Ausgabe 
22.5.1931
 
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I weibliche Ratsuchende hatten höhere Schulbil­dung aufzuweisen, 12 waren schon länger schul­entlassen und 3 standen unter Fürsorgeerziehung. Geprüft wurden auf ihre voraussichtliche Berufs- eignung 23 Knaben und Mädchen, 10 auf be­sonderen Wunsch an Arbeitgeber und Behörden begutachtet und 6 zu einer spezialärztlichen Lln- tersuchung den Universitätskliniken überwiesen. Die männlichen Ratsuchenden äußerten 44, die weiblichen 7 verschiedene Derufswünsche. Sowohl bei Knaben, wie bei Mädchen waren am stärksten dieUnbestimmten" vertreten und dann diejeni­gen, die kaufmännische Berufe wünschten.

Für Knaben kamen 27, für Mädchen 11 offene Lehrstellen zur Reuanmeldung, von ersteren wur­den 35, von letzteren 9 in Lehrstellen vermittelt. Das Angebot von Schreinerlehrstellen ist größer als die Rachfrage, ebenso augenblicklich das von Maler- und Weißbinderlehrstellen. Der Schrei­nerberus wird auffallend wenig begehrt und von den Eltern meist die besonders große Arbeits­losigkeit unter den Schreinern gegen diesen Be­ruf ins Feld geführt. Bei Kaufmannslehrstellen

für Knaben und Mädchen ist die Rachfrage größer als das Angebot. 3m allgemeinen wurden die zu besetzenden Lehrstellen wegen der unsicheren, schlechten Wirtschaftslage sehr spät angemeldet, was die richtige Berufsauslese nicht immer er­leichterte: denn viele Eltern haben aus über­großer Angst, keine Lehrstelle mehr für ihr Kind zu erhalten, allzuschnell auf Aenderung des Be­rufswunsches gedrängt. So kommt es vor, daß manche zu spät angemeldete offene Lehrstelle nicht immer schnell genug mit geeigneten Bewerbern be­setzt werden kann. Die Zahl der Abiturienten, die noch kein passendes Unterkommen gefunden haben, wird immer größer. Sie holen sich Aus­kunft über die verschiedensten Berufsmöglichkei­ten und lassen sich in der Regel für Deamten- anwärterlaufbahnen und kaufmännische Berufe vormerken.

3n den Außenbezirkssprechstunden (Friedberg, Büdingen, Alsfeld, Lauterbach und Schotten) fan­den 68 Beratungen, 55 für Knaben, 13 für Mäd­chen, statt. 13 Knaben und 1 Mädchen wurden in Lehrstellen vermittelt.

Wirtschaft.

Das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen in Hessen.

Aus dem Jahresbericht des Verbandes der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften für 1930 ist ersichtlich, daß trotz verschärfter Krisis der Landwirtschaft sich das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen schnell den veränderten Verhältnissen angepaßt hat und auch in diesen kritischen Zeiten gesund geblieben ist. Das Berichtsjahr brachte die end­gültige Rationalisierung und Verschmelzung der Spitzenverbände: so wurde auch im Rhein-Main- Gebiet mit dem Ziel der späteren Schaffung einer rhein-mainischen Genossenschaftsorganisation zu­nächst eine Teilrationalisierung durchgeführt. Die Zahl der dem Verband angeschlossenen Genossen­schaften stieg in 1930 um 25 auf 1095. Die Zu­nahme entfällt auf die Gruppe der Verwer­tungsgenossenschaften, am stärksten auf die Wilchabsatzgenossenschaften. 3n der starken Gruppe der Kreditgenossenschaften wird die Entwicklung durch weitere erhebliche Zunahme der Einzelmitglieder und Stärkung der eigenen Mittel gekennzeichnet. - Auch das Sparein­lagengeschäft zeigt trotz schlechter Wirt­schaftslage eine befriedigende Weiterentwicklung. Das genossenschaftliche Absatzgeschäft wurde weiter ausgcbaut. Der Schaffung einheitlicher marktgängiger Ware (Standardware) wurde be­sonderes Augenmerk gewidmet. Bei den Mol­kereigenossenschaften st die Anliefe­rung gegenüber 1925 um 48 >zent. Immer mehr Genossenschaften unterstelle.^ sich der War- kenkontrolle. Der Ausbau der Milchabsahorgani- sation schreitet erfreulich weiter. Die Winzer­genossenschaften hatten zum Schlüsse des Ge­schäftsjahres sowohl in preislicher, wie in mengen­mäßiger Hinsicht zufriedenstellenden Absatz. 3n der Gruppe der Ob st- und Gemüsever­wertungsgenossenschaften und hier ins­besondere der Gurkenverwertungsgenossenschaften sind durch enge Bindungen der Mitglieder an die Genossenschaft, durch Sortenauswahl, Regelung der Anbaufläche, scharfe Sortierung und Durch­führung der Lieferpflicht beachtenswerte Erfolge erzielt worden. Die Eier- und Viehver­wertung zeigt gute Ansätze. Der Bericht schließt mit einem starken Bekenntnis zur ge­nossenschaftlichen Sache und mit der >Feststellung, bah von dem Grade der S e I b st h i l f e - e n e'r g i e, gefördert durch eine verständige Staatshilfe, schließlich die Wiedergesundung der deutschen Landwirtschaft abhängt.

Vereinigung -er Beinebsstoff-Iirmen.

Allgemeine Preiserhöhung.

Berlin, 21. Mai. (WTB.) Die in Bochum begonnenen Besprechungen uni er den Betriebs- stoffirmen haben ihren Abschluß gefunden. 3n der heute in Berlin abgehaltenen Versammlung wurde, wie WTD.-Handelsdienst erfährt, die Vereinigung der Betriebs st offir- men gegründet, die eine Geschäftsstelle in Form eines eingetragenen Vereins erhalten hat. An diesen Vereinbarungen sind alle deutschen De- triebsstoffbesellschaften beteiligt.

Gleichzeitig erfahren die Preise für Ben­zin und Benzol mit sofortiger Wirkung eine allgemeine Erhöhung um 1 Pf., die Preise für Gemische einen solchen um 2 Pf., jedoch nicht in

Ostpreußen, wo die Preise, abgesehen von der Stadt Königsberg, unverändert bleiben, äleber- dies hat eine Ausgleichung der Preise dort stattgefunden, wo die Preise durch die beson­deren Weftbewerbsvcr.^äitirisse unverhäl nismäßig gedrückt waren: insbesondere gilt dies für Berlin, Hamburg, die niederrheinischen Großstädte und Frankfurt a. M.

* Verein f ür Chemische Industrie CA G., F r a n k f u r t a. M. Die GV. genehmigte den Abschluß für 1930 mit 5 Prozent Dividende (7 Prozent) auf die Stammaktien und wieder 8 Prozent aus die Vorzugsaktien. Auf Anfragen aus Aktionärkreisen über die voraussichtliche Ge­staltung des Geschäfts im neuen Jahre Hürde von der Verwaltung erklärt, daß die Lage derzeit noch vollkommen undurchsichtig sei, daß besondere Hoff­nungen jedoch unter keinen älmständen gemacht werden könnten, da sich die Verhältnisse gegen­über dem zweiten Halbjahr 1930 bis jetzt nicht gebessert haben.

' Bayerische Motorenwerke AG., München. Der AR. der Bayerischen Motoren­werke AG., München, beschloß, die GV. auf den 25. Juni nach München einzuberufen. Die Bilanz für 1930 weist einen Reingewinn von 509 444 Mk. (1 168 617 Mk.) aus, der einschließlich des Gewinn­vortrages aus 1929 in Höhe von 173 901 Mk. mit zusammeit 683 345 Mk. auf neue Rechnung bor- getragen werden soll.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 22. Mai. Tendenz: knapp behauptet. Die letzte Börse vor der älnterbrechung durch die Feiertage eröffnete wieder eher in et­was schwächerer Haltung, nacydem noch an der Vorbörse infolge der weiteren Entlastung am Ar­beitsmarkt und der erholten gestrigen Reuhorker Börse recht feste Kurse genannt worden waren. Zum amtlichen Beginn machte sich wieder Ver- kaussneigung bemerkbar. Man sprach auch wieder von Verkäufen der Berliner Arbitrage, die aus schwach gewordenen Depots herrühren soll. Die Unternehmungslust war sehr gering, so daß das herauskommende Material nur ju er- mäßigtenKursen ausgenommen wurde. Eine gewisse Unsicherheit bestand wegen der bevor­stehenden Rotverordnung und der ungeklärten in­nerpolitischen und wirtschaftlichen Lage. Bei sehr geringen Umsätzen ergaben sich gegenüber «der Abendbörse überwiegend leichte Kursrück­gänge. Am Chemiemarkt blieben die Kurse knapp behauptet. Clektrowerte stellten sich durch­weg bis 1 Prozent, CH ade um 2 Mk. niedriger. Kaliwerte gelangten je 1 Prozent schwächer zur Rotiz. Zellstoff Waldhof und Karstadt büßten je 0,5 Prozent ein. Am Montanaktienmarkt ge­wannen Rheinische Braunkohlen 2 Proz. Kunst­seideaktien behauptet. Schiffahrtswerte gaben bis 1,5 Prozent nach. Bankwerte konnten sich dage­gen halten. Am Anleihemarkt deutsche und aus­ländische Renten knapp gehalten. Am Pfand­briefmarkt lagen Goldpfandbriefe, die schon seit einiger Zeit unter Druck stehen, weiter etwas schwächer. Liquidationspfandbriefe und Reichs­schuldbuchforderungen blieben etwa behauptet. Im Verlaufe stagnierte der Verkehr fast vollkommen, zuinal die Kulisse über die Feiertage keine Reigung zu Reuengagements zeigte. Die Kurse blieben auf dem ermäßigten Anfangsniveau gehalten. Der Geldmarkt lag im

Hinblick auf den Ultimo etwas steif, so daß der Sah abermals um 0,5 Prozent auf 5 Prozent er­höht wurde. Am Devisenmarft lag Spanien schwach. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1990, gegen Pfund 20,4275, London gegen Reuhork 4,8652, gegen Paris 124,38, gegen Mailand 92,93, gegen Madrid 45,20, gegen Schweiz 25,22, ge­gen Holland 12,1040.

Berliner Börse.

Berlin, 22. Mai. Aehnlich wie gestern, konnte sich auch zu Beginn der heutigen Bör> die sreund- liche Stimmung des Dormittagsverkehrs nicht be­haupten. D:e geringe Unternehmungslust der Spe­kulation vor dem Ultimo und den Feiertagen und das Bestreben der Kundschaft, aus den Engage­ments herauszukommen, war doch stärker als er­wartet wurde. Momente, wie der Rückgang der Arbeitslo'enziffer, das etwas erholte Reuyork von gestern und das immer von neuem erörterte Repa­rationsproblem genügten nicht, um die freund­liche Stimmung zu erhallen. Die Ultimovorberei­tungen, d. h. vor allem die notwendigen Deckun­gen, scheinen schon ziemlich weit vorgeschritten zu sein. So lagen die ersten Dotierungen der heutigen Börse kaum noch gegen gestern verändert. Kleine Abweichungen bis 1,5 Prozent nach oben und unten wurden durch Zufallsorders hervorgerufen. 3m allgemeinen war die U m s a h t ä t i g k e i t ziemlich klein. Allgemeine Lokal- und Kraft, Hugo Schneider und Stoehr notierten heule exklu­sive Dividende. Auf schwächeres Spanien verloren Chade 3 Mark. Deutsche Atlanten erschienen mit Minus-Minus-Zeichen und wurden etwa 5 Proz. niedriger taxiert. Anleihen aböröckelnd. Auslän­der knapp behauptet. Pfandbriefe sehr still und eher schwächer. Re'.chZschiuldbuchforderungen kaum verändert, mittlere Fällig eiten nachgebend. Geld etwas leichter. Tagesgeld 4 bis 6 Proz, die übrigen Sähe unverändert. Der Verlauf litt unter der Zurückhaltung der Spekulation vor den Feiertagen, zumal von den europäischen Auslandbörsen im Verlaufe schwächere Kurse ge­meldet wurden. Es wurde auch bekannt, daß bei einigen Banken anfangs USA. -Qltaterial hevausgekommen war, so daß man auch noch mit weiteren Abgaben von dieser Seite rechnen zu müssen glaubte. Die Hauptwerte erfuh­ren Rückgänge bis 1 Proz. gegen den Anfang, Chade verloren weitere 1,75 Mark. Papiere wie Salzdetfurth, Demberg, Berger und Rordwolle gingen bis 2 Proz. zurück. Deutsche Atlanten ge­langten mit 78,50 Proz. später zur Rotiz.

Berliner Produktenmarkt.

Berlin, 21. Mai. Rach der überwiegend schwächeren Tendenz der letzten Tage machie sich an der heutigen Produktenbörse eine teilweise Er­holung geltend, vor allem lag der Roggen- und Hafermarkt fester. Das Geschäft hat sich allerdings nicht beleben können. Dies trifft insbesondere bei Weizen zu. Das mäßige Inlandangebot alter Ernte nehwen die Mühlen zu fast alten Preisen auf. Das Angebot von Weizen neuer Ernte hat sich bei den gegenwärtigen Preisen merklich verringert und Abschlüsse kommen schwer zustande, da Forderungen und Gebote kaum im Einklang zu bringen sind. Am Lieferungsmarkte hielten sich Die Preisveränderungen in mäßigen Grenzen. Da­gegen setzten die Roggenlieferungspreise bis 1,50 Mark höher ein. Im Promptgeschäft bleibt die Preisbildung ziemlich regulär, da die Provinz­mühlen teilweise beachtlich höhere Preise bewilli­gen als die hiesigen. Weizen- und Roggenmehle sind zu unveränderten Preisen angeboten, haben aber nach wie vor ruhigen Absatz. Am Hafer­markte trat unter Käufen des Konsums eine Be­festigung ein, da die abgegebenen Untergebvte kaum zu Abschlüssen geführt hatten. Der Liefe­rungsmarkt eröffnete vis 3 Mark höher. Gerste ruhig. Es notierten (1000 Kilo): Weizen, mär­kischer 286 bis 288 (unregelmäßig), Mai 290,50 bis 289,50, Juli 295,50 bis 295, Sept. 24k,25 bis 248 (Brief); Roggen, märkischer 199 bis 201 (fester), Mai 205,50 bis 206,50 (Geld), Juli 200,25 bis 201, Sept. 189,75 bis 190; Futter- und In­dustriegerste 227 bis 242 (ruhig); Hafer, märkischer 193 bis 196 (fest), Juli 205,50 bis 206,25, Sept. 177 (Geld). (100 Kilo): Weizenmehl 33,25 bis 38,90 (ruhig); Roggenmehl 26,50 bis 28,50 (ruhig); Weizenlleie 15 bis 15,25 (ruhig); Roggenkleie 14,50 bis 14,75 (ruhig); Biktoriaerbsen 26 bis 31; Futtererbsen 19 bis 21; Peluschken 25 bis 30; Ackerbohnen 19 bis 21; Wicken 24 bis 26; Lu­pinen, blaue 15 bis 16,50; Luvinen, gelbe 22 bis 27; Rapskuchen 9,80 bis 10,20? Leinkuchen 14 bis 14,20; Trockenschnitzel 8,20 bis 8,30; Sojaschrot 12,50 bis 13,80; Speisekartoffeln, weihe 1,80 bis 2.

Lchweinemarkt in Gründern

4- Grünberg, 21. Mai. Der heutige Schweine, markt war mit 721 Ferkeln befahren. Es wurden

folgende Preise erzielt: bis sechs Wochen alte Ferkel 15 bis 18 Mach, sechs bis acht Wochen alte 18 bis 23 Mark, acht bis dreizehn Wochen alte 23 bis 28 Mark. Tendenz: mittel; es verblieb Ueberstand.

Schweincwarkt in Wetzlar.

# Wetzlar, 21. Mai. Der gestrige Schweine- markt war mit 691 Ferkeln und 15 Läufern be­schickt. Das Angebot war weit größer, als die Nach­frage. Der Handel war äußerst schleppend. Es wur­den bezahlt: für fünf bis sechs Wochen alte Ferkel 14 bis 17 Mark, für sieben bis acht Wochen alte 18 bis 22 Mark, für neun bis zehn Wochen alte 24 bis 27 Mark je Stück. Läufer und Springer kosteten je nach Stärke und Qualität 32 bis 45 Mark. Es ver­blieb beträchtlicher Ueberstand.

Schweinemarkt in Marburg.

jl Marburg, 21. Mai. Dem heutigen Schweinemarkt waren 760 Schweine, darun­ter 15 Läufer, zugefahren. Bei schleppendem Han­del kosteten 6 Wochen alte Ferkel 1014, 68 Wochen alte 1418, 813 Wochen alte 1823, und Läufer 3040 Mk. das Stück.

Oberfoeffett

Beileid zum Tode des Abg. Zost.

* Darmstadt, 20. Mal. Staatspräsident Dr. A d e l u n g hat an die Witwe des so plötzlich ver­storbenen Landtagsabgeordneten Jost folgendes Beileidsschreiben gerichtet:

Die Rachricht von dem tötlichen Unglücksfall Ihres Mannes, des Herrn Landtagsabg. Jost, hat mich tief erschüttert. Ich bringe Ihnen aus die­sem Anlaß mein aufrichtiges Beileid zum Aus­druck und darf bitten, auch den Familienangehöri­gen meine herzliche Teilnahme übermitteln zu wollen. Den Verstorbenen habe ich als Politiker und Menschen geschäht. Seine den allgemeinen öffentlichen Interessen geleisteten Dienste haben über die Kreise seiner engeren Gesinnungsfreunde hinaus stets Anerkennung gefunden, insbeson­dere auch seine ruhige und zielklare Art und die Selbstlosigkeit seines Wirkens. Ich werde das Andenken an den Toten stets in hohen Ehren halten."

Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Friedberg.

* Friedberg, 21.Mai. Die Industrie- und Handelskammer Friedberg hielt am Mittwoch aus Anlaß des 70. Geburtstages ihres Präsidenten, Kommerzienrat Langs­dorf, eine Vollversammlung ab. Zu Beginn der Sitzung überbrachte der stellvertretende Vor­sitzende der Kammer, Louis Hirsch, die Glück­wünsche des Präsidiums, der Geschäftsführung und der Kammermitglieder und würdigte in eh­render Weise die Verdienste von Kommerzienrat Langsdorf um die Kammer. Der Jubilar dankte in bewegten Worten für die dargebrachten Ehrungen.

Bei der Behandlung deS- geschäftlichen Teiles wurde die Rechnungsablage für 1930/31 erledigt und der Prüfungsbericht der Rechnungsrevisoren entgegengenommen. Den unter dem Gesichts­punkt äußerster Sparsamkeit aufgestellten Vor­anschlag 1 931/32 erläuterte Syndikus Dr. Göbel in den einzelnen Positionen. Rach ein­gehender Beratung wurde der Voranschlag 1931/32 verabschiedet. Dann wurde die Eintragung von Betrieben ins Handelsregister erneut durchgesprochen. Ebenso beschäftigte sich die Vollversammlung mit der Frage der Schlich­tung von M i e t an g e le gen b e i te n bei gewerblichen Räumen und mit den bei der Vorprüfung zur Geschäftsstenographen­prüfung gemachten Erfahrungen. Abschließend wurden die Abwehrmahnahmen erörtert, die ge­gen das Ueberhandnehrnen des unzu­verlässigen Hausierhandels im Inter­esse der ansässigen Geschäfte zu ergreifen sind.

Landkreis Gießen.

£ Wieseck, 22. Mai. Rachdem der Ge­meinderat vor einigen Wochen die Sportplahfrage durch Bewilligung eines zweiten Sport­plätze« erledigte, ging der hiesige Turnver­ein sofort an die Herrichtung des Platzes, so daß der Sportplatz bereits am vergangenen Sonntag in Benutzung genommen werden konnte. Damit dürfte die Sportplatzfrage für die nächsten Jahre für unsere Gemeinde gelöst fein. Auch der Ten­nisplatz, der der Freien Spielvereinigung in Gießen auf 15 Jahre pachtweise überlassen wurde, geht seiner Fertigstellung entgegen, so daß Sonn- und Feiertags mit einem regen Sportbetrieb ge­rechnet werden muß. Daneben ist inzwischen von hiesigen Geschäftsleuten, den Bedürfnissen ent-

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter Öen Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 o.H.

Jranffuri a. 231.

Berlin

Frankfurt a. X'

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

Banknoten.

c-chluß- furd

Rur»

Schluß» für«

Anfang- Kur«

Echluß-

1-ilhr- flurd

Schluß-

Anfang-

Schluß«

t-llhr-

Schluß-

Anfang-

___________Berlin, 21 .Mai__________

fflnu'rlMnllrfip 'tinbm .....

Geld

Brief

Datum

21.5.

22.5.

21.5.

22.5.

Datum

21.5.

22.5.

21.5.

22.5.

Datum

21.5.

22.5.

21.5.

22.5.

Belgische Roten. ...

Dänische Roten ...

Englische Roten ....

58,21

112,08

20,36

16,39

58,45

112,52

20,44

16,45

6% Deutsche Reichsanleihe

84,25

Hamburg-Amerika Palei ... 7

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8

51

50

50,75

50 75

Bereinigte Stahlwerke .

Otavt Minen......

45

45,5

46

Französische Noten . . .

von 1927 ........

84,9

91

92

16*/.

24,25

23,13

23,13

Holländische Noten ...

168,26

168,94

7% Deutsche Reichsanleihe

99,8

99,9

Hansa Dampsschiss .... 10

72

Kaliwerke AfcherSIeben . .

10

119,5

118,5

120

118,75

Italienische Noten....

22,02

22,10

Deutsche AnI.-Dbiös^Schuld mit

Norddeutscher Lloyd.....8

52

50,5

52

51,4

Kaliwerke Westeregeln . .

10

124

123,5

123,5

123,65

Norwegische Noten . . .

-

112,03

112,47

55,13

55,13

Allgemeine DeutscheEreditanft. 10

Kaliwerke Salzdetfurth . .

16

187

186

187,5

188

Deutsch-Oefterreich, i 100 Schilling

58,93

59,17

Auilos.-Rechlen.......

55,1

55

Barmer Bankverein .... 10

__

_

_

_

Rumänische Noten . . .

2,475

2,495

DeSgl. ohne AuSIos.-Rechte . . 8% Hell. BoUrslaal von 1929 (rückzahib. 102%)......

4,65

94

4,65

94

4,5

Berliner Handelsgesellschaft . 12

Commerz- und Privat-Bank. 11

Darmstädter und Nationalbans 12

110

102,6

123

102,5

110,5

102,5

123

110,25

102,5

123

I. G. Farben-Inbustrte. . Dynamit Nobel .....

12 . 6

132,25

132

132J>

132,75

Schwedische Noten . . . Schweizer Roten .... Spanische Noten ....

...

112,13

80,67

42.09

112,57

80,99

42.18

Oberhcllcn Provinz - Anleihe mit

Deutsche Bank und

SchetdeanfiaU......

120

Tschechoslowakische Noten.

12,40 -

12 46

Aueios^Rechten.......

Deutlche Komm. Sammeiabl.

Dibconto-Gesellschaft, ... 10

Dresdner Bank......10

102

101,5

102

101,5

102,25

101,5

139

102

101,25

139,13

Goldschmidt ......

RütgerSwerke......

. 6

. 6

39,5

46

38,5

46,9

39,5 47

Ungarische Noten

-

73,00

73,30

Anleihe Serie 1.......

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse

53

52,6

ReickSbank ........12

Metallgelellfchast.....

. 8

61

61

61

60

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

XIII unkündbar 613 1934 . . . 7% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe

101

Ll.E.lS............8

Bergmann.........9

39,5

89

89,65

66,5

100,5

89,9

66

101

Philipp Holzmann ....

Zementwerk Heidelberg .

. 7

10

10

72,5

58

71,25

73

21.mal

22. Mai

unkündbar bi« 1932.....

4*4% Rheins,che Hvv.'BanI

95,5

»

Eiektr. LiefenmgSgesellfchast. 10

Amtliche Notierung

Amtliche

Noiterung

90,5

100,5

96,5

Licht und Kraft......10

Reiten & Guilleaume ... IV, Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen .... 10

Hamburger Elektrtztläts-Werke 10 dlbcinhdje Elektrizität .... 9 Schlesische Elektrizität. ... 10 Schlicken L Co.......n

Siemens L Halske.....16

Trantradio.........g

Labmeyer & do...... io

103,5

103,13

102

Wanß & Rreytag ....

. 8

24,5

24,5

23

_

Meld

Brie

Geld

i Brief

8% Br. Londerpsandbriefanstalt, SfanbbrtefeW.it ......

8% Pr Landespfandbriesan stall, Komm^Obl.R. 20......

7% Pr. Landerpfandbriefanstall, Pfandbriefe R. 21......

n.®.®. abg. Bortrtegr-Obiigati» nen. rückzahlbar 1932 .....

100,5

96,5

73

97

97

126,5 145

107

0,5

53

96

126

144

72,25

97,13

100

126 145,25

108,75

40

61,5

68

53

74 96,65

126,13

107

41,4

61,9

67

52

Schultheis Patzenhoser . . Lftwerke........

Aku..........

Bemberg........

ftellftoff Waldhos .... Zellstoff Aschaffenburg . . Charlottenburger Wasser . Dessauer GaS......

. 16 . 12

. 18

. 14 18'/,

. 12 . . 8

. . 9

62,75

75

63

73

132,13

63 75,65 / 74,5 67,5

114,25

23 61,5

39,75 97,9

131,5

62,75

76

74

114

23,5

61,25

39,5

96

Lmft.-RoN. Buen.-Aires Brsi.'Bnkw- Cbristiania. Kopenhagen Stockholm . HelünaforS. Aialien. . . London. . . Vieuuor! .. Baris.... Schweiz .. Spanien. . Japan - . . Rio de Jan-

168,52 1,290

58,35

112,32 112,30

112,43

10,557

21,96

20,403

4,198 16,40

80,89 42,16

2,074 0,289

168,86 1,294 58,47

112,54 112,52

112,65 10,577

22,00 20,443

4,202 16,44 81,05 42,24 2,078 0,291

168,66 1,288

58,375 112,34 112,37 112,48 10,557

21,97 20,411

169,00 1,292

58,495 112,56

112,59. 112,70

10,577

22,01 20,451

1

<% Oefterretchllche ®olörente . . 4,20% Oesterrelchtfche Silberrente 4% Oelierreichische Einheitliche Rente...........

4% Ungarische Boldrentr ....

4% Ungarische StaatSrente v. 1910

2

17,5

15

21,5

2,1

17,65

15 J

21,5

17,7

15,25

Buderus..... .... 6

Deutsche Erdöl ....... 6

Essener Steinkohle ...... 8

Gelsenkirchener.......8

Harpcner ........ v

61,75

Daimler Motoren . . . Deutsche Linoleum . . . Maschinenbau A.-G. . . . Nat. Automobil ..... Orenfkein & Koppel . . . Leonhard Tietz .....

. 0

*. ö . 0 . 6

10

23

62,5

99

4,196 16,406 80,935

41,46 2,074 0,282

4,204 16,446 81,095

41,54

2,078 0,284

-

4*4% desgl. von 1913 ....

Hoesch Eisen........t*4

50

48,5

SvenSka . .....

228

I#,

230

232

58,92

59,04

59,075

12,454

7 402

4% Ungarische Kronenrente . . . 4% Düriische Zollanleihe von 1911

3,4

3,65

3,55

3,55

3,55

7,5

14,5

6,3

Ilse Bergbau ....... io

Klöcknern,erke ........ 7

159

52

158

51,5

158

53

Frankfurter Maschine, . .

. 4

_

_

fc::

12,426

7,386

12,446

7,400

12,334

7,388

4% Türkische Bagdadbahn-Aul.

Serie 1..... . .

4% desgl. Serie 11.......

6% Rumänische vereinh. Rente von 1908 .........

3,4

3,4

7,4

14,25

6,3

3,5 3,65

7,55

14,4

6,35

Löln-Neuesse«........ 7

Mannesmann-Röhre« . . . . 7

ManSselder Bergbau ..... 7

Lberschles. Eisenbedark .... 6

Oberschles. Kokswerke.....7

66,5

29,5

65,75

54,5

66

30

63,5

52,5

66

30,5

64

Gritzner.........

Heyligenftaedt ......

Iunghans.........

Lechwerke.........

Mainkrastwerke Höchst a. .

. 6 . O . 6 . 8 . 8

30

62

115

30,13

Budapest. . Bulgarien. Lissabon . Danzig. . . KonstuUtM. Athen . . Canaoa . . Urii nalz. . L-trv ...

73,105 3,038 18,86 81,60

1,784 5,734 4,190 2,497 20,92

73,245 3,044 18,90

81,76 1,789

5,747 4,198 2,503

20,96

73,13

3,040

18,88

81,61

1,784

5,439

4,192

3,458

20,925

73,27 3,046

18,92 81,77

1,789 5,449

4,200 3,462

20,965

«%% Rumänische vereinh. Rente von 1918 ..........

4% Rumänische vereinh. Karte .

6,1

Phöntz Bergbau......e%

Rheinische Braunkohl« . . 10

Rhein stahl ......... 6

Rtebeck Montan...... 7,2

46

146

148 65

47,5 146

64,75

46,13

147,5

Miag..........

Gebr. Roeder......

Boigt & Haeffner ....

Süddeutsche Zucker ...

10

10 . V

10

1112

Illi

e