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Stadtvorstandssihun
germeister Walz zunächst ül meindeordnung, in der die frühere Städte-
Oberheffen.
Gemeinderat in Laubach
ßaubarf), 16.Dh. In der jünasten Oe- meinderatsfitzung gab Bürgermeister Högy zunächst einen Ueberblick über die Bestimmungen der seit 1. Oktober in Kraft getretenen Hessischen Gemeindeordnung. — Im Einvernehmen
t»a« Lahntal, oder über die Wetterau welter- gezogen sind.
Um Mitteilung an die tierpshchologische Beobachtungsstelle in Gießen, Am Steg 12, wird gebeten.
Daten für samstag, 17. Oktober.
Sonnenaufgang 6.51 Uhr, Sonnenuntergang 17.29 Uhr. — Mondaufgang 14.37 Uhr, Monduntergang 21.10 Uhr.
1760: der französische Sozialist Graf Saint-Simon in Paris geboren; — 1815: der Dichter Emanuel Geibel in Lübeck geboren; — 1849:.der Komponist Friedrich Franz Chopin in Paris gestorben; — 1893: der Komponist Charles Gounod in St. Cloud gestorben.
Daten für Tonnlag, 18. Oktober.
1777: Der Dichter Heinrich v. Kleist in Frank- furt a. O. geb. — 1813: Völkerschlacht bei Leip- zig, Rückzug Rapoleons in die Stadt. — 1831: Kaiser Friedrich HI. in Potsdam geb.
Gietzcner Wochenmarktpreise.
Cs kosteten aus dem heutigen Wochenmarkt: Butter 120 bis 140 Pf. (Kochbutter von 110 Pf. an), Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 8 bis 10 (pro Zentner 5 Mk.), Weißkraur 6 bis 7 (pro Zentner 3 bis 3,50 Mk.), Rotkraut 8 bis 10 (pro Zentner 6 Mk.), gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20 bis 25, Römischkohl 8 bis 10, Unterkohlrabi 5 bis 6, Rosenkohl 20 bis 25, Feldsalat 8 bis 10, Tomaten 25 bis 30,
Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60,
Kürbis 5 bis 6, Pilze 20 bis 25, Rüsse 25 bis 30, Kartoffeln 3,5 bis 4 (pro Ztr. 2,80 bis 3 Mk.),
Aepsel 8 bis 10 (pro Zentner 4 bis 6 Mk.),
Birnen 8 bis 10, Dörrobst 30 bis 35. Honig 40 bis 50, Preihelbeeren 30 bis 35, Zwetschen 8 bis 10, Brombeeren 30 bis 35, Pfirsiche 40 bis 60, Gänse 90 bis 100, Suppenhühner 80 bis 100, junge Hähne 90 bis 100 Pfennig pro Pfund; Tauben 50 bis 60, Eier 12 bis 13, Salat 10 bis 15, Blumenkohl 30 bis 70, Salatgurkcn 15 bis 25, Oberkohlrabi 8 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15 Pf. pro Stück; Radieschen 10 bis 15 Pfennig pro Bund.
Vornotizen.
— Tageskalender für Samstag. G. D. A., 20.30 Uhr, Monats-Bersammlung, im Hopfeld. — Kriegerverein Gießen, Monatsversammlung im Schühenhaus. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „3m Geheimdienst". — Astoria- Lichtspiele, Seltersweg: „Achtung! Zug in Gefahr!" und „Sensation im Zirkus".
— Tageskalender für Sonntag. Stadttheater Gießen, „Alt-Heidelberg", 18.30 bis 21.30 Uhr. — Goethe-Bund, 20 Llhr, Reue Aula, „Sixt und Bettina". — Oberhessischer Kunstverein. Ausstellung „Alte und neue Graphik, Turmhaus am Brandplatz, 11 bis 13 Ut)r. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Tiere in Gefangenschaft" (Kulturfilm), 11.15 Uhr; ab 15 UI)t: „3m Geheimdienst". — Astoria-Lichtsprele, Seltersweg: „Achtung! Zug in Gefahr!" und „Sensation im Zirkus". — TV. von 1346, Schau- und Wetturnen, Turnhalle am Oswaldsgarten, Beginn 8.30 und 15.30 Uhr.
— Reichstagsabgeordneter Dr. Ober fohren spricht in Giehen. Nächsten Samstag, 24. Oktober, 20 Uhr, spricht in der Turnhalle am Oswaldsgarten Reichstagsabgeordneter Dr. Oberfohren, der Borsihende der deutschnationalen Reichstagsfraktion, über: „Der Kampf der Dcutschnationalen". (Siehe heutige Anzeige.)
— D H V. - Berbandsvorsteher Bechly in Gießen. In einer Mitgliederversammlung des Deutschnationalen Handlungsgehilfen - Verbandes, Ortsgruppe Gießen, spricht am Montag, 19. Oktober, 20 Uhr im Cafs Leib der Derbandsvorsteher des DHV. Bechly- Hamburg über das Thema „Unser Stand im Kampf um Wirtschaft und Staat". Näheres in der heutigen Anzeige.
— „16 Monate in chinesischer Gesa n g e n s ch a f t". Der Gießener Bevölkerung wird nächste Woche Gelegenheit gegeben sein, einen der von kommunistischen Räubern in China 16 Monate lang gefangen gehaltenen Missionare sprechen zu hören. Missionar Walter von der Basler Mission, ein Schweizer aus Schaffhausen, wird am Dienstag, 20. Oktober, in der Stadtkirche bzw. im Johannes- laal Borträge halten. Seine Darstellung der Zustände in China und der Missionsarbeit in diesem Lande dürste wohl allgemein interessieren. Der Missionar wird über all das sprechen, was er in engster Berührung mit den Trägern der kommunistischen Idee in einem nichtchristlichen Volke am eigenen Leide erfahren hat. Näheres in der heutigen Anzeige.
— Kasperle-Theater. Man schreibt uns: Das beliebte Kasperle-Theater gibt am morgigen Sonntag, 15 Uhr, im Katholischen Vereinshaus wieder eine Vorstellung, mit der die Einweihung der neuen modernen Kasperlbühne verbunden sein wird. Für alt und jung dürften sich wieder zwei unterhaltsame Stunden ergeben. Näheres in der gestrigen Anzeige.
mit dem seitherigen Pächter der Gemeinde- fi scher ei wurde dem Dentisten Obst dahier bis zum Ablauf der jetzigen Pachtdauer (12. Juni 1934) die Fischerei unter den gleichen Bedingungen wie früher zugefprochen. — Das hiesige Forstamt hat sich gegen eine Verlängerung der Pachtzeit des Gern e i n d e st e i n b r u ch e s im Forstort „Sträuches" bis zum Jahre 1940 wegen Unrentabilität ausgesprochen Dieser Ansicht schloß sich der Gemeinderat an, so daß der derzeitig geltende Pachtvertrag bis zum 30. September 1934 läuft. — Zum Schlüsse berichtete der Bürgermeister über die Tätiakeit des Verkehrsausschusses im Laufe dieses Iah- res. Ein schöner Prospekt der Stadt wurde ange- fertigt, wobei die Kosten für etwa 5000 Exemplare durch eine Sammlung bei den interessierten Gewerbetreibenden gedeckt wurden. Dem Vorschlag des Verkehrsausschusses, den zur alten Stadtbefestigung gehörenden Bürgerturm instandzusetzen und dem Publikum zugänglich zu machen, wurde zugestimmt. Ebenso wurde die Errichtung eines Hei« matmuseums in den oberen Räumen der Turnhalle gutaeheißen. Die Verwaltung und Einrichtung des Museums ist dem Verkehrsausschuß übertragen worden.
Stadivorstand in Lauterbach.
feiten graphischer Kunst von holländischen, italieni- chen und französischen Meistern zur Verfügung ge- tellt zu bekommen. Es braucht deshalb auf die Be- )eutung der Ausstellung nicht weiter hingewiesen zu werden, da sie jeden, der sie einmal gesehen hat, unbedingt veranlassen wird, zu einer ruhigen Stunde sich noch einmal in die Schätze dieser Graphik zu vertiefen. Es soll nur noch darauf hingewiesen werden, daß Besuchszeiten Sonntags von 11 bis 13 Uhr, Mittwochs von 15 bis 17 Uhr und Freitags ebenfalls von 15 bis 17 Uhr find.
** Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei kleinen Preisen geöffnet.
,e „Alt-Heidelberg" im Gießener St adtt Heater. Bielen Wünschen, besonders aus den Kreisen auswärtiger Besucher, Rechnung tragend, hat sich die 3ntendanz entschlossen, Meyer-Försters Bolksstück „Alt-Heidelberg" nochmals auf den Spielplan zu sehen. Das meistgespielte Schauspiel der deutschen Bühnen wird am morgigen Sonntag, 18. Oktober, 18.30 Uhr (Ende 21.30 Uhr) zum letzten Male zur Aufführung gelangen. Die Spielleitung liegt in den Händen von Karl Cß o Id. Die 3ntendanz macht darauf aufmerksam, daß nunmehr die regelmäßigen Sonntags-Fremdenvorstellungen jeweils um 18.30 Uhr beginnen, damit den auswärtigen Besuchern die Möglichkeit gegeben ist, rechtzeitig die Züge zu erreichen. Die Züge kommen in Gießen zu folgenden Zeiten an: Don Frankfurt a. M. 18.09, Wetzlar 18.09, Marburg 17.06, Grünberg 16.23, Ridda 17.19, Limburg 18.09, Dillenburg 17.20 und von Bieber 17.15 Uhr. Die Kraftpostwagen treffen von Krofdorf 17.17 Uhr, von Alten-Dufed 18.21 und von Gambach um 18.10 Uhr in Giehen ein. Rach den Borstellungen können die folgenden Züge zur Rückfahrt benutzt werden: Ab'Gießen nach Frankfurt a.M. 22.42, nach Wetzlar 23.00, Marburg 22.43, Grünberg 23.00, Ridda 22.53, Limburg 22.13, Dillenburg 23.00 und nach Bieber 22.15 Uhr. Die Kraftpostwaren verlassen Gießen nach Krofdorf um 22.40, nach Alten-Buseck ebenfalls 22.40 und nach Gambach um 22.00 Uhr.
**VonderReichsbahnpolizei. Nach dem Vierteljahresbericht des Fahndungs- und Streif- dienstes der Betriebsämter Frankfurt, Hanau, Friedberg, Gießen, Hersfeld, Limburg und Fulda des Reichsbahndirektionsbezirks Frankfurt a. M. sind in dem abgeschlossenen Vierteljahr insgesamt 655 Unregelmäßigkeiten im Verkehrsdienst (Schwarzfahrten usw.) sowie 280 Bahnpolizeiübertretungen im Betriebsdienst festgestellt worden. Die Zahl der versuchten Schwarzfahrten usw. ist eine recht erhebliche. Diebesgut ist im beträchtlichen Werte von annähernd 9000 Mark zurückgewonnen worden. Das Streifsystem ist stärker ausgebaut worden. Dies ergab die besten Erfolge. Dank der erhöhten Aufmerksamkeit sind in den letzten vier bis sechs Wochen z. B. im Frankfurter Bezirk keinerlei Eisenbahnoiebstähle zu verzeichnen gewesen.
•’ Warnung vor einem Schwindler. Der Polizeibericht meldet: Ein Mann, der sich als Assistent D o m k e ausgibt, sucht seit einigen Wochen die in allen Teilen Deutschlands lebenden Rußlanddeutschen auf. Er gibt vor, im Auftrag des „Zentralkomitees der Deutschen aus Rußland", auch des „Fürsorgevereins für Deutsche Rückwanderer" zu handeln. Er verspricht, Beihilfen für einen Vier-Millionenfonds zu verschaffen und läßt sich für seine Beratungen Beträge von 10 bis 25 Mk. zahlen. Die von ihm ausgestellten Quittungen tragen stets eine vollständige Adresse. Domke soll im Besitz einer Liste sein, die Adressen und genaue Personalien der Rußlanddeutschen enthält. Dor Domke wird nachdrücklichst gewarnt.
** Fe st genommen. Wie der Polizeibericht mitteilt, wurde hier ein Ausländer ohne jegliche Ausweispapiere betroffen und festgenommen. Auf Ersuchen auswärtiger Behörden wurden festgenommen der Korbmacher Johann Jäger, geb. in Schillingsfürst, wegen Betrugs, und der Koch Gerhard Karl Lorenz, geb. in Delitzsch, wegen Diebstahls.
** Militärkonzert in der Heilstätte für Nervenkranke. Die hiesige Reichswehrkapelle unter der Leitung von Obermusikmeister K r auße bereitete am Mittwoch den Insassen und dem Personal der Heilstätte für Nervenkranke mit einem Konzert eine große Freude. Schneidige Märsche wechselten mit ernsten und heiteren Darbietungen in bunter Folge ab. Die aufmerksamen Zuhörer dankten der Kapelle mit herzlichem Beifall.
** Schneiderinnenkurse. Die private Fachschule für das Damenschneiderinnengewerbe der Frau M. Wick-Wunderlich macht im heutigen Anzeigenteil auf den Beginn ihres Wintersemesters aufmerksam. Neben den Semesterkursen für Damenschneiderinnen, Weißnäherinnen und Weiß- und Kunststickerinnen, die praktischen und fachtheoretischen Unterricht und die heute für die drei Berufszweige unentbehrlichen zeichnerischen und kunstgewerblichen Grundlagen vermitteln, finden auch Sonderkurse in allen einzelnen Fachzweigen statt. Außerdem sei auf die Gelegenheit, in Sonderkursen die Selbstanfertigung eigener Damen- und Kinderkleidung und Wäsche zu erlernen, hingewiesen.
" Der Bund Königin Luise, Ortsgruppe Gießen, feierte wie man uns berichtet, dieser Tage bei starker Beteiligung von Mitgliedern und Gästen in sinngemäß ausgeschmückten Räumen, in deren Mittelpunkt ein schön zusammengestellter Erntetisch prangte, ein Erntedankfest. Pfarrer Lenz hielt eine eindrucksvolle Erntedankpredigt. Den Schluß des Abends bildete ein gemütliches Beisammensein.
orönung und die Landgemeindeordnung zusammengefaßt sind. 3m Anschluß daran wurde der seitherige ProttkUlführer Sta'.tobers kretärDön- s e l s zum Schriftführer des Gemeinderats und als Stellvertreter Verwaltungsassistent Decker gewählt. Als Dertreter der Gemeinde bei der bevorstehenden Generalversammlung der Bezirkssparkasse wurden die Gemeinderäte Eifert, Schwarz, Höll, Stöppler, Bauer und Wacker gewählt.
Für das Abholen der Konfiskate im Schlachthaus erhielt die Abdeckerei Roll in Schlitz bisher 600 Mk. jährlich. Roll will jedoch den Betrag auf 1200 Mk. erhöht sehen. Unter der Bedingung, daß der Vertrag über den zur Zeit zwischen Roll und dem Kreis Lauterbach Verhandlungen schweben, zustande kommt, wird der Betrag (d:r dann an den Kreis zu zahlen wäre) auf 800 Mk. erhöht.
Die Postbehörde beabsichtigt, da der Reubau eines Postgebäudes vom Reichspostminister abgelehnt wurde, in einem zu errichtenden Anbau das Selbstanschlußamt unterzubringen. Der Bürgermeister berichtete über die Bedingungen, unter denen die Post bereit sei, das Selbstanschlußamt einzurichten. Da die eine Bürgschaft von 1 3 000 Mark von der Stadt übernommen werden soll, versagte der Ge- meinderat seine Zustimmung.
Die Märkte für das 3ahr 19 3 3 wurden wie folgt festgesetzt: 13. Februar Vieh- markt, 15. März Vieh- und Krämermarkt, 19. April Viehmarkt und Bullenauktion, 7.3uni Pferde-, Rindvieh-, Schweine- und Ziegenmarkt mit Prämiierung und Verlosung, 12.3uli Viehmarkt, 9. August Vieh- und Krämermarkt, 6. September Viehmar't, UOktobrr D eh- und Krämermarkt mit Bullenauktion und am 15. Rovember Viehmarkt.
Die Rechnung vom Prämienmarkt 1931. die mit einem Verlust von über 500 Mk. ab* schloß, ergab keinerlei Beanstandungen. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt.
Der Bürgermeister gab dann noch von einem Gesuch der Arbeiterwohlfahrt Kenntnis, die um die Bewilligung eines Zuschusses für die Winterhilfe eingekommen war. 3n diesem Zusammenhang berichtete er über die Einrichtung £ i n e t Winternothilfe, die unter Zusammenfassung aller Korporationen gedacht ist, weil die Abgabe von Mittagessen allein nicht genüge, das durch die Wirtschaftslage hervor- gerufene Elend zu mildern. Mit der Winternothilfe soll eine Sammlung von Haus zu Haus durchgeführt werden. Aus dem Ergebnis der Sammlung soll dann der Arbeiterwohlfahrt eine Geldspende überwiesen werden. Weiter berichtete der Bürgermeister über die bereits in Angriff genommene Kartoffel- versorgung. Es wurden für 265 Mk. Kartoffeln angekauft; der dafür vorgelegte Betrag soll von den Erwerbslosen in Raten wieder aufgebracht werden.
Landkreis Gietzerr.
ck. H e u ch e l h e i m, 16. Okt. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde u. a. beschlossen: Der Kultur- und Rechnungsplan der Forstver- roaHung für den Gemeindewald' wurde genehmigt. Außerdem wurden die Zahlungstermine für die Gemeindesteuer 1931 festgesetzt. Die Pflasterarbeiten in der Mühlstraße einschließlich der Materiallieferung wurden dem Pflastermeister Ludwig Dreiling als dem Wenigstnehmenden übertragen. Zur Beschäftigung von Wohlfahrtserwerbslosen wurde beschlossen, die Einebnung der Gemeindewiesen am Kahnplätzchen und auf dem Wolfshort vorzunehmen. Im kommenden Winterhalbjahr soll an bedürftige Schulkinder Milch kostenlos abgegeben werden. Der hierfür vorgesehene Betrag von 55 Mark wurde ge
& Lauterbach, 14. Okt. In der jüngsten g berichtete Bürger die neue G e-
** Ablösungs-Anleihen der Stadt Gießen. Die öffentliche Ziehung der Auslosungsrechte zu den Ablösungsanleihen der Stadt Gießen für 1931 findet am Donnerstag, 22. Oktober, statt. Näheres in der heutigen Bekanntmachung.
** Der O b e r h e f f i f.ch e Kun st verein eröffnet morgen feine zweite diesjährige Ausstellung unter dem Titel „Alte und Neue Graphik". Der in der ersten Anzeige veröffentlichte Titel: „Deutsche Sammler-Graphik" hat sich in letzter Stunde da- durch geändert, daß es gelungen ist, einige Kostbar
nehmigt, wenn sich die Bezirks-Fürsorgestelle an den Kosten beteiligt.
8 Alten-Buseck, 16. Okt. Auf Grund der letzten Notverordnung wurde unsere Handarbeitslehrerin Frl. Griebel von ihrer Stelle abberufen und diese der Handarbeitslehrerin Frl. Rusak übertragen. Frl. Rusak wurde gleichzeitig mit dem Hand- arbeitsunterridjt an den Schulen in Rödgen und Trohe betraut. — Um zur Linderung der Not im kommenden Winter wirksam beizutragen, belchäs- tigen sich die Schüler einer hiesigen Klasse in ihren freien Nachmittagsstunden mit der Herstellung von Dörrobst, das dem Wohlfahrtsamt zur Verteilung an Bedürftige überwiesen werden soll. Bei dem reichen Obstsegen in diesem Jahre dürfte dieses anerkennenswerte Beispiel von Nächstenliebe zur Nachahmung zu empfehlen sein. — Kommenden Sonntag findet die Einweihung unseres Gefallenendenkmals statt. Das Denkmal ist auf dem neuen Friedhof ausgestellt worden. Die Arbeiten wurden von den hiesigen Steinhauern Ludwig Schmidt und Wilhelm Muhl ausgeführt.
xf Leihgestern, 17. Oktober. Am morgigen «Sonntag veranstaltet der hiesige Obst* und Gartenbauverein im Saale der Gastwirtschaft „Zum Löwen" eine O b st a u s st e l I u n g. Obstbauinspektor Enkler vom Landwirtschaftskammerausschuß in Gießen, wird die Obstbewertung vornehmen. Heute, Samstagabend, wird Herr Enkler im alten «Schulsaal einen Vortrag mit Lichtbildern über „Obstbaumschädlinge und deren Vertilgung" halten.
+ Grünberg, 16. Okt. Die hiesige Freiwillige F euerwehr unternahm kürzlich eine Probefahrt mit derMotorsprihe nach Queckborn. Die Fahrt verfolgte einen doppelten Zweck; sie sollte einmal zeigen, inwieweit die Spritze die ihr gestellte Aufgabe, den Feuerschutz für etwa 30 Gemeinden des Kreises während eines Umbaues an der Kreismotorsprihe zu übernehmen, raschestens nachkommen kann, zum andern sollte aber auch ihre Desörderungsmoglichkeit über Land erprobt werden. Da die Motorspritze selbst nur auf einem zweiräderigen Gestell ruht, das für gewöhnlich mit der Hand gezogen wird, steht für Ueberlandfahrten ein Lastwagen zur Verfügung, der mit einer Anhängevorrichtung für die Spritze versehen ist, während auf dem Lastwagen die Bedienungsmannschaft befördert wird. Die Fahrt, an der außerdem noch das Kommando, die meisten Zugführer und Bürgermeister vr. Mild - not teilnahmen, ergab die Möglichkeit, in kurzer Zeit an Ort und Stelle erscheinen zu können. 3n Queckborn wurden Uebungen an einem Hydranten der Wasserleitung und an einem fließenden Wasser, dem Aeschersbach, worin ein Brandloch für den Saugkorb der Spritze hergestellt war, in zufriedenstellender Weise vorgenommen. Bürgermeister Albert von Queckborn sprach der Grünberger Wehr den Dank für die Vorführung aus, worauf Herr S e i f a r t, der Kommandant der Wehr, erwiderte und dabei dem Wunsche Ausdruck gab, daß auch in unferm Rachbarorte Queckborn bald eine Freiwillige F euerwehr erstehen möge.
Kreis Büdingen.
△ Nidda, 16. Okt. Am Mittwoch konnte Schrei- nermeifter Otto Bach aus Kohden auf eine 4 0 jäh. r i g e ununterbrochene Tätigkeit bei der hiesigen Möbelfabrik C. Ringshaufen zu- rückblicken. Der Inhaber der Firma, Herr Friedrich Reuning nahm nach Arbeitsschluß Gelegenheit, dem Jubilar feine volle Zufriedenheit und Anerkennung für feine 40jährigen treuen Dienste auszusprechen. Mit den besten Wünschen für sein ferneres Wohlergehen wurde ihm von feiten der Firma ein schöner Sessel als äußeres Zeichen der Wertschätzung überreicht.
Kreis Alsfeld.
ll. Mücke, 16.Okt. Gestern sah man hier zum erstenmale in diesem Jahre Schneegänse nach Süden ziehen. In keilförmiger Aufstellung zogen sie — es waren etwa 100 Vögel — dahin.
ll. Atzenhain 16. Okt. Hier ereignete sich bei der Dreschmaschine ein U n g l ü ck s f a 11. Als ein Arbeiter des technischen Personals den Treibriemen auflegte, wurde unglücklicherweise die Maschine angelassen. Dabei kam der Arm des Bedauernswerten zwischen das Triebrad und den Riemen. Der Verunglückte riß mit aller Gewalt den Arm heraus, wobei ihm ein Teil des Daumens abgerissen wurde.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
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