Ausgabe 
17.6.1931
 
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bemerkbar macht, verschwindet und die Zähne erhallen einen wundervollen Elfenbeinglanz. Das kostbar« Pfefferminz« Aroma verleiht dem Munde herrliche Frische und Wohlgeruch. Ueberzeugen Sie sich zuerst durch Rauf einer Tube

Drücken Sie einen Strang Chlorodont-Zahnpaste auf die trockene Chlorodont-Zahnbürste (Spezialbürste mit gezahntem zu 54 Pf., große Tube 90 Pf. Chlorodont-ZahnbÜrsten 1 Mk., für Rinder 60 Pf. CHIorodont-Mundwasser Flasch« Dorstenschnitt), bürsten Sie Ihr Eebiß nun nach allen Seiten, auch von unten nach oben, tauchen Sie erst setzt 1 Mk. und 2 Mk. Zu haben in allen Chlorodont-Derkaufsstellen. Man verlange nur echt Chlorodont und weise die Bürste in Wasser oder besser bt Chlorodont«Dkundspülwasser und spülen Sie damit unter Gurgeln gründlich jeden Ersah dafür zurück. Man schreibt uns Ijierju: _ nach. Der Erfolg wird Sie überraschen. Der mißfarbene Zahnbelag, der sich besonders bei Rauchern unangenehm , Jedenfalls habe ich seit fünfzehn Jahren je

,Jedenfalls habe ich seit fünfzehn Jahren jedes Probieren auf gegeben und bleibe Ihrem Chlorodont treu; ebenso gebraucht es meine Familie und verordne ich es, so oft ich dazu Gelegenheit habe in meiner Praxis. H..... (Originalbricl bei unserem Notar hinterlegt.) Dr. 1. L.-E., Aerztin.

Dr. Such die Mitteilung machte, daß der Bund die Haftung für folgende der Credi t» an fialt gewährte Darlehen übernommen habe: 5 0 Mill. Schilling, welche die öster­reichischen Sparkaffeninstitute der Creditanstalt al» neu« Einlagen zur Verfügung zu stellen sich verpflichtet haben, ferner für all« Forderun­gen, die der Rattonalbank auS allen Krediten erwachsen, die sie nach dem 30. Mai 1931 bis zu einem Höchftbetrage von 12 0 Mill. Schil­ling der Lreditanstalt in irgendeiner Form ge­währt habe. Don dieser Haftung fei jedoch bis­her nur der Teilbetrag von 69 230 000 Schilling durch ESkomptekredite bei der Dationalbank in Anspruch genommen worden. Ferner wurden Vereinbarungen mit den österreichischen Spar­kassen getroffen, wonach der Finanzminister für die am 1. Suni bereit» bestandenen G uthaben derSparkassenbeiderCreditanstalt Zusicherungen gab. welche später zu einer Haf­tungsübernahme führen können. Schließlich teilte der Finanzminister mit, daß heute ein lleberein- kommen mit dem ausländischen Gläu - bigerkomilee getroffen wurde, wonach rund 71 Mill. Dollar ausländischer Ver­pflichtungen der Lreditanstalt für zwei Sahre unter den bisherigen Kreditbedingungen gegen Llebernahme der Haftung durch den Bund un­kündbar gestellt werden. Damit sei «ine der wichtigsten Voraussetzungen für die Fortführung der Geschäfte der Lreditanstalt und ihre Rekon­struktion geschaffen.

Rach längerer Debatte gelangte der Haupt- ausschuß zur einhelligen Au fasfung, daß die noch int Amt befindliche oder eine einstweilige Regierung keine weiteren Haftungen ohne vorherige (Befragung deS Hauptausschusses übernehmen dürfte.

Vertrauensvotum für das Kabinett Laval.

Pari», 16. Suni. (WTB.) Heute vormittag hat der erste M i n i st e r r a t unter dem Vorsitz des neuen Präsidenten Doumer stattgefunden, anschließend empfing der Präsident das Diplo­matische KorpS.

Sn der Kammer wurde auf einmütigen Wunsch der Kammer und der anwesenden Regie­rungsmitglieder, darunter des Außenministers V r i a n d, die sofortige Diskussion der Snter- pellation des Abg. F ra nkl in-D o uill o n ungeordnet.

Der Snterpellant wiederholte seine Drhaup- tung, daß die Kammer durch ihre bisherige Ab­stimmung wohl für den Ministerpräsidenten La­val, nicht aber für den Außenminister (Brian b gestimmt habe. Denn nur wenige Abgeordnete seien hinsichtlich der Politik Driands beruhigt. Die Mehrheit habe sich auch in Versailles gegen diese Politik ausgesprochen. Franklin-Bouillon fragte dann, wie die Linksparteien Driand im Kabinett belassen könnten und warum Laval nicht längst den Außenminister gewech­selt habe. Man müsse die Mystik, die Driand um sich geschaffen habe, zerstreuen.

Rach längerer Debatte nahm die Kammer eine Vertrauen stagesornung Darety (Linisrepublikaneri mit 312 gegen 264 Stimmen an. Sie lautete:Die Kammer bleibt der Friedens­und Sicherheitspolitik, wie sie von der Regierung betrieben wird, treu, billigt ihre Erklärungen drückt ihr aufs neue das durch di« Abstimmungen vom 8. Mai und 9. 3uni zum Ausdruck gebrachte Vertrauen aus, lehnt jede zusätzliche (Bemer­kung ab und geht zur Tagesordnung über."

(Bevor über diese Tagesordnung, für die die Regierung die Vertrauensfrage stellte, ab­gestimmt wurde, kam die vom Abgeordneten Franklin - Bouillon als Snterpellant ge­forderte sog. einfache Tagesordnung zur Abstim­mung, d. h. der Uebergcmg zur Tagesordnung ohne Billigung der Regierungserklärung. Gegen die Annahme dieser einfachen Tagesordgung stellte Ministerpräsident Laval die Vertrauens­frage. Die Tagesordnung wurde mit 310 gegen 267 Stimmen abgelehnt.

Entspannung in England.

London, 16. Juni. Macdonald teilte der Parlamentsfraktion der Arbeiterpartei mit, daß die Regierung den revidierten Abänderungsvor­schlag der Liberalen annehme und daß damit die Krise vermieden sei.

Mellon in England.

Plymouth, 16. Juni. (WTB) Der amerika­nische Schatzsekretär Mellon ist heute hier ange- kommen. Er wird von Plymouth Weiterreisen und heute abend London einen Besuch abftatten, be­vor er seine Fahrt nach dem Festlande fortsetzt.

Unruhen in Mainz.

LPD. Mainz, 17. 3uni. 3n den frühen Rachmittagsstunden des Dienstag machte sich in Mainz, nachdem am Vormittag durch Handzettel offen zu Eeschäftsp'.ünderungen aufgefordert wor­den war, eine starke Llnruhebeweaung bemerkbar. Gegen Abend kam es zu Zusam­menstößen mit der Polizei, als an einigen Stellen der Stadt versucht wurde, Ge­schäfte zu plündern. Die Ladeninhaber liehen vorsichtshalber ihre Rolläden herunter. Kurz vor Ladenschluß war die Situation so gefähr­lich, daß die Polizei sich gezwungen sah, die Straßen mit dem Gummiknüppel zu säubern. Kaum war aber die Polizei ver­schwunden. als junge Burschen sich besonders auf dem Markt und am Höfchen wieder versammel­ten. Mehrmals mußte die Polizei die ganze AAstadt mit dem Gummiknüppel säubern. Ein Angriff gegen die Villa des Oberbürgermeisters Dr. Külb wurde, nachdem dort einiger Sach­schaden angerichtet worden war. von der Polizei abgeschlagen. Am Höfchen wurde ein Rational- sozialist von Kommunisten schwer verletzt. Trotz aller Bemühungen der Polizei strömten immer wieder die Unruhestifter am Markt und am Höfchen zusammen und versuchten, die Polizei anzugreifen. Mit allen möglichen Wurf-

geschoffen wurde die Polizei empfangen. Sn der Domstraße wurden Pflastersteine aus dem Boden geriffen und versucht. Barrikaden zu er­richten. Doch konnte die Polizei rechtzeitig ein­greifen und die Ruhestörer vertreiben. Mehrere Angreifer touben veletzt. Die Polizei nahm ewa 60 Personen, meisten» Kommunisten, fest.

Aus Der promnzialdauptstabt.

Dießen, den 17. Suni 1931.

Prof. Or. Otto Dingeldein.

Don Prof. Dr. jur. et phil. Karl Esselborn.

Professor Dr. Otto Dingeldein in Bü­dingen, der von 1886 bis 1924 an dem dortigen Gymnasium erfolgreich gewirkt hat, vollendet am 18. Suni sein siebzigstes Lebensjahr. Sn Romrod erblickte er als Sohn eines Pfarrers das Licht der Welt. Rach dem Besuch der Real­schule in Alsfeld und des Gymnasiums in Gießen, bezog er im Frühjahr 1830 die Universität, um kla(sische Philologie, sowie deutsche und franzö­sische Sprachwissenschaft zu studieren. Rach Ab­schluß seiner Studien im März 1884 wurde er zum Akzeß bei dem Gießener Gymnasium zuge- lasfen, erwarb im Suni des nämlichen Sabre» die philosophische Doktorwürde, wurde im Mai 1886 an dem Gymnasium zu Büdingen verwandt und daselbst am 27. Rovember 1887 auf Präsen­tation des Fürsten Bruno angestellt. Dort fand er an dem von seinem ehemaligen Gießener Lehrer Wittmann geleiteten Gymnasium so an- aenehme Verhältnisse, daß er, nachdem er im Sabre 1889 seinen Hausstand gegründet hatte, nie den Wunsch verspürte, aus dem oberhessischen Rothenburg fortzukommen.

Reben seinem Schulberuf war der Subllar auch noch schriftstellerisch tätig. Bon seinen Büchern wurden u. a. die im Sabre 1895 bei Emil Roth in Gießen erschienenen »Dreihundert kleine Auf­sätze erzählenden Snhalts für die Unterklassen höherer Lehranstalten, für Bürger-, Mittel- und Volksschulen" so beifällig ausgenommen, daß sie 1912 unter dem TitelSammlung Keiner Aufsätze usw." eine zweite vermehrte Auflage erlebten. Die vom 4. bi« 7. August 1901 begangene Drei» Hundertjahrfeier der alma mater Budingensis schilderte er in der Schrift:Die Subelfeier des (Dolfgang-Ernst-Symnasiums". Seine weitere schriftstellerische Tätigkeit besteht in Beiträgen zu Zeitschriften und zu Zeitungen, darunter auch demGießener Anzeiger" mit seiner Beilage Heimat im Bild". Um Sabre 1899 wurde ihm ter Charakter als Professor verliehen. Auf Grund des Abbaugesetzes wurde ec im Mai 1924 in den vorläufigen Ruhestand verseht, der aber ein endgültiger wurde.

Ohne agitatorisch hervorgetreten zu sein, ge­hörte er politisch und kirchlich er war von 1895 bis 1910 Mitglied der Hessischen Landes­synode der entschiedenen Rechten an. Wenn er einmal gesagt hat, daß er nie das gewesen sei. was man einen guten Schulmeister nenne, weil ihm die dazu notwendig erscheinende ziemliche Dosis Pedanterie gefehlt habe, so hat daS der nachhaltigen Wirkung seiner Lehrtätigkeit keinen Abbruch getan, und seine Schüler haben den angeblichen Mangel als einen Vorzug empfunden. Die Muße des Ruhestandes benutzt er zu Studien mannigfacher Art. Mit dem aus Brasilien ver­triebenen Raturforscher, Professor Dr. Hermann von Sbering, der seine letzten Lebensjahre in Büdingen verbrachte, verband ihn eine enge Freundschaft. Dingeldein ist dem Schein immer abhold gewesen. Aufrichtigkeit und Ehr­lichkeit sind die Grundzüge seines Wesens.

Musikalische Morgenfeier.

Sm Singsaal des Realgymnasiums veranstaltete am vergangenen Sonntag Frl. E. Felchner mit einigen ihrer Schüler eine Morgenfeier, bei wel­cher den Schülern Gelegenheit gegeben war, ihre Leistungen einmal einem breiteren Publikum öffentlich vorzuführen. Dabei erwies sich die Aus­bildung der einzelnen Zöglinge als auf recht guter Stufe stehend. Anschlagstechnik, Präzision im Spiel und musikalischer Vortrag zeigten sich durch­weg bei allen Einzelleist ungen. Günter Volk spielte, von seiner Lehrerin begleitet, u. a. kleine Stücke von Gretschaninoff geschmackvoll und sicher. Lotti Sasse zeigte in zwei Stücken von Zilcker eine sehr gute Musikalität. Karl Weigand be­wältigte Variationen von Händel und eine Ma­zurka von Asanskewsky mit gutem Erfolg und die fortgeschrittenste Schülerin. Sngeborg Poppert, wurde ihrer nicht leichten Aufgabe mit der Wie­dergabe einer Berceuse von Chopin und dem 1. Satz der Sonate pathetique von Beethoven ihrem Kön­nen entsprechend gerecht. 3m ganzen gaben die Leistungen der Schüler ein erfreuliches Bild von der Lehrtätigkeit Fräulein Felchners.

Der zweite Teil der Dortragssolge enthielt eine Anzahl Lieder und Duette für Sopran und Alt. Frau Gertrud Wehl (Gießen, 211t) und Frau Lore Michaelis (Frankfurt a. M., Sopran) hatten sich der Veranstalterin in liebenswürdiger Weise zur (Berfügung gestellt. Frau G. Weyl fang in eindrucksvollster Weise Lieder von Schu­bert und Brahms, und wirkte in der Art ihrer Snierl retation überzrugend. Ebenso gelang es Frau Lore Michaelis, die Hörer durch Lieder von Schubert in ihren Dann zu ziehen. Stimm­lich entfaltete sie wertvolle Rilltet und fang mit sicherer Einfühlung in ten jeweiligen Sttmmungs- gehalt der verschiedenen Werke. Schließlich seien noch vier Duette von Brahms erwähnt, bei deren Wiedergabe fi chidie beiden Damen in ausgezeich­neter Weife einander anpatzten. Die Tegleitung der Lieder hatte Frl. E. Felchner persönlich über­nommen.

Starker Beifall lohnte die Leist.'mgen der Schü­ler und insbesondere dir gesanglichen Darbietun­gen, so daß eines der Duette wiederholt werden mußte.

Taten für Mittwoch,. 17. Juni.

Sonnenaufgang 4.09 Uhr, Sonnenuntergang 20.42 Uhr. Mondaufgang 4.41 Uhr, Monduntergang 22.37 Uhr.

1810: der Dichter Ferdinand Freiligrath in Det- mold geboren: 1818: der Komponist Charles Gounod in Paris geboren; 1897: Sebastian

Kneipp, Förderer des Wasserheilverfahrens, tn Wörishofen gestorben; 1924: der Maler Walter Georgi in München gestorben.

Bornotizen.

Tageskalender für Mittwoch. Flugplatz-Caf^-Restaurant: Gartenkonzert, 20.15 Uhr. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die Pri­vatsekretärin".

Der Deutschnationale Hand- lungSgehilfenverband. Ortsgruppe Gie­ßen, hält am Donnerstag. 20.30 Uhr. in seinem Dereinsheim feine Monatshauptversammlung ab. RähereS in der heutigen Anzeige.

Tanzturnier in Bad-Rau heim. Am kommenden SamStag. 20. 3uni. findet im Kurhaus zu Dad-Rauheim ein große» 3nter- nattonales Tanzturnier um die Meisterschaft von Europa für Amateure und Professionals statt. 3ntereffentcn feien besonders darauf aufmerk­sam gemacht. Rähere» in der heutigen Anzeige.

Straßen - Münzfernsprecher in Betrieb. Die beiden neuen Münzfernsprecher, di« am Oswaldsgarten und an derLicher Straße errich et wurden, tonn en nunmehr dem Verkehr übergeben werden. Ein Stadtgespräch kostet 10 Pfennig. Ferngespräche, die von den Te- lephonzrlten aus cbensalls geführt werden können, werden durch das Fernamt vermittelt. Diese Fern­gespräche, über deren Preis jeweils das Telephon­amt Auskunft gibt, können auch am Mürtzfemspre- cher bezahlt werden, da der neue Apparat mit vier Einwurfschlihen versehen ist, in die Markstücke, 50-Pfennig-, 10-Psennig- und 5-Pfennigstücke ein­geworfen werden tonnen. Gleichzeitig mit den Münzfernsprechern wurden au<b dieMarken- Automaten der Post an diesen Fernsprech­stellen in Betrieb genommen.

** Todesfälle inGiehen. Es txrrftarben in Gießen in der Zeit vom 1. bis 15. Suni: 2.: Karl Wittgen, Kellner, 42 Sah re, Reuenweg5; 3.: Anton Krick, ohne Beruf, 82 Sabre, Sand- gaffe 11; Marie Mann, geb. Peimann, 47 Sabre, Schanzenstraße 16; 4.: Else Hebstreit geb. Hof­mann, 38 Sabre, Bahnhofstraße 53; Friedrich Kreiling, Wertstättenvorsteher i. 2t, 71 Sahre, Schützenstraße 21; 5.: Lorenz Schmitt, ohne 2Jeruf, 71 Sabre, Lindenplatz 7; 7.: Karl Huhn, ohne (Beruf, 76 Sahre, Rittergasfe 23; 8.: Wilhelm Müller, Oberbahnassistent i. R., 81 Sahre, Alicen- straße 36; 10.: Karl Dapper, Reservezugführer i. 2t, 52 Sahre, Sohannesstraße 5; 11.: Werner Schickedanz, 5 Sahre, Cötoengaffe 11; 12.: Philipp Vinson, Handlungsgehilfe, 77 Sahre, Plock- strahe 6.

** Schwerer Sturz vom Fahrrad. Ge­stern nachmittag stürzte der Polizeihauptwachtmeister Becker, wohnhaft Schulstrahe 3, der mit seinem Fahrrad die Hammstraße entlang fuhr und anschei­nend mit den Reifen in den Schienen hängen blieb, so schwer, daß er von der Freiwilligen Sanitäts- tolonne sofort nach der Chirurgischen Klinik gebracht werden mußte. Der Bedauernswerte hat eine Ge­hirnerschütterung erlitten; sein Befinden gibt jedoch erfreulicherweise zu ernsteren Bedenken keinen An­laß.

** Unfall beim Spiel. Auf einem hiesigen Schulhof kam ein 8jähriger Junge namens Roll (wohnhaft in der Brandgasse) beim Ballspiel mit einigen anderen Jungen so unglücklich zu Fall, daß er einen Knöchelbruch erlitt, der seine Ueberfuhrung in die Klinik notwendig machte.

"UmdasDeutscheTum.undSport- a b z e i ch e n. Eine Abnahme der Prüfung im Schwimmen für das Deutsche Turn- und Sport­abzeichen findet am Freitag von 18 bis 20 Uhr in der Müllerschen Badeanstalt statt.

** Der Hessische Beamtenbund hält am nächsten Sonntag, 21. Juni, seinen 12. Bundestag in Jugenheim a. d. B. ab. Im Rahmen der Tagung wird Chefredakteur Hehlern (Berlin) über das ThemaDolksnot und Berufsbeamtentum" sprechen.

Aus aller Welt.

Das Zlugprogramm desDo X.

Reuyork, 17. Juni. (WTB. Funkspruch.) Rach einer Meldung derAssociated Preß" aus 9t i o b e Janeiro wirdDo X" am Mittwoch von R a t a l nach Bahia fliegen und von dort am Donnerstag nach Victoria. Am Samstag erwartet man das Flugschiff in Rio de Janeiro, wo die Regie­rung und die Deutsche Kolonie einen Empfang ver­anstalten werden. Man rechnet mit einem 14tägigen Aufenthalt desDo X" in Rio; möglicherweise wird er dann einen Flug nach den USA. unternehmen.

D-Zug überfährt Kraftwagen. Zwei lote.

Nordhausen, 16. Juni. (TU.) In unmittel­barer Nähe des Bahnhofes P u st l e b e n der Bahn­strecke HalleKassel ereignete sich heute nachmittag ein schweres Unglück. Ein mit zwei Personen besetz­ter Kraftwagen mit dem Kennzeichen IY wurde von dem fahrplanmäßigen D-Zug 106 BreslauScher­fede überfahren und vollständig zertrümmert. Die beiden Insassen, der Fabrikant Karl K a r t h a u s und seine Frau aus Gladbach-Rheydt, waren auf der Stelle tot. Der Bahnübergang war mit Schran­ken versehen, die jedoch nicht geschlossen waren.

Unfall auf dem Bahnhof Düren.

Düren, 17. Suni. Auf dem Dürener Dahn- Hof ereignete sich am Dienstag gegen 23 Uhr ein Unfall. Beim Rangieren sprangen zwei Geräte- toagen aus dem Gleis und stürzten die etwa sechs Meter hohe Mauer auf die Cisenbahnstraße hin­ab, während die Lokomottve auf dem Gleis stehen blieb. Die beiden Wagen wurden voll­ständig zertrümmert. Menschen kamen zum Glück nicht zu Schaden.

Slraßenbahnzufammenstotz in Stuttgart

Stuttgart, 16. Suni. (WTB.) Sn der Wllhelmstraße stießen heute nachmittag zwei Straßenbahnzüge zusammen. Drei (Sa­gen wurden zertrümmert. Dabei wurden zwei Personen schwer und zwölf Personen Haupt» sächlich durch Glassplllter leicht verletzt. Der Unfall feil durch Versagen der Bremse des einen Motorwagens verursacht worden sein.

Zwei Bergsteiger verunglückt

Genf, 16. Juni. (WTB.) Am letzten Samstag waren zwei Genfer Bergsteiger zur Besteigung des

Verantwortlich für Politik: i. D. Ernst Blumschein.

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Greppon (Mont Blanc-Gruppe) von Chamonix aus aufgebrochen. Ein heftiger Wind gestaltete den Auf­stieg besonders schwierig. Man say die beiden Dera- fteiger zuletzt am Sonntag zwischen 16 und 17 Uhr auf dem Gipfel der Greppon. Seitdem hörte man nichts mehr von ihnen. Am Montaasrüh brad) eine Rettungskolonne auf, die nach mühseligem Suchen die beiden schrecklich zerstümmelten Leichen der Bergsteiger fand. Sie lagen am Fuße einer Fels­wand und waren 700 bis 800 Meter abgestürzt.

Kunst und Wiffenschast.

Versteigerung der Sammlung Reines.

München, 16. Juni. (CNB. Eigene Meldung.) Die Versteigerung von Gemälden des 14. bis 18. Jahrhunderts aus der Sammlung Nemes er­brachte heute einen Erlös von 1800 000 Mark. Ein Gemälde von Frans Hals,Bildnis eines Ge­lehrten", wurde für 86 000 Mark ersteigert. Rem­brandtsFabius Maximus" erzielte die chöchft- summe von 335 000 Mark; es ging wie die meisten Stücke nach Amerika. Ein zweiter Rembrandt, Saskia als Athena", brachte 80 000 Mark.

Berliner Börse.

Ser (In, 17. Juni. (WTB. Funkspruch.) Nach der überwundenen Regierungskrise konnte man im heu­tigen Frühverkehr, nachdem schon in den späten Abendstunden höhere Kurse genannt worden waren, eine weitere starke Beruhigung feftstellen. Die len- denz war bet allerdings noch kleinem Geschäft als fester zu bezeichnen. Man hörte JG.-Farben mit 120,50 (Geld), Schuckert mit 105,50, Siemens mit 136 zu 137 und Salzdetfurth mit 169 zu 170. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 124,20, gegen Mailand 92,92, gegen Madrid 48,25, gegen Kabel 4,8643, gegen Berlin 20,4925, Kabel gegen Berlin 4,2130.

Die Wetterlage.

O voftentox.O nenn, o naro oe<je<«L »woiaiQ. »veoccir eReoet # Sehnte a Qreuptin MtDtl "K Or*filter.(§)Uind5tillc.O^ sehr reichtet Ost y massiger lüdsOdwesi q $turmi$<nei nordwest Sie Pfeile fliegen mit dem winde Die oeinen Stationen dienenden zan» len gehen die Temperatur an. Oie Limen verhindert Orte mit gleichem auf neeresniveau umgerechneten Luftdruck

Wettervoraussage.

Die Erhitzung des Festlandes schreitet bei meist südlichen Winden und kräftiger Sonnenstrahlung weiter fort, was ein langsames Fallen des 25aro- meters zur Folge hat. Somit wird der hohe Druck nach und nach abgebaut und dem (Deiterzug der Atlanttkstörung freie Bahn gemacht. Wenn sie auch mehr nordöstliche Zugrichtung einschlägt, so gelangt doch durch die über dem südlichen Teil der britischen 3nfeln bereits herrschenden West­winde kühle Luft nach Deutschland, was Anlaß zu Gewitterstörungen geben kann.

Aussichten für Donnerstag: Nach wei­terer Erwärmung vorübergehende Gewitterstörungen mit leichter Abkühlung.

Der richtige Weg zur Erlangung blendend weißer Zähne