Ausgabe 
21.11.1931
 
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»ermesst er Wilhelm Stein als DorstandsmitgNeder hervorgingen.

L Hausen, 19. Rov. Um die auch In unserer Gemeinde in die Wege geleitete Winternot- Hilfe besser durchführen zu können, hat sich der Frauenchor zu einem Frauenverein erwei­tert. Der Dorstand diese- Vereins gehört dem örtlichen Ausschuh für Winternothilfe an. «Line Sammlung von Leoen-mitteln, Kleidungsstücken und Geld durch den Vorstand hatte ein gute- Ergebnis. Die Mitglieder des FrauenvereinS wer­den zu regelmäßigen Frauenaoenden Zusammen­kommen. Der Frauenchor bleibt in der seitherigen Weise bestehen. Der hiesige Sportverein veranstaltete am Sonntag in der Wirtschaft Dörr einen Fomilienabend. Reben ei; ig:ns<ö e.i Reigentänzen kam ein Theaterstück in Form eine- Singspiele- Zur Aufführung, da- dankbare Zu­hörer und viel Beifall sand. Musikalische Dar­bietungen bereicherten da-Programm des Abends.

)( Lich, 20. Noo. (Ein seltenes Jubiläum konnte in diesen Tagen Frau l)ofgartner Junker begehen. Seit 40 Jahren wirkt sie als Helferin im Kindergottesdienst. 15 Jahre lang war sie in Düsseldorf und seit 25 Jahren ist sie in Lich tätig. Trotz ihres hohen Alters unterrichtet Frau Junker auch heute noch jeden Sonntag nachmittag ihre Gruppe im Kindergottesdienst. Sliftsdechant Kahn ehrte aus Anlaß de» Jubiläums die treue Helferin mit einer besonderen Ansprache und dankte ihr für die langjährigen wertvollen D.enste. Ein Lied, von den Kinoern Ehren der Jubilarin gesungen, be- sch' die schlichte, eindrucksvolle Feier.

e Lich, 20. Rov. Hrute vormittag gegen 9.30 Uhr ereignete sich im Sicher Stadtwa d beim ^Baumfällen ein schwerer UnglückSfall, dem leider ein blühendes Menschenleben zum Ovser fiel. Der etwa 25 Jahre alte Arbeiter Chris.ian W e h r u m tourte bei Ho jfcaue arbci en von einem unoer.eyens entgegen der ertoarteten Richtung stürzenden Baume am Kopfe ge­troffen und durch einen SchädelbasiS- brucy so schwer verletzt, dah er bereits nach we­nigen Minuten an der Unglück-stelle verstarb. Der Bedauernswerte, der erst seit l1/* Jahren verheiratet IJl, hinterläht seine junge Frau und ein kleines Kind. Am Donnerstag gegen 12Ubr wurde hier In der Draugasse die 9 Jahre alte Marte H o r st von einem Lastauto ungefäh­ren um> am rechten Arm so schwer ver­letzt. daß sie sofort nach Gießen in die Chirur­gische Klinik verbracht werden mußte. Erfreu­licherweise sind die Verletzungen des Kindes der­art. daß zu Besürchtungen fein Anlaß besteht.

Kreis Friedberg.

O,D u tz b a ch, 20. Noo. Nach dem von der Ober­postdirektion Darmstadt festaestellten Ertrags. crgebnts der Kraftposten ButzbachHochel- heim und ButzbachZicgenberg war in dem abge- lausenen Vierteljahr Juli September ein wesent­licher Fehlbetrag zu verzeichnen, fo daß von den beteiligten Gemeinden (Hochweisel Münster, Langenhain, Niederkleen, Dornholzhamen, Pohl- Göns, Kirch.Göns und Butzbach) die Zahlung der garantierten Zuschüsse beansprucht werden mußte.

KreiS Büdingen.

Rtdda, 20. Rov. Dieser Tage wurde die Haushaltunasschule an der Land­wirtschaftlichen Schule zu Aioda eröffnet. An dem fünfmonatigen Lehrgang nehmen 20 Schü­lerinnen aus den Kreisen Büdingen, Schotten und Gießen teil. In der neuzeitlich eingerichteten Küche erlernen die «Schülerinnen, in Gruppen eingeteilt, da- Kochen. Es stehen hierfür Zwei Kohlenherde und ein elektrischer Herd zur Verfügung. Auch sonst wird von der Elektrizität Im Haushalte weit­gehend Gebrauch gemacht. Die Küchenmubel sind einfach und praktisch und passen sich dem Raum gut an. In einem freundlichen, hellen Speiserauni nehmen die Schülerinnen da- selbst zubereitete Mit._gessen ein. Er dient gleichzeitig als Räh- rauin und enthält zwei neue Nähmaschinen. Als Arbeitsraum steht ferner ein großer Saal mit einem großen Zuschneide- und Bügeltisch zur Verfügung. Hier wird auch gleichzeitig Unterricht erteilt. Neben der praktischen Ausbildung in den verschiedenen Zweigen des Haushaltes erhalten die Schülerinnen noch Unterricht in landwirischast- lia,e.i uno allgemeinb ldende.i Füchrrn. Die Anstalt ist zur Zeit die einzige dieser Art in Oberhessen. Der gute Besuch zeigt, daß das Bedürfnis da­für vorhanden ist. Gerade in der heutigen Zeit muß auch die Landwirtäfrau beruflich ausgebildet sein, um den veränderten Ansprüchen gewachsen zu sein.

Kreis Alsfeld.

* 211 8 f e 1 b, 20. Noo. Die hiesige Gewerbe­schule eröffnete ihren diesjährigen Winterunter- richt unter Leitung des neuen Rektors Müller. Die Schule wirb von 35 Vollschülern besucht, die Schulcrzahl im vergangenen Jahre betrug 69. Der wiirfgang ist auf die wirtschaftlichen schlechten Ver- Haltnisse zurückzuführen. Die Landwirtschaft- l i ch e Schule eröffnete ihren diesjährigen Winter- lchigang mit einer SchülerZahl von 36 gegenüber 3$ Im vorigen Jahre. In Anbetracht der Zettocr- hältnisse ist der Besuch als gut zu bezeichnen.

ll. Merlau. 18.Nov. Wie überall, so wird auch hier in diesem Jahr weniger Holz geschlagen al-sonst. Zum größten Teil wird nu r B r e n n- holZ geschlagen. .Mit dieser Arbeit werden in der Hauptsache nur Wohlfahrt-erwerbslose beauf­tragt

»Suler-dorf. 18. Nov. Zum Rech- n e r der Gemeinde Eulersdorf wurde durch De- meinderatsbeschluß ab 1. November 1931 Johs. ®erbig bestimmt und amtlich verpflichtet.

ch N ie d « r - G e m ü n d e n. 19. Dez. Der Bezirk 2 des -^DundeS Oberhessischer Geflü- SelSÜchter" hielt am Sonntag bet dem De- ZirkSvorsitzenden, Otto Soedle r(Rieder^Demün- bcn). eine außerordentliche Hauptversamm- l u n g ab. Auf der Tagesordnung stand neben allgemeinen Fragen als wichtigster Punkt die Vorbereitung der DezirkSauSstel- lung vom 8. bis 10. Januar 1932 in Homberg. Endtermin für Anmeldung der Tiere ist der 30. Dezember Man hofft, dah etwa 300 Rummem ausgestellt werden. Der hiesige V:rein wird sich allein mit mehr als 60 Nummern beteiligen. Der Bezirk erhält vom Verband Oberhessen für AuS- Sahlung von Leistungspreisen 60 Mark. Damit werden nicht wie seither vier, sondern sechs Leistungspreise vergeben. Jeder Bezirk-Verein be- AaNt für Auszahlung von Leistungspreisen 5 Mk Dme Preise werden au-nahmSweise nur dieses üabr w<b auf Tiere ohne BundeSring gegeben Der.Socdlcr-Srmnerung-prei-" fällt diese- Jahr auf da- beste Tier der Tauben. Unter Verschic- dene- wurden weitere Fragen besprochen Der Vorsitzende erläuterte besonder- die Bewertung der Tiere auf der Schau. Zwecks Besprechung der Tiere verschiedener Rassen wird der hiesige Der-

I Episoden ans dem Kavag- Prozeß.

MSN. Frankfurt a. M., 19. Nov. Wenn Direktor Becker von der Faoag jemand in Frank­furt festhalten wollte, bann kaufte er ihm ein Haus! In der heutigen Verhandlung des Favag-Prozesies erfuhr man, wie sehr sich Direktor Becker bemüht hat, tüchtige Leute der Faoag in Frankfurt zu fes­seln. Sauerbrey erzählte, daß es fein sehnlichster Wunsch gewesen wäre, in die weite Welt hinaus- zugehen. Am liebsten wäre er ins Ausland gegan­gen, und er hätte deshalb die Uebersee-Pläne der Faoag mit Interesse verfolgt. Decker wollte ihn jedoch nicht forllassen und so sei er von ihm i n einen Hauskauf hineingehetzt worden. Das Häuschen hat nicht gerade wenig gekostet, es stelle sich samt der Einrichtung auf etwa 2-50 000 Mark. Dabei muß Becker um dieses Haus sehr besorgt gewesen sein, denn Sauerbrey brauchte sich um die Einrichtung kaum zu kümmern, da sich Becker selbst damit befaßte. So nebenbei erhielt Sauerbrey aus einem Konsortialgewinn 3000 Mark als Zuschuß für das Haus. Wie Dr. Kirschbaum heute mittelste, erinnert er sich an verschiedene Fälle, in denen Becker Angestellte der Faoag auf diese Weise seßhaft machte.

Beachtenswerte Trinkgelder.

Von Zeit zu Zeit wurden bei der Favag be­sondere Konsortien gebildet. Wirtschaft­liche Gründe für die Schaffung solcher Institutio­nen ließen sich bis jetzt nicht erkennen. Ein wirt­schaftlicher Erfolg aus der Konsortialtätigkett kam niemals der Favag zugute, sondern floß auS- nahm'oS in die Taschen der Konsor­tialmitglieder. Das Angenehme dieser Kon- sortialgeschäfte war, daß sie ganz ungefährlich blieben, denn die Konsortien wurden in verschie­

denen Fällen erst dann gebildet, wenn sich die Sachlage genau übersehen ließ, wenn also kein Risiko mehr damit verbunden war. In einem besonderen Falle, vor der Kapilal«hähung im Jahre 1927, wurde ein sog. KurSregulie- rungSkonsortium ins Leben gerufen. Die Gründung-^ormalitäten scheinen sehr einfach ge­wesenzu sein, denn es ist nicht eine einzige schrift­liche Au zeichnung hierüber vorhanden. Der Zweck dieses Konsortiums bestand darin, daß D u m ck e und Becker einen günstigen Kursstand der 5a- vagaktien ausnutzten, um mit dem (Seide der Za- vag-Aktien zu kau en und den Kursgewinn, wie S. heute aussagte, als ,Trinkgelder, wie sie in der Wirtschaft üblich sind", einzustecken.

DaS Konto X.

Für die Konsortialgewinne gab eS in der Favag-Duchhaltung e n besonderes Geheim- ko n t o, das m einem der heute behandelten Fälle den Namen Helios trug. Tatsächlich waren die Inhaber d e es Konto- Dumcke, Becker und Saue dreh. Den Decknamen hatte man vor- sich, gerweise gew.hlt, um die Sache abwälzen zu tönnv.,, iau» oas Konsortialgeschäft schies ge­gangen wäre. Die Frage einer Berlustabwälzung ist aber niemals akut geworden, da die Konsortial- beteiligunaen immer einen Gewinn gebracht haben. DaS Geheimkonto hätte man ebensogut mit Konto X bezeichnen können. Es war nur des­halb nicht geschehen, weil eS sonst in der Buch­haltung hätte auffallen können und man ver­meiden wollte, dah irgend jemand hätte die Frage stellen können, waS unter der geheimnisvollen Bezeichnung zu verstehen wäre.

O.Jl.-'SvOTt

Dem Andenken Der toten Sportler!

Der Totensonntag gemahnt, auch der Opfer des SportS zu gedenken, die die vergangene Saison gefordert hat. Am umfangreichsten ist, wie schon seit einer Reihe von Jahren, die Verlustliste auf dem Gebiete des Maschinensports. Der Rundflug durch Italien hat drei Todesopfer gefordert. Der englische Fliegerleutnant B r i n t o n verunglückte beim Training zum Schneider-Pokalrennen, dessen Gewinner 1930, 2t. Waghorn, schon einige Wochen vorher abstürzte, wahrend der Schnei- derpokal-Flieger Atcherleh in Cleveland beim Figurenfliegen fein Leben lieft.

Im Motorradsport sind so bekannte Fahrer tote Messerschmidt (Stuttgart), Stelzer (Bres­lau), Zaspel, Schminke (Gode-berg) und der Gewinner der englischen Tourist Trophy, Hicks, ums Leben gekommen. 3m Pferdesport sind noch die Todesstürze der beiden beliebten Hindernis­reiter Martin O e r t e l und F. Lüder in Er­innerung, während so bekannte Turspersönlichkei- ten wie Kurt von Tepper-Laski, Graf Ar­nim-Muskau, Hans von Goehen, Landstall­meister a.D. Groscurth, O. von Richt- h o f en und Trainer F. v. Zabeltitz eines na­türlichen Todes starben. Der Hocke^^wrt beklagt das Abe'en des Ceitoifer 3. tematio a en Ar­thur Faber, uno vom Ruderfport tu uer Meister des Jahre- 1892, Leux (Frankfurt) heimgegangen. Groh waren die Verluste im Radsport, der in Werner Krüger seinen populärsten Schritt­macher verlor. Gleich ihm stürzte, ebenfalls auf einer deutschen Bahn, der Holländer C e u t r e - mang zu Tode, während der Franzose Leon Di­dier einer Lungenentzündung erlag. Mit dem holländischen Masseur Kees van Mastwijk ist eine der bekanntesten Erscheinungen im deutschen Eportleben dahingegangen.

Die Leichtathletik hat in Georg Demmler den Begründer der Deutschen Sportbehörde ver­loren, nachdem man bereits in Richard Weid­ner einige Wochen vorher einen verdienstvollen Derwaltungsbeamten zu Grabe getragen hatte. Der amerilanische Diskuswerfer Krenz ertrank beim Baden, während der Hamburger Unger beim Stabhochsprung tödlich verunglückte. Viel zu früh ist die vielseitige Japanerin Kiume H i - t o m i im Alter von nur 25 Jahren gestorben und auch der Magdeburger Wasserballspieler Karl Protze war auf der Höhe seines Könnens angelangt, als er von einem Motorradunfall er­eilt wurde.

Wit Haseloff, Berlin: Kipp, Stuttgart: Ruff, Fürth: und S t ö l t i n g, Altona, sind vier Zuftballer nicht mehr am Leben, die weit über die Grenzen ihrer Vereine bekannt waren und in Simon Rosenberger, Köln, und Guhenz, Essen, hat Deutschland zugleich zwei bekannte Schiedsrichter verloren. Schlieftlich sei auch Kom­merz enrat Reich stein, Brandenburg, und Wil- Helm Berg, Nürnberg, als Sportfabrikanten gedacht.

ein am 27.Dezember im Saale Soedler eine Vorschau ab halten.

Kreis Schotten.

Schotten, 18. Nov. Dem langjährigen ver­dienstvollen Obmann der Krei-iehrerschaft, Lehrer Heinrich Müller (Kölzenhain) wurde eine Leh­rerstelle an der Volksschule zu Michelstadt über- tränen. Schulverwalter Hof serberth (Betzen- rod) wurde nach Seidenbuch (Kreis B:nshcim), Schulverwalter Reu hl (Schotten) nach Betzen- rod, Schulverwalter Zaun (Leidenbuch) nach Schotten verseht. Unter dem Gesichtspunkt ver- mehrten Stellenabbaus haben zur Zeit gerade die früher wenig begehrten Lehrerstellen de- Vogels­bergs größere AnZiehungskrast, weil hier die Aus- sicht vorhanden ist, rascher anacstellt zu werden.

I Gedern, 19. Nov. Seit einigen Jahren be- ficht hier ein PferdeversicherungSver- ein, bei dem die Pferdebesitzer auS fast 30 be­nachbarten hessischen und preußischen Gemeinden ihre Pferde versichert haben. Alljährlich werden die Tiere Zweimal gemustert und ihr Wert neu festgesetzt. Bei der jetzigen Herbsttaxation wurden 348 Tiere voracführt, die sich auf 230 Besitzer verteilen. Die Höhe der 'Versicherungssumme be­trägt 244 330 Mark. In einer gut besuchten Versammlung des Obst- und Gartenbau­verein- gab Obmann Häusel zunächst einen Rudbltd auf die Arbeit de- Verein- in dle'cm 3aftre. Danach wurden im Frühjahr 507 Obst­bäume mit Äarbolineum gdrrint. Von dem Kreis- Obst- und Gartenbauverein Schotten wurde in diesem Jahre erstmalig eine AuStauschstclle für Edelreiser eingerichtet Die hiesige Ort-gruppe

Gevatter Tod hat also auch in diesem Jahre wieder unter den Sportlern eine reiche Ernte ge­halten, aber nicht alle haben als Aktive bei der Ausübung ihres Sports ihr Leben gelassen und das ist für die Notwendigkeit der 2etbe6 Übungen ein wichtiges Moment.

Rausch-Hüfigen siegen in (Stuttgart

Das Stuttgarter Sechstagerennen endete am Donnerstagabend mit dem erwarteten Siege von Rausch-Hürtgen, die ihren in der fünften Nacht errungenen Rundenvorsprung gegen alle Angriffe des Feldes, besonders gegen Buschenhagen-Richli erfolgreich verteidigen tonnten.

Der Schluftstand war folgender: 1. Rausch- Hürtgen 96 P.: eine Runde zurück: 2. Duschen- Hagen-Richll 516 P.: 3. Charlier-Deneef 334 P.: 4. Ehmer-Kroschel 109 P.: Zwei Runden zurück: 5. Peix-Dahen 245 P.: 6. Gilgen-Bühler 222 P.: 7. Funda-Skupinski 134 P.: drei Runden zuruck: 8. Killan-Pürtfeld 208 P.: 9. Tonani-Merlo 147 Punkte. In den 145 Stunden wurden 3316,560 Kilometer zurückgelegt.

Arbeiter-Tui-w und Sportbund.

Am Sonntag ist Gießens Erste zum fälligen Kreisllassensplel In Schwalheim zu Gast. Im Vor­spiel konnte Schwalheim mit viel Glück Sieger werden. Gießen wird auf dem ungewohnten Platz in Schwalheim einen schweren Stand haben und nur bei Einsetzung aller Kräfte Aussichten auf einen Sieg haben.

Wiesecks Erste muft die Reise nach Dorheim (Wetterau) antreten. Auch Wieseck wird in Dor- heim auf einen Gegner treffen, der sich auf eige­nem Platz nur sehr schwer schlagen lassen wird.

Ein interessantes Treffen dürfte da- Sdiel Heu­chelheim I gegen Naunheim I in H uchelhclm sein. 3m Vorspiel muftte Heuchelheim eine 7 ^-Nieder­lage hinnehmen. Mit Spannung wird man des­halb dem kommenden Spiele entgegensehen, da Heuchelheim alles hergeben wird, die erlittene Schlappe auszugleichen, doch wird man den Gästen ein Plus zusprechen dürfen.

In Burkhardsfelden wird Drohen-Dusecks Erste Zum rückständigen Serienspiel zu Gast sein. Hier durften zwei gleichstarke (Gegner ihre Kräfte messen.

Groften-2lnden l hat zum letzten Serienspiel Oberndorf 1 -um ©einer. Den Plahbesitzern fehlt Zur Gruppenmeisterschaft nur ein Punkt. Sie wer­ben deshalb in diesem Spiele alles hergeben, um die Meisterschaft sicher zu stellen.

Watzenborn- Zweite ist in Grünberg zu Gast und wird gegen die dortige 2. Mannschaft wohl Sieger bleiben.

Handball.

^Wieseck erwartet Zum Freundschaftsspiel die Mannschaft von Gamvach. Die Platzbesitzer dürf­ten die besseren fein. ,

vermittelte für ihre Mitglieder etwa 700 Reiser bester Standardsorten. Umgevfropst wurden in unserer Gemarkung etwa 450 Bäume. Neben drei belehrenden Versammlungen fand Im Frühjahr ein Gemarkungsrundgang unter Führung von Obstbauinspektor Snkler (Gießen) statt. Am 17. September konnte ein SüftmostbereitungS- und Obstverwertung-kursuS gehalten werden, der von 34 Personen besucht war. Der 8. Oktober war der Bestimmung der vielen in unserer Gemarkung angebauten Obstsorten gewidmet. 3m Anschluß an den Tätigkeitsbericht wurden noch verschiedene fachliche Fragen behandelt.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

> W i ß m a r, 19. Nov. Für den Sonntagabend hatte der Arbeitergesangverein .Ein­tracht" zu einem 2leöerabenb eingeladen, der sehr aut besucht war Der Chor brachte einige größere Chorwerke und Volkslieder zum Vortrag, auch fein gemischter Chor und da- Dvppelguartett kamen zur Geltung. DaS hiesige Mandolinen- Orchester bereicherte mit flotten musikalischen Dar­bietungen da- Programm des Abend-. Die Ver­anstaltung nahm einen sehr befriedigenden Der- laus. Del einem Fuftballspiel wurde am vergangenen Sonntag ein hiesiger jugendlicher ?p.!eJct ?acf verletzt, so daß er In be- denllichem Zustand der Klinik zu ©ieften zugeführt werden mußte. E- wurden innere Verletzungen festaestellt. Die Gemeindevertretung beschloß In ihrer letzten Sitzung daft mit den Holzf ällung-a r bel t en am 23.November

begonnen werden soll. ES haben sich 222 Holz­fäller gemeldet, die gruppenweise au-zelost wer» den und dann abwechselnd 14 Tage arbeiten. Auch die 2öhne wurden festgelegt, die durch­schnittlich 40 Pfennig unter den vor.ährigen lie­gen. Da die Gemeinde nicht In der 2age ist, die Löhne auszuzahlen, werden sie den Holzhauern auf ihre Gemeindeverpflichtungen gutgeschrieben. Dagegen wurde, einem Antrag entsprechend, be­schlossen, dah jed-m Holzhauer am Schluß einer Arbeitsperiode 5 Mark für Instandhaltung der Werkzeuge auSgezahlt werden.

> Wißmar, 20. Rov. In der Dacht Zum Donnerstag wurde wieder in daS Kolonial- Warengeschäft von Loui- Kreutz eingebro­chen. Ein Fenster de-Ladens wurde e.biochen, Wechselgeld und der Kassenschlüsscl fielen dem Dieb in die Hände. Die Polizei ist ihm au' der Svur.

'Salzböden, 19. Rov. Die in unserer Ge­meinde durchgeführte Sammlung der OrtS- bauernschast zum Besten dec Winter- no t Hilfe erbrachte 25 Zentner Kartoffeln. 4 Zentner Gemüse, 3 Zentner Roggen und Wel­zen, sowie 3 Zentner Aepsel.

1 Lützellinden, 20. Nov. Für die Winter- n o t h i l f e wurden In unserer Gemeinde 49 Zentner Startoffeln, 17 Zentner Gemüse und 8 Zentner Obst gefammeli und der Stadt Wetzlar zur Verfügung gestellt.

O Groß-Rechtenbach, 18. Rov. In oct gestrigen Sitzung de» Demelnderat» wurde über die Vergebung der diesjährigen H o l z s ä l - lung-arbelten verhandelt. Der Demelnderat übertrug die Arbeiten dem Wenigstnehmenden, Landwirt und Zimmermann Friedrich Marff. Sinern Antrag der Grundstück-Pächter auf Er­mäßigung de- Pachtgeld«-, da- zum Teil per Morgen über 100 Mk. betrug, wurde ftattgegeben. Die Ermäßigung soll betragen bei Land, da- über 3 Mk. kostet, je Ar 30 Prozent, bei Land über 2 Mk. je Ar 20 Prozent, und bet Land über 1,50 Mk. je Ar 10 Prozent. Schließ­lich wurde noch über den Ausbau einiger Straften und die Verbreiterung der Rhein- feljenftrafie verhandelt. Die ÄteltflraftenbauDer- Wallung will diese Arbeiten mit Wohlsabnser- toerbSlosen auSführen, wenn die Gemeinde die kostenlose -Lieferung der Steine auS d m Eemcinde- sleinbruch übernimmt und deren Anfuhr kostenlos besorgen läßt. Der Gemeinderat erklärte sich da­mit einverstanden.

O Hochelheim, 18.Rov. Die KrelSver- bindung Wetzlar der Evangelischen Jungmännerbünhe hielt am Sonntag im piefigen evangelischen Verein-Hau- eine Be­zirk S k o n f e r e n z ab, die unter der Leitung dcS KretSpräseS Pfarrer Koch stand und gut besucht war. Stadtmissionar Heimchen (Weh'ar) hielt da- einleitende biblische Referat. 3n einer leb­haften Aussprache wurde betont, daß die Heran­bildung von jüngeren Mitgliedern zu Mitarbei­tern, in Sonntag-schule, Verein und Gemeinschaft dringend notwendig und zu fördern sei.

KrciS Bicvcnkopf.

-L WaldgirmeS, 20. Rov. Da- Umte- (lungSverfahren in unserer Gemarkung geht einem Ende entgegen. In den letzten Wochen «nd an 7000 Obftbäume geschäht worden. Der Wert wurde nicht allzu hoch anacseht. Wer mehr Bäume bekommt, als er früher hatte, gewann da­durch, am meisten die Gemeinde, der durch die erweiterten Wege und Gräben etwa 500 Bäume Zufallen. In den Wiesen und Feldern sind in den letzten Wochen von den neuen Besitzern viele Me» lioration-arbelten geleistet worden. Raine und Hügel werden entfernt, Gräben -u-eworsen, Drai­nagen angelegt. Die Wiesengrünoe haben schon etn bessere- Aussehen. Leider fallen durch die Entfernung von Hecken und Sträuchern viele na­türliche Brutstätten der Vögel der Umgestaltung zum Opfer,

Maingau.

WSN. F r a n k f u r t a. M., 20. Noo. Die Strlml- nalpolizei kam In diesen Tagen einer Diebes­bande auf die Spur, die in dem Hause Sand­straße 64 ihr Standquartier hatte. Es wurde beob­achtet, daß In diesem Nacht für Nacht junge Leute, schwer bepackt mit Rucksäcken, auf Fahr- rädern ankamen und Im Hause verschwanden. In der ^.94t zum Bußtag griff die Polizei zu. E« gelang, fünf Mann fe st zunehmen, ein sechste. Mit- glied der Bande enttarn, wurde aber bald darauf auch festgenommen. Den Dieben wurde die Arbeit dadurch erleichtert, daß der Hausmeister die Bande bei der Rückkehr von ihren Diebesfahrten In das Haus ließ, in dem der Bandenführer, der Melker L u h n wohnte. Festgenommen wurden neben L u h n der Schreiner Otto Büttner, der Backer Franz Klinger, der Friseur Valentin Zöller, der Hausmcistcr Bros! und der Arbeiter Josef Da- niel. Welche Diebstähle auf da» Konto der Bande zu buchen sind, konnte bisher noch nicht scstgestellt werden. Die Ermittlungen sind im Gange.

Vundfuntproqramm.

Sonntag, 22. November.

7 (Don Bremen): Bremer Hafenkonzert. 8.15: Morgenfeier der Melhodistengemelnde I FranNurt am Main. 10.50: .Die Ausgabe de- Theater-", Gespräch zwischen Kurl Hirschfeld und Dr. Wichel. 11.30 (Don Leipzig): Relch-seTrdung. Kantate. 12: Totensonntag-Konzert. 14: Stunde de- Landes. 15: Stunde der Jugend. Der hrilige Balthasar. Hörspiel für die Jugend. 16 (Von Karlsruhe): Konzert. 16.30 (Don Freiburg): Rachmittag-kon- Zert. 18: Philosophie in Frankfurt: .Heacl und Hölderlin in Frankfurt", Vortrag von Dr. Carl Gebhardt. 18.25: Totenklagc um dnen gefallenen Frcund, von Walter Fleff. 18.45: .Da» Buch der guten Werke", Einführung und Leseproben von Dr. Bernhard Diebold. 19 30: Klavierkonzert. 20 (Don Berlin): Ansprache von Reichskanzler Dr. Brüning zum Hilsswerk .Wir wollen helfen". 20.20: Aller Mutter Sohn. Hörspiel nach einer wahren Begebenheit. 21: Todesnot Tode-trost, eine Folge von Sololiedern von Z-eLpoeila-Ge- sänaen. 21: Srnste deutsch« Volkslieder, ein ZylluS mchrstimmiger Gelänge von Johannes BrahmS. 21.30: Zum Gedächtnis Heinrich von Kleist-: ^Kleist- letzte SluTrden", Briefe, Dokumente, Amt-Protokolle.

Montag, 23. November.

720: Frühkonzerl. 12.05: Schallpla11enkonzert. 1520: .Die Stellung der griechischen und römi­schen Frau" Vortrag von Prozessor Margarete Bieber, am Archäologischen Institut Gießen. 17.05: Rachrnittag-konzert des Rundfunkorchester- 18 40: .Der Autor und sein Regisseur", ein Zwiegespräch zwischen Intendant Dr. Rols Prasch, Gießen, unb Sigmund Grafs, Magdeburg. 19.05: Englisch« Sprachunterricht 19 45: örtne Viertelstunde Lyrik: OSkar Loerke. 20.05 (Groß« Saal des Saalbau«-