Oberheffen.
Oer Voranschlag der Stadt Grünberg.
+ Grünberg, 17. Juni. Die jüngste ® e* mcinderatssitzung, zu der alle Gemeinderäte erschienen waren, hatte als wichtigsten Punkt die Verabschiedung des Voranschlags für 1931 auf der Tagesordnung.
Bürgermeister Dr. M i l d n e r führte hierzu u. a. aus: Der Voranschlag ist ein getreues Abbild unserer wirtschaftlichen Notlage: Mindererlös der Einnahmen aus dem Wald um 16 000 Mark, Kürzung der Reichssteueranteile um 4000 Mark, sowie eine gesetzlich vorgesehene Senkung der Realsteuern um 6 bzw. 12 v. $)., demgegenüber Steigerung der Wohlfahrtslasten etwa um das Doppelte auf 20 000 bis 25 000 Mark. Bei der Aufstellung des Voranschlags mußte äußerste Sparsamkeit walten, und starke Kürzungen, namentlich der sachlichen Ausgaben, konnten nicht vermieden werden. Der Bürgermeister konnte beispielsweise darauf Hinweisen, daß für die allgemeine Verwaltung nur 21000Mk. benötigt werden, während eine Nachbarstadt von ähnlicher Größe hierfür den Betrag von 33000 Mk. aufwendet. Zur Entlastung der Betriebsrechnung soll ein Teil der Wohlfahrtslasten auf die Vermögensrechnung übernommen werden, indem in letztere 15 000 Mark für Beschäftigung von Erwerbslosen beim Bau eines Schwimmbades überführt werden. Trotzdem bleibt in der Betriebsrechnung ein Fehlbetrag von 10 0 0 0 Mark. .Um dafür Deckung zu schaffen, schlug der Bürgermeister vor, die Bier- und die Bürgersteuer um 100 o. S). z u erhöhen, außerdem soll das Schulgeld in den beiden Primen der Oberrealschule für Grünberger Schüler um 5 Mark, für auswärtige um 6 Mark pro Monat erhöht werden: damit hat sich das Kultusministerium einverstanden erklärt. Durch diese Maßnahmen läßt sich der Ausgleich des Voranschlags ermöglichen.
Der Gemeinderat hat sich vor die Zwangslage gestellt: entweder hierzu seine Zustimmung zu geben, oder einen unausgeglichenen Voranschlag der Behörde vorzulegen, was dann das Eingreifen eines Staatskommissars folgen lasse. Der Bürgermeister wies hierbei noch auf ein Schreiben des Kreisamts hin, das erwähnt, daß Gemeinden, welche die in der Notverordnung angegebenen Steuerquellen nicht voll ausschöpfen, kein Anrecht auf den non den Ländern zu bildenden Ausgleichsfonds hätten, der als Hilfe für die mit Wohlfahrtsfürsorge stark belasteten Gemeinden gedacht sei.
Nach längerer Aussprache wurde der Voranschlag gegen 2 Stimmen angenommen. Er schließt in der Betriebsrechnung mit 212 525,86 Mark in Einnahmen und Ausgaben ab. In den wichtigsten Rubriken weist er folgende Zahlen auf: Waldungen 34 500 Mark Einnahmen, 28 000 Mark Aufgaben; Wasserwerk 19 457 Mark Einnahmen, 16 241 Mark Ausgaben: allgemeine Verwaltung 1990 Mark Einnahmen, 23 960 Mark Ausgaben: Schulen 13 438 Mk. Einnahmen, 21400 Mark Ausgaben: Straßen 155 Mark Einnahmen, 11315 Mark Ausgaben: Kanäle 5850 Mark Einnahmen, 5849 Mark Ausgaben; landwirtschaftliche Zwecke 820 Mark Einnahmen, 9312 Mark Ausgaben: soziale Fürsorge 8899 Mark Einnahmen, 16 342 Mark Ausgaben; an Reichssteuerüberweisungen sind 19 283 Mark eingestellt, die Gemeinde- Umlagen sind mit 63 200 Mark vorgesehen. In der Permögensrechnung schließt er mit 33763,71 Mark in Einnahmen und Ausgaben ab. Hier erscheinen als wichtigster Posten 20000 Mark zum Bau eines Schwimmbades. Ein Antrag des Pfarramtes um Einstellung eines Betrages zur Anlage einer Zentralheizung in der Stadtkirche (Voranschlag etwa 2200 Mark), weil die jetzige Heizung in schlechtem Zustande sei, wurde abgelehnt, da andernfalls eine stärkere Erhöhung der Steuern hätte erfolgen müssen.
Liederiag des Lumdaialsängerbundes.
I Odenhausen, 17. Juni. Begünstigt vom herrlichsten Sommerwetter fand hier am vorigen Sonntag der diesjährige Liedertag des „Lumdasängerbundes", Mitglied des „Hessischen" und „Deutschen Sängerbundes" statt.
Der Vormittag wurde ausgefüllt durch ein Wertungssingen in der geräumigen Halle der Gastwirtschaft von Karber, wozu sich eine stattliche Anzahl Zuhörer eingefunden hatte. Eingeleitet wurde das Fest mit dem „Deutschen Sängergruß" des hiesigen Gesangvereins „Lieder
kranz" und mit kurzen Degrüßungsworten des Dundesvorsihenden, Berufsschullehrers Eberle aus Lollar. Hierauf sang jeder Dundesverein den aufgegebenen Chor „Mein Deutschland" von Mangold und ein selbstgewähltes Lied. An dem Wertungssingen beteiligten sich folgende Bundesvereine: „Liederkranz" Odenhausen, Gesangverein Staufenberg, „Jugendamt" Geilshausen, „Teutonia" Vordeck, Gesangverein Climbach und Gesangverein Daubringen. Der Gemischte Chor Staufenberg sang zwei selbstgewählte Chöre. Als Kritiker war Studienrat Kuhn aus Friedberg tätig. Vach Schluß des Wertungssingens versammelten sich Dirigenten und Vereinsvorstände zur Kritik. Den Ausführungen des Kritikers war zu entnehmen, daß in den Dundesvereinen auch im letzten Jahre trotz mancherlei in den wirtschaftlichen Verhältnissen begründeten Hemmungen fleißige Arbeit geleistet worden ist. Die Leistungen müssen durchweg als gut bezeichnet werden. Größere Fehler waren überhaupt nicht mehr zu rügen. Mit kurzen Dankesworten und der Mahnung zu weiterer unverdrossener Arbeit am deutschen Liede schloß der Vorsitzende das Wertungssingen.
Galt es am Vormittag, den Beweis für die ernste Arbeit des verflossenen Jahres zu erbringen, so versammelte man sich am Vachmittag auf dem bei der Halle gelegenen F e st p l a h, wo sich inzwischen noch ?ine Reihe Gastvereine eingefunden hatten, zu fröhlichem Beisammensein. Die Dundesvereine sangen hier zunächst zwei Massenchöre „Mein Deutschland" von Mangold und „Deutschland, mein Vaterland" von Heinrich. Dann begrüßte der Bundesvorsitzende die Vereine im Vamen des Bundes und des Festvereins. Seine Ansprache beschloß der Redner mit einem „Hoch" auf das Vaterland. Der 1. Vorsitzende des Gaues Gießen Stadt und Land, E. K o ch, betonte sodann, daß es mit dem Hessischen Sängerbund mächtig aufwärts gehe. TIeberall werde fleißig im Dienste des deutschen Liedes gearbeitet, und es möge auch fernerhin so bleiben. Sein „Heil" galt dem deutschen Liede. Im Rahmen des gemütlichen Teiles entwickelte sich bei Konzert, Singen der Gastvereine und Tanz ein fröhliches Sängertreiben.
Landkreis Gießen.
8 A l t e n - B u s e ck , 17. Juni. Einen weiten Flug machte ein kleiner Luftballon, den ein hiesiger Einwohner am Sonntag bei einem Spaziergang auf freiem Felde fand. Der Ballon ist, wie aus einer anhängenden Postkarte ersichtlich war, in Paris aufgestiegen. Die Karte wurde dem Besitzer zugestellt.
|| Beuern, 17. Juni. Sonntag sand hier das Jahresfest des Gustav-Adolf-Zweig- vereins des Dekanats Gießen unter sehr reger Anteilrahme der Gemeinde statt. Im Festgottesdienst predigte Pfarrer R e u s ch von Leihgestern über die Rot unserer evangelischen deutschen Glaubensbrüder im Auslande. Dekan Gußmann (Kirchberg- überbrachte die Grüße der Kirchenbehörde und wies mit ernsten Worten hin auf die Röte und Gefahren unserer Zeit. In der Vachversammlung erzählte Pfarrer Schultheis (Großen-Linden) von seiner Tätigkeit in Kärnten und gab damit den Zuhörern ein Bild von der Auslandsdiaspora. Pfarrer Becker (Gießen) legte den Jahresbericht vor, der zeigte, wie viel Segen der Gustav-Adolf-Verein in der Diaspora schon gestiftet hat, aber wie auch infolge der Vot der Zeit die Einnahme zurückgegan- gen ist, Der Posaunenchor von Bersrod unter Leitung seines Dirigenten Münch und der Kirchenchor von Beuern unter Leitung seines Dirigenten Lehrer Edelmann trugen zur Verschönerung der beiden Veranstaltungen bei. Am Schlüsse dankte der Ortsgeistliche allen, die an diesem Tage der Festgemeinde gedient hatten. Die Festkollekte ergab 60 Mark.
+ G r ü n b e r g, 17. Juni. Am kommenden Sonntag veranstaltet die Südwestdeutsche Sportfliegeroereinigung in Grünberg einen F l u g t a g. Die Veranstaltung soll auf der „Au", einer Wiesenfläche südlich der Stadt, stattfinden.
T Oppenrod, 17. Juni. Am Sonntag und Montag feierte der hiesige Männergesangverein „S ä n g e r l u st" sein 5 0. Jubiläum. Rund 2500 Festbesucher waren aus nah und fern erschienen. Der Festsonntag wurde durch einen Gottesdienst emgeLeitet, in dem Pfarrer Frank (Reiskirchen) der Taten unserer im Weltkrieg gefallenen Brüder gedachte. Er ermahnte, das Fest in ernster Würde und im Ge-
Ein neuer Stern am deutschen Schachhimmel.
Rödl (Nürnberg), dem es auf dem Schachturnier in Swinemünde gelang, den internationalen Spitzenspieler Bogoljubow zu besiegen, und der nun mit beträchtlichem Vorsprung führt.
denken an die Gefallenen zu begehen. Der Festverein sang unter Leitung seines Dirigenten Ludwig Horn (Burkhardsfelden) den Chor „Unseren toten Helden". Am Vachmittag bewegte sich ein stattlicher F e st z u g durch unser Dorf zum Festplah auf der Pfingstwiese. Der Festpräsident, Schmiedemeister Heinrich Gerhard, begrüßte die Teilnehmer, gedachte der Gründung des Vereins und forderte zur Mitarbeit am deutschen Männergesang auf. Mit einem Prolog überreichte Fräulein Katharine Decker im Vamen der 'Frauen und Jungfrauen dem Jubelverein eine Fahnenschleise. Sodann nahm Festpräsident Gerhard die Ehrung her Sängerveteranen vor. Er überreichte einige Ehrenurkunden, und zwar für 50jährige Mitgliedschaft an Gastwirt Heinrich Weller und Landwirt Konrad Petri, für 40jährige Mitgliedschaft an Ludwig Weih und Konrad Wagner, für 35jährige Mitgliedschaft an Ludwig Kloos, Ludwig Alb ach und Heinrich Hahn, für 30jährige Mitgliedschaft an Heinrich Scheid. Auch dem nun 10 Jahre beim Verein tätigen Dirigenten Ludwig Horn war eine Ehrenurkunde gewidmet. Bei dem Singen der 19 Gast- vereine konnte man fest stellen, daß auch in unserer Gegend das deutsche Lied ernsthaft gepflegt wird. Arn Montag war ein allgemeines Volksfest, das insbesondere der Schuljugend gewidmet war. Der Gesangverein „Sängerlust" kann mit Genugtuung auf das wohlgelungene Fest zurückblicken.
) ( Lich , 17. Juni. Arn vorigen Sonntagnachmittag unternahm der hiesige Frauenverein l seinen Sommerausflug, der im Autobus zunächst nach Wetzlar führte, wo der Dom eingehend besichtigt wurde, und dann nach Hohensolms ging. Dort wurde die im Schloß befindliche Volkshochschule besucht, wobei Frau Dr. Kammer durch einen Vortrag in die Arbeit der Volkshochschule einführte. Vach einigen genußreichen geselligen Stunden ging es über Gießen wieder heimwärts. Der Frauenverein II hatte bereits vor einigen Wochen seinen Ausflug nach Wetzlar und Braunfels unternommen, während der M ä d ch e n k r a n z an der Jubelfeier der Reformation in Münzenberg leilnahm.
s. Utphe, 17. Juni. Am vorigen Samstag wurde das diesjährige Jugendfest gefeiert. Bei herrlichstem Sommerwetter bewegte sich ein farbenfroher Festzug der Schuljugend, des Krieger-, Gesang-, Turn- und Fußballvereins mit ihren Fahnen durch das Dorf, unter Vorantritt der Streich- und Mandolinenkapelle des Gießener Jugendvereins „Wanderlust". Auf dem Festplatz wechselten Lieder und Gedichtvorträge der Schüler, sowie Chöre des Gesangvereins „Lorelei", die reichen Beifall ernteten, miteinander ab. In einer Ansprache wies Lehrer Arnold auf die Bedeutung des Auslandsdcutfch- tums hin. In bunter Folge reihten sich hieran Spiele der Jugend. Eine Ortssammlung, sowie ein
vom Gemeinderat bewilligter Zuschuß ermöglichten es, daß alle Schüler eine große Brezel, sowie kleinere Geschenke und Preise erhielten.
Kreis Schotten.
V Gedern, 17. Juni. Ein schwerer Hn* glücksfall ereignete sich am Dienstagnachmittag in unserem Orte. Die Ehefrcru des Landwirts Richard D i r s e stürzte auf der Heimfahrt von der Wiese vom hochbeladenen Heuwagen auf die Landstraße herab und erlitt dabei einen doppelten plnterarmbruch, sowie einige Verletzungen im Gesicht. Von einem zu gleicher Zeit vorüberfahrenden Kraftwagen wurde die Bedauernswerte in bewußtlosem Zustande nach ihrer Wohnung gebracht.
Kreis Alsfeld.
l. Vieder-Ohmen, 17. Juni. Am Sonntag hielt die hiesige Spar- und Darlehenskasse ihre diesjährige Generalversammlung ab und verband damit die Feier ihres 4 0- jährigen Destehens. Der 78jährige Aufsichtsratsvorsitzende L. S ch u d t eröffnete die Versammlung. Er begrüßte als Gäste Direktor G i - nvw von der Zentralgenossenschaftsbank in Darmstadt und Oberrevisvr H a r t m aji n aus Gießen. Aus dem Bericht des Rendanten C^r le war zu entnehmen, daß die Kasse im verflossenen Jahre gut gearbeitet hat. Der Mitgliederbestand ist 282, der Jahresumsatz beträgt über zwei Millionen, der Reingewinn ungefähr 3000 Mark. Davon werden 10 Prozent auf Geschäftsanteile der Genossen verwandt, der Rest wird dem Reservefonds und der Detriebsrücklage zugewiesen. Bei den Ersatzwahlen wurden die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Ohnacker, Kommann. Berg und Becker durch Zuruf wiedergewählt. Von einer Erweiterung der Kreditgrenzen wurde vorläufig Abstand genommen. Der letzte Revisionsbefund wurde dann durch Oberrevisor Hartmann vorgelesen und näher erläutert. Vach Erledigung des geschäftlichen Teiles gab Rendant Carle einen kurzen geschichtlichen Rückblick über die Entstehung der Kasse. Sie wurde anfang Vovember 1890 gegründet. Von den Gründern gehören heute noch sieben Mitglieder der Kasse än, darunter vier dem Vorstand. Oberrevisor Hartmann überreichte den Jubilaren, Altbürgermeister Veeb, L. Schudt, Konr. Decker und Gg. Kornmann je ein künstlerisches Diplom und dankte ihnen für ihre langjährige treue Arbeit. Direktor Ginow überbrachte die Glückwünsche der Zentralgenossenschaftsbank in Darmstadt.
Taten für Donnerstag,. 18. Juni.
Sonnenaufgang 4.09 Uhr, Sonnenuntergang 20.43 Uhr. — Mondaufgang 5.57 Uhr, Monduntergang 23.11 Uhr..
1737: Sieg der Oesterreicher über Friedrich den Großen bei Kolin; — 1815: Sieg Blüchers und Wellingtons über Napoleon I. bei Belle-Alliance; — 1845: der Entdecker des Malaria-Erregers Charles Alphonse Laveran in Paris geboren; — 1895: Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Kanals.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Gemeinden.
Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 20. Juni. Freitag abend 7.45 Uhr; Samstag vormittag 8; nachmittags 4; Sabbatausgang 9.40. — Wochengottesdienft: morgens 6.30; abends 7.15 Uhr.
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stets das Haar ( wie Seide glänzt, dann wars
Die Beerdigung findet statt: Freitag, den 19. Juni, nach-
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mittags 4 Uhr, auf dem Neuen Friedhof.
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Todes-Anzeige.
Heute nachmittag 4 Uhr entschlief plötzlich infolge eines Schlaganfalles meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante
Fran EHsahethe Binz, leb. Sehrt
im Alter von 50 Jahren.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Ludwig Binz nebst allen Angehörigen.
Gießen, den 17. Juni 1931.
Daineo-illersvemigiiiig 1877/78
Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben nuferer Alterökollegin Frau Wilhelmine Rüspeler in Kenntnis zu setzen.
Die Beerdigung findet am Freitag, dem 19. Juni, nachm. 2V? Uhr, aus dem Neuen Friedhof statt. Wir bitten um vollzählige Beteiligung. 4074d Der Vorstand.
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Die Liebe höret nimmer auf!
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, am 17. Juni, morgens 7 Uhr, meinen lieben Mann, meinen treusorgenden Vater, unseren lieben Großvater und Urgroßvater
HerrnKasparSeipp
im 72. Lebensjahr in die obere Heimat zu sich zu rufen.
In tiefer Trauer:
Susanne Seipp Marie Brück und Kinder.
Leihgestern, den 17. Juni 1931.
Die Beerdigung findet statt: Freitag, den 19. Juni, nachmittags 3'/, Uhr.
4'82 n
Oeffentlidier Vortrag
von Geheimrat Sommer, Gießen: Die Verfassungen des Deutschen Kelches von 1871 und 1919.
mit Bezug auf die Reichssliede- rung besonders im Südwesten des Reiches (Hessen)
am Sonntag, dem 21. Juni, nachmittags 3 Uhr, an der Deutschen Wacht in Obersteinberg. Bei schlechtem Wetter findet der Vortrag um 4 Uhr in der Kirchenhalle des Schiffenbergs statt. 4071D Stiftung für Volksvortrüge aus der deutschen Geschichte.
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Sonnwendfeier
auf der Burgruine Münzenberg
am Sonmag. d. 21. Juni d.J. — Festfolge:
11 Uhr: Besichtig, der SA a. d. Burgruine 12 Uhr: Feldgotiesdiensf
14 Uhr: Propagandamarsch der SA durch die Stabt. Anschließend Kriegerehrung am Denkmal, Redner: Pg. Bernhard Graf au Solms-Laubad,
16 Uhr: Qeffentliche Ziundaebung auf der Burgruine, Redner: Pg. Prof. Dr. Werner, Butzbach, und Oberleutnant a.D. Weyhrauch, Essen
20 Uhr: Lonuwcndseier aus der Burgruine, Redner: Pg. Bernhard Gras au SolmS-Laubach und Pg. Gauleiter Gemeinder, M.d R. Schwerfweihespiel d. Artamanen. Konzen d. SA-Kapelle. Nach Schluß d. Beranstalfungen Sonder- züge nach allen Richtungen. Festabzeichen gilt gleichzeitig als EinniftSauswets.
National Sozialist. Deutsche Arbeiterpartei, Kreisleitung Friedberg. 4045 d
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Ton-Lustspiel / Kulturfilm / Ufa Wochenschau
Jugendliche haben Zutritt
In den übrigen Hauptrollen:
Eina............................Thea Grodyn
Zimpel......................Wolfgang Zilaer
Mölfes..........................Harry Berber
Heubes, Oberst d. Schützengarde. Ferd. Hart Meunier..................Hermann Vallentin
Krönkel, Küfermeister.......Friedrich Ettel
Flasch, Hausierer.............Albert Walter
Hopp-Majänn •.............Tili Klockow
Piccard.................Ferdinand von Alten
Die Presse. Dm Frankfurter Zeitung schreibt: .. macht auch den Ärgsten Sauertopf lachen. Der Frankfurter General-Anzeiger schreibt: .. das Ganze Ist quick u. lustig-das Publikum quittiert diese vollsaftige Kost mit ebenso saftigem Lachen.
Die Frankfurter Nachrichten schreiben: .. wlbbelt's u. krlbbelt's, pustet’s u. hustet's vor Vergnügen. Weg mit den Sorgen, weg mit den Widerwärtigkeiten, der verbissenste Leichenbitter kommt auf seine Kosten.


