Aus der ProoinjiafbaupHtoM.
® i e 6 e n, ben 23. September 1931.
Oer Kampf gegen den Krebs.
Auf Veranlassung de- Verbandes der Krankenkassen für Stadt und Kreis Gießen sand am Wontag, wie gestern schon kurz berichtet, lm Stadttheater ein Auskiärungsabendüber Maßnahmen zur Bekämpfung des Krebses statt. Wie stark da- Interesse m allen Schichten unserer Bürgerschaft an dieser bc- grühenöwerten Bolksbclchrung ist, bewies die Tatsache daß da- Theater vollständig auSverkaust war und da- Publikum mit starker Spannung den populärwissenschaftlichen Belehrungen sowohl in dem Einführungsvortrag, wie in der anschließenden Aufführung des Tendenzdramas „Die Tragödie des Arztes" folgte. Leider konnte eine grobe Anzahl Interessenten keinen Zutritt mehr finden, da eine Ueberbesetzung de- au-- verkauttcn Theaterfaales polizeilich nicht statthaft rtf.
Universität-Professor Dr. vonIaschke führte die grobe -.örcrgemeinde in einem gemeinverständlichen. sehr lehrreichen Bortrag In die elementarsten Voraussetzungen einer wirksamen Kreb-bekämpsung ein. Er betonte dabei u. a., daß nach dem ersolgreichen Kampf der 2erzte gegen die Dolk-seuche Tuberkulose in demK r e b S eine neue Seuche und moderne Volks» k r a n k h e i t erstanden sei. die sich unter den heutigen Kulturbcdingungen leider immer noch mehr »au-breite. Die Tuberkulose fordere jetzt alljährlich nicht mehr fo viel Opfer, wie die Krcbskrankheit' alljährlich fielen rund 13000 WenfchenmehrdemKreb-zumOpfer, als der Tuberkulose. Diese Sterblichkeit könne sehr stark verringert werden, wenn die Kranken frühzeitig zum Arzt kämen und jeder Mensch sich jährlich wenigsten- einige Male einer gründlichen ärztlichen Untersuchung auf feinen Gesundheitszustand untcrwersc. DaS Unheil der Krebskrankheit habe nur darin seine Ursache, daß die meisten Krebskranken viel zu spät in ärztliche Behandlung kämen, zu einer Zeit, da der Kreb- schon zu weit vorgedrungen sei und sich aus verschiedene Teile de- Körper- ausgc- breitet habe. Der KrebS sei heilbar, wenn er in einem nicht lebenswichtigen Organ sitze und so lange er aus die Grenzen diese - nicht leben-wichtigen Organe - beschränkt bleibe. Dr sei aber unheilbar, wenn er sich erst Im Körper verbreitet habe und damit für die Wirkung der Heilmittel unzugänglich fei. Die Krankheit fei biS au 60 und 80 v. H. aller Fälle, bei Unterleibskrebs sogar bis zu 90 v. H. heilbar, wenn die ärztliche Behandlung nur f r ü b genug in Anspruch genommen werde. Ob die Bekämpfung durch Operation oder durch Bestrahlung, oder durch die Anwendung dieser beiden Möglichkeiten zu erfolgen habe, müsse allein der Entscheidung de- erfahrenen Therapeuten üb - lassen bleiben. Zeder Mensch, der irgendwo an seiner Körperobersläche oder an einer Körper- össnung kleine Wucherungen. Knötchen oder Geschwüre bemerke, dürfe diese Erscheinungen nicht oberflächlich abtun, sondern solle zwcckrnäßigcr- weise sofort das Urteil deS Arztes einholen. Bas gleiche sei zu tun bei Unregelmäßigkeiten in der Verdauung, beim Vorhandensein von Blut im Stuhlgang, bei fortgesetztem üblen Ausstößen, häufigem Erbrechen, unbestimmtem Druck i n Leibe uJvd. Meist werde es sich in all diesen F-'-.en um harmlose Störungen handeln, aber der Arzt könne doch erkennen, ob das Leiden ein frühes Symptom für KrebS fei, der in diesem Stadium noch völlig beseitigt werden könne. Die gleiche Vorsicht gelte insbesondere auch für die Frauen, die weit häufiger als die Männer von Unterleib-leiden befallen werden, bei denen vor allem der Unterleibskrebs an den inneren Organen zur tödlichen Krankheit werde, wenn nicht schon bei den ersten Zeichen von Unregelmäßigkeiten der körperlichen Funktionen die Hilfe des Arztes in Anspruch genommen werde. Männern wie Frauen sei auss dringendste anzuraten. stetSfrühzeitigzum A r z t zu gehen: besonders die Frauen müßten sich von der völlig verfehlten falschen Scham frei machen und vertrauensvoll den Arzt zu Rate ziehen, sobald irgendwelche Merkmale austauchen, die Krankheitssymptome oder sonstige Regelwidrigkeiten der Körperfunktionen darstel- len. Zum Schluffe empfahl der Vortragende eine regelmäßige alljährliche Gesundheitskontrolle für jedermann, die nur segensreich für den einzelnen, wie auch für die Völlig.famtheit sein könne. Riemand brauche den KrebS zu fürchten, niemand brauche an Krebs zu sterben, wenn nur die einfachsten
Wohin mit dem großen Obstüberfluß?
(schafft den Obstbauern Absatzmöglichkeiten! — Helft den Bedürftigen!
Am Mittwoch voriger Woche berichteten wir über einen verständnisvollen und anerkennenswerten Schritt des KreiSamtes Schotten zur Winterversorgung der Hilfsbedürftigen mit Obst au- dem großen Heber- f l u ß. den die diesjährige Obsternte bringt. Da- Schottener KreiSamt empfahl in einem 2lus- fchreiben an die Bürgermeistereien, den lieber- flufj an Obst auf Gemeindeobststücken und evtl, auch auf privaten Baumseldern. der bisher vom Baume abfiel und nutzlos am Boden liegen blieb, oder der die Arbeit de- Pflückens gar nicht lohnt, zur «
Winterhilfe für Erwerbslose und sonstige unterftütjung»beöürftlge Orlscinroohnrr nutzbar zu machen. Wir haben den vom Kreis- amt Schotten empsohlenen Weg auch anderen Stellen zur Beachtung und Nachahmung empfohlen. Bisher ist nicht bekannt geworden, inwieweit die dankenswerte Anregung der Schottener Kreis- behörde anderwärts auf fruchtbaren Boden gefallen ist.
Allenthalben auf dem Lande und auch auf den Märkten in der Stadt kann man feststellen, daß ein überaus großer Teil der diesjährigen Obsternte keine nutzbare Verwertung finden kann, weil er bei dem riesigen Angebot und der mangelnden Absatzmöglichkeit in der Stadt infolge Der geringen Kaufkraft weiter Devölkerungskreise entweder unbeachtet unter den Bäumen liegen bleibt, oder das Pflücken nicht lohnt. Die großen Obstmengen auf den Daumstücken und auf den Landstraßen werden, wenn nicht rasch und energisch Wege zur nutzbaren Verwertung er'chlossen werden, versaulen oder von den Fuhrwerken zermalmt werden, während in Tausenden von Familien der Mangel an Obst und den daraus zu bereitenden Produkten bitter empfunden wird. GS wäre dringend angebracht, der Empfehlung des Schottener KreiSamts zu folgen und
den großen Obstübcrschuß für die Winterhilfe der unterstützungsbedürftigen Mitbürger nutzbar zu machen.
Man darf bei dem oft bewährten Demeinsinn unserer Bauernschast al- sicher annehmen, daß das Obst zu annehmbaren Preisen und beim Kaus von größeren Mengen zu einem Teil wohl auch kostenlos abgegeben wird. Wenn man für einen Teil der beschafften Mengen auch einen gewissen Kaufpreis bezahlen muß, so dürste dieser doch niedriger sein als die Ausgabe, die sonst allgemein im Handel Geltung hat. Es ist aber notwendig, mit größter Beschleunigung und ohne jede bureaukratische Schwerfälligkeit die Heranschaffung des Obstübers lusscS nach der Stadt und die sofortige Abgabe an die Bedürftigen zu organisieren. Aber man darf wohl annchmen. daß diese Aufgabe nicht allzu schwer zu lösen sein wird. Zum Tell
könnte das Aussammeln bzw. das Pllücken an den sreigegebenen Bäumen unter Aufsicht des zuständigen Feldschutzpersonals von Erwerbslosen geschehen, auch werden wohl zahlreiche ArbeitS- ■ lose Gelegenhell haben, das Obst sich selbst heimzuschassen. ohne dadurch Kosten sür die Allgemeinheit zu verursachen. Wenn dann von der Winterhilfeorganisation für alte und kranke Hilfsbedürftige das Obst heranaeschafft würde, so dürften die Kosten hierfür wohl mcht allzu hoch sein und jedensallS durchaus im Verhältnis stehen zu dem guten Zweck, den man mit diesem Hllfswcrk zu erreichen hosst. Aus dem Lande selbst wird diese Art Winterhilse natürlich viel einfacher durchgeführt werden können, da es dort nur der Erlaubnis für die Hilfsbedürftigen bedarf, sich daS Obst unter der Aufsicht berufener Organe selbst zu beschossen.
Wenn man sich den großen Wert des Obst- g e n u s s c S für die Volksgesundheit vor Augen hält, wenn man daran denkt, daß mehrere Milliarden alljährlich sür den Obst- bezua auS dem A u S l a n d e über unsere Grenzen hinüber in eine fremde Volkswirtschaft ab- fliehen, während in der Heimat selbst ein ungeheurer Obstsegen jetzt vorhanden ist und ohne schnelle und umfassende Rutzbarmachung zum großen Teile verloren geht, und wenn man sich weiter vergegenwärtigt, dah durch einen verbil - ligtenOb st bezug ein sehr großer. Teil dessen jetzt erreicht werden kann, was man vielleicht in einigen Monaten durch Aufwendung von vermehrten UnterstützungSkosten leisten muß, so sollte man an den zuständigen Stellen nicht zögern,
mil größter Beschleunigung einen Teil der Winterhilfe durch die jetzige günstige Gelegenheit der Obslbefchossung zu verwirklichen.
Soweit man dafür Geld aufzuwenden hat, kann man sich mit dieser Tatsache um so leichter ab- finben in dem Bewußtsein, daß d a S Geld im Lande bleibt und dem heimischen Bauernstandzugute kommt. Soweit das Obst von den Besitzern kostenlos abgegeben wird, kann man gelten lassen, dah damit von diesen Volksgenossen zu einem erheblichen Teile daS geleistet wird. waS man von ihnen im Lause deS Winters als soziale Hilfe für daS Gemeinwohl erwarten muh.
Ls ist höchste Zeit zum handeln! Die berufenen Stellen mögen sofort mit entsprechenden Maßnahmen hcrvortreten!
Wer angesichts der ständig steigenden Rot, angesichts deS großen Obstüberflusses und im Hinblick auf die weiteren Schwierigkeiten deS kommenden Winters nicht ungesäumt an die - s e « gemeinnützige Hilfswerk herangeht, darf sich später über ernste Vorwürfe nicht beklagen. Wer tritt sofort als Helfer auf den Plan und wer folgt ungesäumt nach?
Vorsichtsmaßnahmen befolgt werden, eine fortlaufende Gesundheitsüberwachung durch den Arzt stattsinde und in Fällen deS Krankheitsverdachtes ohne falsche Scham der Arzt befragt werde.
3m Anschluß an die eindrucksvollen und beherzigenswerten Darlegungen brachte die gemeinnützige Deutsche Bühne für Volkshygiene das dreiaktige Tendenzdrama „Die Tragödie deS Arztes" zur Aufführung. 3n diesem Bühnenstück, da- von dem Ensemble auch schauspielerisch hervorragend gegeben wird, schildert der Autor die Tragödien eines Arztes und seiner Frau. Während der Mann als Krebsforscher seiner Wissenschaft obliegt, lebt neben ihm seine junge und lebensfrohe Frau unter den verheerenden Einwirkungen der Krebstrankheit, die sie lediglich aus falscher Scham ihrem Manne uyd auch dessen ärztlichem Mitarbeiter nicht mitteilt, bis es zu spät ist und das furchtbare Verhängnis feinen Lauf nimmt. Das Bühnenstück schildert in dezenter und doch sehr aufklärender Weise eine Tragik, wie man sie leider im Leben nur allzu häufig bemerken kann, es vermittelt aber auch wertvolle Ratschläge, deren Beherzigung und Befolgung von größtem Ruhen im Kampfe gegen den KrebS fein wird.
Vornotizen.
— Tageskalender für Mittwoch. Ehristlich-sozialer Dolksdicnst: Oefsentliche Versammlung. 20-30 Uhr, Cafe Leib. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Im Westen nichts ReueS" (Premiere).
L. U. Von der LandeSuniversilät. Die Pressestelle der Universität teilt mit: Der außerordentliche Professor Dr. Friedrich Maurer hat den an ihn ergangenen Ruf zum ordentlichen Professor für deutsche Sprache und Literatur in der philosophischen Fakultät der Universität Erlangen mit Wirkung vom 1. Oktober ab angenommen.
*• Ob st Versteigerung bei derReichS- bahn. Billiges Obst gab es am Montag bei der von der Reichsbahn abgehaltenen Versteigerung am Sisenbahndamm Gießen— Groheii-Ltn- den—Lang-GönS. Man konnte für 1 biS 2 Wk. einen Zentner gutes Tafelobst, Aepfel und Dirnen, erstehen. Am Schluß der Versteigerung gingen die Preise noch weiter herunter.
•• Konzert in der Chirurgischen Klinik. Der Schülerchor der Volksschule Klein- Linden erfreute am Sonntagnachmiltag die Patienten und da- Personal der Chirurgischen Klinik mit Lieder- und Gedichtvorträgen. Reicher Dank aller Zuhörer und die Anerkennung der Klinikleitung lohnten die jugendlichen Sänger und Sängerinnen für ihre Vorträge.
" Rur Fahrlässigkeit. In Rr. 151 unsere- Dlattes vom l.Iuli brachten wir unter der Ueberschrift .Der Kampf mit dem Tode" einen Bericht des Ingenieurs Unger über einen Unfall, den er an einer elektrischen Lichtleitung erlitt. Das Elektrizitätswerk Gießen hat sich die näheke Untersuchung des Vorfalles angelegen fein lassen und teilt uns nun heute mit, daß der betreffende Unfall lediglich auf Fahrlässigkeit des
Ein gute« itaromel er leidere uverlHwelge Wetterprophet Im Hau*. Barometer. Hygrometer, Thermometer f drinnen u. draußen In all Preislag bei Optiker Maenna.Harfctplalx 11
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ArtikelschreiberS und aus schadhafte- Installationsmaterial zurückzuführen war. Da- Elektrizitätswerk weist in diesem Zusammenhang erneut daraus hin, dah eS im Interesse der Sicherheit jede- einzelnen liegt, die elektrischen Anlagen und Installationen irgendwelcher Art nach den bestehenden Vorschristen nur von den beim Elektrizitätswerk zugelassenen Installateuren aussüh- ren zu lassen Don Unberechtigten ausgesührt« elektrische Installationen (Schwarzarbeit) werden nicht angeschlossen bzw. wieder außer 'Betrieb gesetzt, da derartige Arbeiten die Betrieb-- und Feuersicherheit der elektrischen Anlagen gefährden.
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Wettervoraussage.
Das Wciterkartenbild zeigt über Mitteleuropa feine wesentliche Aenderung, obwohl sich die Luftdruck- gegenfdhe etwas mehr ausgeglichen haben. Das Druckgefälle von Woröroeftcn nach Südosten erhalt die meist aus nördlicher Richtung kommenden Winde aufrecht. Durch den Lorüberzug eines kräftigen Tief- druckgebietes im hohen Norden wird fedoch tue direkte Polarluftzufuhr abgefchnitten. Infolgedessen beginnen die über dem Festland lagernden Kaltluftmasien zu- fammenzufinfen, fo daß etwas mehr Aufheiterung eintritt. Allerdings ist weiterhin mit vorübergehender Bewölkung zu rechnen. Die Temperaturen gehen nachts bis in Gefrierpunktnähe zurück, während tagsüber etwas milderes Wetter zu erwarten ist.
Vorhersage für Donnerstag: Leiter, auch zeitweise wolkig, nachts Temperaturen um Rull, tagsüber etwas milder als seither, meist trocken.
BorhersagefürFrettag: Wieder stärkere Bewölkung auskommend und etwas ausgeglichener« Temperaturen.
62680
werden.
6264D
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Geschäfts-Drucksachen Rechnungen BrlefbUtter
Briefumschläge Postkarten
bei Brühl, Schulstraße 7 eeichituka/un
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Gerichtsvollzieher In Gießen bteinftraße 13 — Telephon 4101
£ cher Kirchweihmartt
am Montag, dem 28. September 1931.
Schweine- und fträmetmarff.
Zum Markt zugelassen sind Tiere aus unoerseuchten Gemeinden. Durch Ursprungszeugnisse ist die Herkunft der Tiere nachzuweisen. Für Händleroieh ist Nachweis der Quarantäne erforderlich.
Der Auftrieb hat in der Zeit von 8 bis 9 Uhr ftattzusinden. 6259D
Cid), den 16. September 1931.
Hessische Bürgermeisterei Lich. Geil.
Bekanntmachung.
Der vom Gemeinderat der Gemeinde Ullendorf a. d. Lahn durchberatene Ge- meindeooranschlag für das Rj. 1931 liegt ab Donnerstag, den 24. L M.» eine Woche lang während der üblichen Dienftftunben auf dem Bürgermeistereibureau zu jedermanns Einsicht offen. Während dieser Zeit können Einwendungen schrifllich oder mündlich zu Protokoll erklärt werden.
Es wurde die Erhebung einer Gemeinde- Umlage beschloßen, zu der auch die Aus- märker herangezogen werden. 6281V
Mendorf, a. d. Lahn, 22. Sept. 1931.
Hessische Bürgermeisterei.
Volt.
Konkursverfahren.
Ueber das Vermögen des Landwirts Rudolf heislermann in Gießen, Marburger Straße 66, wird heute am 22. September 1931, nachmittags 12H Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. 6277V
Der Rechtsanwalt vr. Wämser in Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt.
Konkursforderungen sind bis zum 5. Oktober 1931 bei dem Gerichte anzumelden.
Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretendenfalls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf
Jreitag, den 16. Oktober 1931 vormittag» 9 Uhr
vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 106, Termin anberaumt.
Allen Personen, welche eine zur Kon- kursrnasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemein- schuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderun- gen, für welche sie aus der Sache abge- sonderte Befriedigung in Anspruch nehmen. Dem Konkursverwalter bis zum 5. Oktober 1931 Anzeige zu machen.
Hessisches Amtsgericht Gießen.
Donnerstag, den 24. <5ep« fernher 1931, nachm. 2 llhr, versteigere ich im ,£ätt>en*, Neuenweg 28, dahier, zwangsweise gegen Barzahlung:
einen Spiegelschrank, eine Vitrine, einen Kleiderschrank, ein Wirtschaftsbüfett, eine Flurgarderobe, einen Ausziehtisch, einen Schreibtisch, eine Kredenz, einen Spiegel, zwei Teppiche, einen Tisch, sechs Stühle, vier Büfetts, sechs Sofas, eine elektrische Haarschneidemaschine, vier Nähmaschinen, zwei Schreibmaschinen, einen Horch-Per- sonenwagen, ein Schwein, drei Vertikos, echs Tafeln Sperrholz, sechs Rodel- schlitten, 15 Kornreffe, zwölf Waschtopfe, 24 Bratpfännchen 72 Kochtöpfe, 24 Ga- lerieleiften, zwei Gehrungsstoßlagen, zwölf Milchtöpfe, sechs Milchkannen, drei Kaffeekessel, sieben Brotkapseln, vier Waserkannen, 16 Kaffeekannen, zehn Wo chbrettcr, zwei Mantelkessel, einen irischen Ofen, einen Kachelofen, einen Vervielfältigungsapparat vier lieber* schlagtücher, vier Kopfkissen, zwei Bett- tücher, zwei Ueberzüge, zwei Stücke Damast. 6278V
Lieferungsvergebung.
Die Lieferung von 500 Zentner aus- Selefener haltbarer Speisekartoffeln für Die lrooinzial - Pflegeanstalt Oberhessen in Ziehen soll auf Dem Wege Der öffentlichen Ausschreibung vergeben werben. Bemusterte Angebote sind bi» zum 1. Oktober d. 3„ vormittag» 11 llhr, einzureichen.
Die Lieferung kann auch geteilt vergeben werden. 6152V
Zuschlagsfrist 5 Tage.
Gießen, den 19. September 1931.
Direktion der Provinzial-Pflegeanstall Oberhessen.
Fischerei-Verpachtung.
Die Fischereiberechtigung in dem Seen- bad) bei Mücke und in Der Ohm bei Nie- Der Ohmen, an Der Eisenbahnlinie Gießen- FulDo, kommt Mittwoch, den 30. d. M^ nachmittag» 5 Uhr, in Der Wirtschaft Des Herrn Hermann kratz in Tkieder-Ohmen auf weitere 9 Jahre zur öffentlich meist- bietenDen Veroachlung, was hiermit zur Kenntnis Der Pachtliebhaber gebracht wirb.
Schweinsberg, am 21. September 1931.
Freiherr Schenck zu Schweinsberg sche
Nach biesern Termin erfolgt Zwangsbeitreibung.
Gießen, Den 22. September 1931.
Allgemein «Oriskrankenkaffe
-es £an kretses Gießen.
Obstversteigerung.
Montag, den 28. September, vormittag» 91/» Uhr, wird das Obst in Den fiskalischen Obstgärten in Alten-Buseck (Aepfel, Birnen, Zwetjchen) versteigert. 6266V
Auskunft Durch Herrn Förster t. 3t Müller in Alten-Buseck unD Das Forstamt.
Gießen, den 18. September 193L Hessische» Forstamt Gießen.
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Die für den Monat August 1931 rückständigen Kranken, und Arbeitslosenver- sicherungsbeiträge können noch bis zum 30. September 1931 ohne Kosten bezahlt


