Einzelbild herunterladen

te"

n er

M qgftÄJ

>du^önK M«» 3 to««ber?JPe* "^Ä^ön* *«Äa

'nur etÄH^I bn zu g?M ,ntcn^ff6> M Sv,r^7 walte iung £ ??" H As*1 L'L:«cZ Ätfö ,q.u| ®a» feV?,-11'" A»ch,M.yNig äS..

KLs "~ D8 !

fisS fi^ta! LtcmknSt bedeute

^"nan eine Zwang«. ;^nk°{Uniled States ton,bmm an öbern ^^"lanten zu- .Krach der 3n6ufttie- hfum sich die Anger rbronnt hatte und die dlel auszurichten der- us die Bankaktien unh Mern. Sie verkauften n Kurz- oder Leerver« ächiich zu besitzen und Mitteln die Werte zu iausen zu können und M. Das .mit allen > gewählt, denn diese eber scheut vor nicht« ommen. Gestützt aus den tcn Kurssturz der Men Kassandra-Gerüchte über aus, und Mm dauert .

e, bis der Jun", dH. leängstigten Sin- den wollen, da ist. Die -raucht, die HMthekm m bet txitaui größte ist, körnen bei einem n, nicht ohne weiteres te von der M tinaiv nungen liegen teilweise ichts zu holen und nichts irach ist da.

eine Panik im Entstehen sang des Jahres glückte itenMn Dank im Staate t auf Mm Daikon Ms

ssen angesichts der reslcM i Aichard Wagners und lodik Druaners. Dr.H,

eme Kunst.

i Oberhessischen Kunst- ;ast der Tiehener Kunst, itinriec Waler Dr. 4^ :nd im KunsmsseMck Ivderne Kunst vo>n zum ileberrealis- Begrübungsvorten von ^Bücking begann der Stellung des sog. vur> S der W*

M*

& - S ^Wirkungen ab*

:feS

intuitivspie- 6ine« Änen dar* Ä ÄS HSx -WZ

SortragenK Acn aHa* ober

ie W-t welche d^e 9e^ 'Sinusse^ntgc

P^09^ Jusein' sehr

ROSt

m-

Df'd"

7

namDQ»*ei

iS»

o laacnt

Wer am warmen Ofen sitzt, denke an die

Städtische Aothilfe^S30.

Bei Darmträgheit

RIC°H BRANDT'! Sdiwti^erpUlm

WMW»^WWWWWWMMM»WM»

brannt.

wegen Mordes zum lobe verurteilt.

Dor dem Düsseldorfer Schwurgericht sand die Verhandlung gegen den wegen Ermordung seines Schwagers Gordon angeklagten Kaufmann Tro* b i tz statt. Gordon hatte seinen Schwager Trobiy als Geschäftsführer zu sich genommen. Es kam wiederholt au Meinungsverschiedenheiten, so daß Tröbitz schlreßlich von Gordon nicht weiter be­schäftigt wurde. Die beiden Schwäger waren in ausgedehnte Spekulationsge- s ch ä f t e v e r w i ck e l t. u. a. hatte Lrobrtz seinem Schwager 50 000 Mk. zu Spekulationszwecken überlassen, wofür dieser ihm monatlich 500 Mk. auszahlen sollte. Da Gordon mit den Aus- zahlungen bald in Verzug geriet und auher- dem große Summen bei Pferderennen ver­wettete, begab sich Tröbitz in höchster Cr- bittenmg am 27. Oktober v. 3. in das Bureau seines Schwagers und gab auf ihn drei Schüsse a b. die Gordons soforttgen Tod her­beiführten. Der Staatsanwalt erachtete auf Grund der Beweisaufnahme Tröbitz des Mor­des für schuldig und beantragte Todesstrafe und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Das Gericht schloß sich in seinem Urteil dem Antrag des Staatsanwaltes an, hat aber in Anbetracht der besonderen Begleit­umstände der Tat einstimmig beschlossen, eine Milderung des Urteils auf dem Gnadenwege zu befürworten.

Schwere Operation des vergarbetterführers Look.

Dem englische Bergarbeitersührer Cook wurde einBeinoberhalbdesKniesabgenom. m e n. Der Zustand des Kranken ist so befriedigend wie möglich.

-AuSdemGlehenerStandeSamtS- t e g i ft e t. ES oerftdrben in Gießen In der Zeit vom 1. bis 15. Januar: 2. 3anuar Anna Elifa- bethe Benner geb. Hartmann, 43 3ahre, Walltvr- straße 36; 3. Ludwig Wagner. Schuhmacher. 53 3ahre. We erstraße 7; 5. Mathilde Engel, ohne Beruf, 74 3ahre, Südanlage 12; 6. Barbara Marie Margarete Elise Klenker geb. Mühlen- henrich, 62 Jahre, Seltersweg 16; 7. Marie Phi- lippi, geb. Oehler, di Jahre, Großer Steinweg 16, Luise Schober geb. v. Grolmann, Witwe, 81 Sabre, Henselstraße 4; 10. Karl Emil Zinher, Sparka'sen- biencr i. CK., 74 Jahre, Roonsttahe 44; 12. Ludwig 3ung, Ei enbahn-Wa/Mmeister i. R., 80 3ahre, Wilhclmstrahe 36, Antonie Äracmer geb. Emerich, 56 3ohre. Bleiberger Weg 125; 15. Henriette Minna Julie Auguste Mayer geb 6tute, 58 Lahre, Hessenstraße 2. ,.

" Freie Lehrer stellen. Erledigt sind eine Lehrer stelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Breungeshain. Kreis Schot­ten, Dienstwohnung vorhanden und frei; eine Leh­rerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Helpershain KreiS Schot­ten, Dienstwohnung vorhanden und frei.

Durch Alt-Gießen. Bei einem Fa- milienabend der Lukasgemeinde sprach am Sonn­tag Amtsgcr.chlsrat GroS überGießens alte Straßen und Gassen". Der Redner führte die sehr zahlreich erschienenen Zuhörer durch alle

Zwei Frauen verbrannt.

3n Schoncoerg sind in der vergangenen Rächt lei einem durch Fahrlässigkeit entitantenen 3 i merbrand zwei hilflose Frauen ums Le- den gekommen. 3m fünften Stock des Hauses bewohnten die 64 Jahre alte Räher.n Margarete Richter und die 59jährige Emma Rüdiger gemein­sam eine kleine Wohnung. Frau Rüdigerhatte die Gewohnheit, nachts neben ihrem Bett eine Kerze brennen zu lassen. Wahrschcln- lich ist dieses Licht in der vergangenen Rächt u m- gc fallen und hat das Bett in Brand ge­steckt. Die beiden betagten Frauen scheinen von Dem Brande zunächst nichts gemerkt zu haben. Als die Feuerwehrleute in das verqualmte Zim­mer eindrangen, war Frau Richter bereits verbrannt. Frau Rüdiger hatte mit letzten Kräften versucht, sich zu retten, war aber an der Tür zusammengebroch^n. Sie istycu.e morgen im Krankenhaus ihren schw:ren Brand­wunden erlegen. Die Bekämpfung des Brandes gestaltete sich außerordentlich schwierig. Die Feuerwehr setzte schließlich fünf Löschzüge mit zehn Rohren, drei mechanischen Leitern und 13 Rauchschuhgeräten zur Eindämmung des Heuers ein. Ein Feuerwehrmann erlitt eine Rauchver­giftung. Der Dachstuhl ist vollkommen ausge-

Weise.

* Deutsche Volk-Partei. Man berichtet uns: Am 12. Cchuar fand die erste Dersamm- lung des Frauenausschusses der DVP. in diesem I Jahre statt. Die 1.Vorsitzende, Frl. Clara Birn­baum, begann mit einigen Mitteilungen, u. a. machte sie auf den am 24. und 25. 3anuar in Bad- I Rauhelm stattfindenden Parteitag aufmerksam. ^ie verlas sodann eine Reihe von Entschließungen des Reichsfrauenausschusses der DVP. Zur Haupte aufgabe hatte Frl. Clara Birnbaum es sich gestellt, die Anwesenden mit dem vor kurzem er- I schienenen BuchLügen in Kriegszeiten" des Eng­länders Arthur Ponsonby. M.P. bekanntzu- machen. Mit anerkennenswerter Offenheit spracht Ponsonby über die lügnerischen Presseberichte und zu Programmzwecken gefälschten Photographien. Briefe, Filme usw. des Feindbundes.Wahrend des Krieges wurde die Lüge zu einer patriotischen Tugend ', sagt Ponsonby.Sie wurde unS von der Regierung und der Zensur aufgezwungen und tn Anbetracht der Gefahr, daß wir den Krieg ver­lieren könnten als notwendig erachtet." Selbst­verständlich bezichtigt Ponsonby auch Deutschland- Presse lügnerischer Berichte, wenn er auch kein annähernd so krasses Beispiel von Fälschung und Verleumdung anzuftih:en w' wie aus der Presse des Feindbundes. Unb selbst der Engländer muh zugeben, daß in den meisten Fällen bald eine I amtliche Berichtigung erfolgte! Es war interessant und niederdrückend zugleich, aufs neue zu erfen- I nen, wie der Lügenfeldzag bei den Feindvund- I Völkern die Arbeit der Waffen unterstützt hat.

Die Wirtschaftliche Vereinigung an den Staatskommiffar.

Wie man uns mit teilt, hat die Stadtrats« fraktion der Wirtschaftlichen Ver­einigung das nachstehende Schreiben an den I Gießener Staatskornmissar gerichtet:

Gießen, den 14. 3anuar 1931.

An

den Staatskommissar der Stadt Dießen Herrn Oberregierungsrat Haberkorn in Darmstadt.

Auf Grund seiner ministeriellen Ernennung hat der Herr Staatskommissar

a) die Erhöhung der Grundsteuern,

b) die Erhöhung der Gewerbesteuern, c) die Einführung der Getränkesteuer

für das Gebiet der Stadt Gießen verordnet. Hierbei ist die Festsetzung der neuen Steuersätze in einer Höhe erfolgt, durch die nicht nur der vom Herrn I Oberbürgermeister geforderte Fehlbetrag von 127 000 Marl gedeckt, sondern sicher um mehr als 70 000 Mark überschritten wird. Diese Tatsache allein schon muh Die Maßnahmen des Herrn Staatskommissars als eine völlige Verkennung der wirtschaftlichen Lage, in der sich die Steuer­pflichtigen b:r betroffenen Wirtschaftete:ise be­finden, erscheinen laifen. Die Empörung, die sich dadurch dieser Kreise bemächttgt hat, ist um so größer und berechtigter, als eine große Zahl der Betroffenen an und für sich schon durch die allgemein herrschende Wirtschaftsdepression um ihre Existenz zu kämpfen hat und darum wirt­schaftlich gar nicht in der Lage ist, noch neue I Steuerlasten geschweige solche rückwirkender

Kraft auf sich nehmen zu können. Bei einer gebührenden Würdigung dieser offenkundigen wirtschaftlichen Verhältnisse mußte in erster Lime berücksichttgt werden, daß Mehreinnahmen erzielt I werden durch

a) die bereits eingeführte Bürgersteuer, b) die Umteanblung der für das Rechnungsjahr 1930 vorläufig entrichteten Zahlungen an Grund-, Sondergebäude- und Gewerbesteuer in endgültige, und

c) die Ermächtigung der Gemeinden, für das laufende Rechnungsjahr diese Steuern end­gültig nach derBesteuerungsgrund- lage des Vorjahres zu erheben (laut Steuervorauszahlungsgesetz vom 9. Dezember i 1930).

Straßen und Gassen der Stadt, machte Angaben Über ihre Entstehung, ihre frühere Ausdehnung und Anlage. Afte Gebäude, die nun meder- Selegt sind, wurden beschrieben, so dieKrache- urg" in der Reuen Däne. Die Entstehung neuer Dauten wurde erwähnt. Vor allem gab der Redner ein Bild von dem Leben und Treiben in der Stadt im vorigen Jahrhundert, lieh ein­zelne Persönlichkeiten, wie Kirchenrat D. Engel und Bürgermeister Vogt, in ihrer Eigenart vor seinen Zuhörern wieder aufleben, und be­richtete manches erheiternde Vorkommnis und manche humorvolle Aeuherung. Man gewann aus diesen Ausführungen den Eindruck, daß das Leben in der alten Zeit bei weitem friedlicher war, als in der unruhigen Gegenwart. Rei^r Beifall dankte dem Redner. Fräulein Martha Otter leitete den Vortrag mft einem Klavu-r- vortrag ein und beschloß ihn in der gleichen

Eine Rachprüfung dieser zu ettocrttr^cw Mehreinnahmen halten wir daher als Drtn* aend geboten, weil um deren Höhe der Fehlbetrag herabzusetzen ift

Die Kürze der Zeit, in der der Herr StaatS- kommissar seine Anordnungen getroffen Hatz muy zur Annahme berechtigen, daß gem. Artikel 1 des Gesetzes vom 11. Dezember 1930. die Siche­rung der Haushaltssübrung der Gemeinden be­treffend die Rachprüfung der Ausgaben unter dem Gesichtspunkt äußerster Sparsamkeit nicht erfolgt ist und nicht erfolgen konnte.

Wir halten auS all diesen Gründen eine Aus­sprache zwischen dem Herrn Staatskommissar unö Vertretern der Stadttatsfraktionen für unab­weisbar notwendig mit dem Ziel, eine 2lbände- rung der Maßnahmen des Herrn Staatskom­missars herbeizuführen.

Wir gestatten uns daher die ergebene Anfrage, ob der Herr Staatskommissar zu der von un- begehrten Aussprache bereit ist, und bitten, zu- stimmendenfalls, die Zeit hierfür festsetzen zu wollen. __

Ungeachtet dessen müssen wir uns Vorbehaltes auf Grand der Artikel 168 and 169 des Gesetz^ vom 8. Juli 1911. die Städteordnung betteff end. Schritte zur Aufhebung der Verordnung de« Herrn Staatskommissars vom 30. Dezember 1930 einzuleiten.

Mit dem Ausdruck vorzüglicher Hochachtung!

Die Fraktion der Wirtschaft!. Vereinigung.

3. QL: Nicolaus. Vorsitzender.

Eine Antwort auf diese Zuschrift liegt bet dem Vorsitzenden der Stadttatssraktton der Wirtschaftlichen (Bereinigung bi« jetzt nicht vor.

Bischof Or. Hugo 60 Jahre alt.

Mainz, 19. 3an. (WSR.) Heute feierte bei l Bischof von Mainz. Dr. Hugo, seinen 6 0. Geburtstag. Dr. Hugo erblickte 1871 zu Arzheim (Pfalz) als Sohn eines Lebrers das Licht der Welt und wurde in dem bischöslichen Kon­vikt zu Speyer erzogen, wo er da« Gymnasium besuchte. Anschließend studierte er zwei 2ahre an der Universität Innsbruck Theologie und Philo­sophie und vier 3ahre in Rom als Alumnas des Collegium Germanicum. 1904 wurde er Pfarrer zu Remigiusberg. Von 1905 bis 1921 wirtte er al« Domvikar in Speyer und wurde dann Nach­folger des Bischof« Dr. Kirstein.

Änefkasten öcr Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

S. S. 100. Sic sind durch Ihre Unterschrift zweifel« los an den Vertrag gebunden. Das Ihnen zur Zahlung des Kaufpreises gefetzte Ziel unter Angabe eines nicht vorkommenden Datums (30. Februar) beruht auf einem Irrtum und ist als Monatsende gemeint. Wir raten Ihnen, sich keine unnötigen Kosten zu machen. Es kann nicht oft genug vor aufdringlichen fremden Warenverkäufern gewarnt werden.

Die Wetterlage.

Daten für Mittwoch, 21 Januar.

1804: der Maler Moritz v. Schwind tn Wien geboren; - 1831: der Dichter L. Achim v. Arnim in Wiepersdvrf gestorben; 1851: der Komponist I Albert Lvrhlng in Berlin gestorben; 1867: der Schriftsteller Ludwig Thoma in Oberammergau geboren; 1924: Wladimir Sljitsch Lenin in Gorki bei Moskau gestorben.

Gietzcner Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 130, Kochbutter von 100 an, Matte 30 bis 35. Wirsing 15 bi« 20, Weißkraut, Rockraut, gelbe und rote Rüben 10 bis 15, Spinat 35 bis 40, älnter-Kohlrabi 5 bis 6. Grünkohl 20 bis 25, Ro­senkohl 35 bis 40, Feldsalat 100 bis 150, Tomaten 70 bis 80. Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60 Schwarzwurzeln 30 bis 50, Kartoffeln 3,5 b:s 4 Endivien 80 bis 90, Aepfel 30 bis 45. Birnen 20 bis 40 Dörrobst 30 bis 35, Rüsse 50 bis 60, Hon'.g 40 bis 50, junge Hähne und Suppenhühner 90 bis 120 Pf. das Pfuno; -<Jie (10 Stück) 60 b'.s 140 Pf.; Tauben 70 bis 80, Eier 14 bis 15. Blu­menkohl 40 bis 70, Salat 25 bis 30, Ober-Kohl­rabi 8 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bi« 15, Sellerie 10 bis 50 Pf. das Stück; Kartoleln 2 50. Weißkraut 7 bis 8, Wirsing 10 bis 12, Rot­kraut 9 bis 10 Mark der Zentner.

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag: Stadttheater:Der Kaiser von Amerika", 19.30 bis 22.30 älhr. Deutschnationale Do.kspartel: Oef^entliche Versammlung. Reichst agsaögeord- neter Dr. von Freytagh-Loringhoven über ,,^a« Ende der Tribut-Politik", 20.15 älhr. Turn­halle am Oswaldsgarlen. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Letzter Dolkstag,Das F.oten- konzcrt von Sanssouci". Astoria-Lichtspiele: Troika".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute. 19.30 älhr, B-rnard Shaw ^Der Kaiser von Amerika", Gpiellettmig I Walter Bäuerle. Bio-gen, Mittwoch. 20 älhr, das mit herzlichen Beifall aufgenommene Shake- spearc-LustspielDer Widerspenst gen Zaymung unter der Spielleitung von Peter Fassott. Sonntag, 14.45 älhr, letzte Märchenvorstcllung zu ganz Meinen Preisen (30 Pf. Ins 1,50 Mk.).

Eine Protestkundgebung gegen das Steuerdiktat des Gießener Staatskommiffar s veranstalten die wirt­schaftlichen Organisationen unserer Stadt am morgigen Mittwoch 20 älhr im Saale des Eafe Leib. Räheres in der gestrigen Anzeige.

Der Kaufmännische Verein und Ortsgewcrbe-Derein veranstaltet Don­nerstag, 22. Zanuar, einen Vortrag,3m Oluto durch das Autoland Amerika", von Kurt Lubinski, Berlin. Als Selbstfahrer wird der Vortragende seine Erlebnisse auf 14 000 km in USA. schildern und mit Lichtbildern, nach feinen eigenen Auf­nahmen. illustrieren. (Siehe heutige Anzeige.)

* Die Behandlung der Zugtiere im Winter. Das Krelsamt Gießen rich.et im neue­sten Amtsverkündigungsblatt an alle Decktzer von Zugtieren und an die Leiter von Fuhrwerken die dringende Mahnung, bei Kälte und Straßenglätte ernstlich darauf Bedacht zu nehme.', daß die Zug­tiere vor den nachteiligen Einflüs,en der Witte­rung nach Möglichkeit geschützt werden, daß na­mentlich: 1. Die Zugtiere niemals länger als un­bedingt erforderlich und niemals unbedeckt im Freien stehen gelassen werden; 2. das Zaumzeug im Stall aufbewahrt oder andernfalls vor dem Anlegen die Kandare Gebißstange erwärmt wird, und 3. die Hufeisen der Pferde zum Schutze gegen das Ausgleiten gehörig geschärft oder mu Stollen versehen ftnk

Kassenraumes ein Orchester aufpflanzte, auf dem Flur ein Rechteck für Tanzlustige ab­seilte, Erfrischungen auftragen lieh und so die drohende Kalamität in eine Art Familien­fest verwandelte. Danebenher wurde natürlich nach Kräften ausbezahlt. Die Rachfrage flaute allmählich ab, aber es war Mitternacht geworden, bis der letzte Einleger, der noch sein Geld haben wollte, befriebiat war. Leider geht es bei diesen Affären nicht häufig so fidel zu wie in Texas. Meiß fehlt nicht nur die Musik, es fehlen auch die Moneten.

Manchmal geht es ohne Verlust für die Deposi­toren ab. Entweder zahlen die Aktionäre einer suspendierten Dank genug draus, so daß sie den Geschäftsbettieb wieder ausnehn en kann, oder eS kommt zu einer der in den letzten 3ahren so aus­fallend häufig gewordenen Verschmelzun­gen, zumMerger". Oder aber die Bestände sind flüifig genug, um aus ihrem Eelös die Depo­sitoren auszahlen zu können. Häufiger allerdings ist die mit Verlust für die Einleger verbundene Pleite, älnd Verlust nicht für sie allein. Oft sieht sich der Borger von einer Bank einem in eine Zwangslage geratenen, plötzlich ungeduldig ge­wordenen Gläubiger gegenüber, der auf seinem Schein besteht.. Der Borger muß sich ander­wärts nach Geld umsehen; gelingt ihm seine Beschaffung nicht, dann kann er gerade so gut feine Konkurserklärung einreichen. Auch die A tio- näre gehören zu den Leidtragenden, nur mit dem älnterschiede, daß sie gewöhnlich auf nur sehr geringe Teilnahme zählen können. 3n Geldange­legenheiten hört nun einmal die Ee.nütlichlett auf, namentlich in so schwierigen Geldangelegenheiten, wie ein Bankerott sie darstellt, älnd wenn man auch sagen kann, daß von den zwei Dollarmilliar­den Einlagen, die durch die Bankenfallissements der letzten zehn Jahre in den Vereinigten Staa­ten in Mitleidenschaft gezogen worden sind, den Einlegern nicht alles, vielleicht nur ein geringer Teil verloren gegangen ist, so darf man ander­seits auch mit ziemlicher Sicherheit annehmen, daß der indirekte Verlust der Borger, der Aktionäre, der Geschäftswelt im allgemeinen riefe Summe übersteigt. Die United States haben hiermit einenRekord' geschaffen, den die Herren Coolidge und Hoover bei der Auszahlung ihrer Errungenschaften ganz übersehen haben.

Seit zehn 3ahren haben die Finanz-.Autoritä­ten" dem Publikum ihre windigen Befchwichtt- gungs-Versicherungen gegeben. Sie geben sie noch heute. Was sie damit erreicht haben, ist einz.g und allein ein Hinausschieben, ein Verzögern des Zusammenbruchs vieler Danken. Mit Redensarten lassen sich die Gebrechen nicht beteiligen, mit Wall Street- oder Washingtoner Beschwörungen nicht bannen. 3n einer auf dem Kapitalismus beruhen­den Gesellschaft muß eine Bank slorie en, um sicher zu sein. Keine bleibt unberührt von der Lage des anderen Geschäfts, sei es nun Landwirtschaft, 3n- bufttic, Bautätigkeit ober was immer es sein möge. Was in erster Linie not tut. ist eine verein­heitlichte. verschärfte Beaufsichtigung deS Ge- schäslsbetricbeS der Banken, sei es durch die staat­lichen Regierungen ober Die des Bunbes. Der Wirrwarr der Bankengesehe in den 48 Staaten müßte gelöst, die Verantwortung der beaufsichtt- genben Behörden, die jetzt größ.enleils den Wün­schen und dem Willen der Parteipolitiker dienbar sind, müßte genau festgelegt und von allen Fesseln befreit werden. Die Gesetze müßten vereinfacht und rationalisiert werden und wenn damit auch nicht alle Gründe, aus denen Ban en in Zahlungs­schwierigkeiten geraten, be eitigt würden - - waS vielleicht niemals geschehen kann so können doch Vorbeugungsmaßnahmen getroffen werden, die wenigstens die Zahl der Fallimente auf ein er­trägliches Maß verringern würden.

Aus aller Wett.

Qwomenios. o neuer, o nafb 6rte<xt ® worxig. Bevtrti 4Weg^» »Schnee cs Graupeln, e Heeel K Gewitter© wmasviieo «fr «enter Ost Tiasjige» lüdiuawesi sturmrsener norgwesl Oie Pfeue fliegen mit dem Winde. Die oeiden Stationen stehenden iah­ten geoen die Temperatur an. Die Limen veromdco Orte wil giucbut auf neeresmveau umgerechnete» Luftdruck

Wettervoraussage.

Die Warmluft an der Südseite der Iskandftörung ist bereits im Laufe des gestrigen Nachmittags bis auf das Festland oorgedrungen und hat über Süd- und Westdeutschland Temperaturanstieg gebracht. Llachen meldete heute morgen plus 7 Grad, Mün­chen plus 4 Grad Celsius. Irn östlichen Deutschland dagegen lagen die Tempsraturwerte wieder unter Null. lieber Skandinavien ist cs zur Ausbildung eines chochdruckkernes gekommen, in dessen Bereich sehr starter Frost, stellenweise bis zu minus 33 Grad, eingetreten ist. Die aus ihm ausströmenden fialt- luftmassen werden bis noch Deutschland hin gelan- gen und unter Temperaturanstiey die Ausläufer des Jslandtiefs zurückdrängen. Es bildet sich somit eine Brücke hohen Druckes von Skandinavien nach dem Biskayahoch. Wenn es auch in ihr vorerst zu Nebel- und Wolkenbildung kommt, so durfte doch spater, unter dem Einfluß absinkender Luftmassen, Auf­klaren eintreten und wieder Frostwetter zu erroar« te^u ss ich ten für Mittwoch: Reblig- toolfig. babei auch aufllarenb, wiebcr kälter mit Rachftrost, meist trocken.

Lufttemperaturen am 19. Januar: mittag» 1,6 Grab Celsius, abends 3,8 Grab; am 20. Januar: morgens 2.4 Grob. Maximum 4,4 Grab, Mini­mum 0,5 Grab.

Kirchliche Nachrichten.

Mittwoch, den 21. Januar.

Hungen. 7.15 Uhr: Messe für Verstorbene.

Aus der Proviuzialhaupifiadt.

Gießen, den 20. Januar 1931.

Oer Einbruch.

Eine Kurzgeschichte.

An diesem Abend waren die Bewohner der Stadt durch rauschende Festlichkeiten ihren Häu­sern semgehalten worden.

Mitternacht war vorüber. GS war di« Zeit der dunklen Rächte, tn denen naßkalte Regenwolken die Sterne verhüllen.

Zwei Männer eilten durch die Sttaßen.

Sie schienen eher gute Bürger zu fein, al« Ver­brecher. Bürger, die sich auf ihre Art festlich an- gezogen hatten.

Mir ist alle« gleichgülttg", sagte der eine ke-.se zum andern, al« ob er gehört werben könnte, .ich weiß, wo da« Gelb l egt. Ikch hole es, und wenn es Rfvrd und Totschlag gibt.

Sie kamen vor einem kleinen Hause an einem rcicn Platze an, das sich in nichts von den an­deren Häusern unterschieb.

Düster und fteudlos, wie die Rächt, schienen auch diese Häuser zu seyt, an denen kein Oma- | ment irgendein Lebensgefühl betonte.

Der Mann er schien der ältere und etwa vierzig Zähre alt zu sein - flüsterte jetzt wieder:

Warte du an der Ecke. 3ch hole es. Verlaß dich drauf l"

Er umschlich gewandt das Haus und kam an ein kleines, schmales Fenster, das in Kopfhöhe ange­bracht war und nur angelehnt schien.

Aus den bestimmten Bewegungen des Manne« konnte man erkennen, daß er selbst schon Vorberei­tungen hier getroffen hatte.

Er glitt lautlos durch das Fenster.

Jetzt zog er seine Schuhe aus und klinkte mit der schneiten Lautlosigkeit der Verbrecher die Türe auf.

Jetzt stieg er eine Treppe hinan.

Kein Tritt verriet fein Schleichen.

Er war oben angelangt.

Wieder öffnete er eine Türe und tastete sich vor-

Man hörte daS regelmäßige Atmen eines schla­fenden Menschen.

Er ging an einen kleinen Wandschrank, ben er leise öffnete. Er nahm ein kleine« Kästchen, das er zu sich steckte.

Das Atmen hatte ausgehort.

Eine weibliche «Stimme klang auf:

Willst du sofort das Geld wieder hinstellen und machen, daß du inS Bett kommst!"

e

Sein Freund unten trat von einem Fuß auf den andern und wartete wohl eine gute Viertelstunde.

Dann ging er mürrisch fort.

Sm Gehen brummte er vor sich hin:

Seine Frau hat ihn doch erwrschtl

M. A.

2 2 8

0S0

56*-

>IM

cnl

Wien.

«our

Ueri