Ausgabe 
18.7.1931
 
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Samstag, 18. Zuli 1951

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

Nr. 166 Drittes Blatt

Wandem und Reifen Bäder und Sommerfrischen.

Kleines Reise-ABE.

Ein paar wissenswerte Tatsachen für Herienreisende.

Abfahrtszeit: Man orientiere sich genau darüber an Hand de» Kursbuches oder der Aus- hangsahrp.'äne auf den Bahnhöfen. SS empfiehlt | <f), mindestens zehn Minuten vor Zugab'ahrt auf dem Bahnhof zu sein. Günstige Plätze und erhöhte Re lelreude sind der Lohn!

Bettkarten: De Rachtfahrt im Schlaf- oder Liegewagen erspart «inen vollen Reisetag, verlängert also den Aufenthalt am Reiseziel. D'c erforderlichen Bettkarten erhält man be- rc.tS vier Wochen vorher im Reisebureau. Mög­lichst rechtzeitige Bestellung, namentlich bei 3-Klasse-Licaewagen, ist dringend anzuraten. Prr.le füt Bettkarten im innerdeutschen Ber­ühr 1. K'.afse 26 Mark. 2. Klasse 13 Mark. 3. Klasse 6.50 Mark pluS Dormerkgebuhr und Bed'enungSgeld.

D - gc kosten Schnellzugzuschlag. und zwar in b«r 1. und 2 Klasse für Entfernungen bis 75 K ome'.er 2 Mark. biS 150 Kilometer 4 Mark, b.« 225 Kilomcier 6 Mark, biS 300 Kilometer 8 Mark, über 300 Kilometer 10 Mark, in der 3. Klaffe jeweils die Hälfte dieser Sätze.

S i l - 3 ü g e kosten folgende 3uschlägc: 3n der 2. Klasse bis 35 Kilometer 0,50 Mark, bis 75 K.lome.er 1 Mark, bis 150 Kilometer 2 Mark, bis 225 Kilometer 3 Mark, bis 300 Kilometer 4 Mark, über 300 Kilometer 5 Mark, in der 3. Klasse d e Hälfte dieser Sätze.

Fahrkarten besorgt man sich entweder frühestens drei Tage vor dem Reisetage am Fahrkartenschalter oder im Reisebureau. Bei größeren Reisen über 600 Kilometer kaust man zweckmäßig «in Fahrscheinheft, daS den Borteil einer zweimonatigen Gültigkeit mit be­liebiger Fahrtunterbrechung bietet.

Fahrräder und Faltboote werden biS 250 Kilometer Entfernung im Gepäckwagen auf Fahrradkarte befördert.

Gedäck sollte man möglichst im Gepäckwagen ausgeben, um den Aufenthalt im Abteil sich sc.bst und k::ien Mitreisenden angenehmer zu machen. Gebühr wird für je 10 Kilogramm er­hoben. z. B. für 100 Kilometer 60 Pfennig, 400 Kilometer 160 Mark. 800 Kilometer 2.50 Mark ufw. Handgepäck darf nur foviel mit ins Abteil genommen werden, als unter und über dem Sitz des FahrgasteS untergebracht wer­den kann. Zweckmäßig ist. das Reisegepäck zu versichern Bei allen Gepäckabfertigungen Deutschlands kann aufgegebenes Reisegepäck und Ausbewahrungsgepäck durch Aufkleben von Dcr- s.chcrunge narlen versichert werden. Je 1000 Mark Vcrstcherungssumine kosten bis zu 150 Kilometer 1 Mark, bis 400 Kilometer 1,50 Mark, bis 700 Kilometer 3 Mark.

Hotelzimmer werden am besten vorher direkt oder durch Vermittlung des Reisebureaus.

zuständigen ertlichen Verkehrsamts oder d«S örtlichen Verkehrsvcreins bestellt.

Platzkarten werden für fast sämtliche D- 3ügc ausgegeben. und zwar von der Ausgangs­station des Zuges bzw. des Kurswagens. Die k eine Ausgabe lohnt sich im Interesse der Be- auemlichkeit. Platzkarten kosten in der 1. Klass« 2 Mark, in der 2. Klasse 1 Mark, in der 3. Klasse 50 Pfennig.

Zeitungen und Zeitschriften muß man rechtzeitig bei der Post umbestellen, damit die Zustellung an die Ferienadresse sofort vom ersten Fcrienlage an vorgenommcn werden kann.

Wanderfahrten.

Gießen-LeihgesternGr. SteinbergPfahl­grabenWatzenbornGießen.

Wir gehen an der Bergschcnke vorbei die schöne Waldstraßc nach Leihgestern. Beim Aus­gang des Waldes kommen wir an der RindS- mühle mit guter Unterkunft vorüber. Wir durch­schreiten das freundliche Dorf in südlicher Rich­tung. um wenige hundert Meter hinter dem Ort einen Feldweg nach recht- einzuschlagen, der uns auf den Gr Steinberg, im Volksmund Hungcrhos genannt, bringt, wo sich uns ein prächtiges Panorama erschließt. Wir wenden unS nun nach dem das Plateau des Berges krönenden Wäld­chen. an dessen Rande wir entlang gehen, um bald darauf auf den Pfahlgraben zu stoßen, der hier seine nördlichste Ausdehnung hatte. Hier treffen wir blaue Keile, denen wir nach links folgen. Wir kommen durch Watzenborn (gute Gasthäuser) und fpäter auf den Allen Watzcnborner Weg. eine still« Waldschneise. Bei den Eisteichen erreichen wir den Schilfenberger

Weg und gelangen auf diesem wieder zurück nach Gießen. Danderzeit höchstens 3x/i Stunden. Friedensdorf-Hol-HausenHünsteinGladenbach

Diese Wanderung sührt durch eine, trotz ihrer Schönheit von Touristen wenig besuchte Gegend. Wir fahren über Marburg nach FriedenSdors und gehen vom Bahnhof, vor dem man einen reizenden Blick auf Biedenkopf hat. an der Ort- mühle vorbei, die Landstraße entlang, mit hüb­scher Sicht auf die Hinterländer Berge, über Mornshausen a. d. Dautphe und die Amelose nach dem von hohen Waldbergen eingeschlossenen Holz­

hausen (mehrere gute Gasthäuser). Von hier leiten uns gelbe Striche nach den Albergen. von deren höchster Erhebung, dem Hünstein (500 Meter) mit Spuren aligermanifdjer Befestigung, man einen großartigen Rundblick genießt. Zu­nächst blaue Striche bis zum ehemaligen Berg­werk Wiederhoffnung. sodann wieder gelbe Striche führen uns weiter über RachelShaufen und später an der Ruine Blankenstein vorbei nach unterem Endziel, dem reizend gelegenen schmucken Städt­chen Gladenbach. Dauer der Wanderung etwa 4\ i Stunden.

Hinter den sieben Bergen...

Die Romantik des Siebengebirges. - An der rheinischen Riviera. Don Walter Binder *t-

Noch einmal, ehe der deutsche Schicksalsstrom hinter Bonn breit und behäbig der niederrheinischen Ebene zufließt, türmen sich seine Ufer zu einer sieg­haft schönen Abschiedspforte auf, zu einem bezwin­genden Landschaftsbild, das von allen Rheinpano­ramen, die den Fluß auf seiner Reise durch die Schönheit einsäumen, eines der prachtvollsten ist. Das Siebengebirge hat nicht nur im Rheinland einen guten Klang, obwohl gerade der freie Rheinländer in Zeiten harter Besatzungsfron die Vorzüge des im unbesetzten Gebiet gelegenen Berglandes am besten tennengelernt hat Auch im übrigen Deutschland weiß man vieles über die paradiesische Landschaft am Mittelrhein, und der Ausländer will den be­kannten Blick vom Rheindampfer aus, der die sanft geschwungenen sieben Berge mit der heherrschenden Tstachcnfelsruine in ihrer ganzen Pracht zeigt, auf einer Rheinfahrt nicht versäumen. Diel Romantisches schwingt in der Landschaft, und dem Rheinzauber, den sie ausstrahlt, wird in einer schönen Sommer- mondscheinnacht auch der erhabenste Zeitgenosse er­liegen. Hier, wo der träumerische Brentano seine schönsten (Eingebungen fand, wo Freiligrath seine Heimatliebe frei ausströmen ließ, wo der weinselige Genießer Victor von Scheffel heimisch war und Arndt feine kernigen Episteln an das deutsche Volk verfaßte, ist nur das Herz für schwärmerische Glück- seligkeit unempfänglich, das unrettbar versunken ist im stumpfsinnigen Materialismus unserer Zeit. Lord Byron hat das Siebengebirge begeistert besungen und sagt zu Beginn feiner Verse:

Der burggefrönte Drachenfels Ragt hoch am oielgewundnen Rheine. Es spült die Flut des mächt'gen Quells Um weinumrankte Felsgesteine."

Ja, der Drachenfels! Wer einmal von ihm hinabschaute in das einzig schöne Tal mit seiner üppigen Vegetation, auf das in der Ferne ver­blassende Silberband des Stromes, auf dem die stolzen Rheindampfer ihre Bahn ziehen, der wird den zauberhaften Anblick nie vergessen. Wer Glück hat, trifft oben cuf der Plattform den Sanger vom Drachenfels, der mit vom Alter brüchig gewordener, aber immer noch fröhlicher Stimme Lieder von Rhein, Wein und Liebe singt. Beim Abstieg darf man nicht vergessen, in der Drachenburg einzukehren. In der man auch über die Geschichte des Sieben­gebirges wertvollen Ausschluß erhält und manches prachtvolle Kunstwerk bewundern kann. In eine ganz andere Welt führt uns der nach dem Drachen­fels am meisten besuchte Petersberg. Auch auf ihn klettert eine Zahnradbahn, der markanteste Auf­fahrtsweg ist aber die verteufelt steil anaelegtc, modern ausgebaute Autostraße, auf der an schönen Sommertagen zahlreiche Kraftwagenbesitzer die Güte ihres Wagens erproben. Der Gipfel des Berges gleicht dann einem Heerlager, und in den ausgedehnten Gärten uvd Sälen des prachtvollen, neuzeitlichen Berghotels pulsiert echt rheinisches Leben. Die Aussicht vom Petersberg ist fast ebenso lohnend wie die vom Drachenfels. Wer die Einsam­keit liebt, der findet in den stillen Bezirken des D e l b c r g s herrliche Ziele, und auch in den wald­reichen Gebieten des Lohrbergs, Hirschbergs, Ronnenstrombergs, der Löwenburg (um sie alle zu nennen) ist ein Aufenthalt für jeden Naturfreund überaus genußreich. Heisterbach mit der alten Klosterruine, Margaretenhof, und das idyllische Nachtigallental sind weitere vom Fremdenverkehr bevorzugte Ausflugspunkte.

Rings um das- Siebenaebirge zieht sich ein Kranz besuchter Kurorte und Sommerfrischen. In Königs- rointer trifft sich zur Hauptreisezeit in den großen modernen Hotels die internationale Fremdenwelt. Wundervoll wandert es sich auf der schattigen Rhein- promenade, die abends vom Terrafsenlicht der Ho­tels überflutet wird. Honnef, das der in Der­

gleichen sehr verwegene Alexander von Humboldt einmal dasdeutsche Nizza" genannt hat, liegt ge­schützt in einem Tal am Fuße des Drachenfels. Mildestes Klima und üppige Vegetation zeichnet diese Landschaft aus, in der eine Ahnung des Südens zittert. Die heilkraftjge Drachenguellc hat sich bei mancherlei Krankheiten bewährt lieber den Rheinarm führt eine Brücke zu dem Idyll im Rhein, der Insel Grafenwerth. Früher wildbewegter Turnierplatz, ist die Insel heute ein beliebtes Aus- flugsziel. Im Schatten der uralten Jnfellinden fanden viele Geistesgrößen seelische und leibliche Er­holung: Engelbert Humperdinck komponierte hier seine OperDie Marketenderin". An verträumten Plätzen, umplätschert von den sanften Wellen des Stroms, gibt man sich ganz der Erinnerung hin und blättert im Sagenbuch der wechselvollen Ge- schichte dieses Landes. Siegfried, der deutsche Held, reicht dem treuen Ritter Roland über den Rhein hinüber die Hand. Dom Rheinufer inRolandseck schaute dieser unverwandt zur jungen Novize im Kloster auf der Insel Nonnenwerth, bis sich der dunkle Schleier mitleidsvoll vor die suchenden Augen legte.

Auf freier Höhe ragt hoch über den Wald hinaus der Rolandsbogen, vielbesungen und viel­besucht. Es gibt wohl kaum einen Rheinfahrer, der bei seinem Anblick nicht begeistert in das Lied vom Wirt vom Rolandsbogen und feiner schönen Base eingeftimmt hätte. Der Blick von oben über die prachtvolle Rheinlandschaft ist unvergleichlich schön. In der Richtung auf Bonn sieht man hinter dem freundlichen Dillenvrt Mehlem ganz in den Gärten versteckt Bad Oobesberg liegen. Godes­berg, die Stadt der Jugend und Fröhlichkeit, der undefchwerten Lebenslust, der rheinischen Lebens­freude. Die Glanzzeit der rheinischen Kurfürsten steigt empor, die sich in vrtständlicher Genießer- freubc biefes herrliche Fleckchen Erbe, bas irgenbein Dichter einmal bas achte Weltwunder genannt hat, zur Sommerresidenz erkoren. Heute ist das Bad mit seiner alkalischen Eisenquelle ein Jungbrunnen für Herz- und Nervenkranke. Herrliche Kuranlagen laben ein zu beschaulicher Rast. Die Erinnerung baut gulbene Brücken. Im Saal ber Reboute, bem Zeugen verklungener Herrlichkeit, musizierte einst Beethoven, unb beimAennchen" singt eine frohe Schar bunt bemühter Stubenten bas Lieb^von ber ewig jungen ßinbenroirtin noch ebenso lustig, wie einst unsere Väter. Don ber Gobesburg, die trutzig den Ort über­ragt, blickt man hinüber nach B o n n, der rheinischen Universität, die neben ernsten Wissenschaften Jugend- lüft und Lebensfreude lehrt. Wer seiner Reise in das Gebiet der sieben Berge einen wirkungsvollen Abschluß geben will, der mag über die prachtvollen Rheinhöhen, vorbei an ber Arnbtruhe, zur Stabt Beethovens pilgern, wo er, umrauscht von ben ge- roaltiqen Klängen vergangener Iahrhunberte, noch viel Sehenswertes in sich aufnehmen kann.

Reisewinke.

Unterkunft^ und Berpflegungspreise im Tchwabenland.

Daß deutsche Kurorte, Bäder, Sommerfrischen und Städte für den Fremden und Erholungsbe­dürftigen vielfach billiger sind als ausländische und mit diesen wohl konkurrieren können, ist wie­derholt nachgewiesen worden. Deutschlands Rot­lage verlangt gebieterisch, daß die Deutschen ihre Erholungsreisen in die schönen deutschen Gegen­den machen und daß deutsches Geld dadurch der deutschen Wirtschaft erhalten bleibt. Folgende IleBersicht über Preise in einem der schönsten deut­schen Reifegebiete dürste mit dazu beitragen. Auf Grund von Feststellungen ergibt sich, daß im

Schwarzwald. Reckarland, Schwäbischen 'Wald, in Hohenlohe-Franken, m der Schwäbischen Alb und in Oberlchwaben bis zum Bodensee und All­gäu in 85 Prozent der Gasthöfe voll« Tages- Pension in den Preislagen unter und bis 6 2Hf. zu bekommen ist. Eine Schrift, die gegen 1100 Hotels. Gasthöfe. Heilanstalten ufw in 270 Or­ten des Schwabenlandes und Bett-. Pension-- und Wrchenendprcife verzeichnet, ist kostenlos erhält­lich vom Verkehrsverband Württemberg-Hohcn- zollern in Stuttgart-Hauptbahnhof

Nordsecbad Borkum.

Die deutsche Rordsee lyckt mit Licht und Luft, mit Sonne und Strand, mit Meeresstille und MeereSbrandung. Draußen auf Borkum, der Em­mett vorgelagerten grünen Insel, herrscht keine Küstenluft und kein Waftcndunst, sondern reines, staubfreies Hochsceklima ladet ein zu Rast unb Ruhe Einige Tage oder Wochen heraus an­der Großstadt, aus den vier Wänden, hinau- nach Borkum, wo Körper unb Geist sich neu be­leben werden. Das direkt am Strande gelegene Strandhotel-Strandvilla Viktoria mit altbekann­ter guter Küche wird allen Anforderungen ge­recht unb jedem Gaste unvergeßliche Stunden schenken. Der Pensionspreis ist ermäßigt und beträgt jetzt ab 6,50 Mk. Prospekte werden auf Wunsch gerne zugesandt.

Durch den Vogelsberg in zwei Tagen.

Wem es nicht vergönnt ist, mehrere Tage zu verreisen, um ben ganzen Vogelsberg kennen-u- lernen, der sollte nicht versäumen, wenigstens die Hauptpunkte zu besuchen. DaS kann er schon in anderthalb bis zwei Lagen, ohne sich abzuhetzen. Eine Sonntagskarte (bis Gedern, Rückreise von Schotten aus) erleichtert die hier beschriebene Reile ungemein. Wir fahren mit dem Zug bis H a r t m ann shain (Restteil nachlösen, 60 Pf.), von da marschieren wir durch das Dorf angenehm an­steigend nach Herchenhain, dem höchsten Dorfe Hessens. Weiter in mittlerer Steigung zur HerchenhainerHöhe (732 Meter). Hier da« Ehrenmal de« DHC.. die Alsfelder Hütte und das Vater-Bender-Heim.

Auf schönen Waldwegen geht es jetzt nördlich, Kurz bevor wir die Oberwaldstraße (Taufstein Ilbeshausen) erreichen, biegen wir rechts ab. um das schönste Tal des ganzen VogelSberges zu durchwandern, da« Schwarzbachtal. Der ganze Zauber des DogelSberge« ilst hier zusam- mengesaßt in diesem anmutigen Tale, das mich immer an das 3tfetal (Harz) erinnert. Ein schöner Fußweg führt links am Bach, der hier über un­zählige Basaltblöcke vorüberrauscht, durch hohen schönen Buchenwald nach Hochwaldhau'en. Beim Austritt aus dem Wald liegt Ilbes­hausen vor unS, links die Obe rwaldst raße. Wir besuchen di« alte, bekannte Teufelsmühlc, i zweiter Weg link« im Dorfe abbiegen!), die durch ihre Schnitzereien und wundervolle« Fachwerk im­mer noch das schönste Gebäude im hohen Vogels­berg ist, und fahren dann entweder mit dem Zuge nach Herbstein, oder gehen zu Fuß (1 Stunde'. In Herbstein übernachten wir. Haben wir noch viel Zeit, wandern wir noch an dieS ch a 1 k - - b a ch t e i ch e (20 Minuten). Sin Bad erfrischt uns, und eine Rast dort am WaldeSrand, wenn die Sonne sinkt, die Frösche anfangen zu quaken und das Wasser leise an den Staudamm brandet, wird uns unvergeßlich bleiben. Herbstein selber ist ein schönes Städtchen, auf einem hohen Dasaltkegel gelegen und gilt mit Recht al« der schönste Luft­kurort des Dogeisberges. Ring« von schönen Wäl­dern umgeben, überall herrliche Waldwiesen und ganz nahe die beiden Schalksbachteiche, all das übt einen unvergleichlichen Zauber au«. Gar mancher Besucher wird wiederkehren, wenn er einmal den Reiz diese« schonen Fleckchens genossen hat.

Am zweiten Tage können wir nun weiter nord­wärts nach E i s e n b a ch oder Lauterbach fah­ren unb dort den Vormittag verbringen Aber auch sonst bestehen viele Möglichkeiten, Die Umge­bung von Herbstein zu durchstreifen Am Mittag toanbern wir bann über Lanzenhain durch schöne Wälder, auf der Oberwaldstrahe. die wir am Resselberg erreichen, weiter zum Tauf­stein, von dort in einigen Minuten zum Hohe- rodSkopf.

Der Abstieg über Breungeshain undMt- chelbach nach Schotten ist ja bekannt. Mm 19 Uhr geht Sonntag« ein Zug von Schotten ab, ben wir bequem erreichen, und kurz vor 22 Uhr find wir in Gießen

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