Dorwoche) etwa der normalen Beschickung. Dach ruhigem Geschäft verblieb nur geringer Lieberstand Die Preisbesserungen betrugen 1 bis 2 Mark, wobei Ochsen u-ü Färsen mehr Beachtung fanden. Am Kälbermarkt zogen die Preise um 3 bi- 4 Mark an. Da- Geschäft war lebhaft, so daß der Auftrieb glatt geräumt wurde. Die Beschickung de- Schweinemarkte - war mit 6016 Stück zwar etwa- gröber, doch stellten sich trotzdem Prei-erholungen um 2 Mark ein. Am Hauptmarkt gaben die Preise zunächst noch etwa- nach, doch war am Rebenmarkt die Beschickung sehr gering, so dah nach regem Geschäst au-- verkauft und die erwähnte Erholung erzielt wurde. Der S ch a f m a r k t zeigte trotz verminderter Zufuhr noch keine Besserung: nach ruhigem Handel gaben die Preise abermals um 1 Mark nach.
3m einzemen notierten pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 33 bis 36, a2) 29 bis 32, bl) 25 bi- 23. Dullen a) 28 bi« 31,
b) 23 bi- 27. Kühe a) 25 bis 27, b) 21 bl- 24. c) 15 bis 20. Färsen a) 32 biS 35. b) 28 bi« 31.
c, 23 biS 27. Kälber b) 43 bis 46. c) 38 bis 42.
d) 3Z bis 37. Schafe a) 23 bi« 26. b) 19 bi« 22.
c) 15 bis 18. Schweine b) 46 bis 48. c) 46 bis
48, d) 44 bis 47, e) 40 bi« 44, g) 35 bi« 40.
• Der Eisenerzbergbau im Oktober. Ueber die Loge de» Eisenerzbergbaues im Oktober wird berichtet: Im Eisenerzbergbau haben sich För- derung und Absatz nicht gehoben. Im Sieger- länder Gebiet sehen sich infolge Absatzmangels mehrere Gruben gezwungen Vorkehrungen zu treffen den Betrieb für einige Monate stillzulegen. Im Lahn-Dillgebiet einschließlich Ober- Hessen ist eine weitere Verschlechterung bis auf einen Tiefpunkt eingetreten. Eine Reihe von Gruben Hot ihren geringen Absatz ganz oder zum Teil ver- loren.
Der Krach der Berliner Bank für Handel und Grundbesitz.
gewesen sei, die Geschäfte bei der Expansion seiner Bank völlig zu übersehen.
Vorwürfe gegen den Abg. Ladendorff.
Im Zusammenhang mit diesem Bankkrach wird auch der Name des Abgeordneten Karl Laden- d o r f f genannt, der Führer der Landtagsfraktion der Wirtschaftspartei im Preußischen Landtag und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bank ist.
Dem Nachrichtenbureau des DDZ. wird in zuständigen politischen Kreisen erklärt, daß die Wirt- schaftspartei keinerlei geschäftliche Beziehungen zur Bank für Handel und Grundbesitz unterhalten habe und daher als solche durch den Zusammen- bruch nicht berührt werde. Die Bank sei ein reines Prioatunlernehmen. Eine Aeußerung des Aussichts- ratsoorsitzenden Ladendorff soll erst in einigen Tagen erfolgen. Bekannt wird einstweilen nur. daß der Abg. Ladendorff den Vorwurf der Bilanz- fälschung mit der Bemerkung zurückweise, daß seit Aufstellung der Bilanz, allerdings als Folge der oll- Gemeinen Geldnot, die Liegenschaften, die die Sicher- eit der Bank für Handel und Grundbesitz darstellen, im Werte zurückgegangen seien.
Zwei fusionierte Banken mitgeriffen.
WTB. Berlin. 20. Nov. Zwei Banken, die mit der Berliner Bank für Handel und Grundbesitz AG. in Verbindung stehen, haben ebenso wie diese ihre Schalter geschlossen. Es handelt sich dabei um die Barmer Kreditbank AG.. W u p - pertal- Barmen, die heute vormittag, und um die Gewerbcbank AG. Trier, eine eingetragene Zweigniederlassung der Berliner Bank für Handel und Grundbesitz AG., die gestern nachmittag ihre Schalter geschlossen haben.
Nicht in Mitleidenschaft gezogen.
Berlin, 20. Rov. (ERB.) Zum Zusammenbruch der Berliner Dank für Handel und Grundbesitz AG. haben verschiedene Institute Erklärungen über ihre Beziehungen zu der zusammengebrochenen Bank abgegeben. Der Deutsche Genossenschaftsverband teilt mit, daß weder die Berliner Bank für Handel und Grundbesitz, noch der Deutsche Verband für Hausbesihergenos- senschast ihm je als Mitglieder angehört hätten. Das Berliner Pfandbriefamt erklärt, daß seine in üblichem Ausmaß gehaltenen Engagements bei der Bank vollkommen gedeckt seien. Das in seinem Besitz befindliche Aktienpaket der Bank von 100 000 Mt. ist in der Bilanz seit Jahren auf 1 Mk. abgeschrieben. Die Forderung der Mitteldeutschen Bodenkreditan st alt Greiz-Berlin in Höhe von 1,3 Millionen Mk. wird als weit überdeckt angesehen. Die Derwal- tung des Hovad-Bersicherungskon- zerns teilt mit, daß seine Geschäfte durch den Zusammenbruch der Bank nicht beeinträchtigt werden: für seine Bankguthaben sind durch Hinterlegung von Goldpsandbriefen erhebliche Sicherheiten gestellt worden. Der Berliner Htzpo- thekenbankverein und die „Roland", Gemeinnützige Wohnungsbau- und Derwaltungs- G. m. b. H stehen zu der falliten Bank in keinerlei geldlichen Beziehungen. Die Deutsche Realkreditbank AG., Dessau teilt mit, daß sie von der Insolvenz der Bank für Handel und Grundbesitz in keiner Weise betroffen sei, eine gleiche Erklärung gibt die Bank f ü r Handel undGrundbesih inMagdeburg ab. Der Zentralverband Deutscher Haus- und Grundbe- sihervereine, Berlin, teilt mit, daß er und seine Bankinstitute, nämlich die Deutsche Hauptbank für Hypothekenschuh AG. und die Kreditbank Deutscher Haus- und Grundbesitzer AG. an der Berliner Bank für Handel und Grundbesitz weder finanziell, noch rechtlich beteiligt sind und daher von der Schal- terschließung dieses Institutes nicht betroffen werden.
öireffor Seiffert geflüchtet.
Das Dorstandsmitglied der Dank für Han» del und Grundbesitz in Berlin, die.überraschend ihre Zahlungen einstellte, der 43jaorige Direktor Seif f er t, ist geflüchtet. Wohin sich Seiffert, der einen Revolver bei sich hat, gewandt hat, ist zur Zeit noch nicht bekannt. Seiffert soll vor seinem Verschwinden bei einer Berliner Filiale der Deutschen Dank einen Scheck auf 1 50000 Mark vorgelegt und da« Geld gleich an sich genommen haben. Die Staatsanwaltschaft beauftrag e die Kriminalpolizei sofort mit der Rachprüfung dieser Angabe. Sollte die Rachricht zutreffen, so dürfte ein Selbstmord Seifferts höchst unwahrscheinlich sein.Wahrscheinlicher wäre bann, daß er nach der Tschechoslowakei geflüchtet ist. Die Staatsanwaltschaft hat gegen Seiffert Haftbefehl und einen Steckbrief erlassen.
Oer Umfang des Unternehmens.
Die Berliner Dank für Handel und Grundbesitz unterhält in Berlin 23 Zweigstellen, außerdem hat sie noch mehrere Filialen tm Rheinland. Es heißt, daß im ganzen 36 000 Einleger an ihr interessiert sind, die in erster Linie dem gewerblichen Mittelstand angehören. Die Bank Ist 1923 kurz nach der Inflation auf genosfenschaftlicher Grundlage gegründet worben mit bem Zweck, Krebite für den Grunbbesih zu beschaffen. Die Dank hat sich sehr schnell entwickelt, waS sich auch in brr Dilanzsumme zeigt, die von 4,9 auf über 90 Mill. Mk. gestiegen ist. Das Aktienkapital von 2 Mill. Mk. ist dagegen nicht erhöht worden, abgesehen von einer Verstärkung ber Dasis burch 1 Mill. M'. Reserven, die im Laufe ber Iahre angefammcl. würben.
Wie Seiffert wirtschaftete.
Heber die Zustände bei der Dank für Handel und Grundbesitz wird von eingewelhter Seite folgende Darstellung gegeben: Seiffert habe es, gestützt auf die in feinen Händen befindliche Aktienmehrheit, verstanden, sich in den Generalversammlungen jedesmal einen A u f s i ch t s r a t zu wählen, der i h m e i n w i l - liges Werkzeug und ber gar nicht in ber Lage gewesen sei, bie gesetzlichen Kontrollfunktionen zu erfüllen Der Kunbenkreis ber Dank habe sich in den Iahrcn 1924 bis 1927 Haupt- sächlich beswegen so stark vergrößert, weil sie wesentlich höhere Zinsen als andere Dankinstitute zah.te, weshalb auch die Z l n s p o l i t i k Seifferts häufig Gegenstand lebhafter Kritik seitens ber Reichsbank und ber beutschen Großbanken gewesen sei. Schon vor Iahren habe die Geschäftsführung der Dank Anlaß zu Angriffen von feiten örtlicher Hausdesitzervereine gegeben, als nähere Einzelheiten über bie Finanzierung der zufammengebrochenen gemeinnützigen Sied- lungs- und Kriegerheim-Aktiengesellschaft bekanntgeworden seien. Diele Hausbesitzer hatten e« damals beanstandet, daß ihre Depositengelder zur Finanzierung eines derartigen Unternehmens benutzt worden seien. Seisfert und seine Bank seien aber aus diesem Geschäft nicht nur mit einem blauen Auge, sondern sogar noch durch einige glückliche Umstände mit einem Gewinn davongekommen. Bald darauf habe bie Bank für Handel und Grundbesitz die Meh.heit der R a t i o n a I - g i l m-AG. erworben, die sie einige Iahre später an die jetzigen Inhaber Warner Brothers abgestoßen habe Das seien aber nur ewige von den Geschäften gewesen, die diese Dank getätigt habe, obwohl sie völlig abseits von ihrem eigentlichen Geschäftszweck lagen. In eingeweihten Kreisen hatte man Seiffert schon lange den Zusammenbruch seines Hnternchmcns prophezeit, weil er gar nicht mehr in der Lage
Befestigung in Frankfurt.
Frankfurt a. M., 20. Rov. Der heutige telefonische Efsektenfreiverkehr stand vormittag- weiter unter bem Einbruck ber Insolvenz der Berliner Bank für Handel und Grundbesitz, die bereits im gestrigen Rachmittag-oerkehr eine merkliche Abschwächung gebracht hatte. ES erfolgten noch kleine Abgaben der Spekulation, bie. das Kursniveau erneut um etwa 1 Prozent drückten. Gegen Mittag setzte sich jedoch wieder eine Befestigung durch, da die zuerst befürchteten Exe- kutionsverkäufe nicht eintraten. Im Gegenteil, es lagen wieder kleine KauforderS vor, so daß in Verbindung mit Deckungen und Rückkäufen der Spekulation für die führenden Werte, wie I .-G - Farben, Siemens u. a. Kursbesserungen biS zu 2 Prozent zu verzeichnen waren. Die übrigen Papiere blieben vernachlässigt und lagen kaum verändert. Rur Farbenbonds zogen erneut um etwa 1 Prozent an. DaS Geschäft war im allgemeinen ziemlich klein, da eine gewisse Zurückhaltung und Unsicherheit unverkennbar war.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZR.
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Banknoten.
Berlin, 20 Jtoptmbtr
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——
Rcichsbankdlskonl 8
v. h., Lombarbzlnsfuß 10 o. h
(Singefonbf.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden '211titel übernimmt die Redaktion dem
Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Eine Anregung an bie Stadtverwaltung.
Roch hat ber Winter kaum richtig begonnen, und schon drängen sich an den Türen der Einwohner Scharen von hungernden und frierenden Menschen, Männer jeden Alters, unter ihnen so viele nette, anständige Leute, bie nur bie unverschuldete Rot auf biefen Weg geführt hat. Run ist immer bie Frage: .Was tun?“ Man gibt ihnen gern etwas Wärmendes, wenn man es hat, Kaffee, Milch, Suppe, aber man hat keinen Raum, wohin man sie führen kann, man hat doch meist nur eine warme Stube, in der sich das ganze Familienleben abspielt. Hm kein Mißverständnis auflom- men zu lassen: man unterscheibet wohl zwischen biefen Menschen unb den Gewohnheltsbeitlem, bie mit bem Stabtbilb seit Iahren vertraut finb, ben Weibern mit den Zottelmähnen, bie einem von mal zu mal von mehr Kinbern erzählen unb den übelauSsehenden Individuen, die meterweit nach Schnaps duften, denen gibt man längst nichts mehr. Aber wohin mit den andern, ben schlecht getlelbeten unb Frierenben? Gibt es nicht leere Fabrik- ober Geschäftsräume, bie man Heizen könnte, aus benen Wärme st üben zu machen finb, wie anbere Stabte sie haben? Die Stabt könnte boch Marken ausgeben, bie man kaufen kann unb bie biefen warmen Aufenthalt ermöglichen? Marken, gegen bie man bort vielleicht eine Tasse Milch, ober sonst etwas Warmes verabreichen lassen kann, Marken, bie vor allen Dingen biefen armen Menschen ein paar Stunben Aufenthaltsberechtigu n g in warmem Raume geben. Ich glaube, man kann auch hier sagen: wo ein Wille ist, da ist auch ein Wc^.
Spiclplan Der Frankfurter Theater.
Opernhaus- Sonntag, 22. Rovember, 17 bis nach 21.30 Hhr: „Parsifal“. - Montag, 23., 15 30 bis nach 17.30: „Don Pasquale'': 20 bis 23: „Im weißen Rößl". — Dienstag, 24.. 19.30 bis gegen 23: „Boris Godunow". — Mittwoch, 25, 19-30 bis 2230: „Don Iuan". — Donnerstag, 26., 20 bis 22.45: „Der fliegende Holländer". — Freitag, 27., 20 bis 23: „Im weißen Rößl". — Sam-tag,
28.. 20 bis nach 22-30: „Madame Butterfly*. — Schauspielhaus. Sonntag, 22. Rrvember, 15 bis nach 1715 Hhr: ..Strafgesetz". — Sonntag. 22., Dicn.tag. 24 . Mittwoch. 25-, jeweils von 20 bis nach 22-30: „Der Streit um den Sergeanten Grischa". — Montag. 23, Freitag, 27.. Sonntag. 29.. jeweils von 20 b.S nach 22.15 „Bobby weint. Bobby lacht". — Donnerstag. 26., 20 bi« gegen 23: „Der Kaufmann von Venedig". — Samstag, 28-, 20 bis 22, Sonntag. 29., 16 bi« 18: „Emil und die Detektive".
Büchertisch.
— Hans Joachim Moser: Tie Epochen der Musikgeschichte. Im Uebcrblid. Mit vielen Nolendeispielen. Großoktao 202 Sellen. In Gansteinen 7 RM., Düttenumschlag 5 RM. Verlag der I. G. Cotlaschen Buchhandlung Nachs. Stuttgart unb Berlin. (345.) — Der Verfasser führt in diesem Buch den Versuch durch, das bicherige beschick der abendländischen Musik vom Altertum nie zur Jetztzeit ,^u erzählen, so wie er heute ihren Ablauf in den Hauptumrifsen sieht" Uederblickc zu geben, setzt stets zu einer souveränen Beherrschung des Stofflichen eine besondere Fähigkeit zum Durchdringen, Klären und Erkennen der großen Entwicklungszusammenhänge voraus. Für solch eine zusam- mensassende Arbeit konnte zur Zelt kaum eine geeignetere Persönlichkeit unter den deutschen Musikwissenschaftlern das Wort ergreifen als Profesior Moser, der ja schon mit seiner dreibändigen „Geschichte der deutschen Musik" Zeugnis für reiche» Wissen unb selbständiges Urteilen abgelegt hat. Die Darstellung folgt weder vorgesetzten Tendenzen, die etwa dem Stoss Gewalt antun würden, noch sieht Moser die Wandlungen des tonkünstlerischen Schaffens als eine möglichst gesonderte Eigenentwicklung an, sondern er betont ihre innige Verbundenhell mit dem Hauptstrom des jeweiligen geistigen Lebens und folgt darum absichtlich (wie er besonder» hervorhebt) den bisher üblichen altbekannten Epochen- bezeichnungen aus der Kunst-und Literaturgeschichte. Dabei will er der Gefahr gequälter Analogien entgehen, die häufig nur auf Aeuherlichkeiten und Ein- zelheiten zeitstilistischer Haltung hinzielen, denn nach seiner Meinung trifft der „Stil nur immer da» Mittelmaß, die Allzuoielen". Ihm liegt vielmehr daran, bie Äußerungen unb künstlerischen Auswirkungen einer Zeit auf die hinter ihr stehende, einigermaßen gleichartig zu denkende Menschheit zu beziehen: so füllt er die übernommenen stilistischen Begriffe mit greifbarer Realität, zieht die Grenzen zwischen den einzelnen Perioden unb lehrt die Ucbergänge er- kennen. UeberaU deckt er bie treibenden Grundkräfte im Pendelschlag der Entwicklung auf, scheidet streng Zeit- unb Nationalstil unb gewinnt jedem Zeitalter interessante Perspektiven ab. Ständig bemüht er sich, zu einem klaren Urteil über bie jeweilige Zelllag« heranzuführen, ohne dabei in den Fehler formelhafter Abstempelung zu verfallen: da, wo e» auf Grund des vorliegenden Materials sich nicht ermög- lichen läßt, zu einer letzten Erkenntnis vorzudringen, rollt er bie zur Diskussion stehenden Probleme auf, führt zu ihren Wurzeln hin unb wirb so zum An- reger für weiteres Nachdenken unb Klären. Moser faßt seine Ausgabe nicht als eine nüchterne Darbietung bes Stofflichen, jonbern in intuitiver geistiger Schau entwirren sich ihm bie Zusammenhänge oft mit überraschenber Selbstverständlichkeit. Beson- bers bie überaus starke Kraft ber Bildhaftigkeit feiner Sprache vermag oft blitzlichtartig bie Situation zu erhellen, ja, 6eim ersten Lesen mag man vielleicht von ber Kühnheit feiner Ausdruck, weise, bie selbst vor Ausbrücken ber Volkssprache nicht zu- ruckschreckt, betroffen fein; bei weiterer Lc iure wird man um so stärker über bie Treffsicherheit bc» Ausdrucks mit feiner ursprünglichen Unabgegrifftn hell erstaunt sein. Es wäre vielleicht ungerecht, einige Kapitel besonders heroorzuheben: jedoch, was er über romanische Zeit, Gotik unb Renaissance zu sagen weiß, ist so geistvoll, feffelnb, embrlngliA ur.b überaus geeignet, bas Interesse für biefe Zeiträume, deren genauere Kenntnis bisher meist nur engeren Fachkreisen vorbehalten war, bei allen Gebildeten wach werben zu lasten, sofern sie Sinn für historische öebanfengänge haben. Zahlreich« Notenbei- [piek, bie insbefonbere für bie ältere Zelt überaus Treffenbes unb manches bisher nur schwer Zugänglich« bieten, wollen mithclsen beim Erkennen ber Wcsenseigentümlichkeiten ber Entwicklungen unb ihrer Zusammenhänge. — Und wenn bem nachdenklichen Musikfreund mit bem Buche ein Umblick ermöglicht wurde, um all bie lebendige Summe alter unb neuer Musik, bie ihm in Konzert, Oper unb im Hause entgegentritt, gruppenhaft sinngemäß einzuorbnen, so jähe ber Verfasser bie Bestimmung bes Buche» voll- auf erfüllt: bann wäre es bie Musikgeschichte für jebermann, bie ihm vorschwebt, unb bie bas Buch zweifellos auch jebem Gebildeten ju fein vermag. • Dr. H.
(Schluß be» redaktionellen Zell».)
„Maßnehmen beim Maschen" Ja, Maßnehmen ist auch beim Waschen angebracht. Denn wenn es heißt: „Auf drei Eimer Wasser geht immer ein Persilpaket, ist cs doch wichtig zu wisten, wieviel Eimer Wasser ber Kcstel faßt, wenn er gut zur Hälfte gefüllt ist. Man steht sich immer gut, wenn man genau nach Vorschrift verfährt.6609V
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gut gepflegt hält doppelt fo lange!
Waschen Sie Ihre Wollsachen mit dem unvergleichlichen Persil, denn gerade für Wolle eignet sich Persil wundervoll. (Man rechnet einen gehäuften Eßlöffel Persil auf je 2 Liter
kaltes Wasser.) Ohne jedes Reiben entzieht das kalte Persilbad der Wollfaser Schmutz und Flecke und läßt sic wieder farbenfroh, frischduftend und tadellos sauber erstehen!
Persil « Persil
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