W.
«irr 7°
7®ifit«?. «SuSHI Sä?"1 tzZ-
^uaah erklärt, y Das s ^der Reichs W. Die Di^ '^rleichte. "lcht endlich bie ^form kommt." WM" nennt ^erlkabluss ge überhaupt et.' lg der unablässj. lömda. Um diese dem derzeitig« odm hin." einung.
von unterrichtet» in den sührenden 'retariatrdem >r°bteBedeu. ls
i Initiativen
Icheinlich um einen punkt handele, des Völkerbunds, jffaffung nicht ent-
reichische
>-.
i.) Der neue öfter» hat an Deichs« Telegramm gerich- r Uebernahme der eist, daß die unter nmg bestrebt sein oifäen 5>eu/f<ö* legen und zu vc-r-
DMkm^erSDr. »estanzier der >n Erfolg über» utschland dem eich in allen ern» »rrwinden gelte, in lerbundenheit
öon$ronfreid?.
e der Londoner Der- tung-auszumlo,' j o r e i g n 0 sslce Anlaß der schweben. [ Oesterreich davon ehe Regierung oelchcn Maßnahmen das Versahrender
der Milie Sa- ! eine u Lasser iu tnM । lautet. M ! den echten §<mM «s kannten undm
Gestalt W m
$Sie«s
^Kandem Stoss, das ^ rtet ,lte, und an^ •auhr» **
riM« n M ®g feinet «f äßw Ilten-, der Mn« dwU'S dem ■DU"’ ^age Hlcllun^ ^^ängn^ wird tts ®art den fes v^z Au^
M- ^etzerkA
' 0*5/* *S lönEl von
flSJS** iger-
5)aager Gerichtshofes wegen des öfterrcichisch-deut- schon Zollangleichs in der Schwebe sei, auf Oesterreich einen Druck im Sinne eines Der- z i ch t s auf seine Zolloereinbarungen mit Deutsch« land ausüben könnten.
„Graf Zeppelin" landet zum ersten Male^ auf dem Wasser.
Aus aller Welt.
Ehrung Oskar von Millers durch Jrantfurt
Frankfurt a. Ti., 22. Juni. (TU.) Der Magi« (trat hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, den Altmeister der deutschen Elektrotechnik, Oskar von Miller, in Erinnerung an die vor 40 Jahren stattgefundene Internationale Elektrotechnische Ausstellung in Frankfurt die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt zu verleihen und eine Straße nach ihm zu benennen.
Ständiger Schienen,eppelinverkehr Berlin—Hamburg?
Berlin. 22. 3unt (631*2}.) Der Erfolg der gestrigen Fahrt Berlin—Hamburg des Kruken- bergschen Propellerwagens soll insofern bereits eine wichtige Auswirkung gezeigt haben, als die ReichSbahngeseilschaft sich entschlossen habe, schon zum Spätherbst einen Schnellverkehr auf der Strecke Berlin—Hamburg einzurichten. Dazu wäre notwendig, dcis) der gesamte gewochntliche Güter- -ugverkehr aiuf die Nacht verlegt würde.' Es müßten für alle langsameren Züge Zwangshaltestellen und Ueberholungsstcvtivnen eingeführt werden. Die Gleisanlage soll, wie in Fachkreisen eingenommen werde, die Benutzung durch den Schieneikzeppo'.in aushalten können.
Unterseeboot „Nautilus" in Lork eingetroffen.
London, 22. 3un< (WTB.) Sir Robert Willi ns' Polarunterseebovt „Nautilus" ift heute albend in Cork in 3vland eingetroffen.
Ozeanflug einer Fliegerin.
Neuyork, 22. Juni. (WTB.) Die Fliegerin R u t h «N i ch o l s ist heute zu ihrem A l l e i n f l u a nach Paris aufgestiegen. Als erste Teilstrecke ist der Flug nach St. John in Neubraunschweig in Kanada beabsichtigt.
Autounglück In Frankreich. — vier Tote.
Paris, 22.3uni. (WTB.) Ein Autocar mit in Frankreich weilenden Müttern amerikanischer Soldaten, die wahrend des Welt- krieges gefallen sind, ist gestern in der Nähe von AmicnS mit einem Lastkraftwagen zusammen» gestoßen. Tie vier Insassen des Lastkraftwagens kamen bei dem Zusammenstoß sämtlich ums Leben. Bon den Insassen des Autocars ist eine amerikanische Frau leicht verletzt worden.
Riesige Feuersbrunst.
Neuyork, 22. Juni. (WTB.) Wie Associated Preß aus S t. I o h n S in Neubraunschweig (Kanada) meldet, ist dort an der Westseite des Hafens ein Brand ausgebrochen, der sich zu einer riesigen Feuersbrunst entwickelte. Mehrere Lagerhäuser und ein Getreidespeicher wurden ein Opfer der Flammen. Ter Schaden wird auf 10 Millionen Toll ar geschäht.
Aus der provmzialbauptstadt.
Gießen, den 23. Juni 1931.
Oer Badebetrieb in der Lahn.
Es ist nicht verwunderlich, daß in diesen Tagen in den Bädern wieder Hochbetrieb herrscht. Die Sonne scheint sommerlich heiß aus die Straßen, und die Kleider werden zu einer Last, der man sich gerne entledigen möchte. So sucht man denn das Bad auf, um dort für einige Stunden Abkühlung zu suchen und zu finden.
In der M ü l l e r s ch e n B a d e a n st a l t, die in diesem Jahre in allen Teilen sauber hergerichtet wurde, herrscht von frühem Morgen bis zum späten Abend lebhafter Betrieb. Am kühlen Morgen sind es die Unentwegten, die nicht an die Arbeit gehen wollen, ohne vorher gebadet zu haben; am Nachmittag sind es die Kinder, die den Platz vor den Kabinen mit ihrer durchaus nicht immer leisen Lebendigkeit füllen und von allen Möglichkeiten • körperlicher Betätigung Gebrauch machen. Die beiden Schaukeln, die dort aufgestellt worden sind, kommen z. B. den ganzen Tag nicht zur Ruhe. Die Damen an der Kasse und an der Kleiderabnahme haben alle Hände voll au tun. Denn das Publikum hat mancherlei Wünsche, denen nach Möglichkeit Rechnung getragen wird. Stühle und Tische sind cufgefteUt worden, und unter den Sonnenschirmen sitzt es sich in der lustigen Badekleidung gut, viele andere liegen auf den Pritschen in der prallen Sonne, um braun zu werden, schließlich aber, ohne sich dessen recht bewußt zu sein, einen Sonnenstich mehr oder weniger schwer mit nach Hause bringen. Am späten Abend hat man oft Gelegenheit, den Schwimmern beim Training zuzusehen und sich an den ebenso kräftigen, wie rhythmischen und energischen Bewegungen zu erfreuen. Am Sprungbrett Ift man- cher elegante Sprung zu beobachten, so daß der Aufenthalt im Bade nicht nur eine Erholung, sondern auch eine besondere Art der Unterhaltung sein kann. Ueber allem wacht das Auge des Bademeisters, der darauf sieht, daß die Jugend nicht Unfug macht und daß — möglichst niemand ertrinkt. Bis jetzt hat die Badesaison in Gießen glücklicherweise noch keine Opfer gefordert. Wenn der einzelne die nötige Vorsicht walten läßt, nicht in der lieber- schätzung seiner Kräfte und seines schwimmerischen Könnens leichtsinnig handelt, läßt sich ein Unfall ja auch sehr gut vermeiden. Daß es grundsätzlich falsch ist, in erhitztem Zustande in das Wasser zu gehen und sich so der Gefahr eines Herzschlages auszusetzen, sollte längst jedermann bekannt sein.
Wie in der Müllerschen Badeanstalt, so herrscht auch in der Anstalt des Männerbadever- eins viel Leben. Auch dort ist alles in schönster Ordnung. Die Mitglieder des Vereins haben alle Gelegenheit, in Beschaulichkeit die freien Stunden zu verbringen.
Dem städtischen Freibad, das einige Schritte unterhalb der beiden genannten Badeanstalten liegt, iehlt es ebenfalls nicht an Gästen. Der Bademeister, der dort die Aussicht sühn, erzählt, daß an manchen Tagen je nach der Witterung 600 Menschen das Bad besuchen und sich stundenlang tummeln. Besonders die Kinder beherrschen das Feld und tollen in uneingeschränkter Freiheit umher. Dem Zug der Zeit hat man übrigens Rechnung getragen und die ursprünglich getrennten Bäder, das Männer- und das Frauenbad, zusammengelegt und ein Familienbad geschaffen. Der Bademeister hat auch hier manchen Wunsch zu erfüllen, mit dem sich das Publikum an ihn wendet. Da kommt ein Junge und möchte, daß ihm der Bademeister hilft, das Band seiner Badehose, das ihm entschlüpft ist, wieder in Ordnung zu bringen. Ein kleines Mädchen kommt gelaufen und bittet den Bademeister,
Das Luftschiff bet seiner ersten Wasserlandung auf dem Bodensee, die in Gegenwart Dr. Eckeners durchgeführt wurde.
doch ein wenig die Brille zu halten, bis es wieder aus dem Wasser kommt. Roch mancher andere kleine Wunsch wird laut, und der Bademeister tut, was er kann. Er ist auf diese Weise — durch seine stete Hilfsbereitschaft — zum Vertrauten seiner Gäste geworden. Er hat aber auch sehr ernste Arbeit zu tun. Ständig beobachtet er das Wasser und die Badegäste. Er ist dafür mitverantwortlich, daß niemand ertrinkt. Achtmal mußte er schon eingreifen, und er tat es erfreulicherweise mit Erfolg. Im Bad selbst ist naturgemäß alles einfach gehalten, Pritschen sind da (wenn auch für den großen Betrieb einige zu wenig), eine schöne kräftige Grasdecke lädt zum Derweilen ein. Das Freibad erfüllt seinen Zweck in jeder Hinsicht.
Neuregelungen
in der Knegsbeschädigien-Kürsorge.
Die Notverordnung und deren Auswirkung.
Dom VersvrgungSamt Gießen wird uns geschrieben:
Durch die zweite Notverordnung des Herrn Reichspräsidenten zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen vom 5. Juni 1931 sind auch die Versorgungsgebührnisse der Kriegsbeschädigten und -Hinterbliebenen geändert worden. Die Kinderzulagen der Leichtbeschädigten werden um eine Kinde^ulage gekürzt. Die dem Beschädigten insgesamt zu gewährende Kinderzulage verteilt sich gleichmäßig auf sämtliche in Betracht kommenden Kinder. In der Ortsklasse D wird keine Ortszulage mehr gewährt. Die Ortszulage in den übrigen Ortsklassen ist wie folgt geändert worden: Sonderklasse von 30 auf 24 v. H., A von 25 auf 18 v. H, B fron 22 auf 12 v. H . C fron 18 auf 6 fr. H. Ein Wechsel des Wohnsitzes nach dem 6. Juni 1931 begründet keinen Anspruch auf Gewährung oder Erhöhung der Ortszulage. Wer also z. B. fron einem Orte der Ortsklasse D nach A verzieht, erhält auch in A keine Ortszulage. Hat ein Dersvrgungsberechtigter neben den Dersvr- gungsgebührnissen ein Einkommen aus öffentlichen Mitteln, so ruhen die Dersorgungsgebühr- nisse in Höhe der Hälfte des Betrages, um den dieses Einkommen 210 Mark monatlich übersteigt. Dem Versorgungsberechtigten verbleiben jedoch drei Zehntel der Rente ohne Frauen- und Kinderzulage. Soweit bisher ein Ruhen der Rente nicht in Aage kam, erfolgt die Neufestsetzung erst vom 1. August 1931 ab. Die Bezüge der nach § 105 RBG. und § 8 Abs. 1 ARG. versorgten Kapitulanten mit Kindern werden um eine Kinderzulage gekürzt, wenn eine Rente von weniger als 50 v. H. gewährt wird. Für die nach § 8 Abs. 2 versorgten Kapitulanten ist die Ortszulage nach den neuen Sähen zugrunde zu legen.
Aus Beschädigte, welche die Dvllrente erhalten, findet die Verordnung keine Anwendung. Nur die Dersorgunasberechtigten, bei denen eine Anwendung der Ruhensvorschriften in Frage kommt, erhalten neue Berechnungen vom Versorgung s- amt zugestellt. Die übrigen Dersorgungsberech- tigten erhalten keine besondere Mitteilung.
Taten für Dienctaq 23. Juni
Sonnenaufgang 4.10 Uhr, Sonnenuntergang 20.44 Uhr. — Mondaufgang 1.10 Uhr, Monduntergang 0.21 Uhr.
1804: der Industrielle August Borsig in Breslau geboren; — 1805: der Bildhauer Friedrich Drake in Bad Pyrmont geboren.
Gicstcner Wochenmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 140 bis 150, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 15 bis 20, Weißkraut 15 bis 20, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 10 bis 15, Dohnen 40 bis 45, Spargel 30 bis 60, Erbsen 20 bis 25, Mischgemüse 10 bis 15, Tomaten 50 bis 60, Zwiebeln 15 bis 20, Rhabarber 10 bis 15, Pilze 40 bis 45, alte Kartoffeln 5 bis 6, neue Kartoffeln 15 bis 20, ausländische Nepsel 50 bis 60, Dörrobst 30 bis 35, Kirschen 25 bis 30, Heidelbeeren 55 bis 60, unreife Stachelbeeren 20 bis 25, Erdbeeren 35 bis 60, Aprikosen 50 bis 60. Pfirsiche 80 bis 90, Walderdbeeren 40 bis 45, Honig 40 bis 50, junge Hähne 90 bis 100. Suppenhühner 90 bis 100; das Stück: Tauben 50 bis 70, Eier 8 bis 9, Blumenkohl 30 bis 70, Salat 5 bis 15, Salatgurken 25 bis 40, Ober- Kohlrabi 10 bis 15, Rettich 10 bis 15; das Bund: gelbe Rüben 12 bis 15, Radieschen 10 bis 15 Pf.; der Zentner: Kartoffeln 4 bis 5 Mk.
Bornotizen.
— Tageskalender für Dienstag. Stabt- theater: „Familie Hannemann", 20 bis 22 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Tänzerinnen für Südamerika gesucht!".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, zu ermäßigten Sommerpreisen letztes Gastspiel im Juni mit der einmaligen Aufführung des Schwankes „Familie Hannemann" von Reimann und Schwarz durch das Ensemble des Intimen Theaters Nürnberg. In der Rolle der Tante Jutta aus Kalkutta Freya Sturmfels, bekannt von ihrem früheren Wirken an unserer Bühne. Mitwirkende
ferner: Damen: <3reteLotte DraxiS, Kläre Randolf, Traute Reimann; Karl Ludwig Lindt, Willi Minauf. Karl Morvilius, Hans de Neve, Martin Rosen, Herbert Washington. Die Intendanz weist nochmals auf die äußerst günstigen Bedingungen des Sommerabonnements hin. Kassenstunden 10 bis 13 Mr und 16 bis 17 Mr. Beginn der Dor- stellung 20 älfyr, Ende 22 Mr.
•
©In GiehenerPersonenautv verbrannt. Gestern gegen 7 Mr geriet daS Personenauto der hiesigen Firma Gustav I. Kahn, Lederhandlung, auf der Straße zwischen Lollar und Sichertshausen in Brand und wurde bis auf die Cisenteile ein Opfer der Flammen. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Das Feuer entstand durch einen Dergaserbrand. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt.
Oberheffen.
Landkreis Gießen.
— Gr ohen-Linden . 22. Juni. Der älteste Einwohner unseres Dorfes, der Schuhmacher Ilchannes L u h, feierte in diesen Tagen seinen 8 8. Geburtstag. Der Jubilar ist Kriegsveteran von 1866 und 1870. Außer ihm leben hier noch drei Kriegsteilnehmer fron 1870. Es sind die Herren Jakob Luh, Bahnwärter i. R., 83 Jahre alt, Ludwig Menges, der Gastwirt „Zum Ritter", 82 Jahre alt, und Georg Müller, ehemals Waldarbeiter, auch 82 Jahre alt. Johannes Luh war Sanitäter, Jakob Luh stand bei den hessischen Jägern. Ludwig Menges war im 3., und Georg Müller im 2. hessischen Infanterie-Regiment. Die alten Herren pflegen seit Jahren die schöne Sitte, ihve Geburtstage gemeinsam zu feiern. So geschah es auch jetzt wieder. Vier gute Kameraden von zusämmen 335 Jahren, alle ungewöhnlich frisch und rüstig, verlebten gemeinsam einige schöne Stunden. — Am Sonntag unternahm der hiesige Frauenverein einen Ausflug nach dem Klo st er Arnsburg. Die Gebäude und Ruinen wurden gründlich angesehen unter sachkundiger Führung. Die Schwestern führten bereitwilligst durch die Mädchenerziehungsan statt.
r. Lang-Göns, 22. Juni. Die Heuernte ist in der Hauptsache beendet. Der Ertrag ist sehr günstig zu nennen, nur fehlten die zarten Untergräser, die das Heu erst wertvoll machen. Der Stand der Hackfrüchte ist ausgezeichnet.
+ Grünberg, 22. Juni. Begünstigt von schönem Wetter nahm der am gestrigen Sonntag von der Südwe st deutschen Sportfliegervereinigung Gießen im Einvernehmen mit der hiesigen Stadtverwaltung veranstaltete Slugtag einen guten Verlaus. Viele Zuschauer von nah und fern sanden sich auf dem Flugplatz auf dem an der Straße nach Lauter gelegenen Wiesengelände, der „Au", ein. Zwei Flugzeuge, ein Eindecker und ein Doppeldecker, zeigten die verschiedenen Arten des Kunstsluges. Mit besonderer Spannung wurde ein Fallschirmabsprung verfolgt. Zum Schluß fanden noch einige Frei» und Passagiers lüge statt. Ueber 5000 Zuschauer wohnten der Veranstaltung bei.
Kreis Büdingen.
ltz Nidda, 22. Juni. In der jüngsten Niddaer Gemeinderatssihung wurden u. a. folgende Beschlüsse gefaßt: Nachdem die Bauun- ternehmer Drott und L u p p die zum Zwecke der Erbauung von zwei Zweifamilienwohnhäusern zur Verfügung gestellten Bauplätze in der Bis- marckstratze mit der Begründung abgelehnt haben, daß sich der Bau an dieser Stelle um etwa 1000 Mk. teuerer stellt, traf der Gemeinderat eine andere Regelung. Der Uebernahme der Garantie für eine bestimmte Mieteinnahme wird grundsätzlich zugestimmt. — Weiter wurde beschlossen, die Anzahl der Lose für die Herbstmarkt- verlosung 1931 auf 4000 herabzusehen.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
—K— Lützellinden, 22. Juni. Bei der hiesigen Kirschenversteigerung der Gemeinde wurde der Baum je nach Behang für 2,50 bis 4 Mark verkauft. Der Zentner Kirschen kam damit am Baurn auf etwa 15 bis 20 Mark.
<> Niederkleen, 21. Juni. Auf dem „Wetzlarer Berg" fand die Versteigerung der der Provinzialstraßenbauverwaltung gehörigen Kirschenernte statt. Für den Daum wurden je nach Dehang 0,50 Mk. bis 4 Mk. bezahlt.
Kreis Bicdenkops.
(T) Bischoffen, 22. Juni. Ein hiesiger Einwohner bemerkte, als er morgens zu seinem außerhalb des Dorfes gelegenen Hühnerpferch kam, daß sämtliche 16 Hühner und der Hahn getötet im Pferch bzw. verschwunden waren. Wie sich bei näherer Untersuchung herausstellte, hat ein Fuchs dem Hühnerhaus einen Besuch abgestattet. Er hat sich unter dem Zaun und unter der Bretterwand des Hühnerhauses ein Loch gegraben und sämtliches
Federvieh totgebisien. Da fünf Hühner fehlten ist anzunehmen, daß diese von dem Fuchs In seinen Bau zur Nahrung für seine Jungen verschleppt worben sind.
Derbandstag der hessischen Geschichte und Altertumsvereine.
WSR. Bensheim a. d. B. 22. Juni. Am Samstag und Sonntag hielten in Bensheim die ! hessischen GeschichtS- und Altertum-Vereine ihren Verbands tag ab. Er wurde am SamStag ein- ■ geleitet durch einen Ehor der Prima der Auf- xmschule. Darauf begrüßte der Verlxrndsvor- itzende, Geheimrat v. Hahn, die Mitglieder und Gäste, besonders Kreisdirektor Reinhart, Bürgermeister Dr. Angermeier. Prof.©cifeier, Prof. Dr.Dahn (Mainz) und Geheimrat Wolfram (Frankfurt a. M), den Vorsitzenden des Reichsverbandes. Anschließend hielt Prof.Dahn einen Lichtbildervortrag über die germanische Besiedelung HestenS. Der Redner behandelte ausführlich die Bodenfunde hx Oberheffen, Rheinhessen und Starkenburg. Ein geselliger Abend schloß sich an.
Den Sonntagsverhandlungen wohnte als Vertreter der Regierung Ministerialrat Hoffmann bei. Im Jahresbericht wurde die Schaffung neuer Museen in Wornrs, Dingen, Dreieichenhain und Lauterbach begrüßt. Das Interesse der Jugend an der Geschichte will man durch Iugendsahrten anregen. Annahme fand ein Antrag, demzufolge sich eine Kommission mit der Frage der Schaffung einer Bibliographie über die lausenden Neuerscheinungen zur hessischen Geschichte befassen soll.
Oberstudiendirektor Dr. Faber (Friedberg) regte an, die Beteiligung Hessens an der Reichsflurnamenforschung wieder stärker zu beleben. Die nächstjährige Tagung findet in Dingen statt. Die Beziehungen des wenige Kilometer entfernten Klosters Lorsch zum Reiche befeanbclte Studienrat Dr. Glöckner. Er zeigte in einem an Auswertung von Quellenmaterial reichen Referat, wie diese Reichsabtei eine Kraftquelle beim Dau des Karolingischen Reiches war. Am Nachmittag beschloß ein Besuch des Fürstenlagers in Auerbach die schön verlaufene Tagung.
Berliner Börse.
Be r l i n , 23. Juni. (WTB. Funkspruch.) Nachdem es gestern abend auf Glattstellungen etwas schwächer war, ist die Tendenz heute vormittag wieder fester. Vor' allem regte die gestern abend schon zu beobachtende starke Befestigung der Mark an, und man hält die Devisenfrage in Bankkreisen für so gut wie erledigt. Das Geschäft ift noch sehr ruhig; die bis jetzt genannten Kurstaxen liegen etwa 1 v. H. über Den Abendnotierungen. Man nennt IG.-Farben 136 (Geld), Siemens 153. Am Devisenmarkt hörte man Kabel gegen Berlin 4,2090 bis 4,2095, London gegen Berlin 20,4875, gegen Kabel 4,8670 zu 4,8672, gegen Paris 124,27, gegen Madrid 50,25.
Oie Wetterlage.
lno<
"2^
46
—f tiernfo MS
15. *45
W =TL
Jr&L/
©wolkenlos.Oneuer ®naio oeoeoa. ®woimq. eoeoetkt eRtqei\ * Schnee a Grauptin ■ heoet K wiiter,©Windstille. •<>> seh»
(tkhter Ost y ma»'0er Südsüdwest Q stürmischer «ordwesl Ole Pfeile fliegen mit dem winde Oie oeiaen Stationen stehenden Za» len gehen die Temperatur an. Die Linien verhindert Orte mit gleichem au' Meeresniveau umgerechneten Luftdruck
Wettervoraussage.
Die Finnlandstörung, welche sich westlich vertieft hat, erstreckt ihren Einfluß südwärts bis zum deutschen Ostseeküstengebiet^so daß dort im Bereich nordwestlicher Winde bie Morgentemperaturen 5 bis 7 Grab tiefer lagen als bei uns. Die Gestaltung ber Wetterlage hängt vorerst von bem Wechsel verschieden temperierter Lustmassen ab, die gegenwärtig auf dem Kontinent Platz ergreifen. Dabei erfahren die Temperaturen gewisse Schwankungen, und außer vorüberziehender Bewölkung find auch Gewitterbildungen oder teilweise leichtere Niederschläge nicht ausgeschlossen.
Voraussage für Mittwoch: Bewölkt mit Aufheiterung, vereinzelt Gewitterstörung oder etwas Niederschlag, Temperaturen wenig verändert.
Wettervorhersage für Donnerstag! Etwas kühler, teilweise bewölkt, teilweise aufheiternd, meist trocken.
Reifewetterdienst
Garmisch - Partenkirchen: Morgentemperatur 18 Grad, Südwestwind, Witterung heute morgen heiter. Witterung seit gestern meist heiter.
Borkum: Morgentemperatur 14 Grad, Südwestwmd, heiter. Witterung seit gestern: ver- änder.-ich mit Schauern.
Schierke (Harzi: Morgentemperatur 12 Grad, Südwestwind, wölkst-. Witterung seit gestern meist heiter.
Swinemünde : Mvrgentemperatur 14Gr., Westwind, wolkig, Witterung seit gestern teils heiter, teils wolkig.
Verantwortlich für Politik: i. D. Ernst Blumschein.
AMOL
7 lSlmt-,1 Rdt.6
6 fltml- nn» Eaheribd-Cd. !*,!♦ Mcnchal, 400 <waN,«i0 Spirit. —
schmerzlindernd
unb belebend bei Rheuma, Jrchia», ftopf-, Rerven. unb Erfüllung», schmerzen, Ermüdung u.Llrapazen. — In Lp-lhrf/n und Trvzkrirn.


