Ausgabe 
21.2.1931
 
Einzelbild herunterladen

ot linötrn, "S hilfst! iH 1930.

W M

ZL°r

l '?e,

«s.'V fite »i. ä.Ä* L,r-°'/L'. r)ncler Kings.

Unb ®ortenbauotb vereinshllus: Haupt. rtenin|pettor Sieh. ile8f - 2id)i|piel. nonta9, außerdem Un9 "2az Paradier ;le: »Dor lehie FortE

'spartet fordert ie in unserem Heu. ^b«r Kundgebung Tonntagnachmittaa Anzeige.)

ien. - Volks, tiflung. Nächsten 1 Bortrog von Dr. d sich, wie man uns »ehr hervortretenden links aureinandcr-

sowohl dieDiktatur :Diktatur des Sä­er Not nicht heraus-

> schreibt uns: Der »irrten Dichterabenü Dwinger cinge* t größten Gescheh- kriegsgÜangener in »undung. Gefangen- nr srbrn'schen 0c- le Flucht. T-äter ausgeorissm und schakä eiugrsügt, in LMmds mit alli- zen dm Dolschewis- aus Mskau zurück, d dürste ein bedeu- dieses Winters wer«

baunerein Tie- Uhr, im Kausmärni'- mmlung mit an chlie- nspettor i.N. Reh- ie Anzeige.) e.L Gießen, halt e diesjährige Lahres- Her ab. Dabei wuö ^verbandes hessischer iid)5 (Mainz), einen Md«! MEV m 1. Dezember^ IM

der cheidentur» 1 unb IS llhr «x 2ic itiume sind ge*

Ll ü)ian beobachiet 'Pferden ^ergeben -LZ sss

'S den 1 DLIÄ bewegte"

ÜieiM u

cr.gU trag ®.0? grauen- eine Deutschem

ber für ?^DrL°eu< jrau mW Eb**"**

nilunfl Ajcr hQ gesteh

en, Cj ?\n .«

ul uird Waftelungen, primitiv gefügt, und den versuchen, Ratureinvrücke in ausgefasertem Web- Itoff und Stichen zu gestalten, 'Wer geschichtlich tntercffünrt ist, der verweilt vielleicht bei den Puppen, die, im Gewände der verschiedenen Jahr­hunderte, ihre Zeit wiederzuspiegeln versuchen. Der Lehrende schätzt Wohl die praktischen, selbst- h^gestellten Lehrmittel und die von Kinderhand >ind für Kinderhand hergestellten Arbeiten. Der Bastler findet Bast-, Kleb-, kleine Holz- und Metallsägearbeiten, und wer Freude an Hand­weberei hat, der kann Versuche in allerlei Mate­rial. Wolle. Vast. Kunstseide und in Streifen ge­schnittenen unbrauchbar gewordenen Strümpfen sehen Allen Arbeiten gemeinsam ist das Streben, Werkstoff, welcher Art er auch sei, gedanklich und gefühlsmäßig zu erfassen und zu gestalten, um so zurückzufinden zur Materialverbundenheit, die dem Menschen handwerklicher Epvchen selbstver­ständlich war, dem des Maschinenzeitalters aber verloren ging und wieder erworben werden muh, wollen wir Qualitätsarbeit herstellen und er­kennen. Man beachte die heutige Anzeige.

* 20 Jahre Dogtsche Handelsschu­len Glehen- Herdorn. Man berichtet uns: 3m Jahre 1931 werden cs 23 Jahre, daß die Dogtschcn Handelsschulen gegründet wurden. In den ersten Jahren waren eS meist kleinere Maschinenschrcib- und Stenographi.kurse, .wäh­rend später die Schulen weiter ausgebaut wur­den, so daß im Jahre 1930 weit über 300 Schü­ler und Schülerinnen die Anstalten besuchten Zu­folge der verschiedenartigen Borbil^unz bestehen die Anstalten aus fünf Abteilungen ^.ie Höhere Handelsklasse wird von solchen Schülern besucht, die die Obrrsekunda bzw. Ly- zeumSreife haben, die Handelsoberklasse von solchen mit verschieden höherer Schulbildung oder mit bereits praktisch kaufmännischer Tätig­keit, die zweijährige Handelsklasse von Schülern mit Volksschulreife oder entsprechen­der Schulbildung, die einjährige und die halbjährige Handelssachklasse von Schülern mit Dolksfchulreise und in der Regel mit vorau-gehender praktischer Tätigkeit. Folgende Unterrichtsfächer dienen der Ausbildung der Schüler: Hondelskunde mit Handelsrecht und Schriftverkehr, kaufmännisches Rechnen, einfache und doppelte Buchführung nach italienischer, deut­scher, französischer und amerikanischer Methode, ebenso moderne Durchschreibebuchführung, Volks­wirtschaftslehre, Werbelunde, Wirtschaftsgeogra­phie, Wirtschaftsgeschichte, Warenkunde und Tech­nologie, Deutsch, Deutsch-Literatur, Englisch, eng­lische und französische Handelskorrespondenz, Staatsbürgerkunde, Reichskurzschrift (Derkehrs- und Redeschrift), Maschinenschreiben nach der 10-Finger-Dlindschrcibmcthode unter Berücksichti­gung der neuesten Lehrweise mit Hilfe der Mu­sik, Schönschreiben mit Rund- und Plakatschrift. Die Schüler und Schülerinnen sind von der Fort­bildungsschulpflicht befreit. Zahlreiche Abend­kurse werden von Hunderten Berufstätigen zur Weiterbildung besucht. Interessenten seien auf die heutige Anzeige aufmerksam gemacht.

** Saatgutmärkte In Oberhessen. Wie die Landwirtschaftskammer für Hessen im heutigen Anzeigenteil bekannt gibt, finden auch in biefem Winter einige Saatgutmärkte in Obcrhessen statt) um den Landwirten die Möglichkeit zu geben, sich anerkanntes Saatgut bewahrter, ertragreicher Sor­ten von Sommersaatgetreide und Kartoffeln zu be­schaffen Auf den Voaatgutmärkten werden Proben von den In den hessischen Saatbaustellen angebauten Sorten ausgestellt, ebenso Luzerne und Kleesäme- rcien in hochwertigen Qualitäten. Die Märkte wer­den in Nidda, Grünberg und Lauterbach abgehalten. Mit den Saalgutmärkten in Nidda und Lauterbach sind Lehrgänge für Futterkonseroierung verbunden. (Siehe Anzeige.)

Oderheffen.

25 Jahre Bürgermeister von Lollar.

Lollar, 20. Febr. Am 15. Februar 1931 waren es 25 Jahre, daß unser derze.tiger Bürger­meister Schmidt die Leitung der Gemeindever­waltung inne hat. Zu der jüngsten Sitzung des Gemeinderats ivar deshalb der Sitzungssaal mit Blumen geschmückt. Bürgermeister Schmidt er­öffnete die Sitzung und gab einen Rückblick auf das Jahr 1930. Es fanden 15 Gemeinderats, und 16 Kommissionssitzungen statt. An besonderen Ereig­nissen erwähnte er die Durchführung der Kanali­sation und den Erwerb der ehemaligen Gailschen Zigarrensabrik. Die Gemeinde zählte an der Jah­reswende 2465 Einwohner. Bürgermeister Schmidt bat zum Schlüsse den Gcmcindcrat, auch fernerhin um Unterstützung und ersprießliche Zusammen- arbeit. Beigeordneter Georg Seipp wsts dann in kurzen emleitendcn Worten auf die Bedeutung des Tages hin und brachte die Glückwünsche des Gemeinderats zum Ausdruck. Das dicnstälteste Ge- mcinderatsmitglied Ludwig H o f m a n n V. ergriff sodann das Wort: Es sei angebracht, so führte er aus, ehrend des Mannes zu gedenken, der fünf­undzwanzig Jahre ununterbrochen für die Ge- meindc tätig war. AU die Neuerungen, Berbesse- rungen und Erweiterungen, die in den letzten fünf­undzwanzig Jahren während der Amtszeit des Bürgermeisters geschaffen wurden, a«f;uführen, sei nicht möglich, aber cs lohne, einen Blick auf die wichtigsten Ereignisse zu werfen. Die Durchführung der im Jahre 1905 beschlossenen Feldbereini- gung i^ib die gleichzeitige Lumdaregulie­rung fiel in den Anfang der Amtszeit des Bür- germeisters. Im Jahre 1907 sei die Wasser­leitung gebaut und 1909 der Schulhaus- neubau begonnen worden. In das Jahr 1910 fiel der Bau des Gemeindefaselftalles und des Lösch- gcrätehauses, sowie die Verhandlungen um die Errichtung einer Apotheke. In 1911 bzw. 1912 sei die Lumdabrücke in der Lumdastraße erbaut und die elektrische Lichtanlage erstellt worden. Besondere Aufmerksamkeit sei in den nächsten Jahren dem Schuldentilgungsplan zuge­wandt worden. Der Ausbruch des Weltkrieges habe dann kaum zu bewältigende Anforderungen gestellt. Nicht weniger Sorge habe das Kriegsende und die folgende Inflation gebracht. Die Lebensmittelnot wurde größer, die Wohnungsnot fühlbarer. Der Genieindcral habe daher unter der Initiative des Jubilars die Errichtung eines 7-Familienhauses durchgeführt. Im Jahre 1928 wurde Gelände für einen neuen Friedhof im Tausch erworben, und die Anschaffung einer Motorspritze beschlos­sen. Erwähnenswert fei ferner der Ausbau der Kanalisation und der Erwerb der ehemali­gen Zigarrenfabrik. Der Herstellung von Wegen -in Feld und Wald habe der Bürgermeister stets seine besondere Aufmerksamkeit geschenkt, end­lich sei des Ausbaues der Lumda- und Steinstraße sowie der Anlage eines Ortsbebauungs- planes auf lange Sicht gedacht. Während im Jahre 1905 das Vermögen 254 000 Mark unb die

Rundfunkprogramm.

Sonntag, 22. Februar.

7 von Hamburg: Hafenkonzert. 8 15 bis 9.15. Katholische Morgenfeier. 9.30 von Gießen: Stunde des Chorgesangs. Ausführende: Arbe ter-Gesai^- vereinEintracht", Gießen. 10.30 aus dem Hand­werkerhaus Frankfurt a. HL: Geistliches Chor- Konzert des Frankfurter Domchors. 11.20.Die unsichtbaren Kräfte hinter der Bühne", Drei- gespräch zwischen Dr. Herbert Gras, Alfred Auer- buch und Theo Lust. 12 von Breslau: Konzert. 14: Stunde des Landes 15: Stunde der Jugend. 16: Aus Schallplatten: Szenen aus Tannhäuser. 18: Erlebte Geschichten: »Der Pächter" von Ernst Glacser. 18 30: »Rheinische Charakterbilder Bischof von Ketlelcr", Vortrag von Professor Dr. D. Steinbüchel. Gießen. 19.30: Besuch bei Rudolf G. Binding: ,Dichtung als Ausdruck der Ration". 20 aus der Markuskirche Stuttgart: Abendmusik. 21.10. Kleists Tod, romantische Tragödie für den Rundfunk. 23 bis 24: Tanzmusik.

Montag, 23. Jebruar.

7.15 bi- 815: Frühkonz?rt des Rundfunk­orchesters 2 Schcill^lat e rlo zert. S.nfonie Kon­zert. 15.20 bis 16 von Basel: Baseler Bauernsast- nachj. 16.30: Rachmittaoskoi.zcrt. 18.15:Quer­schnitt durch die Wohlfahrtspolitik in der Welt", Vortrag von Dr. Baum, Frankfurt a. M. 18.45: »Der Saararbeiter", Vortrag von Gewerkschafts­sekretär Kiefer, Saarbrücken. 19.15: Englischer Sprachunterricht. 19.35 aus dem Saalbau «Frank­furt a. M : Stunde der Kammermusik. 21.15: Rundfunk-Satiren von Adolf Uzarski. 21 45: Hn- terhaltungskonzert. 22.50: Tanzunterricht. 23.20: Tanzmusik.

Dienstag, 24. Februar.

6.45: Frühkonzert. 12: Schallplattenkonzert. 15.20; Haussrauen-Rachmittag. 16.30: Rachmit­tagskonzert. 18.15:Die Arbeitsdienskpflicht in Bulgarien", Vortrag von Diplom-Volkswirt Mehlan, Berlin. .18 40:Technik und Religion", Vortrag von P. Przywara, München. 19.10: »Er­lebnisse als deutscher Austauschstudent in Ame­rika", Vortrag von Dr. H. R. Bauer. Stockach. 19.30 nach München: Alk: Märsche. 20.45: Vor­trags stunde von Charlotte Christann. 21.15: iln- terhaltungs-Kcmzert auf Schallplatten.

Mittwoch, 25. Jebruar.

7.15 bis 8.15: Frühko^ert. 10.20 bis 10.50: Wie und warum ich für Kinder dichte", Vortrag von Karl Zuckmayer, Berlin. 12: Schallplatten­konzert. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: Rach­mittagskonzert. 18.15:Der Zöllner von Jaffa", Vortrag von Albert Ehrenstein, Berlin. 18.45:

Esperanto-Unterricht. 19.15:Brasilien, Sitten und LaadeSverhä tnisfe I.". Vortrag von Ulrich Graf v. Reischach; 3m Fluge um die Welt, ein Zyklus, 1. Abend: Das nördliche Afrika 21: Collegium musicum (Arien und Duette italieni­scher Opernrneister des 16. bis 18 Jahrhunderts). 21.45; Zeitbericht: Die polnische Minderheiten- debatte in Genf.

Donnerstag, 26. Jebruar.

7.15 bis 8.15: Frühkonzert. 12: Schallplatten­konzert. 15.20: Stunde der Jugend. 16 30: Rach- mit.agskonzcrt. 18.05:Die Belastung des Grund­besitzes uno die neue EinheitsBewertung". Vor­trag von Dr. Sibbner, Frankfurt a. M. 13.25:Gin versunkenes Volk'. Vortrag von Wolf v. Dewall. 18.50;Joseph Wirth", Vortrag von Dr. Werner Thorrnann. 1923: Französischer Sprachunterricht. 19.45 von der Deutschen Welle Berlin: Sieno- graphisches Rundfunkprobeschreiben vorn Deut­schen Dtenoqraphenbund. 23: Die Instrumente des Orchesters. 23 30 von Köln: Reichssendung Rhein­land und Westfalen, ein Hörbild. 22.20 bis 23.30: Unterhaltungsmusik.

Freitag, 27. Jebruar.

7.15 bis 8.15: Fruhkonzcrt der Kammerbläser- Vereinigung des Rundfunkorchesters. 12; Schall­plattenkonzert. 15.20:Die heutige Dorfjugend", Vortrag von Pfarrer Alfons Lins, Schlüchtern. 15.50:Lebensstil der Jugend", Vortrag von Lilli Rölting. 16.30: Rachmittagskonzert des Rund­funkorchesters. 18.10: Stunde des Buches. 18.33: Eine Viertelstunde Deutsch. 18 50:'Die japanische Geisha", Vortrag von Dr. Carl Hagemanm 19.20: Aerztcvortrag:Krankenka se, Arzt und Patient". 19.45 von Freiburg: Russischer Volksliederabend mit Erläuterungen von Alexander Kresling. 20.30; Renaissance, Barock. Rokoko: Macbeth, Tragödie von William Shakespeare. 21.45: Reue Musik der Rationen. 23 05 bis 24: Tanzmusik.

Samstag, 28. Jebruar.

7.15 bis 8.15: Blas-Konzert. 10.20 biS 10.50: Sport und SportsmannI", Hörbild. 12: Schall­plattenkonzert. 15 20: Stunde der Jugend. 16.30 aus dem Kurhaus Wiesbaden: Konzert des Kur- orchcsters: Deutsche Opern. 18.05 aus der St. Pe- terskirche Frankfurt a. M : Frankfurter Motette. 18.45:Der Fünfjahresplan und die wirtschaft­liche Lage Rußlands", Vortrag von Agricola. 19.15; Spanischer Sprachunterricht. 19.45 von Freiburg: Daucrnmusik. 23.15: Abends in Wien. 21.45 aus der Stadthalle Stuttgart: 5. Stuttgarter Hallensportfest. 22.35 bis 24; Schlagerstunde.

Schulden 46 000 Mark betragen hätten, seien die entsprechenden Zahlen für 1930: Vermögen 635 000 Mark unb Schulden 17 000 Mark. Endlich erwähnte der Redner noch die mustergültige Anlegung der Registratur, an der der Bürgermeister gearbeitet und damit allseitige Anerkennung gefunden habe. Zum Schlüsse der Ansprache brachte der Redner, der seit 24 Jahren dem Gemeinderat angehört und so­mit die Entwicklung der Gemeinde innerhalb der Amtszeit des Jubilars miterlebte, nochmals die Glückwünsche des Gemeinderats zum Ausdruck und überreichte als äußeres Zeichen der Dankbarkeit und Anerkennung eine goldene Uhr mit Kette. (Neben der Uhr wurde dem Jubilar von feiten der Ge­meinde eine Palme, von den Gemeindebeamten gleichfalls eine Palme überreicht.)

Bürgermeister Schmidt dankte in bewegten Worten für die Ehrung. Er glaube sein bei Amts­antritt gegebenes Versprechen, nur zum Wohle der Gemeinde zu arbeiten, gehalten zu haben und bat, unter Hinweis auf die heutige ernste wirtschaftliche Lage um tatkräftige Unterstützung für die nächste Zukunft.

Der geschäftliche Teil der Sitzung war schnell er­ledigt, da die Tagesordnungspunkte den einzelnen Kommissionen überwiesen wurden.

Siadtraissihung in Friedberg.

WSA. Friedberg, 20. Febr. In der ersten Sitzung des Etadtrats im neuen Jahre sand ein Antrag der sozialdemokratischen Fraktion, an (Sonntagen keine Beerdigungen mehr zuzulassen, keine Mehrheit. Dieser Antrag wurde mit 14 gegen 11 Stimmen abgelehnt. Eine längere Debatte entfesselte ein Antrag der sozialdemokratischen Fraktion über die Be­schäftigung Friedberger Arbeiter. Die Verwaltung schlug eine Erklärung vor, die den Handwerkern und Gewerbetreibenden nahe­legt. im Rahmen des Rlöglichen Friedberger Ar- beiter zu beschäftigen. Die Stadtverwaltung glaubt jetzt mehr darauf bringen zu sollen, daß Be­amte. zu deren Einkommen sie Zuschüsse usw. zu leisten hat, auch am Platze wohnen. Die will entsprechende Schritte in die Wege lei­ten. Für dcn zur Verfügung stehenden Be­trag von 42 000 Mk. wird das Polytechnikum ein neues Werkzeugmaschinenlaboratorium er­halten.

Niddatal-Sängerbund.

Unter-Schmitten, 18. Febr. Zu der 03er trete rtagung des Riddatal - Sängerbundes, die im Köchlingschen Saale zu Anter-Schmitten stattsand, hatten von 13 Bun­desvereinen 12 Vertreter entsandt. Die benach­barten Vereine beteiligten sich mit starken Ab- ordnungen Der Männer g esangverein Unter-Schmitten (Chorleiter Lehrer Wolf) begrüßte die Erschienenen mit dem Sängergruh und einem Mozartschen Lied. Der Vorsitzende des Vereins, Bauunternehmer Eckhardt, gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß der Bundesvor­stand Unter-Schmitten als Tagungsort bestimmte. Th. Schäfer (Cichelsdors), als Vorsitzender des Bundes, gab nach der Begrüßung einen Rückblick über das verflossene Jahr. Rachdrücklich richtete er die Mahnung an die Bundesvereine, jegliche Politik aus dem gesanglichen Leben auszuschalten. Um den Besuch des Deutschen Sänger­bundesfestes in Frankfurt zu ermöglichen, sollen möglichst früh Reisekassen gebildet werden. Der Kassenbericht wies eine Ein­nahme von 261,88 Mk. und eine Ausgabe von 228,69 Mk. auf, so daß das abgelaufene Bundes­jahr mit einem Lieberschuß von 33,19 Mk. schließt. Der Kaisenbestand beträgt insgesamt 201,33 Mk. Für das verstorbene Vorstandsmitglied Zimmer- meister 11 b ne r wurde Metzgermeister August Ringshausen (Ridda) als Beisitzer gewählt. Sodann gelangte ein Antrag von Süßet- Eckhardt zur Annahme, der verlangt, dah Vereine, die bei Abhaltung von Dundesfesten im Falle eines Defizits auf Unterstützung des Bun­des Anspruch erheben, auch im entgegengesetzten

Falle einen Teil des Reingewinnes dem Bund zu überweisen haben. Die Aussprache über das im Mai stattsindendr Gauwertungssingen in Büdingen nahm einen breiten Raum ein. Dundeschormeister Diehl (Ober-Schmitten) gab Aufschlüsse über die P s l i ch t ch ö r e, die an diesem Tage gesungen werden, und allgemeine Richtlinien für die gesangliche Weiterarbeit.

Landkreis (ließen.

: Beuern, 20.'Febr. Der Gesangverein L i e d e r k r a n z" hielt am Sonntag sein Winter- uergnügen ab. Die gesanglichen Leistungen zeigten, daß der Verein unter der Führung seines bewährten Ehrenchormeifters S o m m e r l a d vortreffliche Schulung genießt. (Einige Theaterstücke, ernsten unb heiteren Inhalts, trugen zur Unterhaltung ber Gäste wesentlich bei. Im Anschluß baran würben folgenbe Mitglieber für 25jährige Mitgliedschaft zu Ehrenmit- gliebern ernannt: Heinrich Ioz, Otto Gustav F i n- kensieger, Wilhelm Arnolb VI., Wilhelm Schwalb unb Ludwig Stein II. Tanz und ge­selliges Beisammensein beschlossen die Veranstaltung.

> Burkhardsfelden, 20. Febr. Vor eini­gen Jahren wurde hier eine W a s s e r g e n o s s e n- schäft gegründet, die den Zweck verfolgte, einzelne Gemarkungsteile zu entwässern. In den Vorjahren wurden zwei Fluren mit Dränage versehen, der Er­folg ist ausgeblieben. In diesem Frühjabr soll ein weiterer Gemarkungsteil, der sog.Eselsweg", in Arbeit genommen werden. Die Rohre sind bereits ungefähren, unb fobalb es bie Witterung zuläßt, soll mit ben Arbeiten begonnen werben.

s. Hungen, 20. Febr. Der Bezirks­lehrerverein Hungen hielt imSolmser Hof" eine Tagung ab. Es wurde in der üblichen Weise des Ablebens des Lehrers Bötticher in Utphe gedacht. Der Obmann, Lehrer Schmidt, Hungen, machte Mitteilungen über die letzte Hauptvorstandssihung, die sich besonders mit ber Zusammenlegung der beiden pädagogischen Insti­tute beschäftigte. Alsdann wurden die neuen Satzungen des Dezirksvereins beraten. Außerdem nahm man eingehend Stellung zu der Frage der Beibehaltung von halben unu Zweidrittel-Echul- ftellen.

Kreis Büdingen.

V Gelnha ar, 20. Febr. Das siebenjährige Töchterchen des Invaliden HermannDo- g e l I. fiel gestern beim Rodeln derart: imglüct- lich vom Schlitten, daß es sich einem Ober- schenkelbruch zuzog. Das bedauernswerte Kind wurde dem Gederner Krankenhause zu» geführt.

' Wenings, 20. Febr. Der Kirchen­gesangverein Wenings veranstaltete im Saale von Jean Hein seinen diesjährigen Fa­milienabend. Eine Reihe gesanglicher und musi­kalischer Darbietungen, um die sich der Kirchen­chor, das Männerquartett des Vereins, Pfarrer Köhler mit einigen Volksliedern, Lehrer Krauß unö Fräulein Erika Fink, sowie Kammermusiker Heinz Hardt (Violine) vom Frankfurter Opernhaus mit Konzertmusik ver­dient machten, unterteilen die Besucher auf das Beste. Außerdem gelangten unter der leitenden Hand von Pfarrer Köhler zwei Theaterstücke zur Aufführung, die durch ihre sorgfältige Wie­dergabe großen Eindruck machten und mn dank­bares Publikum sanden. Der Abend war für den Kirchengesangverein ein großer Erfolg.

Kreis Lchotten.

" Ulfa. 19. Febr. Der kirchliche Mäd­chenvereinFreude" veranstaltete unter der Leitung von Pfarrer Crull im Saal der WirtschaftZum Edelhof" einen Familienabend. Die Veranstaltung war außerordent.ich gut be­sucht. Die Darbietungen standen auf beachtlicher Höhe. Es gelangten einige Mürchenspiele zur Aufführung, teils heiteren, teils ernsten Inhalts, die durch die Mitglieder des Vereins und durch Schulkinder wirkungsvoll wiedergegeben wurden und tiefen ßiabrud hinterließen. Starken Bei­fall sanden auch drei lebende Bilder, die nach

Der richtige Weg zur Erlangung schöner weißer Zähne ist folgender: Drücken Sie einen Strang Th lorodont- llahnpasle auf die trockene Thlorodont-Zahnbürste (Spez al- bürste mit gezahntem Borstenschnitt), bürsten Sie Ihr Debih nun nach allen Seiten, auch von unten nach oben, tauchen Sie erst jetzt die Bürste in Wasser und spülen Sie mit Thlorodont- Mundwasser unter Gurgeln gründlich nach. Der Erfolg wird Sie überraschen! Der mißfarbene Zahnbelag ist verschwunden und ein berrstches Gesühl Der Frische bleibt zurück. Versuchen Sie es zunächst mit einer Tube Thlorodont-Zahnpaste zu 64 Ps. Verlangen Cie aber echt Thlorodont und weisen Sie jeden Ersatz dafür zurück.

dem VolksliedJetzt gang t ans Brünne!« ge­stellt wurden. Dem Mäba.<nvercin war es eine Freude, auf die an diesem Abend offenbarte Weise der Gemeinde zu bienen, eS dürfte dabei auch nicmanb unbefriedigt nach Haufe gegangen sein. Erfreulich war es, sestzustellen, daß nicht zuletzt aus das Betreiben deS Mädchen- vercins das Fastnachtseiern, das früher in unserem Dorfe eine fo große Rolle spielte, in diesem Jahre unterblieb.

Mrcie AkS'cld

er. Homberg, 20 Febr. Bel der stS d 11 schen Brennholzversteiyerung wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Buchenschelte 8,30, Eichenscheite 3,80. Knüppel: Buchen 5,80, E-chcn 3,95, Hainbuchen 4,20, Fichten 3,60, Kiefern 4,60. Reisig; Buchen 1,25, Eichen 1,50, Eschen 1.60, K.cfcrn 1,50, Fichten 2,20; Buchcnst'ckc 5,50 Mark. Der. Gesamterlvs der Versteigerung betrug 3855 Ttaft.

preuhen.

Mrcie Wetzlar.

# Wetzlar, 23. Febr. Der KreisauS- schuß, dem drei Mitglieder der bürgertiepen Arbeitsgemeinschaft und drei der SPD. ange­hören, hat 6Ce Richtsätze für di e Gewäh­rung der Wohlfahrtsunter st Übun­gen mit Wirkung vom 1. Februar d. I. her­abgesetzt.

ll Groß. Rechtenbach, 20. Febr. Der dies- jährige gemeinschaftliche Nutzholzver- k a u f des Amtes Rechtenbach, an dem sich sechs Ge­meinden beteiligten, war nur schwach besucht. Die erzielten Preise waren sehr gering. Auf einen grö­ßeren Posten Eichenstammholz der Gemeinde Vol­pertshausen wurde überhaupt kein Gebot abgegeben. Bezahlt wurden folgenbe Preise: Für Eichenstamm­holz 3. bis 6 Klasse 25 bis 60 Mark, 2. bis 3. Klasse (geringere Dualität) 12 bis 18 Mark, für Buchcn- stammholz 25 bis 28 Mark, für Kiefern- unb Lar- chenstammholz 10 bis 12 Mark je Fcftmeter. Eichen- scheite kosteten 13 bis 17 Mark je Raummeter. Für Ftchtenstargcn würben 1. Klasse 0,90 bis 1,35 Mark, Fichtenstangen 2. Klasse 0,75 bis 0,85 Mark je Stück bezahlt.

Erweitertes

Schöffengericht Gießen.

Gießen, 18. Febr. Zwei Eisenbahnbeamia haben sich wegen Amtsverbrechens zu ver­antworten. Beide waren bei einem Dahnhoi in Oberhessen tätig. Es wird ihnen zur Last gelegt, daß sie einmal Zeil- und Wochcmkarten auf die richtigen Stationen ausgestellt, in den Bücherir aber nähergelegene Stationen eingetragen und den Mehrerlös in bie eigene Tasche gesteckt ha­ben Außerdem sollen sie Milchhändlem, die ihre Milch auf der Bahn verfrachteten, Qlnforberungen über höhere Beträge, als sie wirklich schuldeten, zugestellr und auch hier den Lieberschuß an sich genommen haben. Die heutige umfangreiche Be­weisaufnahme, die unter Zuziehung eines Sach­verständigen stattfand, ergibt die volle Schuld der beiden AngeNogten. von denen der eine ganz und der andere teilweise geständig ist. Der Staats­anwalt erblickt in den Handlungen der Ange­klagten außer einem den Milchhändlern gegen­über begangenen Betrug eine fortgesetzte schwere, Amtsunterschlagung in Verbindung mit Falsch­buchungen zwecks Verschleierung der ersteren (Verbrechen gegen Paragraphen 350, 351 StGB ); außerdem seien darin aber auch Falschbeurkun­dungen im Sinne der Paragraphen 348, 349 StGB, zu finden, und da hier daS Gesetz mil­dernde Umstände auöschließe, müsse auf Zuchthaus erkannt werden. Das Gericht hielt den Tatbe­stand der letztgenannten Paragraphen nicht für voll erwiesen und erkannte gegen beide Ange­klagte aus je ein Jahr Gefängnis, wo­bei es wegen der Llnbestraftheit der Angeklag­ten und ihr vorgeschrittenes Alter mildernde Um­stände annimmt, andererseits aber die Häufigkeit der Unterschlagungen und Falschbuchungen alS straferschwerend berücksichtigt.

Rird)lid)e Jlochritbten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 22. Februar. Jnvokavit.

Stabttirche. 9.30 Uhr: Pfr.Mahr; 11: Kinberkirche für bie Matthäusgemeinbe: Pfr. Mahr: 18: Pfr. Becker: Beichte unb hl. Abendmahl für Matthäus- unb Markusgemeinbe. llohanneskirche. 9.30: Pfr. Auslelb; zugleich Militärgottesbienst, Beichte unb hl. Abenbmahl für bie Militärgcmeinbe: 11: Kinder kirche für die Johannesgeineinbe; Pfr. Ausfeld; 18: Pfarrassistent Seemann; 20: Bibclbesprechunn im Johannessaal: Pfr. Müller. Kapelle de» Alien Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz: 11: Kinberkirche für die Luthergemeinde; Pfr. Lenz. Elisabeih üleinkinber- schuie. 9.45: Pfr. 1.ic. Waas 11: Kinberkirche für bie Petrusgemeinbe: Pfr. Lic. Waas. filein-Cinben. 9: Hauptgoitesbienst mit Abenbmahl für bie Jung­verheirateten; 11: Kinbergottesbienst. wieseck. 9.4-, 11: Kinberkirche. Alten-Sufeck. 14. Kirch­berg. 10: Kirchberg: 13.30: Daubrinaen, 13.30: Lollar. Hausen-Garbenteich. 10: Garbenteich: Feier bes hl. Abendmahls: 13: Hausen. Watzen­born-Steinberg. 13: Hauptgottesbicnst, 14: Kinber- kirche: 19.30: Passionsanbacht. Cid). 10: Stifts- bechant Kahn: 12.45: Kinbergottesbienst; 14: Stifts­pfarrer Draubt.

Katholische Gemcinben.

Samstag, ben 21. Februar.

Gießen. 16.30 unb 19 Uhr: Beichte.

Sonntag, ben 22. Februar. 1. Fastensonntag.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe, Kommunion ber Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre­digt; 11: Meße mit Prebigt; 17.30: Christenlehre unb Anbachk. Echzell. 11: Hochamt mit Prebigt. Grünberg. 9.45: Messe mit Predigt. Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt unb Christenlehre. Cich. 7.30: Hochamt tr.i Prebigt; 20: Christenlehre unb Andacht. Collar. 8.45: Messe mit Prebigt. Nidda. 8.30; Hochamt mit Predigt.

Montag, ben 23. Februar.

Caubad). 7.30 Uhr: Meße.

eounr<ia<S&tcnf| v u.'2loofbc*en am22 2. 1. Dr W.Klein, r Neumann Tvenael. Engelavolbeke.

3r innrAt im Baum D