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Ser DoranWag der Provinz Oberheffen türlM
Sd2-e4.
3. c6xd5
3. ...
stark
ELIDA KÖNIGIN
Schwarz hat das bessere Spiel erlangt, ober hier gibt er seine Chancen völlig aus der Hand:
des Staates. Weiter ist
Sie kam und siegte durch Preis und Güte
Sine Se4!
29. Te8-d8
30. Le7-c5+
31. Lc5-d6
34.Db7-b8
35. Ld6-e7
36. Le7xd8
37. Kg8-g7
1. e2-e4
2. d2-d4
Weih
Weih Sf6: Bf3.
zugrunde.
34. Sc3-b5
35. Td5-d3
36. Td3xd84-
37. De4-e8+
38. De8Xc6. Aufgegeben.
1. c7-c6
2. d7-d5
nebst Ld3 und 0—0.
4. .. .
5. Sbl —c3
6. Lflxc4
7. Sgl -f3
8. 0-0
9. Lei — f4
10. Lc4-d3
11. Tal -cl
12. Ld3-bl
13. Tfl-el
14. Lf4-e5
15. Ddl—d3. Droht nebst 17. Lxf6.
4. Sg8-f6
5. d5Xc4
6. e7-e6
7. Lf8-c7
8. 0-0
9. Sb8-c6
10. b7-b6
11. Lc8-b7
12. Ta8 —c8
13. Sc6-b4
14. Sb4-d5
Figurgewinn durch 16. Sxd5
21. ...
22. Tel-dl
23. Tel — e2
24. Le5Xg3
25. Dd2-e3
3. e4Xd5. Hiernach erhalt Schwarz nicht die geringsten Schwierigkeiten, chancenreicher gestaltet sich das Spiel nach 3. Sc3 oder 3. e5.
Schwarz war hier in größter Zeitnot.
32. Df4-e4 32. e6xd5
33. Td2xd5 33. Tc8-c6
Die Partie geht an der gefesselten ck-Linie
4. c2—c4. Schafft sich unnützerweise einen vereinzelten d/Bauern, vorzuziehen war daher 4. 813
18. ...
19. Sd2-e4
20. Dd3-d2
15. . . .
16. H2-h3.
16. ...
17. Sf3-d2
18. f2-f3?
war sofort
16. Le7-b4 .
17. Tf8-e8 starke Schwächung, sehr
18. Lb4-f8
19. Lf8-e7
20. Sd5xc3
Weiß.
zieht und setzt in drei Zügen matt. 7 Sterne: Ka; Dd3; Td6, gl; LH4;
Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers".
Problem Nr. 292.
Don Professor 3. R. Deukounn, Budapest.
Schwarz.
Aus der Schachwelt.
In einem gemischten Meisterturnier zu Ahzza siegte der in Aizza ansässige englische Amateur Reilly mit + 6 Punkten vor 2. bis 3. Barah und Rosselli mit 4-571 Punkten; es folgten: Mieses, Dr. Seitz, Snosko-Dorowski und Sir Thomas 4- 47i Punkte, Dr. Dajda 4~37i Punkte imö Duchamp 4~ 17i Punkte.
bemerkenswert, daß wegen der unzu« Betriebsmittel Kassenanlehen,
29. ...
30. d4 —d5
31. Kgl -hl
Schach-Ecke.
Bearbeitet von W. Orb ach.
reichenden _.....
insbesondere für Straßenunterhallungszwecke, Im Betrage von 500 000 Mark erforderlich sind.
22. Le7-h4
23. Sh5-g3
24. Lh4xg3
25. Lg3-h4?
es muhte 25.....Dh4l nebst 26. . , Ta—dB mit
starkem Druck geschehen.
26. Lbl-e4 26. Dd8-d7
27. Dd2-f4 27. Lh4-e7
Rückzug auf der ganzen Linie.
28 Le4xb7 28. Dd7xb7
29. Te2—d2. Sin Fehler wäre sofort d5, wegen exd5 30. TXd5, Lc5 4-1 usw.
•Hie Narrenkappe.
erlitt id Sparren vom RedakttonStisch.
Zahnschmerzen.
Temple Thurston, ein englischer Schriftsteller, wurde von seinem Freunde, dem jungen Bankier Smith, auf der Straße angehalten.
„Ranu, du machst ja ein so böses Gesicht", sagte der Bankier.
„Kunststück! Ich habe schreckliche Zahnschmerzen. Weiht du vielleicht irgendein Mittel?"
„Folge meinem Rat und nimm keine Medizin! Gestern hatte ich auch Zahnschmerzen, ich ging nach Hause zu meiner Frau. Sie gab mir einen Kuh, und meine Zahnschmerzen waren wie ©eg- geblasen."
Thurston sann eine Weile, daim sagte er:
„Besten Dank für deinen Rat! Glaubst du, daß ich deine Frau jetzt zu Hause antreffen werdet ...
(Lust. Bl.)
Die Provinzialoerwaltung hat gestern den Pro- vinzialtagsabgeordneten den V a r a n s ch l aad e r Provinz Oberhessen für das Rech nungsjahr 1931 übermittelt und zugleich den Provinzlaltag zu feiner diesjährigen ordentlichen Sitzung auf den 6. Juni nach Gießen einberufen. Mittelpunkt der Beratungen des Provinzial, tags wird der neue Voranschlag fein.
Der Voranschlag für 1931 schließt in Einnahme und Ausgabe mit je 4 639 800 Mark, aegen 4 074 810 Mark im Vorjahre, ab. Davon entfallen auf die B e t r i e b s r e ch n u n g im Rechnungsjahre 1931 insgesamt 4 306 500 Mark, gegen 3 773 716 Mark im Vorjahre, auf die Vermögcnsrech- n u n g 333 300 Mark, gegen 301 094 Mark im Vor-
21. Se4Xc3. In Frage kam bxc3.
21. Sf6-h5
15. g7-g6 Weiß will Sg4 vermeiden.
Mark). — Finanz. undSteuerwefen: Ein- nahmen 1 313 112 Mark (1496 648 Mark), Ausgaben 15718-5 Mark (160129 Mark). — Betriebs- und Vermögensverwaltung: Einnahmen 410 000 Mark (250 000 Mark), keine Ausgaben. — Kapitalvermögen und Kapitalfchul« den: je 500 000 Mark in Einnahme und Ausgabe.
In der D e r m ö g e n s r e ch n u n g sind in Einnahme und Ausgabe je 333 300 Mark (201 094 Mark) verzeichnet.
Aus dem Kapitel Finanz, und Steuer- wesen ist als besonders bemerkenswert hervarzu- heben, daß aus dem Restestock 80 000 Mark an die Betriebsrechnung überwiesen werden. Die Anteile an Reichssteuern sind aus 250 000 Mark bezisfert, gegen 338 000 Mark im Vorjahre. Die Gesamt- ausgaben belaufen sich auf 4 306 500 Mark, die Einnahmen auf 2474 500 Mark, so daß noch 1 832000 Mark zu decken sind. Diese Deckung soll wie folgt vorgenommen werden: 250 000 Mark Anteile an Reichssteuern, 80 000 Mark aus dem Restestock, 5000 Mark durch Kapitalrückempfang aus den Rücklagen für die bei Uebernahme der Kreisstraßen entstehenden ersten Kosten, 250 000 Mark aus dem Betriebsüberschuß des Wasserwerks Inheiden, 300 000 Mark aus dem Betriebsüberschuß des Ueberlandwerks und 947 000 Mark aus Pro- vinzialumlagen einschließlich der Scnkungszuschusse
Bornotizen.
— Tageskalender fürFreitag:Stadttheater: „Die schöne Galathöe", 20 bis 22 Uhr. Vorher: „Drüderlein fein!". — Giehener Studentenhilfe: Mitgliederversammlung, 20.30 Uhr, Reues Studentenhaus, Lechgcsterner Weg 16. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ein Tango für dich". — Astoria-Lichtspiele: „Polizei".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, letzte Dorstellung im Freitagabonnemcnt mit der Aufführung der komischen Oper „Die schöne Galathie" von Suppe und dem Altwiener Singspiel „Brüderlein fein!" von Leo Fall unter der Spiel- und musikalischen Leitung von Hub-Cuje in der 2e- ehung der Erstausführung. — Am Sonntag, 24. Mai, letzte Fremdenvorstellung der Winter- pielzeit. Zur Ausführung gelangt die komische Oper „Die schöne Galathee" von Suppe und das Singspiel „Brüderlein fein!" von Leo FalL Spielleitung Hub. musikalische Leitung Cuj6. Ermäßigte Opcrettenpreise! Die Intendanz teilt mit, daß die Kasse zu dieser Dorstellung Zehnerkarten und die nur noch bis Schluß der Wintcrspiel-eit gültigen Echauspielgutscheine gegen Zahlung des entsprechenden Ausschlags in Zahlung nimmt Beginn 18.30 Uhr, Ende nach 20.30 Uhr.
*-"EinöffentlicherFernsprech-Auto- mat wird zur Zeit in der Licher Straße oberhalb der Haltestelle der Straßenbahn (gegenüber der Wirtschaft „Zur Stadt Lich") aufgestellt. Hierdurch wird ein lange gehegter Wunsch der Bewohner des neuen Stadtteils „Am Kugelberg" und der zahlreichen Straßenpassanten von der Reichspostverwaltung erfüllt. Die Inbetriebnahme der neuen Fernsprechstelle dürfte schon in den nächsten Tagen er- folgen. ' ~
•• Ein Achtzigjähriger. Der Doten- meister i.R. Aüdreas Göbel, wohnhaft Ebel- strafte 15, begeht am Dienstag. 26. Mai, seinen 80. Geburtstag.
*• Ihren 86. Geburtstag begeht am mor- gigen Samstag, 23. Mai, Frau Karoline Hirsch, wohnhaft Marktstroße 32.
" Hochschulgruppe der Deutschen Dolkspartei. Man berichtet uns: In einem gut besuchten Gruppenabend im Hotel Prinz Karl wurde am Dienstagabend die Hochschulgruppe der Deutschen Dolkspartei an der Universität Gießen neugegründet. Geschäftsführer Heinemann legte eingangs Ziele und Wege der volksparteilichen Hochschulbewegung dar, die eine Erziehungsgemeinschaft sei zur Vermittlung politischer Erziehung im Sinne akademischer Gemeinschaft. Warme Worte der Begrüßung und Beglückwünschung fanden dann der Vorsitzende der Ortsgruppe der DDP., Oberreallehrer Appel, und Frau Landtagsabgeordnete Birnbaum. Diel Beifall riefen die Darlegungen von Hand- werkskammershndikus Röhr hervor, der interessante Erinnerungen aus der Kampfzeit der Iungliberalen vortrug. Rachdem cand. jur. Werner Kaufmann zum 1. Vorsitzenden ernannt worden war, hielt Herr Heinemann ein Referat über baä Thema „Führergeist und Führerwille der jungen Generation". Besonders hervorgehoben feien noch die Darlegungen von cand. jur. Wehgandt als Vertreter der Frankfurter Hochschulgruppe, der eingehend die Grenzlinien zur nationalsozialistischen Bewegung herausschälte, sowie die Ausführungen des Darmstädter HochschulgruppensührerS Kuchenmüller.
** Verhafteter Kautionsschwindler. Der wegen Kautionsschwindeleien polizeilich verfolgte angebliche Ingenieur Dr.- Börner, der durch Anzeigen auch in Gießen einen Tankwart mit Kaution gesucht und dabei eine Anzahl Reflektanten aus Gießen geschädigt hat, wurde gestern in Heppenheim verhaftet. Der angebliche Ingenieur Dr. Börner ift im Wirklichkeit der 34 Iqhre alte verheiratete Kaufmann Georg Oehlschläger, der in Bensheim geboren ist und in Heppenheim wohnt. Mit einem Auto, das seiner Frau gehört, war er ständig in Begleitung eines Mannes namens Friedrich Mann aus Bensheim, der sich aber Mo rgel nannte, unterwegs, um feine Schwindelgeschäfte in verschiedenen Städten, u. a. auch in Frankfurt a.M., zu betreiben. Als O e h l s ch l ä g e r gestern für kurze Zeit mit feinem Auto nach Hause kam, wurde er,auf Veranlassung der Gießener Kriminalpolizei festgenommen und dem Amtsgerichtsgefängnis in Lorsch zu- geführt.
•• Eine Schlägerei spielte sich m der letzten Rächt gegen 1 Uhr in der Rähe von Os- waldsgarten zwischen Reichsbannerangehörigen und Studenten ab. Die Ursache des Streites ist nach dem Polizeibericht von heute früh bis zur Stunde noch nicht genügend bekannt. Im Verlaufe der tätlichen Auseinandersetzung wurden zwei Studenten verletzt, und zwar erhielt einer «ine Verletzung im Racken (anscheinend einen Stich), ein anderer zine Verletzung am Auge. Von den Gegnern der Studenten wurde, soweit bis jetzt bekannt ist, keiner verletzt. Als die Studenten einige Zeit später sich um die Feststellung der Ramen ihrer Gegner bemühten, kamen sie mit Leuten in Berührung, deren Beteiligung an der Schlägerei vermutet wird. Zu dieser Begegnung kam di« Polizei hinzu und nahm bei der Unter« suchung einem Manne zwei Lattenstück« von je etwa 35 Zentimeter Länge und einem anderen Mann« ein etwa einen halben Meter langes Flacheisenstück ab, baö er im Rockärmel versteckt trug. Der Mann mit dem Latten stück, namens Bruno Leverenz. wurde verhaftet, da er im Verdacht steht, bei der Schlägerei beteiligt gewesen zu fein. Den Mann mit dem Flacheisenstück ließen die Polizeibeamlen laufen. Der Vorfall unterliegt zur Zeit noch der pollzei- lichen Untersuchung.
Berliner Börse.
B e r l i n, 22. Mai. (WTB. Funspruch.) Heute, am letzten Tage vor der Unterbrechung durch Pfingsten, war das Geschäft im Frühverkehr außerordentlich ruhig. Kursmäßig ist eher etwas günstigere Stimmung, auch regten der weitere Rückgang der Arbeitslosenziffer und das etwas erholte gestrige Neu- york an.
johre.
In der Betriebsrechnung schließen die einzelnen Kapitel wie folgt ab: Allgemeine Verwaltung: Einahmen 11 448 Mark (im Vorjahre 8728 Mark), Ausgabe 112 928 Mark (im Vorjahre 117 250 Mark). — Polizeiwesen: keine Ein- nahmen, 500 Mark Ausgaben, wie im Vorjahre. — Kunst und Wissenschaft: keine Einnahmen, Ausgaben 11400 Mark (9700 Mark). — Bauwesen: Einnahmen 1 842 300 Mark (1 786 300 Mark), Ausgaben 3 197 000 Mark (3 151 000 Mark). — Allgemeine Förderung der Wirt- schäft: keine Einnahmen, Ausgaben 24840 Mark (28 390 Mark). — Wohlfahrtspflege und Gesundheitswesen: keine Einnahmen, Ausgaben 7007 Mark, wie im Vorjahre. — Anstalten und Einrichtungen: Einnahmen 229640 Mark (232 040 Mark), Ausgaben 295 640 Mark (299 740
Aus -er provinzialhauptfia-t.
Gießen, den 22. Mai 1931.
Sommer-Abonnement im Gießener Stadttheater.
Starker Preisabbau.
Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die Intendanz hat mit Rücksicht auf die schwierige wirtschaftliche Lage eine ungewöhnliche mäßigung der Eintrittspreise für das Sommer-Abonnement oorgenommen. Cs wird, wie in den vergangenen Jahren, auch für diese Saison ein Sommer-Abonnement in Form von sog. 6er-Karten aufgelegt. Bei den 6er- Karten ermäßigt sich der Preis gegenüber der vorjährigen Kategorie bis zu 33j o. H. und bei den ermäßigten Tageskarten bis zu 25o.H. Die 6er- flarten bestehen aus einem Block von 6 Karten, deren Vorteile sich gegenüber den Tageskarten aus bem verbilligten Preis, der Uebertragbarkeit und der beliebigen Verwendung — entweder alle zugleich für eine Vorstellung, oder einzeln zu je einer Vorstellung — ohne weiteres ergeben. Sie können jederzeit nachgelöst werden und binden nicht an einen bestimmten Tag.
Es ist wichtig, zu beachten, daß bei den Tages- karten-Preisen eine Zweiteilung in „Gewöhnliche" und „Ermäßigte" vorgenommen wird, wobei jedoch die „ermäßigten Preise" die Regel bilden werden und die „gewöhnlichen Preise" nur in Ausnahme- fällen — bei besonders kostspieligen Gastspielen — in Ansatz kommen.
Rach diesen bis zur äußersten Grenze erniedrigten Preisen ist es doppelte Pslicht aller Gießener Thea- terfreunbe, auch während dieser Sommermonate durch regen Besuch ihr Theater, zugleich die einzige ständige Bühne der Provinz Oberhessen und dcr Hessischen Landesuniversität, zu stützen und zu erhalten. „Mit dieser Anteilnahme, diss sich in den entsprechenden Einnahmen auswirkt, ist die Weiterführuna des Theaters unlöslich verknüpft." (Aus der Erklärung des Gießener Oberbürgermeisters anläßlich der Etatberatungen für 1931.)
An alle Freunde der Bühnenkunft ergeht daher heute unser Ruf und unsere dringende Bitte, die Vorstellungen unserer diesjährigen Sommerspielzeu zu besuchen und durch ein starkes Abonnement von vornherein zu sichern und zu festigen.
Die Sommer(pielzeit. 1931 wird noch mit einer Premiere des eigenen Ensembles eröffnet. Wie bereits bekannt, hat das Gießener Stadttheater in diesem Jahr zum ersten.Male da- von Abstand nehmen müssen, im Sommer das Kurtheater Bad-Nauheim zu bespielen. Lediglich etatliche Gründe waren hierfür maßgebend und zwingend. Wie hoch seine Leistungen künstlerisck bewertet werden, davon zeugt, daß erst kürzlich von der Kurdirektion Bad-Nauheim an das Gießener Stadttheater eine Einladung ergangen ift, noch vor Schluß seiner Wintersoielzeit anläßlich der Bad- Nauheimer „Nordischen Woche" im Kurtheater mit Strindbergs „Schwanenweiß" zu gastieren.
Der Fortfall einer eigenen Sommerspielzeit bedeutet für das gesamte Personal unserer Bühne durch den völligen, oder teilweisen Wegfall der Gage während dieser spielfreien Monate eine nicht ernst genug zu nehmende soziale Belastung. Um hier im Rahmen des bewilligten Etats wenigstens einigermaßen einen Ausgleich zu schaffen und bewährte Künstler auch weiterhin der Gießener Bühne zu erhalten, hat die Intendanz die diesjährige Gießener Spielzeit von 7} auf 9 Monate verlängert. Diese Maßnahme ermöglicht es außerdem, dem Gießener Stadttheater, wie bisher, seine Sommer- spielzeit zu erhalten und sowohl Ende Mai, wie im Scptenfber mit dem eigenen Ensemble durchzuführen während in den Monaten Juni, Juli, August Gastspiele stattfinden werden. Die starke Verbilligung der Plätze gegenüber dem vorigen Jahre sott daher in der wirtschaftlichen Notlage die Verbindung zwischen dem hiesigen Theater und seinem Publikum aufs stärkste festigen und nicht lockern. Die Möglichkeit des Besuches der Vorstellungen der Sommerspielzeit ist durch diese billige Preisausttel« hing beinahe für jedermann gewährleistet.
Die letzte Premiere des hiesigen Ensembles und zugleich die Eröffnung der Sommerspielzeit ist am 2 6. Mai: Erstausführung von Leo Lenz' neuestem Lustspiel „Ständchen bei Nacht". Es gelten dafür schon die ermäßigten Sommerpreise. Von unseren Sommerabonnenten wird Leo Lenz mit besonderer Freude begrüßt werden, da ja feine „Heimliche Brautfahrt" und „Bettinas Verlobung" auch hier, wie überall, durchschlagende Erfolge waren und immer wieder in den Spielplan ausgenommen werden mußten.
Für die vielen Freunde des Theaters überhaupt, die sich für alles Theatralische auch über die lokalen Verhältnisse hinaus interessieren, wird es von be- fonberem Interesse sein, daß Gießen im Lause der Sommermonate verschiedene Prominente n- Gast spiele bringen wird. Es wird dadurch für jeden Bühnen-Interessenten eine Erweiterung seiner Theaterbildung sich auftun, und die Vergleichsmöglichkeit der verschiedensten Ensembles ergeben neue Perspektiven und vor allem viele Anregung. Durch diese Maßnahmen sollen die verwöhntesten Kreise unserer Theaterbesucher immer stärker- an unsere Bühne fesselt werden. Der Auftakt in den Reihen der Gastspiele bildet eine Aufführung des Berliner Kleinen Theaters mit einer der vorzüglichsten derzeitigen Dialogftüde „Liebe — unmodern", ein Lustspiel von Wilhelm Stert. Die Hauptrolle wird von Grete R e i n w a l d dargestellt, die außer ihrem vorzüglichen Bühnennamen eine bekannte Tonfilmschauspielerin ist.
Im übrigen sei heute schon auf die Anzeige im morgigen „Gießener Anzeiger" aufmerksam gemacht.
Taten für Freitag, 22. Mai.
' Sonnenaufgang 4.27 Uhr, Sonnenuntergang 20.17 Uhr. — Mondaufgang 8.09 Uhr, Monduntergang 0.40 Uhr.
1813: Richard Wagner in Leipzig geboren; — 1848: der Maler Fritz von Uhde in Wolkenburg (Sachsen) geboren; — 1885: der Dichter Victor Hugo in Paris gestorben.
Lösung de- Problems Ar. 289. Don D. Hülsen.
1. Dd4-g4I, Kc6xd5. 2. Dg4-c4-H Sd2xc4. 3.Le2-f3 matt. 1.....Kc6-b7. 2. Dg4-c8+»,
Kb7xc8. 3. Le2-a6 matt. 2.....Kb7-a8.
3. Dc8-c6 matt. 1. . .., Del -hl. 2. Dg4-d7+,
Schwarz 11 Steine: Kg6; Tg7, h7; Lg8, h6; Sg5, h8; Bb7, 14, 15, 17.
Partie Nr. 218.
Die nachstehende Partie wurde ih der 6. Rund« des Hauptturniers zu Bad Gms am 6. April 1931 gespielt.
Carv-Kann» Verteidigung.
Weiß: Präger, Frankfurt a. M.
Schwarz: Schurig, Wiesbaden.
Kc6xd5. 3. Dd7-b7 matt 1.
2. Dg4-d7+ usw.
SN 26-123
d
Brotaufstrich
DIE FEINE PREISWERT WIE KEINE


