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loben übet die Be- schen Angebot» ab- sich um ein Unter- • (inanjieüe, fonbera sche Bedeutung habe, einer völlig neuen rifaj liegen.
ist diese neue Politt/ a einen schweren und KmWg unbedeutende z Angebot deS Prä>i- äeressierten Aegierun- ) würde es sich daki Regelung handeln, feit ision desVoung- und die man schüm- jifen könnte, die man les der deutschen 3^ M wolle, der die sm en bestimmten Anruu- :r habe Frankreich echen, und nichts Stimmung geM£ )cbats" erklärt^ > Vorschläge s v>ei ,rm und Durchführung । unserer Ansicht _
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WZ HM sSs'- Ursache"
Frankreich nicht in die Aufschiebung der deutschen Reparationszahlungen einwilligen kann.
Zunächst: Wir brauchen sie. Zum anderen: Wenn wir uns aus den amerikanischen Standpunkt stellen, so würden wir den Bvung- Plan gegenstandslos machen. Wenn man diese wesentlichsten Punkte berührt«, bliebe nicht« von dem berühmten Plan übrig, der nicht länger als ein 3ahr in Kraft ist, und der keinen Wert für uns haben würde. Alle Vorteile werden Deutschland zugesprochen. 3m Handumdrehen unter den au- herordentlichen Amständen würde Deutschland die Revision erreicht haben, an der es seit dem Tage der Anterzeichnung gearbeitet hat. Glaubt man in Washinglon, daß der Sieg der politischen Unmoral das letzte Wort der Weisheit sei?
Di, Liberte" schreibt: Frankreich muß auf alle Fälle vorsichtia sein. Zwar must es sich bereit- finden, mit den Vereinigten Staaten auf Herstellung der Ordnung der Weltwirtsthaftslaye zusam- menzuarbelten. Aber es darf
seine grundsätzliche Einstellung in der Repara- tlonrsrage nicht ausgeben.
„Paris Soir" erklärt: Präsident Hoover ist nicht der Mann, der sich vorwagt, ohne ® a • ranticn zu haben. Er ist der Unterstützung der republikanischen Führer und, was noch wichtiger ist, der demokratischen Führer gewiß. Er hat die Än- d ustri eilen und den Handel auf seiner Seite.
/fC e <5oir“ schreibt: Die Initiative Hoovers ist nur eine vorübergehende Hilfe von geringerer Bedeutung. Andere Maßnahmen sind notwendig, um die Weltwirtschaft wieder in Ordnung zu bringen. Das Problem der Reparationen und der Schulden bleibt auf der Tagesordnung.
Die heutiye Morgenpresfe bespricht den Beschluß Hoovers, wie sich der „P o p u l a i r e“ ausdrückt, mit schlechter Laune und Mißtrauen.
Selbst die radikale „R c p u b l i q u e" schreibt, daß die Aussetzung der Zahlung der geschützten Annuität etwas e r n st e s sei und daß man sich hierzu nicht leichtfertig entschließen würde. Die Politik des „Wohlstands^ habe die fron» zäsischen Finanzen in einen Zustand gebracht, daß man
franzSsischerseils dem Ausfall einer bedeutsamen Einnahmequelle nicht gleichgültig gegenüberstehen könne, wenn aber Deutschland bei dieser Gelegenheit aus eine teuere und unheilvolle Politik geheimer, yder offener Rüstungen verzichten würde, denn könnten die Rüstungen, die Deutschland bewilligt würden, eine Herabsetzung der französischen Rüstungen zur Folge haben.
So schwer auch das Opfer wäre, das man von Frankreich verlangen würde, so würde das Lcnd es zweifellos annehmen, wenn es darin ein Mittel zur Gewährleistung des Friedens erblicke.
„Petit P o r i s t e n" meint, für Den Augenblick denke Hoover nur an eine Verschiebung der Zahlungen um 1 3ahr. Das sei eine zu kurze Frist, man müsse
eine Zahlungsauvsehung von mindestens zwei Jahren
inS Auge fassen. Die Hauptsache aber sei, daß hie amerikanische Opposition nicht mehr unnachgiebig sei. Man stehe jetzt am Beginn eines Experiments, dessen Tragweite noch nicht übersehen werden könne. Gegenwärtig könne man nur sagen, daß dieses Experiment nur unter Berücksichtigung der Lebensinteressen Frankreichs unternommen werden könne.
„QH p t in" errechnet, welche Opfer Frankreich im Falle der Verwirklichung der Hoover- schen Anregung bringen müßte, und hält Drei Punkte für besonder- wichtig: 1. Frankreich habe Einerlei Vorteil von einem Opscr, das es sozusagen unter einem großen moralischen Druck bringen würde. Die Deutschen würden darin nicht eine Bekundung des Entgegenkommens seitens Frankreichs sehen. 2. Bedenklich seien nicht die Einstellungen der Zahlungen, sondern die Schwierigkeit, sie wieder aufzunehmen. 3. Der geschützte Teil der Reparqtionen habe, vom finanziellen Standpunkt gesehen, einen unantastbaren Cha- rakter: durch die Zahlungsaussetzung würde ihm dieser Charakter genommen werden. Das .Journal- hält
hie Revision bes Poungplans für unvermeiblich,
denn entweder werde das Heilmittel der Aussetzung der Zahlungen sich nicht als wirksam Herausstellen — und wenn die Wirtschaftskrise anhalte, würden die Zahlungen im nächsten Jahre noch unmöglicher sein —, oder aber das Heilmittel der Zahlungsaussetzung - werde sich alS wirksam Herausstellen, und dann sei eS ziemlich natürlich, die Zahlungsaussehung andauern zu lassen.
„ Avenir" erklärt, Hoover habe daS Recht, die Zahlungen, die Amerika geschuldet seien, abzulehnen, aber
nicht das Recht, Frankreich zu zwingen, bah es sich her Summen begebe, hie ihm zukämen, nnb bie Frankreich nolroenbig brauche.
Auch „Quotidien" schreibt, Amerika Kime die Rückzahlung der Summen, die eS Europa geliehen habe, aufschieben, sogar streichen, aber Frankreich müsse die Milliarden wieder bekommen, die es ausgegeben habe, um seine verwüsteten Städte und Dörfer wieder aufzubauen.
„Echo d« PariS" erwartet, baß di« französische Regierung beantragen werde, das vor- geschiagene Moratorium auf einer Konferenz zu besprechen, an der alle an den Reparationen interessierten Mächte teilnehmen würden, und daß Garantien ergriffen werden, damit nach Ablaus eines 3ahres. e
aller wieder in bie Orbgang bes Poungplans
eintrete. — 3m „Po Pula irr" äußert der sio- zialistische Abgeordnete Leon D l u m , die Grunde, die Hoover zu seinem Entschluß bestimmt hätten, feien in dem ilmftanb zu erkennen, daß der amerikanische Präsident zwischen Amerika und den europäischen Staaten das gemeinsame Gesetz der Solidarität proklamierte. Alliierte, Gläubiger oder Schuldner, alle würden an dem gleichen Liebel zugrunde ge-
DerSchiciieiireppelmrasivonHambmgnachVertin
271 Kilometer in 104 Minuten.
Berlin, 21. Juni. Rach dem Start um 3.27 Uhr in B e r g e d o r f bei Hamburg traf ber Schienenzeppelin Krukenbergs um 5.11 Uhr auf dem Spanbauer Hauptbahnhof ein.
Er halte bie Strecke von 271 Kilometer in 1 Stunbe 44 Minuten burchsahren unb einen Durchschnitt von 170 Stundenkilometer erreicht.
Die Höchstgeschwindigkeit betrug 230 Stundenkilometer.
An der Fahrt hatten außer Dr. Krukenberg teilgenommen der Mitkon- ltrukteur Diplomingenieur S t e d e f e l d. Der Führer Ingenieur Plack, die Gattin Krukenbergs sowie zwei Monteure.
Dr. Krukenbera selbst war von der Fahrt begeistert. Der Brennstoffverbrauch von Berlin bis Hamburg betrug genau 183 Liter, das sind etwa 70 Liter für ICO Kilometer, olfo ungefähr das Doppelte dessen, was ein starker Kraftwagen verbraucht. Demgegenüber aber würde der Kraftwagen mit nur etwa 60 bis 70 Stundenkilometer fahren und höchstens vier ober sechs Personen befördern können, während der Schienenzeppelin durchschnittlich mit 100 Kilometer fährt und habet 24 Personen — im Rotfall über 40 Personen — befördern kann.
Rach einem halbstündigen Aufenthalt in Spandau setzte sich der Propellerwagen wieder In Fahrt zum Bahnhof Grünewald. Hier hatten sich die Vertreter der Deutschen Reichsbahn eingefunden, u. a. Präsident Marx und Direktor Dr. D o r p m ü 11 e r. Die Stadt Berlin war durch Stadtbaurat Dr. W a g - n e r vertreten
Zn einer Besprechung mit den Vertretern der
Der Schienenzeppelin Dr. Krukenbergs.
Preste braAte Ingenieur Stedef eld zum Ausdruck, daß her seit 1903 bestehende Schienenwagen, rekord, der damals von Reichest mit 214 Stunden- kilometer ausgestellt worden sei, nunmehr durch diese Fahrt gebrochen wurde.
Von 8 Uhr früh ab wurde der Wagen dem Publikum gezeigt, lieber die Rückfahrt nach Han- nover ist noch nichts Näheres festgelegt: sie dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach am Mittwoch ober Donnerstag erfolgen.
hen, wenn si« sich nicht zur glichen Aufgab« txteiniflten.
„Le Populaire" sagt, das Angebot Hoovers bedeute, daß Frankreich nicht untätig bleiben dürfe, wenn es nicht in der Welt isoliert und verurteilt sein wolle.
Frankreich müsse zwischen einer verständnisvollen Außenpolitik und den aggressiven Torheiten der Parlamentsmehrheit der Marin- Gruppe wählen.
„Echo de Paris" gibt eine Erklärung einer ungenannten Persönlichkeit der französischen Regierung zu Hoovers Vorschlag wieder, die französische Regierung habe noch nicht die notwendige K.arbeit über die Modalitäten erhalten. Dcr Ministerrat werde erst am Dienstag zusammen: re ten.
Die französische Regierung wolle hoffen, daß es sich nicht darum handle, die Rechte Frankreichs zu beeinträchtigen, das sich wirtschaftlich nicht in der Doge befinde, auf drei Milliarden Franks zu verzichten, die der Anteil an der geschützten Annuität ausmache.
Sowohl durch den Voungplan als auch durch die im Haag unterzeichneten Abkommen sei vereinbart worden, daß die geschützte Annuität nicht angelastet werde.
Günstig GiimmunginFfalien
Rom, 22. 3uni. (WTB. Funkspruch.) Wenn auch der amtliche Kommentar zu Hoovers Vorschlägen noch nicht veröffentlicht ist, so spricht doch alles dafür, daß die öffe'ntliche Meinung 3taliens Hoovers Vorschläge günstig aufnimmt.
Zustimmung in Genf.
Genf, 22. 3unt. (WTB. Funkspruch.) 3n Völkerbundskreisen werden die Vorschläge des Präsidenten Hoover warm begrüßt und als gutes Vorzeichen für die nächstjährige Abrüstungskonferenz vorgesehen.
Das neue österreichische Kabinett
Wien, 20. Juni. (TU.) Die Verhandlungen Dr. B u r e s ch s führten am Samstag in den Abendstunden zu einem vollen Erfolg. Das Kabinett
Dr. Karl Duresch, bisher Landeshauptmann von Rlederösterreich.
Buresch ist gebildet. Es setzt sich wie folgt zu- sammen: Bundeskanzler Dr. B u r e s ch, Vizekanzler und Aeußeres Dr. Schober, Innenminister Dr. Winkler, Soziale Verwaltung Dr. Resch, Heeresminister V a u g o i n s, Landwirtschaft D o l - fuß. Unterricht C z e r m a k, Finanzen Dr. Redlich, Handel H a i n d l, Justiz Dr. Schürff. Der Bundespräsident hat die Ernennung des Kabinetts bereits vollzogen.
Das Ende der Weimarer Koalition in Hessen.
Darmstadt, 20.Juli. (WSR.) Die Weimarer Koalition, die leit 1918 unverändert in Hessen bestanden und bisher die Regierung gestellt hat, ist mit dem heutigen Tage beendet worden. Nachdem der Vorstand der Deutschen Etaatspartei in Hessen beschlossen hat, den Abgeordneten Schreiber aufzufordern, die Fraktionsgemeinschaft der Demokratischen Vereinigung aufzuheben, haben die Abg. Schreiber (Staatspartei) und Abg. Reiber (Radikaldemokrat) heute an das Hessische Landtagspräsidium ein Schreiben gerichtet, in dem sie mitteilen, daß die seitherige Fraktionsgemeinschaft der demokratisch staatsparteilichen Arbeitsgemeinschaft im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöft worden ist. Staatspartei und Radikaldemokraten fühlen sich durch den Minister K o r e l l nicht mehr in der Regierung vertreten. Eine Veränderung in der hessischen Regierung wird, wie wir erfahren, nicht erfolgen, da der Hessische Landtag vor Ablauf seiner Legislaturperiode im Herbst nur noch einmal zu einer kurzen Sommertagung Zusammentritt. Außerdem verfügen Sozialdemokraten und Zentrum auch ohne die seitherigen Demokraten über die einfache Mehrheit im Plenum.
Au« aller Welt.
Legelflug Kronfcldö über den Kanal hin und zurück.
Calais, 21. 3unL (WTB.) Der bekannte Flieger K r o n f e l d ist am Samstagabend 19.30 Ähr mit feinem Flugzeug „Wiew in Calais zum Fluge über den Kanal gestartet und um 20.30 Uhr in Dover gelandet. Rach einem Aufenthalt von einer Stunde ist er wieder in Dover gestartet und um 22.30 Ahr in Calais gelandet. Kronseld hat damit die Bedingungen des Preisausschreibens der „Daily Mail", den Kanal an einem Tage in beiden Richtungen zum ersten Male zu überqueren, erfüllt und errang damit den von dem Blatt für diese Leistung ausgesetzten Preis von 1000 Pfund.
Aus ber Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 22.3 uni 1931.
Oie Gieuermaßnahmen des Staats' kommiffars für Gießen find rechtsgültig
Der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Darmstadt hat am Samstag die Berufung des Handelsvertreters H. in Gießen gegen Die Entscheidung des Provinzialausschus- s e s für Oberhessen wegen der Heranziehung zu den am 31. Dezemoer 1930 von dem Staats- k o m m i s s a r s für die Stadt Gießen verfügten erhöhten Gewerbe st euern usw. zurückgewiesen. Die Begründung des Urteils steht noch aus. Vermutlich haben zu dem Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofs die Bestimmungen der neuesten Notverordnung geführt, nach der sämtliche Maßnahmen der Staatskommissare, selbst wenn sie vor Erlaß der Notverordnung getroffen wurden, Rechtskraft erhalten. Das die Klage abweisende Urteil des Prooinzialausschusses für Oberhessen ist damit rechtskräftig geworden.
Bornotizen.
— TageskalenderfürMvntaa: Lichtspielhaus Bahnhofstraße: »Tänzerinnen für Südamerika gesuchf.
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Als 5. GastspiÄ der Sommerspielzeit hat die 3ntendanz nunmehr ein Errsemb'.e des 3ntirnen Tbeaters Nürnberg zu einem einmaligen Gastspiel verpflichten können. Zur Aufführung gelangt der Schwank „Familie Hannemann" von den beiden auch Gießen besonnten Autoren Reimann und Schwarz. Die Rolle
der Tante 3utta spielt Freya Sturmselk Die auch für diese» Gastspiel gellenden ermäßigten Sommerpreife werden eS allen Kreisen ermöglichen. sich diesen Schwank anzulehen. Beginn der Vorstellung 20 Ahr, Ende 22 Ahr.
— Der Gewerbe-Verein Gießen veranstaltet am Donnerstag, 25.3uni, 20 Ahr, im Lase Leib eine Vortragsveranstaltung. in der man sich mit steuerlichen Fragen befassen wird. OberregierungSrat Kabel vorn LandeSfinanzamt Darmstadt wurde als Redner gewonnen und wird über das Thema .Die Abgabe der neuen Vermögenssteuererklärung und ihre Bedeutung für Reich»- unb 2anbe»ftcucm" referieren. 3m Rahmen der Veranstaltung ist eine Beantwortung von schriftlichen und mündlichen Fragen vorgesehen. Räheres in ber Anzeige vom SamStag.
Taten für Montag 22. Juni
1767: ber Staatsmann Wilhelm von Humboldt in Potsdam geboren; — 1861: Admiral Maximilian Graf von Spee in Kopenhagen geboren; — 1919: Gründung der Universität Köln.
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•• Die.Gehaltskürzungen in Hessen. Durch Verordnung bes Hessischen Gesamtministeriums vom 20. 3uni ist die zweite Rotverordnung zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen vom 5. 3uni 1931 auch für bas Laub, bie Gemeinben und bie sonstigen Körperschaften bes öffentlichen Rechts in Hessen zur Anweisung gebracht.
*’ Veränderungen bei ben Mebi - zinalbehörben. Ernannt wurden der Kreisarzt. Mebizinalrat Dr. 3afob Schmitt in Groß- Gerau mit der Amtsbezeichnung .Obermedizinal- rat" »um Vortragenden Rat bei dem Ministerium des Innern;, ber Amtsarzt, Medizinalrat Dr. Karl Dinsack in Gießen unter Belassung seiner Amtsbezeichnung .Medizinalrat" zum Kreisarzt bei dem Kreisgefundheitsamt Groß-Gerau; der praktische Arzt l)r. meck. Richard Burger in Lich mit der Amtsbezeichnung .Medizin al rat" zum Amtsarzt bei dem KreisgesundbeitSamt Gießen; der praktische Arzt Dr. med. Adalbert Lucius in Hirzenhain mit der Amtsbezeichnung .Medizinalrat" zum Amtsarzt bei dem KreiS- gesundyeitsamt Mainz; sämtlich mit Wirkung vom 1. 3uli 1931.
* Wiederherstellung deS GeorgS- ternpelS. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein, der sich in anerkennenswerter Weise um die Verschönerung und Pflege der Anlagen und Erholungsplähe in der näheren Umgebung unserer Ctabt bemüht, hat nun wieder etwas vollbracht, was von feiten ber Einwohnerschaft sicherlich allgemein begrüßt werben dürfte. Der Ge- orgstempel in der Rähe des Schiffenbergs wurde von dem Verein von Grund aus neu hergerichtet. Bedauerlicherweise war dieser Erholungs- unb Aussichtspunkt sehr in Verfall geraten, er bietet aber jetzt wieder eine Stätte, an ber sich die Ausflügler wvhlfühlen können. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein hat außerdem ein Wegweiserschild anbringen lassen, das bie Auffindung dieses etwas versteckt liegenden Erholungspunk- tcs erleichtert. Dem Verein gebührt für die Renovierung dieser Anlage alle Anerkennung.
** Die W asserzuf u h r im Goldfischteich. Es ist erstaunlich und bedauerlich zugleich, da der Springbrunnen im Goldfischdeich in bet Ostanlage in diesem 3ahre noch nicht in Betrieb gesetzt wurde. Richt nur, daß das Anlagenbild dadurch wesentlich z lungunste i beeinträchtigt wird, erhalten auch die Fische nicht in dem reichlichen Maße Frischwasser, wie in ben Vorjahren. Es wäre zu begrüßen, wenn der Springbrunnen wenigstens während einiger Stunden am Tage in Betrieb gesetzt würde. Die dadurch entstehenden Kosten dürften sicherlich nicht allzuhoch sein unb sollten selbst unter den schwierigen Etatsverhältnissen der Stadtverwaltung iwch aufgebracht werden.
Wettervoraussage.
Die Wetterlage steht im Zeichen der Hochdruck- brücke, welche sich über Deutschland erstreckt. Schon in den gestrigen Nachmittagsstunden ist infolgedessen die Bewölkung zurückgegangen, und am heutigen Tage herrscht in unserem Bezirk meist heiteres Wetter, wobei die Sonnenstrahlung mehr Temperaturanstieg bewirkt. Die über dem Nordmeer gelegene neue Störung ist mittlerweile mit ihrem Kern nach Skandinavien gewandert und hat ihre Ausläufer weiter südwärts oorgestreckt. Wenn auch durch sie Bewölkung aufkommt und namentlich die Temperaturen beeinflußt werden, so dürfte in unserem Gebiet doch mehr der hohe Druck zur Geltung kommen. Allerdings wird die Ozeanluft nachts noch Abküh. lung verursachen.
Wettervorhersage für Dienstag: Zeitweise bewölkt, sonst aufheiternd, trocken, nachts kühl.
Lufttemperaturen am 21. Juni: mittags 20,1 Grad Celsius, abends 12,7 Grad; am 22. Juni: morgens 12,3 Grad. Maximum 22,5 Grad, Minimum 6,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 21. Juni: abends 20 Grad; am 22. Juni: morgens 14,8 Grad. — Sonnenfcheindauer 10)4 Stunden.
Verantwortlich für Politik: i. V. Ernst Blumschein.
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