zwingende Gedanke daß Deutschland auf den Weg der Selbsthilfe angewiesen ist. Im Mittelpunkt des Eelbsthilseprogramm» mutz die oraanische Umgestaltung der Selbst- kosten im Sinne einer möglichst weitaehenden fierabbrüdung der Selbstkosten stehen. In der Aufzeichnung ist Im einzelnen dargestellt, wie dieser Grundsatz auf folgende vier Hauvtgebiete angewandt werden muh: 1. Steuern und Abgaben an die öffenttiche Hand, 2. soziale Lasten, 3. Löhne und Geholter, 4. verkehrstorife und Tarife der kommunalen Dersorgungsbetriebe. — Ein weiterer besonderer Abschnitt besaht sich mit den „Ausgaben einer richtigen und einwandfreien Kreditpollti t“ insbesondere bei der öffentlichen Hand, um eine Senkung der Kreditkosten zu erreichen. — Ein anderer positlver Vorschlag erstreckt sich auf die Schosfung einer Möglichkeit für vermehrte Aufträge an die Wirtschaft. Schließ- sich enthält die Eingabe auch die nachdrückliche For- berung, alle Reste der Zwangswirtschaft, insbesondere auch die Zwangswirtschaft im Woh- nungswesen. endgültig zu beseitigen.
Aus aller Welt.
„Graf Zeppelin"
fommt Mitte September nach Jranffurl a. M.
Bei der am 29. August stattfindenden Süd - arnertkasahrt des Luftschiffe» JBraf Zeppelin" befördert das Luftschiff auch Fracht. In Pernambuco stehen Flugzeuge de» Eondor-Fluadienstes nach Rio de Janeiro bereit, so dah die Fahrtteilnehmer Gelegenheit haben, während de» zweitägigen Aufenthalte» Rio zu besuchen. Die auf den 20 August angesetzte Schweizerfahrt muhte wegen der überau» schlechten Wetterlage auf den 27. August verlegt werden. Wegen der dreitägigen Verschiebung der Südamerikafahrt muh die Schweizerfahrt vom 9. September auf den 11. September ebenfalls verlegt werden. Am 13. September findet bann bis schon lange geplante Lanbungsfahrt nach Frankfurt a.M. statt. Dom 19 bis 22.Septem- der wird da» Luftschiff dieses Jahr die zweite Südamerikbfahrt nach Pernambuco aus- führen. Die für Oktober In Aussicht genommene Landungsfahrt nach Sevilla muh wegen den in Spanien herrschenden Verhältnissen vorläufig abgesagt werden.
Ein Teilnehmer der deutschen Himalaja-Expedition tödlich abgestürzt.
Nach emem Bericht des Leiter« der deutschen Himalaja-Effpeditivn. Paul Dauer, ist die Äang« schendsonga-L? pedition von einem schtoeren Un
fall betroffen worden. 2IS eine gröbere Abteilung unterwegs war, um das Lager 8 auf dem Rordvstfpvrn in einer Hohr von 6200 Meter auf- zu schlagen, stürzte der 25 Jahve alte Münchener Student der Technischen Hochschule, Hermann Schaller, einer der bekanntesten Münchener Alpinisten, mit einem Träger t ö d l i ch ab. Die Lerche wurde von den G»peditionsteilnehmern auf einer Felsinsel, die sich aus einem Meer von GiS erhob, in einer Hohe von 5400 Meter beigesetzt. Der erst 2biahrige Hermann Schalter war schon seit vielen Jahren ein begeisterter Bergsteiger, und halte im Konomdel, im Wilden Kaiser, in den Dolomiten und auch in den Westalpen schwere und schwerste Besteigungen ausgeführt. Mit Rücksicht auf diese hochalpinen Leistungen war ihm die Ehre zuteil geworden, an der zweiten deutschen Himalaja-Expeditton teilzrmehmen.
Amundsen» Flugzeug entdeckt?
Professor W e i d m a n n von der Leipziger Universität hat bei der Bearbeitung des wissenschaftlichen Bildmaterials der Arktis-Expedition deS .Graf Zeppelin" auf einer Photographie, die Professor Moltschanow-Leningrad über dem Südv st gebiet von Rvwaja S e m I j a gemacht hat, ein anscheinend unbeschädigtes Flugzeug von dem "Flugbootthp entdeckt. Professor Weidmann will zusammen mit Professor Moltschanow, der bei ihm zu Gast weilt, die Angelegenheit noch genauer nachprüsen. Gs wird von den Forschern nicht für unmöglich gehalten, dah es sich um daS Flugzeug AmundsenS handelt.
Ein Sprengmeister unter dem Verdacht de» Sprengstoffdiebstahl» verhaftet.
Der Sprengmeister Richter der Grube Golpa der Elektrowerke AD., Berlin, der in Gremmin bei Gräfenhainichen wcchnt, ist unter dem Verdacht deS Sprengstoffdiebstahls verhaftet worden. Da Richter in Verdacht geraten war, dah er heimlich Sprengstoffe bei fette schaffe, wurde bei ihm eine Haussuchung gehalten. Man fand in verschiedenen Verstecken insgesamt 35 Pfund Sprengstoff und xtoe t Rollen Zündschnur. Weiter wurden kommunistische Schriften und kommunistische Mitgliedskarten aufgefunden. Richter, der sofort verhaftet wurde, bestreitet den Diebstahl. Er will nicht wissen, wie der Sprengstoft in sein HauS und in feinen Garten gekommen ist. Die Ermittlungen der Polizei haben noch nicht einwandfrei ergeben, dah es sich um einen politischen Dieb- stcchl handele.
Aus der Provinzialbauptstadt.
Gießen, den 22. August 1931.
Oie rechte Beleuchtung.
Unter meinen Schulkameraden war ein kleiner, schmächtiger Knabe, der — wie man sagt — mit allen Wassern gewaschen war. Sr war mittelmäßig begabt, äußerst sparsam mit seinem Fleiß und hätte eigentlich schon in der Tertia sitzen bleiben müssen. Aber er verstand eS meisterhaft, sein kleines Wissen mit etwas PathoS und Würde in da- rechte Licht zu rücken, dah die meisten Lehrer glaubten, in ihm einen gewissenhaften Schüler au finden. Dor allem konnte er reden, nie prahlerisch ober herausfordernd, sondern immer mit einer fünften Bescheidenheit. Gr konnte sich so natürlich und HSsllch entschuldigen, daß man ihm unbedingt Glauben schenken muhte. Jedenfalls hatte er die besten Augen in der Klasse. SS war ihm möglich, bis über zwei Vordermänner hinweg die Ausgaben ober die Sätze abzuschreiben. Rur ein alter Professor burch- schaute ihn. Als unser Kamerad bei ihm einst eine Stunde Arrest wegen Faulheit erhielt und am Schluh deS Unterrichts mit Tränen in den Augen bat, ihm doch diese Strafe au schenken, da sagte der alte Herr kurz: ,Du schenkst mir auch nichts!'
In der Untersekunda trat unser Freund auS, wurde Kaufmann und Ist heute irgendwo Direktor eines gröberen Werkes. Er ist „ertrag geworben". DaS war vvrauSzusehen: denn er hatte die seltene Gabe, sein kleine- Ich in die rechte Beleuchtung zu rüden, sich so zu stellen, dah alle aufmerksam auf ihn wurden.
Dieser Kamerad, er hieß übrigens Gottlieb, fällt mir immer ein, wenn mir im Leben ein Pechvogel in« Gehege kommt, ein Mensch, der klug und tüchtig ist, aber nicht- au- sich machen kann. Dem erzähle ich dann meisten- von Gottlieb und läge. „Mensch, machs doch auch sol" Aber meistens ist eS vergebliche Mühe. SS ist nicht jedem gegeben, sich in die richtige Beleucht hing zu bringen.
3&>ti Freunde von mir und ich hatten un- einmal um eine Stelle beworben und wurden alle drei elngelaben, unS vorzustellen. Zu gegebener Zeit fanben wir unS ein. Der erste nannte seinen Ramen. bann kam ich, machte meine Verbeugung unb sagte: Schmitz. Unser Freunb aber, der dritte im Bunde, sagte auch Schmitz!, obgleich er Wagner hieß. Der Direktor fragte überrascht: „Heißen Sie auch Schmitz?" Daraus gab e- ein verlegene- Lächeln, und nur stotternd brachte unser Freund heraus, dah er sich versprochen hätte.
Sr bekam die Stelle nicht, ich übrigens auch nicht. Rach seinen Fähigkeiten war aber Wagner unbedingt der erste von unS. Sr tonnte halt nicht- aus sich machen. Sr war ein Pechvogel. Wäre Gottlieb damals bei unS gewesen, so hätte er sicher den Posten erijalten.
So geht es im Leben. Wenn die rechte Beleuchtung fehlt, erscheint alle- verzerrt unb wirkt lange nicht so, wie wenn wir für gute- Licht sorgen, Edelsteine werben von der Menge erst dann al» kostbar anerkannt, wenn sie geschliffen sind. Da- Auge will auch au seinem Recht kommen. Unb wenn bu die Schaufenster betrachtest, dann siehst bu bald, wer von den Kaufleuten die Gabe bat, seine Waren so au ordnen, dah sie auch wirken, dah wir überrascht stehen bleiben, besonders abend-, wenn sich eine Lichtfülle über sie ergießt.
Ober hast bu schon einmal wahrgenommen, wie deine Blumen, die in irgendeiner Ecke deines Zimmer- standen, plötzlich lebendig und ent- »üdenb auf den Besucher wirkten, wenn sie auf den Tisch gestellt werden, damit der milde Glanz des Lichte- auf sie strahlen konnte?
Vor einigen Tagen war ein guter Bekannter bei mir zu Besuch. Am Morgen erschien er plötzlich, da- Gesicht eingefeift, berm er wollte sich rasieren, vor mir und sagte: „Schau doch einmal nach meinen Zähnen, die sind auf einmal so gelb gewordenI" Ich mußte lachen: beim er war immer ein bißchen stolz auf sein tadelloses Gebiß und pflegte e- Tag und Rächt. Wie glänzten seine weihen Zähne im Sommer, al- er braun gebrannt au» den Bergen zurückkaml Unb nun schienen sie wirklich ganz gelb. Ich sagte ihm: „Mach beinen Mund beim Rasieren zu. Sie werden nachher wieder tadello» sein." Gr tat efl, ging in sein Zimmer und sand meinen Au-spruch bestätigt. Ja, da» war die falsche Beleuchtung. Der weihe Seifenschaum war halt doch noch Heller al» seine gepflegten Zähne. Unb wenn man beim Rasieren weihe Zähne haben will, bann muh man Seife nehmen, die braunen Schaum gibt. Da» wäre die rechte Beleuchtung. Da muhte auch er lachen.
Da- sinb Kleinigkeiten, meinst bu? Gewiß! Aber wie oft entstehen gerabe burch diese Kleinigkeiten die schwierigsten Lagen in unserem Leben. Sorge deshalb immer für die rechte Beleuchtung. Du hast Vorteil davon, und deine Mitmenschen schützen dich doppelt. Wir können nicht als Einsiedler durch daS Leben gehen.
Unb wenn du ein rechtschaffener Mann bi ft, der nicht viel auf diese Dinge gibt, bann denke einmal darüber nach, waS unS die Vertreterinnen deS weiblichen Geschlechte» wären, wenn sie e» nicht fast ohne Ausnahme ganz großartig verständen, alle», WaS sie tun und lassen, in die rechte Beleuchtung au rüden.
Mehr will ich hier nicht davon sagen. Ich weiß, warum! Schm.
Gictzener Wochenmarktpreise.
ES kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 140-150, Matte 30-35 Ps. da- Pfund, Sier 9-10 Pf. d. Stück, Käse 10 Stück 60-140 Pf- Wirsing 3—10, Weihkraut 8—10, Rotkraut 10—12, Gelbe Rüben 8—10, Rote Rüben 10—15, Spinat 20-25, Römischkohl 8—10, Dohnen 15—25, ilnter- Kohlrabi 5—6, Erbsen 15—20, Tomaten 15—20, Zwiebeln 10-12, KürbiS 5-6, Pilze 20—25, Kartoffeln 3,5—4, Frühäpfel 12—15, Falläpfel 4—5, Dirnen 10—20, Dörrobst 30—35, Heidelbeeren 20 bi» 25, Pflaumen 10—15, Zwetschen 15—20, Mirabellen 30—35, Reineclauden 10—15, Honig 40—50, Pfirsiche 40 —60, Preihelbeeren 30—35, ‘Brombeeren 30—35, Junge Hähne 90—110, Suppenhühner 90—100 Pfennig das Pfund, Tauben 50—70, Dlumenkohl 30—70, Salat 5—10, Salat- gurfen 10—20, Einmachgurken 2—4, Endivien 10 bi» 15, Ober-Kohlrabi 8—10, Lauch 5—10, Rettich 10-15. Sellerie 10-20 Pf. bas Stück, Ra- dieschen 10—15 Pf. da» Dund, Kartoffeln 3.00 bi» 3.50 Mk. per Zentner.
Vornotizen.
— Tageskalender für SamStag: Mtv.: VfD.-Platz, 15 Uhr, Leichtathletische Iu- genbkämpse. — Lichtspielhaus, Dahnhvsstrahe. „Alraune".
— TageSkalender für Sonntag: Aeimatbercinigung Schiffenberg, Heimattagung, Schiffenberg, 15 älhr. — Äriegeroerein, 15.30 Uhr, gamilienmrfflug nach dem Philosophen Wald. —
Mw.: 8 unb 14 Uhr, Lelchtathletische Wettkämpfe, VfD.-Platz. — RSDAP.: 20.30 Ufrr, Saf< Leib, Oeffentliche Versammlung.
— Au» dem S ta d tt hea t er b u r cau wird uns geschrieben: ..Liede oder Film" (Pierre ou Jack?), da- Erfolgsstück der Mar-Rcinharbt- Bühn« in Wien (Xbcatcr in der IosephSstadt) von Fran^iS de Sroisset, unb „Iulietta kaust sich ein Kind" von Maura und Sierra wurden zur .reich-deutschen Uraufführung von Dr. R. P ras ch für da- Stadttheater Gießen erworben.
•• Aufgehobene Straßensperre, mitgeteilt vom Oberhcssifchen Automobil-Club: Die Sperre der Prooinzialstraße Al»seld — Lauter- bad) (Adlig. Brauerschwend—Neumaar) wird ab 25. Auoufl 1931 aufgehoben.
•• Umarbeitung von M i l i t ä r g e w e h - ren ist verboten. Dom Polizeiamt Gießen wird mitgcteilt: Verschiedene Vorkommnisse der letzten Zeit «eben Dcranlasiung, darauf hinzuwcisen, daß die Umarbeitung eines Militörgewebr» in eine Repe- tierpürschbüchse oder eine Scheibenbüchse nicht gestattet ist. Bei Verwendung von Tellen ehemaliger Militär- Waffen zuIagd-undScheibenbüchsen muß von der zuständigen Behörde geprüft werden, ob diese Teile — es kann sich nur um verschrottetes Material handeln — rechtmäßig vom Reich bzw. vom Beauftragten des Reiches erworben sind. Nur wenn der rechtmäßige Besitz nachgewiesen werden kann, ist die Verwendung von Teilen ehemaliger Militär- Waffen zulässig.
•• Gendarmerie-Personalie. (Benbar- meriekommissar Georg Kissel $u Büdinaen wird mit Wirkung ab 1. September in den Ruhestand versetzt.
*• Der näch ste Rindvieh. (Nutzvieh-) Markt findet am Dienstag, 25. August, und Der nächste Schweinemarkt am Mittwoch, 9. September, statt. Nähere» in der heutigen Bekanntmachung.
•• Die Notgemeinschaft der älteren An- g e ft e 111 e n, Kaufleute und Angehöriger geistiger Berufe in Köln errichtet auch in Gießen eine Zweigstelle und hat mit der Erledigung der Vorarbeiten Herrn Jean W. Herr, Gießen, Roonstraß« 6, betraut. Der Zweck der Gemeinschaft ist, auf dem Wege der Selbsthilfe für die angeschkossenen Mitglieder durch Errichtung von Schreibstuben an allen Plätzen Arbeit»- und damit Derdienstmögsicb. feiten zu schaffen. Dor allem sollen dies« Einrichtungen den älteren abgebauten Angestellten über die schlimmsten Bedrängnisse hinweghelfen, die von keiner Seite aus irgenöeine Unterstützung erhalten. Erledigt werden alle oorkommenden kaufmännischen und technischen Arbeiten entweder in den Schreibstuben selbst oder bei den betreffenden Auftraggebern. Diese Einrichtung hat sich in Köln sehr gut bewährt und wird von allen in Betracht kommenden Kreisen sehr lebhaft in Anspruch genommen. Interessenten erfahren alles Nähere durch die genannte Adresse.
** Dirigententagung de» Hessischen Cfcorblrigenten-Berbanbe». Der „Hessische Chordirigenten-Verband" hält seine diesjährige Hauptversammlung am Samstag, ben 12. unb Sonntag, den 13. September in Worms a. Rh. ab. Neben wichtigen Verbandsangelegenheiten (Der- Handlungsbericht über die Darmstädter Tagung, Jahresbericht, Rechnungsablage, Beratung der Anträge, Dorstandswahl) wird die berufliche Weiterbildung besondere Berücksichtigung finden. Ein mitten in der Chorpraxis stehender, erfahrener Fachmann wird über verschiedene wichtige Fragen des Chorgesangwesens, insbesondere über Stimmbildung sprechen, und in anschließenden Chorproben werden diese Fragen praktisch behandelt und ausgewertet. Die Mitglieder werden vollzählig in der Nibelungen- ftabt erwartet, jedoch sind auch alle dem Verbände nicht angeschlossene Dirigenten eingeladen.
’• Die Ausfluasrückfahrkarten an Mittwochnachmittagen. Im Herbst vorigen Jahre» wurden von der Reichsbahn die sog. Ausflugsrückfahrkarten an Mittwochnachmittagen eingeführt. Diese Karten haben die gleiche Preisermäßigung wie die Sonntagskarten, nämlich ein Drittel des gewöhnlichen Fahrpreises. Die Karten sind als eine Vergünstigung für Städter gedacht, die am Sonntag verhindert find, einen Ausflug zu machen. Sie sind deshalb auch nur in größeren Städten (im Bezirk der Reichsbayndirektion Frankfurt a. M. in Frankfurt, Hanau, Fulda, Gießen unb Offen» bad>) nach bekannten nahegelegenen Ausflugsorten erhältlich. Im Sonntagskarlenoerzeichnis, bas in jedem amtlichen Taschenfahrplan ist, sind diese „Mittwochskarten" besonders bezeichnet. In der letzten Zeit sind diese Verbindungen wiederum ver- mehrt worden, so z. B. fetzt von Frankfurt a. M. nach Aschaffenburg, nach Kahl und Niederrodenbach, von Hanau und Offenbach nach Aschaffenburg u. a. An Wünschen, solche Karten auch von kleineren Orten nach Großstädten einzuführen, hat ee nicht gefehlt. Doch würde dies der Absicht bei der Ein- führung widersprechen, auch haben sich schon weite Kreise z. B. die Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels, gegen eine solche Erweiterung aus* gesprochen, weil befürchtet wird, daß damit eine Abwanderung des Käuferpubsikums in die größeren Städte stattfindet.
Wettervoraussage.
Obwohl bas kräftige Tiefbruckgebiet sich weiter nordöstlich verlagert, so bleibt unser Wetter doch noch unter dem Einfluß der kühlen ozeanischen Luft- massen, die an feiner Rückseite zufließen. Es sind also bei wechselnd-bewölktem Himmel, der sich vorübergehend auch aufheitern dürfte, noch Regen- schauer zu erwarten. Eine wesentliche Besserung ist vorerst nicht erkennen, zumal sich im Westen eine neue Störung bildet, bei deren Herannahen das Wetter wohl etwas milder wird, aber seinen wechselhaften und regnerischen Charakter beibehält.
Vorhersage für Sonntag: Weiterhin unbeständig und zeitweise regnerisch, vorerst noch kühl, später etwas milder.
Lufttemperaturen am 21. August: mittags 16,5 Grad Celsius, abends 13,7 Grad: am 22. August: morgens 13,1 Grad. — Maximum 17,8 Grad, Mini- mum 12.2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 an liefe am 21. August: abends 17,2 Grad: am 22. August, morgens 14 Grad Celsius. — Niederschläge 9,2 nun. — Sonnenscheindauer zwei Stunden.
Reisewetter dienst
Konstanz: 13 Grad, gestern kühl unb unfreundlich. heute morgen Südwestwind, halb bis ganz bedeckt, Witterung-Verlauf feit gestern: veränderlich mit Schauern.
Helgoland: 13 Grad, gestern der Jahres- Acit angemessene Temperaturen, heute morgen Rordwestwind und Regen, gestern veränderlich mit Schauem
Oie Wetterlage.
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Verantwortlich für Lokale»: i. SD. H. L. Neuner.
Sewinnauszug
5. Klasse 37. Preußisch-Sübdeustche (263. Preuß.) Staats-Lottert«
Ohne Gewähr Nachdruck verboten
Auf jede gelogene Nummer sinb zwei gleich hohe Gewinne gefallen, unb zwar |e einer aaf die Lose gleicher Kummer In ben beiden Abteilungen I und II
10. Ziehungstog 20. August 1931
In bet heutigen Bormittags-lehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
9 frttohee p 26000 HL 338147
4 •.t.hme »» 10000 M. 176693 241417
6 ®ewiane «■ 6000 ®U 283736 378931 389814
18 •«rinn. iu 3000 an. 17676 111261 206984 210239 214569 274950 276339 285958 353376
60 ettolnn. ,a 2000 OIL 11892 21769 33619 36290 48865 49349 55111 66537 72682 121329 124632
125607 137648 149666 157020 163136 181871
186080 189447 193174 232440 237236 237626
247920 274665 279329 313966 369679 378221
32U'.i'jO
120 •rt.Hn« |u 1000 HL 1711 3638 16185 19065 88426 39303 46119 51660 63241 77974 88988 97816 101116 108943 117042 117773 126565
139182 141488 144629 147532 161583 153441
153448 176773 181288 181969 185301 186177
186287 20G007 224214 246031 247646 253399
270514 270569 271779 271911 276435 275474
280630 282887 297058 309093 315003 323838
323874 3-10348 346428 350529 372622 372600
374935 381609 385781 386481 395232 396870
308722
176 Ottolwn. n 500 QU. 1352 4464 7789 9379 11006 11435 26965 27266 30069 30072 34006
36727 37308 40043 41872 48373 60967 64920
56761 57193 63265 64663 64976 66862 76025
83459 84810 87582 89393 90107 96231 99269
104028 107298 108186 108662 109046 110566
116674 121016 143224 144063 144781 165119
166020 168796 169677 181869 183008 196682
204799 205731 215491 230556 230869 232399
234198 239046 242833 250874 261633 256416
258470 266913 268861 278294 280723 280923
281338 283346 286708 287777 292075 293492
301874 307400 316079 328943 329280 339299
343675 3-14389 362357 354917 361351 368375
371269 375143
In bet heutigen Nachmittaas-lehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
12 •tfciwn« n 10000 HL 110897 260512
6 ®etoinne ,» 5000 M.
20 ®«Wnne i« 3000 HL 245461 263446 273748
8330 35996 53368 76122
38544 99908 288004
76828 87009 162721
306382 319931 333482
337426
60 »«toinn« n
35261
162872
192645
295196
38028
166803
250637
327280
2000 HL
41194
176464
257706
332383
4670 10061 20086 26844
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271366 283115 288112
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396522
391222
4601 6356 6788 16699
122 e«winnt p> 1000 an.
130615
152845
226612
291823
308925
123270 149591
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302105
150842
209121
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305907
69671
116929 131347 156893
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343405
121222 137909 193269 232068 296069 319648 359806
122608 147909 208617 233767
22233 29339 47976 66160 57176 60274 60904 ----- 74891 76844 81194 93188 96784 113525 ------ ------ ------ 124843 130615
298412 ------ ------ ------
324278 325611 331418 336188
379460 380648 381113 38643t
160278
109507 131665 168263
197826 230038 248192
267741 312934
340027 370031
381685
132262
177308
200305
237731
262988
269358
321851
342384
370895
382229
181838 210132 239517 257849 286183
333240 347188
376924 385298
183901
218948
246081
268956
291194 335141
357561
377686 338965
136595 178050 202743 238680 254856 280778
331551 345306 870928 383835
109135 128900
167767
191780
220552
247428
262426
291428
339123
361376 380777
112305 113227 121193 127636 ------ ------------ 169446
^IBA eetot™ n 500 <m. 2010 14983 19441 21062
21726 22747 23063 26957 27212 27522 29651
30553 30654 33139 60952 50963 64464 60062
67468 67894 79589 83816 86930 87799 99726
390355
Im Gewinnrade verblieben: 2 Drämien guj« 600000, 2 Gewinne zu je 500000, 2 zu je 800000, 2 *u je 200000, 6 zu je 75000, 6 zu je 60000, 22 au fe 25000, 120 zu je 10000, 816 zu je 5000, 632 zu je 8000, 1900 zu je 2000, 8758 zu je 1000. 6186 zu je 500, 18812 zu je 400 Mark.
Abd ulla
68LSV


