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die

Stück praktischen Christentums,

das von der

statt, zu ein^and.

8 der

Gestern nachmittag fand

die Einweihungsfeier

der sich eine zahlreiche Festgemeinde

der Barmherzigkeit zum Segen für Kleine und Große fein. Mit dem Gebet des Vaterunser fand die Weiheansprache ihren Ausklang. Anschließend sang die Festversammlung die erste Strophe des ChoralsLobe den Herrn".

Hierauf brachte Oberbürgermeister Dr. Kel- I e r namens der Stadt die herzlichsten Wünsche für das neue Haus der Krippe und für die Arbeit darin -um Ausdruck. Cr dankte bei dieser Gelegenheit dem Allgemeinen Verein und den Schwestern für die bisherige segensreiche Arbeit im Dienste der Armen und Kranken mit herzlichen Worten und betonte, daß diese Arbeit in der Bürgerschaft dankbar gewürdigt werde. Dieses neue Werk des Vereins und seines tatsrohen Vor­sitzenden bezeichnete der Redner als ein schönes

des Vereins eng verbunden fühlen. Frau Prof. Kramer übermittelte die Wünsche und Grüße

Oie Berufsaussichten der technischen Assistentin. In letzter Zeit wurden die Eltern und

Heil- und Krankengymast in, Metallographin tWaterialprüfer n). Fachphotographin. Technische Assistentin für chemische Betriebe, Diätassistentin, Gehilfin für Pflanzenschutz und Samenlontrolle, umschließt, hält es als Beru'sverlretung für sein« Pflicht, darauf aufmerksam zu machen, daß die Aussichten zur Zeit doch nicht so günstig sind, wie es allgemein angenommen wird. Ganz besonders muß der Reichsverband aber davor warnen, etwa kurzfristige nur wenige Wochen oder Monate dauernde, sogenannte Ausbildungslehrgänge zu besuchen: der Arb.eitsmarkt ist von solchen Kräften über üllt. Auch sei abgeraten von den ändert- halbjährigen Teilausbildungen als staatlich ge­prüfte Röntgenassistentin oder Laboratoriums­assistentin. Man wähle die zweieinhalbjährig« Vollausbildung, nicht nur im Hinblick auf zu­künftige Möglichkeiten, sondern auch in Beachtung des derzeitigen Arbeitsmarktes und der vor­liegenden Stellenangebote, die dem Reichsverband Beweise dafür sind, daß hervorgerufen durch Abbau und Zusammenlegung von Arbeitsfeldern die Vielseiiigkeit der technischen Assistentin an medizinischen Instituten die meiste Arbeits- Möglichkeit bietet.

Oberheffen.

Gemeinderat in Büdingen.

schulentlassenen Mädchen auf die günstigen Aus­sichten eines Frauenberufes hingewiesen, der unter den verschiedenen TitelnRöntgenassisten­tin",Röntgenschwcstcr",Laborator.umsassisten- tin",Laborantin" oderSprechstundenhilfe" be­kannt geworden ist. Der Reichsvcrband technischer Assistentinnen e. D., der die nachstehenden Fach­gruppen- Technische Assistentin an medizinischen Instituten lRöntgena s stentin, Laboratoriums­assistentin, techn. Ass. an vet.-med. Instituten),

Büdingen, 17. April. Bei der Eröffnung G e m e t n d e r a t s s i tz u n g vom Mitt­woch wurde festgestellt, daß die Gemeinde-

Di« steigende Inanspruchnahme des Evangeli­schen Schwesternhauses in der Iohannesstraß«, sowie die in letzter Zeit erheblich gesteigerten Bedürfnisse der Kinderkrippe, die im Schwesternhaus untergebracht war, stellten den Allgemeinen Verein für Armen- und Kranken­pflege vor die Rotwendigkeit, ein« Möglichkeit zu schaffen, durch die den räumlichen Röten der bei­den guten Einrichtungen abgeholfen wurde. Man entschloß sich deshalb vor längerer Zeit zum Dau einer Krippe, die nunmehr fertig­gestellt worden ist und gestern ihrer Bestimmung übergeben wurde. Die Finanzierung, um di« sich der Vereinsvorsitzend«. Pfarrer Ausfeld, in vorbildlicher Weise verdient machte, war von lanaer Hand vorbereitet. Aus Spenden und er­sparten Mitteln in der Höhe von rund 100 000 Mark konnte das Haus erstellt werden. Die Krippe befindet sich auf dem Gelände des All­gemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege, zwischen dem Seltersweg und der Iohannesstraße, der Zugang führt von der Maigasse her. Mit

dem Dau wurde vor ungefähr anderthalb Jahren begonnen.

ben gehalten sind und in ihrer Eigenart be­lebend auf das Kind wirken dürften Die Ge­meindesäle klingen in ihrer Ausmalung an die kirchlichen Farben an. Dibelsprüche beleben die Wandflächen. Sehr fein wirkt auch das archi­tektonisch hervorragend gestaltet« Treppenhaus.

Das Gebäude, in seiner Gesamtheit betrachtet, macht einen geschlossenen Eindruck. Di« Fassad«, von der Maigasse her gesehen, wird durch eine Freitreppe belebt, das Verhältnis der Fenster zu den Maucrflächen darf als sehr glücklich be­zeichnet werden, sehr schön wirken außerdem di« Veranden, die im ausgebauten Dachgeschoß den Zimmern der Schwestern vorgelagert sind. Zwi­schen dem Gebäude derZuflucht" und der Kripp« tourt« eine Terrasse geschaffen, die den Kindern im Sommer den Aufenthalt in frischer Luft gestattet. Rach der Iohannesstraße zu ist der Krippe außerdem ein kleiner Garten bei­gegeben, der in der Hauptsache aus Rasenflächen bestehen wird, die ein Dandspielbecken für die Kinder umschließen.

Bei der Besichtigung kam allgemein die wohl­verdiente Anerkennung des mustergültigen Baues zum Ausdruck. Eine anschließende

gemeinsame Kaffeetafel

gab Gelegenheiten, in einigen weiteren offiziellen Ansprachen herzliche Wünsche für das neu« Werk und warm« Worte des Dankes und der Anerken­nung. insbesondere an den verdienstvollen Der- einsvorsitzenden Pfarrer A u s f e l d und an Dau- rat Meyer, zum Ausdruck zu bringen. Su­perintendent O''"-'"i chenrat D. Wagner (Gie­ßen) sprach im Ramen des Prä'aten. des Landes- Vereins für 3n,.v e Mission, ferner als Superin­tendent und als Vorstandsmitglied des Vereins. Pfarrer Hickel (Darmstadt) sprach ncrmens des Schwestern-Mutterhauses Elisabethenstift in Darmstadt und auch der Oberin des Mutter­hauses. Beide Redner gedachten- auch der hin­gebungsvollen Tätigkeit des verstorbenen Kirchen­rats Schlosser und der verewigten Ober­schwester Julie Fuchs im Dienste der Dereins» zwecke. Dekan Guß mann (Kirchberg) sprach für das Dekanat Gießen und insbesondere na­mens der Landgemeinden des Dekanats, die sich mit den Einrichtungen des Schwesternhauses und

Oie neue Krippe in Gießen.

Ein schönes Werk des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege.

Um den Nagel auf den Kopf zu treffen braucht man einen richtigen Hammer, zu jeder guten Arbeit des rechte Handwerkszeug. Und zum Waschen? Dor allem rein« Seife! Am besun Naumann's weiße Kernseife Sie ist mild u. rein, schont Wäsche u. Hände und ist durch ihre Schaum- u. Reinigungskraft Im Gebrauch billiger als seifen­arme Wa chmittel mit wäschezersrefsenden, scharfen Zusätzen.

Kreis Alsfeld.

*!* Ruppertenrod, 16. April. Heute fand hier der diesjährige Frühjahrsmarkt statt. Der Besuch des Schweinemarktes war trotz der geringen Zahl der aufgetriebenen Ferkel (165) sehr gut. Dementsprechend lagen die Preise höher. Bis zu 6 Wochen alte Fer^l brachten es auf 20 bis 23 Mk. das Stück: 6 bis 8 Wochen alte kosteten 25 bis 26 Mk. und noch ältere erzielten 30 Mk. Am Sonntag sand in hiesiger Kirche die Konfirmation statt. Die Konfirmanden wurden diesmal nicht mehr in Ober-Ohmen, sondern in der hiesigen Kirche eingesegnet. Dis Zahl der Konfirmanden betrug sechs.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

cZ Krofdorf, 17. April. Die Gemeindevertre­tung von Krofdorf-Gleiberg hat in ihrer letzten Sitzung folgendes beschlossen: Dem Antrag der Frei­willigen Feuerwehr auf Anschaffung ver­schiedener Aüsru st ungsgegen stände soll entsprochen werden, sosi/n die Rheinische Pro- vlnzial-Feuerversicherungsanstalt einen angemessenen Zuschuß bezahlt. Die Beschlußfassung über die vom Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde be­antragte Instandsetzung der Nebengebäude des Pfarr- gehöstes und über die von dem Schulvorstand ge­wünschten Au sbesserungs ar betten an den Schulgebäuden wurde bis zur Etatsberatung zurückgestellt.

betrieb- gegeben werden. Genau so wenig, wie bei der Stillegung von Damag- Meguin in Butzbach, durch die über 2000 Ar­beiter und Angestellte arbcitSios wurden, ö f - f e n t l t ch e Mi t te l erbeten und gegeben wur­den, genau so wenig konnte eS im Gesamtinter­esse der Provinz verantwortet werden, im Falle Preag a n d e r s zu handeln. Der Provinzialaus- schuß würde sonst einen Präzedenzfall schaf­fen, der für die Zukunft die bedenklichsten Folgen

Allgemeinen Vereins für all« guten Wünsche herzlich, wies erneut mit warmer Anerkennung auf die Verdienste des Daurats Meyer um diesen Dau hin und äußerte sich ferner noch kurz über einige Teile der Zweckbestimmung des neuen Gebäudes.

Schluhbeirachiung.

Man darf wohl sagen, daß mit dieser Krippe bei geringen Aufwendungen an sinanziellen Mit­teln. aber mit viel Liebe und mit viel Geschmack in der Daugestaltung etwas geschaffen wurde, das nicht nur dem Verein, sondern auch der Stadt Gießen zur Zierde und zum Vorteil ge­reicht. Der Verein selbst hat sich damit ein Denk­mal gesetzt, das für die Allgemeinheit von dau­ernden! Wert sein wird. Weiter ist mit hoher Anerkennung als vorbildlich festzustellen, daß der Allgemeine Verein für Armen- und Kranken­pflege durch diesen Dau in so schwerer Zeit ely Teil dazu beigetragen hat. der Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken, soweit es in seinen Kräften stand.

Die Arbeiten für diese» hau» wurden, abgesehen von geringfügigen Ausnahmen, lediglich von Gießener Handwerkern ausgeführl.

Der Entwurf zu dem Dau stammt von dem Architekten (Baurat Hans Meyer, in dessen Händen auch die Bauleitung (ag. Er hat mit diescir Krippe bei geringen Mitteln wieder etwas Vollkommenes geschaffen und trotz aller ma­teriellen Beschränkung eine Harmonie zwischen Zweck und Schönheit erreicht, die das Bauwerk besonders wertvoll erscheinen läßt.

Rundgang

durch das Gebäude an. Die Krippe besteht aus einem Keller-, einem Erdgeschoß, dem ersten Obergeschoß und dem Dachgeschoß.

3m Keller wurde eine neuzeitliche Wä­schereianlage eingerichtet, die neben den Zwecken der Krippe auch dem Wäschereibetrieb des Schwesternhauses dienen soll. Waschmaschinen und große Einweichbottiche aus Beton haben dort Aufstellung gefunden, moderne Trockenanlagen und Plättvorrichtungen wurden geschaffen, die mit Dampf beheizt, bzw. elektrisch betrieben wer­den. In einem geräumigen Kessclraum wurden di« notwendigen Anlagen für di« Dampf­erzeugung. für die Warmwasserberei­tung und für die H e i z u n g des Hauses unter- ge'racht. Ein großer Koksraum, der von außen her zu beschicken ist, steht mit dem Heizraum in unmittelbarer Verbindung.

3m Erdgeschoß wurden die Rüume für die Krippe untergebracht. Sie bestehen in der Hauptsache aus einem großen Tages-Auf- e n t h a l t s r a u m, der allen Anforderungen eines Spielsaales gerecht wird, einem großen Schlaf- s a a l, der die Möglichkeit gibt. 60 Kinder unter- zubringen. Reben dem Tagesraum befindet sich bie nach den neuesten hygienischen Grundsätzen ausgestattete Dadeanlage für die Kin­der. in der auch die übrigen sanitären Einrichtun­gen vorhanden sind. Im Erdgeschoß ist außerdem ein hübsches Wohnzimmer für die Krippe- Schwester eingerichtet.

Eine bequeme, aus Kunststein gefertigte Treppe führt zu den oberen Stockwerken. Im e r st e n Obergeschoß wurden Räume für gemeind­liche Zwecke geschaffen. So wurde ein Aufent­haltsraum eingerichtet, der tagsüber geöffnet sein wird und den jungen Mädchen und Frauen in Avbeits- oder Schulpausen die Möglichkeit bietet, fern der Straße einige Zeit der Ruhe hier zu verbringen. Der Raum soll außerdem den hie­sigen Frauenvereinigungen zu Zusammenkünften zur Verfügung stehen. Ein unmittelbar anschlie­ßender größerer Saal, der seinem vorbestimmten Zweck entsprechend eingerichtet wurde, ist für gottesdienstliche Feiern, Vorträge usw. bestimmt. Insbesondere sollen dort Kindergottesdienste ab­gehalten werden. Eine fein« Altarnische, dezente Beleuchtung und stilvolle Einrichtung geben dem Raum eine besondere Rote. Ein Amtszimmer für den Vorsitzenden des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege, ein Garderobe- raum, eine Schnell-Anrichte u. dal. vervollstän­digen die Einrichtung dieses Gebäudeteiles.

3m ausgebauten Dachgeschoß sind eine Anzahl freundlicher, geräumiger Wohnräume für die Gemeindeschwestern und das Personal ein­gerichtet. Ein Bad und eine klein« Küche sind ebenfalls vorhanden. Die Ausstattung der Zim­mer der Schwestern geschah mit vorhandenen Möbeln, die sich indessen gut in den Rahmen fügen.

Die 3nnenau6ffaf(ung de» Hauses muhte, den vorhandenen Mitteln entsprechend, einfach fein, sie ist aber dennoch als geschmackvoll und vor­trefflich gelungen zu bezeichnen.

Durch freundlich-helle Farben und durch ge­schmackvolle Tapeten gab man den Wohnräumen eine heimelige Rot«, die Räume der Krippe zeigen dekorative Kinderfriese, die in satten 7?ar-

Landkreis Gießen.

Lollar, 17.April. Eine össentllche Sit- zung des Gemeinderates fand gestern abend statt. Auf das Rutzholzangebot lagen Bewerbungen einiger Schreiner und der Firma B. Ruhn AG., vor. Der Zuschlag erteilt der Firma B. Ruhn 31 Stämme mit 16,61 ccm für 313,16 Mark, den Schreinern 29 Stämme mit 23,64 ccm für 423,79 Mark. Dem Feilenhauer Heinrich Löhr wird auf Widerruf die Auf­stellung einer Autogarage auf gepach­tetem Gemeindegelände hinter seinem Anwesen gestattet. Di« Beseitigung der Treppe als Ver­kehrshindernis und großes Gefahrenobjekt vor dem Haufe Dölp in der sehr belebten Ortsdurch­fahrt bildete den Anlaß zu erneuten Verhand­lungen mit dem Eigentümer. Der Gemeindcrat fand abermals kein Verständnis für die notwen­dige Beseitigung und erwartet nunmehr, daß die vorgesetzten Stellen ungesäumt eingreifen. Die gesamte Bürgerschaft erkennt die Be­mühungen des Gemeinderates dankbar an und ist nicht gewillt, widerspruchs'os sich mit dem Ergebnis der seit mehreren 3ahren geführten Verhandlungen abzufinden Das Arbeitsamt Gie­ßen regt die Aufna hme von Rotstands - arbeiten an und stellt für die-Durchführung von Arbeiten von volkswirtschaftlicher Bedeu­tung Zuschüsse und verbilligt« Darlehen aus der wertschaffenden Arbeitslosenfürsorge zur Versüß gung, sofern die vorgesehenen Arbeiten minde­stens 2000 Tagewerke ausmachen. Rach eingehen­der Beratung beschloß der Gemeinderat hierfür die Befestigung der Bergstraße und Ebert st raß« vorzusehen und eine entspre­chend« Anmeldung vorzunehmen.

>Daubringen,17. April. Der Spar« und Borschußverein Daubringen hielt in der Wirtschaft Weimer seine diesjährige Generalver­sammlung ab. Direktor A l b a ch erstattete den Jah­resbericht. Der im vorigen Jahre eingeführte Scheck­verkehr hat sich gut bewährt. Die Zahl der Mitglieder beträgt 165. Der Gesamtumsatz betrug 271 969 Mark, Aktiva und Passiva von je 141194 Mark schließen mit einem Reingewinn von 2636 Mark ab. Die Spareinlagen stiegen auf 106 530 Mark mit einem Zuwachs von 18 000 Mark, in dem 2970 Mark der Schulsparkasse enthalten sind. Durch Berkaus von Sparmarken gingen 7069 Mark ein. Der Reserve­fonds erhöhte sich auf 3719 Mark. Die Geschäfts­anteile stiegen auf 5833 Mark. Darlehen gegen Hypotheken stiegen von 50 000 auf 65 700 Mark, solche gegen Bürgschaft von 40 953 auf 44 065 Mark und in laufender Rechnung von 11 083 auf 17 256 Mark. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt. Ueber die Verwendung des Reingewinns wurde be­schlossen, 10 v. H. Dividende auf die Geschäftsanteile zu gewähren, 500 Mark als Betriebsrücklage fest- zusetzen und den Rest dem Reservefonds zuzuweisen. Durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Bürger­meister Preis, wurde der Revisionsbericht er­stattet. Es wurde sodann noch beschlossen, die Höchst­grenze von aufzunehmenden Geldern auf 300 000 Mark und von auszuleihenden auf 10 000 Mark fest- zusetzen. Die Auszahlung der aufgewerteten Spar­einlagen soll ab 1. Januar 1932 in dem Maße er­folgen, wie die Rückzahlung aufgewerteter Schulden erfolgt. Die Rückzahlung der aufgewerteten Beträge der Pfennigsparkasse soll im Laufe des Sommers geschehen. Die beiden ausscheidenden Aufsichtsrats- Mitglieder wurden wiedergewählt.

* Saasen, 18. April. Am Sonntag, 19. April, feiern in geistiger und körperlicher Frische die Ehe­leute Heinrich Münch III. und Frau Katharine geb. Schmitt das Fest der goldenen Hochzeit. Beide verrichten ihre häuslichen und landwirtschaft­lichen Arbeiten noch in aller Rüstigkeit.

Kreis Schotten.

§ Ulrichstein, 16. April. 3n der Lehrer­schaft des hiesigen Bezirks sind letzthin mehrer« Versetzungen erfolgt. Lehrer S ch m a n d t wurde von Köddingen nach Steinfurth bei Dad-Rauheim und Lehrer Hahn von Ober-Seibertenrod nach Rieder-Florstadt in der Wetterau versetzt. Ebenso wird Lehrer Becker demnächst seine seitherige Stelle in Wohnfeld.verlassen, lieber bi« Rach­folge in diesen drei Orten verlautet bisher noch nichts Bestimmtes. Dagegen tritt in Feldkrücken der von Bensheim nach dort versetzt« Lehrer Stegmann mit Beginn des neuen Schuljahres seinen Dienst an. Der seitherige Lehrer Eisen­hauer wurde nach Cichloch in Rheinhessen versetzt.

ratsmitglieber der sozialdemokrati» schenFraktion ohne Entschuldigung der Sitzung ferngeblieben sind, ausgenommen einen Herrn. Aus der Mitte des Gemeinderats wurde der Antrag gestellt, gegen die wiederholt von den Sitzungen fernbleibenden Gemeinderatsmitglieder bei dem Kreisausschuh die Verhängung einer O r d - nungsstrafe zu beantragen. Dieser Antrag sand keine Annahme.

Am nächsten Samstag steht Termin zur Verhand- lung über den Einspruch gegen den Gemeinde- ratsbeschluh wegen der A n st e l l u n g eines 93 c rufsbürgermeisters vor dem Kreisausschuß des Kreises Büdingen an. Als Vertreter der Stadt In diesem Termin wurden die Gemeinderatsmit­glieder K n a f und Kraft bestimmt.

Die Beratung des Haushaltsplans für dasRs. 1931 wurde vertagt, da noch einige Unter­lagen, die der Genehmigung des Kreisamts bedürfen, fehlen. Mit einer Umlageerhöhung ist nicht zu rechnen.

Mittlerweile ist das Protokoll über die Visita­tion der Kassen- und Buchführung des Rechners der Stadt Büdingen elndegangen. Es hat sich ergeben, daß die von dem Kassengehilfen veruntreuten Gelder sich auf 3442,83 Mark belaufen. Etwaige sonstige Verfehlungen infolge fal­scher Buchungen durch den Kassenbeamten lassen sich erst durch die Beitreibung und den Abschluß Der Handbücher für das Rj. 1930 feststellen. Der endgül­tige Fehlbetrag dürfte sich erst nach diesem Zeitpunkt bestimmen lassen.

Vorzugsweise genehmigte der Gemeinderat den km Gemeindevoranschlag für 1931 vorgesehenen Kredit in Höhe von 4500 Mark für die H e r st e l l u n g d e r Seemenbachmauer in der Mühltorstrahe. Die Arbeiten werden baldigst vergeben, und zwar nur

Der Erbauer des Hauses, Architekt Dau rat Hans Meyer, übergab zunächst vor dem Portal mit einer herzlichen Ansprache dem Dereinsvor- sihenden, Pfarrer Ausfeld, ben Schlüssel des Hauses, bankte babei dem Allgemeinen Verein für Armen- unb Krankenpflege für ben mit ber ilebertragimg des Baues ihm gegebenen Ver­trauensbeweis, sprach allen Mithelfern am Dau herzlichen Dank aus, toürbigte in kurzen Worten treffenb bie hohen 3iete, benen bas Haus bienen soll, unb wünschte allen Insassen bes Hauses Liebe unb Freude, gesegnete Arbeit unb herzliche Eintracht unter bem Schuhe unb Degen Gottes. Pfarrer A u s f e l b nahm ben Schlüssel mit herz­lichen Dankesworten an ben Erbauer für bl« Schaffung bieser schönen Krippe in Empfang, ' bankte gleichfalls allen Mitarbeitern unb För­derern des guten Werkes, wies auf den hohen Wert dieser Einrichtung hin, um die sich die Schwestern ar beit sehr verdient macht, unb öffnete das Haus mit stiller Gebetsbitte an Gott um seinen Segen für dieses Heim.

Zur eigentlichen Einweihungsfeier be­gab sich bie FestversammlüNg nunmehr in ben Saal im ersten Obergeschoß, wo sie mit feier­lichem Harmoniumspiel von Pfarrer Lenz emp­fangen wurde. In bem sehr stimmungsvollen, mit schönen Alsfelder Stühlen ausgestatteten Raum leitete Choralgesang der Schwestern bie schlichte, aber eindrucksvolle Feier ein. Dann begrüßte Pfarrer Ausfeld namens des All­gemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege die Festversammlung, insbesondere Oberbürger­meister Dr. Keller als Vertreter der Stadt­verwaltung, die stets in ausgezeichneten Be­ziehungen zu dem Verein unb seiner Arbeit zum Wohle der Armen und Kranken gestanden habe. Der Redner erinnert« dann an das Wirken ber Krippe im Schwesternhause, die dort schon oft 25 bis 30 Müttern, die zur Qlrbeit gehen mußten, tagsüber die Kinder zur Pflege abnahm. Die Unterbringung der Krippe im Krankenhause sei aber nur ein Rotbehelf gewesen. Leider seien die Mittel einerSchwester-Julie-Fuchs-Stiftung", die nach dem Ableben ber Oberschwester Julie Fuchs im Jahre 1919 zur Erinnerung an deren segensreiches Wirken durch reiche Gaben zusam- mengebracht wurde, durch bie Inflatton zusam- mengeschmolzen, so daß man für ben verbliebenen .(Betrag Sachwerte anschaffte, anstatt ihn, wie vorgesehen, zum Krippenneubau verwenden zu können Runmehr sei dieser Reubau doch möglich gewesen, und er fei auch zum größten Dell bar bezahlt worden. Als eine wichtige soziale Tat des Vereins sei es auch anzusehen, daß er, trotz mancher Bedenken, gerade jetzt diesen Bau er­richtete und dadurch in einer Zeit großer wirt­schaftlicher Rot vielen Arbeits- und Verdienst. Möglichkeit bot. Mittelbar diene der Reubau auch der Vergrößerung des Krankenhauses, in welchem durch Verlegung der Krippe und der Schwester- Wohnungen nun Räume frei werden, die zur Vergrößerung der Krankenstation verwendet wer­den können unb sollen. Die Einrichtungen der Krippe seien in jeder Hinsicht den neuzeitlichen An orderungen entsprechend, so daß diese Krippe Wohl zu den schönsten in unserem Vaterland« , gehören werde. Der Redner erinnerte zum Schluß u.a. daran, daß die Krippe an der Stelle der einstigen Hospitalkirche errichtet und damit an eine viechundertjährige Tradition angeknüpft wurde. Dieses Haus solle, ebenso wie bie 1921/22 erbaute, nebenan gelegene Zuflucht, eine Stätte

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Stadtverwaltung warm unb bankbar begrüßt^ ' des Vorstands des Säuglingsheims in der Kirch - teerte. /s^ftraße. Pfarrer^A usfelb dankte im Ramen des

Anschließend fangen Frau Hertha Meyer unb Frau Frankemit ihren eblen unb umfang- reichen Stimmen in erhebenber Weife das Duett von Mendelsohn aus dem Lobgesang3d> harret« des Herrn". Die feinsinnige (Begleitung der Sän­gerinnen am Harmonium nahm Pfarrer Lenz wahr. Mit dieser w.'ihevollen Darbietung fand die denkwürdige Feier ihren Abschluß.

An die offizielle Einweihungsfeierlichkeit schloß sich «in