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21.1.1931
 
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Steuererklärungen für die Frühjahrsveranlagung 1931 wird in einer Bekanntmachung der Finanz-

Wenn Ihre

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dann geben Sie sie bitte spätestens im Laufe des Mittwochs beziehungsweise Donnerstags in der Geschäftsstelle aut

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Tausend aus die Experi- auptmünjamt, von denen Verhaftung, das zweite im Atz der schachten Korn Prusung der Ausgangs^ 1 außerordentlichen nd beschwert sich darüber, entgegen der damals auch i Erklärung später an- ibe. Die Anwesenden seien t gewesen, daß der Versuch geplant, durch Vergebung ielen Arbeitslosen (Belegen- ulbfabritaiion in der Woh- iu Mafien. (Fr fei aber on fßlanti durch feine Ser-. n.

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die AriegSschuMge" , .die letzten Tage vor dem :liner TaucntzienPalasl zum rt worden. Der Film, der 'er Europas in den Dell- " sind, beginnt mit der und endet mit der Srmor' spielt, abgesehen von dem chms vom 28. Juli, in den Petersburgs Wien. Paris, hat aber feinen Schwer- PetersburgerSze- diderstand des Zaren und Windung durch EahonoLs )urch den Kriegswtllen des Md des Teneralslabschess dargestellt wird. Dieses misch den Höhepunkt des

Berliner Sorte.

Berlin. 21. Jan. (MTB. Funkspruch.) 3m Einklang mit Reuyork und im Anschluß- an die freundliche Stimmung der gestrigen Abendbörse taxierte man im heutigen Frühverkehr die Ten­denz etwas f e st e r. Man glaubt, bei den jetzt notwendigen Ültimovorbereitungen mit weiteren Deckungen der Börse rechnen zu können. Die an­geblich schwebenden Kreditverhandlungen und die Situation in Genf finden eine ziemlich günstige Beurteilung.

ämter .im Heufigen Anzeigenteil aufgefordert. Interessenten seien besonders darauf hingewiesen.

Straßensperrungsnach richt, mitgc- teilt vom Oberhessischen Automobil-Club e. B. (A. v. D ), Gießen: Die Sperre auf der Provinzial- straßenstrecke Ortsdurchfahrt Frankfurter Straße in Vilbel ist aufgehoben. , .

" Obst- und Gartenbauverein Gie­ßen. 3n einer Versammlung des Obst- und Gar­tenbauvereins, die bei guter Beteiligung nm Sonntag im Hotel Hopfeld abgehalten wurde, sprach Herr Mazarin. Worms, über ^Steige­rung im Anbau von Beeren- und Steinobst". Der Verbrauch pro Kopf der Bevölkerung in 1913 von 36 auf 50 Kilogramm im vergangenen 3ahre bedeutet, so führte der Redner auS, eine überaus erfreuliche Zunahme des Obstgenusses, die vom gesundheitlichen Standpunkte aus sehr zu begrü­ßen sei. Sie werde, unterstützt von ärztlicher Seite, auch fernerhin zunehmen. Es müsse daher für Reu­pflanzungen und Verbesserungen Sorge getragen werden, um die verlangten Mengen rechtzeitig auf den Markt bringen zu können. Leider sei die Deckung des Bedarfs aus einheimischer Produk­tion nicht möglich. Gewaltige Mengen müßten auS Frankreich, Italien und anderen Ländern einge­führt werden, die zum Teil in deutschen Konser­venfabriken verarbeitet, zum Teil aber auch als Frischware auf die Märkte kommen. Leider hatten sich die deutschen Erzeuger nicht nach den Bedürf­nissen dieser Fabriken umzustellen vermocht. Die Geldsumme, die für Obst nach dem Auslands fließt, betrug 1930 nicht weniger als 330 Millio­nen Goldmark, wahrend die Ausfuhr deutschen Obstes immer nur sehr bescheiden sei. Das deutsche Klima sei, so betonte der Vortragende, für die i in Betracht kommenden Obstsorten durchaus gün­stig, vielerorts günstiger als anderswo. Erdbeeren tragen bereits ein 3ahr nach der Pflanzung. Die Anbaufläche für Erdbeeren habe zwar alljähr­liche Steigerungen erfahren, doch leien die Er­träge noch ungenügend und es müssen große Men­gen von Holland übernommen werden. Auch für den Johannis-, Stachel- und Himbeer« bedarf ge­nüge die Erzeugung des Inlandes keineswegs. Der größte Teil von Himbeersäften, die in Kran- | kenanstalten und Apotheken verbraucht werden. I komme vom Auslande. Deshalb sei der Anbau ge­rade dieser Deerenobstart überall da zu empfeh­len. wo die Bedingungen für ihr Gedeihen vor­handen sind. 3n Oberhessen mit seinem schweren Boden und größerer Luftfeuchtigkeit sei der An­bau gut möglich. 3n Verbindung mit Beerenobst­anbau rentiere sich auch der Steinobstbau. 3n erster Linie komme die mittelfrühe und späte Süßkirsche, außerdem Zwetschen, Pflaumen und Mirabellen in Betracht. Der Pfirstchbaum gedeihe nicht bloß in besonders guten Lagen, sondern fast überall in guter Mittellage als Duschbaum. Rich­tige Sortenwahl, rationelle Düngung und Boden­bearbeitung, Reuanlagen, Ab ahorganisation, Ein­kochen von Säften, Marmeladen und Herstellung von Pasten und Süßmost seien Maßnahmen, wohl geeignet, unserem Volke die nötigen Obstmengen zu sichern, ohne daß hierfür deutsches Geld in Millionenbeträgen an das Ausland gezahlt wer­den müsse. Der Redner schloß seine beifällig auf­genommenen Ausführungen mit der Mahnung an die Gartenbesitzer, dazu beizutragen, daß in den bestehenden Verhältnissen Wandel geschaffen wird.

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Die etwa Inständige Rede wurde mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Eine Aussprache wurde von der Versammlung nicht beliebt. Mit dem Gesang des ersten und vierten Verses des Deutschlandliedes fand die Versammlung ihren Abschluß.

Talen für Donnerstag, 22. Januar.

1561: der Philosoph Francis Bacon v. Verulam I in London geboren; 1729: der Dichter Gotth. | Ephraim Lessing zu Kamenz i. d. Lausitz geboren; 1775: der Physiker Andre Marie Ampöre in Lyon geboren; 1788: der Dichter Lord Byron in London geboren; - 1849: der Dichter August Strindbcrg in Stockholm geboren.

Bornotizen.

Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater:Der Widerspenstigen Zähmung", 20 bis 22.30 Ahr. Protestkundgebung gegen das Steuerdiktat des Staatskommissars, Redner Rechtsanwalt und Rotar Albrecht, 20 älhr. Cafs Leib. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Die drei von der Tankstelle". Astoria-Lichtspiele: Troika". , . .

Aus dem S t a d 11 h e a t e r b u r e a u wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, Shakespeares Lust- spielDer Widerspenstigen Zähmung" in der Be­setzung der Erstaufführung unter der Spielleitung von Peter Fassott. Freitag, 19,30 Uhr die Sil- vesterposseRobert und Bertram . 3n Vorberei­tung ist das LustspielLeinen aus Irland' von Kamare. _ E

Die akademischen Kurse für Kauf­leute und Gewerbetreibende, die von der Industrie- und Handelskammer Gießen und der Gießener Hochschulgesellschaft veranstaltet werden, finden, nach Abschluß der Ferien, am morgigen Dienstagabend in der Universität ihre Fortsetzung. Professor Dr. M o m b c r t wird seine Vortragsreihe überGrundfragen der Besteuerung und Steuer­politik" beginnen.

Wohltätigkeitskonzert der Ge­sangsschule Frau Dr. Meyer. Auf diese Veranstaltung (siehe Heufigen Anzeigenteil) sei

ter werden können.

Disziplinarverfahren gegen vier Pfarrer.

Der Thüringische Landeskirchen- rat hat gegen die Pfarrer Dr. Emil Fuchs, (ilenach, Kohlstock, Apolda, Kleinschmidt, Eise­nach und Jüchen, Möhrenbach, das förmliche Lilziplinarverfahren eröffnet. Die Genannten werden beschuldigt, gegen die Verfügung des üandesfirchenrats vom 20. August 1930 ver­stoßen zu haben. Rach dieser ist den Geistlichen bet thüringischen evangelischen Kirchen jede aktive politische Tätigkeit unter­lagt. Die vier Pfarrer haben während des Neichstagswahlkampfes Reden für die Sozial­demokratie gehalten, auch noch, nachdem di« Verfügung bereits erlassen worden sei:

Lin Kind in heißer Milch verbrüht.

An dem Sorte Prützke bei Brandenburg «eig­nete sich ein schwerer Unfall, dessen Opf« ein dreijähriges Kind wurde. Die E)eleute Hanne aus ten Rachbardorse Wust weilten zu Besuch bei ihren Schwiegereltern in Prützke. Bei dieser Ge­legenheit lief die dreijährige Tochter Helga tn die Küche und fiel in einen dort ftet>cn- den Bottich, der mit heißer Milch an- gefüllt war. Das Kind erlitt so schwere Brandwunden, daß es am Tage nach der Ein­lieferung ins Städfische Krankenhaus Dranden- I ueg a. d. H. starb.

Drei Kinder erstickt.

Drei Kinder eines Bergmannsehepaares auS Äilsburg im Köllertal (Saargebiet) sind, wäh- renb die Eltern Verwandte besuchten, bei < i n e m Brande erstickt. Die Frau hatte dos sieben Fahre alte Mädchen und d e fünf ind vier Fahre alten Iungen in dem neben inr Küche liegenden Sch la z nmer zu Bett ge- bracht. Als di« Eheleute nao) v.erstundiger Ab- w.lenheiit he.mkehrlen, fanden |ic die Wohnung dicht verqualmt. Wahrsck e mich haben am Küchenherd hängende Lappen Feuer ge­fangen. Wiederbelebungsversuche hatten t«i- swn Erfolg.

I Notlandung eines Flugzeuges mit Goldladung.

Ein französisches Flugzeug mit einer Go.d- kbung im Werte von 1 600000 Mk das von London nach Pari- unterwegs war, mußte bei Srnarden (Kent) eine Rotlandung vornehmen und wurde dabei s ch w e r 6 escha - bigt Einer der Piloten, der bewaffnet war, Biclt bei dem Flugzeug Wache, bis das Gold m Dchcrheit gebracht war.

Adl« gegen Flugzeug.

In Lahore (Indien) stieß während eines Ge- fchwaderfluges einer der Apparate mit einem jueien» äblcr zusammen, dessen Flügelweite 2,50 Meter i betrug. Das Flugzeug stürzte ab. Die beiden In- I i offen fanden den Tod.

Zugkatastrophe in Amerika.

i Auf der Strecke B o st o n Re uy or k stieß ein Schnellzug bei mangelhafter Sicht und wtix- Mem Schneesturm in der Rühe der Station Rcad- trillc mit einem Loka lzug zusammen. 2ie Lokomotive des Schnellzuges und zwei Wa­sen des Lokalzuges stürzten um. Lieber 50 Per- Ibnen wurden verletzt, zum größten Teil Reisend« L«S Lokalzuges.______

Die Zugfpihbahn vollendet. |

I In Anwesenheit zahlreich« Ehrengäste wurde Lr letz te Teil der bayerischen Zugspitzbahn, I lc Seilbahn yon dem 2650 Meter hoch ge» Lqene Schneefemerhaus zu der zwischen dem Ost- Lb dem Westgipfel der Zugspitze in fast 3000 Bieter Höhe gelegenen Bergstation eröffnet. Blit der Inbetriebnahme der Seilbahn, die einen Uöhenunterschied von fast 300 Met« bei ein« Di reckenlänge von 725 Meter in vier bis fünf Minuten Fahrzeit überwindet, wurde gleichzeitig [j* das neuerbaute Hotel Schneeferner- »auS «öffnet, das 80 Gäste aufnehmen kann, Mährend das alte Schneefernerhaus, das als Tou- In'tenhaus in den nächsten Wochen «öffnet werden Ltb, Raum für 115 Gäste bieten wird.

Die Zukunft Bayreuths.

I Frau Siegfried Wagner hat als Rachfolg« kreß Gatten in die künstlerische Leitung der Fest- irüle Heinrich Tietjen und in die musikalisch« i> Itung Wilhelm Furtwängler berufen. Der Drruhische Kultusminister hat Tietjen seine Er­mächtigung zur Annahme der Berufung «teilt, »lxnso hat Furtwängler feine Zusage gegeben, liefe Reuordnung wird erst 1933 in Kraft treten, KT nach dem Willen Siegfried Wagners die dies- fcbrigen Festspiele in unveränderter K$rm stattfinden. Wilhelm Furtwängler hat Vch aber bereit erklärt, schon in diesem Fahre lie Leitung vonTristan und Isolde" zu üb«- ectynen.

Der Heidelberg« ASTA aufgelöst.

Der badische Minister des Kultus und Unt«- üchts hat den Allgemeinen Studenten-Ausschuh - kt Universität Heidelberg (ASTA) mit sofor- iger Wirkung aufgelöst. Veranlassung hierzu ga- jc-n wie eS in dem Erlaß des älnterrichtsministers jciht, die fortdauernden Verstöße des ASTA- | l»rstandes gegen die Satzungen der Allgemeinen Studentenschaft und vor n.em ein Brief des ASTA-Dorstandes vom I^Ianuar an beit Rektor der Universität Heidel- btrg, nach welcheni er die Richtbeteiligung 3r Llniversitätsfeierlichkeiten des- regen beschlossen habe, um der Forderung,Herrn 'tofeffor Gumbel nicht mehr als Mitglied d« Dozentenschaft der Tlniversität zu sehen", Rach- bnd zu verleihen. Ieht verlange der ASTA- lorstand nicht nur, daß Professor Gumbel den 1lniversitätsfei«lichkeiten fern bleibe, sondern daß ir aus dem Leh r körper der älniver- li tat auszuscheiden habe. In den Sahun- jer der Heidelberger Studentenschaft finde sich für tirt solches Vorgehen keinerlei Grundlage; man forme dies nur als eine gröbliche Ueberschreitung bei statutarischen Zuständigkeit bezeichnen. 3n tem Erlaß des Minist«s wird üie Sahungsge- le^migung für die Studentenschaft d« Hniberfität Heidelberg vorn 12. Dezember 1925 zurückgezo- gc-n. Alle Organe der Studentenschaft hätten fo- lott ihre Ölemter niederzulegen. Ein« Neuwahl werde nicht angeordnet. Es erscheine hnntoibrig, so heißt es in dem Erlaß, unter dem fernen und der äußeren Form der Selbstverwal- hing Einrichtungen bestehen zu lassen, die nuv bnrch fortgesetzte Singrisse der Aufsichtsbehörde notbürftig in ben Schranken b« Ordnung gehal-

Aus der provinzialhauvistadi. I

®i'6en. ben 21.3«nuar 1931. MStÄS Oeuffchnationale und Tributlasten. l«'nnen der Gesangsschule Frau Dr Meyer, _ 1 ' , ' von der Anfängerin bis zur berufstätigen Kunst-

9n der vollbesetzten Turnhalle am Oswaldsqartcn krin toirb cinc interessante Entwicklung der sprach gestern abend in einer öffentlichen Derfarnm- gesangspädagogifchen Ausbildung zeigen und lung auf Einladung der Gießener Ortsgruppe der durch die Mitwirkang der ehemaligen ersten Al- Deutschnationalen Volksvartei der deulschnationale Rürnberger Oper, Frau Paula

Reichstagsabgeordnete Profestor Dr. von Frei;- Franke-Zondervan, eine werwolle Be­ta g h - L o r i n g h o v e n über das ThemaDas xeicherung erhalten. Am Flügel begleiten Frau Ende der Iributpoülit". Der Redner betonte ein- Elfüede Fischer und Fräulein Iren« Wal- lcitend, daß der Kampf um die Leistung der Tribut» t h e r.

zahlungen jetzt in das entscheidende Stadium ein- '

getreten sei. Sodann wandte er sich gegen das Kabi- »»OeffentlicheKreisausschußsitzung. nett Brüning, das sich mit seiner Reparationspolitik vfm Samstag 31. Januar, vormittags 9 Uhr, findet vom Parlament lösen wolle, um sie ungestört be- im Regierungsgebäude, dahier, eine öffentliche treiben zu können. In diesem Zusammenhänge Kreisausschußsitzung mit nachstehender Tagesard- sprach er sich entschieden gegen den Parlamentaris- nung 1. Wildschadensersatzanspruch des Ernst mus aus, den feine Partei beseitigen werde, sobald jn Ettingshausen. 2. Antrag der Gemeinde sie dazu imstande sei. Er kritisierte weiter, daß im Irof)e auf Ablösung des Rechtes der Besteuerung jetzigen Reichstag die nationale Opposition völlig Don anherhalb der Gemarkung Trohe - gelegenen ausgeschaltet werde, während das Zentrum und die . Grundstücke. 3. Einspnich gegen den Gemeinderats. Mittelparteien, beide abhängig von dem stillen Teil- tzeschluß wegen Aufwertung des Einkaufsgeldes in Haber der Koalition, der Sozialdemokratie, um die ^er Gemeinde Watzenborn «teinberg 4. Entziehung Erhaltung ihrer Vorherrschaft kämpften. Die Deutsch- &es Führerscheins des Wilhelm Wilke in Gießen, nationale Volkspartei unter Hugenbergs Führung - Steuererklärungen. Zur Abgabe der werde nur dann mit den Mittelparteien eine Re- gierung bilden, wenn diese sich endgültig von der So­zialdemokratie lösen und der Führung dex natio- I nölen Rechten unterstellen würden. Mit einer Poli­tik, die die Wiedererlangung der deutschen Freiheit durch Leistung von unerträglichen Tributlasten er­strebe und dadurch das deutsche Volk auf Gene-

I rationen hinaus zu Fronsklaven mache, werde sich die Deutschnationale Volkspartei nicht einverstanden erklären. 3m weiteren Verlaufe feiner Ausführun- gen bemerkte der Redner, die vom Kabinett Brüning beabsichtigte Sanierung der Reichsfinanzen fei trotz I aller Notverordnungen und neuen Steuern bis heute nicht erreicht worden, iu Wirklichkeit weife heute der I Stand der Reichsfinanzen einschließlich der schweben- den Schulden ein Defizit von nahezu 3 Milliarden

I auf. Der Redner kam dann auf die deutsche Ost- I Politik zu sprechen und machte hierbei dem Rckchs- I tangier Brüning zum Vorwurf, daß er in die Fragen des Ostens nicht tief genug eingedrungen fei. Weiter übte der Redner scharfe Strittt an der deutschen Siedlungspolitik im Osten und besprach

I dabei die politischen und wirtschaftlichen Unmöglich­keiten der gegenwärtigen Grenzziehung Ostdeutsch­lands. 3n diesem Zusammenhänge forderte er schärfste Abwehrmaßnahmen gegen die fortgesetzten 23er-

I letzungen der deutschen Hoheit durch polnische Flie­ger und entschiedenes Eintreten der deutschen Re­gierung für die deutsche Minderheit in Polen. Sodann polemisierte der Redner eingehend gegen die von Minister Curtius verfolgte Außenpolitik. Er bemerkte hierbei, die Curtiussche Außenpolitik habe die Gefahr nahegebracht, daß Deutschland in die Front der Gegner einer Revision des Versailler Diktats eingegliedert werde. Die von Stresemann und Curtius vertretene Politik der Verständigung |

I mit Frankreich nehme dem deutschen Volke die Mög- I lichkeit, die von Mussolini als notwendig erkannte und geforderte Revision des Diktats von Versailles

I mit aller Kraft durchzudrücken. Der Redner rügte, daß heute der italienische Außenminister Grondi in Genf der Wortführer der Revisionisten sei, wah­rend Curtius diese Aufgabe habe übernehmen müs­sen. Die Haltung Deutschlands habe mit dazu beigetragen, daß England sich wieder vollständig I an Frankreich angelehnt habe. Fetzt werde sogar behauptet, das Kabinett Brüning wolle in Frank­reich Anleihen für Deutschland aufnehmen, wobei als politische Gegenleistung die Preisgabe der Re- Vision des Versailler Diktats in Betracht kommen werde. Der Redner forderte die nachdrücklichste Geltendmachung des deutschen Rechtes auf Revision des Versailler Diktats, da die andern ihre Verpflich­tungen aus dem Vertrag nicht erfüllten, er lehnte I die Paneuropabestrebungen entschieden ab und ver­langte mit Nachdruck den Austritt Deutschlands aus I dem Völkerbund, wenn unseren Forderungen auf I Revision des Versailler Diktats und auf Achtung her deutschen Rechte, auch in den Minderheiten- : fragen, nicht entsprochen werde. Erst wenn dieser Wille zur deutschen Selbstbehauptung in Erscheinung trete, wozu als erstes die sofortige Einstellung der

I Tributzahlungen gehöre, könne von dem Beginn ; eines Wiederaufstiegs Deutschlands gesprochen

Siaaiöbürgerliche BildungSiagung in Alsfeld.

H Alsfeld. 19. Ian. Am Samstag fand im großen Saale desDeutschen Hauses" «in« staatsbürgerliche Dildunastagung für Stadt und Kreis Alsfeld durch die Reichszentrale für Heimatdienst, Landesabteilung Hessen, statt.

Zu«st sprach Studienrat Dr. König (Gie­ßen) überPolitische Probleme Mit­teleuropas" in kehr fesselnder Weis«. Sem« Aussührunaen gipfelten in den Feststellungen, daß von d« Beseifigung der gegenwärtigen, durch den Vertrag von Dersallles geschaffenen staatlichen Verhältnisse Mitteleuropas mit ihren Rationalitätskämpfen die gesamte Befriedung Europas abhänge. Der Redner schlug zu die- fern Zwecke die Schaffung eines europäischen Volksrechts zum Schutze der Minderheiten und die Schaffung eines ausgeglichenen großen Wirt­schaftsgebietes für Mitteleuropa vor. Der Schlüs­sel zu Mitteleuropa liege bei Deutsch-Oesterreich und in d« Anschlußsrage.

Als zweiter Redner behandelte Universitäts- Professor Dr. Köpp« (Marburg) da« Thema D e u t s ch l a n d i n d e r W e l t w i r t s ch a f t »- krise", wobei er zunächst ein anschauliches Drld von den Wirtschaftskrisen der anderen Länd«. insbesondere Amerikas und Englands, gab. Er erläutert« dann eingehend die älrsachen der deut­schen Krise und kam zu dem Ergebnis, daß drese ein Teil der Weltwirtschaftskrise, zugleich ab« auch eine Sonderkrife, nämlich «ine Vertrauens­krise sei, hervorg«uf«n durch die älnsicherhetk der politischen Verhältnisse in Deutschland, die zu einer verhängnisvollen Kapitalflucht gesuhrii habe. Der Vortragende bezeichnete als die wich- figste Voraussetzung für die äleb«windung bet Krise in Deutschland die Wiederherstellung des V«trauens, wobei « auf das Beispiel Frank­reichs hinwies, daS heute weitgehendstes Ver­trauen genieße.

AlS dritter Redner sprach ErziehungSdirektov Beckmann (Frankfurt a. ÖH.) über daSThema D i e Reichsreform im Lichte der Ge­schichte", ein geschichtlicher, anregender Bor- trag, der unter Vergleichung der staatlichem Entwicklung anderer Länder darlegte, daß im Gegensatz zu anderen Staaten, z. D. Frankreich, die Entwicklung Deutschlands in d« Geschichte bis zur Reichsgründung Bismarcks von einem früheren Einheitsstaat immer mehr zum Partt- külarismus geführt habe, mit dem aufgeräumt werden müsse. Die Reichsreform müsse tomrnen. auf die Dauer sei es unmöglich, in Deutschland 17 Länder mit ihrem kostspieligen DerwaltungS- apparat aufrechtzuerhalten.

An die interessanten Vorträge schlvh sich eins Aus'vrache an. DaS Schlußwort sprach KreiS- birdtot Dr. Stammler. Der Besuch der Ver­anstaltung war gut.

Die Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Die Temperaturverteilung zeigt Heute morgen östlich der Elbe infolge der vielfach bestehenden Schneedecke unter östlicher Luftzufuhr Frost bis zu 6 Grad, westlich der Elbe dagegen durch die milde ozeanische Luft Temperaturen bis -I- 7 Grad. Wahrscheinlich dürste der Zustrom ozeanischer Lust durch das Jslandtief auf dem Festlande die Dor- Herrschaft behalten, so daß für unseren Bezirk die Wetterlage durch sie bestimmt wird.

Aussichten für Donnerstag: Neblig uni) bewölkt mit vorübergehendem Aufklaren, ein­zelne Niederschläge, Temperaturen nachts um den Gefrierpunkt, tagsüber milder.

Aussichten für Freitag: Wenig Aende* rung der Wetterlage.

Lufttemperaturen am 20. Ianuar: mittags 3,8 Grad Celsius, abends 3.5 Grad; am 21. Ianuar: morgens 4,3 Grad. Maximum 4.7 Grad, Minimum 3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 20. Januar0,2 Grad; am 21. Ianuar0,2 Grad Celsius. Riederschlag 0,7 Millimeter.

Sthufz gegen

Grinne

Schöne weiße Zähne: Chlorodont S