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Februar lsd. I. ab die enehmigle BiersAnnL- weils von 10 bis 12 W nns EinW aus.

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s Maul- und Klauenseuche

s erteilt:

Sammlung von Geldspen- Ifalcnbers, Zlnsichts- und ber ®oWrt5einrid)tun= 5 Hessen bis zum 31. $e=

armstadt zur Sammlung 1 liten seiner AnMszwecke , Dezember 1031.

Ivrge e.B., Landesverband spenden durch Werbeschrei- nsten seiner Vereinszwecke | um 31. Dezember 1931.

it Hessen gestattet: |

[tes in Biebesheim Ml,

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:en des WochnerinnenasO ni 1931 und die der Geld- ungsheime der Bagerlschcn e und Kriegshinterbliebene, rt-______________

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Rr. 17 Erstes Blatt

181. Jahrgang

Mittwoch, 21. Januar 1931

Lricheini täglid),anB« Sonntags und Feiertag» Beilagen;

Ote Illustrierte Gießener Familienbläue, Heimat im Bild Die Scholle monats-Btiugsprets: 2.20 Reichsmark und 30 Retchspfenmg für Träger» lohn, auch bei Richter- scheinen emzelnerRummern infolge höherer Gewalt.

ZernsprechanschiSsse anterSammelnummer2251 Anschrift ttu Drahtnach. richten Anzeiger Siehe», poßschecktonto: §ra*ffurt am Main 11686.

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhefsen

vnick und Verlag: vrühl'lche UnwerfilSlr-vych- nnö Stetnörnderel H. Lange in Stehen. Schristlettnng und Geschäftsstelle: ZchulNrahe 7.

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Chefredakteur

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, fämtlich in Dietzen

Curtius ka'mpfi um die Abrüstung.

Krieg dem Kriege.

Don unserem Genfer Sonder-Korrespondenten.

Gens, 20. 3art.

Drei Feuerproben hat Dr. Curlius in Genf zu bestehen, die in den Schlagworten P a n - curopa, Abrüstung und Minder­heitenschutz sich zusammenfassen lassen. Er hat zunächst nicht schlecht abgeschnftten. Es ist ihm gelungen, den französischen Versuch schei­tern zu machen, der zwar die paneuropäischen LInterhaltungen fortsetzen, aber dabei die ganzen politischen Probleme umgehen wollte. Dabei fand er die Unterstützung Italiens, und es war taktisch sehr klug, daß er hier Grandi als Prell bock benutzte, so daß hier der deutsch­französische Gegensatz, der ja noch scharf genug lhcrvortrelen wird, sich mehr auf einen fran­zösisch-italienischen Zweikampf zuspitzte: wobei dann die Entscheidung in der Linie der deutschen Politik fiel.

Am Dienstag hat der zweite Akt begon­nen, der Kampf um die Abrüstung, der wieder mit einem großen Aufgebot an Mi­nisterreden einsetzte. Henderson eröffnete als Vorsitzender den Reigen, etwas pathetisch, be­schwörend, immerhin auch mit dem Eingeständnis, daß der Verzicht auf die allgemeine Abrüstung eine Verletzung des Völkerbundspialtes bedeuten würde. Aber das klingt diesmal alles absichtlich verschwommen, nicht entfernt mehr so scharf und zugespiht wie noch im Dezember.

Die ganze Rede ein sprechender Beweis für die Abhängigkeit, in die seither England von französischem Golde geraten ist. Hm so not­wendiger war cs, dah von deutscher Seite die Kernfrage nun einmal ganz klar heraus- gearbeitct wurde. Das hat Dr. Curtius getan. Er hat bewußt auf jedes Pathos verzichtet, hat nur die Tatsachen reden lassen, hat daran er­innert, wie die Dinge bisher gelaufen sind, wie Deutschland immer wieder vergeblich gewarnt hat und so die Forderung begrün­det. daß der kerbund auf der endgültigen Ab» rüstungskonferrnz auf die bisherigen Methoden verzichten und die Gleichberechtigung seiner Mitg'ieder sichersiellen must, wenn er sich nicht selbst aufgeben will. Keinerlei Drohung, aber doch unmistvcrständlich, dast nach deutscher Auffassung die Abrüstung die Sch.ck'a s'rage für den Völkerbund darstcllt und dast von der Be­antwortung dieser Frage Deutschlands weitere Einstellung abhängt.

Man kann sich kaum zwei gröstere Gegensätze als Redner Lenken als De. Curtius und B r i a n d. War Curtius nur Sachlichkeit, so war Vriand ganz Beredlamkeit. Er schwelgte, in Phrasen und Komplimenten, war begeistert von dem, was b's- her geschehen ist und tat so, als wenn eigentlich alles in schönster Ordnung sei. Sogar die unvermeidliche Bosheit gegen Deutschland fehlte nicht, denn jetzt stellt Frankreich mit einem Male die These auf, da,st es nicht auf die Zahl der Kanonen und sonstigen Kriegswaffen an­komme, sondern auf den Willen, diese Mittel zu brauchen, wobei natürlich an Frankreich als leuchtendes Vorbild gedacht ist. Aber diese Rattenfängermelobie zieht doch heute nicht mehr. Die Tatsachen reden eine zu deutliche Sprache, und gerade die mitleidlose Rüchternheit, mit der von deutscher Seite das unwürdige Spiel zwischen Abrüstung und Sicherheit ausgedeckt wurde, hat unverkennbar einen tiefen Eindruck ge­macht. Man weih jetzt, worum es geht und dast bei der Abrüstungskonferenz Farbe bekannt werden must, selbst wenn es gelingt, den Beginn der Abrüstungskonferenz auch noch ins nächste Sahr hinein zu verschieben.

Die Abrüstungsdebatte im Völkerbundsrat beginnt. Genf, 20. San. (WTB.) Die Aussprache über die Behandlung der Abrüstungsfrage begann am Dienstagvormittag im Völkerbundsrat mit einer groben Rede des gegenwärtigen Ratspräsidenten, des englischen Außenministers

Henderson.

Wenn das Gebäude des Weltfriedens auf eine sichere und dauerhafte Grundlage gestellt werden solle, müsse der Völkerbund die Völker z u . einem kühnen Schritte auf dem Wege der Abrüstung führen. Die Pflicht zur Abrüstung ergebe sich ganz klar aus Artikel8 des Völkerbundspaktes, dem Versailler Vertrag, dem Vertrag von Locarno und aus allen Reden, die seit 1920 in Genf gehalten worden seien. Alle Rationen seien nicht nur rechtlich, sondern auch moralisch verpflichtet. Die Mit­glieder des Völkerbundes feien auchdurchihre eigen st en Snteresscn zur Abrüstung ver­pflichtet. Man wende ein, dast die Abrüstung un= zeitgemäß sei, da überall von Hnruhcn und von Kriegsgefahr gesprochen werde. Eine unmittelbare Kriegsgefahr bestehe zwar nicht, aber ein Fehlschlag der Abrüstungs­konferenz würde zu einer Lage führen, die der von 1914 ähnlich fei. Es gebe Leute, die behaupten, dah man sich jetzt schon auf diesem gefährlichen Wege befinde, dah die Ratio­nen wieder zu dem Vo r kr i e gs s y ste m der Militärallianzen zurückkehrten. Das seien gefährliche Erwägungen. Rach seiner Meinung sei es unmöglich, heute einen Vertrag

abzuschliehen, der sich nicht völlig in das System der Völkerbundsverträge eingliedere. Keine Re­gierung, so mächtig sie auch fei, dürfte es wagen, sich über den Völkerbund hinwegzusetzen.

Oer italienische Außenminister Grandi erklärte, die grundsätzliche Auffassung der italieni­schen Regierung über die Frage der Abrüstung entspreche den Grundsätzen des Völkerbundes, dem Stalien treu bleibe. Was die Beziehungen zwischen Sicherheit und Abrüstung an­gehe, so sei die Sicherheit zwar ein Element, dem man bei Festsetzung des Matzes der Ab­rüstung Rechnung tragen müsse: aber die Sicher­heit sei nicht eine Vorbedingung für die Abrüstung. Der Rat habe die Pflicht, einen Termin für die Abrüstungskon­ferenz festzuschen. Eine nochmalige Verschie­bung dürfe unter keinen Hmständen erfolgen. Die Politiker könnten es nicht begreifen, dah, während Europa unter einer unerhörten Wirt­schaftskrise leide, während Milliarden für Kriegs­schäden und Reparationen ausgegeben würden, während täglich Millionen von Arbeitslosen auf die Straße geworfen würden, der Völkerbundsrat nicht den Entschlust fasse, die Abrüstungskonferenz einzuberufen. Siefc Konferenz habe nicht niir die Aufgabe, die Militärlasten zu senken, sondern sie m 'ffe den Friedenswillen stärken und Sicherheit schaffen, und zwar eine solche Sicherheit, die es Europa und der ganzen Welt ermögliche, das Friedensideal des Völkerbundes zu verwirklichen.

Reichsanßenminister Or. Curtius

führte sodann aus:

Wie wir in Deutschland den Konventionsent­wurf selbst beurteilen, wissen Sie. Aber seit dem Zusammentritt der Vorbereitenden Abrüstungs­kommission muhten wir mit jedem Sahre immer mehr erkennen, dast der Weg, den die Kommission einschlug, sich ständig weiter von dem eigentlichen Ziele entfernte. Trotz all unserer Einwände wurde der Konventionsent­wurf hinsichtlich der Landabrüstung Stück um Stück derjenigen wesentlichen Cle­mente beraubt, die zu einer wirk­lichen Abrüstung gehören mürben. Das Rüstungsthema, das so entstand, läuft höchstens auf die Stabilisierung des heutigen S t a n d es hinaus, zum Teil würde es sogar noch eine Erhöhung dieses Rüstungsstandes erlau­ben. Daher hat/sich schon im Frühjahr 1929 der deutsche Vertreter auf Weisung der deutschen Re­gierung klar von dem Programm der Mehrheit der Kommission l o s l ö s e n müssen.

Die Kommission ist schliehlich so weil gegangen, diesen an sich völlig ungenügenden Entwurf auch noch vornherein zu verbinden mit einer erneuten Festlegung des uns vertragsmähig auferlegten Entwafsnungsstandes. So war es selbstverständlich, dah wir das Ergebnis der Arbeitei» der vorbereitenden Abrüstungskom- miifion ablehnten. Die kommende Konferenz wird nur dann annehmbare Resultate zeitigen können, wenn sie zunächst, ehe sie an die Ein­setzung von Ziffern geht, die jetzt vorgeschlagene Methode durchgreifend revidiert. Sie wird sich ferner den ersten Grundsatz des Völkerbundes, nämlich die Gleichberechtigung feiner Mitglieder, zu eigen machen müssen und nicht Sicherheit gegen Unsicherheit stellen dürfen.

Das hat schon mein Amtsvorgänger ausgesprochen. Der Reichskanzler Hermann Müller hat 1928 in Genf Aehnliches gesagt. Gras Bernstorfs hat noch vor sechs Wochen für Deutschland paritätische Sicherheit verlangt. Ich billige und unter» streiche seine Ausführungen ganz. Wurde der Völkerbund diesen Grundsatz preisgeben, würde er in seiner Aufgabe versagen, die darin besteht, durch Abrüstung allen seinen Mitgliedern Sicherheit zu verschaffen, so würde er seine Frie­densausgaben verfehlen, sein eigenes Dasein erschüt­tern und seine Existenzberechtigung verlieren. Erfüllt er aber seine Abrüstungs­verpflichtung, so werden wir die ersten sein, das anzuerkennen.

Briand

betonte, es sei völlig unmöglich, dah die Ab­rüstungskonferenz nicht zu einem Erfolge führe. Die Bestimmungen des Artikels 8 des Dölker- bundsvcrtrages und die Präambel zum Teil V des Versailler Vertrages stellten eine heilige Verpflichtung aller Völkerbundsmitglieder dar. Sedes Volk sei durch diese feierliche Ver­pflichtung gebunden. Die Regierungen, die sich dieser Verpflichtung entziehen würden, entehrten sich selbst. Der Ab- rüstungsausschust habe sehr bedeutungs­volle praktische Arbeit gereiftet. Der Pessimismus in der Abrüstungsfrage sei daraus zurückzuführen, dah man das Absolute ver­lange. während man schimDereichdesRe- la tiven befinde. Die Abrüstrmg mühte jetzt, sowie es die Bedingungen derSicher- heit erlaubten, durchgcführt werden. Der Gedanke der Sicherheit sei jedoch in letzter Zeit verwässert. Er sei ganz anders ausgelegt worden, als es ursprünglich gemeint gewesen sei. Es empfehle sich daher, nicht weiter allzuviel von der Sicherheit zu reden. Sn der Abrüstungs­frage konune es weniger auf die Wenge der Rüstungen an, über die ein 2anö verfüge, als

auf den guten Willen, von diesen Rü­stungen keinen Gebrauch zu machen. Er sei fest überzeugt, dah die Abrüstungskonferenz zu einem großen Erfolge führen werde. Wenn auch nicht alles erreicht werden tonne, so werde doch eine Einigung erreicht werden können. Die kom­mende Abrüstungskonferenz werde nur der erste Schritt sein, dem weitere folgen müssen. Die Verpflichtungen aus dem Kellogg- unb Völkeröundsvertrag machten sie heute unver­meidlich.

Briand erklärte sodann unter deutlichem Hin­weis auf Curtius, einer seiner Kollegen habe Vorbehalte geltend gemacht. Er habe Ver­ständnis dafür, aber von größter Bedeutung fei es, daß zwischen den Völkerbundsmitgliedern keine Trennung entstehe. Es handele sich

nicht darum, die Vorherrschaft irgendeines Volkes zu schaffen. Die Zeiten würden sicher kom­men, wo zu Wasser, zu Lande und in der Luft eine vollständige Gleichheit der Rüstungen vor­handen sei. Dieses Sbeal könne aber noch nicht auf der er ft en Konferenz verwirklicht werden. Alle Länder hätten ihre Rüstungen be­reits herabgesetzt. Frankreich habe seine Mi­litärdienstzeit um zwei Drittel und die Zahl seiner Effektivbestände um die Hälfte herabgesetzt. Sn den anderen Staaten sei dieselbe Entwicklung zu beobachten. Die künftige Abrüstungskonferenz müsse große Ergebnisse haben, wenn sie den Versprechungen des Art. 8 Rechnung tragen und den Völkern ein Gefühl der Sicherheit ver­schaffen wolle.

Kamps um die Prohibition in USA.

Geteilte Meinung des Prüfungsausschusses. Präsident Hoover für bedingungslose Beibehaltung.

W a f ß i n g t o n, 20. San. (WTB.) Der von der Regierung eingesetzte Ausschuß zur Prüfung der Mittel und Wege für eine wirkungs­vollere Durchsüh rung der Bundes­gesetze, der sich unter dem Vorsitz des früheren Eeneralanwalts Wickersham D"rühmlich mit der Durchführung des Prohibitions- ae se tze s befaßte, ßa; nunmehr nach ISmonatiger Arbeit feinen vom ganzen Lande mit Spannung erwarteten Bericht dem Weihen Hause und dem Bundeskongreh vorgelegt.

Die tiefgehende Spaltung, die in der Pro­hibitionsfrage innerhalb "des amerikanischen Doll« les eingetreten ist, spiegelt sich auch in dem Be­richt des Ausschusses wider. Trotz der andert­halbjährigen Beratung haben die elf angesehenen Männer, die dem Ausschuß angehören, keine einbeutige ober einmütige Entscheid b u n g fällen formen. Sie sink) sich nur barüber einig, baß die bisherige Durchführung bes Prohibitionsgesehes unbef ric- bigenb sei. Sie schlagen keine bestimmte Lösung des Problemes vor, fönte m bieten in einem von zehn Mi gliedern unterzeichneten Mehrheits­bericht lediglich verklausulierte Kompro­misse bar. Außerdem hat jedes Ausschuß- mi tg lieb einen eigenen Bericht unter­breitet, so baß sich das Volk unb bie Regierung ber Vereinigten Staaten zwölf Berichten gegen­übereßen, bie alle voneinanber.abwei­ch en.

Zwei Mitglieder des Ausschusses fordern in ihren Sonderberichten die völlige Aufhe­bung des 18. Amendements ber Verfassung, bas

bie Prohibition enthält: vier andere treten in ihren Berichten für eine Abänderung des Prohibitions-Amendements ein; zwei schlagen vor, die Frage einem Volksentscheid zu unterbreiten und die übrigen drei sprechen sich für die Beibehaltung und eine energischere Durchführung des Alkoholverbotes aus.

E i n ft i m m i g erklärt der Ausschuß, baß seit der Einführung der Prohibition ein er­schreckendes Anwachsen der Gesetzes­mißachtung und der Korruption fest­zustellen fei. Ebenso einstimmig verweist er aber auch auf die Vorteile der Prohibition, die eine allgemeine Erhöhung des Le­bensstandards. eine Vermehrung der indu­striellen Erzeugung und damit ein allgemeines Aufblühen zur Folge gehabt habe. Die Einfüh­rung von leichtem Bier und leichten Weinen wird mit der Begründung abgelehnt, baß diese Getränke den eingefleischten Trinkern sicherlich niht genügen würden. Der Ausschuß befürwortet schließlich eine Vermehrung des Personals der Prohibitionsbehörde, sowie eijxe schärfere Kon­trolle des Verlaufes von denaturiertem Alkohol.

Präsident Hoover legte dem Kongreß den Wickersham-Bericht mit einer Sond er­bot s ch a f t vor, in der er sich für bedin­gungslose Beibehaltung der gegen­wärtigen Prohibitionsgesetzgebung ausspricht. Er lehnt ausdrücklich und scharf die Ansicht der Kommission ab, daß der 18. Nachtrag zur Ver­fassung, falls seine Durchführung weiterhin nicht erfolgreich sein würde, abgeänbert werden sollte.

Schweres Lawinenunglück in den bayrischen Voralpen.

Ein Skikurs der bayrischen Landespolizei von einer Lawine verschüttet. Nach schwierigen Rettungsarbeiten sieben Landespolizisten als Leichen geborgen.

Benediktbeuern, 20.3an. (MTB.) heule kurz nach 15 Uhr ereignete sich an der Osts eile der Benediklen-wand ein furchtbares Lawinenunglück. Lin Skikurs der bayerischen Landespolizei wurde von einer Lawine überrascht und neun Mann wurden in die Tiefe gerissen.

Aus der der Landespolizei gehörenden Probff en- 21 l m sind zur Zeil verschiedene Mannschaften der Landespolizei slalioniert, die im dortigen Gebiet unter der Leitung eines eigenen Lehrers an einem Skikurs leilnehmen. heute gegen 15.15 Uhr übten die Kursteilnehmer am Sleilhang zwischen dem Benediklenwand-Osigrad und den Achselköpfen, als sich plötzlich eine gewaltige Lawine löste und neun Mann mit sich in die Tiefe riß. Der hültenwirt der Landespolizei beobachlele mil einigen auf der hülle verbliebenen Mannschaften das Unglück und sosorl eilte ein Meldefahrer nach der 20 Minuten entfernten Tut- zinger hülle, um telephonisch Hilfe zu erbitten. Ge­gen 1930 Uhr traf die Benediktbeuerner Reltungskolonne, an der Mannschaften der Sanitätskolonne des Gebirgsunfalldiensles und des Sportvereins Benediktbeuern teilnahmen, an der Unfallslelle ein. Der Anstieg gestaltete sich wegen der außerordentlich starken Bereisung aller 2Dege äußer ft schwierig. Die Bergungsarbeiten wur­den sofort mit allem Rachdruck ausgenommen. Erst gegen 21.30 Uhr traf die Reltungsexpedilion aus Bad Tölz an der Stätte des Unglücks ein, wäh­rend die Mannschaften aus Lenggries und München noch unterwegs sind. Die außergewöhn­lich große Lawine war in einet Breite von 60 Meter 150 Meter niedergegangen. Ihre Tiefe betrug 3 Meter. Zur Zeit find die Ber­gungsmannfehaffen unter Leitung des ge­retteten Oberleutnants RemoId damit

beschäftigt, durch die Schneemassen Gräben zu ziehen. Die Arbeiten werden durch die ungünstige Witterung es regnet erschwert. Gegen 21 Uhr wurden in Bad Töt; in kurzen Abständen vier Rettungsexpeditionen abgelassen, in der Hauptsache Tölzer Skiläufer, Angehörige der Tölzer Feuerwehr und Mitglieder alpiner Bereine. In kurzen Abständen folgten weitere hilfsmannschaften, so daß etwa hundert Mann an der Un- fallstette sind, die bei Fackelschein die ganze Rocht hindurch arbeiteten. Die selbstlose und mulige Arbeit der Rettungsexpeditio­nen ist um so höher zu bewerten, als die große Lawinengefahr den Aufstieg nach wie vor gefährlich macht.

Der Rettungskolonne gelang es nach angestreng­ter Arbeit gegen 22 Uhr einen der verschütteten Landespolizeibeamten schwerverletzt zu ber­gen. Die übrigen verschütteten sieben Landes­polizisten sind nach angestrengtester Tätigkeit Mittwoch früh gegen 5 Uhr als Leichen ge­borgen worden. Die Rettungsexpeditionen stan­den unter der Leitung des geretteten Oberleutnants Remotd und des Oberleutnants von hengel der Landespolizei München. Ein Teil der fjelfer ist bereits von der Unglücksstelle abgezogen. Der schwer- vcrlehle Landespolizist, dessen Rome noch nicht be­kannt ist, wird nach Benediktbeuern ins Kranken­haus gebracht, die sieben Todesopfer des Unglücks nach Lenggries.

Weitere Lawinenunglücke.

Die starken Schneefälle im Hochgebirge haben zu zahlreichen Lawinenstürzen geführt. Seit Sonntag abend sind zwei holländische Skifahrer von einer Skitour im 2lrlberggebiet nicht mehr zurückgekehrt Man hat ver­schiedene Gruppen von Suchmannschaften nach ihnen ausgesandt, die die Strecke von einer großen Lawing