Ausgabe 
19.11.1931
 
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Aus der Provinzialhauptstadt.

(Meßen, den 19.November 1931.

Aovemberstimmung.

Langsam und zögernd löst sich in dieser Zeit der junge Laa von der dunklen Nacht. Die Sonne ist meist verschwunden. Rings liegt die Welt in Ne­belschleiern, überhaucht von Schwermut und Trauer. Lind wenn wir den Tag bald nach der Mittagszeit grüßen, versinkt er schon wieder, Dämmerung hüllt alles ein, der Abend ist schon da.

Erinnerungen tauchen in diesen Tagen noch ein­mal in uns auf. Der Sommer, lachende Fluren und wogende Kornfelder, darüber Lerchengesang uni) leuchtende Sonne erstehen in unserem Geiste. Die letzten bunten Blätter des Waldes sind vom Herbststurm weggefegt worden, nun steht er stumm im weißen Dunst des Regens. Alles atmet Schwermut, Kühle. Aber nicht nur lichte Er­innerungen erfüllen' unser Herz, sondern auch trübe, wehmutsvolle Stimmungen beschleichen uns. Wir gedenken unserer Freunde, die nicht iviederkehren, die da draußen auf dem Gottes­acker ruhen.

Es kommen die langen Abende, an denen wir allein im Zimmer sitzen. Aber allein sein, heißt noch lange nicht verlassen sein. Gab uns das Schicksal doch die Gabe der Erinnerung. Schauen vir in solchen Stunden rückwärts, so werden wir glückliche Erlebnisse haben. Alles Kleinliche und Nichtige der vergangenen Zeiten tritt zurück, es bleibt nur das Schöne, übergoldet von einem Zau­berschein.

Warum haben so viele Menschen Angst vor ber Stille, der Einsamkeit? Sie fürchten sie und schrecken zurück wie vor einem Abgrund. Wenn sie nicht vom Lärm des Tages umhüllt sind, Denn sie nicht irgend etwas hören oder sehen, bann fühlen sie sich nicht glücklich. Aber als Ge­gengewicht für unsere Arbeit sollten uns diese stillen Stunden willkommen sein. Sie bringen uns innere Ruhe und schenken uns oft das Gefühl ber Geborgenheit, sie führen uns zu uns selbst zurück. Wir sehen den kommenden Tagen mit ganz anderen Augen entgegen, wenn unsere Seele sich von den Schlacken des Alltages befreit hat.

Doch auch Freuden schenkt vielen der dunkle Monat November. 2m Keller weht ihnen der Duft des reifenden Obstes entgegen. Die Winter­birnen verwandeln ihre steinige Härte in zartes, saftiges Fleisch, die Aepfel werden gelb und mürbe, und auf dem Tisch erscheint die Martins- aans. 3n den Fässern gärt der junge Wein, oder ber Apfelmost. Auf dem Speicher hängen gebün- belt die würzigen Küchenkräuter: Lhmian, Es- tragen, Majoran und viele andere. Es ist ein feiner, zarter Wohlgeruch, der von ihnen aus­geht und an den Sommer und den blühenden Harten erinnert.

3m Zimmer aber sitzt es sich behaglich beim war­men Ofen. Die bratenden Aepfel quietschen, und bie Mutter beginnt, Märchen zu erzählen. 3st bas nicht auch ein schönes Licht i.n Monat der Dunkelheit? Wr.

Gießener Wochenrnarktpreisc.

'Gießen, 19.Nov. Heutige Wochenmarktpreise: "Butter 120 bis 150 Pf. (Kochbutter von 100 Pf. an). Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 7 bis 8 (pro Zentner 4 bis 5 Mk.), Weißkraut 5 bis 6 (pro Zentner 2 bis 2,50 Mk.), "Rotkraut 7 bis 8 (pro Zentner 4 bis 5 Mk.), jjetbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12 bis 15, Tlnterkohlrabi 5 bis 6, Orünkohl 10 bis 12, Rosenkohl 15 bis 20,

Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 40 bis 50,

Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 70,

Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kürbis 5 bis 6, -Kartoffeln 4 (pro Zentner 3 bis 3,50 Mk.),

Aepfel 8 bis 10 (pro Zentner 4 bis 7 Mk.), -Dirnen 8 bis 10, Dorrobst 30 bis 35, Nüsse 35 bis 40, junge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 70 bis 90, Gänse 70 bis 80, Honig 40 bis 50 Pf. pro Pfund: Eier 13 bis 14, Salat 8 bis 10, Endivien 8 bis 10, Blumenkohl 20 bis 60, Oberkohlrabi 8 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 40, Lauben 50 bis 60 Pfennig pro Stück.

Bornotizcn.

Tageskalender für Donnerstag. Liberhessischer Kunstoerein: AusstellungDrei Frauen Ber Gegenwart" 15 bis 17 Uhr, Turmhaus am Wrandplatz. Oberhessische Gesellschaft für Natur- nnb Heilkunde: 20.15 Uhr, Chemisches Laboratorium, lljudwigstraße, LichtbildervortragDie steinzeitliche Nesiedlung von Hessen". Universität, Hörsaal 41: Liessenllicher Vortrag überAstrologie und Christen- Lum", 20.15 Uhr. DHV.: Oesfentlicher Vortrag überDie kaiserlich-soziale Botschaft vom Jahre 3881", 20.30 Uhr, im Verbandsheim. Lichtspiel- haus, Bahnhofstraße:Hirsekorn greift ein!"

Aus dem Stadttheaterbureau 'vird uns geschrieben: Freitag, 20. November, :20 ilßr, Uraufführung des KammerspielsMary und Lisa" von Sigmund Graff unter der Spiel­leitung des 3ntendanten. Sigmund Graff ist der Autor des bekannten deutschen KriegsstückesDie endlose Straße" und des WerkesDie einsame Lat", das auch bei uns im Laufe der Spielzeit zur Aufführung kommt.Mary und Lisa" wird lurz nach der deutschen Uraufführung auch in Bon­bon zur Aufführung gelangen. Die Problemstel­lung des Stückes, das den kinderlosen Müttern gewidmet ist, läßt den Besuch durch 3ugendliche ücht ratsam erscheinen.

Lichtspielhaus Bahnhofstraße. Am Sonntagvormittag (Totensonntag), 11.15 Uhr, findet im Lichtspielhaus Bahnhofstraße unter dem TitelDer Weltkrieg, wie er wirklich war" die Aufführung eine^ K.iegsf lms statt, der w e man unS schreibt nach amtlichem Material ausge­nommen wurde und u. a. auch Bilder enthält, die während des Weltkrieges photographiert wurden. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

*

Der preußisch. Buß- und Bettag brachte unserer Stadt gestern den gewohnten Karten Besuch aus den benachbarten preußischen Gebieten. Die Reichsbahn mußte, um den An­drang zu bewältigen, die Züge verstärkt fahren Iaffen. Die Biebertalbahn hatte ebenfalls höhere Beanspruchung zu verzeichnen. Um die Mittags­zeit tarnen sehr viele Landleute, besonders aus der Gegend von Wetzlar, aber auch aus der Richtung Marburg hier an. Ein Teil der De- 'lacher, hauptsächlich aus der Richtung Lützel- ilinden, kam zu Fuß. Unsere Geschäftswelt dürfte 2urch den starlen Besuch wohl eine merkliche Belebung des Geschäftes erfahren haben. Auf Dswaldsgarten fand Krämermarkt statt, der in Len Nachmittagsstunden sehr gut besucht war. Äm Stadttheater wurde in einer gutbesuchten «Sondervorstellung das beliebte DollsstückAlt-

Heidelberg" gegeben. 3n verschiedenen Lokalen der Stadl wurden den Gästen mancherlei unter­haltende Darbietungen bereitet.

ee Straßensperrung, mitgeteilt vorn Oberhessischen AuiomobisiC ub ED. (A. v. D), Gießen: Wegen Ausführung von Gleisemeue- rungsarbeiten wird die Ortsdurchsahrt Butzbach im Zuge der Straße GießenF.anki urt a. M. am 22. November, von 7 bis 16 Uhr, für jeglichen Terkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über die Nußallee und Taunusstraße in Butzbach.

* Aufgehobene Straßensperren, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil-Club (A. v. D.) Gießen: Die Sperrungen auf der Pro­vinzialstraße Glashütten Steinberg und der Ortsdurchfahrt Kölzenhain sind auf­gehoben.

** Wandergewerbescheine und Legi- timationstarten gelten jeweils nur bis zum 31. Dezember. Zu Beginn des neuen Jahres häufen sich meistens die Anträge derart, daß sich die Aus­fertigung der neuen Ausweise verzögert. Es er­scheint daher unerläßlich, schon jetzt die Anträge auf Neuerteilung der Scheine zu stellen. Nur bei recht­zeitiger Antragsstellung kann Gewähr dafür über­nommen werden, daß die Scheine bei Gebrauch zur Verfügung stehen. Im übrigen sei auf die Bekannt­machung des Kreisamts Gießen im Amtsoerkündi- gungsblatt Nr. 78 vom 10. November 1931 hin- gewiefen.

Hausfrauenabend im Caf 6 Leib. Der am Dienstag unter Mitwirkung der Gießener Gas-Dereinigung von der Hausfrauenberatung im Cafe Leib veranstaltete Haussrauenabend erfreute sich eines guten Besuches. Eine Reihe Gießener Firmen, wie Dottina, Brück, Koch & Sohn, König, Krehschmar, Mettenheimer, Mohr, Rau, Reuter und Schmücker, bemühten sich so berichtet man uns, den zahlreichen Hausfrauen wertvolle Winke und Anregungen zum Weihnachtseinkauf zu geben. Die farbenprächtige und wirkungsvoll aufgezogeneHauswirlschaftliche Ausstellung", die u. a. auch von den vorgenannten Firmen und der Gießener Gas-Dereinigung beschickt wurde, fand lebhaftes 3ntereffe der Besucher. 3m Mit­telpunkt der Deranstaltung stand das lustige, von Frau Decker, Frankfurt, verfaßte Bühnenspiel Mode und Heim", das von Frankfurter Künst­lerinnen und Künstlern (Cilly Bauer, Karl Reul, ßt) Ottmar, Lonnh Böhme, Rosel Haiges) wir­

kungsvoll aufgeführt wurde. Eine Interessante Modenschau erweiterte das Programm. Für gute künstlerische Unterhaltung sorgten u. a. die Ge­schwister Graziella durch einige Tänze, Ria 3as- min durch gute GesangSvorträge, und die kleine 7jährige Lydia durch allerliebste Tanzeinlagen. So vergingen in rascher Folge einige heitere Stun­den. Die Darbietungen fanden lebhaften Beifall.

Die Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Das Skandinavien, und Finnlandhoch mit seiner südlichen Ausdehnung bis zum Mittelländischen Meer hin bewirkte in Mittel- und Süddeutschland Nacht­srost, während der Südosten durch das Balkanlies mit Bewölkung überzogen war und vereinzelte Nie- derfchläge auftraten. Obwohl der Hochdruckeinfluß noch standhäll und der Witterungscharakter vorerst wenig Aenderung zeigt dürfte sich allmählich, was bereits in der freien Atmosphäre zu erkennen tft, die Erwärmung von Westen her langsam durchsetzen.

Aussichten für Freitag: Fortdauer des neblig-wolkigen Wetters mit einzelnem Regen oder Schnee und Nachtfrost bei Aufklaren.

Aussichten für Samstag: Uebergang zu wärmerem Wetter, neblig und wolkig.

Lufttemperaturen am 18. November: mittags 3,6 Grad Celsius, abends 0,8 Grad: am 19. November: morgens 2,2 Grad. Maximum 3,9 Grad, Mini­mum 2,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 em Tiefe am 18. November: abends 3,2 Grad; am 19. November: morgens 2 Grad Celsius.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, den 21. No­vember. Vorabend: 4.30 Uhr; morgens 9 Uhr; abends: 4.45 und 5.25 Uhr.

Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 21. November 1931. Freitag abend 4.10 Uhr; Sams­tag vormittag 8.30; nachmittags 4.45; Sabbataus­gang 5.25. Wochengottesdienst: morgens 7; abends 4 Uhr.

(Schluß des redaklionelleu Teils.»

Es ist schwer, einem Herrn etwas Zweckmäßiges zu schenken, sei es zu Geburtstag, Weihnachten, Ju­biläum oder sonstigen Anlässen. Doch braucht es darüber kein Kopfzerbrechen. Das Bekleidungshaus Theodor Köhler, Gießen, Seltersweg 17, erinnert daran, was für ein wichtiges Bekleidungsstück der Hausrock geworden ist. Wie gern vertauscht ber Herr in keinem Heim den Straßenanzug mit dem behag- ließen Hausrock. Er verleiht ein gepflegtes Aussehen, ist dabei bequem und warm und somit das beliebte Festgeschenk. Die Firma Köhler hat solche moderne Hausjacken und reizende Hausmäntel in ganz enormer Auswahl am Lager. 7871A

die durch das poröse Papier eindringt,

Sie werden immer wieder beobachten, daß

Atikah auch von Damen bevorzugt wird,

den Rauch von scharfen, bitteren Bestand­

obgleich sie durchaus nicht zu den

teilen läutert, die das Aroma beeinträch­

tigen.

Der Rauch schmeckt angenehm

sogenanntenDamen-Cigaretten" gezählt

mild und aromatisch, reizt die

werden kann. Diese Tatsache ist in einem

kühl,

DHN

interessanten Vorgang begründet, der sich

nicht und hat eine wohltuend an-

Kehle

Ohne Mundstück ist die Cigarette reiner und milder.

Diese Darstellung zeigt deutlich die filtrierende Wirkung der Feuchtigkeit im Mundende einer A tikah ohne Al und- stück. Der Tabak ist sichtlich dunkler geworden als bei der Mundstück- Cigarette, bet der dat Mundstück das Eindringen der Feuchtigkeit verhindert.

regende Wirkung. Deshalb wird Atikah

in der mundstücklosen Atikah abspielt.

Das Mundende wird zu einem natür-

von allen Rauchern mit feinem Ge­

schmacksempfinden unbedingt bevorzugt.

liehen Filter, in dem die Feuchtigkeit,

ATI KAH

AUSLESE-CIGARETTEN

Selbstverständlich

OHNE MUNDSTÜCK