Ausgabe 
24.1.1931
 
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T Waldarr Beteiligung hielt e i n seine Jahres

Schließt die alten Truhen auf! ilcdergebt eure überschüssige Wäsche unb fileibung zur Jertuenbung für Sebfirftige ber Etäbttschen Aoihllse 1930.

Hohensolms bestätigt.

Mrcie Biedenkopf

f Walda i rrnes, 21. Ian. Unter zahlreicher Beteiligung hielt am Samstag der Turnver­ein seine Iahrcsschluhversammlung ab. ®£r sihende Wilhelm Becker erstattete den Jahres­bericht, nach dem der Verein im letzten Iahre wieder gute Fortschritte gemacht hat. 58 Preise, darunter vier erste, drei zweite, fünf dritte, mut» den eingebracht Nach dem Bericht des ersten TurnwartcS Wilhelm Ferber waren die Turn­stunden sehr gut besucht. Die ausscheidenden Vor­standsmitglieder wurden wiedergewählt.

Hochzeit im großherzoglichen Hause.

WSN. Darmstadt, 23. Ian. 2m Neuen Palais fand heute vormittag die st a n des­amtliche Trauung des Erbprinzen Georg Donatus von Hessen, des ältesten Sohnes des Grobherzogspaares, mit der P r i n - zessin Cäcilie von Griechenland statt. Die Hochzeit ist aus 'Montag, 2. Februar, fest­gesetzt. Prinz Georg Donatus ist 24 2ahre alt.

kurzen einleitenden Vortrag. Der Film zeigt» in universeller Weise das Leben und Treiben der Bewohner der Insel Vias bei Sumatra und da« Wirten der Mission. Zum Schluß gab der Film Aufklärung über den Stand der rheinischen Mif- fion, über ihre finanzielle Lage und über Ihre Zukunstsarbeit. Ortspiarrer Lindenborn schloh mit Worten deS Dankes den mtereffanten Abend.

4 Hohensolms, 23. Jan. Der Landrat von Wetzlar hat die tm November v. I. erfolgte Wahl des Oberstleutnants a. D. von Loh­berg. Wetzlar, zum Bürgermeister des Amtes

Schöne weiße Zähne: Chlorodont MM

Winterabende brauchen nicht langweilig zu I sein, wenn man ein gutes Buch zu lesen der- I steht. M.

Georg Becker 70 Jahre alt.

Am morgigen Sonntag, 25. Ianuar, kann der I in weiten Kreisen unserer Stadt und der Pro­vinz Oberhessen bekannte und geschätzte _/>au" I Unternehmer Georg Decker in voller Frische I seinen 2 0.Geburtstag begehen An dem Ju­bilar sind trotz seiner regen Tätigkeit die Iahre so gut vorübergegangen, daß man ihm die sieben I Jahrzehnte seines Lebens nicht im geringsten an­sieht.

Neben seiner geschäftlichen Tätigkit widmete sich Herr Becker in umfassender Weise dem ehren­amtlichen Dienste für die Allgemeinheit. Seck 20 Jahren ist er Mitglied des Kirchenvorstandes der Johanncsgemeinde und seit 1919 auch Mitglied des Kirchenvorstandes der Gesamtgemeinde, zu­gleich ausführendes weltliches Mitglied des Ge- samlkirchenvorstandcs. Bei den Beratungen von Bausachen der Kirchengemeinde hat der Jubilar der evangelischen Kirche in Gießen manche wert­volle Dienste geleistet.

Seit 1923 bis in die Gegenwart gehört er drr Gießener Stadtverordnetenversammlung bzw. dem Stadtrat an. In den verschiedensten Deputationen und Ausschüssen, wie auch im Plenum des Stadt- parlamcnts hat Herr Becker die Arbeit zum Wohle der Dürgergesamtheit in reger Weise ge­fördert.

Seit 1 Februar 1926, als die Handwerkskam- mernebenstclle in^Giehen eingerichtet wurde hat er den Vorsitz in dieser Handwerkskorperschast inne. Seit einer Neihe von Jahren ist er ferner stellvertretender Vorsitzender der Hessischen Hand­werkskammer Darmstadt. Das hessische Handwerk insbesondere die Handwerksbcrufe in Gießen und Oberhessen, konnten sich stets der tatkräftigen Wahrnehmung ihrer Interessen durch den Jubi- lar erfreuen, der sich auf diesem Gebiete wie auch in vielfacher anderer Hinsicht große Verdienste um das Gemeinwohl erworben hat.

Taten für Sonntafl, 25» Januar.

Sonnenaufgang: 7.49 Uhr, Sonnenuntergang: 16.36 Uhr. Mondaufgang: 10.15 Uhr, Mond- untergang:.

1759: der Dichter Robert Burns in Allowah geboren. - 1776: der Schriftsteller Joseph von Görres in Koblenz geboren.

Kirche und Schule.

Dorskilchcntagnng.

Alsfeld, 17. Ian. Unter guter Beteiligung fand hier die 7. Dorskirchentagung der Vereinigung der Dorfkirchenfreunde für das nörd­liche Oberhessen statt. Unter den Gästen war auch Superintendent Oberkirchenrat IX Wagner, Dicken, erschienen. Den Hauptpunkt der Ta­gung bildete das Thema ..Die Bedeutung dev Siedlungssragen für Pfarrer und Lehrer' . AI« erster Redner behandelte dieses Thema der Lei­ter der Volkshochschule Loßhausen, Pfarrer Fritsch, der insbesondere die Nolwendigkett einer Ost-Westsiedlung, als ein Erfordernis auf bevölkerungspolitischem, auf nativnalpolitischemi und wirtschaftlichem Gebiete bezeichnete. An den Vortrag schloß sich eine rege Aussprache. AL zweiter Redner sprach Dr. Schultz vom Evan­gelischen Siedlungsdienst in Bielefeld über ..S.cd-- hing in sehr interessanten Ausführungen, cis sei Aufgabe aller gebildeten Kreise, Aufklärung über die Verhältnisse des Ostens in das ganze deutsche Volk zu tragen. Fragen der Siedlung, als deren wichtigste er bezeichnete, geeignete Menschen. Land und Geld. Von den drei wich­tigsten Faktoren fehle es heute weniger an Geld und Land als an geeigneten Menschen 2n erster Linie komme hier der Bauernsohn in Frage. Siedlung fei heute eine Aufgabe des ganzen Volkes im Hinblick auf das syste­matische Vorrücken in Polen und im Osten und der dadurch Deutschland drohenden Gefahren.

Büchertisch.

Ala Zeitungs-Katalog 1931. Der Zeitungs-Katalog der Ala Anzeigen-Aktiengesell- schaft für 1931 gibt in gewohnter sorgfältiger Be­arbeitung Kenntnis von den im »ergangenen Jahre zahlreich erfolgten Neuerscheinungen. Um­gängen und Veränderungen auf dem Gebiete des Zeitungswesens des In- und Auslandes. Das gediegen ausgestattete, sachkundig bearbeitete und trotz des reichen Inhalts handliche Werk tft, wie die früheren Ausgaben, ein zuverlässiger und un­entbehrlicher Ratgeber, der jedem Interessenten bei feinen Werbemaßnahmen gute Dienste leisten wird. 2m Geleitwort zu ihrem Kataloge sagt ie Ala:Nach wie vor steht im Mittelpunkte aller Werbeplanungen unb -Maßnahmen die An­ze i g e n Werbung. Die unbegrenzte Neichwcite dieses Werbemittels, seine Anpassungsfähigkeit, die Mannigfaltigkeit seiner individuellen Gestal- tung und die außerordentliche Intensität der von ihm ausgehenden Willensbeeinflusfung sichert der Anzeige überragende Bedeutung unter den iibn- gen Werbemitteln." Treffender kann der hohe Wert der Zeitungsanzeige nicht ausgesprochen werden. Die neue Ausgabe des Kcckaloges wird der Ala zu ihren alten zahlreiche neue Freunde werben. (674)

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag. 25. Januar. 3. Sonntag nach Epiphanias.

bauten Dr. Prasch.

-Kulturfilm.,2 ungen s". Man schreibt uns: Die Gießener Aufführung des Kulturfilms Jungens" am morgigen Sonntagvormittag un Lichtspielhaus Bahnhofstraße wird von dem Horst Gießen des Deutschen Pfadfinderbundes veran­staltet. Es ist diesem gelungen, für den Degleit- Dortrag den Dundesführer des Nerother Bun­des Robert Oelbermann, zu gewinnen, den Führer der Wandergruppe, die auf ihrer Fahrt durch Griechenland den Film aufgenommen hat.

Matthäusgemeinde und Basler Mission. Man schreibt uns: Am morgigen Sonntag. 25.2kinuar, 20 Uhr, veranstalten die Basler Mission und die Männer- und ö'rauen- vereinigung der Matthäusgemeinde in der Stadi- kirche eine große Filmvorführung von 17i Stun­den Dauer. Der Film führt nach Borneo. Er zeigt malaiische Landschaft und das Leben der Be­völkerung auf Pfahlbauten und ganz auf dem Walser (schwimmende Weristättenl und führt dann in den Urwald mit feinen unwegsamen Gebirgen, reißenden Strömen, feiner scheuen llrbcpölterung, den Dasaks mit ihrem eigenartigen Leben unb düsteren Glauben. Die Bilder erläutert der be­kannte und tüchtige Redner. Misswnsprediger Lauck, Frankfurt. Ein zahlreicher Besuch wird erwartet (siehe Anzeige von gestern).

Dparerbund und Volksrecht- P art ei. Man schreibt uns: Die Ortsgruppe Gießen des Hypothekengläubiger- und Sparer- Schuhvorbandes (Sparerbund) und der Volts- recht-Partei veranstalten am Montag, 26 Ja­nuar im Saale des Katholischen Veremshauses einen öffentlichen Vortragsabend, in weichem der Hauptmann a. D. im englischen Genera.stab. Magister phil. der Universität London, Vr- Dian Str anders . sowie der bekannte Vor­kämpfer für die deutschen Volksrechte. 2ustizrat Drink Berlin, über die für Deutschland so verhängnisvollen Lügen von Kriegsschuld und innerer Entschuldung sprechen werden. Näheres in der gestrigen Anzeige.

Evangelischer Landeskirchentag. Wie wir erfahren, wird der Evangelische Landes­kirchentag voraussichtlich am 27. April zu einer mehrtägigen Sitzung in Darmstadt zusammen- treten.

Die Museen und ber Heidenturm sink) am Sonntag zwischen 11 unb 13 Uhr bei gewöhnlichen Preisen geöffnet Die Raume ftnb 9°täbtische Drennholzversteige- rung. Bei ber gestrigen Drennholzversteigerung aas den Waldungen der Stadt Gießen wurden im Durchschnitt folgende Preise erzielt: Duchen-

Taten für Montag, 26. Januar.

Sonnenaufgang: 7.48 Uhr, Sonnenuntergang: 16.38 Uhr. Mondaufgang: 1026 Uhr, Mond- , Untergang: 0.01 Uhr.

1781: der Dichter Ludwig Achim v. Arnim in Berlin geboren. 1860: die Sängerin Wilhel­mine Schröder-Devrient in Koburg gestorben. 1920: der Maler Fritz August v. Kaulbach in München gestorben.

(Äictzcncr Wochcnmarktprcisc.

Es kosteten auf dem heutigen Wochemnarkt: Butter 130 bis 140 Pf. (Kochbutter von HO Pf. an), Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 15 bis 25 (pro Zentner 10 bis 12 Mt), Weißkraut 10 bis 15 (pro Zentner 7 bis 8 Mt), Rotkraut 15 bis 20 (pro Zentner 9 bis 10 Mt), Kartoffeln 3,5 bis 4 lpro Ztr. 2,50 bis 3 Mt), gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 35 bis 40, Unterkohlrabi 5 bis 6, Grünkohl 20 bis 25, Rosenkohl 35 bis 40, Feldsalat 120 bis 150, Endivien 80 bis 90, Tomaten 70 bis 80, Meerrettich 30 bis 60, Zwiebeln 8 bis 10, Schwarzwurzeln 30 bis 50, Aepfel 30 bis 45. Dirnen 20 bis 40. Dörrobst 30 bis 35. Russe 50 bis 60, Honig 40 bis 50, junge Hähne 90 bis 120, Suppenhühner 90 bis 120 pro Pfund; Eier 13 bis 14. Salat 25 bis 30, Blumenkohl 40 bis 100, Oberkohlrabi 8 bi« 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie lOi bis 50, I Lauch 5 bis 15, Tauben 70 Pfennig pro Stück.

Bornotizen.

Tageskalender für Samstag: Na­tionalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei: Seffent- liche Versammlung, Redner: Reichstagsabgeordne­ter Gottfried Feder, 20.15 Uhr, Turnhalle Os- waldsgarten. Gießener Theater - Vereinigung: Winterfest mit AufführungDer Jugend Schuld gesühnt", Katholisches Vereinshaus, 19 Uhr. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Dle drei von der Tankstelle". Astoria-Lichtjpiele:Blockade".

Tageskalender für Sonntag: Stadt- I theater:Goldmarie und Pechmarie" 14.45 bis 17.15 Uhr;Dey Kaiser von Amerika18.30 bis 21.30 Uhr. Basler Missionsvereinigung und Mat- I thäusgemeinde: KulturfilmAn den Urwaldftrömen Borneos", 20 Uhr, Stadtkirche. Heirnatvereini- I gung Schiffenberg: Familienzusammenkunft auf dem Schiffenberg, 15 Uhr. Verein für Sterbeunter- I stützung: Generalversammlung, 15 Uhr, Postkeller. I Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Jungens", 11 Uhr I undDie drei von der Tankstelle". zlftona« I Lichtspiele:Blockade".

Aus dem Stadttheaterbureau I wird uns geschrieben: Morgen, Sonntag, 14.45 Uhr auf vielseitigen Wunsch letztmalige Wieder­holung des diesjährigen Weihnachtsmärchen IGoldmarie und Pechmarie" von Aloys Prasch, mit Musik, Gesang und Tänzen, bei ganz klei­nen Preisen (30 Pf. bis 1.50 TRI.); 18-30 Uhr | zum letzten Male die KomödieDer Kaiser von Amerika" von Dernard Shaw. Dienstag. 27. 2anuar. 19.30 Uhr. Erstaufführung des Lust­spielsLeinen aus Irland", unter Spielleitung von Dr. Ritter; die Rolle des Schlesinger spielt Herr Druck. Mittwoch. 28. Januar. 19.30 Uhr. erste Wiederholung der SatireLeinen aus Ir­land". Freitag bleibt das Theater wegen der Vorbereitungen zuMarius ahoi!' geschloffen. Samstag, 31. Januar, 20 Uhr, Erstaufführung der KomödieMarius ahoi!" von Marcel Pagnol, dem Autor des auch in Gießen gespiel­ten BühnenwerkesDas große ABC ; aus technischen Gründen findet die E r ft a u I - sührungam Samstag statt, und zwar als 17. Vorstellung des F r e i ta g s - A b vn- I nemen ts unter der Spielleitung des Inten-

preuhen.

Kreis Wetzlar.

LV Krofdorf, 24.Jan. Heute kann unser Mit­bürger Philipp Schmidt in körperlicher und geistiger Frische im Kreise von 3 Kindern, 11 En­keln und 1 Urenkel seinen 8 0. Geburtstag be- gehen. Bei Arbeiten an dem Erweiterungs­bau ber Wasserleitung in den Wiesen am Launsbacher Wald trug sich ein U n g l ü ck s f a l l dadurch zu, daß dem im tiefen Graben arbeitenden Heinrich Schmidt von hier eine schwere Bohle aus einer Höhe von 3 bis 4 Meter in die Seite fiel. Mitglieder der hiesigen Arbeiter-Sama­riterkolonne verbrachten den Verunglückten in seine Wohnung. Welcher Art die inneren Verletzungen sind, konnte noch nicht genau festgestellt werden.

xy Odenhausen (Lah n), 21. Jan. Am Sonntag wurde in der hiesigen Kirche der von der Film stelle Bethel hergeftellte Film Sieg des Evangeliums im Lande der Kopf­jäger" vorgeführt. Missionar L i e ck hielt einen

Deutschnationaler Handlungs- gehilfen-Verband. Wan berichtet uns: Die hiesige Ortsgruppe des DHV. veranstaltete in ihrem Heim einen sehr gut besuchten Heimate abend, in dessen Mittelpunkt, umrahmt von eini­gen Rezitationen und Liedern, ein Lichtbilder­vortrag über Städte und Ritterburgen des Lahntals stand. Die überaus guten Aufnahmen, die vom Vortragenden selbst, Herrn Kraus. Gießen, stammten, fanden großen Beifall. Durch feine Ausführungen verstand er es, die Besucher eine prächtige Wanderung durch die schöne Hei­mat erleben zu lassen. Dem Vortragenden wurde herzlicher Dank zuteil.

** Kaufmännischer Verein und Orts­gewerbeverein. Am Donerstagabend veran­stalteten der Kaufmännische Verein und der Ortsge- werbeverein in der Neuen Aula der Universität ihren vierten Vortragsabend. Man hatte Herrn Kurt Lublinski (Berlin) au einem Lichtbilder- vortrag über seine Fahrt im Auto durch das Auto» land Amerika verpflichtet. Den zahlreich erschienenen Zuhörern schilderte der Redner in packenden Worten die Erlebnisse und Eindrücke der Fahrt. Er, und seine Frau als Begleiterin, begannen die 14 000 Kilometer lange Reise in Neuyork in einem eigens hierfür erstandenen gebrauchten Zweisitzer. Die erste Etappe führte durch verschiedene Staaten von Nord­amerika nach San Franzisko. Während dieser Fahrt lernte der Redner die Einstellung des Amerikaners zum Auto kennen. Jeder, so führte der Vortragende aus, der es einigermaßen könne, sei im Besitz eines Kraftwagens, der für alle Zwecke gebraucht werde. Die Straßen seien deshalb vollständig für den Auto­verkehr hergestellt, der in seinem Ausmaße einen überwältigenden Eindruck aiff jeden Fremden machen müsse. So habe sich denn auch der Ameri­kaner dem für ihn fo lebenswichtigen Verkehrsmittel ergeben. Tankstellen, Reparaturwerkstätten, Ga­ragen, kurzum alles, was der Autofahrer benötige, eien selbst in den weniger bewohnten Gegenden vorhanden. Als zweite Etappe und den Schluß der Fahrt habe er sich die Ueberwindung der Strecke San FranziskoNeu-Orleans am Golf von Mexiko

zur Aufgabe gemacht. Auch in diesem Teil gestaltete sich die Fahrt ebenso interessant wie vorher und unversehrt, zugleich um schöne Erinnerungen reicher, nahm die Fahrt ihr Ende. Eine große Zahl guter Lichtbilder unterstützte die Ausführungen des Red­ners. Der Vortrag fand lebhaften Beifall.

Ans der Provinuafbaupfftoöt

Gießen, den 24. Januar 1931.

- Das gute Buch.

Wir wollen Sport treiben oder turnen, wir wollen für einen gefunden Körper sorgen, aber auch unser Geist braucht Nahrung. And diese Nah­rung gibt ihm das Buch, aber nur das Buch, das auch einen Inhalt hat. Viele haben keinen.

Wir Deutschen sind das Volk des Buches. Trotz -'(er Not werden noch Dücher geschrieben und ge- ust. Das ist ein gutes Zeichen. Denn gute Bücher ö Schätze, die uns niemand nehmen kann und e reichlich Zinsen bringen, vor allem jetzt an :.i Winterabenden. Gewiß gibt es Leute, die nie ein Buch lesen und doch ganz tüchtige, zufriedene Menschen sind. Oder wer will-den Bastler schelten, der in seinem stillen Stübchen seiner Liebhaberei nachgeht? Für ihn ist diese Arbeit dieselbe Er­holung. wie für andere das Lesen eines schönen Buches.

Für den Landwirt bleibt nur der Winter zum Lesen. Die^ Arbeit im Freien hat aufgehört, er muß nun im warmen Zimmer sitzen. Auch die Frauen, die im Sommer vor lauter Gartenarbeit nicht zum Buch greifen konnten, haben nun Zeit.

Wenn man so am Abend ganz still in feiner Ecke sitzen kann, das Buch vor sich, die Kinder sind alle im Bett, übt das nicht den größten Sau­ber aus? Wir lassen uns vom Dichter führen, müssen manchmal weit wandern, vergessen die Welt um uns und sind glücklich.

Doch auch das Lesen muh man verstehen. Wer I ein Buch nur xum Durchblättern vor sich legt, I einmal hier und da ein paar Seiten überfliegt, der kommt nicht zum Genuß des Lesens. Dor allem müssen wir uns Zeit nehmen. Gute Bücher sind spröde, genau wie echte Freunde. Sie fo-umen uns nicht gleich entgegen. Wir müssen sie erobern, mit I großer Geduld und viel Liebe. Wir mailen den Willen haben, einen Schah zu heben, genau wie im Märchen. Wer nicht den Glauben mitbringt, der wird ausgeschlossen von allem Zauber. Wir I müssen jedem Buche ganz unvoreingenommen be­gegnen. Erst bei näherer Bekanntschaft werden wir sehen, ob es uns ein Freund sein kann, oder nicht.

Da formt sich aus den vielen, Dielen Buch­staben eine Gestalt nach der andern, wirkliches Leien quillt uns entgegen. Es wird uns erzählt von andern Ländern unb Völkern, von alten I Geschlechtern, die längst vermodert sind, von Driesen und Tagebüchern unserer Vorfahren und vom Leben und Wirken unserer großen Dichter, Staatsmänner und Denker.

Schön ist das, wenn so lautlos die Gegenwart versinkt und wir teilnehmen an fremdem Leben, an vergangenen Schicksalen. Die echten Dichter sind doch rechte Zauberer.

Mit den Gedichten ist eS ebenso. Wer liest heute noch Verse? Aber nimm dir an einem Winterabend doch wieder einmal ein Gedicht­bändchen zur Hand, und wenn es nur eine Aus­wahl in dem Lesebuch deines Kindes ist. Lies dir die Strophen laut vor! Gar viele Schön­heiten werden dir zum Dewuhtsein kommen. Gar manches, was wir als Kinder übersahen. Wirkt nun doppelt mächtig auf uns ein. Aber man lese die Gedichte laut, um den Wohlklang unserer deutschen Sprache voll und ganz zu ge­nießen. Ich bin sicher, wie jedes gute Gedicht für den Dichter ein Erlebnis war, so wird es auch dir eins werden.

Wir halten Zwiesprache mit fremden Mensen, die uns aber bald wertraut werden, wir sehen andere Lebensverhältnisse, nehmen teil an Men- schenschicksalen. werden ergriffen, trauern und freuen uns mit den andern.

scheiter per Raummeter 13,50 Mk.. Dirken- scheiter 9.80, Fichtenscheiter 8,20. Lärchenscheiter 7,00. Buchenknüppel 10.20, Eichen knüppel 6,60, Dirlenknüvpel 6.40. Fichtenknüppel 4.60. Duchen- stöcke 8,20; Buchenreisig 2. Kl. 100 Wellen 26.00. Duchenreisig 3. Kl 22.00, Eichenreisia 2. Kl. 20,00. Elchenreisig 3. Kl. 16.00; Ficblenderb- ftangen 1. Kl. per Stück 2.10. Zichtenderbstangen 2. Kl. 1.60. Fichtenderbstangen 3. ÄL 0.90 Mk.

Die Dezirkssparlass e Gießen veröfsentlicht in unserer heutigen Ausgabe eine Bekanntmachung, nach welcher sie mit Wirkung vom 1. Januar d. I. ab die bei ihr bestehenden j AufwcrtungSsparguthaben mit 5 Proz. verzinst. I während der gesetzliche Zinssatz nur 3 Proz. be- | trägt. Weiter gibt die Dezirksfparkasse bekannt, daß ihre Aufwertungssparguthaben nunmehr nut 21.6 Proz. des Gvldmarkwertes aufgewertet wer­den. Die Neu-Umrechnung erfolgt in den näch­sten Monaten. Der erhöhte Aufwertungsfah fin­det auch auf bereits ausgezahlte Sparguthaben Anwendung.

Schüleranmeldungen an den ho - herenLehran st alten. Auf die im heutigen Anzeigenteil enthaltene Bekanntmachung der Di­rektionen des hiesigen Gymnasiums, Realgym­nasiums, der Oberrealfchule und der Studien­anstalt über den Termin der Anmeldung der im kommenden Schuljahr neu auszunehmenden Schü­ler und Schülerinnen feien die Eltern besonders aufmerksam gemacht.

FreieSchulstelle. Für eine evangelische Lehrerin ist an der Volksschule zu Großen>- 2 u s e ck eine Schulstelle freigeworden

"Dutterdieb stahl. In der letzten Nacht wurde in der Molkerei Grieb in der Neustadt ein Einbruch verübt. Der Einfbrecher nahm etwa 30 Pfund Butter in Halbpfundpackungen mit sich. Die pvlizeilichen Nachforschungen sind im Gange.

Stadlkicche. 9.30 Uhr: Missionsprediger Lduck; 11: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde, Pfarrer Mahr; 17: Pfarrer Becker. Johanneskirche. 9.30: Pfarrer Ausfeld; 11: Kinderkirche für die Johannes» gemeinde, Pfarrer Ausfeld; 17: Pfarrer Bechtols» Heimer; 20: Bibelbesprechung im Johanncsiaal, Pfarrer Lic. Waas. Kapelle des Alten Friedhofs. 9 30: Pfarrer Lenz; 11: Kinderkirche für die Luther» gemeinde, Pfarrer Lenz. Elifabeth-Kteinkinder- fchule. 9.45: Pfarrer Lic. Waas; 11: Kindcrkirche für die Petrusgemeinde, Pfarrer Lic. Waas. Neue Aula. 11.15: Universitätsgottesdienst, Predigt: Professor D. Bornkamm. kiein-cinden. 10t Hauptgottesdienst; 11: Kindergottesdienst. wiefeck. 9.45; 11: Kinderkirche; 14: Alten Buseck; 15.30; Trohe. Kirchberg. 10: Kirchberg; 1.30: Lollar. Hausen-Garbenleich. 10: Garbenteich; 13: Hausen. . Watzenborn-Steinberg. 10.30: Hauptaottesdienst. eich. 10: Stiftsdechant Kahn; 12.45: Kinder» gottesdienst; 14: Stiftspfarrer Draudt.

Katholische Gemeinden.

Samstag, den 24. Januar.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte..

Sonntag, 25. Januar. 3. Sonntag nach Epiphanie.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommu­nion der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 17.30: Andacht. Lch.ell. 11: Hochamt mit Predigt. Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. Hungen. 9.30: Hoch­amt mit Predigt und Christenlehre. Cid). 7 30: Hochamt mit Predigt; 20: Christenlehre und An- . dacht. Collar. 8.45: Messe mit Predigt. Nidda.

8.30: Hochamt mit Predigt.

Montag, den 26. Januar.

Caubach. 7.30 Uhr: Hl. Messe f. d- Verstorbenen. Mittwoch, den 28. Januar.

Hungen. 7.15 Uhr: Messe f. d. Verstorbenen.

Sonntagsdienst d.Nerzte u.Avotdctcli am 251.3L ,>rau Dr. Rothenberger. Dr. Geyer. Htrschavotheke latmant: Dr Mev.D