberraschung in seiner Tasche eine Schmudschatulle, gefüllt mit verschiedenen AiNgen, einer wertvollen Halskette, zwanzig goldenen Louisdors mit dem Bildnis Ludwigs des Sech­zehnten, und einem vergilbten Brief.

Befragt, wie er zu diesen eigenartigen Wert- vbjekten komme, gab A. an, er habe sie in einer künstlich im Mauerwerk angelegten Höhlung ge­funden, als er die Steine rings um das Fenster ausgebrochen habe. Der in der Schatulle lie­gende Dries lasse ihn vermuten, dast ein Häft­ling der im Jahre 1792 in dieser Zelle gelebt habe, der Verfertiger dieser geheimen Höhlung gewesen sein müsse.

3n der Tat stellte sich beim Studium dieses Schreibens heraus, dast ein gewisser Doktor Dar-

Firma wollte vorerst nicht und Vamada verblieb volle achtzig Stunden auf seinem Kaminvorposten. ohne sich durch Qualm. Hitze. Regen oder sonstige Degleitumstande im entferntesten stören zu lassen. Gleich einem Buddha sah er unbeirrbar in feiner nicht sonderlich bequemen Loge und erreichte in der Tat die Wiedereinstellung. Der Kommandant der Feuerwehr bat persönlich die 'Direktion, Gnade für Recht ergeben zu lassen, denn die Poli-ot lehnte jegliche Aktion gegen den Demonstranten ab mit der Begründung, von einer Storung der öffentlichen Strahenordnung sei keine Aede. (Sine .Luftpolizei" scheint es in Japan demnach nicht zu geben!) Auch die Feuerwehr erklärte sich für unzuständig und ücriaugtwur DicLu|t- jagd" ein Sonderhonorar, dessen Hohe mehrere Monatsgehälter des Luftakrobaten uberfheg. Unter diesen Ilmständen gab die ^abrikdircktion nach: man gab Vamada ein Signal, und Der Schornsteinheld konnte die ohne Verschulden nie« dergelegtc Arbeit wieder aufnehmen. Ob er be­reit» Filmangebote bekommen hat. gehl auS Den Tokioer Zeitungen leider nicht hervor...

Der Lchuldner flüchtet in die Wolken!

(s) Oslo.

Der norwegische Bürger Hellosen, seines Zeichens Ingenieur, ist außer allem Zweifel der erste Schuldner dieser Erde, der vor seinen Gläubigern einfach in die Wolken flüchtete. C-c lebte in letzter Zeit in fehr schlechten materiellen Verhältnissen, wurde von den um ihr Gew zit­ternden Kaufleuten bedrängt und mit P'andung bedroht. Da padte er feine sieben wachen. Seinen Sonntagsanzug, feine Aktenmappe, feine

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Heute morgen um 11 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem mit Ge­duld ertragenem Leiden mein innlgstgellebter Mann, mein guter Vater

Karl Hofmann

im blühenden Alter von 34 Jahren.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen;

Sophie Hofmann geb. Walther und Kind

sowie alle Angehörigen.

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schüssen quittierte, die der gewalttge Düffel aber nur mit unwilligem Achselzucken abtat^Immerhin zog er sich zurüd, überquerte die öirafje unb rannte in den Hof des ..Hiro-PcrlageS". Ein beherzter Mann warf daS Hottor zu. Olim tobte der Stier im Hofe bekannte der Aeibe nach jede Eingangstür. hinter die sich angstvoll die Verteidiger" stemmten.,Das Mnglüd wollte es. dah zur gleichen Zeit die Aachmittagsausgabe die Druderci verlieh. Aun konnten die tungsstapel nicht aus dem Hof heraus, dieweil man von den Aedäktionsstuben zornerfültt sehen muhte, wie im gegenüberliegenden Gebäude der Konkurrenzzeitung die Aachmittagsausgabe schon hinausgeschidt wurde. ..Geschästsbehinderung durch einen tollen Stier, der wie ein Llngewitter unentwegt alles, was im Hofe nicht niet- unö nagelfest war, zertrampelte. Aach einer21X110 kam Polizei angerüdt, durfte aber wegen Ge­fährdung von Menschenleben nicht schuhen. Wie anderswo, ist auch in Sofia die Feuerwehr Mädchen für alles. Sic muhte zum Entsatz der belagerten Zeitungsburg gerufen werden und griff den Stier aus angemessener Entfernung mit einem armdicken Wasserstrahl an. was auf das rasende Aind entschieden beruhigend wirkte. Und dann gelang es dem Herrn Feuerwehrrom- mandanten einem ehemaligen russischen Ka- valler'.eofsizicr ganz persönlich, den, Bussel ein Lasso um die Hörner zu werfen und ihn zu fesseln. Die Delagerung war zu Ende.

Yamadas ^rötest.

Danksagung.

Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme so­wie für die zahlreichen Kranzspenden bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir hiermit unseren innigsten Dank.

Im Namen der trauernd. Hinterbliebenen:

Frau Marie Kreiling Wwe., geb. Keller nebst allen Angehörigen.

Wieseck, den 22. Januar 1931.

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