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-SCHUSS
Das Schicksal
spricht das letzt« Wort
Roman von I. Schneiber-Foerfil.
Llrheber-Rechtschuh durch Verlag Oskar Meister, Werdau L 6a.
23. Fortsetzung. Nachdruck verboten.
Ts kam jetzt öfter vor, daß Lutz Setterholm eine Stunde am Sage oder zwei im Hause seiner Mutter verbrachte. Zwar wußte sie, daß seine besuche der Schwester galten, aber sie wußte ihm trotzdem Dank dafür. Er kam sich als Urheber ihres zerschlagenen Glückes vor, und daß ihre Wangen immer schmäler und ihr Mund immer blässer wurde, dünkte ihn als lebendiger Dorwurf. Es blieb nur zu hoffen, daß die Zeit ihr über das Leid ihrer jungen Liebe hinweghalf.
Thom schrieb begeisterte Briefe, fand England großartig, Italien herrlich, Aegypten dünkte ihm der Inbegriff alles Märchenhaften. Seine letzte Mitteilung lautete dahin, daß er sich auf dem Wege nach Indien befinde. Wenn Lutz es erlaube und finanziell für möglich halte, würde er wohl noch fünf bis sechs Monate von zu Häufe sort- bleiben. Thornson sei wie umgewandelt, gar nicht mehr der pedantisch engbrüstige Mensch, als der er sich sonst gezeigt hatte. Es sei ein wirkliches Dergnügen, mit ihm zu reifen. Sie verstünden sich prächtig und hätten noch nie eine Differenz miteinander gehabt.
.Das glaube ichl" sagte Lutz. .Thomson wird sich hüten, den Dogen allzu straff zu spannen. Er kennt ja Thoms Temperament. Im übrigen freut es mich, daß der Junge so zufrieden ist." Gr kabelte die Erlaubnis für ein weiteres halbes Jahr der Reise und unbeschränkten Kredit.
Hedwig wußte ihm nicht genug des Dankes. Er war in der letzten Zeit auch gegen sie nicht mehr so zurückhaltend, besprach sogar Geschäftliches mit ihr und holte sich zuweilen sogar einen Rat.
Als sie wieder einmal zusammensaßen, sagte er mit nachdenklichem Gesichtsausdruck: .Wäre es dir erwünscht, wenn ich mich für Eve nach einem Gatten umsehe?"
Es war mehr Schreck als Erstaunen in ihren Augen. .Ich fürchte, es ist noch zu früh, Lutz. Sie hängt noch immer an Diktor Lippstädt. Du mußt sie erst verwinden lassen. Findest du nicht, daß sie beängstigend still geworden ist in der letzten Zeit?"
„Eben! Ich mochte sie aus dieser gefährlichen Stimmung herausreißen. Rolf Dooverbroock zeigt lebhaftes Interesse für sie."
Ihre Hände lagen schlaff im Schoß: .Wenn du glaubst, kannst du ja mit ihr darüber reden. Ich bitte dich nur, daß du sie nicht drängst."
»Ganz sicher nicht, Mamal" Lutz war auf gestanden und begann hin und her zu wandern. .Wenn sie nicht meine Schwester wäre, würde ich sie auf der Stelle heiraten." Ihr entsetztes Gesicht gewahrend, lächelte er verwirrt. .Es ist natürlich Unfrnn, was ich da gesagt habe. Ich wollte dir nur den Beweis geben, wie sehr ich Evelin liebe."
.Ich danke dir, Lutzl" HedwigS Wangen färbten sich wieder. Als sich ihre Hände nach ihm ftredten, blieben sie im Leeren bangen. Er hatte seine Wanderung durchs Zimmer schon wieder ausgenommen.
.Jedenfalls", fuhr er weiter, »habe ich heute schon testamentarisch festgesetzt, daß Eve im Falle meines Ablebens mein gesamtes Erbteil zuge- sprochen erhält."
Ihr Gesicht erstarrte. »Lutz! Warum ängstigst du mich so?"
.Aengstigen? Dünkt es dich denn so schrecklich, was ich sagte? Im Grunde genommen sind wir doch alle gewissermaßen nur Eintagsfliegen. Warum soll ich nicht ebensogut mit dreißig Jahren sterben können wie mit achtzig? Eine Katastrophe wäre es nur insofern, als Thom absolut keine Reigung für das Geschäft hat."
Hedwig hatte sich soweit gefaßt, um zu ihm treten zu können. Er sah sie auf sich zukommen und hatte das gleiche Lächeln im Gesichte, das ihn in her Knaben zeit so rührend hilflos gemacht hatte. Sie bog seinen Kops zu sich herab und fühlte, wie seine Stirn sich willig gegen ihren Scheitel lehnte, über den seine Lippen nun leise hinstrichen. .Du kannst mir nicht helfen, Mama!"
.Ist es um eine Frau?" sagte sie, während ihre Arme ihn umfaßten. „3a, Lutz?"
„3a!"
„Um welche Frau?"
„Um Alice Hetterfield." Er verspürte ihr Zusammenzucken und machte sich von ihr frei. .Ich wollte Lippstadt treffen und traf mich selbst."
„Mein armer 3unge!“
.Du muht mich nicht bedauern, Mutter." Er schob einen Stuhl herbei und drückte sie hinein. .Dielleicht hätten wir nicht zusammenaepaßt. Aber wie dem auch fei: Ich komme nicht weg von ihr. Ich würde Lippstädt kalten Blutes noch einmal morden, wenn ich sie mir damit gewinnen könnte. Es ist gut, daß mir die beiden so weit entrückt find, ich konnte sonst nicht für mich bürgen. So bleiben sie mir unerreichbar, der eine für meinen Haß, und die andere für meine Liebe. Jedenfalls ist Alice Hetterfield das einzige Mädchen, das ich dir als Schwiegertochter hätte ins Haus bringen mögen. Dielleicht hat Thom mehr Glück als ich."
Er war schon lange gegangen, als Hedwig noch immer ihre Gedanken auf dieses Gespräch konzentriert hielt. War es denn so unmöglich, daß Lutz in den Besitz des Mädchens seiner Liebe kam? Aber so sehr sie sich auch mühte, einen
Weg xu finden, es zeigte sich keiner, der zum Ziele führen tonnte. •
Sie horchte auf und vernahm Ullas Stimme, die draußen mit dem Zimmermädchm sprach. Sollten sie die Schwägerin ins Dertrauen ziehen? Sie war nicht nur eine energische, sondern auch eine kluge Frau. Lutz' Geheimnis war sicher in bester Hut, wenn sie es ihr mitteilte. Und als sie ihr dann gegenübersah und mit stockenden Worten davon sprach, hatte Ulla ein merkwürdiges Lächeln um den Mund.
.Gott, das weiß ich ja schon lang, Hedwig. Aber der Setterhvlrnsche Dickkopf ist wieder einmal gegen die Wand gerannt. Jetzt brummt ihm halt der Kopf ein bisserl. Aber das schad't nix! Das vergeht schon wieder. Und mit der kleinen Hetterfield, da steh ich in Korrespondenz. Muß er sich halt jetzt Zeit lass'n, der gute Lutz. Ich werd' schon seh'n, was sich mach'n läßt. Das hab ich auch dem Diktor Lippstädt versproch'n. Rix wie versprech'n tu ich alleweil!" Sie lachte gutgelaunt und Hedwig läutete mit einem befreiten Aufatmen nach dem Mädchen, daß eS den Tee serviere.
Diktor Lippstädt hatte sich Java anders gedacht: Abgeschlossen, weltfremd, fehnsuchtweckend. Aber dieses Batavia, in dem der große Ucber» seedampfer eben einlief, präsentierte sich als eine riesige Metropole, die von einer Ausdehnung ohnegleichen zu sein schien. Man wähnte sich nicht auf einer Insel, sondern im Zentrum eines großen Landes, dessen Herrlichkeit sich ganz nach europäischen Begriffen aufrollte.
„Wie gefällt es Ihnen?" fragte Alice Hetterfield, die neben ihm an der Reling stand und die Finger leicht auf den Rücken feiner Hand gelegt hatte. „Es gibt nichts in Europa, das damit vergleichbar wäre."
Er nickte zustimmend und versenkte sich wieder in das grandiose Bild. Immer näher schob sich die Insel dem Schiff entgegen. Das Grün der Alleen verdichtete sich zu riesigen Parks. Zwischendurch schimmerte das Wasser der Kanäle. Im Süden dehnte sich auf einem hügelartigen Anstieg der bevölkertste Teil der Stadt aus. Das helle Weiß der Landhäuser leuchtete in der grellen Rachmittagssonne, vom Saphirblau ihrer Dächer eingefaßt. Darüber ein Himmel, der keine Wolke trug und sich wie eine amethystsarbene Decke über die riesigen Speicher dehnte, die sich am Hafen hinzogen.
Alices Hand riß mit einem fast brutalen Griff an seinem Arm. Er sah ihr Spihentuch flattern und suchte, wem das Winken galt. Aber er gewahrte nichts als eine ungeheure Menschenmenge, die den Pier wie eine wogende Flut überschwemmte. Die weißen Anzüge der Männer standen wie reglose Segel dann eingekeilt. Lieber den Hellen Kleidern der Frauen lag das grelle
Farbenspiel ihrer Schirme. Dazu da- Geschrei der Eingeborenen, die auf ihren winzigen Booten den Dampfer umschwärmten.
Jefferson, der allzeit Besonnene und Zurückhaltende, wurde von einer merklichen Nervosität befallen, die sich darin äußerte, daß er sich höchstpersönlich schon zum dritten Male in die Kabine hinab bemühte, wo Aja noch immer mit Packen beschäftigt war.
Endlich erschien diese, hochrot im Gesichte, auf Deck und brach in Tränen aus, was ihr einen spöttischen Blick von Alice eintrug. „<5ie weint immer, wenn wir nach Hause kommen", erklärte sie Lippstädt. „Das Temperament ihrer Rasse geht mit ihr durch." -
Lind dann begann sie plötzlich alles um sich zur Seite zu schieben, bis sie einem alten Herrn an den Hals slog, der sich breitspurig auf die Füße stellte, um nicht um geworfen zu werden. „Run hätten wir uns also wieder, mein Kind!" sagte er. ihre Wange tätschelnd. „Lind das ist wohl Graf Lippstädt?" Seine Rechte streckte sich mehr mit Zurückhaltung als mit freudigem Impulse Diktor entgegen. Richts in seinem Gesicht verriet, ob ihm der Fremde, den seine Tochter protegierte, willkommen war.
Diktor fror, obwohl die Höflichkeit, mit der ihn Hetterfield behandelte, nichts zu wünschen übrig ließ. Er war erleichtert, als mm auch Jefferson ins Gespräch gezogen wurde. Don Aja war nichts mehr zu sehen. Zu vieren bestieg man den großen Wagen, der mit zurückgeschlagenem Der deck auf dem Pier wartete.
Hetterfield hielt die Rechte der Tochter um- schloffen, horchte auf das. was fie erzählte und warf ab und zu einen Blick nach Diktor, der gleich Jefferson einen der beiden Dorderplätze einnahm. „Du hast also Langenbach gekauft", sagte er gleichmütig und gewahrte, wie eine helle Röte in Lippstädts Gesicht bis hinauf zur Stirne jagte. „Eie brauchen sich deswegen nicht zu schämen, Graf. Es ist ja der Verwaltung Ihres Daters überlassen."
„DaS schon. Es geht lediglich auf das Konto Ihrer Güte, Mr. Hetterfield. Ich selbst bin glücklich. endlich das Land kennenzulernen, in dem meine Mutter geboren wurde."
„Meine Tochter hat mir davon geschrieben", warf Hetterfield ein. „Ich bin nur nicht ganz im Bilde..."
„Sie war die Tochter eines Plantagenbesitzers", gab Diktor Bescheid, „und starb, während sie zu Besuch bei ihrem Dater weilte. Ich war damals vierzehn Jahre. Am selben Tage folgte ihr auch meine kleine Schwester. Mein Dater hat nie ganz verwunden. Don jenem Tage an datiert der Riedergang unseres Hauses."
„Demnach hat ihr Dater seine Frau geliebt?" „Warum soll er sie nicht geliebt haben, Mister Hetterfield?" (Fortsetzung folgt.)
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