Ausgabe 
20.5.1931
 
Einzelbild herunterladen

Mittwoch, 20. Mai 1951

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Kr. 1(6 Drittes Blatt

irischast

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 20. Mai. Tendenz: un­sicher. Die Rede Hendersons vor dem Curopaausschuh wurde von der Dorfe recht günstig kommentiert und bewirkte, da man auch zu Beginn der amtlichen Börse mit festeren Kur­sen rechnete, weitere Deckungen der Spe­kulation vor dem herannahenden Ultimo. Zu Beginn des offiziellen Börsenbeginns wurde die Stimmung recht unsicher, da zu den ersten Kursen einiges Angebot vorlag. Derstimmend wirkte der niedrige Dividendenvorschlag von 6 nach 12 Prozent im Dorjahr bei Aschaffenburger Zellstoff, der bestehende Ordermangel und die unsichere gestrige Reuyorftr Dörse. Dei sehr geringer Timsatztätigkeit lagen die ersten Dotierungen nicht ganz einheitlich, doch ergaben sich keine größeren Kursrückgänge als 1 Prozent. Stärker abgeschwächt waren naturgemäß Zellstoff- werte, von denen Aschaffenburg, wie auch Wald- Hof je 5 Prozent einbühten. Am Chemiemarkt eröffneten JG.-Farben mit 135,1 Prozent gegen Abendbörsenlurs 0,5 Prozent niedriger, nachdem noch an der Borbörse zu 137 Prozent gehandelt wurde. Rütgerswerke verloren im Zusammen­hang mit der ungeklärten Dividendenfrage er­neut 1,6 Prozent. Elektrowerte lagen bis 1 Pro­zent schwächer. An den übrigen Märkten gingen die Beränderungen nach beiden Seiten nicht über 1 Prozent hinaus. Dahnaktien gaben etwas nach. Am Anleihemarkt lagen Reubesitz gut behauchtet. Der Pfandbriefmarkt lag sehr still und noch ohne erkennbare Tendenz. Reichsschuldbuchforderungen etwas höher. 3m Verlaufe wurde die Tendenz schwächer, da zu den Kafsakursen weiteres Mate­rial vorgelegen haben soll. Bei weiteren kleinen Umsätzen gaben die Kurse noch bis 1,5 Prozent nach. Zellstoff Aschaffenburg abermals 2,5 Pro­zent niedriger. Der Geldmarkt erfuhr eine weitere Erleichterung. Tagesgeld wurde auf 4 Prozent herabgesetzt. Am Devisenmarkt lag das Pfund fest. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1982, gegen Pfund 20,4250, London gegen Reuyork 4,8650, gegen Paris 124,37, gegen Mailand 92,93, gegen Madrid 48,6250, gegen Schweiz 23,50, gegen Llmsterdam 12,11.

Berliner Börse.

Berlin, 20. Mai. Trotz des etwas enttäu­schenden gestrigen Reuyork konnte man im heutigen Bormittagsverkehr höhere Kurstaxen hören, da man einerseits die Rede Hender­sons, anderseits die Möglichkeit eines Bleibens B r i a n d s als Außenminister günstig beur­teilte, vor allem aber mit einer börsentechnischen

allem der Klöster und der Kirche. Und von hier aus kommt ein sozialer Zug wie man sagen muh, ein gefährlicher sozialer Zug, aber darum doch keineswegs ein eigentlich fommunifti» scher Zug in diese sonst soordentlich" verlaufene Revolution. Ein Bauernaufstand bereitet sich vor, der, wenn man schon einen Vergleich mit Vorgän­gen aus dem übrigen Europa ziehen will, nicht etwa mit der russischen Bauernrevolte gleichgesetzt werden kann, sondern nur mit dem Aufstand des Bundschuhs, mit dem Bauernkrieg zur Zeit der Reformation in Deutschland Aehnlichkeit hat, und der leicht.zu gleichen blutigen Ereignissen, aber auch leicht zu gleicher rücksichtslos durchgreifender Gegen- bewegung führen kann. Man muh sich überhaupt abgewöhnen, die Dinge in Spanien mit modernen europäischen Augen und unter städtischem Gesichts­winkel zu sehen. Der Vorgang, dessen wir Zeuge sind und der durch brennende Klöster und Kirchen eine unheimliche Illustration erhält, ist in die Bor- stellungswelt unserer Tage nicht so ohne weite­res einzuordnen. Wie ganz Spanien hundert, wenn nicht zweihundert Jahre stehen geblieben zu sein scheint, so zeigt auch die spanische Revolution ein Gesicht, das nur den Historiker vertraut anmutet.

Der 2l tt i e n i n d e x. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924 26 = 100) stellt sich für die Woche vom 11. bis 16. Mai auf 83,5 gegenüber 86,5 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 76,7 (80,4), Gruppe verarbeitende Industrie auf 74,1 (77,0) und Gruppe Handel und Verkehr auf 105,9 (108,3).

Erholung vor dem Ultimo rechnen zu können glaubte, zumal angeblich in verschiedenen Werten Deckungsbedürfuisse und Stückemangel bestehen. Auch vorbörslich war die Stimmung noch aus­gesprochen freundlich, wobei festere Meldungen von den heutigen Auslandbörsen mitsprachen. Die Tendenz des osfiziellen Verkehrs war nicht so fest wie erwartet, und es stellte sich heraus, daß der Ordereingang ziemlich klein war und die Spekulation stärker drückte. Trotzdem er­gaben sich gegen gestern mittag überwiegend ein» bis zweiprozentige Besserungen. Rheinische Braunkohlen, Elektrische Lieferungen, Licht & Kraft und Holzmann waren sogar bis 4 Prozent gebessert. Anderseits fielen BMW. (heute Aufsichtsratssihung), Svenska und Rüt- .gerswerke durch weiter schwach? Haltung auf. Berger erschienen auf eine 12-Mill.-Destens- oder mit Plus-Plus-Zeichen und kamen später 4,5 Prozent über gesterp zur Rvtiz. Das Er­gebnis der Aufsichtsratssitzung von Aschaffen­burg verstimmte, besonders da den Aktionären kaum ein Bezugsrecht bei der Kapitalserhöhung gewährt werden wird. Die Aktien erschienen mit Minus-Minus-Zeichen und wurden mit 70 Pro­zent taxiert. Anleihen freundlich. Ausländer wie­der eher schwächer. Pfandbriefe ruhig und noch ohne erkennbare Tendenz. Reichsschuldbuchfor­derungen kaum verändert. Am Geldmarkt war ziemlich unverändert heute eine merkliche Ver­knappung eingetreten (bekanntlich ist am 20. Zahltag im Rheinland, außerdem sind Dewag- anleihe und Postschähe fällig), so daß Tages­geld auf 4,75 bis 7,75 Prozent anzog. Die übri­gen Sähe blieben unverändert. Auch im Verlaufe war die Umsahtätigkeit klein und die Tendenz wurde wieder allgemein schwächer, da einerseits verstimmte, daß die Bewag-Tranche in Holland nicht voll (7 Millionen Mark) gezeichnet worden ist, anderseits ein Artikel eines Mittagsblatkes, der sich mit den Finanzsorgen der Länder und Gemeinden beschäftigte, die bei der heutigen Be­sprechung im preußischen Finanzministerium zum. Ausdruck kommen werden. Die Kursrück­gänge betrugen bei einigen Werten erneut bis 3 Prozent. Rheinische Braunkohle büßten ihren Anfangsgewinn wieder ein.

Schweinemarkt in Gedern.

Y Gedern, 19. Mai. Auf dem heutigen Schweinemarkt, der im Zusammenhang mit dem Prämiierungsrnarlt stattsand, standen 1080 Ferkel und Springer zum Verkauf. Man bezahlte für sechs Wochen alte Ferkel 12 bis 15 Mark, sechs bis acht Wochen alte 16 bis 18 Mark; Springer 18 biT 24 Mark pro Stück je nach Qua­lität. Der Handel war anfangs schleppend, später jedoch flott. Es verblieb geringer Ueberstand.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 20. Mai. Es wurden notiert: Weizen 305 bis 302,50 Mk.; Roggen 217,50; Hafer (inländischer) 216 bis 215; Weizenmehl (süddeutsches Spezial 0) 41,50 bis 42,25; Roggenmehl 29,75 bis

Kirchen, Klöster und Bauern

Von unserem -s.-Sonderberichterstatter.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Sevilla, Mitte Mai 1931.

Hinter der Kathedrale Santa Maria de La Sedc, dem unvergänglichen Wahrzeichen Sevillas, liegt still und verschlossen, die Fenster vergittert, der Palacio Arcobiscopal, der Erzbischöfliche Palast. Er ist ein Gebäude des 17.Jahrhunderts und zcigt schon in seiner äußeren Gestaltung den ganzen aristokratischen Hochmut dieser Zeit. Sein orna­mental reichgeschmücktes Portal zeigt auf zwei Strebepfeilern links das erzbischöfliche Wappen mit der Tiara und rechts das spanische Königsschild mit der Krone. Aber die Krone ist verkleidet. Man hat sie mit Mörtel überstrichen und ihre Zacken abgeschla­gen. Ein Akt des Barbarismus, dem man im Spa­nien der neuen Republik, leider zu ungezählten Malen begegnet. Wir wissen nicht, ob auch hier schon in dieser kurzen Zeit, da die Republik besteht, geschäftige Hände dabei waren, das königliche Zei­chen zu vernichten oder ob dieser Bildersturm schon Jahrzehnte zurückliegt. Aber nichts scheint uns ein eindringlicheres Symbol der Lage in Spanien zu fein, als diese in die Augen springende Tatsache, daß hier am Erzbischöflichen Palast die Krone des katholischsten Königtums zerschlagen und entfernt wurde, während die Tiara siegreich und ungestört ihren Platz behauptet.

Es ist in der Tat so. Unlösbar schien Kirche und Königtum in Spanien miteinander verbunden. Sinkt das eine ins Grab, so sollte man meinen, daß auch für das andere auf die Dauer kein Bestand mehr sein könnte. Und doch hat es Wochen gewährt, ehe es zu irgendwelchen antikirchlichen Demon­strationen in Spanien kam, ehe die revolutio­näre Bewegung sich auch in Front gegen den ande­ren Inhaber der Macht, gegen den Stützpfeiler des Königtums, gegen die Kirche stellte. Die Kirche hat, wenn nicht alles täuscht, sofort und unbedenklich genug die gleiche Haltung eingenommen wie der Adel, das hohe Beamtentum, die besitzende Bürger­schaft. Sie hat die Tatsachen, eher als es unbedingt notwendig schien, als vollendet anerkannt und versucht, mit den neuen Machthabern ihren Frieden zu machen und durch diese ihren eigenen Besitzstand und ihren eigenen Einfluß nach Möglichkeit zu er­halten. Es gibt heute in Spanien genug bittere Stimmen, die vor den härtesten Worten über diese opportunistische Haltung der Kirche und des hohen Klerus nicht zurückscheuen. Die wenigen Ausnahmen, die an Altar und Thron festhielten und unerschrocken für ihre Ueberzeugung eintraten, lassen sich zählen.

Aber vielleicht gerade diese allzu schnelle Bereit­willigkeit, sich der neuen Sachlage anzupassen, Ira» ditionswerte, die tief im Gefühl des Volkes verankert find, über Bord zu werfen und um der Sicherung materieller Güter willen Höheres und dem Volke immer als hohes Gut Gepredigtes preiszugeben, ist für die Kirche heute schon verhängnisvoll geworden und kann ihr leicht in der Folgezeit noch verhängnisvoller werden, als es heute den Anschein hat. Es ist sehr schwer, den psychologischen Unter» ftrömungen in einem fremden Volkstum nachzuspü­ren. Aber selbst für den Fremden, der mit offenen Augen die spanischen Verhältnisse betrachtet, ist es erwiesen, daß Alfons XIII. niemals fang- und klanglos aus dem Lande hätte verschwinden müssen, wenn man ihn nicht, und das nicht zu Unrecht, der Treulosigkeit gegenüber Primo de Rivera hätte bezichtigen können. Als eine ähn­liche Treulosigkeit empfindet es das Cabellero-Gefühl der Spanier, daß die Kirche sich so ausfallend schnell beeilte, den neuen Göttern zu dienen. So fielen Hemmungen weg, die sonst doch wohl eine Schutzwehr abgegeben hätten, und so konnte das, was sich gewissermaßen unter der Decke angesam­melt hatte, leichter und gefährlicher zutage treten. Wohl find die Spanier das gläubigste Volk der Erde. Immer noch nimmt der Oberbürgermeister, der höchste Beamte im Land, die Kerze tragend an der Prozession teil, immer noch legt der General feine Epauletten als Dank für Kriegsglück in Ma­rokko am Altar der Madonna nieder aber die Aufklärung, die in den anderen Ländern Eu­ropas Jahrhunderte lang an der Erschütterung des Glaubens gearbeitet hat, ist trotzdem auch in dieses Land gedrungen und nimmt jede Gelegenheit wahr, die Gedanken des Freidenkertums zu popularisieren.

Sie trifft auf einen nicht unvorbereiteten Boden, denn feit den Zeiten der Inquisition find alle poli­

tischen Kämpfe in Spanien auch Glaubens- kämpfe und zugleich Auflehnungen gegen die allzu große und vielfach allzu hart ausgeübte Macht der Kirche gewesen. Wenn Bauernscharen mit dem roten Banner in Sevilla einzogen, wenn jetzt hier in Sevilla das Jesuitenkloster gestürmt wurde, in Cordoba und an anderen Orten Klöster und in Madrid sogar Kirchen brennen, so ist das nicht nur eine von einer intellektuellen Clique organisierte freidenkerische Demonstration, sondern so sind in ihr auch Untergründe enthalten, die das Volk und vor allem die Bauernschaft felbft angehen. Spanien ist ein ungeheuer reiches Land. Es strotzt ?geradezu vor Fruchtbarkeit. Es hat in den meisten einer Gebiete zwei bis drei Ernten im Jahr. Und doch ist das Volk, die Landbevölkerung vornehmlich, verelendet und auf einem Kulturstand, der schon nicht mehr als europäisch angesprochen werden kann. Alles Land ist inBefitz von wenigen Groß­grundbesitzerfamilien, das Adels und vor

31,75; Weizenkleie 13,25; Roggenkleie 13,75. Tendenz: ruhig.

Berliner Produktcnmarkt.

Berlin, 19. Mai. Am Produ tei.mar' e setzten sich die Preisrückgänge heute fast allgemein fort. Das für die Entwicklung der Saaten vorzügliche Wetter gab zu stärkerer Zurückhaltung der Käufer Anlaß, während sich andererseits für Bio!getreide neuer Ernte mehr 2Ibgaber.eigung bemerkbar macht. In Effektivgeschäft lauteten die Gebote für neuer Weizen und neuer Roggen 1 bis 2 Mark niedriger als gestern, das Geschäft in prompter Ware bleibt schleppend, da der Mehlabsatz keine Belebung erfahren hat. Auch hier waren gestrige Preise nicht durchzuhvlen, obwohl das Angebot keineswegs Dringlich ist. Am Lieferungsmarkte er­gaben sich für beide Drotgetreidearten Preis­abschläge um 1 bis 1,75 Mark. Das Geschäft in Weizen- und Roggenmehl stagniert fast völlig, auch billigere Roggenmehle find schwer abzusehen. Hafer bei ausreichendem Angebot und Zurück- haltung des Konsums weiter matter, Gerste still. Es notierten (1000 Kilo): Weizen, märkischer 285 bis 287 (matter), Mai 293,25 bis 292,50, Juli 295,50 (Geld), Sept. 248; Roggen, märkischer 198 bis 200 (matter), Mai 205,25, Juli 200,25 bis 199,50, Sept. 189,25; Futter- und Jndustr.egerste 230 bis 244; Hafer, märkischer 191 bis 194 (mat­ter), Mai 198,50 (Geld), Juli 200,50 bis 201, Sep­tember 173 bis 174 (Geld). (100 Kilo): Weizen­mehl 33,50 bis 38,90 (ruhig); Roggenmehl 26,75 bis 28,50 (matter); Weizen.leie 15 bis 15,25 (fest); Roggenlleie 14,50 bis 14,80 (matter); Viktoria- erbsen 26 bis 31; Futtererbsen 19 bis 21; Pelusch­ken 25 bis 30; Ackerbohnen,19 bis 21; Wicken 24 bis 26, Lupinen, blaue 15 bis 16,50; Lupinen, gelbe 22 bis 27; Serradelle, 68 bis 72.

Kirche und Schule.

Zahresfest der Evangelischen Kirchen­gesangvereine des Dekanats Gießen.

Von herrlichem Wetter begünstigt, feierten am Sonntag die Kirchengesangvereine des Dekanats Gießen auf dem Schiffenberg ihr D e f a n a t 5 f e ft. Schon am Vormittag strömten von allen Himmelsrichtungen die. Festteilnehmer zu- fammen und bekundeten damit ihr großes Interesse an der Arbeit der Kirchengesangvereine.

Nach kurzer Hauptprobe begann um 14 Uhr der Festgottesdienst, eröffnet durch den Vortrag Bachscher Musik, gespielt von dem Posaunenchor Klein-Linden, geleitet von Sreisbaumroart i. R. Germer (Klein-Linden). Gewaltig erklang der von mehr als 2000 Festteilnehmern gesungene Ge­meindechoral, und dann erscholl aus mehr als 400 Kehlen der Sänger und Sängerinnen der Dekanats­gesangvereine der von Lehrer Römer (Großen- Linden) geleitete MassenchorDu Friedefürst, Herr Jesu Christ..." durch die sonst so stillen Räume der ehemaligen Klosterkirche. Auch die vereinigten Frauenchöre des Dekanats waren zu einem größe­ren Chore unter Leitung von Finanzbeamten S o m» wer (Watzenborn-Steinberg) zusammengestellt und bereicherten den Festgottesdienst mit einem Chor­vortrag. In seiner Festpredigt sprach Pfarrer R e u s ch (Leihgestern) über des Liedes Wunder. Auch der zweite Maffenchor, eine Volksweise aus dem 15. Jahrhundert mit einem Text von Huldreich Zwingli,Herr, nun selbst den Wagen halt" übte tiefe Wirkung auf die Zuhörer aus. Pofaunenfpiel beendete den Festgottesdienst.

Die Nachversammlung eröffnete der Ver­trauensmann der Dekanatskirchengesangvereine, Pfarrer S t a u b a ch (Watzenborn-Steinberg), mit herzlichen Begrüßungsworten an alle Festteilneh- mer, unter denen sich auch der Superintendent für Oberhessen, Oberkirchenrat D. Wagner, Dekan Gußmann (Lollar-Kirchberg) und Professor Becker (Darmstadt), der Vertreter des Hauptvor­standes der hessischen Kirchengesangvereine, befan­den. Sein besonderer Gruß galt den beiden im letzten Jahre neugegründeten Vereinen, dem Frauenchor in Steinoach und dem Kirchenchor der Luthergemeinde Gießen. Professor Becker (Darm­stadt) überbrachte In seiner Ansprache die Grüße des Hauptvorstandes und gab seiner Freude Aus­druck, daß in fast jedem Ort des Dekanats Gießen ein Kirchengesangverein bestehe. Oberkirchenrat D. Wagner (Gießen) dankte allen Sängern und Sängerinnen für ihre Arbeit und ermahnte, mit dem Herzen bei der Sache zu sein. Dekan Guß-

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 v. H.

$ranl|un a. 2)1.

Serlin

rrankfuN a. 1 .

Derlin

Jranltun a. M.

Berlin

Schluß«! furd |

1-Uhr« Hurt«

Schluß« furd

Anfang« fturd

Schluß« lurd

t«Uhr« fiurd

Schluß«! lurd '

Anfang- Kurd

Schluß«! lurd |

k.Uhr« Kurs

Gchluß« lurd

Anfang- Kurd

Datum

19.5.

20.5.

19.5

20.5.

Datum

19.5.

20 5.

19.5.

20.5.

Datum

19.5.

20.5.

19.5.

20.5.

6% Deutsche Reichranteihe

Hamdurg-Amerika Batet ... 7

51,75

51,75

52,13

Bcretntgie Stahlwerke.....

Ltavt Minen......16*/,

45,5

45

46,4

von 1927 .........

84,25

-

84,6

Hamdurg-Sudam. Dampfschiff. 8

93

92,5

25,13

24

7% Deutsche ReichSanleihe

Hanta Dampfschiff ... 10

72

72,25

Kaliwerke Aschersleben ... 10

123

121

122,5

von 1929 ..........

100

-

100,1

Norddeutscher Lloyd.....8

53

53

52,75

53

Kaliwerke Westeregeln ... 10

127,5

128

125,75

128,5

Deutsche Aul.-Mläl.-Schuld nrii

Allgemeine DeutscheEreditanst. 10

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

195

192,5

194

Auslos.-Rcchicn.......

55,2

55,1

55,2

Barmer Bankverein ... 10

DeSgl. ohne Auilos.-Rechte . . 8% Hell, yollffinat von 1929

4,65

4,8

4,65

4,75

Berliner Handelsgesellschaft - 12

Commerz- und Privat-Bank . 11

112

103

102

111,75

102,5

111,25

102

I. G. yarben.Invusdrte . . . 12

Tynamit Nobel ....... 6

135,65

135,13

134,5

135,5

(rQdjflblb. 102%)......

94

94

Darmstädter und Nationalbant 12

123,5

123,5

123

Eckeideanstalt........9

120,5

vberhessen Provinz - Anleihe mii

Teutiche Bant und

102,5

102,4

102

Goldsckmidt ........5

40

_

40

_

Audlos.-Rccklen......

Disconto-Gesellschaft, ... 10

RütgerSwerke........6

44,25

42,5

44,13

42,75

Deutsche Itomm. GatnmelaoL

53

Dresdner Bant......10

102

101,5

102

101,5

Metallgelelllchost.......8

62

62

Anleihe Serie 1......

8% fitanll. Hnp.-Van, Goldpfe

XIII unfünttbat bU 1934 . .

53

Reichrbanl........12

142,5

142,5

141

101

_

_

AEG............8

92,75

92.25

91,5

92,65

Philtvv Holzmann......7

72,5

72

75,5

7% Rianlt. Hvi'-Bank Goldpfe

Bergmann.........9

64,5

Zementwerk Heidelberg . . 10

60,5

95,75

_

Clettr. Lieferungrgelelllchast. 10

101

104

Cementwerk Karlstadt. ... 10

ty.% Nbelnlirfte Hyp.-Bank

Licht unD straft......10

103,25

106,75

Warch & ftrentao .....8

24

25

23

90

_

_

_

Zellen & Guilleaume . . . 7yt

72,5

73,5

75

8% i«r. LandeSplandbriefanstalt, Pfandbriefe R. i» . . . .

Pr Landedvianvbriesanstalt, flomm.»Cbl. R. 20......

7% Pr. Landceplandbriesanstalt, Pfandbriefe tH 11 .....

tl EG abg. Borirtegr-ObNgatio-

100,5

96,5

100,5

96,5

I 1 1

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen .... io

Hamburger Elektr^itätS-Werke 10 dibriuiidK Elektrizität .... 9 Schlettjckle Elektrizität. ... 10 Schulten L Co. ...... n Siemens & Halste.....16

101

130

150

100

129

149

100

100,26

127,9

148

LL 2

SS I I l 's

Sckultheis Pazenhofer ... 15

Lstwerke.........12

Aku..........18

Brmberg..... 14

Zellstoff Daldbok .... 18'/,

Zellstoff Aschaffenburg ... 12

Charlottenburger Wasser ... 8

67,75

83,5

80

77,5

67,5

75

72,5

136,5

66,65

80,75

78,25

74,75

137,13

67,5

83

77

neu, tüdiablbar 1932 ...

Iransradio ......... 8

, 'dmeyer & Co.. ..... 10

112

112,5

112

Dessauer «ad . .....9

Daimler Motoren .....0

24

115,65

23

116

24,25

4% Oesterretchilche Goldrrnte . .

21,8

21,6

Buderus .......... 6

39,5

_

39,25

Deutsche Linoleum ......

64,25

63,25

63,13

4,20% Ocsterretchtsche Silberrentr

2,13

2,1

2,1

Teutiche Erdöl . ...... 6

61,75

61,75

Maschtnerckau A.-G......0

4% Oesterreichtsche einheitliche Rente .......

4% Ungarische Goldrrnte . . . .

17,5

17,6

17,5

ißjener Steinkohle ......

Gelsenkirchener . ...... 1

Horpcner.........0

70

52

11 1

68,5

53

69

53

Rat. Automobil 0

Orenstein & Koppel.....6

Leonhard Tie-......10

98

I 11

39,13

98

100

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

15,25

15,2

15,13

Hoesch Eilen........6H

51,5

51,5

Svensia .......

225

226

223,5

<K% detgl. von 1913

15,5

Ille Bergbau.......W

161

' c 1

4% Ungarische »ronenrente . . .

Klöcknerwerke .......

51,5

53

«

frankfurter Malchin« . ... 4

12,5

12,5

4% Türkische Zollanleihe von 1911

3,4

3,75

stöln-Neucllen........1

56

5..

Gritzner .........

31

30,5

*% Türkische Vagdadbahn-Anl

Manncsmunn-RShreV ... 7

67,75

66,25

67,75

Heyliaenstaedt ....... 0 stunghanl.........

Serie 1 .

3,4

3,4

3,65

ManSfelder Bergbau ... 7

30

30,75

30,75

4% btiflL Serie N.......

6% Rumänilche vereinh. Rente

3,4

3,4

3,6

Oberschiei. Eiienbedarf ... 6

Obcrfchlet stolöwerte ... 7

_

-

Leckwerke..........8

---

___

65

65,5

Maintratkwerte Höchst a.TL. .

von 1903 ...

7,4

7,5

7,6

Phönix Bergbau......

48

18,25

48,25

Miag. .........10

iyt% Rumänische vereinh. Rente

Rheinische Braunkohl« . . K

149

w-

150

154

Gebr. Roeder.......10

von 1913 ..........

14,1

14.4

1 Rhetnstahl ........'

68,25

68

67,5

63.5

Botgt & Haesfner......

|% Rumänilche vereind. Rente

6,2

6,25

«iebeck Mont«......7.1

Süddeutsche Zucker .... 10

115

115,25

113

I 113

Vanknoten.

Serlin, 19. Mai

Geld

»rief

Amerikanische Not«......

4.185

4,205

Belgische Noten .......

58,15

58,39

Dänische Noten .......

112,03

112,47

Englische Noten ........

20.365

20,445

Französische Noten.......

16,39

16,45

Holländlfcke Noten.......

168,16

168,84

Italienische Noten........

21,99

22,07

Norwegische Noten.......

112,03

112,47

Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling

58,97

59,21

Rumänische Noten.......

2.475

2,495

Schwedische Noten.......

112,16

112,60

Schweizer Noten........

80,71

81,03

Spanische Noten........

42,22

42,38

Tschechoslowakische Noten.....

12,40

12,46

Ungarische Noten .....

72,95

73,25

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

19.Mai

20.Mai

Amtliche Notierung

Amiliche Notierung

Geld

Delel

Geld

Dries

Amst.-Ron.

168,50

168.84

168,48

168,82

Buen-Aircs

1,304

1,308

1,303

1,307

Brfs'Antw-

Ehristiania -

58,34

58,56

58,34

58.46

112,33

112,55

112,31

112,53

Kopenhagen

112,32

112.54

112.29

112,51

Stockholm -

112,42

112,64

112.43

112,65

HelirngforS.

10,558

10,578

10,558

10.578

malten. . .

21,96

22,00

21,96

22.00

London. . .

20,405

20,445

20,402

20,442

NetWork . .

4,195

4,203

4,194

4,202

Paris....

16,405

16,445

16,399

16,439

Schwei» . .

80,88

81,04

80,865

81,025

Spanien. .

41,96

42.01

41,86

41,94

Japan . . .

2,074

2,078

2,074

2,078

Pto de Jan-

0,289

0,291

0,291

0,293

Wien in D^ Ceft ttbgeft.

58,94

59,06

58.925

59,045

Prag . . . velitab . .

12,427

12,447

12,427

12,447

7,388

7,402

7.388

7.402

Budapest. .

73,13

73,27

73,12

73,26

Buiaarieu

3,038

3,044

3,038

3,044

L'ssadon

18,87

18,91

18,88

18,92

Tanzig. .

81,57

81,73

81,58

81,74

Konst urm.

1.784

1,789

1,784

1.789

Athen

5,437

5,447

5,436

5,446

Tanada

4,192

4,203

4.196

4,198

Uru uav

2,517

2,523

2,517

2,523

Sairo

20,92

20,96

20,92

20,96