Ausgabe 
22.6.1931
 
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In,ner Europa® hi, ^"müssen' jjt pratii j, ? butfe feine Z«n MofnoUfoi en folle.

M- ben europäisch,» zu btin. , .,e Putzer bas unter. ei es- England wirb bewillkommcn

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in Frankreich, bah bit ationalen Ron. licht oetmieben werben >crs weit über ben a n e s hinausgingen. esse sagt.

.) Sie gestrige Abend- live des Präsidenten von ungeheurer erklärt, dieses sm« eingehend ge­

loben übet die Be- schen Angebot» ab- sich um ein Unter- (inanjieüe, fonbera sche Bedeutung habe, einer völlig neuen rifaj liegen.

ist diese neue Politt/ a einen schweren und KmWg unbedeutende z Angebot deS Prä>i- äeressierten Aegierun- ) würde es sich daki Regelung handeln, feit ision desVoung- und die man schüm- jifen könnte, die man les der deutschen 3^ M wolle, der die sm en bestimmten Anruu- :r habe Frankreich echen, und nichts Stimmung geM£ )cbats" erklärt^ > Vorschläge s v>ei ,rm und Durchführung unserer Ansicht _

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WZ HM sSs'- Ursache"

Frankreich nicht in die Aufschiebung der deutschen Reparationszahlungen einwilligen kann.

Zunächst: Wir brauchen sie. Zum anderen: Wenn wir uns aus den amerikanischen Standpunkt stel­len, so würden wir den Bvung- Plan ge­genstandslos machen. Wenn man diese we­sentlichsten Punkte berührt«, bliebe nicht« von dem berühmten Plan übrig, der nicht länger als ein 3ahr in Kraft ist, und der keinen Wert für uns haben würde. Alle Vorteile werden Deutschland zugesprochen. 3m Handumdrehen unter den au- herordentlichen Amständen würde Deutschland die Revision erreicht haben, an der es seit dem Tage der Anterzeichnung gearbeitet hat. Glaubt man in Washinglon, daß der Sieg der politischen Unmoral das letzte Wort der Weisheit sei?

Di, Liberte" schreibt: Frankreich muß auf alle Fälle vorsichtia sein. Zwar must es sich bereit- finden, mit den Vereinigten Staaten auf Herstel­lung der Ordnung der Weltwirtsthaftslaye zusam- menzuarbelten. Aber es darf

seine grundsätzliche Einstellung in der Repara- tlonrsrage nicht ausgeben.

Paris Soir" erklärt: Präsident Hoover ist nicht der Mann, der sich vorwagt, ohne ® a ranticn zu haben. Er ist der Unterstützung der republikanischen Führer und, was noch wichtiger ist, der demokratischen Führer gewiß. Er hat die Än- d ustri eilen und den Handel auf seiner Seite.

/fC e <5oir schreibt: Die Initiative Hoovers ist nur eine vorübergehende Hilfe von geringerer Be­deutung. Andere Maßnahmen sind notwendig, um die Weltwirtschaft wieder in Ordnung zu bringen. Das Problem der Reparationen und der Schulden bleibt auf der Tagesordnung.

Die heutiye Morgenpresfe bespricht den Beschluß Hoovers, wie sich derP o p u l a i r e ausdrückt, mit schlechter Laune und Mißtrauen.

Selbst die radikaleR c p u b l i q u e" schreibt, daß die Aussetzung der Zahlung der geschützten Annuität etwas e r n st e s sei und daß man sich hierzu nicht leichtfertig entschließen würde. Die Politik desWohlstands^ habe die fron» zäsischen Finanzen in einen Zustand gebracht, daß man

franzSsischerseils dem Ausfall einer bedeutsamen Einnahmequelle nicht gleichgültig gegenüber­stehen könne, wenn aber Deutschland bei dieser Gelegenheit aus eine teuere und unheilvolle Politik geheimer, yder offener Rüstungen ver­zichten würde, denn könnten die Rüstungen, die Deutschland bewilligt würden, eine Herab­setzung der französischen Rüstungen zur Folge haben.

So schwer auch das Opfer wäre, das man von Frankreich verlangen würde, so würde das Lcnd es zweifellos annehmen, wenn es darin ein Mittel zur Gewährleistung des Friedens erblicke.

Petit P o r i s t e n" meint, für Den Augen­blick denke Hoover nur an eine Verschiebung der Zahlungen um 1 3ahr. Das sei eine zu kurze Frist, man müsse

eine Zahlungsauvsehung von mindestens zwei Jahren

inS Auge fassen. Die Hauptsache aber sei, daß hie amerikanische Opposition nicht mehr unnach­giebig sei. Man stehe jetzt am Beginn eines Ex­periments, dessen Tragweite noch nicht über­sehen werden könne. Gegenwärtig könne man nur sagen, daß dieses Experiment nur unter Berück­sichtigung der Lebensinteressen Frankreichs un­ternommen werden könne.

QH p t in" errechnet, welche Opfer Frank­reich im Falle der Verwirklichung der Hoover- schen Anregung bringen müßte, und hält Drei Punkte für besonder- wichtig: 1. Frankreich habe Einerlei Vorteil von einem Opscr, das es sozu­sagen unter einem großen moralischen Druck bringen würde. Die Deutschen würden darin nicht eine Bekundung des Entgegenkommens sei­tens Frankreichs sehen. 2. Bedenklich seien nicht die Einstellungen der Zahlungen, sondern die Schwie­rigkeit, sie wieder aufzunehmen. 3. Der geschützte Teil der Reparqtionen habe, vom finanziellen Standpunkt gesehen, einen unantastbaren Cha- rakter: durch die Zahlungsaussetzung würde ihm dieser Charakter genommen werden. Das .Jour­nal- hält

hie Revision bes Poungplans für unvermeiblich,

denn entweder werde das Heilmittel der Aus­setzung der Zahlungen sich nicht als wirksam Herausstellen und wenn die Wirtschaftskrise anhalte, würden die Zahlungen im nächsten Jahre noch unmöglicher sein, oder aber das Heil­mittel der Zahlungsaussetzung - werde sich alS wirksam Herausstellen, und dann sei eS ziemlich natürlich, die Zahlungsaussehung andauern zu lassen.

Avenir" erklärt, Hoover habe daS Recht, die Zahlungen, die Amerika geschuldet seien, ab­zulehnen, aber

nicht das Recht, Frankreich zu zwingen, bah es sich her Summen begebe, hie ihm zukämen, nnb bie Frankreich nolroenbig brauche.

AuchQuotidien" schreibt, Amerika Kime die Rückzahlung der Summen, die eS Europa geliehen habe, aufschieben, sogar streichen, aber Frankreich müsse die Milliarden wieder bekommen, die es ausgegeben habe, um seine verwüsteten Städte und Dörfer wieder aufzubauen.

Echo d« PariS" erwartet, baß di« fran­zösische Regierung beantragen werde, das vor- geschiagene Moratorium auf einer Konferenz zu besprechen, an der alle an den Reparationen interessierten Mächte teilnehmen würden, und daß Garantien ergriffen werden, damit nach Ablaus eines 3ahres. e

aller wieder in bie Orbgang bes Poungplans

eintrete. 3mPo Pula irr" äußert der sio- zialistische Abgeordnete Leon D l u m , die Grunde, die Hoover zu seinem Entschluß bestimmt hätten, feien in dem ilmftanb zu erkennen, daß der amerikanische Präsident zwischen Amerika und den europäischen Staaten das gemeinsame Ge­setz der Solidarität proklamierte. Alli­ierte, Gläubiger oder Schuldner, alle würden an dem gleichen Liebel zugrunde ge-

DerSchiciieiireppelmrasivonHambmgnachVertin

271 Kilometer in 104 Minuten.

Berlin, 21. Juni. Rach dem Start um 3.27 Uhr in B e r g e d o r f bei Ham­burg traf ber Schienenzeppelin Krukenbergs um 5.11 Uhr auf dem Spanbauer Hauptbahnhof ein.

Er halte bie Strecke von 271 Kilo­meter in 1 Stunbe 44 Minuten burchsahren unb einen Durchschnitt von 170 Stundenkilometer erreicht.

Die Höchstgeschwindigkeit betrug 230 Stundenkilometer.

An der Fahrt hatten außer Dr. Kru­kenberg teilgenommen der Mitkon- ltrukteur Diplomingenieur S t e d e f e l d. Der Führer Ingenieur Plack, die Gat­tin Krukenbergs sowie zwei Monteure.

Dr. Krukenbera selbst war von der Fahrt begeistert. Der Brennstoffver­brauch von Berlin bis Hamburg betrug genau 183 Liter, das sind etwa 70 Liter für ICO Kilometer, olfo ungefähr das Doppelte dessen, was ein starker Kraft­wagen verbraucht. Demgegenüber aber würde der Kraftwagen mit nur etwa 60 bis 70 Stundenkilometer fahren und höchstens vier ober sechs Personen be­fördern können, während der Schienen­zeppelin durchschnittlich mit 100 Kilo­meter fährt und habet 24 Personen im Rotfall über 40 Personen befördern kann.

Rach einem halbstündigen Aufenthalt in Spandau setzte sich der Propellerwagen wieder In Fahrt zum Bahnhof Grünewald. Hier hatten sich die Ver­treter der Deutschen Reichsbahn eingefunden, u. a. Präsident Marx und Direktor Dr. D o r p m ü 11 e r. Die Stadt Berlin war durch Stadtbaurat Dr. W a g - n e r vertreten

Zn einer Besprechung mit den Vertretern der

Der Schienenzeppelin Dr. Krukenbergs.

Preste braAte Ingenieur Stedef eld zum Aus­druck, daß her seit 1903 bestehende Schienenwagen, rekord, der damals von Reichest mit 214 Stunden- kilometer ausgestellt worden sei, nunmehr durch diese Fahrt gebrochen wurde.

Von 8 Uhr früh ab wurde der Wagen dem Publikum gezeigt, lieber die Rückfahrt nach Han- nover ist noch nichts Näheres festgelegt: sie dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach am Mittwoch ober Donnerstag erfolgen.

hen, wenn si« sich nicht zur glichen Aufgab« txteiniflten.

Le Populaire" sagt, das Angebot Hoo­vers bedeute, daß Frankreich nicht un­tätig bleiben dürfe, wenn es nicht in der Welt isoliert und verurteilt sein wolle.

Frankreich müsse zwischen einer verständnis­vollen Außenpolitik und den aggressiven Tor­heiten der Parlamentsmehrheit der Marin- Gruppe wählen.

Echo de Paris" gibt eine Erklärung einer ungenannten Persönlichkeit der französischen Regierung zu Hoovers Vorschlag wieder, die französische Regierung habe noch nicht die notwendige K.arbeit über die Modalitäten er­halten. Dcr Ministerrat werde erst am Dienstag zusammen: re ten.

Die französische Regierung wolle hoffen, daß es sich nicht darum handle, die Rechte Frankreichs zu beeinträchtigen, das sich wirtschaftlich nicht in der Doge befinde, auf drei Milliarden Franks zu verzichten, die der Anteil an der geschützten Annuität ausmache.

Sowohl durch den Voungplan als auch durch die im Haag unterzeichneten Abkommen sei ver­einbart worden, daß die geschützte Annuität nicht angelastet werde.

Günstig GiimmunginFfalien

Rom, 22. 3uni. (WTB. Funkspruch.) Wenn auch der amtliche Kommentar zu Hoovers Vor­schlägen noch nicht veröffentlicht ist, so spricht doch alles dafür, daß die öffe'ntliche Meinung 3taliens Hoovers Vorschläge günstig auf­nimmt.

Zustimmung in Genf.

Genf, 22. 3unt. (WTB. Funkspruch.) 3n Völkerbundskreisen werden die Vor­schläge des Präsidenten Hoover warm be­grüßt und als gutes Vorzeichen für die nächst­jährige Abrüstungskonferenz vorgesehen.

Das neue österreichische Kabinett

Wien, 20. Juni. (TU.) Die Verhandlungen Dr. B u r e s ch s führten am Samstag in den Abend­stunden zu einem vollen Erfolg. Das Kabinett

Dr. Karl Duresch, bisher Landeshauptmann von Rlederösterreich.

Buresch ist gebildet. Es setzt sich wie folgt zu- sammen: Bundeskanzler Dr. B u r e s ch, Vizekanzler und Aeußeres Dr. Schober, Innenminister Dr. Winkler, Soziale Verwaltung Dr. Resch, Heeresminister V a u g o i n s, Landwirtschaft D o l - fuß. Unterricht C z e r m a k, Finanzen Dr. Red­lich, Handel H a i n d l, Justiz Dr. Schürff. Der Bundespräsident hat die Ernennung des Ka­binetts bereits vollzogen.

Das Ende der Weimarer Koalition in Hessen.

Darmstadt, 20.Juli. (WSR.) Die Weima­rer Koalition, die leit 1918 unverändert in Hessen bestanden und bisher die Regierung gestellt hat, ist mit dem heutigen Tage beendet worden. Nachdem der Vorstand der Deutschen Etaatspartei in Hessen beschlossen hat, den Abgeordneten Schrei­ber aufzufordern, die Fraktionsgemeinschaft der Demokratischen Vereinigung aufzuheben, haben die Abg. Schreiber (Staatspartei) und Abg. Rei­ber (Radikaldemokrat) heute an das Hessische Land­tagspräsidium ein Schreiben gerichtet, in dem sie mitteilen, daß die seitherige Fraktionsgemeinschaft der demokratisch staatsparteilichen Arbeitsgemein­schaft im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöft worden ist. Staatspartei und Radikaldemokraten fühlen sich durch den Minister K o r e l l nicht mehr in der Regierung vertreten. Eine Veränderung in der hessischen Regierung wird, wie wir erfahren, nicht erfolgen, da der Hessische Land­tag vor Ablauf seiner Legislaturperiode im Herbst nur noch einmal zu einer kurzen Sommertagung Zusammentritt. Außerdem verfügen Sozialdemokra­ten und Zentrum auch ohne die seitherigen Demo­kraten über die einfache Mehrheit im Plenum.

Au« aller Welt.

Legelflug Kronfcldö über den Kanal hin und zurück.

Calais, 21. 3unL (WTB.) Der bekannte Flieger K r o n f e l d ist am Samstagabend 19.30 Ähr mit feinem FlugzeugWiew in Calais zum Fluge über den Kanal gestartet und um 20.30 Uhr in Dover gelandet. Rach einem Aufenthalt von einer Stunde ist er wieder in Dover gestartet und um 22.30 Ahr in Calais gelandet. Kronseld hat damit die Bedingungen des Preisausschreibens derDaily Mail", den Kanal an einem Tage in beiden Richtungen zum ersten Male zu überqueren, erfüllt und errang damit den von dem Blatt für diese Leistung ausgesetzten Preis von 1000 Pfund.

Aus ber Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 22.3 uni 1931.

Oie Gieuermaßnahmen des Staats' kommiffars für Gießen find rechtsgültig

Der Hessische Verwaltungsgerichts­hof in Darmstadt hat am Samstag die Beru­fung des Handelsvertreters H. in Gießen gegen Die Entscheidung des Provinzialausschus- s e s für Oberhessen wegen der Heranziehung zu den am 31. Dezemoer 1930 von dem Staats- k o m m i s s a r s für die Stadt Gießen verfügten erhöhten Gewerbe st euern usw. zurück­gewiesen. Die Begründung des Urteils steht noch aus. Vermutlich haben zu dem Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofs die Bestimmungen der neuesten Notverordnung geführt, nach der sämtliche Maßnahmen der Staatskommissare, selbst wenn sie vor Erlaß der Notverordnung getroffen wurden, Rechtskraft erhalten. Das die Klage abwei­sende Urteil des Prooinzialausschusses für Oberhessen ist damit rechtskräftig geworden.

Bornotizen.

TageskalenderfürMvntaa: Licht­spielhaus Bahnhofstraße: »Tänzerinnen für Süd­amerika gesuchf.

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Als 5. GastspiÄ der Sommerspielzeit hat die 3ntendanz nunmehr ein Errsemb'.e des 3ntirnen Tbeaters Nürnberg zu einem einmaligen Gastspiel verpflichten können. Zur Aufführung gelangt der SchwankFamilie Hannemann" von den beiden auch Gießen besonn­ten Autoren Reimann und Schwarz. Die Rolle

der Tante 3utta spielt Freya Sturmselk Die auch für diese» Gastspiel gellenden ermäßig­ten Sommerpreife werden eS allen Kreisen er­möglichen. sich diesen Schwank anzulehen. Beginn der Vorstellung 20 Ahr, Ende 22 Ahr.

Der Gewerbe-Verein Gießen ver­anstaltet am Donnerstag, 25.3uni, 20 Ahr, im Lase Leib eine Vortragsveranstaltung. in der man sich mit steuerlichen Fragen befassen wird. OberregierungSrat Kabel vorn LandeSfinanzamt Darmstadt wurde als Redner gewonnen und wird über das Thema .Die Abgabe der neuen Vermögenssteuererklärung und ihre Bedeutung für Reich»- unb 2anbe»ftcucm" referieren. 3m Rahmen der Veranstaltung ist eine Beantwortung von schriftlichen und mündlichen Fragen vorge­sehen. Räheres in ber Anzeige vom SamStag.

Taten für Montag 22. Juni

1767: ber Staatsmann Wilhelm von Humboldt in Potsdam geboren; 1861: Admiral Maximilian Graf von Spee in Kopenhagen geboren; 1919: Gründung der Universität Köln.

e

Die.Gehaltskürzungen in Hessen. Durch Verordnung bes Hessischen Gesamtministeri­ums vom 20. 3uni ist die zweite Rotverordnung zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen vom 5. 3uni 1931 auch für bas Laub, bie Gemeinben und bie sonstigen Körperschaften bes öffentlichen Rechts in Hessen zur Anweisung gebracht.

* Veränderungen bei ben Mebi - zinalbehörben. Ernannt wurden der Kreis­arzt. Mebizinalrat Dr. 3afob Schmitt in Groß- Gerau mit der Amtsbezeichnung .Obermedizinal- rat" »um Vortragenden Rat bei dem Ministerium des Innern;, ber Amtsarzt, Medizinalrat Dr. Karl Dinsack in Gießen unter Belassung seiner Amtsbezeichnung .Medizinalrat" zum Kreisarzt bei dem Kreisgefundheitsamt Groß-Gerau; der praktische Arzt l)r. meck. Richard Burger in Lich mit der Amtsbezeichnung .Medizin al rat" zum Amtsarzt bei dem KreisgesundbeitSamt Gie­ßen; der praktische Arzt Dr. med. Adalbert Lu­cius in Hirzenhain mit der Amtsbezeichnung .Medizinalrat" zum Amtsarzt bei dem KreiS- gesundyeitsamt Mainz; sämtlich mit Wirkung vom 1. 3uli 1931.

* Wiederherstellung deS GeorgS- ternpelS. Der Verkehrs- und Verschönerungs­verein, der sich in anerkennenswerter Weise um die Verschönerung und Pflege der Anlagen und Erholungsplähe in der näheren Umgebung un­serer Ctabt bemüht, hat nun wieder etwas voll­bracht, was von feiten ber Einwohnerschaft sicher­lich allgemein begrüßt werben dürfte. Der Ge- orgstempel in der Rähe des Schiffenbergs wurde von dem Verein von Grund aus neu hergerichtet. Bedauerlicherweise war dieser Erholungs- unb Aussichtspunkt sehr in Verfall geraten, er bietet aber jetzt wieder eine Stätte, an ber sich die Aus­flügler wvhlfühlen können. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein hat außerdem ein Wegwei­serschild anbringen lassen, das bie Auffindung dieses etwas versteckt liegenden Erholungspunk- tcs erleichtert. Dem Verein gebührt für die Reno­vierung dieser Anlage alle Anerkennung.

** Die W asserzuf u h r im Goldfisch­teich. Es ist erstaunlich und bedauerlich zugleich, da der Springbrunnen im Goldfischdeich in bet Ostanlage in diesem 3ahre noch nicht in Betrieb gesetzt wurde. Richt nur, daß das Anlagenbild dadurch wesentlich z lungunste i beeinträchtigt wird, erhalten auch die Fische nicht in dem reichlichen Maße Frischwasser, wie in ben Vorjahren. Es wäre zu begrüßen, wenn der Springbrunnen wenigstens während einiger Stunden am Tage in Betrieb gesetzt würde. Die dadurch entstehenden Kosten dürften sicherlich nicht allzuhoch sein unb sollten selbst unter den schwierigen Etatsverhält­nissen der Stadtverwaltung iwch aufgebracht werden.

Wettervoraussage.

Die Wetterlage steht im Zeichen der Hochdruck- brücke, welche sich über Deutschland erstreckt. Schon in den gestrigen Nachmittagsstunden ist infolgedessen die Bewölkung zurückgegangen, und am heutigen Tage herrscht in unserem Bezirk meist heiteres Wetter, wobei die Sonnenstrahlung mehr Tempera­turanstieg bewirkt. Die über dem Nordmeer gelegene neue Störung ist mittlerweile mit ihrem Kern nach Skandinavien gewandert und hat ihre Ausläufer weiter südwärts oorgestreckt. Wenn auch durch sie Bewölkung aufkommt und namentlich die Tempera­turen beeinflußt werden, so dürfte in unserem Ge­biet doch mehr der hohe Druck zur Geltung kommen. Allerdings wird die Ozeanluft nachts noch Abküh. lung verursachen.

Wettervorhersage für Dienstag: Zeitweise bewölkt, sonst aufheiternd, trocken, nachts kühl.

Lufttemperaturen am 21. Juni: mittags 20,1 Grad Celsius, abends 12,7 Grad; am 22. Juni: morgens 12,3 Grad. Maximum 22,5 Grad, Minimum 6,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 21. Juni: abends 20 Grad; am 22. Juni: morgens 14,8 Grad. Sonnenfcheindauer 10)4 Stunden.

Verantwortlich für Politik: i. V. Ernst Blumschein.

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