Ausgabe 
22.12.1931
 
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Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 22. Dezember 1931.

Wintersonnenwende.

Doch keine Sonnwendfeier der letzten Jahre ist so ernst gewesen, wie die diesjährige. Auf der Waage des deutschen Schicksals sinkt die eine Schale immer tiefer, Rot und Entbehrungen wachsen von Tag zu Tag, und auf der anderen Seite bleibt nur noch die Hoffnung. Soll man da von einer Feier sprechen? Kann uns die Wintersonnenwende überhaupt noch etwas sagen? Rein äußerlich gesehen wohl nicht; denn nur noch In wenigen deutschen Gauen leuchten in der Winternacht die Holzstöße und erinnern an eine alte Sitte unserer Vorfahren. Aber im innersten Herzen können wir alle Sonnenwende feiern.

Die Rächt hängt in den Tag. Rebel verschleiern die Sonne, und rtur von Zeit zu Zeit dringt ein heller Lichtblick zu uns. Es sind die Tage des Hindämmerns, und wie leicht kommen da Gedanken des Entsagens, des Sich-gehen-lassens. Es hilft ja doch alles nichts!" Wir werden ftill und müde wie die Ratur draußen. Aber unter der Schneedecke pulst noch das Leben, bereitet sich alles zu einem neuen Frühling vor. Auch unser Her» schlägt noch, und wenn wir uns genau prüfen, dann glimmt auch noch bei uns der Hoff­nungsgedanke: Einmal muh es wieder besser werden!

lind sieh! Da kommt die Wintersonnenwende und ermahnt uns. dieses Hoffnungsflämmchen nicht erlöschen zu lassen. Wir Menschen der Gegenwart können ja kaum noch ermessen, was unseren Vorfahren die Sonnenwende bedeutete. Mit welcher Sehnsucht, mit welchem Glauben hielten sie Tag für Tag Ausschau nach dem Himmelsgestirn, um endlich feftzustellen: Jetzt ist der kürzeste Tag, die Sonne steht still, sinkt nicht mehr, aber bald wird sie wieder steigen, die Tage werden länger, eS geht dem Frühling zu! Wir in unseren behaglichen Zimmern beim hellen Lampenlicht können kaum noch nachfühlen, wie es einst den Menschen erging, die in schlechten Lehmhütten, ohne Licht und Wärme, hausten. Ihre Freude kam dann im brennenden Holzstoß zum Ausdruck. Sie konnten jubeln und ihren Göttern Opfer bringen; denn der Lichtgott Bal- dur kehrte wieder, wenn auch noch der Frost klirrend durch den Winterwald schritt.

lind so soll es auch heuer sein: Trotz Rot und Entsagung dürfen wir den Glauben nicht ver­lieren. Snftere Besinnung auf deutsche Art und deutsche Sitte, auf deutsches Hoffen ^nd deutsches Streben muß uns erfüllen. Durch Rächt zum Licht! sagten unsere Vorfahren. Sagen wir das­selbe zu uns! Das Schicksal hat unserem Volk schon viel schlimmere Zeiten gebracht, aber immer wieder raffte es sich au', immer wieder erstanden ihm Führer, die es aufrichteten.

Was hilft es, wenn wir mit Murren und Klagen die schlechten Zeiten bejammern und immer wieder betonen:Es ist ja gar keine Aussicht da, daß es besser wird!" Wir dürfen uns nicht stumpf ergeben in das Schicksal, nicht alles laufen lassen und sagen:Ich kanns nicht ändern." Wenn in unserem Herzen der kleine Stern der Hoffnung noch klimmt, wenn wir uns noch nicht selber aufgeben, dann gehts auch wieder vorwärts, auswärts! Lassen w-r Vergangenes vergangen s:in. und wenn es noch so schlimm kommt, wollen wir auf unsere Kinder schauen und wie sie mit gläubigem Herzen Weihnachten und Sonnenwende leiern. Dann wird uns die Feier in diesem Jahre einen Stern zeigen, den Stern der Zuversicht und des festen Glaubens an Deutschlands glück­liche Zukunft. R.

Vollständiger Boy-ott

des Gießener Diehmarktes.

Der von den Vertretern der Viehhandels- Lrganisationen empfohlene Boykott desGie- e n e r Diehmarktes durch den Diehhandel wat heute in vollem Umfange in Erscheinung.

war nicht ein einziges Stück Vieh zum Verkauf aufgetrieben. Für heute Hat der Diehhandel zunächst auf die Ausübung feines Gewerbes verzichtet, andere Märkte aber »och nicht befahren.

Winterhilfsmaßnahmen in Gießen.

Durch die Gießener Winternothilfe Durden bisher die Hilfsbedürftigen in unserer «btadt in folgender Weise unterstützt: Angekauft Durden 1746 Zentner Kartoffeln zum Preise »on 4050 Mk., gespendet wurden Kartoffeln in einer Menge von rund 700 Zentner aus 52 Ort­schaften. 2300 Zentner Kartoffeln wurden an 1200 Familien ausgegeben; dabei wurde etwa Vs 2er bezogenen Menge mit 1,50 Mk. pro Zentner Lerechnet, während - 3 geschenkt wurden. Mit Kleidern und Schuhen wurden aus der Spende des Gießener Anzeigers im Betrage von <1500 Mk. rund 300 Familien bedacht. Aus son­nigen Spenden werden an Kleidern und Schuhen in diesen Tagen noch für etwa 400 Mk. abgegeben. Die bisher gespendeten Lebensmittel (Obst, Gemüse. Hülsenfrüchte, Mehl und Fleischwaren)

wurden an rund 900 Familien verteilt. Dar­geldunter st ützungen erhielten bisher 83 verschämte Arme mit einem Gesamtbetrag von 2190 Mk. Für die Weihnachtswoche ist. wie gestern schon kurz berichtet, die Ausgabe von Lebensmittelscheinen zu 3, 4. 5 und 6 Wk. je nach Kopfzahl der Familie vorgesehen und hierfür ein Betrag von 3000 Mk. bereit­gestellt. Insgesamt sind auf diesen Wegen bls jetzt 14 140 Mk. durch die freiwillige Winternot­hilfe der Bürgerschaft den hilfsbedürfigen Mit­bürgern zugeführt worden.

Daneben steht die amtliche Brennstoff­versorgung (unentgeltliche Abgabe von Bri­ketts), durch die Haushaltungen mit ein bis vier Personen 12 Zentner, Haushaltungen von fünf und mehr Personen 16 Zentner Briketts erhalten. Als Empfänger kommen hier Wohlsahrtserwerbs- lose und sonstige Unterstützungsempfänger des Armenamtes, Sozialrentner. Eltemrentenemp- fängcr und sonstige Hilfsbedürftige (u. a. ver­schämte Arme) in Betracht. Rach dem Stand vom 15. Rovernber war ein Bedarf von 15 000 Zentner gedeckt und dafür 18 500 Mk. ausgegeben worden.

Gießener Wochenmarktpreise.

® i e 6 e n, 22. Dez. Heutige Wochenmarltpreise: Butter 120 bis IcO Pf. (Kochbutter von 110 Pf. an), Matte 25 bis 30, Käse (10 Stück) 50 bis 120. Wirsing 7 bis 8 (pro Zentner 4 bis 5 Mk ). Weißkraut 5 bis 6 (pro Zentner 3 bis 3,50 Mk.), Rotkraut 7 bis 8 (pro Zentner 4 bis 5 Mk.). gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, llnterkohlrabi 5 bis 6. Grünkohl 10 bis 12, Rosenkohl 15 bis 20,

Feldsalat 80 bis 100. Tomaten 50 bis 60,

Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 35 bis 70,

Schwarzwurzeln 25 bis 35, Honig 40 bis 50,

Kartoffeln 4 (pro Zentner 3 bis 3,50 Mk.). Aepfel 8 bis 10, Dirnen 8 bis 10. Dörrobst 30 bis 35, Russe 35 bis 40, junge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80, Enten 80 bis 100, Gänse 80 bis 90 Pf. pro Pfund; Tauben 50 bis 60, Eier 14 bis 15, Lauch 5 bis' 10, Rettich 10 bis 15, Blumenkohl 20 bis 60, Endivien 8 bis 10, Oberkohlrabi 8 bis 10, Sellerie 10 618 40 Pf. pro Stück.

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag. Stadt­theater Gießen,Die Puppenfee" undDie Wun- derlampe", 19.30 bis gegen 22 Uhr. Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße,Gassenhauer".

*

** Reichsbezugsscheine für ver­billigtes Frischfleisch. Das Wohlfahrts­amt macht unter Hinweis auf die Bekanntmachung vom 18. Dezember darauf aufmerksam, daß die Bezugsscheine für die beim Wohlfahrtsamt in Fürsorge stehenden Sozial- und Kleinrentner, Kr e^sbeschädiglen und Kriegerhinterbliebenen, so­weit letztere bezugsberechtigt find, bei den ilnter- stützungsstellen des Wohlfahrtsamtes am Mitt­woch, 23. Dezember, in der Zeit von 8 bis 12 llfjr auSgegeben werden. Empfänger von Arbeits­losen- und Krisenunterstühung, soweit sie bezugs­berechtigt sind, erhalten die Scheine beim Ar­beitsamt. Siehe heutige Bekanntmachung.

** Das Volksbad bleibt am Weihnachts- Heiligabend und Silvester in der Mittagszeit ge­öffnet; es wird an beiden Tagen aber schon um 15 Uhr geschlossen.

** Zur R i ch t i g st e l l u n g. 9n dem gestrigen Leitartikel von Syndikus Dr. Zeidler überDie vierte Notverordnung" ist in der dritten Spalte, Zeile acht von unten, ein Setzfehler enthalten. Es muß dort richtig heißen:Mehl usw. 0,85 v. H. bei viertel jährlicher Zahlung", anstatt jährlicher Zahlung, wie fälschlich zu lesen war.

** Eigentümer gesucht. Der Polizeibericht meldet: Bei der Kriminalabteilung sind zwei elek- trische Fahrradlampen und eine viereckige Batterie- Interne sichergestellt. Zwei Lampen wurden angeblich aus dem Hofe des Gewerkschaftshauses, eine aus einem Hofe der Bismarckstraße entwendet. Außer­dem ist ein Doubls-Damenarmband sichergestellt, das vor etwa fünf Wochen in der Licher Straße auf- gesunden wurde. Personen, die Eigentumsrechte gel­tend machen können, wollen sich bei der Kriminal­abteilung melden.

** Diebstühle. Der Polizeibericht meldet: In diesen Tagen wurden hier aus einem unverschlosse­nen Gartenhaus ein Tesching (Flobert), ein schwarzes Sofakissen, eine Tischdecke (rosufarben mit weißen Mustern) und zwei vlauumrandete weißleinene Gar­dinen gestohlen. Aus einer ebenfalls unverschlossenen Wohnung entwendeten Diebe eine Weißblechgeld­kassette mit etwa 780 Mark Inhalt, verschiedenen Papieren und Sparkassenbüchern auf die Namen Karl Heß und Christine Heß geb. Wagner lautend. Weiter wurden aus einer Maurerbude eine fast neue Strickwcste, ein Paar neue Herrenschnürstiefel und ein Paar Motorradstiefel (die neuerdings schwarz ge­färbt wurden) gestohlen. Aus einer Hosreite wurden drei Stallhasen (zwei blaugraue, ein eifengrauer, zwei davon gezeichnet T. 27) entwendet. In der Nacht zum Sonntag wurden in Langd (Kreis Gie­ßen) an zwei Stellen von Einbrechern 29 Hühner gestohlen. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange.

Oberbeffen.

Landkreis Gießen.

£ Wiefeck, 22. Dez. Gestern abend fand eine Sitzung des Gemeinderats statt, in der für die ausgeschiedenen Gemeinderatsmitglieder Schmitt und Bremer die Ersatzleute Lotz und G e r l a ch eingeführt werden sollten. Lotz war trotz verschiedener Aufforderungen nicht erschienen und soll jetzt zum letzten Mal ausgefordert werden, zu der Sitzung zu erscheinen. Ger lach wurde durch Bürgermeister S ch o m b e r verpflichtet. Für die Hundesteuer 1932 wurden die gleichen Sätze wie 1931 in Anwendung gebracht.

O Reiskirchen, 21. Dez. Die Pächter der hiesigen Gemeind ejagd waren bei der Ge­meinde um Ermäßigung der Pacht- summe vorstellig geworden. In gemeinsamer Verhandlung kam eine gütliche Einigung dahin zustande, daß die Pachtsumme um r u n d 2 0 v. H. gesenkt wurde.

& Rieder - Bessingen, 21.Dez. Eine un­angenehme Äeberraschung wurde einem hiesigen Einwohner bere'tet, der morgens entdecken mußte, daß seine sechs Gänse, die zum Wcihnachts» verkauf gemästet waren, in der Rächt uner­wünschte Liebhaber gefunden hatten. Zweien hatte man gleich an Ort und Stelle die Hälse durchgeschnitten, die andern vier lieh man so mitgehen. Ferner nahmen die Diebe beimRach- barn noch zwei Stallhasen mit. Wahrschein­lich sind die gestohlenen Tiere mit einem Auto weggeschafft worden, doch verrät der ganze Ein­bruch unbedingte Ortskenntnis mindestens eines Beteiligten. Man geht auch bereits einer gewissen Spur nach.

Kreitz Schotten.

-+- Schotten, 21.Dez. Ein hiesiger Meh- germeister, der schon wiederholt an Festtagen

seiner minderbemittelten Kundschaft Fleisch unent­geltlich abgab, hat w ederum zu gleichem Zwecke, das Fleisch eines Ochsen zur Verfügung gestellt. Der Winternothilfe stiftete er einen Zentner Fleisch und Wurst.

ßaubatf), 21. Dez. Der vor einigen Tagen beim Holzfällen verunglückte Wilhelm Dächer aus Gonterskirchen ist feinen schweren Ver­letzungen erlegen.

Meinheffen.

WSN. Undenheim (Rheinhess.), 21. Dez. Am Sonntag fand hier Bürgermei st erwähl statt. Dabei wurde der Landwirt Harter, der der Na­tionalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei ange­hört, mit 448 Stimmen gewählt. Der bisherige Bür­germeister Will (SPD.), der auch vom Zentrum und den Demokraten unterstützt wurde, erfftett 410 Stimmen.

Wettervoraussage.

Durch die über Island vorüberziehende Störung wurde das Hochdruckgebiet an feinem nördlichen Teil etwas abgebaut und nach dem Festlande verdrängt. Dadurch hat sich auch der Kern über der Nordsee entsprechend verlagert und erstreckt sich jetzt über den größten Teil Deutschlands. In seinem Bereich besteht die Möglichkeit zu stärkerem nächtlichen Aufklaren, so daß Frostzunahme wahrscheinlich ist. Hinsichtlich des Witterungscharakters tritt noch keine wesentliche Aenderung ein.

Aussichten für Mittwoch: Neblig, wolkig mit Aufheiterung, Frost weiterhin schwankend, bet Aufklaren Nachtfrostoerschärfung, vereinzelt etwas Schnee.

Lufttemperaturen. Am 21. Dezember: mittags 1,0, abends0,8; am 22. Dezember: morgens 1,2 Grad Celsius. Maximum0,2, Minimum 1,8 Grad Celsius. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe. Am 21. Dezember: abends0,5; am 22. De­zember: morgens0,6 Grad Celsius.

SJl.-tfpont

DfB.-Gießen.

VfV. Gießen AV. Ockershausen 4:2 (0:1).

Konnte sich auch der sonntägliche Verbandsspiel- gegner der VfBer bisher nicht ein einziges Mal erfolgreich behaupten, so sah man dem Spiel doch mit gemischten Gefühlen entgegen, denn Ockers­hausen gibt immer^m auf seinem kleinen Platz und vor seinem eigenen Publikum einen gefähr­lichen Gegner ab. Aber die VfD.er hatten sich den Sieg vorgenommen und sie brachten ihn auch in einem glänzenden Endspurt nach Hause.

Der Spielverlauf zeigte zwei ganz verschiedene Spielhälften. Ockershausen legte sich erwartungs­gemäß sofort mächtig ins Zeug; sie überrumpel­ten die DfB.er glatt. Bei den Grünweihen klappte es gar nicht, in der Bedrängnis köpfte der rechte Läufer den Ball ins eigene Tor, so daß Ockers­hausen billig in Führung kam. Gegen Ende der 1. Halbzeit wurde das Spiel ausgeglichener. VfB. zeigte nunmehr besseres Zusammenspiel Mit 0:1 für Ockershausen ging es in die Pause.

Dom Beginn der zweiten Halbzeit ab war VfB. wie umgewandelt. Es klappte in allen Teilen, jedoch dauerte es 25 Minuten, bis Mattern durch Rachschuh den Ausgleich erzielen konnte. Das Spiel lag von jetzt an fast ganz in der Hälfte des Gegners, der mit Durchbrüchen sein Heil ver­suchte. Dem von den DfD.ern im Endspurt vor- gelegten Tempo waren die Plahbesiher nicht mehr gewachsen, Schmidt, Wlodareck und wiederum Mattern brachten es noch zu drei Erfolgen, denen Ockershausen noch einen Treffer entgegensetzen konnte.

Die Leistung der VfB.er verdient Anerkennung. Ein Gesamtlob verdient der Sturm, der unter Führung von Haupt eine seit langer Zeit nicht mehr gesehene Schuhfreudigkeit zeigte. Auch die Läuferreihe und das Schluhdreieck kämpften in der 2. Halbzeit mit Ausdauer und Geschick.

Die 3. Mannschaft verlor gegen die erste des DfR. Lich mit 6:8 Toren. Die Gegner lieferten sich einen schönen Kampf. VfB. ging in den ersten Minuten mit 2: 0 in Führung, aber Lich holte wie­der auf. Beide Mannschaften lagen dann in die­sem Treffen abwechselnd in Führung. Die Gäste wurden glückliche Sieger.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Iugendspiele.

Die 1. Jugend hatte die gleiche Mannschaft von SC. Wetzlar-Niedergirmes zum Gegner und gewann hoch mit 6:0. Die erste Halbzeit des leb­haften und interessanten Treffens brachte meist ver­teiltes Feldspiel, in dem der Gast durch Wucht und Eifer das bessere technische Können des Platzvereins ausglich. Beide Parteien hatten zahllose Torchancen, die aber oft unüberlegt verschossen wurden. Das einzige Tor der Halbzeit wurde vom Linksaußen durch direkte Flanke erzielt. Nach der Pause legte 1900 los und setzte sich im feindlichen Strafraum fest. Trotz des glatten Bodens sah man nun viele

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feine Leistungen, die zwangsweise zu fünf weiteren Toren führten. Das Ehrentor hätten die fairen Gäste verdient gehabt. 1900 2. Jugend spielte gegen Germania Marbura 1. Jugend 2:4 (1:2). Ein auf- «Spiel zweier ungleicher Mannschaften, der ir körperlich sehr im Vorteil und zeigte auch ein besseres Zusammenspiel. Daß die Niederlage nicht höher ausfiel, ist dem Eifer und der Energie Auzuschreiben, von der jeder einzelne 1900er von Anfang bis Ende beseelt war. Die Spiele der an­deren Mannschaften fielen aus.

Ergebnisse der ^.Bezirksklaffe.

Die Spiele der ersten Bezirksklasie am vergange­nen Sonntag, deren vier Aum Austrag gelangten, brachten folgende Ergebnisse: Breidenbach gewann gegen Butzbach mit dem überraschend hohen Resul­tat von 13:0. Der Wetzlarer Sportverein behielt über Fronhausen mit 9:2 die Oberhand. Das Spiel Dillenburg gegen Wetzlar-Niedergirmes endete mit einem Unentschieden von 4:4. Wallau blieb über Wiesenbach erwartungsgemäß mit 3:0 Toren er­folgreich. Die Spielvereinigung 1900 war spielfrei, die Ergebnisse des Sonntags haben aber in indirek­ter Weise die Situation, soweit es den Tabellen­stand anbetrifft, für die Liga der Spielvereinigung 1900 verbessert.

Sandball der Sp.-Dg. 1900.

1900 I Polizeisportverein Butzbach I 3:14.

Der erwartete Sieg der Polizisten stellte sich ein. Daß er aber in dieser Höhe kam, hätten die 1900er nicht nötig gehabt. Wenn man sich aber so grobe taktische Fehler leistet, wie das die Spielvereini­gungsleute am Sonntag taten, fo nutzen Eifer und zuweilen gutes Einzelkönnen auch nicht viel. Das Spiel selbst war fast ausgeglichen. So machtlos die Blauweißen meist am Butzbacher Wurfkreis waren, so gut verstanden es die Polizeisportler, sich vor dem 1900er Tor durchzusetzen. Bis 3ur Halbzeit mußte 1900s Hüter siebenmal hinter sich greifen. In der zweiten Spielhättte kamen die 1900er etwas auf. Rechtsaußen und Mittelstürmer konnten drei Er­folge buchen. Die Gäste ließen aber nicht locker und vermochten weitere sieben Tore zu erzielen.

Handball im VfB.

VfB. Gießen I To. Garbenteich I 5:5.

Die VfBer vermochten gegen die mit zwei Mann Ersatz antretenden Turner ein ehrenvolles Unent­schieden herauszuholen. Die junge Elf der VfBer vermochte sogar 3:0 in Führung zu gehen. Jedoch setzte sich die größere Spielerfahrung der Turner durch und nach abwechslungsreichem Spiel trennte man sich unentschieden.

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Betr.: Konkursverfahren über das Ver­mögen des Landwirts Rudolf Hei­stermann in Gießen, Marburger Straße 66. 8842D

Beschluß

Termin zu einer Gläubigeroersammlung wird anberaumt auf:

Donnerstag, den 7. Januar 1932, vormittags 9 Uhr,

Zimmer Nr. 201.

Tagesordnung:

1. Bericht des Konkursverwalters über die feitherme Verwaltung und die beabsich­tigte Wsiteroerwattung.

2. Kürzung der dem Gemeinschuldner zuge­billigten Unterstützung.

3. Wahl eines weiteren Mitgliedes zum Gläubigerausschuß.

Gießen, den 17. Dezember 1931.

Hessisches Amtsgericht.

Bekanntmachung.

Betr.: Ausgabe von Reichsbezugsscheinen für verbilligtes Frischfleisch.

Unter Hinweis auf die Bekanntmachung vom 18. Dezember 1931 wird zur Kenntnis gebracht, daß die Bezugsscheine für die beim Wohlfahrtsamt in Fürsorge stehen­den Sozial- und Kleinrentner, Kriegsbe­schädigten und Kriegerhinterbliebenen, so­weit letztere bezugsberechtigt find, bei den Unterstützungsstellen des Wohlfahrtsamts am Mittwoch, dem 23. Dezember 1931, in der Zeit von 8 bis 12 Uhr ausgegeben werden. 8841D

Empfänger vpn Arbeitslosen- und Kri- senunterstützunh. soweit sie bezugsberechtigt sind, erhalten die Scheine beim Arbeitsamt.

Gießen, den 21. Dezember 1931.

Bürgermeisterei (Wohlfahrtsamt).

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