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Geschichten aus aller Welt

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1931 abgelehnt, da die Bürger mit Rücksicht auf den legung der Feldmark erfuhr durch den Bau der Wasserleitung und Kanalisation und der Tod des berufenen Kommissars eine unliebsame

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Ein Schwindlerpaar dingfest gemacht.

WSR. Braunfels, 20. Aug. Die ersten Tage der Währungs- und Kreditkrise im 3uli hatte sich ein Schwindlerpaar zunutze gemacht, das sich im Hotel Funke in Braunfels einlogierte. Unter der Vorspiegelung, infolge der Bankfeier­tage vorübergehend ohne Barmittel zu sein, ver­suchte das Paar bei mehreren Geschäftsleuten in Braunfels Waren auf Kredit und auch Geld zu erhalten. Bei einem Kaufmann sprach das Paar vor und lieh sich eine Auswahl Ringe und Schmucksachen vorlegen. Cs bestellte einen Ring im Werte von etwa 150 Mk., lieh ihn gravieren, holte ihn aber nicht ab, da ihm inzwischen der Boden zu heih geworden war. Bei einem Autogeschäft wurde dann eine neue Bereifung für den mitgeführten Wagen bestellt. Rur der Umstand, daß die Reifen verzögert eintrafen, bewahrte den Kauf­mann vor Verlust. Das Paar hatte es auch hier darauf abgesehen, einenlangfristigen Kredit" in Anspruch zu nehmen. Che der Kauf perfekt wurde, hielt es das Paar für geraten, zu ver­schwinden. Am Dienstag erschienen beide mit dem Chevrolet wieder in BraunselZ^um angeblich im Hotel zurückgelassene Wäsche abzuholen. Das Hotel benachrichtigte die Polizei. Che diese jedoch einschreiten tonnte, war das Paar wiederum verschwunden. Die Verfolgung blieb zunächst erfolglos. 3m Laufe des Rachmittags erfolgte ein Telephonanruf aus Butzbach, in dem das Paar um Rachsendung der Wäschestücke bat. Der Postbeamte in Braunfels benachrichtigte wiederum die Polizei, und das Paar konnte noch in der­selben Stunde auf dem Postamt in Butzbach ver­haftet werden. Cs handelt sich um einen ge­wissen Peter Michel, angeblich Kaufmann aus Leipzig, und um seine Begleitervn Margarete Dieser, geb. Völker. Der Mann wurde in­zwischen wieder freigelassen. Die Frau wird steck­brieflich gesucht. Gegen sie schwebt u. a. ein Verfahren wegen Kindestötung. Sie wurde der Landeskriminalpolizei in G i e h e n übergeben.

Am kommenden Sonntag kommen in Großen- Linden wieder zwei Punktspiele zum Austrag. Die erste Elf erwartet die erste Mannschaft des Tv. Lützellinden. Die Gäste erzielten in letzter Zeit gute Resultate, so daß die Einheimischen vorsichtig sein müssen, wenn es zu keiner lieter- raschung kommen soll. Die Großen-Lindener wer­den in veränderter Aufstellung antreten. Die 3ugend empfängt Hochelheims 3ugend. Für sie gilt es, sich für die vor kurzem erhaltene 8: 4-Riederlage zu revanchieren.

Schießsport.

Wurftaubenschießen in Bad-Nauheim.

3n Dad-Rauheim fand unter guter Be­teiligung der besten Sportschützen das diesjährige

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Die bei den am Samstag und Sonntag dem Waldspvrtplah des VfB. aus Anlaß 1. kreisoffenen leichtathletischen Wettkämpfe Männerturnvereins zur Verteilung gelangenden Preise und Wanderpreise, Plaketten usw. sind zur Zeit bei der Firma C. Lang & Wieder- stein in der Mäusburg ausgestellt. Zu gleicher Zeit sind dort auch die im Laufe des 3ahres von der leichtathletischen Abteilung des Männerturn­vereins errungenen Wanderpreise zu sehen.

des gewerblichen Anlage- und Betriebskapitals 70 Pfennig; auf je 100 Mark des Gewerbeertrags 2,50 Mark; Sonder ft euer : auf je 1 Mark des staat­lichen Steuersolls, bis 7000 Mark Steuerwert 45,75 Pfennig, über 7000 Mk. Steuerwerk 39,93 Pfennig.

Die Erhebung der Bier ft euer wurde mit Wirkung vom 1. Oktober 1931 beschlossen. Die B ü r- gersteuer einzuführen, wurde für Rechnungsjahr

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Kreis Wetzlar.

# Krofdorf, 20. Aug. Aus der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung von Krofdorf-Gleiberg ist folgendes zu berichten: Die Gemeindevb st Versteigerung soll tote seither gehandhabt werden. Von den Rebenge­bäuden des Pfarrhauses, deren Instandsetzung die Kirchengemeinde beantragt hat, will die Ge­meinde zur Zeit wegen Geldmangels nur das Dach des Holzschuppens und auf der Scheune die First­bedachung reparieren lassen. Für ein Dau- darlehn der Landesversicherungsanstalt Rhein­provinz au Düsseldorf zu einem privaten Haus­bau hat die Gemeinde die Bürgschaft über­nommen. Zum Schluß wurde über eine Anzahl Genceindesteuer-Stundungsanträge Entscheidung getroffen.

XX Ahbach, 20. Aug. Die Z usammen-

3ntern ativnale Wurftaubenschie­ßen statt. Die Witterung war der Veranstaltung leider nicht günstig. Durch böige Winde wurden die Tauben öfters in unberechenbare Flugbahnen gelenkt. Wenn man den an sich bekanntlich sehr schweren Stand in Dad-Rauheim und dazu die schlechten Wetterverhältnisse berücksichtigt, so sind die Ergebnisse sportlich außerordentlich hoch zu werten. Wir nennen von den Ergebnissen der ein­zelnen Konkurrenzen jeweils nur die ersten Preis­träger: Eröffnungsschiehen (25 Tauben auf 15 Meter): 1. Zorn, Bad-Nauheim; Prets desSport-Schieß-ClubsBad-Rau- heim (50 Tauben auf 16 Meter): A-Klafse: 1. Henkell, Wiesbaden; ö-Klasse: 1. Bloch, Frank­furt a.M; Meisterschaft von Hessen (100 Tauben auf 16 Meter): 1. Dr. Winter, Frankfurt a.Main; Freundschaftsschiehen: 1.Hen­kell, Wiesbaden; D Dubletten - Schiehen: 1. v. Goldschmidt-Rothschild, Frankfurt a. M.

Oie Schwimm-Europameisterschaften in Paris.

3m Pariser Schwimmstadion Tourettes neh­men am kommenden Sonntag die diesjährigen Europameisterschaften der Schwimmer ihren An­fang. Die Austragung dieser Meisterschaften cst die dritte ihrer Art. 1926 und 1928 waren Buda­pest und Bologna Schauplätze der Kämpfe, d.e jeweils Deutschland eine Reihe von schönen Ein­zelsiegen und den Gesamtsieg und mit diesem den Gewinn desEuropa-Pokals" einbrachten.

Gewinnt Deutschland in Paris diese Trophäe zum dritten Male, so geht sie endgültig in den Besitz des Deutschen Schwimm-Verbandes über. Die Aussichten dazu sind allerdings nicht so günstig, zumal durch das Fehlen des Rücken­meisters Küppers ein sonst sicherer deutscher Sieg wahrscheinlich an die Ungarn fallen und deren Konto zugute kommen wird; bestätigt sich ferner die Rachricht, daß Frankreichs Rekord­mann Taris nicht an den Start geht, so werden 400 und 1500 Meter Freistil, in denen Deutsch­land ohnedies nichts zu bestellen hat, auch an die Ungarn fallen und damit schon fast den Aus­schlag zugunsten der Magyaren geben, denen man auch den Sieg im Wasserball und über die 100 Meter Freistil zutrauen darf.

Deutschlands Domänen sind das Turm- und Kunstspringen sowie das Brustschwimmen, während die 4x200-Meter-Freistilstaffel eben­falls eine Deute der Ungarn werden wird. Jedenfalls steht die Entscheidung auf des Messers Schneide und der ungarische Sieg, zu dem^ im übrigen alle Vorbedingungen gegeben finb, hangt auf der anderen Seite auch wieder von vielen Kleinigkeiten und Zufälligkeiten ab, die auch im Schwimmsport eine Rolle spielen. Schließlich kommt es auch ein klein wenig auf das Glück an, das allerdings erfahrungsgemäß stets mit den stärkeren Bataillonen ist.

Sportwerbetag in Steinheim.

tSer Turn- und Sportverein Steinheim veran­staltete am Sonntag unter Aufsicht des westdeut­schen Spielverbandes einen Spvrtwerbetag. Bereits am Samstagnachmittag wurde die Ver­anstaltung eingeleitet durch ein Fuhballpro- pagandaspiel zwischen dem befreundeten SportklubTeutoniw Watzenborn-Steinberg und dem festgebenden Verein, das mit 12:1 für Steinberg endete. Ein Kommersabend schloß sich an. Am Sonntagmorgen begannen die leichtathletischen Wettkampfe, an de­nen sich etwa 30 Sportler beteiligten. Folgende Ergebnisse wurden erzielt: 100-Meter- Lauf: 1. W. Gerhardt, Inheiden; 2. R. Cil- bacher, VfB. Rodheim a. d. H.; 3. O. Dommers- heim, Obbornhofen; 3000-Meter - Lauf (17 Teilnehmer): 1. Iung, Bellersheim; 2. KapeNer, Bellersheim; 3. Lechens, Berstadt. Die 4 X 100- Meter - Stafette wurde kampflos es lag nur eine Meldung vor dem Spv. Berstadt zu- gesprochen. Den leichtathletischen Kämpfen folgten Die von den Derbandsschiedsrichtem Kunze und Roll geleiteten Fußballspiele, an denen die Ver­eine Inheiden und Hungen mit je zwei Mann­schaften und Kohden, Watzenborn-Steinberg,Hel­vetia" Gießen, Geiß-Nidda, Rodheim a. d. Sy. Berstadt, Borsdorf, Obbornhofen, Nonnenroch und Dillmgen mit je einer Mannschaft leilnah-

Unterbrechung, macht aber jetzt wieder er­freuliche Fortschritte. Sie bringt als Gemeingut nicht nur geeignetes Baugelände durch den Auf­schluß neuer Straßen, sondern auch eine geeignete Fläche für einen neuen Friedhof. Der uralte um die Kirche gelegene Degräbnisplatz ist bekanntlich bis an seine beiden Cingangstore belegt. Das neue Gelände wurde auf dem sogenanntenBerg" zwischen den Straßen nach Heuchelheim und Kin­zenbach gewählt und ist durch behördliches Gut­achten für geeignet befunden worden.

l. Lützellinden, 20. Aug. Das diesjährige M i s s i o n s f e st, das am Sonntag in unserer Gemeinde stattfand, mußte der ungünstigen Witte­rung wegen in der Kirche abgehalten werden. Im Festgottesdienst hielt Missionar D a s s e l von der Rheinischen Mission die Festpredigt. In der Rachversammlung wies Pfarrer Dau­ne r t - Reiskirchen (früher Missionar auf Su­matra) darauf hin, daß die Missionsarbeit unter den Heiden nicht vergeblich ist. Missionar Dassel berichtete aus seiner Missionstättgkeit auf Reu­guinea. Der Ortsgeistliche, Pfarrer Koch, hielt die Schluhansprache. Sein Dank galt der Ge­meinde für ihre langjährige bewährte Mitarbeit in der Missionstätigkeit. Das Fest wurde ver­schönt durch Vorträge des Gemischten Chores. Die Missionskollekte betrug einschließlich der Gaben in den Missionsdankopferbüchsen über 1000 Mark.

XX Ebersgöns, 20. Aug. Drelchmaschinen- besiher Waih aus Dors-Gill, der schon feit Jahrzehnten seine Maschine hier aufstellt, konnte leider bei der trostlosen Witterung bisher seine Tätigkeit noch nicht aufnehmen, ilnfere Landwirte haben sich zwar ernstlich bemüht, an regenfreien Tagen möglichst viel Getreide einzufahren, aber der größte Teil steht noch auf dem Felde.

Maingau.

WSR. Frankfurt a. M. 20. August. Nach­dem am Mittwochnachmittag die Regensalle für ein paar Stunden aufgehört hatten, zog sich eine Stunde vor Mitternacht über dem Maintal ein schweres Gewitter zusammen, das plötzlich mit ele­mentarer Kraft losbrach. Gleichzeitig gingen wvlkenbruchartige Regenmassen nie-

Oberheffen.

Gemeinderai in Klein-Linden.

g. Klein-Linden, 20.Aug. 3n der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der Voran­schlag für Rechnungsjahr 1931 durch­beraten und der Umlagebedarf auf 25 000 Mark f e st g e s e tz t. Die Gesamtbetriebsausgaben belaufen sich auf 62 263,08 Mark, die Betriebsein­nahmen auf 37 263,08 Mark, so daß sich ein Fehl­betrag von 25 000 Mark ergibt, der durch Gemeinde- Umlagen aufgebracht wird.

Die einzelnen Rubriken schließen wie folgt ab: Rechnungsrest: Einnahme 7699,50 Mark; Gebäude: Einnahme 219,60 Mk., Ausgabe 540 Mk.; Grund­stücke: Einnahme 2829,32 Mk., Ausgabe 500 Mk.; Messen und Märkte: Einnahme 100 Mk.; Waag- und Eichanstalten: Einnahme 30 Mk., Ausgabe 50 Mark. Die Kosten für den Bau der Wasserleitung und Kanalisation werden erst in den Voranschlag für Rechnungsjahr 1932 aufgenommen. Allgemeine Verwaltung: Einnahme 2605,22 Mark, Ausgabe 14173,02 Mk.; Öffentliche Sicherheit: Ausgabe 2200 Mk.; Öffentliche Gesundheitspflege: Ausgabe 1825 Mk.; Feuerlöschwesen: Ausgabe 300 Mk.; Armenpflege: Einnahme 800 Mk., Ausgabe 2600 Mk.; Schulen: Einnahme 1475,86 Mk., Ausgabe 11 395 Mk.; Kirche: Ausgabe 981 Mk.; Friedhof: Ausgabe 430 Mk.; Straßen: Einnahme 123,90 Mk., Ausgabe 1950 Mark; Kanäle: Ausgabe 600 Mark; Landwirtschaftszwecke: Einnahme 952 Mk., Ausgabe 4494,12 Mk.; Grenzverhältnisse: Ausgabe 260 Mk.; Bäche und Gräben: Ausgabe 500 Mk.; Soziale Für­sorge: Ausgabe 5120 Mk.; Kriegs- und Allgemeine Wohlfahrtspflege: Ausgabe 5000 Mk.; Wohnungs­fürsorge: Einnahme 2508 Mk., Ausgabe 2508 Mk.; Steuern und Abgaben: Ausgabe 1450 Mk.; Son« dersteuer: Einnahme 3000 Mk.; Anteile an Reichs« steuern: Einnahme 12 997 Mk.; Reservefonds: Aus­gabe 1814,01 Mk.; Mobiliarerneuerungsfonds: Ein­nahme 120,66 Mk., Ausgabe 367,46 Mk.; Kapital­zinsen: Einnahme 186,92 Mk., Ausgabe 131,25 Mk.; Schuldentilgung: Ausgabe 375 Mk.; Gemeindeumla­gen: Einnahme 25 000 Mk., Ausgabe 1350 Mk.; Kapitalien und Erneuerungsfonds: Einnahme 367,46 Mark, Ausgabe 367,46 Mark.

Die Ausschlags ätz e für Rechnungsjahr 1931 werden wie folgt festgesetzt: Grundsteuer: auf je 100 Mark Steuerwerk der Gebäude und Bau­plätze 25 Pf.; auf je 100 Mark Steuerwert des land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundbesitzes 60 Pfennig; G e w e r b e st e u e r : auf je 100 Mark

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Spvgg. 1900 (Liga) Sportverein Wetzlar (Liga).

fieute, Freitag abend, tritt die 1. Mannschaft der Spielvereinigung in einem Freundschaftsspiel der 1. Mannschaft des Sportvereins Wetzlar in der Nachbarstadt gegenüber. Die Wetzlarer stellen eine harte, kampfkräftige Mannschaft die auf eigenem Platze schwer zu schlagen ist. Wohl haben die 1900er in technischer Hinsicht den Platzbesitzern einige vor- aus, es bedarf in diesem Spiel aber doch aller Anstrengungen, wenn ein Sieg errungen werden fall. Die Elf der Spieloereinigung muß leider immer noch auf einige bewährte Spieler verzichten, ledoch ind diesmal Seiler, Schmidt und Wilhelmi mit von der Partie, so daß die Mannschaft doch nicht ohne Aussichten in den Kampf geht. Vielmehr erwartet man die 1900er, wenn auch nur sehr knapp, so doch als Sieger. Von nicht zu unterschätzender Bedeutung für den Ausgang dieses Spieles dürfte die Spiel­leitung fein, an die bei diesem Treffen sicherlich hohe Anforderungen gestellt werden.

Kindertreffen.

Inrngau Hessen (DI.).

Der Turngau Hessen veranstaltet am kommen­den Sonntag erstmals ein Kindertreffen. Als Ort der Zusammenkunft wurde Friedberg gewählt. Die Veranstaltung hat einen doppelten Zweck. Einmal gilt es, der Turnerjugend des Gaues einmal einen frohen Tag zu bieten. Dann aber sott den Leitern der Schüler- und Schülerin«. nen-Abteilungen in den Turnvereinen gezeigt werden, wie der neuzeitliche, kindesgemäh ge­staltete llebungsbetrieb zu einer Quelle der Freude für unsere Iirgend werden kann. Nach einer gemeinsamen Morgenandacht gibt es auf dem Hofe der Schupokaserne frohes Kinder­treiben und für die Netteren auch einen Drei­kampf, bestehend aus Hindemislauf, Weitsprung und Ballwurf. Ein billiges Mittagessen spendet die Gulaschkanone. Im Laufe des Nachmittags findet auch eine kurze Besprechung der Führer der Kinderabtellungen und Iugendgruppen statt.

Handball im Gau Hessen (O.T.)

Tv. Allendorf (Lahn) I Spvg. 1900 Gießen II 2:2.

Die 1. Mannschaft des Tv. Allendorf, die zu den diesjährigen Derbandsspielen ursprünglich 8-Klasse" gemeldet hatte, wurde auf Grund der guten Leistungen vom Gauspielwart in die A-Klasse" genommen, wo sie am vergangenen Sonntag ihr erstes Spiel absolvierte. Allendorf befand sich in bester Form und war ihrem Gegner in Ballbehandlung als auch in der Schnelligkeit überlegen. Das Spiel wurde äußerst anständig durchgeführt. Am kommenden Sonntag ist die Mannschaft Gast des VfL. Wetzlar.

Rätsel, woher Madame das viele Geld nahm, soll demnächst von dem Budapester Scheidungs­richter gelöst werden! ...

Tie Insel zur feuchten Fröhlichkeit.

(a) Neuhvrk.

Allen Verheißungen zum Trotz sind die USA. bis zur Stunde noch trocken wie seit Iahren schon. Der heimliche Import des feuchten Stoffes, di« Hausfabrikativn mehr oder weniger harmloser Getränke sind eine Alltäglichkeit geworden. Die reichen Amerikaner liehen es sich nicht damit genug sein, daß sie auf ihren Iachten hinaus­fuhren, bis die Sperrzone weit hinter ihnen lag, um dann feuchtfröhlichen Genüssen zu huldigen, die ihnen in den Staaten und auch innerhalb der Sperrzone verboten sind. Es gab sogar kluge Unternehmer, die gingen dazu über, eine hübsche Jacht dort draußen liegen zu lassen und auf ihr eine Bar einzurichten, durch die sie zum Ausflugs­punkt zahlreicher Motorboote wurde, die durstige Vankees mit sich führten. Ein großes Geschäft war freilich eine solche Iacht, die nur eine beschränkte Anzahl Personen fassen kann, nicht. Da aber in den USA. alles organisatorisch ersaht werden kann, so dauerte es auch nicht lange, da war eine Ge­sellschaft gebildet, die mit Hilfe einer Studien- kommission einen einzigartigen Plan entwarf, der jetzt seiner Verwirklichung entgegengeht. Vor einigen Monaten ging durch die Presse der ganzen Wett eine Nachricht, wonach ein gewisser Mr. Armstrong eine Insel erfunden habe, die man aus Stahl und Eisen herstelle, und die vollkommen sicher gegen Sturm und Wetter im Ozean zu schwimmen vermöchte. Diese Inseln waren erst gedacht als Zwischenlandungsplähe für den Flug­verkehr von Amerika nach Europa. Da aber dieser Flugverkehr aus technischen Giftinden wahrschein­lich die Bermuda- und Azorenrichtung nehmen wird und hier derartige Inseln vorteilhafter durch ein paar alte Kriegsschiffe erseht werden, hat man bis jetzt von der offiziellen Auftragerteilung für derartige Inseln abgesehen. Mr. Armstrong aber ist ein smarter Geschäftsmann, der die Gelegen­heiten beim Schopf zu ergreifen versteht. Er ist der Inspirator jener bewuhten Gesellschaft, die die künstliche Insel mit der feuchten Fröhlichckeit Herstellen lassen will. Aus einer Armstronginsel wird also ein elegantes Gebäude errichtet, und in diesem eleganten Gebäude wird es hübsch ein­gerichtete Separös für Sekt und Wein geben, ferner eine riesengrohe Bar, an der ausgeschenkt wird, was eines Alloholsreundes Herz nur be­gehren kann. Ferner aber sollen auf der Insel für eventuelleKranke" ttnterkunftsräume ein­gerichtet teerten.

Unb woher sollen nun die Gäste kommen mitten auf dem Ozean? Selbstverständlich aus dem trocke­nen USA. und zwar mit Hilfe einer eigenen Dampferlinie. Weiter mit Flugzeugen und Zeppe­linen, die alle auf der großen Armstronginsel zur feuchten Fröhlichkeit lauten und hatten können. Man verspricht sich ein ganz grohes Geschäft von diesem Gedanken. Wer die Amerikaner kennt und ihrtzn kindlichen Wunsch, immer etwas Neues und Eigenartiges zu erleben und etwas zu tun, was den Gesetzen zuwiterläuft, nur weil die verbotenen Früchte besonders sück schmecken sollen, ter wird nicht daran zweifeln, daß die Berechnung des Mr. Armstrong und seiner Gesellschaft richtig ist. Che ter Herbst über Amerika hereingebrochen ist, soll die Insel fertig sein. Eine wahre Völkerwanderung auf all den oben genannten Fahrzeugen wird an- heben. lind wenn die Prosperity sich bis dahin ein wenig gehoben hat, dann wird Armstrong bald eine zweite Insel bauen müssen.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!)

Brüsseler Spitzen.

(v) Budapest.

Der Herr Generaldirektor rüstete zur Industrie­tagung in Brüssel. Die Gnädigste verttctt den Standpunkt, Kongresse seien zwar eine lang­weilige Angelegenheit, doch böten sie den Frauen wenigstens Gelegenheit, die große Welt kennen zu lernen. So fuhr denn das industrielle Ehe­paar nach der Hauptstadt von Belgien. Der Manntagte tagein tagaus mit seinen Beruf s- genossen, die Damen sahen sich die Sehenswürdig­keiten von Brüssel und Umgebung an und alles verlief in schönster Ordnung, bis die Frau den Entschluß faßte, ihren Bedarf an echten Brüsseler Spitzmr gleich an Ort und Stelle zu decken. Sie bat um Geld.Wofür?", wollte der Gatte wissen.Um Brüsseler Spitzen zu kaufen", gab sie bereittoilligft zur Antwort.Kommt gar nicht in Frage", fällte er sein Machtwort und hielt ihr einen langen Vortrag über das Un­sinnige ihres Vorhabens. Cs stimme wohl, daß die hauchzarten Brüsseler Spitzen in Brüssel für einen Spottpreis zu haben seien, doch müffle man die Ware unterwegs verzollen. Und insbeson­dere die ungarische Zollrevision verstünde dies­bezüglich keinen Spaß: die Zollgebühren für Luxusartikel seien so hoch, daß man zuguter­letzt besser wegkäme, wenn man die Spitzen in Budapest kaufte. Die Gnädigste hörte den fach­lichen Ausführungen mit gesteigertem Interesse zu, um sich dann vernehmen zu lassen:Gib Geld, ich will doch Spitzen taufen!" Cr sah ein, daß K>pfen, Malz und Belehrung verloren sind, gab es auf, die kleine Frau von der Richtigkeit seiner Einstellung zu überzeugen und beschränkte sich einfach Darauf, kein Geld herauszurücken. Ieter Tag begann in der Folge mitGib Geld", und jeder Tag endete damit, daß es keins gab. Die Tagung ging zu Ende, man fuhr nach Haufe. Der Generaldirektor sah der mutmaßlich strengen Zollrevision an ter ungarischen Grenze mit stoi­scher Ruhe entgegen. Die Grenze kam, ter Zoll­beamte kam, aber Die Revision blieb diesmal aus. Die ganze Sache spielte sich so friedlich wie einst im tiefsten Frieden ab:Haben die Herrschaften etwas zu verzollen? Nein? Danke!" Der Be­amte entfernte sich und Madame warf ihrem übervorsichtigen Gemahl einen Blick zu, der diesen erschauern ließ. Nun wußte er genau, daß er zeitlebens ihre Vorwürfe zu hören bekäme. Dem mußte abgeholfen werden. Aber wie? Da kam er auf eine rettende Idee. Er ging unauffällig Dem Zollbeamten nach und erreichte ihn im nächst­liegenden Wagen:Hören Sie mal, Herr Grenz- Direktor, Sie könnten mir einmal einen Ge­fallen tun! Revidieren Sie doch noch einmal unser Abteil und wühlen Sie formhalber ein bißchen Das Gepäck meiner Frau durch. Sie wollte nämlich Spitzen schmuggeln und ich habe es ihr verboten. Sie verstehen doch, Ver- ehrtester: ich muh ihr beweisen, daß man dabei schwer hereinfallen tann! Also, tun Sie mir die Liebe, ja?! lind hier em paar Zigarren für Ihre Mühe!" Der Beamte kam nach einer Weile zum zweiten Male und herrschte die In­sassen des Abteils diesmal barsch an:Koffer öffnen!" Der Generaldirektor strahlte. Madame erbleichte. Der Beamte wühtte. Aus dem Hand­koffer ter Gnädigen kamen allerhand niedliche Gegenstände zum Vorschein. Allerhand verzoll­bare Gegenstände und ein Berg echter Brüsse­ler Spitzen. Der Beamte stutzte, die Gnädigste errötet» und ter Generaldirektor erbleichte. Der Scherz kostete ihm ein kleines Vermögen. Das

damit verbundenen Hausinstallationen eine starke Belastung erfahren haben. Mit Rücksicht darauf, daß der seitherige Schutzmann Gronke am 1. August 1.3. eine Stelle als Strommeister in Duisburg» Meiderich angetreten hat und Der Flurschütz seit dieser Zeit den Polizeidienst versieht, ist Die Ein­stellung eines Hilfsfeldschützen nötig geworden. Der Gemeinderat hat nun beschlossen, zwei Wohlfahrts­erwerbslose mit der Ausübung des Hilfsfeldfchutz« Dienstes zu beauftragen. Der Lohn bemißt sich nach Der seitherigen Wohlfahrtsunterstützung.

Kreis Büdingen.

X NidDa, 19. Aug. 3n Den letzten Tagen zeigt sich in unserer Gegend eine Belebung Des HeuhanDels. Täglich werten mehrere Eisen­bahnwagen voll von einem hiesigen Aufkäufer am Bahnhof NiDDa verlöten. Die Landwirte von hier und Den NachbarDorfern erhalten für Den Zentner Heu 1,50 Mark. Recht mühevoll unD gegen sonstige Jahre weit zurück ist in Diesem Sommer Die Ge> treiDeernte. Eine große Menge Weizen unD Hafer sitzt noch auf Haufen auf Den Aeckern, weil Die Einfuhr bei Dem wechseloollen Wetter schwer mög­lich ist. Demzufolge können auch Die Dreschmaschinen nicht ununterbrochen arbeiten. Vereinzelt sieht man noch auf Aeckern Den Hafer angeschnitten auf Dem Halm stehen.

Kreis Schotten.

? H e r ch e n h a i n, 17. Aug. Mit ter Frucht­ernte ist man noch sehr zurück. Durch das an­haltende Regenwetter konnte das Kom nur zum Teil gemäht werten. Die aufgestellten Puppen wurden immer wieder nah. Gerste und Hafer haben sich xum Teil gelagert. Iedoch besteht noch Hoffnung, daß ein so großer Schaden wie in den Iahren 1925 und 1927 nicht eintritt.

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