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Das Kenkhosf-Mlut in Vad-Aauheim.
Akademische Zeier zur Einweihung des Instituts.
MSN. Bad-Nauheim, 17.Okt. Am 16. Sep tember 1929 hat Frau L. E. Kerckhoff aus Los Angeles zum Gedächtnis ihres verstorbenen Gatten die William . G.-Kerckhoff . Stiftung, Institut für wissen chaftlicbe Forschung und Fortbildung zu Bad- Nauheim, errichtet. Die Erträgni se der Stiftung sollen der wissenschaftlichen Forschung und Fortbildung durch Gewährung von Stipendien, wofür 2 Millionen Goldmark zur Verfügung stehen, sowie der Erforschung und Bekämpfung der Herzkrankheiten dienen. Als Betriebsfonds für dasJn- titut wurde eine Million Goldmark bereitgestellt, für eine Errichtung 1400 000 Mark, ein Betrag, der nzwischen um 300 000 Mark erhöht wurde.
Der Vorstand der Kerckhoff-Stiftung hatte zu heute, Samstag, vormittag, in das Institut zu einer
akademische Stier
einaeladen, zu der neben der Stifterin etwa 400 Gäste erschienen waren, u. a. der hessische Staatspräsident Dr. Adelung, Vertreter der einzelnen hessischen Ministerien, des Landtag, der Präsident des Reichsgesundheitsamts, Geheimrat Dr. Hamel, Oberbürgermeister Dr. Landmann (Frankfurt a. M.), Vertreter der Universitäten Gießen und Frankfurt a. M., sowie der Technischen Hochschule Darmstadt, zahlreiche Pressevertreter und Vertreter der verschiedenen medizinischen Gesellschaften usw.
Regierungsbaurat Metzger (Bad-Nauheim) erstattete den Bericht über die Entstehungsgeschichte des Baues mit entsprechenden Filmvorführungen und übergab im Anschluß daran der Stifterin nach alter Tradition den goldenen Schlüs. sel zum Institut.
Nachdem Prof. Dr. G r o e d e l (Bad-Nauheim), der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung, dem Erbauer des Instituts den Dank der Stifterin ausgesprochen und alle Erschienenen begrüßt hatte, eröffnete
Staatspräsident Dr. Adelung
die Reihe der Glückwunschansprachen. Er sprach zunächst der Stifterin den Dank der hessischen Regie- rung und der staatlichen Bad- und Kurverwaltung aus, und erinnerte sodann an die Entstehungsgeschichte der Stiftung, für die die Regierung einen besonders günstigen Bauplatz zur Verfügung gestellt und sich verpflichtet habe, das Werk zu fördern, u. a. durch die Zuleitung der zu Forschunaszwecken benötigten Heilquellen. Der Redner wies ferner auf die Forschungsaufgaben der Stiftung hin, die diese gemeinsam mit dem staatlichen Medizinischen Institut in Bad-Nauheim zu verfolgen berufen sei. Die Stiftung werde der Wissenschaft neue Antriebe geben und zugleich den Weltruf Bad-Nauheims aufs neue bestärken. Die Einweihung verstärke den Glauben, daß es der Menschheit trotz aller Widrigkeit gelingen werde, geistige und seelische Not zu überwinden. Hier sei ein Werk des Friedens geschaffen, eine neue Brücke zu zwei Völkern, deren Freundschaft über alle Zeiten dauern sollte.
Bürgermeister Dr. Ahl, Bad-Nauheim
dankte der Stifterin im Namen der Einwohnerschaft -und wies darauf hin, daß der Bad-Nauheimer Stadtrat ihr bereits vor zwei Jahren das Ehrenbürger- recht von Bad-Nauheim verliehen habe. Er gab einer bekannt, daß Frau Kerckhoff unter Berück- ickstigung der großen Notlage Deutschlands mit Ab- icht davon abgesehen habe, eine groß angelegte Feier zu veranstalten, als Ersatz dafür aber der Bad-Nauheimer Winterhilfe einen namhaften Betrag überwiesen habe.
Se. Magnifizenz der Rektor der Landes- nntverfliät Prof. Dr Vanielow »Gießen, sprach für die Universitäten Gießen und Frankfurt und die Technische Hochschule Darmstadt, die im Kuratorium des Kerckhoff-Jnstitutes, die Universitäten außerdem im Verwaltungsrat als Mitglied vertreten sind. Die Verbindung werde noch dadurch verstärkt, daß Professor Dr. Koch, der Vorstand der Abteilung für experimentelle Pathologie und Therapie am Kerckhoff-Institut, gleichzeitig Dozent an der Hessischen Landes- universität sei, während Professor G r o e d e l dem Lehrkörper der Universität Frankfurt angehört. Der Redner gab dann namens der Landesuniversität der besonderen Freude und Genugtuung über die Vollendung dieses wundervollen Instituts Ausdruck und beglückwünschte die Stifterin, Frau Kerckhoff, das Direktorium, das Kuratorium und den Verwaltungsrat zu dem glücklich vollendeten Werk. Arn Schlüsse
seiner Ansprache erllärte der Rektor u. a.: Möge das Kerckyoff-Jnstitut seine hohe Aufgabe zum Ruhen und Segen der leidenden Menschheit, zur Ghre der Gründerin und Deutschlands stets aufs beste erfüllen. Gerne und freudig wird die von mir vertretene Universität alle Verpflichtungen übernehmen, die ihr aus der Verbindung mit dem Kerckhoff-Institut erwachsen, und ich bitte das Kerckhoff-Institut, auch seinerseits der organischen Verbundenheit mit der Unioersität stets mit Treue um Treue eingedenk zu sein. Vor acht Tagen konnte die Universität Gießen dank dem sozialen Sinn unb der rastlosen Tätigkeit edler Menschen in Gießen ein neues Institut, die Orthopädische Universitätsklinik, ihrer Venuhung übergeben. Heute gilt es, die Vollendung dieses wichtigen Instituts für Kreislaufforschung zu feiern, das durch den Edelsinn einer sozial tief* empfindenden Amerikanerin ihrem Gatten und sich zur Ehre zur Bekämpfung einer stets wachsenden Geisel der Menschheit errichtet worden ist. Es sind zwei Silberstreifen am verdüsterten Horizont, die uns erinnern, daß die Sonne des Edlen und Idealen doch noch nicht erloschen, sondern nur hinter den Wolken einer unglücklichen Zeit verdeckt ist, zwei Lichtblicke, die uns mahnen, nicht zu verzweifeln, sondern die Herzen zu erheben und an die Zukunft der Menschheit zu glauben.
Univeriitätsprofessor Dr. Feulgen-Gietzen brachte als Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Gießen ebenfalls herzliche Glückwünsche zum Ausdruck und führte in seiner Ansprache u. a. aus: Die Stifterin hat die Bedeutung der Herzkrankheiten als eine der verbreitetsten und wichtigsten Dolkskrankheiten erkannt und will mit gütigem Herzen eine Krankheit bekämpfen, der ihr Gatte selbst zum Opfer gefallen ist. Ihm hat sie gleichzeitig ein Denkmal gesetzt, nicht ein Denkmal tatenloser Trauer, sondern eine Stätte lebendiger wissenschaftlicher Arbeit. Mit einer in Deutschland sonst nicht bekannten und auch unmöglichen Großzügigkeit ist das neue Institut gebaut und ausgestattet worden. Alle in Betracht kommenden Hilfswissenschaften sind durch namhafte Forscher vertreten, und wir haben es begrüßt, daß ein Mitglied des Kerckhoff-Institutes sich an der Landes-Universität habilitiert hat und mit einem Lehrauftrag betraut worden ist. Wir haben das jeden Forscher erhebende und befriedigende Gefühl, daß alle Mitglieder des Kerckhoff-Instituts dem gleichen Ziele Erstreben: Der Erforschung, Verhütung und Bekämpfung der Herzkrankheiten. Mit dem Wunsche, daß die Arbeit des neuen Institutes unsere Kenntnisse von den Herzkrankheiten erweitern und zahlreichen leidenden Mitmenschen neue Hoffnung geben möge, überbringe ich die Grüße meiner Fakultät.
Die weiteren Ansprachen.
Für die Medizinische Fakultät der Universität Frankfurt a. M. sprach Professor V o l h a r d und pries Dad-Aauheirns Glück, gleich zwei ausgezeichnete Forschungsinstitute zu besitzen. Professor Dr. Bruno Kisch, Köln a. Rh., brachte Glückwünsche als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Kreislaufforschung und als Herausgeber der Zeitschrift für Kreislaufforschung. Professor E b b e ck e, Bonn, sprach als Vertreter der Universität Bonn und für die Gesellschaft für Physiologie. Sanitätsrat Dr. Hahn, Bad-Rau- heirn, sprach für die Bad-Rauheimer Aerzteschaft, und gab zugleich der Anteilnahme der hessischen Aerzteschaft und des Vorsitzenden der hessischen Aerztekammer Ausdruck.
Dann nahm Professor Dr. G r o e d e l, Bad- Rauheim, der langjährige Arzt William G. Kerckhofss, das Wort zu einer Gedächtnisrede für den im Jahre 1929 Verstorbenen, der, einer Hannoveraner Familie entstammend, sich als der große technische und industrielle Pionier von Los Angeles erwies,, wo er seit 1877 wohnhaft war. Eines der letzten Werke Kerckhoffs stellt die Bad-Rauheimer Stiftung dar, die Kerckhoffs Wunsch erfüllen soll, daß deutsche Wissenschaft und Technik im internationalen Wettkampf wie seither, so auch in Zukunft in Ehren bestehen.
Den Beschluß der Feier bildete ein Festvortrag von Professor Dr. Koch, Dad°Rauheim, Leiter der Abteilung für experimentelle Pathologie und Therapie am Kerckhoff-Institut, über das Thema: „Die Bedeutung des Blutkreislaufs für das Gesamtleben des Körpers".
Anschließend fand eine Besichtigung des Kerckhoff-Instituts statt.
** Kriegsbeschädigtenrenten und Arbeitslosenunter st ützuna. Die durch die Juni-Notverordnung angeordnete Anrechnung der Kriegsbeschädigtenrenten auf die Arbeitslosenunter, stützung hat insofern eine Milderung erfahren, als nicht mehr der 15 Mark Übersteigende Rentenbetrag, sondern nunmehr der 25 Mark übersteigende monat
liche Rentenbetrag aus die Arbeitslosenunterstützung angerechnet wird. Es heißt darüber im zweiten Teil der dritten Notverordnung im Artikel 1, Ziffer 12 (S. 542): „Von den Renten und Beihilfen nach dem Reichsversorgungsgesetz, die Beschädigten und Hinterbliebenen auf Grund einer Kriegsdienstbeschädigung gewährt werden, ein Betrag bis zu
25 Mark im Monat, von den übrigen in Absatz 1, Nr. 1 und 2 genannten Renten ein Betrag bis zu 15 Mark im Monat."
*• Wieder ein Fall von Untreue im städtischen Dienst. Rachdem erst vor einigen Wochen in zwei Fällen Verfehlungen im Dienste der Stadtverwaltung festgestellt worden waren, ist jetzt ein dritter Fall zu verzeichnen, über den nach dem Abschluß der Ermittelungen der Stadtverwaltung genaue Mitteilungen gemacht werden können. Die Veruntreuungen wurden von dem Verwalter R. begangen, der Marktstandgelder kassierte, sie aber bei der Stadtkasss nicht ablieferte und über ihren Verbleib keine befriedigende Auskunft geben konnte. Rach den Feststellungen der Stadtverwaltung handelt es sich um einen Betrag von rund 3000 Mk. R. ist nunmehr von der Stadtverwaltung aus dem städtischen Dienst entlassen worden, gleichzeitig tourte die Angelegenheit zur weiteren Verfolgung an die Staatsanwaltschaft gegeben.
** Todesfälle in Gießen. In der Zeit vom 1. bis 15. Oktober verstärken in Gießen: 1.: Max Dachenheimer, Lehrer L 2t., 67 Jahre, Schillerstraße 17; 6.: Margarete Stock geb. Wenzel, 67 Jahre, Kaiserallee 60; 9.: Walter Grimm, 8 Jahre, Roonstrahe 6; 10.: Katharina Elle geb. Dauer, 73 Jahre, Moltkestrahe 10; 12.: Chri» stiane Wolff gich. Steinhäuser, Witwe, 71 Jahre, Am Rahrungsberg 63; 13.: Heinrich Lucius, Oberstudienrat i. 2t., Professor, 69 Jahre, Lud- wigsplah 9. Otto Klaas, ohne (Beruf, 78 Jahre, Großer Steinweg 26.
Dberbeffen.
Landkreis Gießen.
G Holzheim, 18. Okt. Seit vier Wochen wird unser 300jähriger mächtiger Kirchturm einer gründlichen Erneuerung unterzogen. Diese wird von Dachdeckermeister H e h d (Butzbach), unter Aufsicht der Kreisbaubehörde ausgeführt. Interessant ist, daß im Jahre 1847 ein Vorfahre von Heyd auch den Turm schieferte. In die Helmkugel kommen zwei Urkunden, verfaßt von Bürgermeister Buß und von Heyd. Anstelle des verrosteten Wetlerhahnes fetzte Schmiede- meister E. R e u h l einen neuen. Die Dachdecker trugen beide von Haus zu Haus und sagten dabei folgenden Spruch: »Hier zeigen wir euch den Kirchenhahn; er xeigt euch Wind und 2Better an; er zeigt nach (Korten, Süden, Westen, Osten, da- soll auch nur ein kleines Trinkgeld kosten. Sein Vater war ein guter Reiher; wir essen gerne Speck unb Sier." Einige hundert Eier, Speck unb Geld waren ihr Lohn. Der alte Hahn findet in bet Amtsstube ter Bürgermeisterei Aufstellung.
s. T r a i s - H o r l o ff, 18. Okt. Auf die hiesige ausgeschriebene P f a r r st e l l e, die durch den Tod des Pfarrers Weber verwaist war, haben sich keine Bewerber gemeldet. Infolgedessen wird die Stelle auch weiterhin durch Pfarrer Ge - rich (Bellersheim) als Spezialvikar mit versehen. In unserem Kirchspiel wurde durch Pfarrer Gerich auch ter diesjährige Konfirmandenunterricht ausgenommen. Die Konfirmandenschar zählt samt den Filialen nur zwölf Kinder, und zwar aus Trais-Horloff zwei Knaben und ein Mädchen, aus Inheiden vier Knaben und zwei Mädchen, aus Utphe zwei Knaben und ein Mädchen.
Kreis Büdingen.
s. Berstadt, 18. Okt. Am Donnerstag spat nachmittags überflog eine außergewöhnlich große Schar von Wildgansen unfern Ort. Es waren etwa 80 bis 100 Tiere, die, von Utphe herkommend, in südwestlicher Richtung weiterflogen. Das Flugbild bestand aus einem seht langen Schenkel mit zwei schrägen Seitenästen.
Kreis Alsfeld.
-er. Homberg, 17. Okt. 2m benachbarten Rieder-Ofleiden wurden in dem (Basaltwerk bet Mitteldeutschen Hartsteinindustris 80 Arbeiter entlassen, weil es an Arbeitsaufträgen fehlt. Rur noch eine bestimmte Anzahl von Arbeitern aus Rieder- unb Ober-Ofleiten wird weiter beschäftigt, weil diese einen vertraglich fest- gelegten Anspruch auf Beschäftigung haben.
Starkenburg.
WSR. Darmstadt, 17. Okt. Der kürzlich seines Amtes enthobene Direktor Weiler von der in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Darmstädter Dolksbank hat heute nachmittag seinem Leben ein Ende gemacht. Rachdem Weiler bereits am Tage des Schalterschlusses der Darmstädter Dolksbank einen mißglückten Selbstmordversuch unternommen hatte, sanden ihn heute nachmittag Spaziergänger auf dem Dachsberg in einem Gehölz erhängt auf. Weiler hatte sich außerdem die Pulsadern geöffnet.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
In der Ingenieurschule Weimar beginnt am 15. Dfober das Wintersemester 1931/32. — Trotz der katastrophalen Zeitoerhältnisse ist die Zahl der Neuanmeldungen so hoch, daß sich nicht nur die Abgänge ergänzen, sondern noch eine Erhöhung der Studierendenzahl eintritt. — Dieser Erfolg ist wohl in erster Linie auf die mustergültige Einrichtung der Anstalt und auf ihre beachtenswerte Leistung auf unterrichtlichem Gebiete zurückzuführsn. 4771V
einerseits mehr Zeit ist, anderseits Staub unb «Schmutz des Tages, nicht mit ins Seit genommen werden, was nicht nur aus ästhetischen, sondern auch ums hygienischen Gründen zu fordern ist. Diese -gründliche Reinigung bildet zusammen mit Zähne- ^utzen (stets mit Zahnpasta!) und Säubern der Ringer- und Fußnägel, sowie Auswischen der Ohren mit einem von Watte dünn umwickelten, zugesoitzten Holzstäbchen einen weitgehenden Schutz vor Infektionskrankheiten. Die Eltern sollten diese Reinigung überwachen und bei dieser Gelegenheit den nackten Körper ihres Kindes unauffällig mustern, damit hnen Hautausschläge, Entzündungen und andere iiußere Krankheitserscheinungen rechtzeitig bekannt inerten. Kühl nachwaschen, gut abtrocknen, rasch ins ‘Bett, dunkel machen und absolute Ruhe ringsum!
Manche Kinder sind foaenannte Leseratten. Es ist nerkehrt und zwecklos, ihnen dieses Vergnügen $u iiauben. Man versuche nur, die Lektüre unauffällig , iu überwachen und selbst dem Interesse und Geschmack des Kindes entsprechende Bücher ausfindig .iu machen. Man lasse sie in ihrer Freizeit bei gutem Wetter im Freien lesen, sonst tun sie es heimlich Bei jeder sich bietenden Gelegenheit, und wenn es für Minuten auf der Toilette ist, abends im Bett mit der Taschenlampe, zwischen den Schularbeiten! (Die Lesewut ist eine manchmal ans Pathologische Kreuzende Erscheinung bei intelligenten, wissensdur- jitigen Kindern, die man nur durch Verständnis in gemäßigten Grenzen halten kann.
Die Mahlzeiten müssen regelmäßig eingenommen werden. Sie sollten den Ergebnissen der modernen Trnährungslehre entsprechend zusammengesetzt fein. Die Hauptmahlzeit besteht aus wenig Fleisch, viel Cßemüfe, Salat, Obst. Zum Frühstück gibt man am ttdten einen nahrhaften Mehl-, Haferflocken- oder gMeßbrei, dessen Langweiligkeit durch Zusatz von Mssen und Obst ausgeglichen wird. Vollkornbrot □nftatt Semmel oder Hausbrot ist unerläßlich wegen örs höheren Gehalts an Kalorien und Miueral- i llzen, bann zur Kräftigung der Zähne (Vollkorn- brot erfordert energisches Kauen) unb nicht zuletzt q(s Mittel gegen Entstehung unb zur Bekämpfung b?r Verstopfung. Milch oder Fruchtsäfte ersetzen ben Kaffee, Tee oder Kakao! Spirituosen sind keines- s atls auch nicht tropfenweise zum Kosten, zu erlauben. Fristverlängerung für Steueramnestie und Bermögenserklärung.
Wie Dom Reichsfinanzministerium mitgeteilt wirb, haben sich in den letzten Tagen die Zeich- nungen auf steuerfreie Reichsbahnanleihe bei den Zeichnungsstellen in so außerordentlichem Maße gehäuft, daß sie nicht bewältigt werden konnten. Weiter haben zahlreiche Steuerpflichtige geltend gemacht, daß sie sich die erforderlichen Unter» I agen für die (Berechnung des von ihnen zu er» werbenden Betrages an Reichsbahnanleihe nicht s üstgemäh haben beschaffen können. Aus diesen Gründen ist durch Rotverordnung des Reichspräsidenten vom Samstag die A m n e st i e f r i st, Irtoie die Frist für die Abgabe der Ver- wögenserklärung 19 31 (und ebenso die Frist für die Anzeige von ausländischen Familien- stiftungen sowie die Frist für die Anmeldung öon ausländischen Beteiligungen) bis zum Ab- I auf des 26. Oktober 1931 verlängert worden. Schon heute kann gesagt werden, daß sowohl die Amnestie als auch die Zeichnung der Tlnleihe den erwarteten Erfolg gehabt hat.
Bornotizen.
— TageskalenderfürMontag: DHV., 20 Uhr, Cafe Leib, Mitgliederversammlung und Bortrag „Unser Stand im Kampf um Wirtschaft unb Staat". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „ 3m Geheimdienst".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Dienstag, 20. Oktober, als
Vorstellung im Dienstag-Abonnement das Kriminal-Schauspiel „Voruntersuchung" von Alsberg unb tzesse; Spielleitung: Karl H e y s e r.
— Der Allgemeine Deutsche Frauei^verein (Ortsgruppe Gießen) veranstaltet in Verbindung mit dem Gießener Lehre- r innenverein am Mittwoch, 21. Oktober, 16.30 Uhr, im Hotel Hindenburg einen öffentlichen Vortrag. Frau Seminarleiterin Schmidt (Gießen) spricht über das Thema „Frauenoberschulen und Höhere Fachschulen, ein neuer höherer Schultyp für ausgesprochene weibliche Veranlagung als Vorberei- t mg für weibliche Berufe". Räheres in der Heubigen Anzeige.
— Waschvorführungen. Der Konsum- vorrein Gie»en unb Umgegenb veranstaltet Dom 19. böig 22. Oktober, jeweils 14.30 Uhr, im Saale tes Gewerkschaftshauses Waschoorführungen. Frau Z h e u n i s s e n (Düsseldorf) wird bei bem Probe- unb Werbewaschen zeigen, welche Qualität die Produkte der GEG-Fabriken darstellen. (Siehe fwutige Anzeige).
** Kein Bedarf an neuen Anwärtern i n Hessen. Wie Wagners Südwestdeutscher Nach- r chtendienst von zuständiger Seite in Darmstadt er- führt, besteht auch im kommenden Frühjayr keine Aussicht, daß Anwärter für die Laufbahn des gebotenen mittleren Justiz- unb Verwaltungsdienstes im Hessen zugelossen werden. Gesuche um Zulassung z iim Vorbereitungsdienst, wie auch um Vormerkung siür diese Laufbahnen sind daher zwecklos.
Nur ein Qualität»- und Marken-Autooel, da» auchunterdiesen neuen, weit schwierigeren Verhältnissen einwandfrei schmiert, verhindert Anlass-Schwierigkeiten, Störungen und Verschleiss, zu deren Behebung oft kostspielige Reparaturen nötig sind.
Lassen Sie sich bei den SH ELI-Tankstellen oder durch den SHELL-FÜHRER fachmännisch beraten, welche der 6 SHELL AUTOOEL- Qualitäten, die abgestimmt sind auf alle Motor-Typen und alle Jahreszeiten, speziell Im Winter für Ihr Fahrzeug die geeignete ist«
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