von dem Jugend führer der Laubacher Ortsgruppe I Hermann Bohn der Hasfia-Treuschwur vorge- | tragen. Hierauf kamen durch Mitglieder der Jugendgruppe zwei Einakter zur Ausführung. Sämtlich« Darbietungen wurden von den Zuhörern mit grobem Beifall ausgenommen. Den Dank des Krieget» und Militärvereins Laubach sprach der Vorsitzende Herrn. Stotz den Mitwirkenden aus.
O L a u b a ch 17. Dez. Am DienStagnachmittag ereignete sich beim Holzfällen in den gräflichen Waldungen in der Ääye des Jägerhauses ein schwerer UnglüdÄfalL Der 27jährige W. Boche r aus dem benachbarten Gonterskirchen siel, als er sich vor einem niederstürzenden Baume in Sicherheit bringen wollte so Unglück.ich gegen einen Baumstumpf, das; er sich einen schweren Schädelbruch mit Gehirnblutung zu. Aog. In bedenklichem Zustande wurde er inS Lau. bacher Krankenhaus gebracht.
^Rudingshain, 15. Dez. In unserem Dorfe fand eine vierzehntägige Evangelisa. t i o n statt. Als Redner war Herr B r a a tz aus Berlin erschienen, «amtliche Versammlungen waren gut besucht.
V Gedern. 15. Dez. Der Gesangverein „Li ederkranz" veranstaltete am Sonntag zugunsten der Winterhilfe einen Liederabend, der einen wohlgelungenen Berlouf nahm. Zur Ausgestaltung deS Programm- batten sich auch der DHT.-Chor und das Salonorchester des hiesigen MusikvereinS zur Verfügung gestellt. Der 1. Vorsitzende deS Gesangvereins, Anton Hoffmann, dankte allen, die sich um das Zustandekommen des Konzertes verdient gemacht haben. Die Ehöre des ersten Teils des Programms ermahnten die Zuhörer an die Pflicht au steter Hilfsbereitschaft Aum Wohle deS Vaterlandes. 3m weiteren Verlaufe des Abend- fand der vorn VHC.-Chor mit Orchesterbegleitung gesungene Etraußsche Walzer .An der schönen blauen Donau" stärksten Beifall. Die Aufführung muhte wiederholt werden. Sehr gut gefiel auch daS „Raschen" von Mozart, eine Darbietung, die an die Aussührenden in verschiedener Hinsicht hohe Anforderungen stellte und ebenfalls wiederholt werden muhte. Für den Chorleiter des Abend-, Lehrer Hiebei, wie auch für den Derein war da- Konzert ein großer Erfolg.
Kreis Lauterbach.
Schlitz. 17. Dez. (W2N.) Einen erheblichen Abfchlaa des Milchpreises erlebten dieser Tage die Konsumenten in unserer Stadt. Ein Mol« fereibetrieb von hier gab bekannt, dah er dos Liter Milch frei Haus für 18 Pfennig liefern wolle, und daraufhin ging auch die andere Molkerei mit dem Preis von 23 auf 20 Pfennig pro Liter herab. Die Konsumenten sind damit natürlich zufrieden, wie sie auch einen ansehnlichen Abschlag bei Fleisch- und Wurst waren begrüßten, der von einem außerhalb der Metzgerinnung stehenden Metzger- meister herbeigeführt wurde.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
1 Wetzlar. 16. Dez. Die Wanderbüche- reien in den Acrntern des Kreises Wetzlar erfreuen sich einer starken Benutzung. Nack einer von Der Kreisocrwaltung angefertigten Zusammenstellung der Ergebnisse der Wanderbüchereien im Lesejahr 1930 31 sind in der Zeit vom 1. Juli 1930 bis 30. Juni 1931 von 3215 Lesern 27 723 Bände entliehen worden. Die Zahl der neu angeschafften Bücher beträgt 283. Auch für bas Lefcjahr 1931 32 sind Reuonschaffunaen vorgesehen. Die Frage, ob aus den Bücherstöcken der Wanderbuchereien S t a n d büchercien errichtet werden sollen, wurde bk’bcr noch nicht entschieden.
• Krofdorf, 17. Dez. Dieser Tage veranstaltete beArbeiter-Samariter-Kolonne K r o f b o r f c ne.t Vortragsabend mit dem Thema „Die KrebSlrankheiten". SanitätSrat Dr. Seipp schilderte die mutmaßliche Entstehung und zeigte an Hand von statistischem Material
WessenKndbinich?
Vornan von Ar. Lehne.
(Urheberschutz durch L. Ack.rmann, Romanzentrccke Stuttgart.)
32 Fortsetzung Nachdruck verboten
Ebba blieb vor Ueberraschung stehen.
.Inga, seid ihr euch einig?" rief sie sreudig erschreckt, .ach, ich weih ja, wie sehr Christel dich liebt —w
und ich ihn auch, Sbba! Wir haben uns ausgesprochen! Geduld müssen wir allerdings habcni Mama hat alles Mögliche versucht, mich anderen Sinnes zu machen! Doch der Jngasche Trotzkopf gibt nicht nach —"
Man sand mit dem Plaudern kein Ende: erst an der Parkmaucr des Schlosse- blieb Sbba, beinahe erschreckt, dah sie so weit mitgegangen, stehen.
.Ich muh jetzt umkehren, Inga, Mutter wird auf mich warten! Der Tisch ist zu decken und noch allerlei in der Küche zu helfen —“
Plötzlich übergoß eine flammende Röte ihr Gesicht — Hanno RelnSbagen trat ihr unvermutet in den Weg! Sr hatte das schmiedeiserne Lor in der Parlmauer aufgeschlossen und stand plötzlich vor den beiden jungen Damen. Wie seine blauen Augen doch bet Sbba- Anblick leuchteten! Sie Alltcrte vor ihm wie ein kleine- Schulmädchen, da- Strafe zu erwarten hatte. WaS wollt« er von ihr? Sie war doch fertig mit ihm — ganz fertig!
Hanno hatte auf die Schwester gewartet — getrieben von Neugierde, etwas über Sbba zu erfahren!
Und da sah er zu seiner sreudigen lieber- raschuna, dah die Geliebte Inga begleitete — hoffentlich würde sie nicht vorzeitig umkehren: da- war seine Befürchtung! Wiederum rechnete er mit der Plauderlust der Mädchen — und er hatte sich nicht getauscht — Sbba kam mit! Mit seinen Blicken verschlang er sie förmlich: über alle Begriffe holdselig war sie — wie der früh« Lenztag heute —! Sie war in ihrer Haltung sicherer geworden! Und doch so frühlingSsrtsch und herbe, dabei voll verhaltener Wärme. Sr gedachte ihrer scheuen und doch so heißen Küsse — Sbba, Sbba! Sein ttetnes. süßes Mädel! In Gedanken gab er ihr alle Kofcworte. Sr überlegte nicht, daß eS doch sehr seltsam war, nach allem eine Begegnung zu suchen, anstatt zu meiden! Und da er gewöhnt war. zu tun, was ihm beliebte, erwartete er die beiden jungen Damen. Und nun stand sie vor ihm, und er brauchte nur die Anne auSzustrecken, um sie an seine Brust zu ziehen. Wie an seligen Tagen,
die Wege, die nach dem Stand der heutigen W.ssenschast zur Heilung dieser Krankheiten führen können. Der Vortrag sand viele aufmerksame Zuhörer. 3m kommenden 3ahre finden weitere Vorträge statt.
L Lützellinden, 16. Dez. Der Regierungs- Präsident Hot auf Antrag unserer Gemeindevertretung einen Sonderhieb von 1 10Fe st Meter Nutzholz genehmigt. Der Erlös für 40 Fcstrneter des Sonderhtebs soll für die bevorstehende Betriebs- regelung Verwendung finden.
Kreis Bicvcrrkopf.
J. Waldgirme-, 15.Dez. Die Holzfäl- lung-arbeiten im hiesigen Gemeindewald haben mit vorläufig 70 Wann begonnen. Dreißig davon (Landbesitzer, werden abwechselnd vorerst nur 14 Tage beschäftigt und bann von dreißig anderen abgelöst. Diese bekommen auch keinen baren Lohn aus der Gemeindekasse, sondern der Betrag wird für die diesjährigen und nächstjährigen Zahlungen an die Gemeinde verrechnet. Wegen der schlechten Verkaussaussichten wird in diesem Jahre wenig Nutz-, aber dementsprechend mehr Brennholz geschlagen.
Maingau.
WSR. Frankfurt O.M., 17.Dez. 3n der St. JosesSkirche bemühte sich am Mittwoch die Chefrau Hermine Renneisen mit einer Leimrute einen Opfer stock zu berauben. 2s gelang ihr, 3,80 Mark daraus zu entnehmen. Di« Frau, deren Ehegatte schon seit längerer Zeit in Hast weilt, wurde sestqenommen und im Schnellverfahren dem Gericht vorgeführt, das sie zu fünf Monaten Gefängnis verurteilte.
Interessante Beschlüsse des Ma.nzer Stadtrats.
WSR. Mainz, 17. Dez. 3n der gestrigen Sitzung des Mainzer StadtratS wurde die Eingemeindung von Hechtsheim bei Stimmengleichheit abgelehnt. Die von kommunistischer Selle beantragte Auflösung
deS StadtratS verfiel mit 27 geaen 12 Stimmen bei 18 Stimmenthaltungen ebcn'allS der Ablehnung. DaS Zentrum hatte beantragt, den HauptunterstützungSemp'ängern, den Kriegsbeschädigten. Hinterbliebenen. Lezial- und Kleinrentnern und den lang'riftigcn Erwerbslosen eine Winterbeihilfe auszazahlen. Der Antrag wurde nach längerer Debatte angenommen.
Erweitertes
Schöffengericht Gießen.
• Gießen, 16. D«. Sin Kau'mann aus einem Acchbarcr:, b:r zusammen mt seinem Sch ne ein Handelsgewerbe betrieb, und über des,en Vermögen im vergangenen Jahre da- Konkurs- verfahren eröffnet worden ist, war eines Konkursvergehens beschuldigt, sein Sohn der Beihilfe hierzu, da sie den ihnen als Kaufleuten obliegenden Pflichten nicht nachgekommen waren. Ein Kassabuch fehlte, die übrigen Bücher waren so unordentlich geführt, daß sie keine Heber Hebt über den DermögenSzustand gewährten. Sine Bilanz, die jährlich hätte gezogen Werden müssen. Wurde niemals aufgestellt. Da daS Verschulden des älteren Angeklagten gering war. Wurde er zu einer Gefängnisstrafe von 2 Wochen verurteilt und ihm unter Einräumung einer dreijährigen BeWährungS'rist bedingter Strafaufschub gewährt. Gegen den jüngeren Angeklagten wurd 7 auf eine Gefängnisstrasevonvier Wochen erkannt.
Ein junger Mann, der für eine auswärtige Firma gegen Provision als Reisender tätig war und in der Hauptsache Bestellungen auf Kaffee aufsuchte, hatte einen Bestellschein gefälscht und an seine Firma Weitergegeben, die daraufhin an di« angebliche Bestellerin 5 Pfund Kaffee ab- sandte. Wegen schwerer Urkundenfälschung wurde er zu 2 Wochen Gefängnis verurteilt. Mit Rücksicht auf feine Jugend wurde ihm bedingter Etrasau'schub zugebilligt, ihm aber zur Aufgabe gemacht, den entstandenen Schaden binnen eines Monats zu ersetzen und an die Staatskasse eine Buße von 20 Mk. zu zahlen.
©JLtfpont
Segelflugzeugbau im Verein für Lustfahrt.
Reue Ziele für daS Jahr 1932.
Die Segelflugabteilungen des Vereins für Luftfahrt Gießen, die Jungfliegergruppe und die „Akaflieg", haben nach den Erfolgen des letzten Sommers die Werkstattarbeit in verstärktem Maße wieder ausgenommen. Die beiden Gruppen sind Im Besitz von zwei Gleitflugzeugen vom Typ „Zögling" und einem Segelflugzeug vorn Tvp „Prüfling". Die Flugzeuge werden von den Mitgliedern unter der tatkräftigen Unterstützung der Lehrmeister Lebrmund und Schepp von der hiesigen Gewerbeschule in eigener Arbeit hergeste^lt. Die Arbeit an einer Hochleistungsmaschine? dem „Falken", nimmt raschen Fortschritt, so daß man damit rechnen kann, daß zu Beginn des Frühjahrs 1932 bereits langdauernde Segclslüge damit ausgesührt werden können. Vierzehn ^-Prüsun- (gen, 3 Berufungen und 2 0-Prüfungen sind das Ergebnis eifriger fliegerischer Tätigkeit im vergangenen Jahre.
Nikolausfeier der Turnerjugend im MTV.
Der hiesige Männertumverein vereinigte am gestrigen Abend in der Turnhalle der Oberreal- schule die Schülerinnen und Schüler zu einer Rikolausseier, an der auch viele Eltern teil- nahmen. Es entwickelte sich in der Turnhalle
ein lebhafter Betrieb, denn nicht Weniger als 180 Kinder tummelten sich herum und zeigten auf der Bühne, was sie in den Turnstunden gelernt hatten. Rektor Kling, der 1. Sprecher des Vereins, hielt eine kurze Ansprache, in dec er den Eltern dankte für das Vertrauen, das sie dem Verein dadurch beweisen, daß sie die Kinder in die Turnstunden des Mtv. schicken. Cr sprach von den Rotwendigkeiten der körperlichen Kräftigung schon in früher Jugend und dankte schließlich den Riegenführern für die aufopfernde Arbeit, die sie im Lause des Jahres geleistet haben. 3m Anschluß daran zeigten die einzelnen Riegen unter großem Dllsall der Zuschauer Freiübungen, Bodenübungen, Spiele, Hebungen am Pferd, am Darren, an derSchWebekante und die Mädchen zum Schluß schön gestellte eindrucksvolle Pyramiden. Die Kinder gaben sich bei all den Ausführungen redliche Mühe und Waren mit großem Eifer bei der Sache. Eine Anzahl Kinder, die sich durch regelmäßigen Besuch der Turnstunden besonders auSyeichneten, Wurden mit der Ueberreichung einer kleinen DT.- Radel geehrt. Zum Schluß kam dann der Riko- laus, der für jeden Buben und für jedes Mädel eine Tüte mit allerlei 3nhalt mitbrachte. Die Veranstaltung erbrachte den Beweis, daß man im Männertumvercin eifrig bemüht ist, die körperliche Ertüchtigung der Kinder mit verständnisvollen und dem kindlichen Kräftehaushalt angepaßten Methoden zu fördern. Die Riegenführer (die Damen Sander, Dickelhaupt, Hor-
in denen sie an nichts als an ihre junge Liebe gedacht —I
Und nun War sie getrennt von ihm durch Welten — und um ein Richts! Wog ihre reizende, unschuldige Persönlichkeit gar nichts, Weil sie nicht den Glanz eines hochtönenden Ramens trug?
Konnte ein Mensch wie Ebba aber nicht eine ebenso untadelige Repräsentantin seines Ramens, nicht eine ebenso würdige Mutter seiner Kinder werden wie jede andere, deren Herkunft klar vor aller Augen lag?
Waren alle Bedenken, alles lieberlegen, alle Standesvorurteile nicht lächerlich. Wenn man sich damit nur fein Glück verscherzt«?
Holde-, blühendes Leben stand greifbar vor ihm — und cr sollte sich von alten, verstaubten Gesetzen leiten lassen? Sein junges, heißes Blut, sein gesundes Empfinden empörten sich dagegen, da er daS geliebte Mädchen wledergesehen!
Ebba hatte ihre Heberraschung und Befangenheit überwunden.
.Lebe wohl. Inga!" sagte sie hastig, sich zum Gehen wendend.
.Bekomme ich keine Hand?" fragte Hanno, und da sie ihm nicht antwortete, und ihre Schritte beschleunigte, vertrat er ihr einfach mit seiner großen gewichtigen Persönlichkeit den Weg.
.Ehba — nur einen lieben Blick und einen Händedruck!"
Ohne weitere- nahm er die kleine feste Mäd- chenyand. .Ebba —!“
Sie zitterte am ganzen Leibe, al- sie plötzlich seine Lippen auf ihrer Hand fühlte und ihren Ramen mit so eigen zärtlicher Betonung nennen hörte.
Sie riß sich lo- und lief in größter Verwirrung davon, ohne sich noch einmal umzusehen.
Hanno sah Inga an — .ist e- nicht zum Zoll- Werben?"
Inga schüttelte den hübschen Kopf.
.Rein, Hanno! Ich könnte es eher sagen al- du —I" entgegnete sie mit Betonung — .Du bist ein Mann!"
.WaS willst du damit sagen?"
daß du dir vollständig flar sein muht, waS du tun Willst! Ebba ganz meiden Wäre das in deinem Fall Gegebene —! Versteh« mich nicht falsch — Ebba ist mir di« liebste Freundin! Meine Ansichten, die frei von Vorurteilen sind, kennst du —I Unruhe darfst du aber nicht wieder In ihr Leben bringen; sie hat zu schwer gelitten! Entweder — oder —"
.Wenn ich nun da- .oder" wähle —T* Erstaunt sah sie den Bruder an.
.Ach — wenn man Sbba nur sieht — so vergißt man alle-, WaS trennend -Wischen ihr und un» steht!" sagte er hastig und wie sich entschuldigend.
.'Du Weißt, ich bube stets zu Edda gehalten! I ch habe sie nicht verleugnet —I" Ingas Worte trafen Hanno; er wurde dunkel rot.
.Das darfst du nicht sagen, Inga! 3ch habe es auch nicht getan, und endgültig aufgegeben habe ich Ebba nicht. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen —"
3a. das letzte Wort war nicht gesprochen!
Wenn Hanno ahnte, wie tief einschneidend dieses letzte Wort für ihn war —I
19.
Der Diener meldete Frau Graf.
Mit einiger Reugierde hatte Gräfin Reinshagen dem Besuch entgegengesehen. Wan hatte die Dame schon erwartet.
Hoch und stolz stand Angela in dem wundervollen Gmplresalon, den gleich nach der Gräfin auch der Graf, Hanno und Inga betraten.
Die schön die Tochter Pfarrer Sturms war!
Inga hatte wirklich nicht zuviel gesagt.
Mit vollendeter Liebenswürdigkeit, die dennoch eine leise Spur von Dissonanz hatte — von Angela wohl bemerkt und mit heimlichem Lächeln quittiert — begrüßte die Dame deS Hauses den Gast.
Man sprach von allerlei Rebensächlichem und kam dann auf das Rächst liegende — auf Angela- Kunst! Wie modulation-fähig dieses wundervolle dunkle Organ der Künstlerin war, die so sesselnd zu erzählen verstand!
Inga ließ kein Auge von ihrem belebten Gesicht. Und plötzlich sagte sie aus ihrem Gedankengang heraus: .Sbba Lenz hat sich viel von Ihnen angenommen, gnädige Frau! Ich finde sogar, sie gleicht Ihnen!"
Angela lächelte leicht — „meinen Sie, Komtesse?"
.Welche törichte Bemerkung. Inga!" tadelt« die Gräfin, .cd ist di« «ine- unreifen DackslscheS!" Sie wandte sich wieder an Angela — „Sie tragen Trauer, gnädige Frau?"
.3a, Gräsin, um meinen Mann!"
.Er war auch Künstler?" fragte die Gräfin nach einigen bedauernden Worten.
.Richt ausübend, Gräfin, dennoch kenne ich niemanden, der mehr Künftler al- er war. Ein hochbegabter Mensch. der sich leider in oft seltsamen Gedankenbahnen bewegte und dabei den Blick und den Sinn für die Wirklichkeit verloren hatte. Er verbuchte sich als Dichter. alS Musiker, als Maler, und zersplitterte so feint besten Kräfte."
.Sie waren viel auf Reisen. Wie Ihr Herr Vater sagte —?*
.Lange Jahre lebten wir Im Orient, Aegypten, Indien. Sumatra, Japan — überall sind wir gewe<en —"
.Ah — wie InteTcHant —*
.Ja. Gräfin, unendlich viel« unauslöschliche Eindrücke sind mir geblieben. Mit meinem Mann zu reifen, war Gewinn für- Geben! Dann erfaßte
m «l. die Herren P l o ch. Strack. Wagner) haben unter der Leitung des SchülerturnwarteS H. F r e i e n f e h n e r ein großes Verdienst um Jugend und um die deutsche Turnsache.
Handball der (^p.-Vg. 1900.
Polizei Luhbach in Gießen.
Ain Sonntag trei'tn sich Polizei Butzbach und Spielvereinigung 19<<O m.t ihren ersten Äannschaf- ten zum fälligen Vorrunttvcrband.lpiel. Die Bugbacher Polizisten haben sich im Verlaus der DT.- Rund« als zweifellos beste des Gaues Hesten erwiesen. Rationell« Aufbauarbeit wie technisch gutes Spiel werden in gleicher Weise von ihr gepflegt. Die fehr sicher arbeitend« Hintermannschaft hat «inen wursireudiaen Sturm vor sich, in dem Becker und Eldracher II heroorragen. Die 1900er haben unter diesen Umständen kein« Chance, auch nur einen Punkt zu retten, zumal noch einige Kräfte an Verlegungen laborieren.
Handball im Gau Hessen (O. T.)
Am Sonntag erwartet eine kombinierte Mannschaft des TuenverelnS ..Gut Heil" G roßen - Bus eck die 1 Mannschaft deS Tv. Wiefeck zu einem Freundschaftsspiel. D.e Gäste sind allgemein ab e.nc äuße.st schnelle Mannschaft bekannt und fie l en ihr Können in den letzten Spielen an L.'hn-Dün-rbe g-Dau un.c: Beweis
Das noch rückständige Pfiichtsp»el »Wischen der 1. Mannschaft des To. Großcn-Ltnden und der 2. Gif des Polizeisportverein-Dutz- bach findet am Sonntag in Großen-Linden statt. Die Polizisten stehen zwei Punlle b.nter Großen- Linden und werden daraus auS sein, das Spiel für sich zu entscheiden, um sich mit den Großen- Lindenern den zweiten Tabellenplatz zu teilen. Ein harter Pmutkamps dürfte zu erwarten sein.
Sandball im La!-n»Oünsderg'Gau.
Dl« Spiele des Sonntag».
Am kommenden Sonntag findet in der Dau- klasse im Lahn-DünSbera-Gau da- letzte Spiel statt. Die Gegner sind Atzbach l. und Allendorf I. Wenn Allendorf auS diesem Spiel al- Lieger her- vorgeht, so hat die Mannschaft m.t zwei Punkten vor dem vorjährigen Weister Londorf den Meistertitel errungen.
In der DezirkSklasse, BezirkI. stehen sich die Mannscha ten von Erda—Wißmar, Rodheim— Kinzenbach und Garbentcich—Waldgirmes gegenüber. Im Bezirk!I treffen Allertshausen—Lollar und Rordeck—RutterShau en au einander. Im Bezirk NI stehen sich Hausen l—Durkhard-felden ll, Hausen Il-S.e.nbach l und A bach—Beuern gegenüber. In der Jugendklasse kämpfen die Mannschaften von Garbenycim und LaunSbach um den Sieg.
Ruttershausen I — Allertshausen I 4:7 (1:5).
Rachdern Ruttershausen dte bald nach Beginn erzielte Führung ausgeglichen hatte, kamen di« Gaste sehr In Fahrt und erzielten bi- zur Pauso vier weitere Tore. Rach der Pause spielte die Mannschaft auS Allertshausen weiter überlegen und erhöhte aus 7:1. Run raffte sich auch die Platzmannschaft auf und verkürzte auf 3 Tore Unterschied. — DaS Spiel der Jugendmannscha'ten von Dorlar und Garbenheim endete mit dem Er. gebniS von 5:2 für Dorlar. Die Dvrlarer stellten die bessere Mannschaft und siegten verdient.
Gpielvereinigung 1926 Leihgeflem.
Spog. Leihgestern I — $C. Steinberg I 7:0 (5:0).
Da- fällige Verbandsrückspiel zwischen Lech- gestern I. und Steinbach I. am Sonntag nab..t einen spannenden Verlaus. Obwohl di« Stern - bacher etwa- hart spielten, konnten sie der Mannschaft des PlahbcsiherS nicht gefährlich werden und mußten sich mit 7:0 geschlagen bekennen.
Arbeiter-Tucn' und Cportbunö.
Der letzte Sonntag in der diesjährigen Kreis- klassenserie bringt alS intereisantesteS Tressen daS Spiel Dießen I. — Raunheim I. Auf dem
ihn Wieder die alte Ruhelosigkeit, die ihn aus Europa fortgetrieben. RirgendS hielt e- ihn mehr lange an einem Ort. Seine ohnehin nie feste Gesundheit litt mehr und mehr unter der Unregelmäßigkeit dieses ReiselcbenS. Ich war froh, als wir endlich nach Europa zurückkehrten. In der Schweiz lebten wir dann emlae Jahre, und dort übte ich auch wieder meine Kunst au«. Meine Erfolge waren seine größte Genugtuung. Lange Jahre hatten meine künstlerischen Kräfte ja brach liegen müssen für die Oes'entlichkeit — zu meinem Bedauern! Denn ich liebte meinen Beruf und Wußte, daß ich etwa- konnte! Doch meinem Mann hatte ich noch größere Opfer alS dies bringen müssen — die größten --! Aber Alexander sroh und zusrieden an meiner Seit« zu wissen, lohnte mir jede- Opfer —"
.Alexander —?“ fragte Graf Reinshagen, irgendwie peinlich berührt, wie überhaupt die ganze Erzählung dieser Dame ihn mit einem unbestimmten, sich steigernden Unbehagen erfüllte.
„3a, Alexander war der Vorname meinet ManneS!" entgegnete Angela, ihn groß anfehend.
In diesem Augenblick kam dem Grasen Gewitz- beit, daß dieser Alexander sein verschollener Bruder war! Denn Wie die ToHter Pfarrer Sturmi den Gallen schilderte, so Halle e r den Bruder schildern können! Die Gefahr, die er stets heimlich gefürchtet, wenn cr auch nie davon gesprochen und sie Hanno gegenüber Weit weggewicsen hatte — die lauerte |c.)t unter seinem Dache! ®r sah Hanno an. doch in dessen gleichmütigen Zügen la- er nichts, nur daß Hanno die Dame unverwandt anblickte! Ahnte der Sohn schon etwas?
„Ah - eine Bitte —", faate da die Künstlerin, „die Gräsin Wird sicher erlauben, daß Komtess« Inga Ebba Lenz ein Stündchen besucht!"
Unglaublich hochmütig sah die Grä'in In diesem Augenblick aus; dies« Schauspielerin nahm sich Rechte heraus - dennoch entgegnete sie liebenswürdig: „meine Tochter Wird schwerlich auf die Freude Ihres Besuche- verzichten wollen; sie hört so gern vom Theater — oder reifen Sie mit Fräulein Lenz schon wieder ab?"
„ES hängt von verschiedenen Umständen ab — eS kann sein, schon morgen —"
Der Gras fühlte, dah ArgelaS B.Ue ganz bestimmten Grund hatte: sie wollte Inga Weg haben! Und darum sagte er — Ja, gehe. Ingas Bleibe aber nicht lange, damit du daS Vergnügen hast, die gnädige Frau noch hier zu sehen!"
Dankbar nahm Inga die Erlaubnis entgegen und verabschiedete sich.
„Ihr Leben ist In der Tat sehr abwechslunal- reich gewesen, gnädige Frau!" nahm die Gräfin von neuem daS Wort — .und nun sind Sie Witwe?"
(Fortsedung folgt)
Mtuchict'
Nachdem 1 rinen Mi «aft alle umgtn octli tuns für tw Denn niLl n&cMifr Hi btt fchlHe tenslinduri j^rgtn Lo
A-» £ -l-Ln
77c.'
7m« sthen q jjfi und । jr. gegen et ^krrngen m Xo sollen-
Skjilk
ja Sonnta
und Dev
Leben nde im De beMpiele gtftunftlaub arn. 3m So Mlölt ütr vorn König vir schon ! trntkr tüdj
Deutsch je, die Hu schreiberhan, für btt 5)tu 15. Februar ttOTUlttj tn zu. Uni schauet em Äeter lan 12000 Zus Schanzt »L sien Stuifä
Für
ScMne \
7-—- D|ff>en.s bl|d übic ».50 z,
^•"en-s undHerM •chuhe
’tSOio, Mn
Kaders
7 ” e.9
4-*0 3.»
8e$ucher
Schuf


