Ausgabe 
17.4.1931
 
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in Homberg.

rll. Auf dem gestrigen 8E aulgetrieben, alte Tiere wurden )t bis dreizehn Dvchrn gezahlt. Der yesW-. blieb nur ein geringer

n Marburg.

lpril Dem heutigen 1 185 Tiere, darunter flottem HaM kosteten 'i8 20, 6 bis 8 Wochen Dvchen alte 24 bii 28. f das Stück.

»uitenmarkt.

»egenüber dem festeren ifen Verlauf namentlich d erneut hatte bessern Vörsenerösfnung ziem- handelsrechtlichen Lie- h gegen iKn gärigen nbeöeutenöe Preisocr- lulirvtzM tarn rS auf x Wag um 1,25 OKI.

sich das erWndig- egs verstärkt, dagegen bei den gegenwärtigen mehr Drrkaus-lustt daS behauptet. Weizenmehl Sefchäft, während Äog- -wzentige Ausmahlung Muhlcnosserten waren iser« und GersteMarkte ungen der letzten Zelt eingetreten', eine Zu' »war nicht zu verzeih lefchwächt», fflffl W ) September 234,25i H ir 193 bis 195 M &20lbÄ raugerste 2^1 biS 250 lnisttiegerste 224 b^24O t, 181 bi» lKlmA M 200,25 biS I98.H

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Oberheffen.

LanSkreis Gictzcn.

£ Wieseck, 17. April Unfere Mitbürger Iohannes Aff und feine Ehefrau Elisabeth ge­botene Linden ftruth feiern am Samstag, 18.April, das Fest der goldenen Hochzeit. Herr Aff hat über 30 Jahre in unserer Gemeinde Nachtwächtcrdienst versehen.

X OBiefecf. 16. April. 3n diesem Jahr wur­den hier 32 Konfirmanden (17 Knaben und 15 Mädchen) eingesegnet. .....

+ Wieseck, 16. April. Unsere hiesige Volks- und Schülerbücherei hat im ersten Jahre ihre« Bestehens an 535 Entleiher rund 5000 Bücher ausgegeben. Mit diesem sehr erfreulichen Ergebnis hat die neue Einrichtung den Nachweis ihrer Notwendigk.it erbracht. Besonders im Win­ter wirkte sich die starke Arbeitslosigkeit in einer gestetger'en Nachfrage nach Büchern auS. Der Bücherbestand stieg von 341 an Ostern 1930 auf rund 500 an Ostern 1931 dank finanzieller Unterstützung durch Schule, Volkshochschule, Spar- und Darlehnskasse und dank zahlreicher Bücherstistungen auS dein Leserkreis. Aber noch ist der Bücherbestand im Verhältnis zu der äußerst regen Benutzung zu gering. Hm allen Erwerbstätigen die Benutzung der Bücherei zu ermöglichen, werden im neuen Schuljahr nicht nur Freitags von 17 bis 19 Hhr, sondern auch noch Freitag« von 20 bi- 21 Hhr in der Noten Schule Bücher ausgegeben werden.

§ Beuern, 16. April. Am Sonntag wurden in der hiesigen Kirche durch Pfarrer Schmitt sechs Kinder, zwei Knaben und vier Mädchen, eingefegnet.

5 Wirberg, 16. April. Am zweiten Oft er­friert ag wurden im Kirchspiel Wirberg auf dem Wirberg zehn Kinder, vier Knaben und sechs Mädchen (Beltershain ein, Göbelnrod Awei, Har­bach vier, ReinhardShain zwei unb Wirberg ein) Tonfirmiert. Auf dem BeitSberg wurden sechs Kinder, zwei Knaben und vier Mädchen, ein- gesegnet.

Steinbach, 17. April. Am morgigen Sams­tag. 18. April, feiern der in Steinbach Hauptstr. 67 wohnhafte Landwirt Karl Haas I. und dessen Frau geb. Steil das Fest der goldenen Hochzeit.

Leihge st em. 16. April. Die Eheleute Ludwig Jung und Frau Marie, geb. Euler, feiern in dieser Woche daS Fest der golde­nen Hochzeit. Der Jubilar steht im 73., seine Ehefrau im 77. Lebensjahr. Beide erfreuen sich noch bester Gesundheit und verrichten ihre häus­lichen und landwirtschaftlichen Arbeiten in aller Nüftigkeit.

O H 0 l z h e i m, 16. April. Am letzten Sonntag wurden in unserer Kirche erstmalig durch Pfarrer Schmidt vier Kinder konfirmiert. Am gleichen Vormittag fand auch die Konfirmation in der Filialgcmeinde Dorf-Güll statt. Obwohl das Fi­lialdorf nur 1/3 der Einwohnerschaft von Holt­heim hat, zählte man dort doppelt so viele

Oke Jungen wollen n'cht mehr den Berus der Väier ergreifen. Don Diplom.Volkswirt Or. Bottenbacher, Arbeitsamt Gießen.

Es gab eine Zeit, in der es fast zur Regel gehörte, daß der Sohn, wenigstens einer der «ohne, den Beruf des Vaters erlernte. Es war die Zeit der Ortsgebundenhcit, in der von Weltverkehr und großer Industrie kaum die Rede war, in der Landwirtschaft und Handwerk dominierten. Die Väter waren meist noch selbständig und hatten Pro- duktionsmittel zu vererben. Berufsmöglichkeiten gab es verhältnismäßig nicht alluviel. In ganz natür­licher Verkettung der Lebensumstände haben Vater, Sohn und Enkel die gleichen Berufe ausgeubt.

Das ist heute anders geworden. Die fortschreitende Technik hat die Wirtschaftsoerhältnisse grundlegend verändert und auch die Berufstradition oer Familie nicht verschont. Nach selbständig wirt- schäftenden Vätern sind Lohnarbeiter. Angestellte und Beamte gekommen, die wenig oder gar nichts und vor allem keinen Beruf mehr zu vererben haben. Die mit Schlagbäumen verbarrikadierten sog Stabt- wirtschaften haben sich dem Weltverkehr geöffnet, die Industrie hält ihren Siegeszug. und aus wenigen Berufen sind Tausende geworden. Mit der Freizügig- kcit im Handel, Verkehr und Gewerbe wurden auch viele Menschen in ungebundene Erwerbsoerhältnisse freigesetzt, unter denen die Berufswahl nun zur Qual geworden ist.

Man weiß, wie wenig Jungens heute noch den Beruf des Vaters erlernen wollen, wie häufig Väter

selbst von ihren eigenen Berufen abraten und mehr Hoffnung auf irgendeinen anderen Beruf setzen. Dir haben nun statistisch folgende Feststellung gemacht:

Aus drei Jahrgängen (1929, 1930, 1931) wurden 4686 für die Berufsberatung des Arbeitsamt Gießen bestimmte Knaben-Schülerkarten daraufhin geprüft, wie oft der vom Schulabgänger selbst angegebene Berufswunsch mit dem ebenfalls anzugebenden Be- ruf des Vaters übereinstimmt. 749 Starten enthielten keine Angaben über den väterlichen Beruf: bei den restlichen 3937 (100 v. H) stimmten auf 746 Starten (18,95 0. H.) Berufswunsch des Schülers und väter­licher Beruf überein. Dabet handelte essich wesentlich um die Berufe des Landwirts und Maurers Huf 3191 Starten (81,05 v. H) wünschten sich die Knaben einen anderen als den Berus des Vaters. Dazu zählten wir aus naheliegenden Gründen auch die Starten ohne Angaben eines bestimmten Berufs- wunsches, weil nach Erfahrungen der Berufsberatung solche Schülv in der Sprechstunde gewöhnlich eben­falls keinen ober einen anberen als ben väterlichen Beruf wünschen. Bei 1712 Knaben, btc bis zum 1. April 1931 bie Berufsberatung in Anspruch nah­men, ließen mir ben in ber Sprechstunbe zuerst geäußerten Berufswunsch gelten. Also 8 1 0.H. ber Jungens wollen (bzw. sollen) nicht mehr werben, was btc Väter sinb.

Konfirmanden. In Holzheim wurden 16, in Dors- Güll sieben Kinder in die Schule neu ausge­nommen.

s. T r a i S - H 0 r l 0 s f, 15. April. Am Sonn­tag wurden die Konfirmanden unsere- Kirchspiel-, zu dem noch bi? Filialen Htphe und Inheiden gehören, gemeinschaftlich «ingefeg- net. Die Mutte rgemcinde hatte drei, Htphe fünf und Inheiden drei Konfirmanden.

S. Htphe, 16. April. Dieser Tage feierte der älteste .männliche Einwohner unseres Dorfes, der Landwirt und Drechsler Georg Fried­rich Beltze r, seinen 9 0. Gebur tStag. Der alte Herr hat sich bis in sein Greisenalter er­staunliche Gesundheit und Frische bewahrt.

Kreis Alsfeld.

-er. Homberg. 16. April. In den beiden der Mitteldeutschen Hartstein-Industrie gehörigen Steinbrüchen in den Distrikten Nothe Kuh und Nieder-Ofleiden konnten in den letzten Tagen eine Anzahl Arbeiter neu eingestellt werden. Im Nieder-Ofleidener Betrieb er­eignete sich ein Unfall Ein Arbeiter geriet zwischen zwei Förderkörbe und erlitt schwere Verletzungen. Am vergangenen Sonntag wur­

den in unserer Stadtkirche 10 Kinder, 4 Knaben und 6 Mädchen, konfirmiert.

Kirche und Schule.

Grünbcrg, 16. April Die Osterkon- serenz der Pfarrer des Dekanates Grünberg sand am Dienstag statt. Dekan Schmidt (Grün- berg) begrüßte neben den zahlreich erschienenen Psarrern den Superiutendenten Oberkirchenrat D. Wagner. Die Eröfsnung-andacht hielt Psarrer Beyer (Lardenbach). Nach Erledigung der geschästlichen Angelegenheiten hielt Pfarrer N e i ch e r t (Nieder-Gemünden) einen Vortrag über:Eine alt- und neutestamentliche Betrach­tung eines Fünfzigjährigen". Der Vortrag, der eine Auseinandersetzung mit der dialektischen Theologie brachte, sand freundlichen Beifall und löste eine längere Aussprache über diese neueste Form der Theologie auS. ES fand ferner eine Aussprache über die Vorlagen zum Landes­kirchen tag statt. DaS Kirchenzuchtgeseh wurde ein­gehend besprochen und ebenso daS Gesetz über das Kirchnotgeld. Der Superintendent machte außerdem noch einige Mitteilungen über die ge­plante Vereinigung der Landeskirchen. Der Dcka- natSkirchentag, der hx diesem Jahr gehalten wer­

den muß, wurde zum Schluffe einer vorbereitms» den Besprechung unterzogen. Der Ort, wo der Dekanatskirchentag stattfinden soll, wurde noch nicht sestgelegt.

K Münzenberg. 16. April. An den beiden letzten Tagen sand hier die IahreStagung der Nieder-Wöllstädter Konferenz statt, die aus gan* Helfen gut besucht war. Unter der Leitung von Psarrer Lenz (Gießen) sprachen am D icnStagnachmittag Pfarrer und Missionar IN. Groh (Gießen) über .heidnisch« Gebet« und darin enthaltene Spuren einer reineren monotheistischen Gotteserkenntnis" und Psarrer Hilt (Dalsheim) über .die neuesten Bibelüber­setzungen". Qlm zielen Tag sprach Psarrer T h a e r (G.o-HmstaX) üb.r ,d e b.b i'chen Aus- erstehxmgSberichte und Karl Dartys Schrist über die Auferstehung". Alle Vorträge sanden ein« eingehende Besprechung.

kirchliche Jlachntbfen.

Israelitische Religlon»gemelnbe. Gottesbienst in ber Synagoge (Sübanlage). Samstag, 18 April. Dor- abenb: 7.15 Uhr; morgens 8.30; Predigt; abends 7.35 und 8.15 Uhr.

Der Spiegel lügt nicht ...

rückhaltlos sagt er, was an Körper- und Nerven­pflege vernachlässigt wurde. Schönheit und Nervosität vertragen sich /tun mal nicht mit­einander. Wer seinen Nerven Zumutungen stellt, die über ihre Leistungsfähigkeit hinaus­gehen, dem leichnen sie leicht die Quittung Ins Gesicht. Zur Schönheitspflege gehört Nervenpflege. Melden Sie das Genußgift Coffein. Schonen Sie Herz und Nerven durch Kaffee Hag, den vorzüglichen echten Bohnen­kaffee ohne Coffein. Schönheit, Genuß und Gesundheit durch Kaffee Hag.

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Bekanntmachung.

Folgende Steuern und Abgaben werden hierdurch zur Zahlung bis spätestens 25. April 1931 einschließlich gemahnt:

1. VI. Ziel vorläufige Gemeinde-, Kreis- und Provtnztalumlage einschließlich vorl. Sondersteuer 1930, sowie die in­folge nachträglicher Veranlagung bis Ende März 1931 zu zahlenden Be­träge;

2. Schulgeld für die Hessische Studien- anstatt für März 1931;

3. Wohnungsmiete aus städtischen Häu­sern für uRärx 1931;

4. 4. Rate des Anteils an Müllabfuhr- und Straßenreinigungsgebühren für Rechnungsjahr 1930;

5. II. Rate ber Bürgersteuer 1930:

6. 34. Ziel Beitrag zur Hessischen

Hanbwerkskammer 1930.

Rach Ablauf dieser Frist erfolgt Einzug ber rückstänbigen Beträge auf Kosten ber Schulbner. Außerbem werben bei Zahlung bes 6. Ziels Steuer Berzugszinsen erhoben.

Gießen, ben 16. April 1931.

___________Stabtkasse Gießen.___________

Zwangsversteigerung 81/30

Am Donnerstag, bew 11. Dual 1931, vormittags 9 Uhr, wirb im Amtsgerichts- gebäube, Zimmer 106, bas im Grunbbuche von Gießen a) dem Ferdinand Alffen in Gießen, b) der Amalia Alffen geb. Hahn, besten Ehefrau, zugeschriebene Anwesen Eichet Straße 29 2698D

Jlur 3, Nr. 27V!« = 186 qm hofreite,

Flur 3, Nr. 273'/.« = 159 qm Grabgarlen

geschätzt 25 263 Reichsmark, versteigert

Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, Stadthaus, zur Einsicht ausgehangt.

Gießen, ben 13. April 1931.

3. A. bes Hessischen Amtsgerichts Gießen:

Leo, Ortsgerichtsoorsteher.

Einladung

^ur diesjährigen ordentlichen Generalver- fammlung auf Sonntag, ben 3. Mai d. 3n nachmittag» 2 Uhr. in ber Volkshalle, dahier. 2708D

Tagesordnung:

1. Rechnungsablage.

2. Beschlußfassung über Verwendung des Reingewinns.

3. Vorlage bes Reoisionsberichts.

4. Statutenänderung.

5. Verschiedenes.

Die Rechnung und Bilanz pro 1930 liegen vom 20. April 1930 av acht Tage im Geschäftszimmer zur Einsicht der Ge­nossen offen.

Londorf, den 16. April 1931.

Mit genossenschaftlichem Gruß!

Spar- und Vorschuh-VereinRabenau" zu Londorf e. G. m. b. h.

Der Aufsichtsrat: H a s s e l b a ch , Dors.

Zwangsversteigerung 6/31

Am Freitag, dem 15. Mai 1931, vor­mittag» 9 Uhr, wirb im Amtsgerichts- gebäube, Zimmer 106, das im Grunbbuche von Gießen bem Karl (Euler und Ehefrau Marie geb. Wenzel in Gießen ;u je % zugelchriebene Anwesen Kirchstraße 13

Flur 1, Nr. 1150 - 631 qm hofreite, geschaht 34 995 Reichsmark, versteigert. 2201V

Die amtsgerichlliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20 (Stadthaus), zur Einsicht ausgehängt.

Gießen, den 24. März 1931.

3 A. des Hessischen Amtsgerichts Gießen.

Leo. Ortsgerichtsvorsteher.

Geschäfts-Drucksachen Rechnungen

Briefblätter

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