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Taaung des hessischen Turnlehrervetein-.
WDR. Mainz, 14. März. Die in der Turnhalle des Turnvereins von 1877 tagende Hauptversammlung des hessischen Turn- lehrcrvcreins erfreute sich eines sehr guten Besuches. Der 1. Vorsitzende, Luley - Darmstadt, begrüßte die Erschienenen, in Sonderheit den Vertreter des badischen Turnlehrervereins. Zur Verhandlung stand die Ausbildung der Turnlehrer und Turnlehrerinnen, die Spielnachmittag und die Reichsverbandswettkämpfe. Sämtliche Punkte lösten eine lebhafte Aussprache aus. Als deren Ergebnis wurde beschlossen, bei der hessischen Regierung einen Antrag einzubringen dahingehend, daß der Turnunterricht an den höheren Schulen ganz in die Hände von fachlich vorgebildeten Lehrkräften gelegt wird. Als nächster Tagungsort ist Darmstadt vorgeschlagen worden.
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Kullmverband Hessen und Sessen-Aussau.
Tagung in Dad-Rauh<im.
■=» Dad-Vauheim, 16. März. Am Sonntag hielt im Sprudelhotel der im Herbst vergangenen Jahres in Gießen als Landesverband der Gesellschaft für Volksbildung gegründete Kulturverband Hessen-Hessen-Aassau seine aus allen Teilen des Verbandsgcbiets, auch von Gießen, zahlreich besuchte Frühjahrstagung ab. Sie wurde vom Vorsitzenden, Studicnrat Dr. Kalischek (Wiesbaden), geleitet. Es sprachen für die Regierung Regierungsrat Dr. Grein vom Kreisamt Friedberg, der die Aufgaben der Volksbildungsbestrebungen in dieser Zeit materieller Rot mit Rachdruck unterstrich, und für die Stadt Dad-Rauheim Bürgermeister Dr. Ahl, der die freiwillige, nicht mit öffentlichen Mitteln arbeitende Tätigkeit des Verbandes besonders anerkannte.
3n öffentlicher Versammlung sprach dann der Vorsitzende der Gesellschaft für Volksbildung, Dr. H. P ach nicke (Berlin), über das sehr zeitgemäße Thema „Deutsche Bildung, deutsche Zukunft". 3n der Besprechung der einzelnen Dildungsmittel gab der Redner wortvolle Anregungen für die praktische Bildungsarbeit an Erwachsenen. Dabei wurde betont, daß Dolksbildungsvereine und Volkshochschule nichts Gegensätzliches sein dürften, sondern sich ergänzen müßten. In den parteipolitischen Kulturbünden sieht der Redner eine Gefahr, die zur Zerschlagung des gesamten Kulturgutes führen könne. Rur Bildungseinheit, wie sic von der neutralen Gesellschaft für Volksbildung seit 60 Jahren angestrebt werde, führe zum wahren Volksstaat. Der Redner ruft alle Volksbildner zur Mitarbeit anderPflege des Gemeinschaftssinnes auf, denn von der deutschen Bildung, die auf Staats- und Volksgemeinschaft hinziele, hänge nicht zuletzt die deutsche Zukunft ab.
lieber „Vortragswesen und Wirisch a f t s n o t" sprach ebenfalls in sehr anregenden Ausführungen der Leiter der Abteilung für Vortragswesen in der Gesellschaft für Volksbildung, Dr. Otto Henning (Berlin, früher Gießen). 3n der lleberspannunq des Sport-
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Das Wucht-Prinzip in der Lastwagen-Konstruktion.
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tatsächlich wiegt. Dies entspricht V/lkdem Gewicht, dos vollbelo
dener Lastwagen trogt, wenn er k V £■ 2 KILOGRAMM 1 ■ stillsteht
Der sozialdemokratische Antrag wird darauf gegen die Stimmen der Kommunisten und des Landvolks angenommen.
Gchulaufbau
und Berechiigungswefen.
Vor einer Vereinbarung der Länder über eine „mittlere Reife".
Berlin, 16. März. (TU.) Eine neue Kon- feten^ über die Fragen des EchulaufbaueS und des Berechtigungswesensd ließ das Rcichsministerium des 3nnern brr vor längerer Zeit veranstalteten Aussprache mit den Wirtschaftsverbänden folgen. DreseS Mal waren die Lehrer- und Lchrerin- nenverbände aller Schulgattun- gen: Höhere Schule. Mittelschule. Volks- schule Berufs- und Fachschulwesen eingeladen. Die Vertreter der Verbände wurden durch Ministerialdirektor Pcllengahr von den Abfichten des Rcicbsministcriums des 3nnern unterrichtet. Es ist ein Ausschuß eingesetzt, der die Frage der Vereinheitlichung bearbeiten soll und für dessen Arbeiten die von den Verbänden geäußerten Anregungen von besonderem Wert sein würden. Dem Problem dcr Uebersüllung von höherer Schule und Hochschule durch solche Schüler und Studenten, d?ren Begabung sie auf mehr praktische Berufe hinweift kann nur durch eine zweckmäßigere Ausgestaltung des Be rech trau g s w e s e n s Vorgel eng. werden. Eine Vereinbarung der Länder über e.ne „mittlere Reif e", die sowohl über Volksschule und entsprechenden Aufbau, wie über die von der Volksschule aus zugänglichen Fachschulen ebenso wie durch den Abschluß einer Mittelschule oder die der Untersekunda einer höheren Lehranstalt erworben werden kann, steht vor dem Abschluß. Sie wird die Gleichwertigkeit dieser Bildungsgänge unter dem Gesichtspunkt der Berufsreife anerkennen
Die Vertreter der Organisationen sprachen sich einmütig für die Rotwendigkeit einer stärkeren Vereinheitlichung des deutschen Schulwesens aus. Auch die Gründzüge einer Vereinbarung über die mittlere Reife, durch die den mehr praktisch gerichteten Begabungen der Weg in die Mittelschicht des Berufslebens auch über Volksschule und Fachschule geöffnet werden soll, fand grundsätzliche Zustimmung.
Kleine politische Nachrichten.
Der Reichskanzler empfing die aus Rußland zurückgekehrten Wirtschaftssachver- st ä n d i g e n zur Fortführung der in der vergangenen Woche begonnenen Besprechungen. Außer dem Reichskanzler nahmen an den Besprechungen teil Rcichsfinanzminister Dietrich, Reichsar- beitSministcr Dr. Stegerwald, Staatssekretär im Reichswirtschaftsministerium $r e n holen b u r g, Reichsbankpräsident Dr. Luther und von der preußischen Regierung Finanzminister Dr. Höpkcr-Aschoff und Handelsminister Dr. Schreiber. Die Besprechungen sollen f o r t g ef ührt werden. Schwierigkeiten bereiten vor allem die Frage der AusfallSbürg- schäft. Auch die Frage der Vorfinanzierung der neuen Russenaufträge ist noch nicht endgültig gelöst.
3m Laufe des späten Montagnachmittags und abends trat in dem Befinden des früheren Reichskanzlers Hermann Müller eine Verschlimmerung ein. ^insbesondere machte sich im Laufe des Rachmittags eine starke Schwäche bemerkbar. Die Aerzte sehen den Zustand des Kranken als s e h r e r n st an.
Die Reichstagsfraktion der Deutschnatio- nalen Volks Partei hielt am 16. März eine stark besuchte Sitzung ab. Namens der Fraktion beglückwünschte der Abg. Berndt den Vorsitzenden der Fraktion Dr. O b e r f o h r e n zu seinem 50. Geburtstage. Danach wurden in einmütiger Beurteilung der politischen Lage d i e R i ch t l i n i e n d e r k o m . menden Arbeit festgelegt. In scharfer Form wurde, und zwar namentlich seitens der landwirt- schaftlichen Abgeordneten, an den Ausführungen Kritik geübt, die der Minister Schiele auf der gestrigen Weimarer Tagung seiner jetzigen Partei gemacht hat.
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1 begründet den sozial, rg. Er wird dabei forttoäb- ^unistische Zwischen. 4en. Vollmann antworte!^ fälle werden im Lande t^i sehr schlechten Sinbrud öande der Welt sind politische I wie in Deutschland. Das ift I r Doll und Kultur.Dir I politischen Mordtaten alle I rtcilen alle Täter, gleichviel I igehörerr. Wir verlangen bei I lies gegen diejenigen, die mit I »a(t dir Gegner ihrer Politik I Die Danditen und Totschlä« I i politischen Meinungslamps 1 en politischen Mördern und I ürhcbcrn ihrer Morbe muh I rk gelegt werden.
(Chr.-Soz.Bb-s ertlärt, feint I die entschliche Art bc- poli- I t er heute geführt wirb. 3m 300 Menschenleben in I olitischen Mordtaten I Ilen. (hört! Hört!)Ne/oildett I I solche Mrber von manchen j Helden gefeiert meM I 11 Mord, auch wenn er V® I
Gegner richtet. Mir wollen I Meinungslamps nicht nur ben I ibern auch scbe persan- I ausung. Brun Sinai oerla i/tut, um solchen Gewalttat^
gedankens sehe er eine Vernachlässigung der geistigen Seite unseres Volkslebens. Wie hier ein zeitgemäß volkstümlich auSgestaktetes Dor- tragswesen als Gegenpol wirken kann, zeigte der.Redner im einzelnen auf. Die WirtschaftS- not zwinge aber zu mehr Planmäßigkeit und Oekonvmie im Vortrag sw esen , wenn es erfolgreich, d. h. einem Riedergang der Kultur cntgegcntoirfen_ solle. Beiden beifällig aufgenommenen Vorträgen folgte eine ausgedehnte Besprechung wichtiger Fragen der praktischen Volksbildungsarbeit, woran sich u. a. auch Professor Dr. H o r n e f f e r (Gießen) mit sehr wertvollen Anregungen beteiligte.
Der geschäftsführende Vorstand wurde wie folgt bestätigt: Studienrat Dr. Kalischek- Wiesbaden (Vorsitzender), Dr. Dönges-Dillenburg, Lehrer Haas- Worms, Dr. Henning- Berlin. Dem erweiterten Ausschuß, der bei der Herbsttagung noch ergänzt werden soll, gehören an: Schulrat Hassinger-Darmstadt, Kreisschulrat Lorentz- Lauterbach, Studienrat Dr. F o r st m aie r - Fulda, Lehrer Machenheim e r - Wiesbaden, Rechtsanwalt Dr. H o s f - m a n n - Darmstadt, Magistratsrat Keßler- Siegen. Rössel- Höchst a. M., Prof. Dr. S ch ä - f e r - Friedberg.
die Wege fallen. Augenblicklich wird die Woge bis zum dop- peltenGewicht ousschlogen.Dies entspricht der Wucht der Stöße, die ein Lastwagen während der Beladung und Fahrt auszuholten not.
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Wettervoraussage.
Das skandinavische Hochdruckgebiet hat sich erheblich verstärkt und dabei südlich ausgcbrcitct, so daß cs ganz Zentraleuropa mit in seinen Bereich nimmt. Die aus ihm aussließcnden Kallluftmasscn haben in Deutschland während der letzten Nacht den Frost wieder etwas stärker werden lassen. Da der Hoch- druckeinfluß anhält, werden auch die Temperaturen weiterhin durch Ein. und Ausstrahlung sowie durch kontinentale Kaltluft bestimmt und zwischen Tag und Nacht stärkere Gegensätze behalten.
Aussichten für Mittwock: Meist heiter und trocken, Nachtfrost, tagsüber wieder Erwärmung.
Aussichten für Donnerstag: Fortdauer der herrschenden Wetterlage.
Lufttemperaturen am 16. März: mittags 7,2 Grad Celsius, abends 1,5 Grad, am 17. März: morgen» —1,1 Grad. Maximum 7,5 Grad, Minimum —1,8 Grad. — Erdtempcraturen in 10 cm Tiefe am 16. März: abends 0,6 Grad: am 17. März: morgens 0 Grad Celsius. — Sonncnscheindauer 8% Stunden.
Berliner Börse.
Berlin, 17. März. (WTB. Funkspruch.) Im heutigen Frühverkchr blieb die Tendenz abwartend. E» ließ sich noch nicht erkennen, ob der gestrige Rückschlag bereits zum Stillstand gekommen »st, doch nimmt man an, daß die festeren Auslandbörsen eine gewisse Stütze bieten werden. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 124,14, gegen Mailand 92,7350, gegen Madrid 45,6250, gegen Kabel 4,8578, gegen Berlin 20,4050, Kabel gegen Berlin 4,2005.
(Schluß de» redaktionellen Teil«.)
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